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Kulturpolitik

Land Berlin kauft Kulturhaus Radialsystem

Radialsystem V, Spreeansicht, Foto: Copyright Sebastian Bolesch

„Radialsystem“ hießen die zwölf Berliner Pumpwerke, die im 19. Jh. zum Ableiten von Abwasser gebaut wurden. Das „Radialsystem V“ ist seit 2006 ein Konzerthaus, begründet von dem Tanzkompagniepromotor Jochen Sandig und dem Dramaturg für Alte Musik Folkert Uhde. Käufer der Immobilie war ein Privatmann aus dem Ruhrgebiet, die „Radialsystem V“-Künstler waren Mieter. „Viel Tanz, viel Barockes und zeitgenössische Musik, weniger das klassisch-romantische Repertoire dazwischen... Das Hybride ist Konzept, die Künste sollen sich auf Augenhöhe begegnen, keine die andere dominieren“, beschreibt der „Tagesspiegel“ die Programmstruktur. Allerdings sei dieses Kulturhaus seit seiner Gründung „immer auch von Verdrängung bedroht in einem sich rapide gentrifizierenden städtischen Umfeld.“ Daher kündigte Berlins Kultursenator Klaus Lederer an, das Land Berlin wolle das Areal nun übernehmen, um den Standort für kulturelle Zwecke dauerhaft zu sichern. In der Presse wird ein Kaufpreis 14,4 Mill. Euro genannt, aber offiziell nicht bestätigt. Dieser Preis sei jetzt siebenmal so hoch wie der Erlös, den die Berliner Wasserwerke 2004 beim Verkauf an den Privatmann erzielten. www.radialsystem.de

Biennalen

Eröffnung Manifesta in Palermo

Manifesta 12 Palermo, Teatro Garibaldi Venue, Copyright Manifesta 12, 2017. Foto: CAVE Studio.jpg

Diese Woche startet die 12. Manifesta in Palermo (Laufzeit 16.06.18-04.11.18): Mit dem Preview Tag für Presse und VIPs am Freitag, den 15. Juni geht es los, offizielle Eröffnung ist dann am Sonntag den 17. Juni. An diesem ersten öffentlich zugänglichen Tag finden 3 Veranstaltungen statt: Im Teatro Garibaldi beginnt es Vormittags mit "Borderless: Imagining a Borderless Future?", gefolgt von Performances von Nora Turato im Oratorio S. Lorenzo am Mittag. Diese Performance wiederholt sich abends um 18.00Uhr, am gleichen Ort. Um 16.00Uhr startet im Teatro Garibaldi dann "Borderless: Liquid Violence" von Forensic Oceanography und abends um 18.30 findet hier dann "Borderless: Black Med" statt, eine Gesprächs-Session von Invernomuto. Ansonsten öffnen nun, die ersten Tage, das Archivio di Stato mit einer Installation von Masbedo für alle Besucher der Manifesta, sowie das Manifesta Education Hub auf der Piazza Magione. Währen der Öffnungstage bietet die Manifesta den Besuchern kostenlose Tours durch die Veranstaltungsorte auf Englisch oder Italienisch an. www.m12.manifesta.org/opening-dates/

Kulturpolitik

Wird Documenta-Obelisk abgebaut ?

Olu Oguibe, Foto: Heinz-Norbert Jocks

126.000 Euro kamen bei einer Spendenaktion für einen Ankauf des Documenta-Obelisken auf dem Kasseler Königsplatz zusammen. Ursprünglich hatte der Künstler Olu Oguibe deutlich mehr verlangt, nämlih 600.000 Euro, war aber bereit, das magere Ergebnis der Spendenaktion zu akzeptieren unter der Bedingung, dass die Skulptur auf dem Königsplatz verbleibt. Doch darauf wollten sich die Lokalpolitiker nicht einlassen, sie hätten im Falle eines Ankaufs den Obelisken stattdessen auf dem Holländischen Platz aufstellen lassen. Nach der Kasseler CDU plädierte zwischenzeitlich auch die SPD für einen Abbruch der Verhandlungen mit dem Künstler und für einen Abbruch der Skulptur. Man bedaure, dass Oguibe mit seinem Beharren auf den Aufstellort Königsplatz „uns die Entscheidung abnimmt“, ließ sich der SPD-Fraktionschef Dr. Günther Schnell von der HNA-Hessisch-Niedersächsische Allgemeine zitieren. Das Pikante daran ist, dass SPD und Grüne im Kasseler Rathaus eine Koalition bilden und die Grünen sich nach wie vor für den Standort Königsplatz ausgesprochen haben. Beide Parteien versicherten allerdings laut HNA, die „unterschiedlichen Auffassungen zum Obelisken“ sagen „nichts über den Zustand der Koalition“ aus. Doch mit dem Einschwenken der SPD auf die CDU-Linie bekäme die rot-grüne Koalition keine Mehrheit mehr für einen Ankauf. Die eingesammelten Spendengelder werden dann an die Einzahler zurück überwiesen. Inzwischen schlug der Künstler einen Kompromiss vor – der Obelisk könne vor dem geplanten Documenta-Institut in der Nähe der Universität aufgestellt werden. Bis zur Einweihung des neuen Gebäudes solle er aber auf dem Königsplatz verbleiben. Im Kasseler Stadtrat soll nun am 18. Juni 2018 darüber debattiert werden.

Galerien & Auktionshäuser

Rekordergebnis bei Beckmann-Auktion

Max Beckmann, „Weiblicher Kopf in Blau und Grau (Die Ägypterin),. 1942, Öl auf Leinwand. 60 × 30 cm, Grisebach, ©️ Fotostudio Bartsch

Seit Christie’s im Juni 2017 in London Max Beckmanns Bild „Hölle der Vögel“ (1937/38) für 32 Mill. Pfund versteigerte, gilt der Maler als teuerster deutscher Künstler. Jetzt erzielte beim Berliner Auktionshaus Grisebach Beckmanns „Ägypterin“ (1942) mit 5,5 Mill. Euro ebenfalls ein Rekordergebnis im deutschen Auktionswesen. Das Bild ging an eine Privatsammlung in der Schweiz. Für 575.000 Euro ging eine Studie von Gabriele Münter aus dem Jahr 1908 an eine bayerische Sammlung. Ein Nagelbild von Günther Uecker wechselte für 757.000 den Besitzer und eine großformatige Arbeit von Anselm Kiefer für 865.000 Euro. http://www.grisebach.com

Aktionen & Projekte

Olaf Nicolai: Performance in Autowerkstatt

KW BE Olaf Nicolai, Werkstatt, Copyright: Moritz Haase

"KW on location": In Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble präsentieren die KW Institute for Contemporary Art vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das performative Theaterstück Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Autowerkstatt des Künstlers Olaf Nicolai. Aufführungsort der Performance ist eine Autowerkstatt im Stadtteil Prenzlauer Berg. Die genaue Adresse erfahren die Besucher erst nach dem Ticketkauf. Thema ist die "die Montage und Reparatur des Mercedes-Benz Ponton, der sich ursprünglich im Besitz von Helene Weigel, der ehemaligen Intendantin des Berliner Ensembles und Bertolt Brechts Ehefrau, befand. Gleichzeitig wird Brechts Lehrstück Mann ist Mann mit Schauspielerinnen und Schauspielern erarbeitet. Hierbei werden sowohl Fragen über die Natur von Performances und Theater aufgeworfen als auch zur Bedeutung von Arbeit im Kontext heutiger Wirtschaft und Kunstproduktion. Die Werkstattbesuche sind klassischer Weise in Schichten strukturiert und ermöglichen Einblicke in die Arbeit auf den verschiedensten Ebenen..." http://www.kw-berlin.de

Personalien

Achenbach wieder in Freiheit

Helge Achenbach, Foto: H.-N. Jocks

Helge Achenbach ist nach vier Jahren Haft auf Bewährung entlassen worden. Der frühere Kunstberater war wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt worden und hat nun zwei Drittel davon verbüßt. Er wohnt nun in Köln-Ehrenfeld – sein Gastgeber ist der Enthüllungsschriftsteller Günter Wallraff. In der dortigen kleinen Dachwohnung beherbergte Wallraff auch schon Wolf Biermann und Salman Rushdie. Als Mitarbeiter einer Stiftung kümmert sich Achenbach um verfolgte Künstler, die auf einem Bauernhof an der Düsseldorfer Stadtgrenze untergebracht sind. Außerdem hat der frühere Kunsthändler angefangen zu malen – Achenbach besuchte im Gefängnis einen Malkurs, den eine Essener Künstlerin dort abhielt.

Museen & Institutionen

Zürich: Die weltbesten Pressefotografien

Ein Projekt in Sansibar ermöglicht jungen Frauen im Indischen Ozean schwimmen zu lernen. Aus religiösen und kulturellen Gründen tragen sie dabei Ganzkörper-Badeanzüge.  © World Press Photo 2018 / Anna Boyiazis

Bis zum 8. Juli 2918 zeigt das Landesmuseum Zürich die «World Press Photo Exhibition» mit den „besten Pressebilderm der Welt“. Aus den Einreichungen von mehr als 4.500 Teilnehmern nominierte die Jury Beiträge von 42 Fotografen. „In einer vernetzten Welt mit mehr und mehr digitalen Möglichkeiten wird das globale Geschehen zunehmend multimedial dokumentiert und verbreitet. Im Digital Storytelling Contest (bis 2016: Multimedia Contest) kürte die Jury zum achten Mal Gewinner in vier Kategorien. In diesem Jahr wurden 308 Produktionen eingereicht. Die Kategorie Immersive Storytelling berücksichtigt Projekte, die das Gefühl vermitteln, mitten im Geschehen zu sein. Dabei dürfen Fotos und Videos, aber auch Animationen, Illustrationen, Texte und Musik eingesetzt werden. Mit «Under a Cracked Sky», einem Virtual-Reality-Film und Gewinner in dieser Kategorie, taucht der Betrachter in der Perspektive eines Tauchers unter die antarktische Meeresoberfläche....“ http://www.nationalmuseum.ch

Aktionen & Projekte

Dresden: Freiheit zur Freiheit

links: Jaan Toomik: Unknown Soldier. Acryl auf Leinwand. Courtesy of the Artist and Temnikova & Kasela, Tallinn rechts: Christa Jeitner: Ermutigung, 1970. Photo: Georg Eckelt © Christa Jeitner / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

„Freiraum“ ist ein Projekt der Goethe-Institute in Europa in Zusammenarbeit mit 53 Akteuren aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Rund 40 europäische Städte gehen bis März 2019 den Fragen nach: Was ist Freiheit heute in Europa? Wo ist sie in Gefahr? Wie stärken wir sie? Den Auftakt der Reihe bilden das Kunsthaus Dresden und die Kanuti Gildi SAAL, Tallinn. Am Austragungsort Dresden beteiligt sich die Zachęta Galerie, Warschau, mit der Ausstellung "The Joy of new constructions" von Marian Bogusz. Zwei weitere Werkschauen in Dresden („Freiheit zur Freiheit“ bestreiten zeitgleich Jaan Toomik und Christa Jeitner (bis 22. Juli 2918). http://www.kunsthaus.dresden.de

Museen & Institutionen

Theaster Gates im Kunstmuseum Basel

Aus den Archiven der Johnson Publishing Company, Foto: Moneta Sleet / Courtesy Theaster Gates

Josef Helfenstein und Søren Grammel sind Kuratoren der Ausstellung von Theaster Gates „The Black Madonna“ im Kunstmuseum Basel (bis 21. Oktober 2018). Der gelernte Stadtplaner Gates wurde durch die Dorchester Projects bekannt, mit denen ein Viertel in Chicago aufgewertet werden sollte. Verbindungen zwischen Kunst und Gesellschaft und die Gründung von kulturellen Gemeinschaften, die politische, räumliche und soziale Veränderungen einleiten wollen, bilden einen roten Faden in seinem künstlerischen Konzept. Thematischer Schwerpunkt der Basler Ausstellung ist der Kult um die Schwarze Madonna – viele antike Religionen kannten schwarze Mutter-, Fruchbarkeits- oder Erdgöttinnen. Während der Ausstellung richtet Theaster Gates im Museum ein Tonstudio und eine Druckwerkstatt ein und arbeitet dort an seinen persönlichen Archiven, „vor allem mit dem Fotoarchiv der für die schwarze Kultur in Amerika ikonischen Magazine Ebony und Jet Magazine“. www.kunstmuseumbasel.ch

Museen & Institutionen

Essen: Weltweit sammeln

Ansicht Ausstellungsaufbau Weltweit sammeln mit ozeanischer Figur im Vordergrund (Sammlung Museum Folkwang)  © Museum Folkwang

Das Essener Museum Folkwang zeigt ab 15. Juni 2018 bis zum Herbst mit „Weltweit sammeln“ eine neue Präsentation der Sammlung Archäologie, Weltkunst, Kunstgewerbe in der Installation „Helm/Helmet/Yelmo“. "Zu sehen sind antike, europäische und nicht-europäische Objekte sowie Gebrauchsgegenstände als Beispiele für vorbildliche Gestaltungskunst. Es ist die mittlerweile fünfte Ausstellung in der begehbaren Installation. Die damit einhergehenden Sammlungskonzepte, die von 1902 bis in die 1980er Jahre durch Erwerbungen konkretisiert wurden, lassen sich bis heute erkennen. Einige dieser Konzepte und Entwicklungen sollen durch die Objekte nachgezeichnet werden: Im Helm/Helmet/Yelmo des Künstlerduos Los Carpinteros sind die Objekte nach Herkunftsort und Erwerbszeitraum angeordnet. Sechs Ebenen zeigen in den zueinander versetzten Waben die geographischen Räume Afrika, Ostasien, Westasien, Europa und Amerika. Sie werden durch außerhalb des Helms gruppierte Artefakte aus Ozeanien ergänzt". Der Eintritt ist zu der Ausstellung ist frei.

Ausschreibungen

Museion Bozen schreibt Direktorenstelle aus

 Museion. Foto Ludwig Thalheimer / Lupe

Für 2019 schreibt das Museion Bozen die Direktorenstelle neu aus. "Gesucht wird eine Persönlichkeit, die in der Lage ist, die begonnene Arbeit fortzusetzen, indem sie das Profil des Hauses mit innovativen Konzepten weiterentwickelt und dabei den Besonderheiten des Standortes als Schnittstelle dreier Kulturen mit einem lebendigen regionalen Kulturleben Rechnung trägt. Der neue Direktor oder die neue Direktorin wird das Amt ab Juni 2019 antreten. Die Stellenausschreibung kann auf der Homepage des Museion eingesehen werden (museion.it – über uns – Inserat Direktion). Die Bewerbungsfrist endet am 20. Juli 2018.". Kontakt: http://www.museion.it

Messen & Märkte

photo basel

Im Basler Volkshaus ist die photo basel an den Publikumstagen vom 12. bis zum 17. Juni 2018 zugänglich. Die Messe will Synergieeffekte für Galerien, Museen, Sammer und alle anderen, die mit Fotografie und Fotokunst arbeiten, initiieren. 2017 hat man einen „Advisory Circle” mit Galeristen und einen Kuratorenzirkel mit Sammlern und Kuratoren berufen. Nur dieser fungiert als Auswahlkomitee, denn ein Galerist soll hier nicht an der Auswahl anderer Galerien beteiligt sein – so vermeidet man von vorne herein Interessenkonflikte und Streitereien. Für 2018 wurde Daniel Blochwitz zum Messekurator berufen. Als Fotoexperte verfügt er über eine 20jährige Berufspraxis als Wissenschaftler, Autor, Berater und Kurator in den USA und in Europa. Rund 30-40 Galerien zeigen klassische und zeitgenössische Fotografien von Fotokünstlern aus allen Epochen. Der Schwerpunkt liegt auf Gegenwartsfotografie, vor allem von Fotografen, die unter 40 Jahre alt sind. Sonderausstellungen und ein attraktives Begleitprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Foren ergänzen das Programm. www.photo-basel.com/

Aktionen & Projekte

Zwei Jahre Kunstkraftwerk Leipzig

Kunstkraftwerk: 2017 Tag der offenen Tür; europafoto Klinger

Eine beeindruckende Besucherbilanz verkündet das Kunstkraftwerk Leipzig anlässlich seines zweijährigen Bestehens: seit 2016 besuchten rund 100.000 Zuschauer die Veranstaltungen. Initiator des Zentrums für Medienkunstausstellungen ist Prof. Markus Löffler. Die Multimedia-Projekte korrespondieren mit ihrer industriellen Umgebung; sie verknüpfen dabei verschiedene „Kunstformen und Technologien miteinander“ und bieten zugleich „Interaktion zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter... Aktuell rückt das ambitionierte Projekt „RENAISSANCE experience: Florenz und die Uffizien“ Malerei und Weltsicht dieser bewegenden Epoche mittles zweier immersiver multimedialer Video-Shows in ein ganz neues Licht. 2019 folgt das Projekt „Die Giganten der Renaissance“. Im Mittelpunkt stehen hier Kunstwerke von Raffael und Michelangelo aus den Vatikanischen Museen in Rom sowie von Leonardo da Vinci, dessen Todestag sich 2019 zum 500. Mal jährt...“ Am 17. Juni 2018 wird ein tag der Offenen Tür mit diversen Programmen angeboten. www.kunstkraftwerk-leipzig.com

Messen & Märkte

Art Athina

Die Art Athina (21.-24.6. 2018) wird seit 1993 veranstaltet, damals noch recht bescheiden mit nur 18 Galerien. Für die jetzige 22. Ausgabe haben die Organisatoren der Hellenic Art Galleries Association ein „neues Profil“ angekündigt. Auf der Teilnehmerliste tauchen überwiegend griechische Aussteller auf; doch für internationales Flair sorgen auch Galerie aus Australien, den USA, Rumänien, Ungarn, der Türkei, der Schweiz, Österreich und Frankreich. Aus Deutschland reisten im vergangenen Jahr die Galerie Petra Martinetz aus Köln und die Nome Galerie aus Berlin an. www.art-athina.gr

Aktionen & Projekte

Eisenhüttenstadt: Endmoräne

„Endmoräne“, Logo

Vom 16. Juni bis zum 1. Juli 2018 ist das ehemalige Kinderwochenheim der DDR in Eisenhüttenstadt Zentrum des Kunstprojekts „Endmoräne“. Die Ausstellung  „Plan 2\5 - im Raster für eine bessere Zukunft \?“ präsentiert an drei Wochenenden 19 künstlerische Positionen. In der Wendezeit 1989/90 schlossen sich kurz nach dem Mauerfall Künstler aus Westberlin und Brandenburg zur Initiative „Endmoräne“ zusammen. Heute besteht der Verein aus 23 weiblichen Mitgliedern und einem Netzwerk von Gastkünstlerinnen. Sie haben sich auf die temporäre Nutzung „allmählich verblassender Orte ostdeutscher Architektur und Alltagskultur“ spezialisiert und sind „von deutsch-deutschen sozialhistorischen Bezügen maßgeblich geprägt“. Am diesjährigen Ausstellungsort, einem früheren Kinderwochenheim (der westdeutschen Kita vergleichbar), geht es darum, mit der Geschichte der deutschen Teilung „auch die der Kindheit hier wie dort zu reflektieren... Eher zufällig, doch überraschend geht es in Kindheit und Architektur auf unterschiedliche Art um Ähnliches: Um Größenverhältnisse und um Perspektiven“. www.endmoraene.de

Aktionen & Projekte

Buchdokumentationen zu Anselm Kiefer und Paul Cézanne

Heiner Bastian, Anselm Kiefer, Bilder /Paintings, Schirmer Mosel Verlag 2018, Cover

Heiner Bastian hat eine umfangreiche Dokumentation über das malerische Werk von Anselm Kiefer zusammen getragen. Das Buch erscheint im Schirmer/Mosel-Verlag anlässlich der Kiefer-Ausstellung der Galerie Bastian (bis 28. Juli 2918) und umfasst eine Auswahl von rund 120 Werkbeispielen von 1970 bis 2018. Anselm Kiefers Bilder lesen sich wie Mosaiken einer ur-mythologischen, national-heroischen Verheißung, durchwoben von den „grauenhaften Symptomen der Inhumanität“, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts stattgefunden haben. Heiner Bastian bezeichnet dies als erste Gegenwart Kiefers und begreift die monumentalen Gemälde einerseits als dialogische Werke gegen das Vergessen, andererseits als ein mystisch-poetisches In-Sich-Erleben der jüngsten bis hin zur ältesten menschlichen Vergangenheit... Sich der eigenen – deutschen – Geschichte zu stellen, das „Nichtdarstellbare“ in Bilder bzw. Sinnbilder zu fassen, blieb bis weit in die 90er Jahre hinein Kiefers vorrangiges künstlerisches Anliegen und führte ihn weit darüber hinaus zu den Quellen der Menschheitsgeschichte: zu Gnosis und Kabbala, der christlichen und jüdischen Mystik, zu nordischen Mythen, kosmischen Entwürfen und alchimistischen Traktaten sowie zur philosophischen Literatur und Poesie aller Kulturen und Jahrhunderte...“ (ISBN 978-3-8296-0832-9). Zu erwähnen wäre auch eine weitere Publikation des Schirmer/Mosel-Verlags: Paul Cézanne - Ausstellung Paris 1907 - Rainer Maria Rilke ist ein Ausstellungskatalog, der 110 Jahre nach der Ausstellung erscheint, die 1907 zu Ehren von Paul Cézanne ein Jahr nach seinem Tod im Grand Palais ausgerichtet und von Rainer Maria Rilke beschrieben wurde. Damals gab es dazu jedoch keinen bebilderten Katalog, sondern die Publikation enthielt nur eine Werkliste mit den Titeln der Gemälde Cézannes. Daher hat die Kunsthistorikerin Bettina Kaufmann jetzt diese Ausstellung rekonstruiert und Abbildungen von den inzwischen in alle Welt verstreuten Bildern zusammen getragen (ISBN 978-3-8296-0821-3). http://www.schirmer-mosel.com

Personalien

Hamburger Pfarrer storniert Ausstellung

Philipp Görtz, Pastor der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar in Hamburg, sagte eine Ausstellung "MM33 (Maria Magdalena)" der Fotokünstlerin Julia Krahn ab. Der Werkzyklus umfasst auch halbnackte Figuren, ein nacktes Kleinkind und eine Mutter, die ihr Kind stillt. „In dieser Plakativität kann ich das nicht zeigen“, befand der Pater. Eine solche Ausstellung müsse mit dem kompatibel sein, was in der Kirche sonst stattfindet, etwa eine Erstkommunion oder ein Requiem. Die Künstlerin kann diese Begründung nicht nachvollziehen: „Wir werden geflutet von Gewaltdarstellungen. Zugleich sollen wir unsere Kinder oder eine stillende Mutter verdecken“. http://stansgarhh.de

Aktionen & Projekte

Wünsdorf: Installation von Bettina WitteVeen

Feuertrunken der Erlkönig – Robert Oppenheimer Doppelmonitor mit Still und einem Porträt, schwarz-weiß, 2min (loop) Schwimmbad © Bettina WitteVeen

Der Ort Wünsdorf/Zossen in Brandenburg war noch in den 1980er Jahren „der größte Militärstützpunkt der Sowjets in Europa und als streng bewachter geheimer Ort Sperrgebiet für die damaligen Anwohner der DDR bis zum Abzug der Russen 1994“. Es ist jetzt das erste Mal, dass Teile des Areals für ein Kunstprojekt zur Verfügung stehen. Vom 17. Juni bis zum 1. Juli 2018 zeigt dort Bettina WitteVeen ihre Installation GÖTTERFUNKEN- FEUERTRUNKEN- DER ERLKÖNIG -WHITEOUT. Dabei geht es um „ethische Fragen zum Fortschrittswahn in der Militär- und Rüstungstechnologie  und in der  Künstlichen Intelligenz“ und darum, solche Fragen „mit der Vergangenheit der Militärstadt  in einen historischen Kontext zu setzen“. „Ausgehend von scheinbar disparaten Inspirationsquellen: Goethes Ballade, die wissenschaftliche Arbeit des amerikanischen Atomphysikers Robert Oppenheimer“ und von den Theroen Lenins erforscht die Künstlerin die Zusammenhänge zwischen Kunst, Historie und Fortschrittsideologie.

Aktionen & Projekte

Goethe-Institut: Feministische Diskurse

In den kommenden Monaten befasst sich das Goethe-Institut schwerpunktmäßig mit „Feminismus und Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Ländern“. So bringt z.B. ein Festival-Programm in Brüssel und Kairo etwa feministische Positionen aus Europa und Nordafrika zusammen. „Eine arabischsprachige Webseite thematisiert Genderfragen und Sexualität“. Dazu erklärte Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, das Institut fördere die Stärkung von Frauen durch kulturelle und bildungspolitische Programme.. durch eine künstlerische und intellektuelle Auseinandersetzung, durch die gezielte Förderung und Vernetzung von etablierten Künstlerinnen sowie durch Bildungsprogramme für Mädchen und junge Frauen“. www.goethe.de

Museen & Institutionen

Christoph Faulhaber: Revolution & Architektur

Christoph Faulhaber: Revolution & Architektur, Fotomontage, 2017

Zum Stichwort  „Revolution & Architektur“ gestaltet Christoph Faulhaber bis zum 21. Oktober 2018 in der Kunsthalle Osnabrück eine Reihe von sehr unterschiedlichen Räumen. "Um das Revolutionäre an diesen „Architekturen“ zu entdecken, muss man den Blick auf gesellschaftliche Implikationen von Raumgestaltung im Allgemeinen richten.... Den Besucher der Kunsthalle Osnabrück erwarten  im Foyer eine Pflanzenlandschaft mit Leihgaben aus Osnabrücker Wohnzimmern unter dem Titel „Kurie“,  im Kirchenschiff entsteht mit Hilfe von 80 Kunststoffballons mit einem Durchmesser von je drei Metern das Ambiente eines durchaus unheimlichen Vergnügungsparks, die Flure des Kreuzgangs werden mit ausgewählten Zeitungscollagen, Objekten und  auch architektonischen Modellen aus dem Archiv des Aktions- und Performancekünstlers tapeziert, in die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers darf man nur von außen hinein schauen. Im Forum tritt der Besucher dann in Faulhabers filmische Autobiographie „Jedes Bild ist ein leeres Bild“  wie in das Auge des Zyklons: Das Werk wird in 15 Einzelfilme gesplittet und umgibt den Besucher kreisförmig." www.kunsthalle.osnabrueck.de

Museen & Institutionen

Bilder vom Lesen

Pablo Picasso, La Lecture, 1953 Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Museum Berggruen © bpk / Nationalgalerie, SMB, Museum Berggruen / Jens Ziehe

1986 nahm das Franz Marc-Museum in Kochel am See seinen Betrieb auf; 2008 bekam es einen Erweiterungsbau, dessen zehnjähriges Bestehen nun in diesen Wochen gefeiert wird. Bis zum 23. September 2018 ist dort siw Jubiläumsausstellung Bilder vom Lesen - Vom Lesen der Bilder zu sehen. „Die Exponate von Auguste Renoir, Lovis Corinth, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Alberto Giacometti und Pablo Picasso bis zu Paul Klee und Cy Twombly nehmen die besondere – und für den Maler als Motiv besonders reizvolle – Selbstvergessenheit und Entrücktheit der Lesenden in den Blick.“ http://www.franz-marc-museum.de

Hochschulen

Mainz: Vorträge von Assaf Gruber und Gabriele Dietze

Veranstaltungsplakat Kunsthochschule Mainz, Sommersemester 2018

Im Hörsaal der Kunsthochschule Mainz hält am 12. Juni 2018 der Berliner Künstler Assaf Gruber einen Vortrag zum Thema The Conspicuous Parts. Das heißt übersetzt "Eine klare Sache" und bezieht sich auf den "Zusammenhang zwischen den Weltanschauungen von Individuen und ihren persönlichen Biografien, wie auch der Art und Weise, in der beide private und öffentliche Räume und Beziehungen prägen." Es folgt an der Hochschule anschließend ein Workshop mit Assaf Gruber bis zum 14. Juni 2018. Den nächsten Vortrag hält am 20. Juni 2018 Prof. Gabriele Dietze über "Rechte Töne". Ihr aktuelles Forschungsthema ist "Rechtspopulismus und Geschlecht". http://www.kunsthochschule-mainz.de

Aktionen & Projekte

PS120: Der Lauf der Dinge (Teil II: Cargo)

Cercle d’Art des Travailleurs de Plantation  Congolaise,  We Who Are Here And You Who Have  Come by Emery Mohamba & Mbuku Kimpala,  2015. Courtesy the artists & KOW, Berlin.

Bis zum 7. Juli 2018 zeigt PS120 in Berlin anläßlich der diesjährigen Berlin Biennale jetzt die zweite Ausstellung in der Trilogie The Way Things Run (Der Lauf der Dinge). Der zweite Teil steht unter dem Stichwort "Cargo" und lässt "Künstler komplexe Migrationsgeschichten in und durch Warenform erzählen. Die Ware - verstanden als jegliche Art von Objekt, Material oder Erfahrung, die in einer Logik des Austauschs existiert - ist die am weitesten verbreitete kulturelle Form in unserer globalen kapitalistischen Gesellschaft. Die Künstler dieser Ausstellung schlagen "Ware" als eine Art materielles Palimpsest vor, als einen Container sozialer und politischer Bewegungsgeschichten von Menschen und Dingen...Die Ausstellung beginnt mit El Anatsuis "Diaspora" (2012), eine seiner berühmten stoffähnlichen Skulpturen aus recyceltem Altmetall aus afrikanischen Deponien..." David Lamelas Filminstallation "Conflict of Meaning (Film Script)" aus dem Jahr 1972 spricht die wechselnde Mediensemiotik von Konsumgütern an. "Die Reihe der Schokoladenskulpturen von Cercle d'Art des Travailleurs de Plantation Congolaise (Congolese Plantation Workers Art League oder CATPC) erweitert die Paradoxa der Verwertung in den Kontext der Kunst. Diese Skulpturen verwenden als Rohstoff die Ware der reinen Schokolade, die Emery Mohamba & Mbuku Kimpala, zwei Arbeiter aus einer belgischen Schokoladenplantage in Lusanga (Demokratische Republik Kongo) produzieren und so ihr eigenes Produkt  als Material verwenden...." Künstlerliste: El Anatsui, Alighiero Boetti, Cercle d'Art des Travailleurs de Plantation Congolaise (CATPC), Moyra Davey, Edith Dekyndt, Igor Hosnedl, David Lamelas, Christian Kosmas Mayer, Paulo Nazareth und Jala Wahid. http://ps120.org/

Ausschreibungen

360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Mit 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen sowie spartenübergreifende Institutionen und kunst- und kulturhistorische Museen, die sich in ihrem Feld mit Fragen der Gegenwart befassen, die gesamte Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen und strukturelle Ausschlüsse im Kulturbetrieb vermindert werden. Einsendeschluss für die nächste Antragsrunde ist der 30. Juni 2018. www.kulturstiftung-des-bundes.de

Museen & Institutionen

Albers-Restrospektive in Essen und Düsseldorf

Josef Albers, „Variant / Adobe. 4 Central Warm Colors Surrounded by 2 Blues“, 1948, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2018 

Unter dem Titel Josef Albers. Interaction sind vom 16. Juni bis zum 7. Oktober etwa 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – in der Essener Villa Hügel zu sehen, dem einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bottrop diese Ausstellung zu ermöglichen. Eine Woche zurvor eröffnet am 9. Juni 2018 die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im K20 die Retrospektive Anni Albers (bis 9. Sept. 2018). Somit bietet der Sommer 2018 bietet „die einmalige Gelegenheit, konzentriert die Lebenswerke zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in unmittelbarer Nachbarschaft erleben zu können.“ Die Essener Ausstellung „beginnt mit Albers‘ Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwerpunkten seiner amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Erstmals werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbianische Skulpturen aus der Sammlung des Ehepaares Albers in ihrer Wechselwirkung gezeigt...“ www.kunstsammlung.de

Museen & Institutionen

Sammlung Schürmann im mumok Wien

Paul McCarthy, The three boxes, 1984, Installation, ca. 120 x 60 x 40 cm, © Paul McCarthy/Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann, Herzogenrath, 2018

„Klassentreffen“ heißt die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann vom 23. Juni bis zum 11. November 2018 im mumok-museum moderner kunst stiftung ludwig wien. Die „seit Ende der 1970er-Jahre kontinuierlich gewachsene Sammlung gibt einen einmaligen Blick auf die Entwicklung der Gegenwartskunst seit den 1980er-Jahren.... der Akt des Sammelns realisiert sich weniger im Bewahren und Vervollständigen, sondern wird primär als Einladung zur Teilnahme an der öffentlichen Produktion von Zusammenhängen begriffen... In diesem Sinne wird die Ausstellung Klassentreffen,deren Titel sich auf eine gleichnamige raumbezogene Installation der Berliner Künstlerin Nairy Baghramian aus dem Jahr 2008 bezieht, einen spannenden, humorvollen und aufregenden Dialog zwischen den einzelnen künstlerischen Positionen der Sammlung entspinnen... Einen Schwerpunkt bilden dabei Wiener Einflüsse auf die international ausgerichtete Sammlung und ihre Vernetzungen“. www.mumok.at

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