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Galerien & Auktionshäuser

Stuttgart: Galerien Haus Open

ArneBrixner, I OverYo, 2013

Fotografie und Digital Composing stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Stuttgarter Gruppenschau "Galerien Haus Open" vom 15.7. bis zum 12.8.2017 (Di-Fr 14-19, Sa 11-16 Uhr) im  Galerienhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 48 (Hinterhof), Stuttgart-West. "Dahinter verbirgt sich ein offenes, gemeinsam von den Galeristen Andreas Kerstan, Horst Merkle und Marko Schacher entwickeltes Format, das Künstlerinnen und Künstler berücksichtigt, die (noch) nicht im festen Programm der im Galerienhaus Stuttgart ansässigen Galerien sind und teils noch von gar keinem Galeristen regelmäßig repräsentiert werden... Aus den fast 50 eingegangen Bewerbungen haben die Galeristen 27 Positionen von insgesamt 29 Künstlerinnen und Künstlern ausgesucht." www.galerienhaus-stuttgart.de

Museen & Institutionen

Münster: "NO! LOGO"

Westfälisches Landesmuseum Münster, Foto: Courtesy Initiative NO!LOGO - Respekt für Kunst

1970/71 schuf der ZERO-Künstler Otto Piene die Installation „Silberne Frequenz“ für das Westfälische Landesmuseum Münster, dessen Träger der Landschaftsverband Westfalen Lippe ist.  Dass die Buchstaben „LWL“ aber ausgerechnet am unteren rechten Rand auf die Piene-Installation montiert wurden, erzürnt viele Kunstfreunde. Das sei „mehr als eine Lokalposse“ schrieb Kasper König an die „Kunstforum“-Redaktion. König ist Anreger der Initiative NO!LOGO - Respekt für Kunst und Leiter der Münsteraner Skulptur Projekte, deren Träger ebenfalls der LWL-Verband ist. Die Initiative mokiert sich darüber, dass „faszinierende Lichtkunst... zur profanen Lichtwerbeanlage für eine aus Steuermitteln finanzierte Körperschaft öffentlichen Rechts“ werde. Daher wollen die Initiatoren „Öffentlichkeit herstellen, um diese Fehlentwicklung zu korrigieren“ und einen „Diskurs – etwa in Form eines Symposiums – anregen, um den Verantwortlichen im Landschaftsverband Argumente als Entscheidungshilfe an Hand zu geben“. Ausdrücklich will „NO! LOGO“ dazu auch die „Freunde des Landesmuseums“ mit ins Boot holen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dem Kunstwerk von Otto Piene seine Würde zurückzugeben und vom Ballast des LWL-Logos zu befreien". Nach der Umgestaltung des Gebäudes sollte seinerzeit das Werk erneut angebracht werden, und dass die Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger „den Anschein erweckt hatte, die Logo-Integration sei eine Idee des Künstlers gewesen“, ruft Widerspruch hervor, wie die NO! LOGO-Initiative in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Freundeskreis und dem Westfälischen Kunstverein Münster klarstellt: „Angesichts der Alternativen 'Wiederinstallation mit Logo oder Entfernung des Kunstwerks' stimmt der bereits damals hochbetagte Künstler dem Ultimatum zu...“. Seine "originäre Idee" sei das jedenfalls nicht gewesen; die Anbringung des Logos habe man vielmehr beim LWL ausgeheckt. Wer sich auch in die Unterstützerliste eintragen möchte, kann dies tun unter www.initiative-no-logo.de

Aktionen & Projekte

Ai Weiwei Film Human Flow startet in den Kinos

Ai WeiWei, Szene aus „Human Flow“, 2017, Foto: Copyright 2017 Human Flow

Ein Jahr lang arbeitete Ai Weiwei an seinem 140 Minuten langen Film „Human Flow“ (Menschenstrom), der in Deutschland im November 2017 in die Kinos kam. An den Dreharbeiten in 23 Ländern waren 25 Film-Teams beteiligt. Dass Ai Weiwei in solch einer Breite und Gründlichkeit Einzelschicksale von Flüchtlingen dokumentiert, ist nach seinen eigenen Worten „eine sehr persönliche Reise“. Er selbst wurde bekanntlich in China verschleppt, inhaftiert und durfte nach jahrelangem Reiseverbot erst 2015 nach Berlin kommen. Vertreibung und Heimatverlust sind mithin reale Erfahrungen für ihn, der als Regisseur eines solchen Films eben nicht die kühle professionelle künstlerische Distanz hat wie andere Filmemacher, die heute einen flippigen Werbespot drehen und morgen einen handwerklich soliden TV-Krimi, oder wie die Kriegsberichterstatter, die mit schusssicherer Weste und Kamera in die zerbombten Ruinen von Aleppo vordringen und dabei im Laufe der Zeit eine gewisse Abgebrühtheit entwickeln: so ist der Film eben wegen dieser authentischen persönlichen Dimension ein leidenschaftliches Plädoyer für die Menschenrechte, für Toleranz, Mitgefühl und gegenseitiges Vertrauen. Und wie schwierig es ist, als Flüchtling nach allen physischen Strapazen auch mental woanders anzukommen und sich einzurichten, beschreibt Ai Weiwei hinsichtlich seiner eigenen Befindlichkeit nach zwei Jahren in Berlin mit der Abwandlung des berühmten Kennedy-Wortes: „Ich bin kein Berliner“. Denn mit der Ankunft an einem halbwegs sicheren anderen Ort hört die innere Geschichte der Flucht nicht auf. Nach seriösen Angaben sind derzeit weltweit 65 Mill. Menschen auf der Flucht, vor Krieg und Bürgerkrieg, vor Diktatoren, Hunger, Elend und Dürre – und das heißt auch: vor den Folgen des jetzt schon spürbaren Klimawandels. Allein aus Afrika würden in den nächsten Jahren 20 Mill. Menschen wegziehen wollen, wenn man sie denn ließe. Doch wenn nur solche abstrakten Zahlen in den Nachrichtensendungen verkündet werden, weckt das noch keine Empathie, sondern es bleiben halt blasse Zahlen. Deswegen focussiert Ai Weiwei seine Dokumentation eben nicht nur aus rein dramaturgischen Gründen auf die persönlichen Geschichten seiner Protagonisten. „Ihm gelingt... ein bildgewaltiges Dokument unserer Gegenwart“, schrieb Kerstin Decker im Berliner „Tagesspiegel“. Die „Neue Presse“ hingegen wirft Ai Weiwei vor, er schiebe sich „selbst immer wieder so aufdringlich ins Bild … meist filmend mit seinem Handy, als wäre er ein Voyeur auf Weltreise“, während die Rezensentin Kathrin Horster in den „Stuttgarter Nachrichten“ zu dem Eindruck gelangte: „Weiwei will... nicht belehren, er versucht vielmehr, die eigene Empathie für die Entwurzelten sichtbar zu machen, um so vielleicht das empathische Verhalten anderer zu fördern...“ www.labiennale.org/en/cinema/2017/program-cinema-2017/ai-weiwei-human-flow.

Museen & Institutionen

Harun Farocki und Christian Petzold im Centre Pompidou

Images du monde et inscription de la guerre © Harun Farocki, 1988

Harun Farocki (1944-2014) und Christian Petzold (Jahrgang 1960) zählen zu den wichtigsten Filmregisseuren ihrer Generation in Deutschland. Das Centre Pompidou Paris richtet ihnen nun vom 23. November 20917 bis zum 7. Januar 2018 eine Doppel-Retrospektive aus. Die Ausstellung umfasst 12 Installationen und Videos von Farocki aus den letzten 30 Jahren seines Schaffens, begleitet von einem Programm seiner Filme für Kinder, präsentiert com Goethe-Institut. Petzold ist u.a. mit einem Selbstporträt im Kurzfilmformat und zwei TV-Filmen für Krimi-Serien vertreten; er hält am 26. November 2017 auch eine Meisterklasse ab. www.centrepompidou.fr

Galerien & Auktionshäuser

Leonardo da Vinci: Auktionsrekord 450 Mill. Dollar

Leonardo da Vinci, Salvator Mundi, um 1500, Los 9 B, Fotocredit: Pressebild Christie's

Mit 450.312.500 Dollar (383,6 Millionen Euro) incl. Gebühren ist Leonardo da Vincis Bild „Salvator Mundi“ (ca. 1500) das teuerste Bild in der Geschichte des Kunsthandels. 1958 war es in London für nur 45 Pfund versteigert worden; 2013 kaufte es der Schweizer Kunsthändler Yves Bouffier für 80 Mill. Dollar. Es gehörte zuletzt dem russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew, der dafür 127 Mill. Dollar bezahlt hatte und wurde nun von Christie's in New York an einen Telefonbieter versteigert, für eben jene Rekordsumme von 450 Mill. Dollar. Ob es tatsächlich Leonardo da Vinci zugeschrieben werden kann, bezweifeln indes einige Experten – jedenfalls ist es mehrfach restauriert worden, wobei eine zu starke Übermalung an einigen Stellen bemängelt wird, bzw. an Gesicht und Haaren sei von der ursprünglichen Farbschicht zu viel abgerieben worden. Der Leipziger Kunsthistoriker Prof. Frank Zöllner hält das Bild für eine Werkstattarbeit – Leonardo selbst habe an dem Bild wohl „ vermutlich auch mitgemalt“, aber es spräche einiges dafür, „dass es von Schülern überarbeitet wurde“. www.christies.com

Aktionen & Projekte

Weltklimakonferenz: Globale Verpuppung

Hermann Josef Hack, Projekt „Globale Verpuppung“, Exponat „Rain Man“, 2017, Foto: Courtesy Hack

"Karneval im COP-Festzelt oder Wir schunkeln uns den Klimawandel schön“, notierte der Siegburger Künstler Hermann-Josef Hack in seinem Blog: der Weltklimagipfel COP in Bonn fiel nämlich zeitlich mit dem 11.11. als Beginn der Karnevalssession im Rheinland zusammen, und so sah man an jenen Gipfeltagen im Bonner Stadtbild viele Protest-Demonstranten im Karnevalskostüm. Für Hack ist das ein bisschen viel Folklore: dass zu solchen Gipfeltreffen kritische NGOs und ihre Aktivisten sowie diverse Kulturprogramme immer nur als atmosphärische Beigabe dabei sind, sozusagen als die Salatblatt-Garnitur auf dem Buffet der politischen Debatten, stört ihn. „Klimawandel ist eine kulturelle Frage“, sagt Hack, „insofern gehören neben Wissenschaftlern, Politikern und Wirtschaftsvertretern auch Künstler auf Augenhöhe an den Verhandlungstisch.“ Als die Delegierten der Konferenz wieder ihre Heimreise antraten, präsentierte Künstler Hack im benachbarten Siegburg sein Projekt „Globale Verpuppung“, das er während der Gipfeltage gemeinsam mit Schülern des örtlichen Anno-Gymnasiums realisiert hatte. Die Schüler hatten sich mit den Fragen auseinander gesetzt: „Können wir nach dieser Klimakonferenz wieder zur Routine unseres Alltags übergehen und es bei der Kritik belassen, es ist mal wieder außer vieler frommer Ankündigungen nichts Konkretes herausgekommen? Was macht das mit mir? Wie sehe ich mich betroffen? Als Opfer oder Täter, beides in einer Person? Was folgt daraus für meinen Alltag?“ www.hermann-josef-hack.de/cms/

Museen & Institutionen

James Rosenquist im Kölner Museum Ludwig

James Rosenquist, President Elect, 1960–61/1964, Centre Georges Pompidou, Musée National d’Art Moderne/Centre de Création Industrielle, Paris © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst Bonn, 2017, Foto: Courtesy of the Estate of James Rosenquist

Vom 18. November 2017 bis zum 4. März 2018 zeigt das Kölner Museum Ludwig die Ausstellung „James Rosenquist – Eintauchen ins Bild“. Der Künstler hat das Konzept und die Werkauswahl noch selbst autorisiert, bevor er am 31. März dieses Jahres starb. „Die Ausstellung verfolgt den zentralen Aspekt des 'Eintauchens ins Bild', wie der Künstler es selbst nennt, und bietet gleichzeitig einen breit angelegten Überblick des Schaffens von James Rosenquist. Die collagehaften Gemälde der 1960er-Jahre, aus denen deutlich Rosenquists Herkunft als Plakatmaler riesiger Werbeflächen am Times Square spricht, sind gleichermaßen zu sehen wie biografisch motivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Verarbeitungen kosmischer Raumphänomene in großformatigen späteren Gemälden.“ Als Pionier der Pop Art in den 1960er Jahren interessierte Rosenquist nicht etwa nur die lustig-bunte Welt der Reklame und die Ikonen der Konsumgesellschaft, sondern die politische und soziale Dimension von Wahlplakaten, Zeitungscovern und anderen Quellen: für seine Rauminstallation „F 111“ aus dem Jahr 1964 wählte er als Hauptmotiv ein Kampfflugzeug, das er in einer verstörenden Weise mit Motiven des Alltagskonsums verband. Bei seinem Werk „President Elect“ übernahm er ein Porträt von einem Plakat, mit dem sich John F. Kennedy 1960 um das Präsidentenamt bewarb – die Datierung des Werks enthält ebenso die Jahreszahl 1964, ein Jahr nach Kennedys Ermordung, als es in der US-Politik turbulent zuging. In Folge der Kuba-Krise hatte Kennedy nämlich ein Eingreifen der US-Streitkräfte in den Vietnamkrieg angeordnet; ab 1962 flog die US-Luftwaffe Kampfeinsätze gegen Nordvietnam. Rosenquists „F 111“-Installation entstand vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund, dass der US-Kongress mit seiner „Tonkin-Resolution“ 1964 alle Militäreinsätze gegen Vietnam auch ohne förmliche Kriegserklärung legalisierte und dem Kennedy-Nachfolger Präsident Lyndon B. Johnson damit freie Hand ließ, die Bombardements von nun an zu intensivieren. Das Meinungsforschungs-Institut Gallup registrierte in seinen Umfragen aber erst ab 1966/67 eine wachsende Abneigung der Amerikaner gegen den Vietnamkrieg – Rosenquists Werk spiegelt also noch nicht jene Anti-Kriegs-Haltung wider, die wesentliches Vehikel der Protestbewegung der späten 1960er Jahre war, nimmt aber an Zeitstimmung schon einiges vorweg. Von allen Pop Art-Künstlern seiner Generation war James Rosenquist vielleicht wohl derjenige, der am deutlichsten auch politische Botschaften in seinen Arbeiten kommunizierte. www.museum-ludwig.de

Kulturpolitik

100 jahre bauhaus 2019: Das „Netzwerktreffen

Alle Akteure und Partner des großen bauhaus100 Programmkonferenz am 8.11.2017 in Dessau, Foto: Doreen Ritzau

Am 8. November trafen sich in Dessau mehr als 80 Vertreter der rund 50 Institutionen und Partner, die sich beim Veranstaltungsreigen zu „100 jahre bauhaus“ 2019 beteiligen werden. Das „Netzwerktreffen“ diente der internen Information und dem gegenseitigen Kennenlernen. 2019 werden nicht nur die Bauhaus-Stätten in Weimar, Dessau und Berlin Ausstellungsprogramme anbieten, sondern auch etliche andere Institutionen aus insgesamt elf Bundesländern. Das Jubiläumsjahr startet mit einem einwöchigen „Eröffnungsfestival“ in Berlin mit Musik, Tanz und Performances. Zu den vier Programmschwerpunkten des Jubiläumsjahres gehört ferner eine „Grand Tour“, die viele der mit dem Bauhaus verbundenen Orte in Deutschland für Touristen untereinander vernetzt. Auch im Ausland wird unter dem Titel „Bauhaus Imaginista“ die internationale Ausstrahlung der Schule in Ausstellungen und Symposien untersucht werden. Schließlich soll das Vermittlungsprogramm „Bauhaus Agenten“ neue Formate für die Museen des 21. Jahrhunderts erproben und die zentrale Frage nach den Impulsen des Bauhauses für Gegenwart und Zukunft auch für Schulen und Schüler attraktiv machen. Der Bund unterstützt das Bauhaus-Jubiläum mit 52 Millionen für neue Museumsbauten in Berlin, Dessau und Weimar. Die Kulturstiftung des Bundes spendiert insgesamt 16,5 Mio. Euro für das Jubiläumprogramm. (R.B.)

Personalien

Kunsthalle Tübingen: neue Direktorin

Dr. Nicole Fritz, neue Direktorin der Kunsthalle Tübingen, Foto: Susi Donnerstag

Dr. Nicole Fritz ist ab dem 1. Januar 2018 Direktorin der Kunsthalle Tübingen und alleiniger Vorstand der Stiftung Kunsthalle Tübingen. Sie promovierte 2002 über Bewohnte Mythen. Joseph Beuys und der Aberglaube und war anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthalle Baden-Baden, Kunstkoordinatorin an der Stuttgarter Akademie Schloss Solitude und Kuratorin an verschiedenen Instituten. 2011 wurde sie Leiterin des damals noch im Bau befindlichen Kunstmuseums Ravensburg. www.kunsthalle-tuebingen.de

Messen & Märkte

Cologne Fine Art

Cologne Fine Art, Pressefoto: Koelnmesse

Die Cologne Fine Art (23.-26. Nov. 2017) hat sich in den vergangenen Jahren von einer Antiquitätenmesse mehr und mehr zu einer Veranstaltung weiter entwickelt, deren Programm bis in die Gegenwart reicht. Bereits vor zwei Jahren führte man dazu eine Plattform „Cologne Fine Art Contemporary“ ein. Das Erscheinungsbild komtm beim Publikum gut an – im vergangenen Jahr kamen 16.000 Besucher. Damit bietet der rheinische Kunsthandelsmarkt München Paroli, wo im Herbst immer jeweils drei Messen mit älterer Kunst stattfinden: gelten Berlin und Köln als Zentren des Handels mit moderner und zeitgenössischer Kunst, so kann München für sich die Rolle eines Mekkas für Sammler alter und neuer Meisters für sich reklamieren. Außerdem kündigt die Cologne Fine Art nunmehr eine neue Parallelmesse an: nachdem schon in den vergangenen Jahren „das Thema Design im Bereich klassischer Automobile als Beispiele für Angewandte Kunst auf der Messe aufgegriffen“ wurde, ging die Messeleitung nun mit RETRO CLASSICS® COLOGNE eine Partnerschaft ein. Der Co-Veranstalter Retro Messen GmbH präsentiert auf 66.000 qm „historische Fahrkultur“, vulgo: Oldtimer. Für die Veranstalter ist die Standortwahl für solch eine historische Auto-Messe stimmig: schließlich erfand Nikolaus Otto um 1862 in Köln den Otto-Viertakter-Motor und gründete dort dann auch zusammen mit Eugen Langen 1872 die erste Gasmotorenfabrik, die heutige Deutz AG. In diesem Unternehmen waren Wilhelm Maybach 1873 Leiter des Konstruktionsbüros und Gottlieb Daimler Leiter der Werkstatt: beide entwickelten den Otto-Motor zur Serienreife weiter und präsentierten 1885 das erste Motorrad und 1886 eine Motorkutsche – im Prinzip das weltweit erste Automobil. Erst 1887 ließ sich Gottlieb Daimler schließlich in Cannstatt nieder. In unmittelbarer Nachbarschaft des heutigen Kölner Messegeländes entsteht auf den industriellen Brachflächen zwischen den Stadtteilen Deutz und Mülheim eine neue Siedlung, deren Straßen dann nach Pionieren der Industriegeschichte benannt werden sollten. www.colognefineart.de

Hochschulen

Mainz: Vortrag von Dieter Daniels

Prof. Dieter Daniels, Foto: Thorsten Hattenkerl

Dieter Daniels, Professor an der HGB Leipzig und Fellow des Gutenberg Forschungskollegs an der Kunsthochschule Mainz, hält dort in Mainz am 21. November 2017 einen Vortrag zum Thema "The revolution will (not?) be televised? Zur Rolle von Video in politischen Umbruchsituationen". Daniels schrieb früher als Kritiker auch für "Kunstforum" und wurde 1991 von Heinrich Klotz ans ZKM Karlsruhe zum Aufbau der Videoabteilung geholt. www.kunsthochschule-mainz.de

Aktionen & Projekte

Mit Geld spielt man nicht

Hans HS Winkler, Eichhörnchen, Courtesy: Winkler

Vom 16. November 2017 zum 9. Februar 2018 stellt der Künstler Hans HS Winkler in der Berliner Galerie M seine Geld-Projekte vor („Mit Geld spielt man nicht“). Zu den Projekten gehört ein „Finanzmuseum“ mit „Geschichten über ungewöhnliche Banküberfälle, 'Anarchisten-Banker' oder Spekulanten... Letztendlich zeigt es den Einfluss des Geldes:  wo es Geld und Banken gibt, gibt es auch Kriminalität...“ Der Ausstellungsraum bietet außerdem Einblicke in ein Archiv mit diversen individuellen und künstlerischen Arbeiten zum Thema Geld. Zur Vernissage führt Winkler die Regionalwährung „Marzahner“ ein, deren Motive die Ausstellungsbesucher auswählen und die der Künstler dann in der unmittelbaren Umgebung in Umlauf bringt. www.hswinkler.de

Ausschreibungen

ADKV-Kritikerpreis

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) lobt für freischaffende Kunstkritiker den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2018 aus (3.000 Euro). Einzureichen sind als PDF-Dokument (max. 19 MB) veröffentlichte Texte: zwei kürzere Kritiken oder Kolumnen oder kunstkritische Kommentare im Umfang bis 6.000 Anschläge, eine längere Ausstellungskritik oder ein längeres kunstkritisches Feature im Umfang bis zum 12.000 Anschläge, ein längerer monografischer Text über eine/n KünstlerIn oder ein kunstkritischer Essay, Biografie. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018. Bewerbung nur per E-Mail an kunstkritik@kunstvereine.de 

Museen & Institutionen

Philipp Fürhofer in der Schirn Kunsthalle

Philipp Fürhofer. [dis]connect, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

Bis zum 21. Januar 2018 präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt im Rahmen der Ausstellung „Diorama. Erfindung einer Illusion“ eine raumgreifende Installation von Philipp Fürhofer. „Mit seiner eigens für die Schirn-Rotunde entwickelten Arbeit [dis]connect verwandelt der Künstler den Rundbau in einen Raum der Illusion. Unter dem Einsatz von Licht und Spiegeln lässt er zwei räumliche Situationen entstehen. Die eine spiegelt die Erdgeschoss-Architektur der Rotunde und die Besucher selbst, die andere erzeugt eine endlose Spiegelung des Rundbaus nach oben – eine perfekte Illusion, in der sich die Besucher verlieren können.“ Der illusionistische Raum ist im Außenbereich der Schirn frei zugänglich. „Unter Einsatz von Licht- und Spiegeleffekten macht sich der Künstler die Architektur der Rotunde zu Nutze, um uns zu zeigen, wie wir uns täuschen können: Er legt die Illusion offen...“ www.Schirn.de

Aktionen & Projekte

Kommen Sie nach Hause

Illustration zur Ankündigung

Seit 1999 führt die Kölner Künstlerin Steff Adams in ihrer Wohnung und in Gatswohnungen in anderen Städten (darunter Sao Paulo, Madrid, Tokyo und New York) temporäre Ausstellungen unter dem Motto „Kommen Sie nach Hause“ durch. Die nächste Station dieser Wanderausstellung ist ihre Wohnung am Gereonswall 27a vom 24. bis zum 26. November 2017. Befreundete Künstler stellen kleinformatige „Nebenprodukte“ ihrer Arbeit, die sie sonst nicht ausstellen würden, zur Verfügung. Es sind oft unfertige, manchmal auch experimentell-verspielte Exponate, die im offiziellen Ausstellungsbetrieb keinen Platz hätten, hier in einem rein privaten Rahmen mit einber „Verschmelzung von Kunst und Alltag“ jedoch schon. Bislang haben sich etwa 100 Künstler an der Aktion beteiligt. www.kommensienachhause.de

Aktionen & Projekte

Berlin: Translations

© Anna Faroqhi & Haim Peretz

In der Galerie im Saalbau von Berlin-Neukölln zeigen Anna Faroqhi und Haim Peretz vom 17. November 2017 bis zum 18. Januar 2018 die Ausstellung "Translations". Sie stellt "stellt gegenwärtige Geschichten von Flucht und Vertreibung in den Mittelpunkt. Erinnerungen geflüchteter Menschen an einzelne Stationen ihres Weges werden mittels Video, Fotografie, Musik, Text und Zeichnung in andere Erzählweisen übertragen, die den emotionalen Eindrücken und Sehnsüchten sowie traumatischen Erlebnissen eine neue ästhetische Form verleihen. An diesem künstlerischen Übersetzungsprozess" sind auch andere Beteiligte aktiv eingebunden, indem sie "indem sie Szenen zeichnerisch und filmisch umsetzen" oder die Geschichten vorlesen und Lieder vortragen. Durch diesen künstlerischen Transfer werden neue Perspektiven und Details erkennbar, die unerwartete Facetten von Fluchterfahrungen offenlegen." Für den 21. Dezember 2017 ist außerdem ein Filmabend angekündigt. www.kultur-neukoelln.de

Museen & Institutionen

Georg Eisler in Salzburg

Georg Eisler Fußgeherzone, 1989 Öl auf Leinwand, Museum der Moderne Salzburg, Schenkung des Georg und Alice Eisler-Stiftungsfonds für bildende Künstler und Komponisten, © Bildrecht, Wien 2017, Foto: Rainer Iglar

Im Salzburger Rupertinum ist die Ausstellung Georg Eisler – Welt-Anschauung vom 18.November 2017 bis zum 8. April 2018 zu sehen. Anlässlich einer Schenkung des Georg und Alice Eisler-Stiftungsfonds widmet das Museum der Moderne Salzburg dem Maler Georg Eisler (1928-1998) eine umfassende Einzelausstellung. Der Sammlungsbestand des Museums umfasst nun rund 300 Werke des Künstlers. Neben Gemälden und Papierarbeiten zu Themen wie „Heimkehr und Erinnerung an das Exil“ oder atmosphärischen Werken zu „Jazz und Nachtclubs“ liegt das Hauptaugenmerk der Ausstellung auf Bildern von Menschenansammlungen, Demonstrationen und kritischen Darstellungen zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen Polizei und Demonstranten („Masse und Macht“). Die Familie musste 1936 emigieren; der junge Eisler wuchs in Moskau, Prag und London auf, bevor er 1946 nach Wien zurück kehrte – dies reflektiert er in seinen „Exil“-Bildern. Dass er künstlerisch auch das Themenfelds „Jazz“ bearbeitete als Ausdruck seines Faibles für Musik, ist nicht ungewöhnlich: sein Vater Hanns Eisler, ein Schönberg-Schüler, zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jh.; einige seiner bekanntesten Werke schuf er zusammen mit Bert Brecht, komponierte auch die Nationalhymne. Sein Sohn Georg wurde als Maler im Exil von Oskar Kokoschka unterrichtet, er machte sich als Porträtist einen Namen, und bei seiner Konzentration auf Sujets des Alltäglichen kann man ihn in gewisser Weise auch als einen modernen Nachfahren der klassischen Genremalerei sehen. www.museumdermoderne.at

Museen & Institutionen

Stiftung Bauhaus erwirbt Arndt-Nachlass

Alfred Arndt, o. T. (Materialstudie aus dem Vorkurs-Unterricht bei Johannes Itten), 1921 Copyright: Stiftung Bauhaus Dessau (I 51202) / Archiv Alfred und Gertrud Arndt, Hugo Arndt / © (Arndt, Alfred) VG Bild-Kunst, Bonn 2017

2019 steht das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ an. Gegründet wurde das Bauhaus 1919 in Weimar von Walter Gropius als eine Kunstschule, die Kunst und Handwerk miteinander verbinden wollte. Angefeindet wurde das Bauhaus in den 1920er Jahren von rechten Parteien; ihnen war die Ausrichtung des Avantgarde-Instituts zu internationalistisch und zu modernistisch – nach der Landtagswahl in Thüringen 1924 bildeten der Thüringer Landbund, die konservativ-rechtsliberale Deutsche Volkspartei DVP und die nationalkonservative Deutsch Nationale Volkspartei DNVP eine Koalition, die dem Bauhaus die Mittel um 50 Prozent kürzte. Der Kölner OB Konrad Adenauer bot dem Bauhaus einen Umzug nach Köln an, gründete dann aber 1926 die Kölner Werkschulen. Stattdessen zog das Bauhaus 1925 nach Dessau um, wo nun zum Jubiläum ein neues Museum gebaut wird, um die rund 40.000 Objekte umfassende Sammlung besser präsentieren zu können als bisher. Zur Ergänzung dieser Sammlung erwarb die Stiftung Bauhaus Dessau 550 Werke aus dem Nachlass der Bauhauskünstler Gertrud und Alfred Arndt. Gertrud Arndt (1903-2000) wurde in der Bauhaus-Werkstatt für Weberei ausgebildet und profilierte sich als Porträtfotografin; Alfred Arndt leitete am Bauhaus die Bauabteilung. www.bauhaus-dessau.de

Museen & Institutionen

Münster: Impressionisten in der Normandie

Normandie-Landschaft mit Seine, Foto: Raap

Claude Monet (1840-1926) hat fast sein gesamtes Leben in Orten an der Seine oder in deren Nähe verbracht – auch der Ort Givenchy, wo er seinen berühmten Seerosenteich anlegte, liegt nur 3 km vom Seine-Städtchen Vernon in der Normandie entfernt. Die Einführung von Tubenfarben ab etwa 1840 ermöglichte den Malern nunmehr das Arbeiten in der freien Natur ohne zeitraubendes Anreiben von Pigmenten. An der Küste der Normandie mit ihrer zu fast allen Jahreszeiten immer rasch wechselnden Bewölkung beobachteten die Impressionisten die Änderungen des Tageslichts; und vor allem Claude Monet hat immer wieder das Glitzern des Sonnenlichts, Reflexionen und die Schatten von den Ufern an der Seine in seiner Lichtmalerei festgehalten. Für Kunsttouristen, die den Seerosengarten in Givenchy besuchen, ist diese Motivik auch heute gut nachvollziehbar, denn bis auf ein paar moderne Brücken hat sich die Uferlandschaft zwischen dem Industriegürtel von Paris und der Hafenstadt Rouen nur wenig verändert. Das Picasso-Museum Münster zeigt bis zum 21. Januar 2018 die Ausstellung „Impressionisten in der Normandie“. Seestücke von Johan Bartold Jongkind (1819-1891) verweisen auf die Ursprünge des Impressionismus – Jongkind, der das Küstenstädtchen Ètretat porträtierte, beeinflusste den jungen Monet. Die meisten Leihgaben in dieser Ausstellung stammen aus der Sammlung des Conseil de Normandie, der 60 Werke der „Preindre en Normandie“ zusammen getragen hat. www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Kulturpolitik

Berlin: Atelierprogramm

Kultursenator Dr. Klaus Lederer, Foto: SenKultEuropa

Berlins Kulturpolitiker haben die Prenzlauer Promenade im Stadtteil Pankow zur neuen „Atelier-Meile“ ausgerufen. Im Gebäude der einstigen Akademie der Wissenschaften der DDR haben jetzt schon 80 Künstler ihre Ateliers. Bis 2019 sollen insgesamt weitere 375 Künstler dort ihre Staffeleien und Werkbänke aufgestellt haben, außerdem sind Proberäume für Theater und Tanz eingeplant. Ursprünglich wollte der Senat in dem sanierungsbedürftigen Plattenbau Sozialwohnungen schaffen, gab aber schließlich dem Protest der Künstler nach. Bis 2021 will der rot-grüne Senat gar im Vergleich zu den 540 kommunalen Ateliers, die es heute gibt, in der gesamtem Stadt die vierfache Zahl an Arbeitsräumen für Künstler anbieten können. Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) hofft daher, bald auch das Gebäude der Hochschule für Schauspielkunst in der Schnellerstraße in sein Atelierförderprogramm einbeziehen zu können. Dass in der Hauptstadtfür die kommenden 25 Jahre Büroräume als Ateliers gesichert sind, feiert auch der Berliner BBK-Geschäftsführer Bernhard Kotowski als Erfolg. Es geht bei der Atelierförderpolitik aber nicht nur um die Bereitstellung von Flächen, sondern auch zu „bezahlbaren Konditionen“. Etwa 4.000 Künstler suchen in Berlin derzeit nach billigen Arbeitsräumen, doch dies wird gerade in den zentral gelegenen Stadtbezirken immer schwieriger. Nur in „tradierten Nebenlagen“ verzeichnet die IHK Berlin einen „Miet- und Nachfragerückgang“ bei den Gewerberäumen. Lederers Ziel, bis 2021 etwa 2000 kommunale Ateliers zur Verfügung stellen zu können, deckt mithin nur die Hälfte des jetzigen Bedarfs. Für Büroräume werden in Berlin je nach Lage bis zum 26 Euro/qm verlangt, bei innerstädtischen Fabriketagen zwischen 4 und 6 Euro/qm. Auf dem Immobilienmarkt konkurrieren Maler und Bildhauer auch mit den start ups der Kreativ- und Medienbranche, bei der eine „weiterhin starke Flächennachfrage“ besteht, doch, so die IHK: „Im innerstädtischen und stadtnahen Bereich ist weiterhin ein spürbarer Angebotsmangel zu verzeichnen.“ Wer indessen seine Medienkunstprojekte auch im südlichen Berliner Umland verwirklichen kann, hat dort bessere Chancen auf brauchbare und erschwingliche Räume.

Hochschulen

Streit um Kunstzensur

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, kritisierte die Zensur-Vorfälle an zwei deutschen Hochschulen: „Hochschulen sind öffentliche Räume und selbstverständlich gilt in ihnen die grundgesetzlich verbriefte Kunstfreiheit“. An der Georg-August Universität Göttingen veranlassten das Studentenwerk und die an einer Ausstellung beteiligten Künstler die Abhängung von 45 satirischen Werken. Einige Exponate wurden als sexistisch oder antisemitisch beurteilt. „Selbstzensur in Göttingen?“ titelte NDR.de. Pikant daran ist: ausgerechnet die Georg-August Universität Göttingen hat als eine Besonderheit ihrer Verfassung die „im Gründungsprivileg vom 7. Dezember 1736 erstmals festgeschriebene Zensurfreiheit“. Die von der Jüdischen Gemeinde Göttingen beanstandete Karikatur der Künstlerin Ulrike Martens zeigt Albert Einstein mit herausgestreckter Zunge und Schweineohren. Der Studentenwerks-Geschäftsführer Jörg Magull bestreitet antisemitische Absichten, denn die Karikatur habe doch nicht den Juden Albert Einstein darstellen wollen, sondern den „Menschen mit seinem Wortwitz und Humor“, räumte zugleich jedoch ein: „Wir haben aber nicht im Blick gehabt, dass dieser Eindruck durch das Bild entstehen könnte“. Der prüde ASTA und andere Studentengruppen wiederum störten sich an Motiven mit Brust-Dékolleté und entblößtem Gesäß in Zeichnungen der Künstlerin Maria Vina, die über die massiven Vorwürfe des Sexismus „erschrocken“ ist und ihre Arbeiten als „eher harmlos“ einstuft „im Vergleich zu dem, was in der Werbung zu sehen ist“. Für bedenklich hält diese Reaktionen auch Dr. Gisela Vetter-Libenow, Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover: „Über Kunst und Satire kann man debattieren und durchaus auch streiten. Wenn allerdings Zensur oder auch Selbstzensur erfolgt, ist das keine gute Lösung. Denn dann sind wir auf dem Weg in eine unfreie Gesellschaft.“ Um die dichterische Freiheit und deren Beschränkung geht es auch an der Alice Salomon Hochschule in Berlin-Hellersdorf. Dort läuft derzeit eine Online-Abstimmung, ob das Gedicht „avenidas“ des Lyrikers Eugen Gomringer an der Fassade übermalt werden soll. Die Gedichtzeile „Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“ (so die Übersetzung des spanischen Textes) könnten Frauen als „diskriminierend“ auffassen, meinten einige Hochschulangehörige. Der Dichter empfindet die Kampagne gegen ihn als „Vorgang einer Säuberung“ und beurteilt die Vorwürfe als „Dummheit“. Eugen Gomringer: „Diese Gendersprache und politische Korrektheit, das hat eigentlich mit diesem Gedicht, meine ich, gar nichts zu tun“. Der Journalist Philipp Kuhn kommentierte in „Die Welt“, dass sowohl in Göttingen als auch in Berlin-Hellersdorf aus diesen Auseinandersetzungen „die Kunst als Verlierer“ hervorgangen sei: „Es hat sich etwas verändert an deutschen Universitäten. Banalitäten werden skandalisiert, der Wunsch, alles richtig zu machen und auf jede Befindlichkeit zu achten, hat vielerorts Überhand genommen. Ständig fühlt sich jemand verletzt. Und die Unis spielen mehr oder weniger freiwillig mit...“

Messen & Märkte

Feriarte Madrid

Die Feriarte Madrid (16.-26. Nov. 2017) besteht nunmehr seit 40 Jahren und hat sich als Herbst-Messe für Kunst und Antiquitäten profiliert und hebt sich damit vom Programm der ARCO im Februar deutlich ab. Die 90 zugelassenen Galerien bieten Kunst an, die älter als 100 Jahre ist.

Museen & Institutionen

Limes-Museum: Neue Museumsdidaktik

Künftig sollen die Besucher des Limes-Museums in Aalen/Württemberg im Museum selbst 164 km entlang des einstigen römischen Schutzwalls Limes ablaufen können. Dafür soll „mit neuer Technik Geschichte zum Leben erweckt werden“. Eine Neukonzeption der Ausstellung für die Zeit nach dem jetzigen Umbau sieht spezielle Objektinszenierungen und Visualisierungen vor, um das Museum auf den „neuesten Stand der Museumsdidaktik“ zu bringen. Während der Baumaßnahmen ist bis Dezember 2018 ein Interimsmuseum im Haus der Stadtgeschichte zugänglich, wo wesentliche Teile der Dauerausstellung zu besichtigen sind. www.limesmuseum.de

Museen & Institutionen

Paderborn: MORE than ROME

Christoph Brech, Monsalvat (2012), 1-Kanal-Video (Farbe/Ton), 16:9, Full HD, 11′ 23″, Deutschland, Sammlung Goetz, München und Allegorie, entstanden 1736 für die Festarchitektur des „Mausoleum Liborianum“ im Hohen Dom zu Paderborn

Bis zum 1. Juli 2018 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn die Ausstellung „MORE than ROME“ mit Arbeiten des Münchener Foto- und Videokünstlers Christoph Brech. Die 18 Videos und 30 Fotos stehen in einem Dialog mit ausgewählten Stücken aus der Sammlung des Museums. So reflektiert das Video „Sounds of Raasay“ die Heimat der irisch-schottischen Mönche, die von dort einst zur Verbreitung des Christentums aufbrachen, und die Videoarbeit „Monsalvat“ zeigt ein „nächtliches Schwanenballett, gefilmt bei eisiger Kälte von einer Berliner Brücke aus. Die Tiere bewegen sich langsam im noch nicht zugefrorenen Bereich des Teiches...“ In zwei Leuchtkästen kombiniert Brech Röntgenbilder von einer Skulptur, die restauriert werden soll, mit einem künstlichen Hüftgelenk. Mit solchen Gegenüberstellungen von historischer Sakralkunst und medialer Gegenwartskunst will das Museum „den Besuchern auch einen neuen Zugang zu unserer Sammlung“ ermöglichen. www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Aktionen & Projekte

München: Specters of Communism

Specters of Communism, Illustrationsgrafik

Vor 100 Jahren endete ein Kapitel in der Geschichte des bürgerlichen Zeitalters: in Russland brach im Herbst 1917 die Oktoberrevolution der Bolschewiki aus, und in Deutschland brach am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 die „Novemberrevolution“ aus. Überall im Land gründeten sich Arbeiter- und Soldatenräte, in München rief Kurt Eisner (1867-1919) von der USPD nach dem Sturz des bayerischen Königs die sozialistische Räterepublik als „Freistaat Bayern“ aus und wurde zum ersten Ministerpräsidenten gewählt. 1919 wurde er von einem völkisch-nationalistischen Studenten ermordet. Zum hundertsten Jahrestag dieser Ereignisse veranstaltet das Münchener Haus der Kunst das Festival Specters of Communism  (noch bis zum 21. 11.) als Veranstaltungsreihe „über das revolutionäre Jahrhundert. Dieses Festival will die facettenreichen Ausprägungen des globalen Kommunismus, die teils gegenläufig und teils erstaunlich parallel verliefen, nachzeichnen. Es ist als eine Abfolge von Live-Veranstaltungen konzipiert und versammelt Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kunst, Philosophie, Politikwissenschaft, Theater, Performance, Kunstgeschichte, Filmwissenschaft und Musik. Zentrales Anliegen ist, das historische Erbe des Kommunismus als wesentliches Element der künstlerischen, intellektuellen und politischen Gedankenwelt des 20. und 21. Jahrhunderts aufzufächern...“ Teilnehmer: Claudia von Alemann, Ulrich Brand, Igor Chubarov, Anthony Cokes, Zhiyuan Cui, David Ellerman, Devin Fore, Melanie Gilligan, Friederike Habermann, Sidsel Meineche Hansen, Detlef Hartmann, Michael Hirsch, Hon-Lun Yang, Meena Kandasamy, Lantian Xie, Tamara Levitz, Sajan Mani, Münchner Kammerspiele Ensemble, Fumi Okiji, Jay Pather, Benjamin Piekut, Qingmei Yao, Johannes Paul Raether, Raqs Media Collective, Adrian Rifkin, Denise Ferreira da Silva, Kerstin Stakemeier, Raul Zelik. www.hausderkunst.de

Aktionen & Projekte

Krems: Medienkunstgeschichte

Im Rahmen der Konferenz wird Werner Nekes (1944-2017) posthum der MediaArtHistories-Preis verliehen (Foto: Privat/Nekes)

Vom 23. bis 25. November 2017 findet die Konferenz „On the Histories of MediaArt, Science and Technology“ an der Donau-Universität Krems statt. Die Konferenz wird alle zwei Jahre auf einem anderen Kontinent veranstaltet. Rund 100 Referenten halten dann ihre Vorträge zur Medienkunstgeschichte. „Die Auswirkungen der jüngsten Medienrevolution(en), neueste Verfahren auf dem Feld der Digital Humanities, die Archivierung und Bewahrung von Medienkunst oder die kritische Auseinandersetzung mit unserem digitalen Leben sind nur einige der Themen, die bei der 7. Weltkonferenz „On the Histories of MediaArt, Science and Technology“ dieses Jahr in Krems diskutiert werden.“ Einführungsvorträge zu den einzelnen Themenkomplexen der Kunst-, Wissenschafts-, Mediengeschichte und Digital Humanities halten u.a. Martin Kemp, Wendy Hui, Sarah Kenderdine und Morten Søndergaard. www.digitalartarchive.at

Aktionen & Projekte

Was sind die Wolken?

Ana Torfs, Story Generator, Installationsansicht Vlaams Bouwmeester, Brüssel 2015

Iris Dressler und Christine Peters kuratieren die Ausstellung „Was sind die Wolken?“ im Kunstgebäude Stuttgart und nehmen dabei das 500jährige das Jubiläum der evangelischen Reformation zum Anlass, „um aus der Perspektive der Gegenwartskunst über Freiheit, Emanzipation und Imagination nachzudenken.“ Zentraler Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Kurzfilm "Che cosa sono le nuvole?" (Was sind die Wolken?) des italienischen Filmregisseurs Pier Paolo Pasolini von 1968. Ausgangspunktt des Films ist eine Aufführung von Shakespeares "Othello" als Marionettentheater. „Die Ausstellung greift die ästhetischen und diskursiven Ebenen von Widerstand und Partizipation sowie die politischen und sozialen Implikationen des Films auf und zeigt zeitgenössische künstlerische Reflexionen zu Freiheit, Emanzipation und Imagination. Bis zum 14. Januar 2018 ist in der Ausstellung 'Alexander Kluge. Gärten der Kooperation' im Württembergischen Kunstverein eine Hommage von Alexander Kluge an Pasolinis 'Was sind die Wolken?' zu sehen. www.kunstgebaeude.org/wolken/

Aktionen & Projekte

Bone-Festival

Das Berner Bone-Festival feiert vom 29. November bis zum 5. Dezember 2017 sein 20jähriges Bestehen. Die Auftritte im Schlachthaus-Theater von Bern widmen sich „der Performance als körperorientierte Darstellungsform. Wir stellen die Fragen, die bereits mit den Körper-Performances in den 70er Jahren gestellt wurden neu in einer Auseinandersetzung mit einer jüngeren Generation, die den Körper ganz selbstverständlich in den Fokus unserer Gesellschaft mit ihren heutigen Herausforderungen, Migration, Globalisierung, Medialisierung, fake reality, stellt.“ Kuratorinnen des Jubiläums-Festivals sind Sybille Omlin und Christiane Krejs. www.bone-performance.com

Ausschreibungen

Gravenhorst-Stipendium

Das DA (Denkmal-Atelier) im Kunstkloster Gravenhorst ist „eine Produktions-und Kommunikationsstätte für Gegenwartskunst, Kunstdiskurs und Kunstvermittlung“. Dazu schreibt das DA Kunstkloster Gravenhorst ein Projektstipendium aus, der einen kommunikativen, partizipatorischen oder interaktiven Charakter haben soll. Denkbar sind gemeinschaftsorientierte öffentliche oder auch ortsbezogene Kunstprojekte oder prozesshafte „erfahrungsorientierte“ Aktionen. Es gibt keine feste Residenzpflicht, sondern lediglich eine mit der Leiterin abgesprochene Aufenthaltsdauer. Eine Bewerbung m uss bis zum 19. Januar 2018 erfolgen. Ausgewählte Bewerber nehmen dann im Juli 2018 an einer Ideenwerkstatt teil und müssen dann bis zum 24. August 2018 eine Projektskizze ausgearbeitet haben. Sie bekommen für das Projektexposé 500 Euro Entwurfshonorar und bei Auswahl für die Realisierung ein Stipendium von 6.000 bis 8.000 Euro. Infos, Bewerbungsformular und Kontakt: www.bbk-bundesverband.de/fileadmin/wetpdf/gravenhorst2019.pdf

Aktionen & Projekte

Raumwelten-Kongress

Vom 22. bis zum 25. November 2017 findet in Ludwigsburg der Raumwelten-Kongress als „Plattform für Szenografie, Architektur und Medien“ statt. Die Veranstaltungsreihe wird in diesem Jahr auch erstmals von einem Filmprogramm begleitet. Aemilia Papaphilippou, die auch auf der diesjährigen documenta 14 vertreten war, präsentiert im Ehrenhof des Ludwigsburger Residenzschlosses die Videoinstallation „Chess Continuum _ Chaos Order Dance at the Court“. Das Vortragsprogramm bestreiten u.a. Peter Cachola Schmal, Leiter des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt, mit einem Referat, „wie digitale Technologien das Bauen und den physischen Raum beeinflussen“ und Tobias Nolte, Co-Founder von Certain Measures – Office for Design Science (Berlin / Boston). Er spricht darüber, „wie Mathematik und Big Data Architektur und unsere Raumerfahrung beeinflussen.“ www.raum-welten.com

Ausschreibungen

Hanna-Nagel-Preis

Der Hanna-Nagel-Preis, gestiftet von den seiner zeitigen fünf Karlsruher Präsidentinnen, wird an eine Bildende Künstlerin aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe vergeben werden. Die Auslobung richtet sich ausschließlich an Künstlerinnen über 40 Jahre. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro, einer Ausstellung in der Städtischen Galerie, einem begleitenden Katalogheft sowie einem Ankauf durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Abgabeschluss der Bewerbungen ist Freitag, der 12. Januar 2018. Kontakt: Stadt Karlsruhe, Kulturamt, Kulturbüro, Ulrike Settel­meyer, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe, Tel.: 0721 133-4005, E-Mail: ulrike.settel­meyer@kultur.karlsruhe.de, www.karlsruhe.de/b1/kultur/hannanagelpreis/HF_sections/content/

Aktionen & Projekte

Bonn: 0,0064 Megapixel

Achim Mohné, 0.0064 Megapixel, Bonn 2017, Fotocredit: koper-bonn.de

Bis zum 4. März 2018 zeigt der Künstler Achim Mohné auf dem Vorplatz zur Bonner Bundeskunsthalle eine Bodenarbeit 0,0064 Megapixel. Sie formt ein Bild aus 64.000 quadratischen Einzelplatten, mit denen er „aus dem digitalen Bildraum die weltweit bekannte Aufnahme der Erde, Earthrise, in den physischen (Bild-)Raum vor der Bundeskunsthalle“ transformiert, „indem er die digitalen Bildpunkte, aus denen die Vorlage besteht, mit einer entsprechenden Anzahl an Betonplatten zur Deckung bringt.“ Die Bildelemente entsprechen somit „einer digitalen fotografischen Auflösung von nicht mehr als 0,0064 Megapixeln. Das Bodenstück, das keine geometrische Orientierung an seiner Umgebung zu haben scheint, liegt tatsächlich entlang einer Nord-Süd-Achse, so dass es im rechten Winkel mit dem Gitter der virtuellen Karten erscheinen wird und bei Betrachtung in den Virtuellen Globen 'gerade' steht.“ Zum politischen Anspruch seiner Arbeit erklärt Achim Mohné: „Die Vereinigten Staaten haben dieses Bild möglich gemacht und haben damit die Umweltbewegung begründet und gerechtfertigt, aber heute ist die USA als der größte Boykotteur gegen das ernsthafteste aller Umweltproblem: die Klimakatastrophe.“ www.achimmohne.de

Museen & Institutionen

Digitales Grafikportal

Vorstellung des Grafikportals, November 2017, Courtesy: Kunsthalle Hamburg 

Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Philipps-Universität Marburg, sammelt seit mehr als 100 Jahren Fotografien zu historischn wertvollen Gebäuden und musealen Kunstwerken. Jetzt wurde dort auch ein digitales Grafikportal entwickelt, das als Fachdatenbank einen Fundus von 300.000 von grafischen Arbeiten auf Papier online zugänglich macht. Dieses Projekt wurde in enger Kooperation mit der internationalen Arbeitsgemeinschaft „Graphik vernetzt“ durchgeführt. Online sind nun Werke aus 24 europäischen Sammlungen, darunter die Kupferstichkabinette der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder der Hamburger Kunsthalle. Auch die Albertina und die MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung in Wien, die Graphischen Sammlungen der ETH Zürich und der Zentralbibliothek Zürich oder die Bibliotheca Hertziana – Max Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom sind in der Datenbank vertreten. Grafik war in früheren Jahrhunderten das wichtigste Medium der visuellen Verständigung, weil Auflagendrucke leichter zu verbreiten waren als Unikate. Aus konservatorischen Gründen bleibt heute jedoch vieles im Depot, und wo die alten Druckfarben nicht lichtecht sind, kann man die Blätter allenfalls für kurze Zeit in nur schwach ausgeleuchteten Räumen ausstellen. Der Mehrwert einer digitalen Präsentation in hoher optischer Qualität ist für Kunsthistoriker, Kunstpädagogen und andere Wissenschaftsbereiche offensichtlich. Die Datenbank ist zugänglich unter www.graphikportal.org

Messen & Märkte

Exponatec Cologne

Exponatec Cologne 2015, Foto: Courtesy Exponatec/Koelnmesse

Die Exponatec Cologne (22. bis 24. Nov. 2017) ist eine Museumsmesse, die alle zwei Jahre parallel zur Cologne Fine Art Fair stattfindet. Sie zieht jedes Mal etwa 4.000 Fachbesucher an, die sich um die neuesten Errungenschaften in der Ausstellungstechnik und über neue Materialien und Methoden zur Konservierung und Restaurierung informieren. Von speziellen Retuschierpinseln bis zur Beleuchtungstechnik, Equipment zur museumspädagogischen Vermittlung, Rahmungen und Sicherheitstechnik bieten die rund 190 Aussteller eine breite Palette an handwerklichen und multimedialen Möglichkeiten an. www.exponatec.de

Aktionen & Projekte

Berlin: Neues Skulpturen-Zentrum

Ostansicht Skulpturen-Zentrum - Kopfbau mit zweigeschossigem Restaurantbereich, Reiner Maria Löneke Architekten, Fotografie: bullahuth Fotografie und Gestaltung

Die Berliner Gießerei Noack fertigte Güsse der Skulpturen von Ernst Barlach, Henry Moore oder Georg Baselitz an: seit 130 Jahren wird das Unternehmen in Familienbesitz nun in vierter Generation geführt. Auf dem 10.000 qm großen Grundstück hat der Architekt und Künstler Reiner Maria Löneke nun neben der 2009 eröffneten neuen Gießerei ein Skulpturen-Zentrum mit 15 Ateliers, Galerie, Museum und Gastronomie gebaut, das im November 2017 eingeweiht wird.  Die Ateliers sind bereits vermietet, u.a. an Tony Cragg. Das "Museum, die acht Meter hohe Galerie und der sieben Meter hohe zweigeschossige Restaurantbereich mit dem davor gelagerten Skulpturgarten machen das Areal für die Öffentlichkeit erlebbar. Auch über den „Skywalk“, der durch alle Teile des Produktionsgebäudes führt, bekommen Besucher Einblicke in die Arbeit der Gießerei." www.loeneke-berlin.de/projekte/NO_Bildgiesserei_Noack.php

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