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Aktionen & Projekte

Düsseldorf: Catching the light

Ursula Ott, Ima, 2012, Durchmesser: 59cm, interferenzoptisch beschichtetes Spezialglas, Courtesy: die Künstlerin

Ludwig Seyfarth kuratiert die Ausstellung Catching the Light vom 13. April bis zum 7. Juli 2018 im Düsseldorfer KAI 10-Arthena Foundation. Sie „nimmt die Darstellung und den direkten Einsatz des Lichtes in der heutigen Kunst unter die Lupe. Jenseits klassischer Lichtkunst liegt der Fokus auf der Verbindung von Licht und Bewegung, sowohl bei der Abbildung von Lichtwirkungen als auch bei der Inszenierung des Lichtes im Raum...“ Konzentrierten sich Ende des 19. Jh. die Impressionisten „auf die visuelle Wahrnehmung der Umwelt“ mit einer Malmethode, die im Industriezeitalter einer sich „beschleunigenden Welt entsprechen sollte“, so machen auch die Künstler in dieser Ausstellung „Prozesse der Wahrnehmung in ihrer Zeitlichkeit sichtbar... Das Spektrum der gezeigten Werke umfasst Gemälde, Fotografien, bewegte Bilder, Objekte und Rauminstallationen.“ www.kaistrasse10.de

Messen & Märkte

Art Cologne: KUNSTFORUM Talk zur Digitalisierung

KUNSTFORUM-Stand auf der ART Cologne 2018

In der Talk Area der Art Cologne moderiert "Kunstforum"-Autorin Uta M. Reindl am Samstag, 21. April 2018 um 17 Uhr (Halle 11.3. Stand B 56) eine Diskussion zum Thema "Wohin geht die Reise im Netz?" – Zur Lage der Kunstkritik im Zeitalter der Digitalisierung.

Talk-Gäste sind: Heinz-Norbert Jocks - KUNSTFORUM International, Johanna Reich - Künstlerin, Kolja Reichert - FAZ, Barbara Hess -  Texte zur Kunst, Initiative „Kritisches Rheinland. Diskutiert wird über die "Demokratisierung durch digitale Produktions-und Vermittlungstechnologien versus Abhängigkeiten von ihnen. Das Überangebot an Kunstbeurteilung und PR-Kommerz schreit nach der Kunst des feinen Urteils. Digitale Darstellungsformen von Kunst und deren Vermittlung fordern eine neue Kunstkritik – aber auch eine neue Öffentlichkeit."

Wir laden Sie herzlich zu diesem Gespräch ein.

Kommen Sie uns außerdem gerne an unserem eigenen Stand besuchen, wir freuen uns auf Ihr Vorbeikommen! Sie finden uns in Halle 11.3, Stand B-49.

Messen & Märkte

Art Cologne: Behutsames Relaunch

ART Cologne 2018, Sonderschau Zuzanna Czebatul, Eingang Süd, Courtesy: Koelnmesse

Seit zehn Jahren ist Daniel Hug nun künstlerischer Direktor der Art Cologne (19.-22. April 2018), und in dieser Dekade hat er Jahr für Jahr das Erscheinungsbild der weltweit ältesten Messe behutsam erneuert. Jetzt schaffte er den schwergewichtigen Katalog ab und ersetzte ihn durch ein luftigeres Print-Magazin. Am augenfälligsten, aber optisch nicht unbedingt geglückt, macht sich in diesem Jahr Hugs Relaunch des Hallenplans mit einer hundert Meter langen plaza auf der mittleren Hallenebene (Halle 11.2.) mit der zeitgenössischen Kunst bemerkbar: Die Premium-Plätze an deren Eckpunkten bespielen zwar Blockbuster-Galerien wie Gagosian, Hauser und Wirth, David Zwirner, Thaddaeus Ropac, Michael Werner und Eigen + Art. Aber als gleichzeitige Ruhezone gemahnt diese in tristem Schwarz eingefärbte plaza freilich doch eher an den Wartebereich einer Trauerhalle auf dem Friedhof. Ins Auge fiel in dieser Halle 11.2. vor allem am Stand der Londoner Galerie von Paul Stolper, der zum ersten Mal an der Messe teilnahm, die Präsentation von Damien Hirst mit vergrößerten skulpturalen Nachbildungen von Medikamentenpackungen (je. 16.500 Euro) und einer Grafik-Edition (je 5.300 Euro). Die untere Halle 11.1. bespielen in bewährter Manier die Klassiker mit einer kleinen Ölarbeit von Gerhard Richter (1983) bei der Züricher Galerie von Vertes für 1,6 Mill. Euro oder auch die Galerie Thomas mit Hohlspiegelobjekten von Adolf Luther (1979/83) zu 22.500 Euro. Samuelis Baumgarte (Bielefeld) hat als Bickfang ein Ölbild von Otto Piene für 350.000 Euro platziert. In der Halle 11.3. hat Messeleiter Daniel Hug die jüngeren Kunsthändler und Newcomer-Galerien unter dem Label „Neumarkt“ zusammen gefasst. Originell wirkt hier u.a. die Plüschaffen-Installation von Philip Emde bei Ruttkowski;68 (Köln) für 18.000 Euro. In dieser Halle trifft man auch diesmal wieder auf den Sektor „Collaborations“ mit Kooperationen zweier Galerien: Max Mayer (Düsseldorf) und Project Native Informant (London) präsentieren zusammen einen Videowürfel von Melanie Gilligam. Recht brav kommen indessen die rund zwei Dutzend Förderkojen („New Talents“) daher, z.B. mit recht biederen Metall-Silhouetten von Litou Kattou bei Eleni Koreonou (Athen). Wenn man der These folgt, der Kunstbetrieb spiegele die aktuelle Zeitstimmung wieder, dann dokumentiert dies die jetzige Art Cologne mit einem arg bedächtigen Ausstellerprogramm, das im Vergleich zu den aufrührerischen 1970er, 1980er und auch noch 1990er Jahren recht wenig an künstlerischer Risikobereitschaft erkennen lässt. (JR) www.artcologne.de

Preise

Kritikerpreis für Radek Krolczyk

Radek Krolczyk, Foto: Hannah Wolf, Courtesy: ADKV

Radek Krolczyk, Bremer Kunstkritiker, wird mit dem Preis für Kunstkritik 2018 ausgezeichnet (3.000 Euro). Den Preis verleiht die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE an freiberufliche Journalisten. Über Krolczyk heißt es, er habe §stets seine Distanz zu den Zentren des Kunstbetriebs bewahrt hat und die Binnenperspektive des Kunstbetriebs immer wieder durchbricht. Dabei greift er häufig politische Themen auf, ohne sie gegen die Kunst auszuspielen. So entsteht eine präzise, unaufgeregte Kritik, die große Gesten zugunsten einer beharrlichen Auseinandersetzung vermeidet. Vor die schnelle Meinung stellt Krolczyk die konkrete Beobachtung und weicht dabei auch unbequemen Fragen nicht aus...“ Der Preis wird zusammen mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine am Samstag, 21. April 2018 um 15 Uhr in der TALK LOUNGE in Halle 11.3 der ART COLOGNE (Messe Köln) verliehen. www.kunstvereine.de

Personalien

Rücktritt: Chris Dercon verlässt Berliner Volksbühne

Chris Dercon, Foto: David Baltzer, Pressefoto Courtesy Volksbühne Berlin

Chris Dercon ist als Intendant der Berliner Volksbühne zurück getreten. Der belgische Kurator und Theaterwissenschaftler war von 2002 bis 2011 Direktor des Haus der Kunst in München und von 2011 bis 2016 Leiter der Tate Gallery Modern Art in London, bevor er 2017 in Berlin als Nachfolger von Frank Castorf die Itendanz der Volksbühne übernahm. Von Anfang feindeten viele Protagonisten im Berliner Kulturbetrieb Dercon an und verdächtigten ihn, einen Systemwechsel vollziehen zu wollen, zu Lasten des tradierten Sprechttheaters und zu Lasten des Repertoire- und Ensembletheaters. Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) betonte in einer offiziellen Erklärung, die persönlichen Schmähungen gegen Chris Dercon „aus Teilen der Stadt“ seien „inakzeptabel“ gewesen; solche Formen der Auseinandersetzung seien „unwürdig und entbehren jeder Kultur“. Allerdings werfen Kritiker auch Lederer vor, bei seinem Amtsantritt als Kultursenator nicht unbedingt ein Dercon-Fan gewesen zu seien. Der designierte Volksbühnen-Geschäftsführer Klaus Dörr betreut „bis auf weiteres“ kommissarisch den Aufgabenbereich des Intendanten. www.volksbuehne.berlin

Museen & Institutionen

Köln: Junger Ankauf

Emeka Ogboh, Foto: Michael Danner (2016)

In diesem Jahr erwirbt die Initiative Junger Ankauf der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig Köln die 6-Kanal-Audio-Arbeit Oshodi Stock Exchange (2014/2016) von Emeka Ogboh. "Die Multimedia Installation wird vom 18.-22. April 2018 auf der Art Cologne am Stand B-002 in der Halle 11.3 der Gesellschaft für Moderne Kunst und parallel ab dem 18. April 2018 für einen längeren Zeitraum im 2. Obergeschoss des Museum Ludwig oberhalb des DC-Saals präsentiert. Die Sound-Arbeit Oshodi Stock Exchange ist Teil einer jeweils ortspezifisch realisierten Serie und versetzt den oder die Besucher*in akustisch in die ökonomischen Realitäten von Lagos, Nigeria. Der Künstler hat hierzu einen Soundtrack entwickelt, der Aufnahmen von Stimmen werbender Straßenhändler und Soundscapes aus Lagos mit Klavierpartituren des Berliner Komponisten Kristian Kowatsch kombiniert..." www.gesellschaft-museum-ludwig.de/initiativen-und-preise/junger-ankauf/

Personalien

Musikmanager übernimmt documenta-Geschäftsführung

Wolfgang Orthmayr, Foto: Stadt Kassel, Harry Soremski.

Wolfgang Orthmayr, bislang Manager in der Musikindustrie, hat vorübergehend die Geschäftsführung der gemeinnützigen documenta und Museum Fridericianum gGmbH in Kassel übernommen. Orthmayr hat in den vergangenen Jahren bei einer Firma für Musicals, für Sony Music und für die Musikhandelskette World of Music gearbeitet. Seine Vorgängerin Annette Kulenkampff hatte den Geschäftsführerposten im Herbst vergangenen Jahres aufgegeben. Mit Orthmayrs Berufung sollte eine längere Vakanz in der Geschäftsführung der documenta abgewendet werden. In einer Mitteilung der Stadt Kassel wird ausdrücklich betont, dass dies nur eine Interimslösung sei. Langfristig wolle man die Geschäftsführung mit einer Person besetzen, die „einschlägige Erfahrungen“ im Kulturmanagement habe. Die nächste Documenta findet 2022 statt, und es ist damit zu rechnen, dass die Berufung eines künstlerischen Leiters wohl noch in diesem Jahr erfolgt, denn dieser braucht nach allen Erfahrungen schon mindestens dreieinhalb Jahre Vorbereitungszeit und muss dann eben auch von Anfang an mit einer funktionierenden Geschäftsführung zusammen arbeiten können. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kommentierte Orthmayrs Anstellung etwas hämisch, er sei ein „Manager aus der dritten Reihe“, und er „soll bei seiner Vorstellung vor Politikern in Kassel erklärt haben, er sei 'gut darin, Dinge zu verkaufen, die eigentlich keiner braucht'“. www.documenta.de

Preise

Wolfgang Hahn-Preis

Haegue Yang vor ihrer Arbeit Sol LeWitt Upside Down –K123456, Expanded 1078 Times, Doubled and Mirrored, 2015 Aluminiumjalousien, Aluminiumhängestruktur, Pulverbeschichtung, Stahlseil, Leuchtstoffröhren, Kabel 458 x 598 x 1043 cm, © Haegue Yang, Courtesy kurimanzutto, Mexico City, Foto: Abigail Enzaldo

Haegue Yang wird in diesem Jahr während der Art Cologne mit dem Wolfgang Hahn-Preis ausgezeichnet und hat vom 18. April bis zum 12. August 2018 eine Einzelausstellung im Museum Ludwig Köln. Sie trägt den Titel „ETA 1994–2018“. ETA ist eine Abkürzung für „Estimated Time of Arival“. „So verweist der Ausstellungstitel bereits auf eine künstlerische Laufbahn im Transit und die permanenten Ortswechsel einer Künstlerin, die parallel Ateliers in Seoul und Berlin betreibt...“ Das Preisgeld in Höhe von maximal 100.000 Euro fließt in den Erwerb eines Werks oder einer Werkgruppe des Künstlers oder der Künstlerin zugunsten der Sammlung des Museum Ludwig. www.museum-ludwig.de

Museen & Institutionen

Liu Xiaodong: „Langsame Heimkehr“

Liu Xiaodong painting “Horse Market”, Tianshui, Gansu Province © Liu Xiaodong

„Kunstforum“-Autor Heinz-Norbert Jocks kuratiert die Ausstellung „Langsame Heimkehr“; es ist die weltweit erste umfassende Retrospektive des chinesischen Künstlers Liu Xiaodong. Vom 9. Juni bis zum 19. August 2018 zeigt die Kunsthalle Düsseldorf einen Überblick über Xiaodongs Malerei und das Düsseldorfer NRW-Forum über die fotografischen Werke. Liu Xiaodong gehört zu jener Künstlergeneration, die friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstrierte, sich mit dem System anlegte und später im Kunstbetrieb Furore machte. Gezeigt werden Arbeiten aus den Jahren 1983 bis 2018,n rund 60 Gemälde, Bildskizzen, Fotografien, übermalte Fotografien, eine digitale Malmaschine, Tagebuchnotizen und der im Ausland gefeierte schwarz-weiße Avantgardefilm „The Days“ (1993) des Regisseurs Wang Xiaoshuai. nrw-forum.de


Galerien & Auktionshäuser

Heiner Friedrich: Runder Geburtstag

Heiner Friedrich, Foto: © Franz Kimmel courtesy DASMAXIMUM

Heiner Friedrich, Galerist und Museumsgründer, feiert am 14. April 2018 seinen 80. Geburtstag. Zusammen mit seiner ersten Frau, der Galeristin Six Friedrich, und Franz Dahlem eröffnete er 1963 in München eine Galerie. Sie vertrat vor allem Verter der Concept Art und der Minimal Art, die damals in Deutschland noch wenig Beachtung fand. Dahlem schied zwar 1966 aus der gemeinsamen Galerie aus, aber Heiner Friedrich und er arbeiteten weiterhin zusammen und vermittelten dem Sammler Karl Ströher den Ankauf der US-Sammlung Kraushaar mit 160 Werken der Pop Art. Friedrich ging Anfang der 1970er Jahre nach New York, wo er zusammen mit der Kunsthistorikerin Helen Winkler und seiner späteren Frau Philippa de Menil die Dia Art Foundation, die eine Sammlung aufbaute und große Land Art-Projekte z.B. von Walter de Maria förderte, die wegen ihrer Dimension im Kunsthandel nicht zu vermarkten waren. Aus Anlass des 80. Geburtstags veröffentlichte der Schirmer Mosel Verlag die Publikation Ich will nichts über mich sagen. Es geht um die Kunst - Heiner Friedrich im Gespräch mit Corinna Thierolf.

Galerien & Auktionshäuser

Mike Meiré und von Bartha: The Imaginary Collection

Mike Meiré, Foto: Albrecht Fuchs

Die Basler Galerie von Bartha sucht nach neuen Galeriemodellen außerhalb des klassischen ‚weißen Kubus’, vor allem auch, um Material aus dem Archiv öffentlich zugänglich zu machen. Daher organisiert die Galerie während der Art Cologne 2018 ‚The Imaginary Collection’ als eine Reihe von temporären Ausstellungen mit Werken aus dem Archiv der Galerie in den Eigenheimen von Sammlern. Eine Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Leiter, Künstler und Sammler Mike Meiré bildet den Auftakt der Ausstellungsreihe. Am 19. und 20. April 2018 kann man das umfangreiche Archiv der Galerie von Bartha in einer exklusiven, von Meiré in dessen Zuhause kuratierten Präsentation besichtigen. Die Präsentation umfasst Werke von SUPERFLEX, Imi Knoebel, Konrad Klapheck, Marianne Eigenheer, Ricardo Alcaide und Florian Slotawa. Nachdem er das Archiv besichtigt und nach eigenem Gutdünken Werke für die Ausstellung ausgewählt hat, wird Meiré entscheiden, welche Dialoge er zwischen den verschiedenen Kunstwerken und der Architektur seines Appartements herstellen möchte. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Mike Meiré Designer sowie Brand- und Art Director. So war er z.B. an der Neugestaltung des Layouts der „Neuen Zürcher Zeitung“ beteiligt. Mit seiner Kölner Agentur „Meiré und Meiré“ steht er auch der Zeitschrift „Kunstforum international“ seit 2016 als Art Director zur Verfügung. 2010 erschien der erste Katalog „DAY IN/ DAY OUT“ über seine freien künstlerischen Arbeiten für die Bartha Contemporary Ltd., London. The Imaginary Collection, Adresse: Antwerpener Str. 34, Köln, jeweils 14 bis 19 Uhr. www.vonbartha.com

Messen & Märkte

Paper Positions Berlin

Paper Positions Munich / München, 2017, Foto: Clara Wenzel-Theiler, Courtesy: Positions Berlin

Während des Berliner Galerienwochenendes präsentieren auch in diesem Jahr wieder vom 26. bis 29. April 2018 etwa 46 Galerien auf der Paper Positions Berlin künstlerische Positionen aus zeitgenössischer und moderner Kunst mit Fokus auf dem Material Papier. Angeboten werden Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitte, Texte, Fotografien, Künstlerbücher und Objekte. Veranstaltungsort das ehemalige Telegrafenamt in der Jägerstraße 42-44. www.paperpositions.com

Aktionen & Projekte

Ceremony Space

von links nach rechts: Dominique Lucien Garaudel, Victoria Tarak, Thomas Artur Spallek, Laura Catania, Leo Schill, Paul Breur (es fehlt Tim Turiak)

In Kooperation mit tanzhaus nrw eröffnet die Düsseldorfer Gruppe Denken3000 am Freitag, dem 13. April, die temporäre Installation Ceremony Space. Der Container vor dem tanzhaus nrw setzt sich performativ mit der persönlichen und kollektiven Bedeutung von gegenwärtigen Ritualen, Zeremonien und Gemeinschaften auseinander. Als Installation mit Bar-Abenden, als Ort der Gespräche und des Diskurses, als Performance- und Interventionsraum für bildende Künstler, oder als Tempel der Meditation und Gedankenlehre wird der Container zum Ort kollektiver Zusammenschlüsse. Das Programm wird eröffnet mit einer Performance von Lea Torcelli (Klasse Prof. Johannes Paul Raether), darin reflektiert Sie Themen der Identitätsbildung, Wirkungsräumen und Berührungsmöglichkeiten innerhalb einer Kultur des Digitalen. In den folgenden Tagen gibt die Londoner Künstlerin und Musikerin Sian Sullivan eine Lecture über den Mond und seine Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das niederländische Künstlerduo Bik Van der Pol gibt einen Workshop, in dem Merkmale des gegenwärtigen Publizierens verhandelt werden: Wie schaffen wir Öffentlichkeit heute und wie nutzen wir diese? Mira Mann (Klasse Dominique Gonzalez-Foerster, Kunstakademie) entwirft in Ihrer Arbeit rituelle Handlungen einer futuristischen Pflege- und Servicekultur, während sich Elisabeth Heil mit Machtstrukturen und deren bedeutungsstiftenden Ordnungen innerhalb von Gemeinschaften beschäftigt. Welche kollektiven Rituale und Zeremonien sind für uns heute wichtig? Welcher Glaube steht hinter unseren gegenwärtigen Ritualen und welche Inszenierungsmechanismen sind es, die wir wollen oder brauchen? Wie formen sich neue Gemeinschaften? Der Container wird diese und andere Fragen bündeln, beantworten und stehen lassen, vor allem aber lädt er zu gemeinsamen Situationen ein, die neue und alte Formen gemeinschaftlicher Praktiken zusammenführen und neu bewerten möchten. www.ceremonynow.de

Messen & Märkte

Brüsseler Kunstmessen

Blick auf Bruxelles, Foto: Raap

„Ist Brüssel das neue Berlin?” lautet in einem Pressebulletin die Frage ebenso selbstbewusst wie provokant. Jedenfalls wird die Art Brussels (19.-22.4. 2018) mittlerweile auch von zahlreichen Nebenmessen begleitet: an der letztjährigen Indepenedent Brussels nahmen im vergangenen Jahr Galerien-Schwergewichte wie David Zwirner und Sprüth Magers teil, und mit etwa 35 Teilnehmern hatte 2017 auch die Yia Art Fair (Young International Artists) mittlerweile einen Ableger in der EU-Kapitale etabliert. Nur die Affordable Art Fair (15.-18.3. 2018) schert aus dem Terminkalender aus – sie findet nämlich bereits einen Monat vorher statt. Mit Poppositions (18.-22. April 2018) als Messe für Künstlerinitiativen und OFF Course Young Contemporary Art für Künstler unter 40 Jahren haben im zeitlichen Umfeld der Art Brussels weitere Alternativmessen zur Stärkung des Messestandorts beigetragen – ob und wie lange diese Nebenmessen alle durchhalten, muss man freilich abwarten. Jedenfalls haben Galerien, die nicht zur Art Cologne wollen oder dort nicht zugelassen werden, mit den zeitgleich stattfindenden Brüsseler Messen eine Alternative. Sogar der Berliner „Tagesspiegel” bescheinigt der brabantischen Metropole, ein „europäisches Zentrum für Gegenwartskunst” zu sein und zitiert einen Galeristen, Belgien sei das Land „mit der größten Sammlerdichte seit Generationen”, und auch für Künstler seien die Ateliermieten in Brüssel „günstiger als in Berlin”. www.artbrussels.com

Preise

DGPh-Bildungspreis

Aphrodite, © Laura Kaiser (Selbstporträt)

Das fotografische Seminar von Martina Zöls am Gymnasium Untergriesbach wurde mit dem DGPh-Bildungspreis 2018 bedacht. Dazu heißt es, das Projekt verbinde auf vorbildliche Weise den Umgang mit dem Medium der Fotografie in Theorie und Praxis. Der DGPh - Bildungspreis wird von der der Sektion Bildung der Deutschen Gesellschaft für Photographie vergeben und prämiert innovative wissenschaftliche und praxisbezogene Abschlussarbeiten sowie künstlerische Foto-Projekte. www.dgph.de

Preise

Max Ernst Stipendium

Lisa Augustin, Foto: Stadt Brühl

Lisa Augustin erhielt das Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl (10.000 Euro). Zuzüglich zum Preisgeld kaufte die Stadt Brühl ein Bild von ihr an. Augustin studiert derzeit an der Münchener Kunstakademie bei Markus Oehlen. Die Jury merkte zu ihrer Entscheidung an: „Innenwelt und Außenwelt subjektiver Wahrnehmung verbinden sich in der Detailfreude und Komplexität ihrer Motive zu poesiegeladenen Bildräumen, deren Feinheit und Vielfalt der malerischen Mittel der Phantasie und Augenlust des Betrachters weiten Raum geben“. www.bruehl.de

Museen & Institutionen

Jüdisches Museum Berlin: Schenkung einer Turrell-Installation

Dieter und Si Rosenkranz schenkten der Stiftung Jüdisches Museum Berlin die begehbare Installation „Ganzfeld Aural“ des Künstlers James Turrell. „In dieser Installation gewinnt man den Eindruck, in einen überirdischen Raum zu treten, dessen Konstruktion die empirische Welt außer Kraft zu setzen scheint. Diese Erfahrung kann als eine der spektakulärsten künstlerischen Interpretationen der Erschaffung des Lichts – und damit Teil des göttlichen Schöpfungsakts – angesehen werden“. Die mehr als 200 qm große Arbeit ist bis zum 30. September 2019 in einem temporären Bau im Museumsgarten zugänglich. www.jmberlin.de

Kulturpolitik

OVG Berlin bestätigt Urteil über Plastinate

Seit Jahren streiten sich der Plastinator Gunther von Hagens und ebenso das Berliner Menschen Museum mit von Hagens Ehefrau Angelina Whalley als Betreiberin immer wieder mit den Behörden über juristische Probleme der Ausstellungen von plastinierten Körpern. Der Anatom von Hagens entwickelte ein Plastinationsverfahren zur dauerhaften Konservierung von Körpern Verstorbener. Doch die in den Augen seiner Gegner allzu sensationspointierte Zurschaustellung rief immer wieder ethische Bedenken und auch massive Proteste hervor. Unlängst bestätigte das Berliner Oberverwaltungsgericht OVG eine Entscheidung, dass im Menschen Museum nur Plastinate ausgestellt werden dürfen, wenn der Körperspender dazu seine Einwilligung erteilt hat. Sieben beanstandete Plastinate hat das Museum bereits ausgetauscht. Im Herbst 2018 soll eine endgültige Gerichtsentscheidung fallen, ob das Museum weiterhin geöffnet bleiben darf. www.memu.berlin

Museen & Institutionen

David LaChapelle in Groningen

David LaChapelle We forgave deeply, then flooded our hearts, 2017, Courtesy: Museum Groningen

Im Museum Groningen ist die Ausstellung LaChapelle: Good News For Modern Man vom 21. April bis zum 28. Oktober 2018 zu sehen. „Ein Angelpunkt der monumentalen Ausstellung Good News For Modern Man ist die Serie The Deluge, die für David LaChapelle den Auftakt seiner eigenen Renaissance markiert. Nach einem Besuch der Sixtinischen Kapelle 2006 wandte sich der Künstler von Auftragsarbeiten ab und besann sich wieder auf die Vermittlung seiner eigenen intuitiven Konzeptionen. Das 7 Meter breite Titelbild der Serie The Deluge transportiert Michelangelos Deckenfresko in unsere Zeit.Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist Earth Laughs in Flowers (2008-2011), eine Serie, die das Vanitas-Thema mit der modernen Konsumgesellschaft verbindet. Die Serien Gas Stations und Land Scape (2013) hinterfragen die nachteiligen Effekte der Industrie auf die Natur...“ www.groningermuseum.nl

Preise

Libeskind erhält Görlitzer Brücke-Preis

Daniel Libeskind, Architekt, wird mit dem Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz-Zgorzelec geehrt. Die Auszeichnung wird an Menschen vergeben, die sich um die Völkerverständigung in Europa verdient gemacht haben. U.a. bekamen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der ehemalige Boxer un d heutige Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko den Preis. Zu Libeskind heißt es, er habe mit seinen Entwürfen zum Jüdischen Museum in Berlin und zum Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden, aber auch mit dem Imperial War Museum in Manchester und seinem Entwurf des Ground Zero in New York Zeichen gesetzt. www.europastadt-goerlitz.de

Museen & Institutionen

Weserburg kauft Soundcollection an

Seit 2003 befand sich die Soundcollection Guy Schraenen als Dauerleihgabe im Museum Weserburg Bremen. Jetzt konnte das Konvolut mi 1000 Vinyl-Künstlerschallplatten, Audio-CDs und Audio-Kassetten, visuelle Arbeiten in Form von Grafiken, Zeichnungen, Partituren, Plakaten, Objektschallplatten, Klangobjekten und Unikaten sowie einer umfangreichen Dokumentation und einer Bibliothek angekauft werden. Es handelt sich hierbei um eine weltweit einzigartige Sammlung von akustischen Werken von den 1940er bis in die 1990er Jahre. Sie werden nun in der Weserburg im Studienzentrum für Künstlerpublikationen aufbewahrt, das rund 80.000 publizierte Kunstwerke gesammelt hat. www.weserburg.de

Museen & Institutionen

Oldenburg übernimmt Nachlass Bredendieck

Porträt Hin Bredendieck (1904 Aurich - Atlanta 1995), unbekannter Fotograf (Hermann Gautel?), um 1929, historische Aufnahme, Landesmuseum Oldenburg

Das Landesmuseum Oldenburg übernimmt als Dauerleihgabe den Nachlass des Bauhauskünstlers Hin Bredendieck (1904-1905). Der bislang von der Forschung noch nicht erfasste Bestand umfasst Briefwechsel und Notizen, Fotografien, Entwürfe und Skizzen, die bei den Nachfahren Bredendiecks in Irland aufbewahrt wurden. Als Designer war Bredendieck im wesentlichen auf Entwürfe für Leuchtenhersteller spezialisiert. 1937 emigrierte er in die USA und nahm einen Lehrauftrag am New Bauhaus in Chicago an. www.landesmuseum-ol.de

Museen & Institutionen

Hamburg: C.D. Friedrich-Werk als Dauerleihgabe

Das Gemälde »Ruine Oybin« (um 1812) von Caspar David Friedrich im Friedrich-Saal der Hamburger Kunsthalle mit Dr. Markus Bertsch, Leitung Sammlung 19. Jahrhundert, Dr. Manfred Brockhaus, Leihgeber und Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Direktor Hamburger Kunsthalle (v. l. n. r.), © Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann

Den umfangreichen Bestand der Hamburger Kunsthalle an Werken von Caspar David Friedrich (1774–1840) bereichert nun eine weitere Arbeit als Dauerleihgabe aus Privatbesitz. Damit kehrt das Bild nach Hamburg zurück, wo es sich bereits im 19. Jahrhundert im Besitz der Schriftstellerin Elise Campe befand. Auf dem Weg ins Riesengebirge hatte Friedrich 1810 den oberhalb der gleichnamigen Ortschaft gelegenen Berg Oybin bestiegen. Von dessen Gipfelplateau aus scheinen ihn die Überreste eines Cölestinerklosters besonders gefesselt zu haben – direkt vor Ort schuf er eine aquarellierte Bleistiftzeichnung, die ihm dann als Vorlage für dieses Gemälde diente. www.hamburger-kunsthalle.de

Messen & Märkte

FAR OFF Ebertplatz

Finow (ein Happening von & mit JOSCHA HENDRIX ENDE / MR. MARIBEL / ST. KIRCHHOFF / NORA SCHLEBUSCH / MIZGINA RENGIN / LINA MATZOLL / ANABEL JUJOL / MARIE EBERHARDT / VICTORIA NYCTOPHILIA / KLAUS STEFFEN / KARL F. DEGENHARDT / JACKX / MISS TAKEN / MANUEL SCHMITT & EUCH), 19.4. 2018, 18-20.00 Uhr Far off Ebertplatz Köln, Pressefoto Courtesy Far off Köln

Far Off 2018 Contemporary and Post Contemporary Art lautet der Name einer Messe, die während der Art Cologne-Woche vom 18. bis zum 21. April 2018 im öffentlichen Raum des Kölner Ebertplatzes abgehalten wird. Dort existieren seit einigen Jahren in einer Fußgängerpassage einige Off-Galerien. Das Programm der Far ooff kuratieren die Leiter Maria Wildeis und Jonathan Haehn gemeinsam mit Künstlern und Galeristen: das sind Alisa Berger, Michaël Borras aka. Systaime, Falko Bürschinger (Kurator des Festivals Play! in Köln), Lena Ditte Nissen sowie die Galerien vom Ebertplatz mit Meryem Erkus (GOLD + BETON), Tiefgarage, Bruch & Dallas, Labor (Favela Bar). "Während der Veranstaltung treten über 40 auf dem internationalen Markt agierende Künstler auf, die Performance, Videokunst, Experimentalfilm, Installation, Aktionen und Medienkunst zeigen. Auch Klangkünstler stellen Kompositionen und improvisierte Stücke vor, zwischen Drone, Noise, Neuer Musik, Experimentalmusik und post-Pop.Täglich auf- und abgebaute Installationen werden auf dem Freigelände des Ebertplatzes präsentiert, als Bühne genutzt und sind den Einflüssen der Öffentlichkeit ausgesetzt. Pneus, ein durchsichtiger und aufblasbarer Raum wird für diese Veranstaltung von Jonathan Haehn gebaut und als temporärer Raum für Konzerte und Aufführungen der teilnehmenden Künstler genutzt". www.faroff.de

Preise

Phoenix Kunstpreis

Slava Seidel, Foto: Courtesy eurobuch GmbH

Slava Seidel nimmt am 19. April 2019 im Festsaal der Evangelischen Akademie Tutzing den Phoenix-Kunstpreis für Nachwuchskünstler entgegen (20.000 Euro). Die Akademie vergibt den Preis gemeinsam mit der eurobuch GmbH. Die Preisträgerin in stammt aus der Ukraine, lebt heute in Wetzlar und ist Meisterschülerin von Prof. Christa Näher an der Frankfurter Städelschule. Seidel hat sich auf eine Illusionsmalerei in Sepiatusche spezialisiert. www.mediantisag.de/phoenix-kunstpreis-2017

Kulturpolitik

München:offener Brief aus Sorge ums Kulturleben

Dass Matthias Lilienthal 2020 die Intendanz der Münchener Kammerspiele aufgeben soll, hat zahlreiche Kulturprominente zu einem Offenen Brief an den Münchener Stadtrat veranlasst – aus Sorge um das Kulturleben in der bayerischen Landeshauptstadt. Neben 300 anderen Unterzeichnern beteiligten sich mit ihrer Unterschrift u.a. Dr. Navid Kermani, Schriftsteller, Köln; Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin, Kulturstiftung des Bundes, Halle; Prof. Res Ingold, Kunstakademie München; Okwui Enwezor, Direktor Haus der Kunst, München; Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor Museum Ludwig Köln, Dr. Ulrich Wilmes, Hauptkurator, Haus der Kunst, München und Kasper König, Ausstellungsmacher, Berlin. In dem Brief heißt es: „... Die Aussage einzelner Politiker, die Zeit der Experimente sei vorbei, halten wir für äußerst problematisch. Kunst ist ohne Veränderung, ohne Innovation tot. Gerade die Münchner Kammerspiele, die sich in den 1920er Jahren als führendes Avantgardetheater Deutschlands etablierten, waren schon immer dem künstlerischen Aufbruch verbunden. Wir sorgen uns um das Kulturleben in München und fürchten, dass der ursprünglich couragierten Entscheidung der Kulturpolitik für eine Weiterentwicklung des Stadttheaters, das als vernetzte Struktur in die Stadt hinein wirkt und sich intensiv mit einer sich verändernden Realität auseinandersetzt, jetzt eine neue Rückwärtsgewandtheit folgen könnte... Kulturinstitutionen, die sich künstlerisch und gesellschaftlich den Herausforderungen der Zeit stellen, benötigen hier wie überall Kontinuität und politischen Rückhalt...“

Messen & Märkte

Kölner Liste

Kölner Liste, Pressefoto, Courtesy Kölner Liste

Parallel zur Art Cologne findet auch in diesem Jahr wieder die Sateliitenmesse Kölner Liste statt, und zwar vom 20. bis zum 22. April 2017 in der X-Post am Gladbacher Wall am Rande der Kölner Innenstadt. Das Profil unterscheidet sich von der Art Cologne dadurch, dass die Kölner Liste keine reine Galerienmesse ist, sondern dass hier Kunsthändler, Projekträume und Künstler nebeneinander ausstellen. Der Sektor „Contemporary Fine Art” umfasst Malerei, Bildhauerei, Druckgrafik, Mixed Media, Installationen, Performance- und Videokunst. Neben Unikaten werden hier auch Editionen angeboten. Eine eigene „Photography Section” ist der Fotokunst gewidmet und wird von Stefan Maria Rother kuratiert. „Urban Art” ist ein weiterer Sektor für Galerien und Künstler, die sich auf Street Art und Urban Art spezialisiert haben. www.koelnerliste.com

Aktionen & Projekte

Videoart at Midnight

Film Still: Wolfgang Tillmanns – Here We are (still), 2016 © Wolfgang Tillmans, courtesy of Galerie Buchholz

Als nächsten Beitrag in ihrerr Reihe "Videoart at Midnight" präsentieren Ivo Wessel und Olaf Stüber am 20. April 2018 im Berliner Babylon-Kino (Rosa Luxemburg Platz) um 14 Uhr bei freiem Eintritt 16 jeweils vier- bis neunminütige Kurzvideos von Wolfgang Tillmans. Eigentlich ist der in Berlin und London lebende Tillmans eher als Fotokünstler bekannt; und deswegen wollen Wessel und Stüber nun das Augenmeerk auch auf seine Videokunst lenken. www.videoart-at-midnight.info

Aktionen & Projekte

Klima-Waagnis

Hermann-Josef Hack, Aktion „Klima-Waagnis“, 2018

Zum Österreichischen Klimatag in Salzburg führte Hermann-Josef Hack auf dem Mozartplatz eine Kunstaktion „Klima-Waagnis“ durch. Er versuchte, „für einen Augenblick“ zumindest symbolisch ein„Gleichgewicht herzustellen, wie es nur in der Gemeinschaft mit vielen anderen möglich ist. Anhand einer Verbindung von Wasserwaagen, die zwischen den Akteuren auf einer Höhe ausbalanciert werden, lässt sich erspüren, wie empfindlich das angestrebte Gleichgewicht ist und wie wohltuend der Moment, wenn man es gemeinsam erreicht hat.“ Als politischer Aktionskünstler beschäftigt sich Hack seit 25 Jahren mit den Auswirkungen globaler Veränderungen. www.hermann-josef-hack.de

Ausschreibungen

Edenkoben-Stipendium

Bis zum 30. April 2018 läuft noch die Bewerbungstfrist für das Edenkoben-Stipendium mit einem „durchgehenden Aufenthalt“ im Künstlerhaus Edenkoben. Bezuschusst werden An- und Abreisekosten sowie mtl. 1.200 Euro. Kontaktdaten: Künstlerhaus Edenkoben der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, Klosterstr. 181, 67480 Edenkoben, www.kuenstlerhaus-edenkoben.de

Biennalen

+thecolognebiennial

Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Kunstraums Fuhrwerkswaage in Köln-Sürth stellt +thecolognebiennial vom 14. bis 29. April 2018 im Kölner DEG-Kunsthaus junge Kunst zweier Generationen gegenüber: 38 ausgewählte Arbeiten der Förderkünstler new talents der Art Cologne 2018 und 32 frühe Werke von heute renommierten Künstlern aus den 1960er- bis 1990er-Jahren wie Christo, Sigmar Polke oder Andreas Gursky als Leihgaben aus der Sammlung Sal. Oppenheim. Darunter sind unter ihnen Kunstwerke, die bislang nie öffentlich ausgestellt wurden. "+thecolognebiennial" ist eine Veranstaltung des Stadtmarketing Köln in Kooperation mit dem Kunstraum Fuhrwerkswaage. www.thecolognebiennial.de

Hochschulen

Dresdener Studenten erhalten Hegenbarth-Stipendium

Grit Aulitzky und Jan Kunze dürfen das Hegenbarth-Stipendium der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden antreten. Die beiden Stipendiaten studieren an der HfBK Dresden. Grit Aulitzky geht in ihrem gegenständlichen bildhauerischen Werk von realen Gegenständen aus. Jan Kunze recherchiert über sozial-politische Themen für Zeichnungen, Grafiken und Malerei. www.hfbk-dresden.de

Ausschreibungen

Residenzprogramm in Palästina

Noch bis zum 22. April 2018 sind künstlerische Bewerbungen für das Residenzprogramm „Auf dem Weg. En chemin. ع الطريق“ in den Palästinensischen Gebieten bewerben. Das dreiteilige Projekt umfasst eine zweiwöchige Künstlerresidenz, eine Ausstellung, sowie eine 24-stündige Kulturveranstaltung. Die zweiwöchige Residenz findet in den Palästinensischen Gebieten statt; in deren Anschluss steht eine Satelliten-Ausstellung. Bewerben können sich Künstler in den Palästinensischen Gebieten, Frankreich oder Deutschland wohnhaft sind und deren künstlerische Praxis dieses Thema aufgreift. Ein 24-stündiges Kunstevent, welches u.a. mit Unterstützung der Residenten organisiert wird, wird das Projekt abschließen. Infos und Kontakt: culture@iframallah.org Bewerbungsformular unter: www.fgcc-ramallah.org/sites/default/files/uploads/Open_Call/open_call_-_de.pdf

Museen & Institutionen

ZKM Karlsruhe: Encoding Cultures

Das ZKM Karlsruhe füjrt am 27. und 28. April 2018 die interdisziplinäre Konferenz Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen ein. "Die jüngsten Fortschritte im Feld der künstlichen Intelligenz revolutionieren unser Denken und Handeln. Sie lassen grundlegende Veränderungen, die unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren erfassen werden, erahnen." Am ersten Tag geht es um eine "Philosophie des Digitalen", d.h. um die Frage, "welche Auswirkungen diese auf unser Verhältnis zur Welt haben. Die entstehende algorithmische Infrastruktur schafft zunehmend ein computergestütztes Steuerungssystem, welches die Beziehung zwischen mathematischen Modellen und unserer sozio-politischen Umgebung vermittelt. Wie sollen wir diese algorithmische Bedingung bewerten?" Schwerpunkt des zweiten Tages ist das "maschinelle Sehen". Die Referenten erläutern, "wie Maschinen aus visuellen Daten Bedeutung konstruieren, welche visuellen Aufgaben heute von neuronalen Netzen vielleicht besser erledigt werden können als vom Menschen und welche Handlungsmöglichkeiten sowie Fragestellungen sich daraus für Forschung, Industrie, Gesellschaft und Kunst ergeben..." www.zkm.de

Personalien

Hollein wird Direktor des Metropolitain Museums

Max Hollein, Foto: Gaby Gerster, Copyright: Städel Museum Frankfurt

Max Hollein wird im Sommer 2018 Direktor des Metropolitan Museums in New York. Zuletzt war er seit 2016 Leiter der Fine Arts Museen in San Francisco. Davor hatte er seit 2006 in Frankfurt als Direktor des Städel Museums und der Liebig Skulpturensammlung wichtige Akzente gesetzt: für die Skulpturensammlung entwickelte er 2008 ein völlig neues Konzept für Raumgestaltung, Ausleuchtung und Vermittlung; u.a. ordnete er die Antikensammlung neu an. In seiner Frankfurter Amtszeit wurde auch das Städel Museum gründlich saniert und erweitert – es bekam mit den Gartenhallen einen zusätzlichen unterirdischen Bau für die Gegenwartskunst. Dass er es schaffte, zusammen mit der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen sowie diversen Stiftungen und Firmen eine Kampagne durch zu führen, um die Baukosten in Höhe von 52 Mill. Euro zur Hälfte durch private Zuwendungen zu finanzieren, wird für Hollein in New York eine wichtige Erfahrung sein: denn beim Metropolitain Museum muss er mithelfen, das Millionendefizit abzubauen, das ihm sein Vorgänger Thomas Campbell hinterlassen hat. Auch in San Francisco gelang es Hollein, der neben Kunstgeschichte aus Betriebswirtschaft studierte, ein Defizit im Budget abzubauen. www.metmuseum.org

Aktionen & Projekte

Brüssel: Tourab Syria Art Space

Fadi al-Hamwi, Bathroom Mirror, 2016, Charcoal on paper, 150 x 215 cm, © Fadi al-Hamwi

Immer verheerender sind die Auswirkungen des seit nunmehr acht Jahren andauernden Kriegs in Syrien, und nach den jüngsten verbalen Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump an die Adresse Russlands und dem Einmarsch türkischer Truppen in Norden des Landes ist ein Ende der Eskalationen leider in weiter Ferne. Auch viele Künstler haben das Land verlassen müssen. Andere sind dort noch unter äusserst schwierigen Bedingungen künstlerisch aktiv. Ihnen bietet ab dem 17. April 2018 das Goethe-Institut Brüssel zehn Tage lang eine Plattform mit dem „Tourab: Syria Art Space“ in einem Ladenlokal der Galerie Ravenstein. Die Kuratorin Alma Salem hat über 50 syrische Künstler und Intellektuelle eingeladen, dort ihr Schaffen vorzustellen. Das Programm umfasst u.a. Malerei, Installationen und Video, begleitet von einem Literatur- und Lyrikprogramm. Der Pop-Up-Raum soll „auch als Begegnungsort für die verschiedenen Communities dienen. Debatten, Workshops und geführte Touren, die von der Kuratorin Alma Salem angeboten werden, runden das Programm ab und beziehen das Publikum in die Diskussion über Syriens Zukunft mit ein“. www.goethe.de/belgien

Aktionen & Projekte

Ruhrtriennale: #Nofear

Laura Hagemann vom Theaterkollektiv Berlocken beim Auftakttreffen von #nofear in Bochum. Foto: Ruhrtriennale

Im aktuellen Ruhrtriennale-Zyklus 2018 – 2020 unter der künstlerischen Leitung von Intendantin Stefanie Carp setzen sich rund 40 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet mit ihren Ängsten auseinander. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen in ein kreatives Projekt ein. In jedem Jahr steht ein anderes Thema im Mittelpunkt – 2018 ist es „Sexualität“. Das Leitmotiv der Projektreihe lautet #nofear - „Wir haben keine Angst, wir wollen alles“. Das Auftakttreffen fand soeben in Bochum statt; ein wichtiger Kooperationspartner ist für die kommenden drei Jahre der Essen-Katernberger „Arbeitskreis Kunst und Soziales“ mit seinem Netzwerk an Verbänden und Institutionen: deswegen ist auch Essen-Katernberg der zentrale Ort des #nofear-Projekts. www.ruhrtriennale.de

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