Aktuelle Nachrichten

  • Alle
  • Biennalen
  • Museen & Institutionen
  • Personalien
  • Aktionen & Projekte
  • Hochschulen
  • Kulturpolitik
  • Galerien & Auktionshäuser
  • Preise
  • Ausschreibungen
  • Messen & Märkte
  • Anzeige
  • Film
  • Publikationen
  • In eigener Sache
  • Preview

Aktionen & Projekte

Bonner Stadtklangkünstler

Akio Suzuki, Foto: Meike Böschemeyer

Vom 25. Mai bis zum 31. Dezember 2018 amtiert Akio Suzuki als Bonner Stadtklangkünstler. Im Rahmen des Festivals bonn hoeren wird von der Beethovenstiftung regelmäßig ein Stadtklangkünstler zu einer Projektresidenz eingeladen. Ab Ende Mai 2018 revitalisiert Suzuki seine Installation „oto-date bonn“. Dabei markiert er im öffentlichen Raum Echopunkte durch ein weißes Symbol auf dem Straßenpflaster. Auf zwei Routen kennzeichnet der Künstler in diesem Frühsommer 16 dieser Echopunkte auf zwei Routen sowie neue Markierungen im Umfeld des Kunstmuseums. Dort entwickelt er als aktueller Stadtklangkünstler seine neue Installation, die im September 2018 eröffnet wird. www.bonnhoeren.de

Biennalen

58. Biennale Venedig 2019 - Titel & Konzept bekanntgegeben

Ralph Rugoff und Paolo Baratta, Foto: Andrea Avezzu', Courtesy: La Biennale di Venezia

Paolo Baratta, der Präsident der Biennale Venedig, und der Kurator der 58. Internationalen Kunstausstellung, Ralph Rugoff, gaben das Konzept und den Titel für die Biennale Venedig 2019 bekannt: Die Biennale findet 2019 vom 11. Mai bis zum 24. November unter dem Titel "May You Live in Interesting Times" ("Mögest du in interessanten Zeiten leben") statt. Laut Veranstaltern bezieht sich dieser Titel auf einen vermeintlichen chinesischen Fluch, der mit "interessanten Zeiten" Unsicherheit, Krise und Aufruhr in Verbindung bringt und den Sir Austen Chamberlain 1930 in einer Rede mit den Worten einband: "There is no doubt that the curse has fallen on us, we move from one crisis to another. We suffer one disturbance and shock after another.". In seinem Statement erklärkt Rugoff, diese Beschreibung Chamberlains und seine Nutzung des Spruchs passe auf fast unheimliche Weise in unsere heutige Zeit, in der wir Krise über Krise in den Nachrichten zu sehen bekommen. "In einer Zeit, in der die digitale Verbreitung gefälschter Meldungen und 'alternativer Fakten' den politischen Diskurs und das Vertrauen, von dem dieser abhängt, zersetzt, sollten wir innehalten, wann immer dies möglich ist, um unsere Aufgabenstellung zu überdenken." - Kunst kann in solchen "interessanten Zeiten" auf eine indirekte Art eine Hilfe sein, wie zu Denken und wie zu Leben ist, so Rugoff. Die Biennale soll keinem Thema in dem Sinne folgen, sondern einen generellen Ansatz über das Machen von Kunst, das Potential von Kunst, in das zu blicken, wovon wir noch nichts wissen und die soziale Funktion von Kunst betonen. Ralph Rugoff ist seit 2006 Direktor des Londoner Musems Hayward Gallery. Zur Berufung des gebürtigen New Yorkers erklärte Biennale-Präsident Paolo Baratta, es sei das Ziel „die Ausstellung zum Platz der Begegnung zwischen Besuchern, Kunst und Künstlern“ zu machen, und das bedeutet, die Biennale einem breiteren Publikum zu öffnen. Rugoff kuratierte bereits 2015 die Biennale von Lyon, und „Deutschlandfunk Kultur“ bescheinigt ihm, ein „gewiefter Popularisierer der Kunst zu sein“ und damit den Anspruch einlösen zu können, den Baratta formuliert hat. Neben der Hauptausstellung, für die Rugoff verantwortlich ist, gibt es wie immer die verschiedenen Länderbeiträge, sowie eine Reihe Kollateralevents. www.labiennale.org

Museen & Institutionen

Staatsgalerie Stuttgart: Jubiläum

Altbau Staatsgalerie Stuttgart, Foto: Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart feiert ihr 175jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum bekam sie zahlreiche Schenkungen, und zwar insgesamt 21 Werke. „Darunter sind zeitgenössische Arbeiten wie das Gemälde »Raum 624« (2010) von Ben Willikens und ein Aquarell von 2017 der Frankfurter Künstlerin Anke Röhrscheidt ebenso wie ein Geburtstagspräsent der Freunde der Staatsgalerie, ein Pendant zu einem bereits vorhandenen Werk von Filippo Falciatore, der »Piratenüberfall« (1735/40) und Graphiken von Willi Baumeister.“ In der ständigen Sammlung sind derzeit 908 Werke ausgestellt; rund 12.000 Abb. Können auch online abgerufen werden. Die Jubiläumsausstellung „#mein museum“ läuft noch bis zum 26. August 2018. www.staatsgalerie.de

Biennalen

LAM 360º – Land Art Mongolia

LAM 360 Grad – Illustrationsfoto zur Ankündigung

„Globalisierung“ ist nicht nur ein wirtschaftspolitisches Konzept eines im direkten Wortsinne grenzenlosen Freihandels und Informationsaustauschs, sondern diese Vokabel könne auch als „Angriff auf Kulturen verstanden werden, die der 'Natur' nahestehen oder die Werte der 'Natur' weiterhin respektieren“. So jedenfalls ist das Leitmotiv der Land Art-Biennale von Mongolia definiert, die vom 29. Juli bis zum 25. August unter dem Titel "WHO ARE WE NOW?" das 5. Mal stattfindet. Die Abwehr dieses kulturellen Angriffs zielt nicht in einem romantischen Sinne auf die Bewahrung natürlicher Lebensräume oder einer naturnahen Lebensweise, sondern auch aus ökologischer Verantwortung und Notwendigkeit. Naturschutz zum Erhalt biologischer Vielfalt – so führen die Initiatioren aus – erfordere Respekt vor der Tatsache, dass wir unsere Lebenswelt mit anderen Lebewesen, d.h. mit Tieren teilen. Die frühen Humanisten hätten einen solchen Respekt noch verinnerlicht gehabt; doch in unserer globalisierten Welt, in der immer mehr Raubbau mit der Natur getrieben wird, sei dies verloren gegangen. Die eingeladenen Künstler gehen der Frage nach, auf welche neuen Wertsetzungen wir uns verständigen müssten: „Das Gleichgewicht zwischen Stadt- und Landbevölkerung kippte in Richtung Urbanismus. Ein größerer Teil der Weltbevölkerung lebt in Städten als auf dem Land, und dieser Prozess beschleunigt sich weiter. Es bedeutet, dass immer weniger Menschen die komplexe und dynamische Ökologie der 'Natur' als eine Reihe von Werten oder als ein philosophisches Modell verstehen oder schätzen... www.landartmongolia.com

Personalien

Regina Barunke wird neue geschäftsführende Direktorin der GAK

Regina Barunke, Foto: Hartwig Schwarz

Regina Barunke, 1974 geboren, wird zum 1. Januar 2019 die kuratorische Leitung der GAK, Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen. Seit 2012 ist sie bereits künstlerische Leiterin, Kuratorin und Geschäftsführerin der Temporary Gallery – Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V. in Köln, welche dieses Jahr mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine ausgezeichnet wurde. Sie studierte Kunstgeschichte und Englische Philologie in Köln und London und war währenddessen, wie danach, für zahlreiche Kunstvereine und Galerien tätig. Barunke tritt in der GAK die Nachfolge von Janneke de Vries an, die nach 10 Jahren an der GAK nun Direktorin der Weserburg | Museum für moderne Kunst wird. Am 18. September findet eine Pressekonferenz statt, in der sich Regina Barunke vorstellen wird. www.gak-bremen.de

Aktionen & Projekte

Symposium: The Art of Protest

MS ARTVILLE Festival, Foto: Axel Fuellgraf

Am 21. Juli findet im Rahmen des MS ARTVILLE Festivals in Hamburg ein Symposium zu neuen Formen des kreativen Protests statt. Gesprochen wird über die zunehmende Bedeutung von Kunst als reflektierenden Gesellschaftsspiegel - vor dem Hintergrund von wachsendem Populismus - und das daraus entstandene Genre zwischen Kunst und Protest, politischer Kunst und Aktivismus. Es sollen die Möglichkeiten, Grenzen und Wirkungsweisen soclher kreativen Protestformen diskutiert werden. Die Moderation übernimmt Heike S. Bühler, es gibt Vorträge von dem Zentrum für Politische Schönheit, dem PenG! Kollektiv, Dies Irae, Rocco und seine Brüder und 1000 Gestalten. Beginn ist um 15.00Uhr, der Eintritt kostet 5,- EUR. Passend zum Thema ist bei KUNSTFORUM kürzlich ein Band erschienen: "Politik, Ethik, Kunst - Kultureller Klimawandel - Strategien und Werkzeuge", herausgegeben von Larissa Kikol. Mehr zu diesem Band finden Sie unter www.kunstforum.de. Das Open Air Festival MS ARTVILLE läuft vom 21. Juli bis zum 11. August in Hamburg, Wilhelmsburg. Es fand 2007 zum ersten Mal statt. Dieses Jahr soll das Festivalgelände als 105. Stadtteil Hamburgs funktionieren und einen Raum schaffen, in dem durch Kunst nach dem „wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft“ gefragt werden kann. Geöffnet ist das Festival immer Dienstags, Mittwochs und Sonntags von 14 – 20 Uhr, sowie zu den gesonderten Veranstaltungen. www.msartville.de

Hochschulen

Akademie der Künste: Vier neue Mitglieder

Gregor Schneider, Foto: Copyright Gregor Schneider, Copyright VG Bildkunst Bonn

Douglas Gordon, Bjørn Melhus, Gregor Schneider und Luc Tuymans wurden in der Sparte Bildende Kunst als Mitglieder neu in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen. Die Nominierung von neuen Mitgliedern erfolgt aus den Künstlerkreisen; einmal im Jahr stimmen dann die Mitglieder in der jeweiligen Sparte über die Neuzugänge ab. Als „Gelehrtengesellschaft“ ist diese Akademie ist eine der ältesten in Europa; ihre Tradition reicht bis 1696, d.h. bis in die Zeit des Preußen-Königs Friedrich I. zurück. In ihrer jetzigen Struktur ging die Akademie 1993 aus einer Fusion der ehemaligen Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik und der Westberliner Akademie der Künste hervor. Ihre Aufgaben bestehen u.a. in der Pflege des kulturellen Erbes, der Beratung der Bundesinstitutionen in Angelegenheiten der Kunst und Kultur und der kulturellen Repräsentation des Gesamtstaates. www.adk.de

Kulturpolitik

Berliner Teufelsberg: Kulturelle Nutzung unsicher

Berliner Teufelsberg, Blick auf die Radaranlage im Jahr 1974, Foto: Dr. Karl-Heinz Hochhaus, Quelle: Wikipedia – GNU Free Documentation License

Der Teufelsberg in Berlin-Wilmersdorf wurde nach 1945 mit Kriegstrümmern aufgeschüttet und diente dann in der Zeit des Kalten Krieges Amerikanern und Briten als Abhörstation. Die Künstlerin Rotraud von der Heide führt hier seit den 1990er Jahren Ausstellungen durch und richtete 2011 in einem Nebengebäude dieses ehemaligen Spionagezentrums auch einen Projektraum ein. Der Grundstückspächter hat ihr die Räume gratis überlassen; doch für eine solche kulturelle Nutzung ist die Situation auf längere Sicht dennoch unsicher. Die Bezirksverordnetenversammlung beschloss schon 2012, die Abhöranlage zum Baudenkmal zu erklären, doch aus der Senatsverwaltung heißt es bis heute lapidar, „die Abstimmung aller beteiligten Ebenen“ sei“ noch nicht abgeschlossen“, wie der „Tagesspiegel“ berichtete. Das Zögern der Senatsverwaltung hat finanzielle Gründe: würde das Land Berlin den Teufelsberg zurück kaufen wollen, müsste es auch eine Hypothek in Höhe von 15 Mill. Euro mit übernehmen. Doch das ist nicht das einzige Problem für die Künstlerin und ihren Projektraum: in der Berliner Szene kursieren unbestätigte Gerüchte, Naturschützer würden am liebsten den gesamten Teufelsberg sperren lassen, so dass dann auf dem Gelände jegliche gewerbliche oder kulturelle Nutzung untersagt wäre.

Galerien & Auktionshäuser

Illies verlässt Grisebach

Florian Illies, Foto: Franziska Sinn

Florian Illies verlässt Anfang 2019 das Berliner Kunsthaus Grisebach als Gesellschafter und Geschäftsführer und will sich dann sich neuen Aufgaben außerhalb des Kunsthandels zuwenden. Illies wurde vor allem durch das Buch „Generation Golf“ und als Mitbegründer der Kunstzeitschrift „Monopol“ bekannt. Bei Grisebach kümmerte er sich vor allem um die Kunst des 19. Jh. Seit 2017 ist Florian Illies auch Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die ZEIT“. www.grisebach.com

Preise

Kunstpreis der Schering Stiftung

Anna Daučíková , Foto: Anna Daučíková

Anna Daučíková wurde der Kunstpreis der Schering Stiftung zuerkannt (10.000 Euro). Mit der Auszeichnung ist eine Einzelausstellung im Mai 2019 im Berliner Ausstellungshaus KW Institute verbunden. Die Künstlerin arbeitet in den Bereichen konzeptuelle Malerei, Videokunst und Fotografie. Sie ist Mitbegründerin eines queerfeministischen Magazins namens „Aspekt“. Daučíková nahm 2017 an der Documenta in Kassel und Athen teil. www.scheringstiftung.de

Museen & Institutionen

Hamburger Museen: Erneuerung für 36 Mill. Euro

Jenisch Haus Hamburg, Foto: Stiftung Historische Museen Hamburg, Sinje Hasheider

36 Mill. Euro kostet die Sanierung des Hamburger Museums der Arbeit und des Jenisch Hauses. 18 Mill. Euro steuert der Bund an Zuschuss bei, die andere Hälfte will die Stiftung Historische Museen Hamburg bei Sponsoren einwerben. Das Museum der Arbeit unterzieht neben einer baulichen Neugestaltung seine Dauerausstellung einem Relaunch und will künftig Aspekte der Globalisierung und Digitalisierung stärker in die Schau integrieren. Auch das Jenisch Haus, 1831-1834 von dem Kaufmann Martin Johan Jenisch d.J. Erbaut, überarbeitet seine Dauerausstellung zur Geschichte und Bedeutung des Hamburger Bürgertums. Außerdem wird das Gebäude denkmalgerecht erneuert und um behindertengerechte Zugänge modernisiert. www.historische-museen-hamburg.de

Personalien

Verein Schlösser und Gärten: neuer Vorsitzender

Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, ist neuer Vorsitzender des Vereins Schlösser und Gärten in Deutschland. Er ist damit Nachfolger von Hartmut Dorgerloh, der zur Stiftung Humboldt-Forum in Berlin wechselt. Der Verein umfasst 53 öffentliche und privater Betreiber von Anlagen mit Gärten, Schlössern, Burgen und Klöstern, die sich in Deutschland um den Erhalt und die Pflege von 300 denkmalgeschützten Monumenten kümmern. www.schloesser-gaerten-deutschland.de

Aktionen & Projekte

Büchertauschbörse für Künstler

Am Samstag dem 21. Juli 2018 findet von 16 Uhr bis 21 Uhr zum ersten Mal die BOOKTOBOOK statt, eine Bücher-Tauschbörse für Künstler in Berlin. 30 Künstler aus Berlin haben ihre Teilnahme zugesagt, jeder von ihnen kann maximal 20 Bücher aller Art und jeder literarischen Gattung zum Tauschen mitbringen - einziges Kriterium ist, dass sie in irgendeiner Form in direktem Bezug zu den Künster stehen, die sie zum Tauschen mitgebracht haben. Teilweise sind hierunter seltene Bücher oder auch Unikate. Alle Teilnehmer können dann auf dem Podium je eines ihrer Bücher vorstellen, daraus lesen und darüber diskutieren, die Gespräche werden moderiert und begleitet von Hannah Kruse (Goldrausch e.V.) sowie den beiden Gastgeberinnen, Katharina Hohmann und Seraphina Lenz. Teilnehmende Künstler sind: Liz Bachhuber, Michael Bause, Emmanuelle Bayart, Ka Bomhardt, Markus Binner, Caroline Bittermann, Erik Bünger, Adib Fricke, Erik Göngrich, Christian Hasucha, Katharina Henking, Christiane ten Hoevel, Katharina Hohmann, Kirsten Johannsen, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinlein, Achim Kobe, Wolfgang Krause, Susanne Kutter, Seraphina Lenz, Elisabeth Masé, Nanne Meyer, Ursula Neugebauer, Lucy Powell, Sonya Schöneberger, Elisabeth Sonneck, Roland Stratmann. Veranstaltungsort: oqbo | raum für bild wort ton, Brunnenstr. 63,13355 Berlin. www.oqbo.de/aktuelles

Hochschulen

HfBK Hamburg: Karl H. Ditze-Preis vergeben

Die Preisträger: Verena Buttmann und Iason Raumkos, Foto: HfBK Hamburg, Imke Sommer

Verena Buttmann wurde an der HfBK Hamburg für den Karl H. Ditze Preis (7.500 Euro) für die beste Bachelor-Abschlussarbeit ausgewählt. Das Stipendium zur Förderung des künstlerisch-wissenschaftlichen Nachwuchses in Höhe von 15.000 Euro ging an den Master-Absolventen Iason Roumkos. Buttmann beteiligte sich an dem Wettbewerb mit einem Video „Der Auftritt“, das „mit einfachsten Mitteln und größter Konsequenz die sprachlichen Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens dekonstruiert.“ Roumkos ist Audiokünstler; seine Multikanal-Sound-Installation „Iason Island“ ist als „Klangperformance im Raum“ konzipiert. www.hfbk-hamburg.de

Hochschulen

Offenbach: zwei neue Honorarprofessoren

Matthias Wagner K, Foto: Copyright Sabine Schirdewahn

Matthias Wagner K, Direktor des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt/Main, und Sebastian Oschatz, Interaktionsgestalter und Gründungspartner von MESO Digital Interiors, wurden als Honorarprofessoren im Bereich Design an die HfG Offenbach berufen. Matthias Wagner K machte sich als Ausstellungsmacher einen Namen, bvor er im Frankfurter Museum eine konzeptuelle Neuausrichtung vornahm. An der Offenbacher Hochschule lehrt er schon seit 2015. Oschatz wird sich an der Hochschule „mit seiner inhaltlichen Expertise“ vor allem im Bereich Interface und Interaction als neuem zentralen Studienangebot einbringen. www.hfg-offenbach.de

Hochschulen

Bildhauerei-Projekt „Heimatstadt Kiel“

Kieler Hafen, Foto: Raap

Fast zwei Semester lang haben sich Angehörige Bildhauerei-Klasse an der Muthesius Hochschule Kiel mit ihrer „Heimatstadt Kiel“ auseinandergesetzt und anschließend einen Monat lang bis Ende Juli 2018 Installationen „Hot Spots – Heiße Flecken“ im öffentlichen Raum der Stadt inszeniert. Dabei geht es um „Zwischenräume, Leerstellen und Unorte“ abseits der touristischen Sehenswürdigkeiten. Teilnehmerliste: Max Balser, Hannah Bohnen, Max Griesche, Lisa Karnauke, Benedikt Lübcke und Oskar Schroeder. muthesius-kunsthochschule.de

Museen & Institutionen

20 Propositions im Salzburger Kunstverein

Ulrike Königshofer, Same Time. Different Time, 2017, Courtesy: Die Künstlerin

Vor 20 Jahren fand im Salzburger Kunstverein die Ausstellung „40 Tage, 20 Ausstellungen“ statt. Als Hommage an dieses Projekt im Jahre 1998 ist der Sommer 2018 „20 Propositions“ mit einer Reihe von Ausstellungen, Performances und Screenings gewidmet. Sieben dieser 20 Beiträge werden als Videos und Filme im „Sunset Kino“ als Open air-Vorstellung präsentiert. „20 Propositions versteht sich als unvollständige Serie von Experimenten, Spekulationen und Begegnungen. Begriffe des Temporären und Ephemeren haben in diesem gemeinschaftlichen Projekt Vorrang, welches in seinen Ansätzen die Produktion, Inszenierung und Durchführung von Ausstellungen hinterfragt. Was die 20 Projekte miteinander verbindet, ist eine Vorstellung des Unvollständigen, wobei Produktionsprozesse gezielt unterbrochen oder durchkreuzt werden.“ Laufzeit: 20. Juli bis 23. September 2018. www.salzburger-kunstverein.at

Preise

Berlin Art Prize gibt Nominierungen bekannt

Berlin Art Prize 20016, Opening, Credit: Florian Denzin

Der Berlin Art Prize, eine unabhängige Auszeichnung für zeit­­ge­­nös­sische Kunst, offen für KünstlerInnen der Stadt Berlin, hat seine diesjährigen Nominierungen bekanntgegeben: Aus 650 BewerberInnen wurden neun KandidatInnen ausgewählt: Ana Alenso, Arthur Debert, Monika Grabuschnigg, Nina Kurtela, Alanna Lynch, Markues , Doireann O’Malley, Lorenzo Sandoval und Nina Wiesnagrotzki sind in der Gruppenausstellung ab dem 31. August 2018 vertreten. Die Jury (Pauline Doutreluingne, Övül Durmușoǧlu, Philipp Ekardt, Michaela Melián und Johannes Paul Raether) wählt im Laufe der Ausstellung die GewinnerInnen aus, die dann eine Trophäe von Zuzanna Czebatul, ein Preisgeld und eine Einladung zu einer einmonatigen Residency nach Marrakesch in Marokko erhalten. Bekanngabe der GewinnerInnen ist am 28. September. Der Berlin Art Prize nimmt dieses Jahr außerdem an der Berlin Art Week teil. www.berlinartprize.com

Ausschreibungen

Ostallgäuer Kunstausstellung

Wer in Bayerisch Schwaben lebt und an der Ostallgäuer Kunstausstellung Marktoderndorf teilnehmen möchte, kann am 17. und am 18. September 2018 jeweils von 11 bis 18 Uhr max 2 Arbeiten einreichen. Zugelassen sind Malerei, Plastik, Grafik, Fotografie und Installation. Es werden drei Preise zu 3.000/2.500/2.000 Euro vergeben. Ausschreibungsunterlagen unter: www.kuenstlerhaus-marktoberndorf.de

Preise

Hans Hollein-Kunstpreis

TnE Architects Marie-Therese Harnouncourt und Ernst J. Fuchs_HF, Foto: ® Ferrigato

the next ENTERprise Architects wurden mit dem Hans-Hollein-Kunstpreis bedacht (15.000 Euro). Das Wiener Architekturbüro rund um Marie-Therese Harnoncourt und Ernst J. Fuchs wurde „für ein umfangreiches, auch international anerkanntes Werk“ gewürdigt. www.kunstkultur.bka.gv.at/hans-hollein-kunstpreis

Preise

Praemium Imperiale

Pierre Alechinsky, belgischer Maler, Fujiko Nakaya, japanische Bildhauerin und Christian de Portzamparc, französischer Architekt, werden am 23. Oktober 2018 in Tokyo mit dem japanischen Praemium Imperiale geehrt. Außerdem werden die französische Schauspielerin Catherine Deneuve und der italienische Dirigent Riccardo Muti für ihr Lebenswerk geehrt. Der Preis ist für jeden von ihnen mit umgerechnet 116.000 Euro dotiert und gilt damit als einer der weltweit höchsten Auszeichnungen; er wird auch als der „Nobelpreis der Künste“ bezeichnet. Mit einem Nachwuchspreis wird in diesem Jahr die britische Organisation Shakespeare Schools Foundation bedacht. Das japanische Kaiserhaus stiftete den Preis 1989 zum Gedenken an Prinz Takamatsu. Zu den Trägern im Bereich der bildenden Kunst gehörten u.a. 1997 Gerhard Richter, 1998 Robert Rauschenberg, 2002 Sigmar Polke, 2004 Georg Baselitz, 2016 Cindy Sherman und 2017 Shirin Neshat. www.praemiumimperiale.org

Aktionen & Projekte

Museumsgespräche

Die „Museumsgespräche“ sind eine Projektreihe der Goethe-Institute in Afrika südlich der Sahara und finden an den beteiligten Standorten in Zusammenarbeit mit dortigen Nationalmuseen, Ministerien und der UNESCO statt. „Weltweit wandelt sich der Museumsbegriff von der reinen Darstellung der Vergangenheit zu einer stärkeren Einbeziehung von Gegenwart und Zukunft. Gleichzeitig spielen Museen als Institutionen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Kunst- und Kulturszene eines demokratischen Staates. In vielen afrikanischen Städten ist das zeitgenössische Kunstschaffen eher unterrepräsentiert, Museen werden kaum von der lokalen Bevölkerung wahrgenommen oder als Räume des Dialogs verstanden. Dabei ist die Frage über die Gestaltung eines zeitgemäßen, postkolonialen Museums untrennbar mit dem Fortwirken der westlichen Kolonialvergangenheit verbunden.“ Die Reihe startete im Juli 2018 in Kigali. „Vom 30. bis zum 31. August 2018 findet das zweite Symposium in Windhoek statt. Es besteht aus einem öffentlichen Teil mit einer Führung durch das Independence Memorial Museum, einer Performance und einem Vortrag von Ciraj Rassool von der University of the Western Cape über Zukunftsvisionen afrikanischer Museen sowie einem nicht öffentlichen Teil, bei dem Museumsexpertinnen aktuelle Ausstellungskonzepte im südlichen Afrika hinterfragen. In Ouagadougou treffen vom 2. bis zum 4. Oktober in Kooperation mit dem burkinischen Nationalmuseum und dem West African Museums Programme (WAMP) Vertreterinnen der burkinischen Museumslandschaft und Wissenschaft sowie eingeladene Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Region Subsahara-Afrika aufeinander, um sich über die aktuelle Situation und die zukünftigen Herausforderungen der Museen in Subsahara-Afrika auszutauschen. Am 22. und 23. Oktober 2018 wird in Kinshasa über zukünftige Ausstellungformen in den jeweiligen Ländern diskutiert. Weitere Symposien zu Museumskonzeptionen finden im Oktober und November 2018 in Accra, Lagos und in Daressalam statt.“ www.goethe.de

Hochschulen

Nürnberger Kunststudent ist Kulturpreisträger Oberpfalz

Jonas Höschl, Student an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, ist im Bereich „Druckgrafik“ diesjähriger Träger des Kulturpreises Oberpfalz. Höschl ist in der Klasse für Grafik-Design/Visuelle Kommunikation eingeschrieben. In der Jurybegründung heißt es: „In der Kombination aus Fotografie und Druckgrafik ist er vordergründig dokumentarisch unterwegs, aber immer mit doppeltem Boden“. Er weise mit künstlerischen Mitteln auf hinterfragenswerte gesellschaftliche Strukturen, Abhängigkeiten und Missstände hin. www.adbk-nuernberg.de

Ausschreibungen

Märkisches Stipendium

Wer Deutscher im Sinne des Grundgesetzes ist oder seit zwei Jahren in Deutschland lebt und dessen Studienabschluss nicht länger als fünf Jahre zurück liegt, kann sich bis zum 31. August um das Märkische Stipendium bewerben. Es dauert vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 ist mit 12.000 Euro in monatlichen Teilraten dotiert. Einzureichen sind neben den üblichen Unterlagen eine CD-ROM mit 10 Abb. (Auflösung 180 dpi). In einer zweiten Bewerbungsrunde werden dann zehn Teilnehmer eingeladen, Arbeiten aus den letzten zwei Jahren für eine Gruppenausstelung in Lüdenscheid einzureichen. Infos und Kontakt: Märkische Kulturkonferenz e.V., Bismarckstr. 15, 58762 Altena, www.mk-online.de

Ausschreibungen

Hans-Purrmann-Preis

Die Bewerbungsfrist für den Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Künstler bis 36 Jahre läuft vom 1. Sept. bis zum 2. Nov. 2018. Preissumme: 6.000 Euro. Für die erste Wettbewerbsstufe sind Fotos von max. sechs Arbeiten einzusenden. Die Jury lädt dann für die Endauswahl Teilnehmer mit Originalarbeiten ein. CDs oder DVDs sollen nur bei Bewerbung mit audio-viszellen Kunstformen eingereicht werden, ansonsten nicht digital bearbeitete Fotoabzüge. Infos und Kontakt: Stadt Speyer -Kulturbüro, Kleine Pfaffengasse 6, 67346 Speyer.

Hochschulen

DAAD-Preis für Leipziger Studentin

Anja Zhukova, © Anja Zhukova

Anja Zhukova nahm den diesjährigen DAAD‐Preis für ausländische Studierende entgegen (1.000 Euro). Sie ist seit 2015 an der HGB Leipzig immatrikuliert „und studiert aktuell Medienkunst in der Klasse „expanded cinema“ bei Prof. Clemens von Wedemeyer. Seit 2016 ist sie Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Schon früh hat Zhukova außerordentliches soziales Engagement gezeigt. Während der Proteste in Russland anlässlich der Wahlfälschungen von 2011 bis 2012 hat sich Zhukova an den Protestaktionen 'free pussy riot' und 'freie Wahlen in Russland' beteiligt.“ www.hgb-leipzig.de

Museen & Institutionen

NRW-Sammlung erwirbt Johanna Ey-Porträt von Dix

Otto Dix, Bildnis der Kunsthändlerin Johanna Ey, 1924, Öl auf Leinwand 140 x 90 cm,erworben durch die Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen e.V.m © VG Bild-Kunst, Bonn, 2018m Foto: © Kunstsammlung NRW

Schon vor dem Ersten Weltkrieg war die Bäckerei mit Kaffeestube von Johanna Ey (1864-1947) in der Ratinger Str., nur einen Häuserblock von der Düsseldorfer Kunstakademie entfernt, Treffpunkt der lokalen Künstler. Die persönliche Freundschaft zu ihnen veranlasste sie dann zu einer Galeriegründung. In den 1920er Jahren promotete sie als Galeristin vor allem die Künstler des „Jungen Rheinland“ um Gert Wollheim und Otto Pankok. 1922 schrieb sich Otto Dix (1891-1969) als Meisterschüler an der Düsseldorfer Kunstakademie ein und schloss sich auch dieser Gruppe an. Die NRW-Kunstsammlung Düsseldorf erwarb nun das Porträt, das Dix 1924 von „Mutter Ey“ gemalt hatte. Es gilt im Gesamtwerk von Dix als eines der Schlüsselbilder, weil er hier erstmals die dadaistisch-expressiven Tendenzen der Frühzeit hinter sich ließ und sich dem Stil der Neuen Sachlichkeit zuwandte. www.kunstsammlung.de

Museen & Institutionen

Kunstmuseum Ahlen: „Paartherapie“

Iris Stephan (links), Ines Braun, Unschuld vom Lande, Malerei, Wildschweine, Installation mit diversen Präperaten und Objekten, Iris Stephan 2018, Kunstmuseum Ahlen 2018, (c) VG-Bildkunst Bonn, 2018

Paartherapie. Interventionen von Ines Braun und Iris Stephan nennt sich die aktuelle Ausstellung der „Intemezzo“-Reihe, die das Kunstmuseum Ahlen alljährlich in den Sommermonaten durchführt. Die beiden Kölner Künstlerinnen haben aus dem Sammlungsbestand Werke ausgewählt und setzen diese in Dialogbeziehungen zu anderen Exponaten: „Fundstücke und Alltagsgegenständen werden verwandelt und neu kombiniert oder auf eigenwillige Weise in künstlerischen Prozessen integriert. Die Tradition des Sammelns spielt hierbei eine wichtige Rolle, denn die meisten Dinge, die sie selbst faszinieren, erzählen Geschichten, sind selbst Relikte einer vergangenen Zeit und transportieren bestimmte Inhalte. So auch in der Ausstellung Paartherapie, wo die Künstlerinnen mit selbst gewählten Kunstwerken aus der Sammlung des Kunstmuseum Ahlen in den Dialog treten. Ihre sogenannten 'Raumpaten' sind Inspirationsquell für neue Bilder, Objekte sowie raumfüllende Installationen. Laufzeit. 22. Juli bis 30. September 2018. www.kunstmuseum-ahlen.de

Kulturpolitik

Brüsseler Erklärung für Kunstfreiheit

Claudia Roth, Pressefoto, Courtesy Bündnis 90/Die Grünen, Bundestagsfraktion

Die beiden Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth und Erhard Grundl, initiierten die Brüsseler Erklärung für künstlerische Freiheit und gegen Kunstzensur. Angesichts des Erstarkens rechtsnationaler Kräfte in Ungarn, Polen und Österreich, die versuchten, „die Kreativszene für ihre Zwecke einzuspannen“, seien das „Recht auf freie Meinungsäußerung, die Vielfalt und die Freiheit der Kunst in Europa sind in Gefahr“, heißt es in der Petition, die auf der Internet-Plattform Change.org veröffentlicht wurden. Auch in Deutschland gäbe es Vertreter „rechtsnationaler und konservativer Parteien“, die versuchten, „demokratische Werte und die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens mithilfe von Kultur und Kunst zu zerstören.“ Schließlich hatte der AfD-Politiker Marc Jongen verkündet: „Es wird mir eine Freude sein, die Entsiffung des Kulturbetriebs in Angriff zu nehmen“. Erstunterzeichner der Petition sind u.a. der Entertainer Hape Kerkeling, der Schriftsteller Wladimir Kaminer, die Musikerin Inga Humpe und Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. www.change.org

Museen & Institutionen

Reutlingen: Konkrete Kunst

Christian Wulffen, Pfeiler 20 x 10 – 20 x 10 (1992). 8 x MDF-Platten (je 200 x 20 x 21,6 cm), Letraset, Flachkopf-Schrauben. Gesamtmaß variabel, Foto: Holger Kube Ventura, 2018

In Reutlingen haben sich die verschiedenen städtischen Ausstellungseinrichtungen für bildende Kunst zum Kunstmuseum Reutlingen zusammengeschlossen. Nun tritt der Bereich Kunstmuseum Reutlingen / konkret mit seinem ersten Projekt an die Öffentlichkeit. Eine Pilotausstellung "Arbeiten aus System. Konkrete Kunst 1954-2011" zeigt auf 1.000 Quadratmetern Fläche künstlerische Beiträge von 14 Vertretern der Konkreten Kunst als Malerei, serielle Zeichnung, Skulptur und Rauminstallation. Kurator ist Dr. Holger Kube Ventura. Laufzeit: 22. Juli 2018 bis 27. Januar 2019. www.kunstmuseum-reutlingen.de

Anzeige

Anzeige

In eigener Sache

Eine Woche vor Erscheinen der Printausgabe können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Store kostenlos downloaden und lesen.

Newsletter