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Aktionen & Projekte

Hochbunker Köln-Ehrenfeld

ANDREA MOREIN, Motiv zu: „The Messiah Project“, 2015 (Ausschnitt)

Der Hochbunker in Köln-Ehrenfeld steht der lokalen freien Künstlerszene für Ausstellungen, Performances und Medienkunst-Projekte zur Verfügung. Andrea Morein, die in diesem Bunker bereits 1999 ihre Installation „Never trust Biographies“ realisierte, kehrte kürzlich mit ihrem neuen „The Messiah-Project“ dorthin zurück. Sie beschäftigt sich in diesem Projekt künstlerisch „mit dem Nahostkonflikt, allerdings nicht im Sinne einer realpolitischen Positionierung. Sie folgt nicht den gängigen Dualismen der Pro-Kontra/Recht-Unrecht Denkmuster, sondern schafft eine sozio-poetische Bildinszenierung, die über den tagespolitischen Kontext hinaus in die Hinterfragung nach dem (Un)-Heiligen Land und seinen Mythen und Bildzeichen reicht. In ihren Fotoarbeiten, Zeichnungen, Collagen und Installationen legt sie historische Schichten in assoziativer Weise übereinander und 'durchleuchtet' Zusammenhänge, die zwischen messianischer Mystik und Themen wie Territorium/Landkarte, Haus/Verortung oszillieren...“ Außerdem bemüht sich der Trägerverein, der das Künstlerprogramm koordiniert, um eine verstärkte Netzwerkbildung innerhalb der lokalen Künstlerschaft. Eine Arbeitsgruppe entwirft für die Monate Juni und Juli 2015 ein Programm, um den Bunker während der Sommerwochen mit Performances, Installationen etc. zu bespielen. www.bunker101.de

Kulturpolitik

Offener Brief an Documenta-Aufsichtsrat

documenta 14, 2017. Foto: Wolfgang Träger

130 Museumsdirektoren, Kuratoren, Professoren und Künstler unterzeichneten einen Offenen Brief an den Documenta-Aufsichtsrat. Sie befürchten, die Politik nähme das aktuelle Defizit „zum Anlass“ einer „Umstrukturierung der documenta im Sinne einer reinen Kommerzialisierung und Vermarktung der Marke documenta“. Dieselben Politiker hätten jedoch sich „außer Stande“ gesehen, „auf die Entgleisungen der AfD zu reagieren, die ein Kunstwerk von Olu Oguibe als 'entstellte Kunst' bezeichneten und damit eindeutig auf faschistische Terminologien zurückgriff.“ Eine „Schuldzuweisung für das Defizit an der d 14 an“ die Geschäftsführerin „Annette Kulenkampff“ halten die Unterzeichner für „schlicht falsch“ und fordern, der Aufsichtsrat möge ihre „Fortbeschäftigung beschließen“. Außerdem fordern sie, den Status der Veranstaltung als gemeinnützige GmbH beizubehalten und einen internationalen Expertenbeirat zu berufen, und zudem das Budget an „die Anforderung eines globalen, weltweit wirksamen Kunstereignisses“ anzupassen. In einem Kommentar in der HNA-Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen bezieht der Kulturredakteur Mark-Christian von Busse dazu eine Gegenposition: für eine Befürchtung der Einschränkung künstlerischer Freiheit „gibt es derzeit keinen Anlass“. Roman Soukup, der 1994/95 Documenta-Geschäftsführer war, plädiert hingegen für die Gründung einer Stiftung, mit „einer integren Person an der Spitze..., die das Vertrauen der Künstler und der Politiker hat.“ Dafür solle dann der Aufsichtsrat zurück treten, womit sich die Politiker „eine Menge Ärger“ ersparten. Eine Ausweitung auf andere Städte hält Soukup für gefährlich: „Stellen wir uns doch mal vor, Berlin würde jetzt plötzlich Co-Standort. Und am Ende heißt es: Wenn die documenta schon mal da war, können wir sie auch irgendwann ganz dort machen. Das wäre das Ende. Nein: Die documenta gehört nach Kassel. Fertig. Sollen sie woanders doch etwas eigenes machen.“ www.documenta.de

Personalien

Georg Baselitz: Runder Geburtstag

Georg Baselitz © Foto: Peter Knaup

Georg Baselitz feiert am 23. Januar 2018 seinen 80. Geburtstag. Er zählt zu den Entdeckungen des Galeristen Michael Werner, als dieser in den 1960er Jahren eine Galerie in West-Berlin betrieb. Zu seinen ersten wichtigsten Arbeiten gehörte die Illustration einer Neuausgabe der „Gesänge des Maldoror“ von Isidor Ducasse Anfang der 1970er Jahre. Den großen Durchbruch schaffte er Anfang der 1980er Jahre an der Beteiligung von Ausstellungen wie wie A New Spirit in Painting, 1981 in London, die documenta 7 in Kassel 1982 und Zeitgeist ebenfalls 1982. Zu seinem Geburtstag richten ihm die Fondation Beyeler in Basel und ebenso das Kunstmusuem Basel (mit Papierarbeiten) Ausstellungen aus. Die Ausstellung bei Beyeler wird in veränderter Form ab Juni 2018 auch im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington gezeigt. In der Woche vor seinem Geburtstag begann auch in München der Prozess gegen drei Angeklagte wegen Diebstahl, gemeinschaftlicher Hehlerei und Betrug. Ihnen wird vorgeworfen, Bilder aus dem Besitz von Georg Baselitz im Wert von 2,5 Mill. Euro bei einer Spedition gestohlen zu haben.

Aktionen & Projekte

Transmediale Berlin: face value

transmediale 2018, face value - promotional image, The Laboratory of Manuel Bürger

Unter dem Titel „face value“ untersucht die Berliner transmediale vom 31. Januar bis zum 4. Februar 2018 im Haus der Kulturen der Welt jene „Werte und Wertschöpfungsprozesse, die zu den extremen politischen, ökonomischen und kulturellen Gräben unserer Gegenwart beigetragen haben.“ Das Festival findet jetzt zum siebten Mal unter der künstlerischen Leitung von Kristoffer Gansing statt; es will mit einer „Bestandsaufnahme aktueller Ereignisse... ein tieferes Verständnis für ihre Veränderbarkeit... entwickeln“. Der englische Begriff „face value“ bedeutet „Nennbetrag” oder „Nominalwert”; und er „bezeichnet den auf der Vorderseite eines Zahlungsmittels oder Dokuments angegebenen Betrag, zum Beispiel bei einer Münze, Briefmarke oder Anleihe. Dinge für bare Münze zu nehmen [taking things at face value] erscheint durch reaktionäre und algorithmisch gelenkte Kommunikationspraxen im öffentlichen Diskurs mittlerweile normal. Mit der kommenden Festivalausgabe möchte die transmediale diese Tendenz hinterfragen und den Blick auf tiefer liegende, weniger offensichtliche Probleme richten, die sich durch alle Bereiche der Gesellschaft ziehen...“ Zu den diesjährigen Teilnehmern zählt u. a. Das Demystification Committee, §bestehend aus den diesjährigen transmediale-Vilém Flusser-Residents Oliver Smith und Francesco Tacchini, die ihr Offshore Investigation Vehicle-Projekt vorstellen. Es basiert auf fortlaufenden Untersuchungen zu Offshore-Praxen und ihnen innewohnenden Machtstrukturen und stellt den Versuch dar, mögliche Interventionsinstrumente zu bestimmen, um in diese Finanzsysteme einzugreifen...“ www.ransmediale.de

Preise

Preis der Nationalgalerie: Publikumspreis

Sol Calero: Amazonas Shopping Center, 2017, Installationsansicht Hamburger Bahnhof Berlin,  © Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Trevor Good / Courtesy the artist, Laura Bartlett Gallery, London

Sol Calero gewann den Publikumspreis in der Ausstellung der Kandidatinnen für den Preis der Nationalgalerie, de der bereits im vergangenen Herbst an Agnieszka Polska vergeben wurde. Sol Calero konnte 45 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich beanspruchen. Sie „verbindet Malerei und Skulptur zu hybriden Installationsräumen, die als soziale Environments und Kontaktzonen fungieren.“ www.smb.museum/ausstellungen/detail/preis-der-nationalgalerie-2017.html

Museen & Institutionen

Sammlung Goetz: Jubiläum

Ingvild Goetz, Foto: KAS/ Juliane Liebers

Ihr 25jähriges Bestehen feiert im Jahr 2018 die Sammlung Goetz in München. Sie verfügt dort seit 1993 über ein eigenes Ausstellungsgebäude. Seit 1984 Jahre trug die Verlegerin, Galeristin und Sammlerin Ingvild Goetz nach der Schließung ihrer Galerie diese Sammlung mit Werken der Arte povera und Strömungen der Gegenwartskunst zusammen, wobei seit 2004 auch die Medienkunst eine immer bedeutendere Rolle innerhalb der Sammlungsschwerpunkte einnimmt. Im Jubiläumsjahr werden zusammen mit dem Münchener Haus der Kunst drei Ausstellungen durchgeführt. Ab dem 22. Februar 2018 widmet sich der erste Teil der „Aneignung von Alltagsmaterialien, gestalterischen Praktiken aus dem Kunsthandwerk der Werbung und dem Design“, mit Exponaten u.a. von Rosemarie Trockel oder Katharina Grosse. Der zweite Teil bietet ab dem 29. Juni 2018 im Haus der Kunst Videos, Filme und Installationen von Künstlerinnen wie Mona Hatoum, Pipilotti Rist und Aneta Grzeszykowska (bis 13. Januar 2019). Bei der dritten Werkschau in der Reihe richtet sich im Herbst 2018 der Blick auf Künstlerinnen wie Geta Brătescu und Louise Bourgeois in einer Gegenüberstellung mit den Young British Artists. www.sammlung-goetz.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerist Krips gestorben

Maximilian Krips, Foto: S. Kallnbach

Maximilian Krips, Kölner Galerist, starb im Alter von 81 Jahren. Krips hatte in der Reisebranche gearbeitet und war Künstler, bevor er zusammen mit Gugu Ernesto 1978 eine Galerie in Köln gründete, die er ab 1986 allein leitete und die in den 1980er und frühen 1990er Jahren ein wichtiges Forum für die Kölner Künstlerszene war, darunter Astrid Klein, Michael Buthe, Theo Lambertin oder C.O. Paeffgen, aber auch für Künstler wie Siegfried Anzinger, Urs Lüthi und David Weiss. U.a. stellte der Künstler Ralph Bageritz hier seine Serie „Stolen Objects“ als ready mades aus – entwendete Straßenpoller und die Beute von Ladendiebstählen in Supermärkten.

Aktionen & Projekte

Basel: PerformanceProcess

John M Armleder & Christian Marclay, Simultaneous Duo Version, 2014, Performance, in der ECAL (École Cantonale d'Art de Lausanne), © 2017, ProLitteris, Zürich / Foto: Catherine Ceresole

Das Museum Tinguely Basel richtet am 26. Januar 2018 ein PerformanceProcess Symposium "From Live to Legacies: Exploring Performance Art" aus. An einer Podiumsveranstaltung zur Schweizer Performance-Szene nehmen unter der Moderation von Andrea Saemann, Madeleine Amsler, Elise Lammer und Martina-Sofie Wildbergersowie "Kunstforum"-Autor Max Glauner teil. Am 27. Januar 2018 wird die Veranstaltung unter dem Stichwort "Performing the Exhibition" in der Kunsthalle Basel fortgesetzt. Im Rahmen der Ausstellung PerformanceProcess sind die die Künstler John M Armleder und Christian Marclay mit einer Live-Performance im Museum Tinguely Basel für den 25. und 26. Januar 2018 angekündigt. Armleder und Marclay haben 1985 in New York sowie 2006 in Philadelphia gemeinsam verschiedene Performances realisiert. Gemeinsam performen die Künstler Simultaneous Duo Versions. www.tinguely.ch

Museen & Institutionen

Leverkusen: Gegen die Strömung

Daniele Cudini, Zanzibar, 2006 Öl auf Leinwand, 255 x 155 cm Courtesy der Künstler

Reisen bildet – der Maler Pieter Brueghel z.B. schaffte es zwischen 1552 und 1555 bis nach Süditalien, was unter den damaligen Verhältnissen ein recht abenteuerliches Unternehmen war. Künstler begleiteten im Kolonialzeitalter als Zeichner Forschungsexpeditionen; auch das waren oft Reisen ins Ungewisse. Das Museum Morsbroich Leverkusen stellt unter dem Titel Gegen die Strömung. Reisen ins Ungewisse19 Positionen der zeitgenössischen Kunst vor, „die sich mit dem Reisen als existentiellem Wagnis auseinandersetzen. Jeder Aufbruch ist mit Risiken verbunden, ist ein Aufbegehren gegen das Alte und Gewohnte, gegen Beharrungskräfte, die einen zurückhalten oder begrenzen. Jeder Anfang einer Reise setzt den Bruch mit dem Alltag voraus... Er benötigt einen starken, von Innen oder Außen kommenden Impuls, das bisherige Leben zumindest auf Zeit zu verlassen und sich auf den Weg zu machen – gegen alle Widerstände und trotz des ungewissen Ausgangs“. Künstlerliste: Bas Jan Ader, Kader Attia, Björk, stanley brouwn, Daniele Cudini, Jack Goldstein, Rodney Graham, Kris Martin, Bruce Nauman, Roman Ondak, Panamarenko, Peter Piller, Anne Pöhlmann, Daniel Richter, Thomas Ruff, Melanie Smith, Javier Téllez, James Webb und Lawrence Weiner. Laufzeit: 28. Januar bis 29. April 2018. www.museum-morsbroich.de

Museen & Institutionen

Ines Doujak im Lentos Museum

Ines Doujak Ausstellungsansicht Masterless Voices (Kuratorin: M. Ziółkowska), Bunkier Sztuki Gallery of Contemporary Art in Kraków, 2017, Foto: Studio FilmLOVE

Vom 2. Februar bis zum 21. Mai 2018 verwandelt die Künstlerin Ines Doujak unter dem Stichwort "Sale", das im Einzelhandel für Schlussverkäufe eingesetzt wird, den Großen Saal des Lentos Museum Linz in eine Kaufhausabteilung für ihre Modekollektionen. "Der Ausstellungsraum wird dabei zur Umkleidekabine: Berühren, Anprobieren und Fotografieren erwünscht. Doujak bringt die ausbeuterischen Strukturen, Geschlechter- und Klassenordnungen von Haute Couture und Massenkleidung ins Spiel und lässt die Grenzen zwischen Fashion-Statement und Kunstwerk verschwimmen. Es geht um TextilarbeiterInnen die in Fabriken verbrennen, das Burnout von NiedriglohnarbeiterInnen, schmutzige Geheimnisse, Tier- und Menschenhäute, Karneval und Maskerade, Drogen und Krieg und den Teufel höchstpersönlich..." www.linz.at

Museen & Institutionen

Christa Dichgans und die Guerilla Girls in der Kestner-Gesellschaft

Guerilla Girls, 2015, Foto: Andrew Hinderaker

Vom 26. Januar bis zum 8. April 2018 stellt Christa Dichgans in der Hannoveraner Kestner Gesellschaft „Bilder aus dem Leben“ aus. „Plastikspielzeughaufen im Kinderzimmer, ein aufgeblasenes Schwimmtier, Batman oder Wurstberge sind die Motive in den Gemälden von Christa Dichgans... Die Künstlerin zählt zu den wichtigsten weiblichen Akteuren der Pop-Art und ist insbesondere für ihr Frühwerk aus den 1960er Jahren bekannt.“ Parallel dazu üben die New Yorker Guerilla Girls mit ihrer Ausstellung »The Art of Behaving Badly« feministische Institutionskritik. „Seit 1985 operieren die Guerrilla Girls als eine anonyme Gruppe, die auf die Unterrepräsentanz von Frauen und »People of color« in Galerien, Museen und anderen Kunstinstitutionen aufmerksam machen. Mit Plakaten im öffentlichen Raum, Videos, Aktionen, Performances und Publikationen enthüllen die Guerilla Girls weit verbreitete Ausgrenzungsmechanismen in der Kunstwelt, die weltweit bis heute zu einer von weißen Männern dominierten Kunst- und Kulturlandschaft beitragen.“ www.kestnergesellschaft.de

Aktionen & Projekte

Deutsche Kunsträume in Moskau

Poster Goethe-Institut

Seit den 1970er Jaheren prägen überall in Deutschland selbstorganisierte Kunsträume das Ausstellungswesen mit, auch in der DDR gab es seinerzeit inoffizielle Off-Kunst-Initiativen. Die Initiatoren sind zumeist Künstler; das Spektrum reicht von Wohnzimmerausstellungen bis Produzentengalerien oder temporärer Nutzung von leerstehenden Fabrikhallen oder Industriebrachen. Unter dem Arbeitstitel "Raum für Kunst" stellt das Goethe-Institut bis Ende 2018 in Moskau exemplarisch einige deutsche Kunsträume im neuen Bildungszentrum des MMOMA im Ermolaevskij Pereulok vor. Partner ist das Moskauer Museum für Moderne Kunst (MMOMA). Über jeweils drei Monate entwickeln sie ihr Programm vor Ort und regen so zu einem Dialog mit Moskauer Kunstinitiativen und Künstlern an. Den Auftakt macht derzeit bis zum 11. Februar 2018 die „Simultanhalle“ aus Köln, gefolgt vom Leipziger Projektraum "D21" und dem Kunstraum "District" in Berlin. Sie alle präsentieren mobile, sich fortlaufend entwickelnde Programme, die Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen und Diskussionen mit der Moskauer Kunstszene einschließen.

Preise

Gottfried Brockmann-Preis

Anne Steinhagen, testing A.21, 2017, Ausstellungsansicht „Gottfried Brockmann Preis 2017“ Stadtgalerie Kiel, Foto: Anne Steinhagen

Anne Steinhagen stellt als aktuelle Trägerin des Gottfried Brockmann-Preises ihre Arbeiten bis zum 18. Februar 2018 in der Stadtgalerie Kiel aus. Der Preis wird alle zwei Jahre an Kandidaten aus Kiel unter 35 Jahren vergeben. Anne Steinhagen schloss ihr Studium an der Muthesius Hochschule Kiel 2013 mit dem Master in Medienkunst ab und arbeitet mit komplexen multimedialen Installationen. www.stadtgalerie-kiel.de

Ausschreibungen

Trondheim Academy: zwei Professorenstellen

Pressefoto zur Ausschreibung: Ansicht von Arbeiten von Øyvind Novak Jenssen und Anders S. Solberg, BFA Graduierten-Ausstellung 2017. Foto: Anders S. Solberg.

Zwei Stellen für Associate Professuren sind an der Trondheim Academy of Fine Art (KIT)(Norwegen) zu besetzen. Die beiden Professuren solen die Disziplinen Malerei und Fotografie abdecken, mit einer Ausweitung auf post-digitale Drucktechniken und performative Praxis. Es handelt sich um Vollstellen (100 %) mit einer Laufzeit von sechs Jahren. Weitere Auskünfte erteilt der Abteilungsleiter Florian Schneider, florian.schneider@ntnu.no. Alle Bewerbungen müssen bis zum 20. Februar 2018 eingegangen und mit der Kennziffer 17/35358 markiert sein. Einreichungen unter www.jobbnorge.no

Museen & Institutionen

Küppersmühle: temporäre Schließung

Erweiterungsbau Museum Küppersmühle Duisburg, Ansicht Innenhafen, Copyright Herzog & de Meuron

Das Duisburger Museum Küppersmühle ist ab dem 29. Januar 2018 für vier Monate geschlossen. In dieser Zerit wird der Erweiterungsbau an den Altbau angebunden, u.a. werden in beiden Gebäude die Leitungen synchronisiert. Im Juni 2918 wird das Museum dann u.a. mit einer Jannis Kounellis-Ausstellung seinen Betrieb wieder aufnehmen. Der Erweiterungsbau soll 2019 eröffnet werden. www.museum-kueppersmuehle.de

Ausschreibungen

EMARE-Stipendium

Mit Unterstützung des Programmes Kreatives Europa der Europäischen Union hat sich das European Media Art Network (EMAN) auf insgesamt 11 EU Staaten erweitert und zur European Media Art Platform (EMAP) transformiert. Ausgelobt wird das EMARE-Stipendium als zweimonatiges Residenzstipendium für Medienkünstler aus den Bereichen Digitale Medien, Internet und Computerkunst, Film / Video und Sound sowie medial-basierte Performances anbieten. Studneten sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Das EMARE Stipendium beinhaltet 3.000 € zur freien Verfügung, 4.000 € Produktionsbudget, freie Unterkunft, Reisekosten von bis zu 500 €, freien Zugang zur vorhandenen Technik, Beratungen durch Produktions- und Kunstmarktexperten, eine professionelle Präsentation beim Gastgeber, die Möglichkeit bei einer Auswahl an Gruppenausstellungen... Deadline ist bereits der 20. Januar 2018. Federführend in Deutschland ist die Werkleitz-Gesellschaft. Kontakt für Online-Bewerbungen: call.emare.eu

Aktionen & Projekte

München: Urban Playground

Posturbane Kapriolen mit Alexis Dworsky. Foto: Dworsky

Im Münchener MaximiliansForum installiert der zwei:eins-Preisträger von 2016 Alexis Dworsky gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Parkour-Sportler Andreas Ruby bis zum 18. Febriat 2018 einen „Urban Playground“: Der Konzeptkünstler verwandelt „die öffentliche Unterführung mit dem städtischen Kunstraum in ein Spielfeld samt Ausstellung... Besucher suchen dabei vergeblich nach Schildern, Anweisungen oder einer Reihenfolge wie beim klassischen Trimm-Dich-Pfad, erhalten stattdessen Anregungen für ein freies Training. Dworsky: "Wir schaffen Frei-Räume und geben Besuchern gerade dadurch die Möglichkeit, aktiv zu werden." Impulsgeber für die körperliche Ertüchtigung sind Elemente aus dem öffentlichen Raum wie Parkbänke und Streukästen; abgeklebte Linien für Spielfelder oder Wurfkörbe formieren sich zu einem Mix aus Basketball oder Fußballfeld...“ www.zweizueins-kunstpreis.de

Museen & Institutionen

Kunstmuseum Villa Zanders: Schenkung Metzen

Eckard Alker, Stiller Wanderer, 1991, Radierung, 53,3 x 41,8 cm © VG BILD-KUNST Bonn, 2017

Vom 26. Januar bis zum 25. Februar 2018 stellt das Kunstmuseum Villa Zanders Bergisch Gladbach die Druckgrafik des Künstlers Eckard Alker aus der Sammlung Marita und Karl Josef Metzen vor. "Die Sammlung von Marita und Karl Josef Metzen umfasst rund 250 druckgrafische Arbeiten, darunter acht Mappenwerke und einzelne Fotografien des Künstlers Eckard Alker aus den Jahren 1960 bis 2016. Die Radierungen, (Offset-)Lithographien und (mit Ölfarbe bearbeitete) Digitalprints vermitteln einen umfangreichen Überblick über seine künstlerische Entwicklung und herausragende, drucktechnische Meisterschaft."

Ausschreibungen

Austauschprogramm für Journalisten

Bis zum 28. Februar 2018 können sich Kulturjournalistinnen und -journalisten aus den Bereichen Print, Online oder Radio für das Austauschprogramm „Nahaufnahme“ des Goethe-Instituts bewerben. Für drei bis vier Wochen kann man seinen Arneitsplatz mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus Malaysia, Myanmar oder den Philippinen tauschen. "Voraussetzung für die Bewerbung sind sehr gute Englischkenntnisse und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung. Das Goethe-Institut übernimmt die Kosten für Reise, Unterbringung, die Übersetzung von Beiträgen und gewährt den Teilnehmenden zusätzlich ein Stipendium von 300,- € pro Woche. Der Reisezeitraum liegt zwischen September und November 2018. Die Verteilung auf die einzelnen Länder erfolgt durch das Goethe-Institut." Bewerbungen an: nahaufnahme@goethe.de. www.goethe.de

Ausschreibungen

ZukunftsGut-Wettbewerb

Die Commerzbank-Stiftung vergibt einen Preis für institutionelle Kulturvermittlung: ZukunftsGut „steht für die fortwirkende Relevanz von künstlerischem kulturellen Erbe in der Gesellschaft. Zur Teilnahme aufgerufen sind in Deutschland ansässige private, staatliche und gemeinnützige Kulturinstitutionen, die sich in ihrer Vermittlungsarbeit auf mindestens einen der Themenschwerpunkte bildende Kunst, Musik, Literatur, darstellende Kunst oder Kulturgeschichte konzentrieren. Das Preisgeld von 50.000 Euro ist zweckgebunden und dient der strategischen Weiterentwicklung der Vermittlungsarbeit in der ausgezeichneten Einrichtung...“ Die Bewerbungsphase endet am 31. März. Bewerbungen sind online möglich unter www.commerzbank-stiftung.de

Preise

Kunstpreis Berlin Jubiläumsstiftung 1848/1948

Thomas Demand, Foto: Maria Tappeiner

Thomas Demand, Bildhauer und Fotograf, erhält den Großen Kunstpreis Berlin 2018 (15.000 Euro). Zur Begründung heißt es, Demand mache uns klar, „dass die größte Täuschung das Abbilden der Realität ist und unser kaum erschütterbarer Glaube daran, dass es die Wirklichkeit wiedergeben und darstellen kann“.Thomas Demand fertigt aus Papier detailgetreue Modelle von (Tat-)Orten an, die auf Pressefotos dokumentiert sind, um diese Papiermodelle wiederum zu fotografieren. Den Kunstpreis Berlin in der Sparte Bildende Kunst erhält der Maler und Videokünstler Dominik Lejman, in der Baukunst der Architekt und Ingenieur Philippe Block, in der Musik die Komponistin Anna Korsun, in der Literatur Daniela Danz, in der Darstellenden Kunst der Regisseur Simon Stone und in der Film- und Medienkunst der Fotograf und Videoinstallateur Christoph Brech. Der Kunstpreis Berlin Jubiläumsstiftung 1848/1948 wurde 1948 in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Seit 1971 wird er von der Akademie der Künste im Auftrag des Landes verliehen. www.adk.de

Ausschreibungen

artig-Kunstpreis

Kunstpreis-Veranstaltung in der Galerie Kunstreich 2016

Der artig e.V. im Allgäu lobt den artig-Kunstpreis aus. Einzige Bedingung: die eingereichten Werke dürfen nicht älter sein als der Künstler selber. Nur die Maße dürfen wegen der Höhe des Ausstellungsraumes 2,2, m Höhe und 3,5 m. Breite nicht überschreiten. Ausgelobt sind ein Preis mit 2.000 Euro und ein Sonderpreis sowie ein Publikumspreis mit jeweils 700 Euro. Die Ausstellung und Preisvergabe finden in der freien Galerie Kunstreich statt. Pro Bewerber könne bis zum 24. Februar 2018 zwei Wwerke eingereicht werden. Kontakt:  www.artig.st/kunstpreis-2018

Aktionen & Projekte

Prag: Vrwandlung

Goethe-Institut Prag, Illustration zur Ankündigung

Bis zum 31. März 2018 können die Besucher vom Goethe-Institut Prag im Themenraum „VRwandlung“ erfahren, wie es sich anfühlt, als Insekt aufzuwachen. „Mit Virtual-Reality-Brillen tauchen sie in die wohl berühmteste Erzählung von Franz Kafka ein, der auch als Erfinder der Virtuellen Realität gelten kann. Entwickelt wurde die immersive Filmsequenz von einem tschechischen Start-up-Team um den künstlerischen Leiter und Regisseur der Prager Filmschule Mika Johnson...“ Wir die Figur im Kafka-Text müssen die Besucher in Rolle eines Insekts „erst lernen, sich mit ihrem neuen Körper in der virtuellen Umgebung zu bewegen, die dem Wohnraum im Buch nachempfunden ist, während gleichzeitig draußen die Familie und der Chef lautstark Einlass verlangen. Kafkas Themen – allen voran das Motiv der Entfremdung – können so hautnah erlebt werden. Die Installation 'VRwandlung' bietet dabei verschiedene Level der Interaktion: Als 360-Grad-Medium lässt die virtuelle Realität das vollständige Erkunden des Raumes zu, in dem man sich bewegen oder auch bloßer Zuschauer bleiben kann. Grafische Trigger-Punkte erlauben es, die Handlung eigenständig voranzutreiben. Weitere Informationen zum Projekt: www.goethe.de/vrwandlung

Ausschreibungen

Residenzprogramm in Salzburg

St. Virgil Salzburg, eines der großen Bildungszentren Österreichs, bietet im Sommer 2018 zwei bildenden Künstlern Bildenden Kunst einen "Artist in Residence"-Aufenthalt an. Die Auslobung richtet sich an Bewerber kurz vor oder kurz nach dem Abschluss des Studiums. Geboten werden freie Unterkunft und Verpflegung sowie 500 Euro für Materialkosten. Deadline: 20. April 2018. Infos und Kontakt: www.virgil.at

Aktionen & Projekte

„RENAISSANCE experience: Florenz und die Uffizien“

Pressefoto zur Ankündigung, Cosimo de Medici-Centrica

Ab dem 20. Januar 2018 ist im Kunstkraftwerk Leipzig das Projekt „RENAISSANCE experience: Florenz und die Uffizien“ zu sehen: es rückt die Malerei „jener Zeit mittels einer immersiven multimedialen Video-Show in ein ganz neues Licht. 150 der bedeutendsten Renaissance-Gemälde, u.a. von Leonardo da Vinci, Giotto und Botticelli, werden auf acht Meter hohe Flächen projiziert und mit einer eigens dafür komponierten Musik unterlegt... iIm Rahmen der Ausstellung bietet die Uffizi Touch® Cloud eine einzigartige, digital-basierte Form der Kunstvermittlung. Über das Kunstkraftwerk verteilt laden übergroße neuartige Touchscreens zur interaktiven Kunstbetrachtung ein. Dank extrem hoher Auflösung können die Besucher in die Details von 1.150 Uffizien-Bildern eintauchen und sie nach Themen 'befragen'... Ab Herbst 2018 ist eine Ausstellung geplant, die sich dem Werk des bedeutenden italienischen Malers Caravaggio auf zeitgenössische Weise nähert. 2019 folgt  die immersive Ausstellung „Die Giganten der Renaissance“ mit Kunstwerken von Raffael und Michelangelo aus den Vatikanischen Museen in Rom und von Leonardo da Vinci (500. Todestag).“ www.kunstkraftwerk-leipzig.com

Hochschulen

Nürnberg: Performance Symposium

Rabih Mroué, Foto: Courtesy AdBK Nürnberg

Vom 24. bis 26. Januar 2018 findet das Performance Art Symposium PERFORMING ENTITIES in der AdBK Nürnberg statt - mit 12 Performances an drei Abenden. "In Nürnberg treffen sich anerkannte KünstlerInnen, die sich auf den internationalen Bühnen der Performancekunst bewegen. PERFORMING ENTITIES ist eine für eine Kunsthochschule ungewöhnliche Veranstaltung: sie versucht die Extreme der Performancekunst auszuloten. Wo liegen die Grenzen zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Skulptur und Performanz, zwischen Wissenschaftlichkeit und Subjektivität, zwischen Sprache und Leib? PERFORMING ENTITIES zeigt daher die Spannbreite performativen Handelns: Von der Wissenschaft als Performance (Rabih Mroué), der sich selbst zerstörenden Skulptur (Kris Verdonck) über die Seelenreise (Anne Juren) bis hin zur Performance für und mit Tieren (Krõõt Juurak & Alex Bailey)." www.adbk-nuernberg.de

Museen & Institutionen

Yves Tanguy in der Sammlung Scharff-Gerstenberg

Yves Tanguy, Illustration für „Le grand passage“ von Jean Laude, Paris 1954, Wolfgang Wittrock, Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Bis zum 8. April 2018 ist in der Berliner Sammlung Scharff-Gerstenberg die Ausstellung „Im Reich der Misteldruiden. Das grafische Werk von Yves Tanguy“ zu sehen. Yves Tanguy (1900-1955) war Mitglied der Pariser Surrealistengruppe um André Breton, seine verschlüsselten Bildwelten bestehen zumeist aus traumhaften Landschaften mit weichen, kurvigen, teils abstrakten Formen. Den Spitznamen „Reiseleiter im Reich der Misteldruiden“ hatten dem aus der Bretagne, d.h. aus dem keltischen Kulturraum stammenden Künstler seine Surrealistenkollegen verpasst. Sein druckgrafisches Werk umfasst nur 35 Nummern und wird jetzt erstmals in größerem Umfang vorgestellt. Es ist weniger bekannt als seine Gemälde, was möglicherweise auch daran liegt, dass einige Blätter mit erotischen Motiven 1928 von der Polizei beschlagnahmt und erst in den 1950er Jahren veröffentlicht wurden. www.smb.museum/museen-und.../sammlung-scharf-gerstenberg/home.htm

Ausschreibungen

Paula-Modersohn-Becker-Kunstpreis

Der Landkreis Osterholz schreibt den Paula-Modersohn-Becker-Kunstpreis aus. Wer sich bewirbt, muss einen biografischen Bezug zur Nordwest-Metropolregion zwischen Nordsee und Teutoburger Wald haben. Der Hauptpreis ist mit 7.500 Euro dotiert. Es gibt keine Altersgrenze. Deadline: 16. April 2018. Infos und Kontakt: www.pmb-kunstpreis.de

Ausschreibungen

Prix Ars Electronica 2018

Projekte zum Prix Ars Electronica 2018 können zu den diesjährigen Wettbewerbskategorien lauten „Computer Animation", „Digital Communities“, „Interactive Art +“ und „u19 – CREATE YOUR WORLD“ eingereicht werden. Zu gewinnen sind eine Goldene Nica sowie Preisgelder von bis zu 10.000 Euro pro Kategorie und ein prominenter Auftritt beim Ars Electronica Festival Anfang September 2018. Die Bewerbubg zum Prix Ars Electronica 2018 ist bis zum 2. März 2018 möglich unter www.aec.at/prix

Ausschreibungen

STARTS Prize

Der STARTS Prize wird von Ars Electronica, BOZAR und Waag Society im Auftrag der Europäischen Union ausgelobt. Prämiert werden die Sieger mit der STARTS Trophy, Preisgeldern von 20.000 Euro und prominente Auftritte beim Ars Electronica Festival in Linz, beim BOZAR Electronic Arts Festival in Brüssel und bei der Waag Society in Amsterdam. „Gesucht und prämiert werden wegweisende Projekte zwischen Wissenschaft, Technologie und Kunst, die zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Innovation beitragen.“ Die Online-Einreichung endet am 2. März 2018. Kontakt: www.starts-prize.aec.at/de/.

Ausschreibungen

Porträt und Figur

Die Bremer Kunstzeitschrift „artist window“ ruft zu einem Wettbewerb „Porträt und Figur“ auf. Zwei Gewinner werden in der Frühjahrsausgabe des Magazins auf jeweils einer Doppelseite vorgestellt, erhalten einen Hotelgutschein und einen Guutschein für eine Stadtführung in Bremen. Deadline; 28. Feb. 2018. Kontakt: info@artist-window.de

Ausschreibungen

LBBW-Stiftung

Die LBBW-Stiftung unterstützt laufend Projekte Bildender Künstler in Baden-Württemberg. Einzureichen sind ein formloser Antrag mit einer kurzen Projektbeschreibung und ein Kosten- und Finanzierungsplan. Bei der Einreichung sind 4 - 6 Wochen Bearbeitungszeit vor Projektbeginn einzuplanen, denn Projekte, die sich bereits in der Umsetzung befinden, können nicht gefördert werden. Kontakt: Baden-Württembergische Bank, Stiftungsmanagement, Kleiner Schlossplatz 11, 70173 Stuttgart, Tel.: +49 711 124-73428, mirjam.schwink(at)bw-bank.de, www.lbbw.de

Messen & Märkte

BRAFA Brussels

BRAFA 2017, Foto: Emmanuel Crooy

Das Tour & Taxis-Gebäude in der Avenue du Port 88 ist Schauplatz der Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA Brussels (27. Jan. bis 4. Feb. 2018). Kostenlose einstündige Führungen auf Englisch, Französisch oder Niederländisch werden täglich um 15 Uhr angeboten. Erwartet werden auch in diesem Jahr wieder ca. 58.000 Besucher. Ein unabhängiges Gutachtergremium wacht über die Qualität und Authentizität der angebotenen Exponate. „Ablehnen würde man beispielsweise ein zu stark restauriertes Gemälde, ein beschädigtes Objekt oder eine Skulptur, die in einer späteren Epoche als der ursprünglichen Entstehungszeit nachgestaltet wurde, oder auch ein anonymes Werk, ein Objekt von geringem dekorativem Wert oder mit falscher Zuschreibung oder apokrypher Signatur, eine Lithografie mit unbekannter Auflage usw. Auch ein Werk, das schon zu oft auf Kunstmessen gezeigt wurde und somit nur noch von begrenztem Interesse für den Markt ist, würde abgelehnt“, erläutert dazu Bernard Blondeel, Vorsitzender des Aufnahmeausschusses für Kunstobjekte. www.brafa.art

Museen & Institutionen

Kunsthaus Zürich: Besucherrückgang wegen Baumaßnahmen

Kunsthaus Zürich, Foto © Anita Affentranger

Im Kunsthaus Zürich gingen 2017 im Vergleich zum Vorjahr die Besucherzahlen von 320.000 auf 230.000 zurück. Als einer der Gründe werden Bauarbeiten genannt. Für die nähere Zukunft hat man neue Strukturen erarbeitet und u.a. einen internationalen Beirat geschaffen, der im November 2017 erstmals zusammentrat. Zudem komplettiert ab Mai 2018 Christoph Stuehn die vierköpfige Geschäftsführung. Den Erweiterungsbau entwarf David Chipperfield. Er ist durch eine Passage mit dem Altbau verbunden, für den Lawrence Weiner eine Auftragsarbeit gestaltet. Die Eröffnung des Neubaus und der Passage ist für 2020 angekündigt. www.kunsthaus.ch

Museen & Institutionen

Hamburg: Völkerkundemuseum wird umbenannt

Museum für Völkerkunde Hamburg, Foto: Paul Schimweg

In Frankfurt legte die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft eine Sammlung an, die 1877 der Stadt übergeben wurde und dort im Historischen Museum in einer eigenen völkerkundlichen Abteilung präsentiert wurde, bis 1904 ein „Städtisches Völkerkundemuseum“ seinen Betrieb aufnahm. Ab den 1970er Jahren setzte „eine lebhafte Diskussion über zeitgemäße Aufgaben und Ziele der Institution Völkerkundemuseum ein. Daraufhin ließ sich die Ethnologie auch von der Soziologie inspirieren und der Bildungsauftrag im Museum für Völkerkunde der Stadt Frankfurt am Main wurde vor allem soziopolitisch verstanden.“ Konsequenterweise wurde es dann 2001 in Museum der Weltkulturen umbenannt. Auch das ethnologische Museum in der Wiener Hofburg heißt seit 2013 Weltmuseum Wien. Jetzt will auch das Museum für Völkerkunde Hamburg sich umbenennen; der neue Name und der Zeitpunkt stehen allerdings noch nicht fest. Jedenfalls hat man laut Hamburger Abendblatt im Museum erkannt, dass der jetzige Name bei vielen eher „negative Assoziationen und Emotionen hervorrufe“: mit der Umbenennung ist auch eine inhaltliche Neukonzeption verbunden, und so hofft man dort, „ein positives und weltoffeneres Image etablieren zu können, das die neue Ausrichtung des Hauses nach außen transportiert.“ www.voelkerkundemuseum.com

Ausschreibungen

friends award 2018

Vom 1. Feb. bis zum 1. April 2018 läuft die Bewerbungsfrist um den friends award 2018. Der Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V. in den Deichtorhallen in Hamburg ruft alle Fotografen und Fotografie-Begeisterten anlässlich der Foto-Triennale im Juni 2018 zu einem Instagram-Fotowettbewerb auf. Einzureichen ist jeweils ein Bild zum Motto „better together“ einzureichen. Die jurierte Auswahl wird in einer Ausstellung vor den Deichtorhallen präsentiert. Infos: www.freundeskreisphotographie.de

Preise

Werkstattpreis Stiftung Hauser

Charlotte Mumm, Foto: Stefan Ruirsen

Charlotte Mumm ist die aktuelle Werkstattpreisträgerin der Kunststiftung Erich Hauser (20.000 Euro). Der Preis wird für Bildhauerei vergeben. Über die Preisträgerin heißt es: „Als Grenzgängerin zwischen Malerei und Skulptur reflektiert sie die Erfahrbarkeit von Raum, Material und Oberfläche. Sie erkundet in ihren skulpturalen Figuren den persönlichen Raum und seine physischen Grenzen...“ www.erichhauser.de

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