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Biennalen

6. Beaufort Triennale 2018

Nina Beier, Men, Beaufort Triennale 2018, Foto: Sabine B. Vogel

An der nur 65 Kilometer kurzen, belgischen Nordseeküste entsteht zwischen De Panne im Süden und Knokke im Norden seit fünfzehn Jahren ein einzigartiger Freiluft-Skulpturen-Parcours. Auf der Promenade, in den Dünen, unten am Strand und sogar umspült von Wellen mitten im Wasser platzierten Künstler hier für die 2003 gegründete Beaufort Triennale ihre oft monumentalen Werke. 22 Beiträge wurden mittlerweile angekauft. Benannt nach dem Erfinder der Windstärken-Skala findet die Triennale heuer zum sechsten Mal statt. Kuratorin ist Heide Ballet, die das „Meer als unbeherrschbaren Ort“, aber auch die „Rolle der Denkmäler“ als Thema vorgab: „Wie kann ein Denkmal einem Ort eine Bedeutung verschaffen? Welche Auslegung erhält es von den Anwohnern?“ Finanziert werden die Produktionen je zur Hälfte von den Städten und der staatlichen Tourismusagentur Westtoer, jede Gemeinde steuert 75.000 Euro bei. Damit konnten dieses Jahr 19 Werke in 9 Gemeinden realisiert werden. Wie ein Zeichen längst vergangener Zeiten lässt Simon Dybbroe Mollers in Westende-Bad ein maritimes Steuerrad aus dem Sand ragen – das Moller tatsächlich dem Logo des frühen Webbrowser Netscape Navigator entnahm. Erzählerisch, kritisch, poetisch ist Nina Beiers großartiges Reiterfiguren-Ensemble: Sie suchte ausrangierte Reiterdenkmäler, die sie in musealen und privaten Sammlungen fand. Diese Bronzefiguren stehen jetzt eng beisammen auf einer Wellenbrecher-Buhne in Nieuwpoort. Bei Flut schlagen die Wellen hoch, als würden die Reiter aus dem Meer angestürmt kommen. Humorvoll-kritisch ist Guillaume Bijls Beitrag „Sorry“ in Ostende: Er änderte die Tradition und setzt statt eines Menschen einen Hund auf den Sockel eines Denkmals. Rund herum schauen kleine Hunde betrübt zu ihrem Artgenossen hoch. Höhepunkt der diesjährigen Triennale ist Kader Attias „Holy Land“ in Middelkerke: Im Sand stehen vierzig Formen. Die Spiegel auf der Meer-Seite zeigen ein idyllisches Bild, das Versprechen einer schillernden Welt. Von der Landseite aus sind die Formen dagegen eingeschwärzt und erinnern an Grabsteine. Unübersehbar ist hier Attias Anspielung auf Migration, womit er einer der wenigen Künstler der Triennale ist, der das Meer als Todesfalle für Migranten zeigt. Aber es ist gerade die Mischung aus schönen Bildmotiven mit komplexen und kritischen Werken, die den Charme dieser Triennale ausmacht. Beaufort Triennale, 30. März – 30. September 2018, Eintritt frei www.beaufort2018.be/de

Galerien & Auktionshäuser

Rekorderlös bei Rockefeller-Versteigerung

Peggy und David Rockefeller besuchen 1987 den Founders Ball an der Rockefeller University. Foto: Rockefeller Archive Center NY

Das Auktionshaus Christie's in New York versteigerte die Sammlung von Peggy und David Rockefeller für 830 Mill. Dollar (697 Mill. Euro). Der Erlös bedeutet einen Rekord – noch nie wurde eine Privatsammlung für eine solch hohe Summe versteigert. Das Konvolut umfasste 1.500 Gemälde, Skulpturen, Möbel und Dekor des 19. und 20. Jh., darunter ein Seerosen-Motiv von Claude Monet, Picassos Porträt einer Pariser Blumenverkäuferin (1905), das seinerzeit die Schriftstellerin Gertrude Stein direkt aus Picassos Atelier gekauft hatte, oder auch ein Halbakt von Henri Matisse, dessen Wert allein schon auf 70 Mill. Dollar taxiert wurde. Der Erlös soll laut testamentarischer Verfügung an die Harvard Universität und an das MoMa Museum gehen. Peggy Rockefeller war 1996 gestorben, David Rockefeller 2017 im Alter von 101 Jahren. www.christies.com

Personalien

Georg Kargl gestorben

Georg Kargl, Foto: Courtesy Inés Lombardi & Team Gesellschaft für projektive Ästhetik, GEORG KARGL, Wien

Georg Kargl, Wiener Galerist, starb im Alter von 62 Jahren. Er war Gründer von Georg Kargl Fine Arts und der Gesellschaft für projektive Ästhetik. Über dieses jüngste seiner Projekte schrieb „Der Standard”, der Galerist habe es als „Abwendung vom kommerziellen Galeriemodell“ „in einem schwarzen Notizheft” vorgestellt: „Eine Kladde mit leeren Seiten, mit Raum für Gedanken, schien ihm das passende Medium zu sein für nun zentrale Begriffe: Entschleunigung, Reduzierung, Konzentration, Dialog“. Über das Auftreten des „Antreibers der Wiener Szene“ heißt es im Nachruf des „Standard“: „Brummig war er oft, ein echter Wiener Grantler könnte man sagen. Man könnte es auch einfach engagiert nennen. In seiner ruppigen, direkten Art – er selbst nannte es 'reduziert' statt 'schwelgerisch' – nahm er sein Gegenüber in die Pflicht, forderte es...“

Kulturpolitik

Bundeshaushalt: mehr Geld für Kultur

Monika Grütters, Foto: Christof Rieken

Im Bundeshaushalt ist mehr Geld für die Kultur und Kulturpolitik vorgesehen: „Der Gesamtetat für Kultur und Medien zum Beispiel von Kulturstaatsministerin Monika Grütters steigt 2018 auf rund 1,67 Milliarden Euro. Das sind rund 23 Prozent mehr als im Regierungsentwurf 2017“, rechnet der Deutsche Kulturrat vor. „Im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik unter Kulturstaatsministerin Michelle Müntefering steigt der Etat auf 906 Millionen Euro, dass ist eine Steigerung zum Regierungsentwurf 2017 um knapp 32 Millionen Euro.“ Der Deutsche Kulturrat befragte ausgewählte Regierungsvertreter nach ihren kulturpolitischen Präferenzen. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, erklärte dazu, die Digitalisierung schaffe „neuen Zugang zu und... neue Formen von Kultur.“ Kulturstaatsministerin Monika Grütters will sich dafür einsetzen, dass Künstler „auch künftig von ihrer Arbeit leben können“ und verweist in diesem Zusammenhang auf die besondere Schutzwürdigkeit des „geistigen Eigentums“. www.kulturrat.de

Personalien

Bielefeld: Debatte um Direktorenposten

Friedrich Meschede, Foto: Jürgen Rehrmann

Friedrich Meschede, Direktor der Kunsthalle Bielefeld, weiß derzeit nicht, ob sein am 31. Dezember 2019 auslaufender Vertrag verlängert wird. Die Kunsthalle will dazu keine offizielle Stellungnahme abgeben. Es heißt, die politischen Fraktionen in Bielefeld berieten gerade über die Verlängerung seines Vertrages, doch die Lokalpresse glaubt anscheinend, das Ergebnis dieser Beratungen schon zu kennen: „Bielefelder Kunsthallen-Chef Meschede muss gehen“, titelte jedenfalls die „Neue Westfälische“ am 10. Mai 2018 und beruft sich dabei auf den SPD-Fraktionsgeschäftsführer Björn Klaus. Die Entscheidung fällt im Juni 2018 bei der Betriebsgesellschaft der Kunsthalle. Hier sind die Stadt, die Kulturstiftung pro Bielefeld und die Sparkasse zu je einem Drittel vertreten. Eine andere Sicht der Dinge kommunizierte das „Westfalen-Blatt“ am 12. Mai 2018: „Kulturszene stellt sich hinter Friedrich Meschede“. Der Kunsthallenchef war zwar wegen sinkender Besucherzahlen und wegen eines höheren Defizits als erwartet in die Kritik geraten, und manche werfen ihm auch „persönliche Sperrigkeit“ vor, doch er bekommt Rückendeckung von Günter Küppers, dem Vorsitzenden des Förderkreises Kunsthalle: Meschede sei ein „ausgezeichneter Direktor“, die Qualität seiner Arbeit sei „hoch einzuschätzen“. Küppers moniert, dass „Laien“ die Entscheidung über die Besetzung des Direktorenpostens treffen.

Museen & Institutionen

Essen: "Cabinet of Happiness"

Dragana Bulut, Porträt, Courtesy: Musuem Folkwang Essen

Das Museum Folkwang Essen setzt derzeit das Ausstellungsformat „6 ½ Wochen“ mit „Dragana Bulut. Cabinet of Happiness“ fort. Die Choreografin und Tänzerin Bulut bietet bis zum 1. Juli 2018 jeweils Donnerstag bis Sonntag verschiedene Einzel- und Gruppencoachings an. "In ihrer Performance widmet sich Dragana Bulut den Methoden der positiven Psychologie und den Versprechen von Life Coaches." Dragana Bulut hält ihre Coaching-Sitzungen in Englisch und wechselt sich mit der deutschsprachigen Performerin Helen Schröder ab. Eine Anmeldung ist direkt im Foyer des Museum Folkwang möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. www.museum-folkwang.de

Personalien

Schloss Solitude: neue Leiterin

Elke aus dem Moore, Foto: Bernhard Kahrmann

Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Stuttgarter Künstlerresidenz Schloss Solitude. Sie hat angekündigt, „den Schwerpunkt auf Öffnung, stärkere thematische Ausrichtung und die Erweiterung des digitalen Bereichs des Residenz-Programms“ zu legen: „In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Praktiken werden neue Ansätze und Formate entwickelt, die in gesellschaftliche Veränderungsprozesse fließen können.“ In Stuttgart war sie bereits von 2003 bis 2006 Leiterin des Künstlerhauses gewesen und zuletzt bis April 2018 Leiterin der Abteilung Kunst beim ifa-Institut für Auslandsbeziehungen. www.schloss-solitude.de

Biennalen

RIBOCA Riga

Katerina Gregos, Courtesy: Riga Biennal of Contemporary Art

RieDie erste RIBOCA-Riga Biennal of Contemporary Art wird vom 2. Juni bis zum 28. Oktober 2018 ausgerichtet. Initiator ist die Riga Biennal Foundation; sie hat als Chefkuratorin Katerina Gregos berufen und als Assistenzkuratorinnen Solvej Helweg Ovesen und Ioli Tzanetaki. Geschäftsführerin ist Anastasia Blokhina. Der Fokus liegt auf Kunst aus Europa mit besonderem regionalem Schwerpunkt der baltischen Staaten. Die eingeladenen Künstler treten mit ihren Projekten in einen Dialog mit dem historischen sowie sozio-politischen Kontext der Stadt und ihrer Umgebung ein. Lettland setzte in einem Krieg mit dem nachrevolutionären Russland 1918-1020 seine Unabhängigkeit durch, und im Zuge dessen gründete man 1919 in Riga auch eine eigene Kunstakademie, deren Lehrprogramm seit den 1990 einen Mittelweg zwischen einer traditionellen handwerklichen Ausrichtung und einer Auseinandersetzung mit Einflüssen westlicher Kunst aufweist. Wiewohl der Begründer der Fluxus-Bewegung George Macunias im benachbarten Litauen seine Wurzeln hatte, blieben viele baltische Künstler im internationalen Kunstbetrieb unentdeckt, so dass die RIBOCA auch und vor allem die Aufgabe hat, der zeitgenössischen Kunst in der Region mehr Aufmerkssamkeit zu verschaffen. www.rigabiennial.com

Personalien

Dieter Ruckhaberle gestorben

Dieter Ruckhaberle auf dem Künstlerhof Frohnau 2013, Foto: Matthias Reichelt

Dieter Ruckhaberle starb nach längerer Krankheit im Alter von knapp 80 Jahren. Als Gründungsdirektor der Staatlichen Kunsthalle Berlin hatte er auf einer Satzung bestanden, die einen Beirat etablierte, in dem die beiden Berliner Kunstvereine vertreten waren. Diese Satzung räumte ihnen auch jeweils das Recht ein, einmal im Jahr dort eine Ausstellung zu zeigen. Auch sonst hat der Berliner Kunstbetrieb ihm viel zu verdanken; etwa seinem Engagement bei der Rettung des Gropiusbaus und der Einrichtung einer Druckwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien. In Kassel organisierte er 1968 eine Anti-Documenta, indem er dort die Stadthalle von Kassel anmietete. Die „ZEIT“ reportierte damals: „Die Ausstellung, in der auch Nicht-Berliner präsentiert werden sollen, wird von mindestens sieben, höchstens zehn Künstlern bestritten werden, jeder kann bis zu fünfzehn Arbeiten zeigen. Außer Ruckhaberle dürften Künstler wie Schmittau und Baselitz zur Wahl stehen. Sie haben sich, sagt Ruckhaberle, nicht aus Ressentiment zusammengefunden, aus Ärger, weil der documenta-Rat sie übersehen hat...“ In Berlin war Ruckhaberle auch Mutbegründer des Künstlerhofs Frohnau.

Biennalen

Venedig: Renate Bertlmann im österreichischen Pavillon

Renate Bertlmann, Foto: Copyright Irina Gavrich

Felicitas Thun-Hohenstein kuratiert den Österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig (ab 11. Mai 2019) und hat für die Veranstaltung im kommenden Jahr die Künstlerin Renate Bertlmann ausgewählt. Zu dieser Nominierung heißt es, Bertlmann werde eine „inhaltlich wie ästhetisch kompromisslose Verfahrensweise im besten Sinne des Wortes eine venezianische Kunstgeschichte der Provokation fortführen... Renate Bertlmann wird in Österreich seit Langem als herausragende feministische Künstlerin und Pionierin der Performancekunst geschätzt“.Auch bei anderen Länderpavillons steht schon fest, wer 2019 dort als Kurator verantwortlich ist und welche Künstler dort auftreten: Charlotte Laubardan kuratiert von kuratiert den Pavillon der Schweiz und Franciska Zólyom den deutschen Pavillon. Zeynep Öz als Kurator des türkischen Pavillons hat sich bereits für den Künstler İnci Eviner entschieden. Für den australischen Pavillon hat die Kuratorin Juliana Engberg die Künstlerin Angelica Mesiti eingeladen. Irland wird auf der kommenden Biennale von der Künstlerin Eva Rothschild repräsentiert und Kanada vom Künstlerkollektiv Isuma. Dane Mitchell bespielt den Pavillon Neuseelands. Für den Pavillon Großbritanniens hat die Kuratorin Zoé Whitle die Künstlerin Cathy Wilkes eingeladen. www.biennalearte.at.

Messen & Märkte

ARCO Lisboa

Zwar war der erste Messeauftritt der Madrider ARCO im Nachbarland Portugal mit nur 50 Galerien quantitativ eher bescheiden, ökonomisch und strategisch aber notwendig, so dass die ARCO Lisboa nun in diesem Jahr wiederholt wird (17.-20. 5. 2018). Schließlich leisten sich auch die anderen großen Trendsetter-Messen wie die Art Basel und die Londoner Frieze Art Fair oder jüngst auch die Art Cologne mit ihrer Berlin-Kooperation Filialveranstaltungen in anderen Städten. www.ifema.es/arcolisboa_06/

Kulturpolitik

Podiumsgespräch zum Umgang mit kolonialem Erbe

Afrikanische Ritualplastiken auf einem Trödelmarkt, Foto: Raap

Das Hamburger Museum für Völkerkunde lädt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt internationale Experten und Expertinnen am 18. Mai 2018 zu einem Workshop und einer öffentlichen Abendveranstaltung ein.Thema "Von der 'Kühlkammer weißer Wissgier' zur Entgrenzung von Dingen und Wissen". Das Podiumsgespräch will einen Umgang mit kolonialem Erbe und kultureller Zusammenarbeit beleuchten. "Die Veranstaltung greift die in der Öffentlichkeit angestoßenen Debatten zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe in Deutschland und Forderungen nach zeitweiliger oder dauerhafter Rückgabe von Kulturgütern auf und will unterschiedliche Positionen in einen Dialog bringen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht nicht nur die Frage nach der Zirkulation, nach der potentiellen Rückgabe und der Zugänglichkeit von historischen Kunst- und Kulturgegenständen aus kolonialem Kontext in deutschen ethnographischen Sammlungen. Auch eine kritische Auseinandersetzung mit den kolonialen Denkweisen, die vielen Museumssammlungen und Ausstellungen zugrunde liegen, und bisher marginalisierte Narrationen fließen in die Diskussion ein". www.voelkerkundemuseum.com

Museen & Institutionen

Bayern-Jubiläum

In Regensburg entsteht ein Museum der Bayerischen Geschichte. Eigentlich sollte es schon im Herbst 2018 seinen Betrieb aufnehmen, doch ein Brand in einem bereits fertig gestellten Nebengebäude erzwingt eine Verschiebung der Eröffnung um etwa ein halbes Jahr. Durch die starke Rauchentwicklung müssen am Gebäude der „Bavariathek“ die Fassade und alle Fenster erneuert werden. Dennoch begeht man auch in Regensburg das Jubiläumsjahr „100 Jahre Freistaat Bayern“ und „200 Jahre Verfassungskultur in Bayern“: durch die Verfassung von 1808/1818 wurde Bayern konstitutionelle Monarchie, und am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 rief Kurt Eisner den Freistaat Bayern (damalige Bezeichnung: Freier Volksstaat Bayern) als monarchiefreie Republik aus. Im Kloster Ettal ist dazu vom 3. Mai bis zum 4. November 2018 eine Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum - Mythos Bayern“ zu sehen, die das Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg konzipiert hat. www.hdbg.de

Messen & Märkte

arteBA Buenos Aires

An der arteBA Buenos Aires (23.-26.5. 2018) nehmen etwa 90 Galerien aus 20 Ländern teil. Das Programm reicht von lokalen argentinischen Künstlern über internationale Kunst bis hin zu etablierten Klassikern. Auch hier gibt es verschiedene Sektoren, so etwa eine „Performance Box” und eine „Insel für Editionen”. Die 13 Mill. Einwohner-Stadt Buenos Aires ist nicht nur Wirtschafts- sondern auch Kulturzentrum von Argentinien: die Stadt verfügt über den umfangreichsten Museumskomplex Lateinamerikas, darunter das MAMBA-Museo de Arte Moderno und das MACBA-Museo de Arte Contemporáneo de Buenos Aires; sie markieren einen wichtigen Standortfaktor für die Durchführung der Messe. www.arteba.org.

Messen & Märkte

C.A.R. - Contemporary Art Ruhr

Vom 1. bis zum 3. Juni 2018 präsentiert sich die C.A.R. - Contemporary Art Ruhr Essen optisch „mit einem offenen und puristischen Erscheinungsbild“ und konzeptuell „mit gleichen Einstiegsmöglichkeiten für die Teilnehmer“. Sie versteht sich als „Entdeckermesse“; Veranstaltungsort ist das Welterbe Zollverein. Dieser Termin ist für Medienkunst und Fotografie reserviert. Im Herbst findet dann vom 26.-28. Oktober 2018 noch eine zweite C.A.R. als „innovative Kunstmesse“ mit Werken aus anderen künstlerischen Disziplinen statt. www.contemporaryartruhr.de

Messen & Märkte

Art Vilnius

Das Ausstellungs- und Kongress-Zentrum „Litexpo“ in der litauischen Hauptstadt ist Schauplatz der Art Vilnius (7. bis 10. Juni 2018. Im vergangenen Jahr zählte man 22.500 Besucher. Interessierte Sammler reisten nicht nur aus den baltischen Nachbarstaaten und aus Russland an, sondern ebenso aus Frankreich und Deutschland. Das Programm umfasst auch in diesem Jahr wieder etwa 55 Galerien; Performance und Videokunst gehören ebenfalls zum Profil der Messe. www.artvilnius.com.

Museen & Institutionen

Wuppertal: Museum sagt Ausstellung ab

Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto und Courtesy: Von der Heydt-Museum Wuppertal

Eigentlich sollte die Ausstellung „Aufbruch zur Freiheit“ im Wuppertaler Von der Heydt-Museum vom 30. Oktober 2018 bis zum 24. Februar 2019 die Auseinandersetzung zwischen Absolutismus und Aufklärung im 18. Jh. in Frankreich dokumentieren. Schließlich gelten die Philosophen der Aufklärung als Vordenker der Ideen von Freiheit und Demokratie im bürgerlichen Zeitalter. Doch der Vorstand und der Beirat der Trägergesellschaft sagten das Vorhaben ab – das Kostenrisiko erschien ihnen zu hoch. Museumsdirektor Gerhard Finckh hatte die Ausstellung mehr als drei Jahre lang vorbereitet und dabei mit dem Pariser Louvre, den Schlössern in Versailles und anderen Museen eng zusammen gearbeitet. www.vdh.netgate1.net/

Museen & Institutionen

Märkisches Museum: Jubiläum und Sanierung

Außenansicht Märkisches Museum, © Stadtmuseum Berlin, Foto: Cornelius M. Braun

1908 wurde das Märkische Museum Berlin als erster Neubau für ein Museum für Regionalgeschichte in Europa eröffnet. Zu seinem hundertjährigen Jubiläum wird es demnächst gründlich saniert. Zusammen mit dem benachbarten Marinehaus soll es sich dann als ein „Stadtmuseum der Zukunft“ präsentieren. Die Baumaßnahmen am Märkischen Museum sollen 2020 beginnen und 2015 abgeschlossen sein. Veranschlagt sind 65 Millionen an Kosten, von denen der Bund 32,5 Euro und das Land Berlin 22,2 Euro übernehmen; mit weiteren 10,3 Millionen beteiligt sich die Lotto-Stiftung. Einige Neuerungen werden jetzt schon in Angriff genommen: der stadthistorische Rundgang „Hier ist Berlin“ erstreckt sich künftig nicht mehr über zwei Etagen, sondern nur noch auf das erste Obergeschoss mit einer besucherfreundlichen Verweildauer von 45 bis 60 Minuten. www.stadtmuseum.de/maerkisches-museum

Biennalen

Architekturbiennale Venedig

Die Architekturbiennale von Venedig (26.5.-25.11. 2018) und die dortige Kunstbiennale lösen sich alljährlich einander ab. 2018 sind Yvonne Farrell und Shelley McNamara die Kuratorinnen. Bei ihrer Berufung erklärte der Biennale-Präsident Paolo Barrata, Architektur sei „eines der Hauptinstrumente der Zivilgesellschaft“, um den Raum, in welchem diese Gesellschaft lebe und arbeite, „zu organisieren“. Dieses Thema würden die beiden Kuratorinnen „aus der Perspektive der Qualität des öffentlichen und privaten Raumes, des urbanen Raumes, des Territoriums und der Landschaft als dem Hauptzweck der Architektur“ aufgreifen. Der Vorgänger-Veranstaltung 2016 hatte Hanno Rauterberg in „Die ZEIT“ bescheinigt: „In Venedig wird aus Architektur Sozialkunst“. 2018 lautet das Thema hingegen „Freespace“, und auf www.baunetz.de ist dazu nachzulesen: „Auch wenn die weltpolitische Lage noch unsicherer geworden zu sein scheint, bemühen sich die beiden Architektinnen im Gegensatz zu Alejandro Aravenas kriegerischem Thema „Reporting from the Front“ von 2016 um eine optimistische Grundhaltung: Freespace, so sagen sie, steht u.a. für den „Sinn für Menschlichkeit als Kern der architektonischen Agenda“. www.labiennale.org/en/architecture

Hochschulen

Bremen: Comic- und Fanzine-Festival „ZINE“

Kulturnetz e.V. und die Hochschule für Künste Bremen führen vom 25. bis 27. Mai 2018 in der Galerie ein Zine-Festival durch. Ausgestellt und auch zum Kauf angeboten werden Comic-Hefte, Bücher, Drucke, Karten, Klapp-, Falt-, Schau- und Lesearbeiten. Das Programm bestreiten Künstler, Heftemacher und Kleinverlage. „Das Festival ist offen für Grafik und Kunstzines, DIY Comics aber auch Text- und Literaturzines“. www.hfk-bremen.de

Ausschreibungen

Berlin: Kunst im Untergrund

„Plakat politisch machen – 60 Jahre Kunst statt Werbung“ lautet der Leitgedanke des Kunstwettbewerbs Kunst im Untergrund 2018. Die Einreichungsfrist endet allerdings schon am Dienstag, den 22. Mai 2018, 17 Uhr! Die Unterlagen müssen bis dahin in der Geschäftsstelle der nGbK eingegangen sein. Einjuriert werden drei Künstler, die im September 2018 ihre Ansichten zum Thema „Recht auf Stadt“ auf 12 Großplakaten im U-Bahnhof Alexanderplatz präsentieren können. Jede ausgewählt künstlerische Position wird mit 2.500 Euro Honorar bedacht. Infos und Kontakt: neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. (nGbK) z.Hd. Katja Rein Oranienstraße 25 10999 Berlin, www.ngbk.de/de/show/70/plakat-politisch-machen-60-jahre-kunst-statt-werbung

Ausschreibungen

Future Generation Prize 2019

Das PinchukArtCentre in Kiew (Ukraine) schreibt den Future Generation Prize 2019 aus. „Alle Künstler bis 35 Jahre, die mit beliebigen Medien und im beliebigen Land der Welt arbeiten, können einen Antrag auf die Teilnahme am Preiswettbewerb stellen“. Für die engere Auswahl werden dann 20 Bewerber nominiert. Als Hauptpreis sind 100.000 Dollar ausgelobt, davon 60.000 Dollar als Geldpreis und die anderen 40.000 als „Investition in die künstlerische Praxis. Weitere Sonderpreise mit einer Gesamtsumme von 20.000 Dollar werden auf max. fünf Künstler aufgeteilt. Bewerbungen sind bis zum 27. Juni 2018 möglich bei: www.futuregenerationartprize.org

Ausschreibungen

Katalogförderung der Stiftung Kunstfonds

Dauerhaft in Deutschland lebende bildende Künstler/innen oder Mitglieder der VG Bild-Kunst/BG I (Bildenden Kunst) können einen finanziellen Zuschuss von max. 6.000 Euro für monografische Kataloge beantragen. Die Publikationen dürfen erst nach Förderentscheid in Druck gehen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2017. Infos und Antragformular unter www.kunstfonds.de

Ausschreibungen

Arbeitsstipendien Sachsen-Anhalt

Drei oder sechs Monate dauert ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt mit 1.000 Euro/Monat. Schüler und Studenten werden nicht gefördert. Die Auslobung gilt für künstlerische Vorhaben der bildenden, angewandten und darstellenden Kunst, der künstlerischen Fotografie, der Literatur, der Musik, des Films, des Designs, der Architektur und der Medienkunst sowie interdisziplinäre Projekte. Außerdem vergibt die Stiftung an zwei Künstler ein Stipendium für Armenien für eine einmonatige Expedition zum Themas „Drachensteine“. Deadline hierfür ist der 7. Juni 2018. Infos und Antragsformular unter: www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de.

Ausschreibungen

Junge Künstler in der Villa Böhm

Junge Künstler im Alter von 18 bis 35 Jahren aus der Pfalz und Umgebung können sich zur Teilnahme an einer Ausstellung in der Villa Böhm in Neustadt/Weinstraße bewerben (Ausstellung ab 24. August 2018). Aus der Ausstellung wählt die Jury einen Künstler aus, der dort in den nächsten zwei Jahren eine Einzelausstellung durchführen darf. Deadline: 13. Juli 2018. Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.kunstverein-nw.de

Hochschulen

Berlin: Hybrid Encounters

Am 25. Mai 2018 findet um 19 Uhr im Konzertsaal der UdK Berlin (Hardenbergstr. 33) eine Podiumsdiskussion zum Thema ,,Hybrid Encounters. Kunst, Biologie und Algorithmen“statt. Der Künstler Tomas Saraceno diskutiert mit Prof. em. Dr. Ingo Rechenberg, TU Berlin, einem Mitbegründer des Einsatzes von evolutionsbiologischen Algorithmen in den Ingenieurswissenschaften, Prof. Dr. Tim Landgraf, Leiter des BioRobotics-Lab an der FU Berlin und mit Alex Jordan, PhD, Leiter der Arbeitsgruppe Mechanismen und evolutionäre Ökologie sozialer Interaktion am Max Planck- Institut für Ornithologie in Konstanz. „Die Hybrid Plattform, eine Initiative der TU Berlin und UdK Berlin, und die Schering Stiftung haben mit den „Hybrid Encounters" eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die Kunst und Wissenschaft in den Dialog bringt. Hochkarätige, internationale Gäste aus Kunst und Wissenschaft erhalten eine carte blanche für die Gestaltung des Abends und laden Persönlichkeiten ein, die komplementär zum eigenen Hintergrund künstlerisch oder wissenschaftlich tätig sind.“ www.udk-berlin.de

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