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Biennalen

Urban Art Biennale

URBANART BIENNALE VÖKLINGER HÜTTE 2013, Möllerhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Kunstwerke: Shepard Fairey: „Nixon's the one“, 2004 (kleines Bild) und Psyckoze: „Rainbow Warriors“, 2008-2012, Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Oliver Dietze (Ausschnitt)

Die Völklinger Hütte richtet in diesem Sommer die dritte Biennale zu jener Kunst aus, „die sich aus dem Grafftiti entwickelt hat“ (bis 1. Nov. 2015). Auf dem Geländes des Weltkulturerbes stehen rund 100.000 qm für Ausstellungen und Installationen zur Verfügung. Im Zentrum des Festivals steht die Ausstellung in der Möllerhalle. Mit 100 Künstlern ist diese Veranstaltung eine der größten mit Street Art und Urban Art. Als Künstler sind unter anderem Shepard Fairey, Invader, Jef Aérosol, Cope2, L’Atlas, JonOne, Delta, M. Chat oder Logan Hicks vertreten. Aus dem arabischen Raum und Ägypten sind Werke von Ammar Abo Bakr, Alaa Awad, Zepha oder Nazeer und Gemeinschaftsarbeiten ägyptischer Street-Art-Künstler zu sehen. www.voelklinger-huette.org

Kulturpolitik

Kulturpolitik im Koalitionsvertrag

Monika Grütters, Foto: Markus Wächter

„Den Kulturhaushalt des Bundes wird die Koalition auf hohem Niveau weiterentwickeln. Kultur ist keine Subvention, sondern eine Investition in unsere Zukunft“, heißt es im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Die Rede ist auch von einem „kooperativen Kulturföderalismus“. Das bedeutet - ähnlich wie in der Bildungspolitik, die bislang ausschließlich in der Hoheit der Länder lag und daher dem Bund nur in sehr begrenztem Maße Förderungen erlaubte – ein besseres Zusammenwirken von Bund und Ländern bei der finanziellen Planung von Kulturvorhaben. Gedacht ist bislang zwar nur an einen verbesserten Austausch zwischen den Institutionen und zwischen den Stiftungen von Bund, Ländern und Kommunen. Wünschenswert ist aus Sicht mancher Vertreter der Kulturszene aber auch ein konsequenter Abbau der juristischen und politischen Hemmnisse, bei der Projektplanung gleichzeitig Gelder aus Bundes- und Landesmitteln beantragen zu können. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin im Kanzleramt, konnte als Mitglied der CDU-Verhandlungsdelegation in den Koalitionsvertrag Formulierungen einbringen, die den Bund kulturpolitisch stärker in die Pflicht nehmen sollen: zwar schreibt das Grundgesetz einen Föderalismus fest, dessen Aufteilung von Hoheitsrechten den Bund in Sachen Kulturförderung nur auf Vorhaben von nationaler Bedeutung beschränkt, doch diese Bedeutung nimmt derzeit mehr und mehr zu – die Finanzierung künftiger Documenta-Ausstellungen durch mehr Gelder aus Bundesmitteln wird nicht die einzige Forderung bleiben, die aus der Kulturszene erhoben wird. Das Staatsministerium für Kultur im Kanzleramt wurde übrigens vor exakt 20 Jahren eingerichtet.

Museen & Institutionen

Documenta-Beitrag "Demos" im Dresdner Albertinum

Andreas Angelidakis Demos 2016, Sitzmodule aus Schaumstoff und Vinyl (Gesamtmaße variabel), Leihgabe der Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e.V. © SKD, Foto: Flavia Sommer

Bei der Kasseler Documenta 2917 bildete die Arbeit „Demos“ des griechischen Künstlers Andreas Angelidakis die Plattform für das öffentliche Veranstaltungsprogramm unter dem Titel „The Parliament of Bodies.“ Sie besteht aus 74 gepolsterten Modulen in Betonoptik, die flexibel genutzt werden können. Der Förderverein Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e. V. erwarb nun dieses Werk und stellt es dem Dresdner Albertinum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Installation ist jetzt langfristig im Lichthof des Albertinuns als Forum zu benutzen. Der Titel bezieht sich auf den altgriechischen Begriff für ‚das Volk eines Staates‘. www.skd.museum 

Personalien

Neue Museumsdirektorin in Bremen

Janneke de Vries, Foto: Nina Hoffmann

Janneke de Vries wird am 1. Oktober 2018 neue Direktorin des Museums Weserburg in Bremen. Ihr Vorgänger Peter Friese geht dann in den Ruhestand. Janneke de Vries war ab 2006 Direktorin des Kunstvereins Braunschweig und ab 2008 Leiterin der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen, arbeitete außerdem als freie Kritikerin für diverse Kunstmagazine und Tageszeitungen realisierte freie kuratorische Projekte. www.weserburg.de

Biennalen

New Museum Triennale New York

Janiva Ellis, Thrill Issues, 2017, Öl auf Leinwand, 241,3 x 195,6 cm, Courtesy: der Künstler und 47 Canal, NY

„Songs of Sabotage“ lautet das Thema der New Museum Triennale in der Bowery von New York, die dort noch bis zum 27. Mai 2018 läuft. Dafür stehen vier Etagen des Museums zur Verfügung. Hier zeigen etwa 30 Künstler aus 19 Ländern mixed-mediale Werke. Sie beschäftigen sich in der Auseinandersetzung mit neuen und tradierten Medien und wollten dabei die „Systeme enthüllen“, mit deren Hilfe in unserer Alltagswirklichkeit „Bilder und Wahrheiten“ konstruiert werden. Die Ausstellung versteht sich als „Aufruf zum Handeln“, d.h. zum aktiven Einmischen in „politsiche und soziale Strukturen“, die ein solches Engagement „dringend benötigen“. www.newmuseum.org

Museen & Institutionen

Bauhaus Imaginista

University of Ife in Ile-Ife, Nigeria; Architekten: Arieh Sharon, Eldar Sharon und Harlod Rubin / Foto: © Arieh Sharon digital archive

Das Projekt „Bauhaus Imaginista“ untersucht die „Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Praxis und Pädagogik des Bauhauses vor dem Hintergrund radikaler geopolitischer Veränderungen im 20. Jahrhundert.“ Kuratoren sind Marion von Osten (Berlin) und Grant Watson (London. Ab März 2018 werden dazu vier Ausstellungen an Kunst- und Designmuseen, Campus-Galerien und Kunstinstituten in Japan, China, Russland und Brasilien gezeigt. „Diese werden gemeinsam mit den weltweiten Goethe-Instituten organisiert und durch Veranstaltungen in Indien, USA, Marokko und Nigeria ergänzt, die inhaltliche Verflechtungen aufzeigen. Partner sind etwa das China Design Museum in Hangzhou, das National Museum of Modern Art Kyoto, das Garage Museum of Contemporary Art in Moskau und das SESC Pompéia São Paulo. 2019 werden die Ergebnisse im Jubiläumsjahr erstmals vereint, erweitert und in einer großen Gesamtschau im Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin gezeigt.“ www.bauhaus100.de

Personalien

Künstlerhaus Bremen: Neue Leiterin

Nadja Quante, Foto: Robert Hamacher

Nadja Quante hat die künstlerische Leitung des Künstlerhauses Bremen übernommen und verantwortet das Programm der Galerie ab Sommer 2018. Sie arbeitetes eit 2016 als freie Kuratorin, Autorin und Redakteurin in Berlin, wo sie unter anderem für das Projekt „Untie to Tie – Koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften“ der ifa-Galerie Berlin tätig war. Quante wird in Bremen ihre kuratorische Tätigkeit auf „gesellschaftsrelevante und insbesondere feministische und queere Fragestellungen und transdisziplinäre Herangehensweisen“ focussieren. www.kuenstlerhausbremen.de

Kulturpolitik

Humboldtforum: Stuttgarter Ethnologin sagt ab

Inés de Castro, © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Anatol Dreyer

Inés de Castro, Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, war Wunschkandidatin des Stiftungsrates für die Sammlungsleitung im Berliner Schloss. Ab 2019 sollte sie im Humboldtforum eigentlich die Verantwortung für die Sammlungen der Stiftung übernehmen und zugleich Chefin des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst werden. Die Museumsmanagerin und Ethnologin sagte jedoch ab; Gründe wurden nicht genannt. Insider des Kulturbetriebs bewerten die verwaltungstechnische Konstruktion des Postens als unglücklich: es sei bei diesem Zuschnitt der Aufgaben nicht eindeutig geklärt, ob de Castro dann weisungsgebende Direktorin oder weisungsgebundene Sammlungsleiterin gewesen wäre, wie auch die „Berliner Zeitung“ monierte. Wer immer die Sammlung leitet, ist letztlich dem Intendanten untergeordnet. Das Land Berlin indessen hat bereits erklärt, sich nicht einer gemeinsamen Intendanz unterordnen zu wollen; es führt seine stadtgeschichtliche Präsentation im Humboldtforum in Eigenregie durch und favorisiert für den Ausstellungsbetrieb des Humboldtforums generell ein „Kooperationsmodell“ zwischen verschiedenen Trägern, während Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich einen übergeordneten Intendanten wünscht, der alles „aus einem Guss“ regelt. Weitere Macht- und finanzielle Verteilungskämpfe zwischen Bund, Land Berlin und diversen Institutionen sind mithin vorprogrammtiert. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages listet zu den „Rechtsverhältnissen im Berliner Schloss“ höchst unterschiedliche Nutzer auf: „neben der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Humboldt-Universität zu Berlin und ein vom Land Berlin benannter Nutzer“. www.humboldtforum.com

Aktionen & Projekte

Wien: Hundred Shades of Pink

Elisabeth Rass , PEONY, digital photography als fine art print auf Alu-Dibond und Acrylglas, 2012, © Elisabeth Rass

Der Verein BIENNALE AUSTRIA präsentiert vom 26. Februar bis 4. März 2018 im Wiener AUSSTELLUNGSRAUM, Gumpendorfer Strasse 23 die Ausstellung „Hundred shades of PINK“. Positionen dazu sind von Künstlern aus Australien, Bolivien, Bosnien & Herzegowina, Deutschland, Israel, Italien, Litauen, Russland, Schweiz, UK, USA und Österreich zu sehen. Rosa gilt als eine « der umstrittensten Farben der Gegenwart, war bis in die Zwischenkriegszeit des vorigen Jahrhunderts die bevorzugte Farbe in der Männermode. Der „kleine Bruder der Farbe Rot“ schien z. B. in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die passende Farbe für Bubenbekleidung. ROSA wurde damals nicht als weiblich oder schwach angesehen, sondern als abgeschwächtes Rot, das Blut, Krieg und Macht symbolisiert. Erst durch die neue Klasse der „Werktätigen“ in ihrer blauen Arbeiterkleidung wurde die Farbe ROSA oder PINK gezwungen das Geschlecht zu tauschen und avancierte zur reinen Mädchenfarbe mit den Attributen – schwach, weiblich, lieblich... Künstlerliste: Atelier Coolpool, Admira Bradaric, Danny Frede, Anna Freudenthaler, Daisy Gold, Evelin Juen, Shirin Kavin, Ulrich Kirsch, Dany Klotz, Evelina Jurak, Birgit Lock, Donna Lougher, Ada Mee, Uwe Mertsch, Domingo Parada, Susanne Pirklbauer, Elisabeth Rass, Sara Schwienbacher, Menna Siwan Herwig Maria Stark, Kate Tatsumi, Ildiko Terebesi, Kerstin Voss, Sebastian Wanke. www.biennaleaustria.org

Museen & Institutionen

Abraham Cruzvillegas im Kunsthaus Zürich

Abraham Cruzvillegas Achvárikua: errores microuniversales para canon a cuarenta y nueve voces, 2017 Schmetterlingsnetz, Metalrohr, ca. 350 x 220 cm © Abraham Cruzvillegas

Im Kunsthaus Zürich hat der mexikanische Künstler Abraham Cruzvillegas vom 16. Februar bis zum 25. März 2018 seine erste große Einzelausstellung in der Schweiz. „In seinen Werken und raumfassenden Installationen untersucht er skulpturale Formen als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Seine künstlerische Praxis ist geprägt von einer Idee des ständigen Werdens. Improvisation, das Arbeiten mit vorgefundenen Materialien und der Austausch mit Menschen vor Ort spielen eine entscheidende Rolle. Cruzvillegas verwandelt die 1.000 qm große Präsentationsfläche in eine Werkstatt, in der im Laufe der Ausstellung neue Arbeiten entstehen und verschiedene Veranstaltungen stattfinden...“ www.kunsthaus.ch

Museen & Institutionen

Gotthard Graubner im Arp Museum

Gotthard Graubner, Ohne Titel, 1983/84 © Museum Kunstpalast, Düsseldorf – Stiftung Sammlung Kemp, Foto: Horst Kolberg

Die Ausstellung „Mit den Bildern atmen“ im Arp Museum Rolandeck (18. Feb 2018 – 10. Feb 2019) mit Bildern von Gotthard Graubner (1930–2013) bezieht sich auf einen Ausspruch des Künstlers: „Er lädt dazu ein, die auratischen Werke des Farbmagiers in den lichten, großzügigen Räumen des Richard Meier-Baus buchstäblich am eigenen Leib zu erfahren. Zugleich schlägt das Motiv des Atmens als zentrales Element der Meditation eine Brücke zu Graubners Interesse an fernöstlichen Religionen...“ Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden zehn fotografsiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus der Sammlung, die der Künstler von einer Reise 1976 nach Bhutan mitbrachte. „Dieses Moment des Meditativen begleitet die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung und überträgt sich auf die Begegnung mit Graubners farbintensiven malerischen Erkundungen. Die Präsentation umfasst rund 50 Werke, von flachen grafischen Arbeiten bis zu den objekthaften Farbraumkörpern, die sein Oeuvre bestimmen.“ www.arpmuseum.org

Aktionen & Projekte

NSU-Theaterstück in Istanbul

In seinem Stück „Auch Deutsche unter den Opfern“ versammelt der Theatermacher Tuğsal Moğul intensiv recherchierte Fakten und Aussagen, Polizeimeldungen und Politikerstatements zur NSU-Mordserie und zu rechter Gewalt. Im Rahmen seines Stipendienaufenthalts an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul zeigt Tuğsal Moğul sein Stück nun im Februar 2018 mit türkischen Schauspielern im Istanbuler Theater Kumbaracı50. Zudem werden am 2. März 2018 im Rahmen einer szenischen Lesung Auszüge des Stückes am deutschen Generalkonsulat Istanbul gezeigt, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Tuğsal Moğul, Maximilian Popp (Spiegel-Korrespondent Türkei) und Sebastian Scharmer (Anwalt der Nebenklage). „Auch Deutsche unter den Opfern“ wurde im Januar 2015 unter der Regie des Autors am Theater Münster uraufgeführt. www.goethe.de

Preise

Goethe-Institut: neuer Kunstpreis für afrikanische Künstler

Henrike Grohs verstarb am 13. März 2016 bei einem terroristischen Anschlag in der Elfenbeinküste, bei dem 17 weitere Menschen ums Leben kamen. Die studierte Ethnologin leitete seit 2013 das Goethe-Institut in Abidjan. Nach ihr wird nun ein Kunstpreis benannt als "ein klares Zeichen gegen Gewalt und Fanatismus... Der Henrike Grohs-Preis wurde als Antwort auf all diejenigen ins Leben gerufen, die nicht an eine Welt glauben, in der das Teilen im Mittelpunkt steht. Eine Welt, in der Grenzen keine Bedeutung haben und in der Menschlichkeit das Einzige ist, für das es sich zu kämpfen lohnt – das heißt die Menschheit als Ganzes.." Der Preis wird für afrikanische Künstlerinnen und Künstler ausgelobt und ab 2018 alle zwei Jahre am Todestag der Namenspatronin am 13. März 2018 verliehen. www.goethe.de

Museen & Institutionen

Bern: Gruppenausstellung "Die Zelle"

Nicole Wermers, Moodboard #5, 2016 Cast terrazzo in baby changing unit Terrazzo in Wickelkommode eingelegt 51 x 85 x 57 cm Courtesy the artist, Herald St, London and Jessica Silverman Gallery

Unter dem Titel "Die Zelle" stellt die Kunsthalle Bern vom 24. Februar bis zum 6. Mai 2018 Arbeiten von John Armleder, Bianca Baldi, Cosima von Bonin, Manuel Burgener, Tom Burr, Marc Camille Chaimowicz, Beat Feller, Beat Frank, Anita Leisz, Annina Matter / Urs Zahn, Park McArthur, Edit Oderbolz, Vaclav Pozarek, Magali Reus, Nicole Wermers, Joseph Zehrer und Heimo Zobernig zusammen. Es sind durchweg "Werke mit einer Neigung zum Einrichtungsgegenstand. Es sind weniger Einrichtungsgegenstände, die Wohnungen möblieren, als solche, die ihren Auftrag gewechselt, verloren oder gar nie dazu gefunden haben und nur für weisse Zellen zu gebrauchen sind. Viele Arbeiten wechseln zwischen skulpturalem Objekt und Möbelstück. Sie pflegen einen spielerischen Umgang zwischen Funktion und Funktionslosigkeit und verbinden sich manchmal mit konstruktivistischen Ansätzen. Regale bleiben leer und zeigen sich selbst. Das wenige, das sie bieten, gilt es zu bedenken...." www.kunsthalle-bern.ch

Museen & Institutionen

Neues Christian Schad Museum

Christian Schad, Selbstbildnis, Lithographie, 1981, Museen der Stadt Aschaffenburg , © Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg (CSSA) / VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Ines Otschik (Museen der Stadt Aschaffenburg)

Im neuen Aschaffenburger Museumsquartier nimmt 2018 das Christian Schad Museum seinen Betrieb auf. Das Museumsquartier „umfasst das denkmalgeschützte Bauensemble des ehemaligen Jesuitenkollegs. Die zwischen 1619 und 1621 errichtete Jesuitenkirche dient bereits seit 1976“ unter dem Namen Kunsthalle Jesuitenkirche als Ausstellungshaus der Stadt Aschaffenburg. Das Christian Schad Museum umfasst drei Etagen, auf denen der Nachlass des Künstlers untergebracht wird, den seine Witwe Bettina Schad in eine Stiftung überführt hatte. Der Nachlass umfasst 3.200 Werke, so dass das Museum Beispiele aus allen Schaffensphasen von Christian Schad (1894-1982) präsentieren kann. Als Vertreter der Neuen Sachlichkeit zählt Schaf neben Otto Dix und Rudolf Schlichter zu den wichtigsten Vertretern einer veristischen Malerei in jener Epoche. Als das Atelier in Berlin 1942 ausgebombt wurde, zogen Christian Schad und seine Frau Bettina nach Aschaffenburg.

Museen & Institutionen

Folkwang Museum: Meisterwerke zu Gast

Edvard Munch, Die Mädchen auf der Brücke, 1927 Öl auf Leinwand, 100 x 90 cm Munch Museum Oslo

„Meisterwerke zu Gast“ ist ein neues Ausstellungsformat des Museum Folkwang Essen. Vom 16. Februar bis zum 22. April 2918 „gastiert Edvard Munchs (1863–1944) Gemälde „Die Mädchen auf der Brücke“ aus dem Munch-Museum Oslo im Museum Folkwang. Das Gemälde kommt als Gegengabe des Munch-Museums für die Ausleihe von Paul Gauguins „Mädchen mit Fächer“ (1902) nach Essen. Das Werk entstand 1927 und zeigt drei wartende Mädchen auf einer Brücke im Badeort Åsgårdstrand am Oslofjord. Der hochrangige Gast bildet den Mittelpunkt einer kleinen Sammlungspräsentation von Gemälden und Grafiken Edvard Munchs aus dem Bestand des Museum Folkwang. Erwartung und Sehnsucht sind die verbindenden Sujets dieser Präsentation.“ www.museum-folkwang.de

Kulturpolitik

New York: Schadenersatz für Graffiti-Künstler

Jonathan Cohen, in der New Yorker Graffiti-Szene als Meres One bekannt, klagte zusammen mit 20 anderen Künstlern gegen den Immobilienbesitzer Jerry Wolkoff, weil dieser die Graffities an einem ehemaligen Lagerhauskomplex im Jahr 2013 weiß übertünchen ließ. Jahrelang hatte Wolkoff die Graffiti-Sprayer toleriert. Das Gelände „5Pointz“ wurde solchermaßen zu einem viel beachteten Open air-Graffitizentrum. Doch als er den Komplex abreißen lassen wollte, um dort ein Hochhaus mit Luxuswohnungen zu errichten, endete die Harmonie zwischen Sprayern und dem Grundstückeigentümer durch die Übermalung. Im Rechtsstreit befand eine Jury, Wolkoff habe damit gegen den Visual Artists Rights Act (V.A.R.A.) verstoßen, der öffentlich sichtbare Kunst auch auf privatem Grund („on someone’s else property“) schützt. Der Richter sprach den Künstlern einen Schadenersatz von 6,7 Mill. Dollar zu. Für die USA ist das Urteil wegweisend. In Europa hingegen regelt das Urheberrecht lediglich ein „Entstellungsverbot“: der Käufer eines Kunstwerks darf dieses nicht eigenmächtig verändern, weil dies ein Verstoß gegen das geistige Eigentum des Künstlers wäre. Gleichwohl dürfte er aber als materieller Eigentümer das Werk vernichten. Unerwünschte Kunst an privaten Fassaden fällt in Deutschland nur dann unter den Straftatbestand der Sachbeschädigung, wenn eine „Substanzverletzung“ vorliegt, d.h. wenn das Grafitti nicht problemlos entfernt werden kann. Im Jahr 2002 wollte der Bundesrat diese Bestimmung zugunsten der Hauseigentümer verschärfen, doch die Grünen blockierten eine Gesetzesänderung.

Ausschreibungen

Ausschreibungen Kunstverein Hannover

Die Ausschreibung und Bewerbungsunterlagen der Ausstellung »88. Herbstausstellung niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler sowie Preis des Kunstvereins Hannover« läuft bis zum 19. März 2018. Der Preis besteht aus drei Stipendien: ein zweijähriges Förderstipendium Niedersachsen, ein einjähriges Nachwuchsstipendium Niedersachsen und ein einjähriges Nationales Nachwuchsstipendium. Die Leistungen umfassen die mietfreie Nutzung eines Ateliers mit Wohnmöglichkeit in der Villa Minimo (Liebigstraße 32a in Hannover/List) und ein monatliches Barstipendium in Höhe von 1000 EUR. Bewerben können sich Künstler aus Niedersachsen und Bremen: www.kunstverein-hannover.de

Ausschreibungen

Köln: Photoszene-Festival

Das Photoszene-Festival findet vom 21. bis 30. September 2018 parallel zur internationalen Fotofachmesse photokina an verschiedenen Ausstellungsorten in Köln statt. Beteiligt sind Museen, Galerien und Kunsträume. Ab dem 1. März  2018 können sich alle Interessenten mit ihren Ausstellungen online über die Website der Photoszene anmelden. Alle Termine und Details unter: www.photoszene.de

Ausschreibungen

Leo Breuer-Preis

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) lobt den Leo-Breuer-Preis aus, und zwar für „Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Konkret-Konstruktiven darstellen.“. Preisgeld: 5.000 Euro. Einzureichen sind eine CD, Mappe oder max. drei aktuelle Kataloge bis zum bis zum 20. April 2018 an: LVR-LandesMuseum Bonn, Bachstraße 5-9, 53115 Bonn,

Preise

Hanna Nagel-Preis

Nina Laaf, Foto: Courtesy Staatl. Kunstakademie Karlsruhe

Nina Laaf ist aktuelle Trägerin des Karlsruher Hanna Nagel-Preises. Die Verleihung findet am 4. Mai 2018 statt und ist mit einer Ausstellung in der Städt. Galerie Karlsruhe und einem Preisgeld von 2.000 Euro und einem Ankauf durch das Regierungspräsidium verbunden. Auslober sind die ortsansässigen Präsidentinnen des Bundesgerichtshofes, der Oberfinanzdirektion, des Landessozialgerichts, des Regierungspräsidiums, Polizeipräsidiums und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz und der Landesanstalt für Umweltmessungen. Der Preis wird für Künstlerinnen ab 40 Jahren ausgeschrieben, „deren Berufsweg durch Mutterschaft und Elternzeit oft weniger geradlinig verläuft als der ihrer männlichen Kollegen“. Nina Laaf schloss ihr Bildhauerei-Studium an der Kunstakademie Karlsruhe 2017 als Meisterschülerin von Harald Klingelhöller ab. www.kunstakademie-karlsruhe.de

Messen & Märkte

Frieze Art Fair auch in Los Angeles?

Kunstmessen expandieren: die Art Basel führt Filialveranstaltungen in Miami Beach un d Hongkong durch, die Art Cologne kooperiert mit Berliner Messemachern, und die 2003 gegründete Frieze Art Fair London hat seit 2014 auch einen Auftritt in New York. Jetzt berichtete ein Blog in den USA, die Frieze-Macher planten für 2019 eine weitere Messe in Los Angeles. Offiziell bestätigt wurde das noch nicht, man könne „noch nicht von konkreten Plänen sprechen“, erklärte ein Frieze-Sprecher dazu. www.frieze.com

Kulturpolitik

Mentoring-Programm für hochqualifiztierte Künstlerinnen

Der Deutsche Kulturrat hat ein Mentoring-Programm für „hochqualifizierte Künstlerinnen und Kreative“ aufgelegt, „die bereits vielfältige Berufsstationen absolviert haben und nun eine Führungsposition anstreben“. Das Programm ist einer der Arbeitsschwerpunkte des Projektbüros „Frauen in Kultur & Medien“. Bis 2020 sind drei Durchgänge des Programms mit jeweils rund 15 Tandems geplant. „Den auszuwählenden Mentees werden insgesamt 13 Mentorinnen und 2 Mentoren an die Seite gestellt, die als Künstler, Akteure der Kreativwirtschaft oder anderer Kultureinrichtungen in ihrem Fach exzellent sind, über ein weit gespanntes Netzwerk verfügen und ambitionierten Frauen gerne von ihrem Know-How vermitteln, damit diese eine größere Chance erhalten, ebenfalls in obere Führungspositionen vorzustoßen...“ Für die erste Runder sind noch Bewerbungen bis zum 28. Februar 2018 möglich. Infos: www.kulturrat.de/pressemitteilung/karrierefrauen-mentoring-programm-des-deutschen-kulturrates-startet/

Biennalen

Gangwon International Biennale

Claudia Schmitz, In Between, New York City / Ellis Island, Copyright: Claudia Schmitz /VG BildKunst

Als künstlerische Begleitveranstaltung zu den Olympischen Winterspielen und den Paralympics in Pyengchang/Südkorea findet dort bis zum 18. März 2018 die Gangwon International Biennale statt. Rund 80 Künstler präsentieren 100 Werke. Aus der Schweiz nimmt Thomas Hirschhorn an der Biennale teil, aus Deutschland Käthe Wenzel, Professorin für ästhetische Praxis in ihren Kontexten an der Europa-Universität Flensburg, und Claudia Schmitz, Stipendiatin des MMCA Museum of Modern and Contemporary Art Südkorea und Landesstipendiatin Rheinland-Pfalz. Das Biennale-Thema lautet "Dictionary of Evil" (Wörterbuch des Bösen). "Ihr Ziel ist es, die allgegenwärtige Tragödie der Menschheit zu spiegeln und mit provokanten Themen menschliche Werte wieder ins Bewusstsein zu rücken. Als Erscheinungsformen des Bösen bezeichnen die Veranstalter u.a. den Klimawandel, der den Planeten Erde unwirtlich macht, politische, ökonomische und soziale Gewalt sowie Chauvinismus, Egoismus, Nationalismus, Flucht und Vertreibung als eine Folge ideologischer Konflikte." www.gwbien.com/kor/main/

Museen & Institutionen

Museum Tinguely: RE-SET

Cover der LP The Baroque Beatles Book, rediscoverd & edited by Joshua Rifkin, Elektra, 1965 (Phonothek Paul Sacher Stiftung Basel), Copyright: 2018 Elektra, Foto: bildpunkt, Basel

Vom 28. Februar bis 13. Mai 2018 präsentiert die Paul Sacher Stiftung einen Teil ihrer selten öffentlich gezeigten Sammlungsschätze im Basler Museum Tinguely. RE-SET: Aneignung und Fortschreibung in Musik und Kunst seit 1900 lautet der Titel der Ausstellung. Sie demonstriert, wie in den verschiedenen Medien in der Musik Bestehendes zu Neuem transformiert werden kann. Ergänzend zeigt das Museum in einem Prolog Werke zeitgenössischer Künstler (u. a. Saâdane Afif, Pierre Bismuth, Bethan Huws), die sich mit Duchamps ikonenhafter Idee des Readymades auseinandersetzen." www.tinguely.ch

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