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Aktionen & Projekte

„ÜBER_DRUCK“

KOMBINAT, „ÜBER-DRUCK“, Pressebild

Paula E. Paul (Choreografin) und Sirko Knüpfer (Medienkünstler) haben sich zu „KOMBINAT kombiniert Tanz und Film“ zusammen gefunden und eröffnen am 12. Januar 2017 mit ihrem Stück „ÜBER_DRUCK eine Filminstallation mit Luftdruckobjekt“ das Festival „Made in Potsdam“. Sie haben dazu monatelang Menschen beobachtet, in deren Beruf der Umgang mit Druck eine besondere Rolle spielt. Das bedeutet Druckluft im physikalischen und meteorologischen Sinne, Druckereibetriebe (vom Pressen der Druckwalze leitet sich bekanntlich die Bezeichnung „Presse“ für Zeitungen und Zeitschriften ab): „Daraus entstand eine Serie von Kurzfilmen mit einem Meteorologen (Hoch- und Tiefdruck), einer Lehrerin für Business Yoga (Druckabbau), Wasserball-Spielern (Unterwasserdruck), einem Kursleiter für 1. Hilfe (Lebens-Rettungs-Druck), einer Cellistin (Aufführungsdruck), einer Papierrestauratorin (historischer Hochdruck) und einem Drucker (Zeitungsdruck) und vielen anderen Beteiligten...“ Da Festival findet im Potsdamer T-Werk statt.

Aktionen & Projekte

Zentrum für politische Schönheit: Holocaust-Mahnmal für AfD-Politiker

Zentrum für politische Schönheit, Aktion „Deine Stele“ in Bornhagen, 2017, Foto: Copyright Patryk Witt / Zentrum für Politische Schönheit

Das „Zentrum für politische Schönheit“ ist eine Gruppe von Kunstaktivisten um den Berliner Theatermacher Philipp Ruch. Die jüngste Aktion: von einem angemieteten Nachbargrundstrück aus betrieb das Zentrum eine „zivilgesellschaftliche Langzeitbeobachtung“ des AfD_Politikers Björn Höcke, sozusagen als „zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz“. Höcke hatte im Januar 2017 in seiner berüchtigten Dresdner Rede das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ diffamiert. Konsequenterweise errichtete das Zentrum für politische Schönheit daher vor dem Haus des Politikers in Bornhagen/Thüringen unter dem Arbeitstitel „Deine Stele“ ein Holocaust-Mahnmal mit 24 Beton-Stelen, die dem Berliner Original nachempfunden sind – als „Mahnmal der Verantwortung“. Fünf Jahre lang sollen die Stelen dort verbleiben, es sei denn, Björn Höcke leiste einen Kniefall, ähnlich wie Willy Brandt 1970 als Geste der Demut vor dem Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos im Zweiten Weltkrieg: Wie mdr Thüringen berichtete, bat der Landtagspräsident Christian Carius (CDU) „Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), gegen den - so wörtlich - 'moralisch kaschierten Psychoterror' vorzugehen“. Dagegen wehrte sich Dirk Adams, Fraktionschef der Grünen im Landtag: „Kunst muss und darf immer diskutiert werden, die Androhung der strafrechtlichen Verfolgung aber ist unzulässig - auch für den Präsidenten des Thüringer Landtags“. Das Zentrum für politische Schönheit fühlt sich juristisch auf der sicheren Seite: „Gerald Schneider, stellvertretender Landrat des Kreises Eichsfeld und verantwortlich für die Bauaufsicht sieht in der Anlage nach den vorliegenden Informationen keinen Verstoß gegen Gesetz“. Philipp Ruch ergänzte: „Bau- wie mietrechtlich sind die 24 Betonstelen vor Björn Höckes Haus dort fürs erste nicht weg zu kriegen“. www.deine-stele.de

Aktionen & Projekte

Anne Imhofs "Faust" - letzte Termine

Eliza Douglas in Anne Imhof, Faust, 2017. German Pavilion, 57th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia. Foto: © Nadine Fraczkowski.

Für ihre fünfstündige Performance "Faust" als Beitrag im deutschen Pavillon wurde Anne Imhof mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet. Zum Ende der Biennale ist die Arbeit am jetzigen Wochenende vom 23. bis zum 26. November zum letzten Mal zu sehen. Seit der Biennale-Eröffnung im Früjahr hat sich das Stück über Monate hinweg bis jetzt immer wieder verändert, denn Imhof hat es als "ein auf sieben Monate angelegtes Langzeitszenario aus performativer Dynamik, skulpturaler Installation, malerischer Setzung und präziser Choreografie der Sichtachsen und Bewegungen" konzipiert. Im Sommer hatte Hans-Ulrich Obrist in der Londoner Serpentine Sackler Galley die "Dornbracht Conversations" moderiert, in denen sich Anne Imhof und die Kuratorin Susanne Pfeffer erstmals nach der Preisverleihung öffentlich zu "Faust" äusserten. www.dornbracht.com

 

Kulturpolitik

Documenta-Defizit

Documenta Kassel 2017, Inschrift am Obelisk von Olu Oguibe, Königsplatz Kassel, Foto: S. Kallnbach

Inzwischen steht fest: das Defizit bein der diesjährigen Documenta kam allein durch den Standort Athen zustande, dort seien Budgets bei Personal-, Transport-, Raum- und Sicherheitspersonalkosten überschritten“ worden, teilte die Stadt Kassel nach einer Sitzung des Documenta-Aufsichtsrats mit. Das Defizit liegt nach vorliegenden Berechnungen bei 5,4 Mill. Euro; durch Bürgschaften in Höhe von 8 Mill. Euro haben die Stadt Kassel und das Land Hessen die Zahlungsfähigkeit abgesichert. Die nächste Documenta findet vom 18. Juni bis zum 25. September 2022 in Kassel statt. www.documenta.de

Galerien & Auktionshäuser

Kongress zum Superkunstjahr

Veranstaltungsplakat

Der BVDG-Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler ist Partner des „Frankfurter Allgemeinen Forums“ bei der Ausrichtung des Kongresses 'Kunstmarkt im Superkunstjahr 2017 – Trends und Treiber' vom 30. November bis 1. Dezember 2017 im Berliner Café Moskau und am 2. Dezember auf Schloss Neuhardenberg. „documenta in Athen und Kassel, Biennale in Venedig, Skulptur Projekte Münster, dazu zahlreiche Messen auf der ganzen Welt – nur alle zehn Jahre gibt es in der Kunstwelt eine Konstellation wie diese. Ist das Superkunstjahr 2017 einer der Haupttreiber im internationalen Kunstmarkt? Asien hat einen wachsenden Anteil am weltweiten Kunstmarkt und macht Europa zunehmend Konkurrenz. Großbritannien steigt gerade aus der EU aus. Welche Rolle spielt der Brexit für den globalen Kunstmarkt?... Wie haben sich die Markt- und Wettbewerbsbedingungen für Galerien und Auktionshäuser geändert?... “ Darüber diskutieren Georgina Adam (Financial Times, London), Dr. Fabian Bocart (artnet, New York), Dirk Boll (Christie`s, London ), Johanna Neuschäffer (EIGEN+ART LAB, Berlin, )Prof. Dr. Peter Raue (RAUE LLP, Berlin), Kolja Reichert (FAZ-Feuilleton), Thaddaeus Ropac (Galerist, Paris und London), Karin Schulze-Frieling (Galerie Utermann, Dortmund) und Wolfgang Ullrich (Kunstwissenschaftler, Leipzig). www.bvdg.de

Museen & Institutionen

Marina Abramović: The Cleaner

Foto: Marina Abramović Studio

Vom 24. November 2917 bis zum 11. März 2018 zeigt das Henie Onstad Kunstsenter in Oslo (Norwegen) die Ausstellung Marina Abramović – The Cleaner. Die Retrospektive mit einem Werküberblick über 50 Jahre ihres Schaffens war im Frühjahr in Stockholm und anschließend im Louisiana Museum von Humlebæk (Dänemark) zu sehen. Vom 20. April bis zum 12. August 2018 gastiert die Ausstellung dann in der Bonner Bundeskunsthalle. „Seit den frühen 1970er Jahren lotet Marina Abramovic in ihrem Schaffen die Schnittstellen zwischen Darstellender und Visueller Kunst aus. Sie kreist, obwohl selten offen politisch, um die Themen Macht und Hierarchie. Indem sie fundamentale Fragen unserer Existenz anspricht und nach dem Wesen von Verlust, Erinnerung, Schmerz und Vertrauen forscht, provoziert und berührt sie gleichermaßen.“ www.hok.no

Aktionen & Projekte

Gerhard Richter: Foucault'sches Pendel

Gerhard Richter, Foto: S. Kallnbach

Gerhard Richter schenkt den Bürgern von Münster ein Kunstwerk, das er für die Dominikanerkirche Münster plant. Er realisiert dort ein Foucault'sches Pendel, „das in der 29 Meter hohen Vierungskuppel der Barockkirche aufgehängt werden soll. Hinzu kommen vier sechs Meter hohe farbige Glasflächen, die vor den Wänden der Kuppel installiert werden. Sie reflektieren die Bewegungen des Pendels, den Kirchenraum und Besucher und schaffen so ein nie endendes Wechselspiel.“ Der französische Physiker Léon Faucault (1819-1868) hatte 1851 einen Versuch durchgeführt, bei dem er mittels eines langen sphärischen Pendels die Erdrotation veranschaulichte. www.uni-muenster.de/FB2/dominikanerkirche

Biennalen

Israel: The 3rd Mediterranean Biennale in Sakhnin Valley

Mediterranean Biennale 2017, Beduinenzelt, Foto: Renate Puvogel

Noch bis Mitte Dezember ist in einer kulturell wenig erschlossenen Region im Norden Israels die dritte Ausgabe der Mediterranean Biennale zu besich-tigen. Begründet wurde sie im Jahre 2010 von dem Künstler, Kurator und Direktor des ‚Arab Museum of Contemporary Art‘ (AMOCA) von Sakhnin Be-lu-Simion Fainaru und seiner Ehefrau, der Architektin Avital Bar-Shay. Die Ausstellung wurde in unmittelbarer Nachbarschaft von Haifas Hafen ausge-tragen, dicht gedrängt in Containern. Die diesjährige Biennale findet unter dem Titel „Out of Place“ in den Bergen Galiläas in dem fast ausschließlich von Arabern bewohnten Sakhnin und Umgebung statt. Die Werke, vorwiegend Fotografien und Videos, werden mitten in den beleb-ten Orten, in Betrieben wie Autowerkstätten, in Läden, einem Shisha-Lokal, einem privaten College, in einem Beduinenzelt und sogar in einer Moschee gezeigt. Soziale und politische Themen, speziell die Flüchtlingsfrage und auch religiöse und Geschlechter-Probleme werden Bild. Fainaru wohnt in Haifa und Antwerpen, er ist weit vernetzt. Sein Anliegen ist es, das lokale Künstlerpotential zu fördern, den Bezug zur arabischen Ge-schichte zu stärken, Kunst als Brücke zwischen den Kulturen zu nutzen und sie aus dem engen Kunstkontext hinaus mitten unter die Menschen zu tragen. www.mediterraneanbiennale.com

Personalien

Bodo von Dewitz gestorben

Bodo von Dewitz, Foto: Ulrich Tillmann, Köln

Bodo von Dewitz, ehemaliger Leiter der Sammlung Fotografie und stellvertretender Direktor am Kölner Museum Ludwig, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren. Er war seit 1985 Leiter des Agfa Foto-Historama im Museum Ludwig. 2005, als der Verkauf der Sammlung drohte, gelang es Bodo von Dewitz, die Sammlung als nationales Kulturgut anerkennen zu lassen und für das Museum Ludwig dauerhaft zu erwerben. www.museum-ludwig.de

Biennalen

Frankfurt: B 3-Biennale

Candice Breitz

Die Frankfurter B 3-Biennale (28.11. - 3.12. 2017) ist als „Biennale des bewegten Bildes“ definiert. „On desire – Über das Begehren“ lautet das Leitthema. „Das Nachdenken über das Begehren/desire führt in eine komplexe Dramaturgie aus Innen- und Außenwelten und aus Übersetzungsfragen: In der Philosophiegeschichte wird die dt. Begierde (lat. Cupiditas) mit desire übersetzt, gleichwohl aber auch der Freud´sche Begriff des Wunsches. Während in der Rückübersetzung von désir / desire aus dem Französischen / Englischen ins Deutsche hingegen das Begehren die verbreitete Übersetzung ist.... Das Begehren nach Gegen- oder Ersatzwirklichkeiten findet sich früh in der Ausrichtung der Kinoindustrie auf Genres (Komödie, Science-Fiction etwa) und in zunehmender Ausdifferenzierung der Postproduktion. Desgleichen wird im Zusammenhang mit Computerspielen und Social Media das psycho-soziale Argument der Ersatzbefriedigung, der Entlastung, auch der künstlichen Vervollkommnung (Avatare), der Simulation und Immersion, allgemein: des Begehrens nach Surrogaten angeführt..." Organisatorisch ist die Biennale in die drei Module „Parcours“, „Festival“ und „Campus/Markt“ aufgeteilt.U.a. Kommt der Künstler Julian Rosefeldt mit einem eigens für diese Biennale inszenierten Werk nach Frankfurt, ebenso die südafrikanische Videokünstlerin Candice Breitz. www.b3biennale.de

Messen & Märkte

Philipp Kaiser Kurator auf der Art Basel Miami Beach

Philipp Kaiser, Foto: S. Kallnbach

2017 kuratiert Philipp Kaiser den Public Sector auf der Art Basel in Miami Beach (7.-10. Dez. 2017), und zwar zum Thema „Territorial“. Austragungsort der Open air-Ausstellung ist der Collins Park. Dort inszenieren die eingeladenen Künstler 11 ortsbezogene Werke. Teilnehmer sind die Künstler Frida Baranek, Yto Barrada, Daniel Buren, Abraham Cruzvillegas, Philippe Decrauzat, Noël Dolla, Cyprien Gaillard, Daniel Knorr, Harold Mendez, Manuela Viera-Gallo und Brenna Youngblood. Zum Thema „Terrorial“ sagt Philipp Kaiser: „Seit jeher ist die Skulptur territorial, kommandierend und autoritär. Selbst wenn die Skulptur mit äußerster Zurückhaltung und Eleganz präsentiert wird, behauptet sie dennocj ihren eigenen physischen Raum, den wir zwangsläufig mit ihr teilen müssen.“. Die ausgewählten Arbeiten beanspruchen Raum oder Territorium vor allem durch Größe, Maßstab, Intensität oder Klang. www.artbasel.com/miami-beach

Museen & Institutionen

Die Kraft des Alters

Joyce Tenneson, Christine Lee, 2002, © Joyce Tenneson

Pablo Picasso schuf in seinen letzten Lebensjahren noch 200 Werke, bis er mit 91 Jahren starb. Auch Maria Lassnig arbeitete bis zu ihrem Tod mit 95 Jahren unermüdlich an ihrem künstlerischen Lebenswerk, Arnulf Rainer, Daniel Spoerri und andere sind auch noch jenseits ihre 80. Geburtstages beruflich aktiv. „Alter ist nicht nur ein biologischer Prozess, sondern auch eine kulturelle Konstruktion“, heißt es zur Ausstellung Die Kraft des Alters, die bis zum 4. März 2018 im Unteren Belvedere Wien läuft. Die Schau umfasst 174 Werke von 105 Künstlern, darunter u.a. Egon Schiele, Juergen Teller, Gustav Klimmt, Brigitte Kowanz oder Herlinde Koelbl. In der Gesellschaft grassiert der Jugendwahn, vor allem in der Werbung und in der Unterhaltungsindustrie, wo ältere Schauspielerinnen sich beklagen, jenseits des 55. oder 60. Lebensjahres bekämen sie kaum noch Rollenangebote. „Anti Aging“-Programme von Fitness-Päpsten und Kosmetikherstellern propagieren den Traum von ewiger Jugend und Schönheit. So ist denn diese Ausstellung auch ein Plädoyer dafür, nicht mehr „die 'Vergreisung' der Gesellschaft zu beklagen“, sondern sich stattdessen mit einer „Neudefinition der Lebensphasen“ auf eine „Altersbejahung“ einzulassen. www.belvedere.at

Museen & Institutionen

Frankfurt: A Tale of Two Worlds

Gego, Tronco n. 2, ca. 1975 Ausstellungsansich  MMK Museum für Moderne Kunst, © Fundación Gego, Foto: Axel Schneider

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main  koperiert mit dem Museo de Arte Moderno de Buenos Aires (Moderno) . Die Präsentation „A Tale of Two Worlds: Experimentelle Kunst Lateinamerikas der 1940er- bis 80er-Jahre im Dialog mit der Sammlung des MMK“ ist vom 25. November 2017 bis zum 2. April 2018 im MMK 1 und dann vom 7. Juli bis zum 14. Oktober 2018 im Moderno zu sehen. Die Schau umfasst 500 Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen von über 100 Künstlern aus Lateinamerika, den USA und Europa. "Obwohl die ausgestellten Werke unter unterschiedlichsten politischen, wirtschaftlichen und historischen Bedingungen entstanden sind, offenbart die Ausstellung beachtliche Parallelen in den Entwicklungen und Kreuzungspunkten aber auch unterschiedliche Ansätze... In den 1940er-Jahren entwickelte sich die Konkrete Kunst zum zentralen Genre der experimentellen Kunstwelt Lateinamerikas... Progressives Gedankengut verbreitete sich in zahlreichen Städten des Kontinents und bewirkte in der Kunstwelt einen gewaltigen Umbruch. Dieses avantgardistische Gedankengut bezog sich nicht nur auf die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft und das Vermögen der Kunst, diese zu verändern, sondern entsprang den realen gesellschaftlichen Umständen in Zeiten politischer Spannungen und Konflikte..." www.mmk-frankfurt.de

Biennalen

Biennale-Werke von Radenko Milak gehen an Folkwang Museum

Radenko Milak , Feuer, aus der Serie University of Disaster - Earth, Fire, Air, Water 2017 Aquarell auf Papier, 200 x 140 cm, courtesy Priska Pasquer, Köln

Nachdem die 57. Venedig Biennale ihrem Ende nahe kommt zieht die dort noch ausgestellte Werkgruppe University of Desaster - Earth, Fire, Air, Water des bosnischen Künstlers Radenko Milak (*1980) direkt im Anschluss weiter: Das Museum Folkwang in Essen hat die 4 Werke des Quadriptychons erworben. Die vier großformatigen Aquarelle (je 200 x 140 cm) aus dem Jahr 2017 stehen im Mittelpunkt der Präsentation, mit welcher der Künstler auf der diesjährigen Biennale von Venedig im Pavillon von Bosnien und Herzegovina vertreten war. Die Serie dreht sich um die Frage nach dem Umgang mit Desastern und der Möglichkeit, weitere Katastrophen in der Zukunft zu verhindern.

Personalien

Blalla W.Hallmann-Gedächtnisausstellung

Blalla W. Hallmann, Glückwunsch zum Muttertag, 1981, Öl auf Leinwand

Blalla W. Hallmann (bürgerlich Wolfgang Hallmann, 1941-1997), starb vor 20 Jahren im Alter von 57 Jahren an einer Krebserkrankung. Bekannt wurde er vor allem in den 1980er Jahren mit seinen garstigen Bildern, in denen er einen radikalen Antiklerikalismus und Antifaschismus visualisierte und diese Motive oft mit prallen erotischen Anspielungen garnierte. Höhepunkt seiner Karriere war eine Ausstellung mit seinen Hinterglasbildern in der Kölner Galerie von Rudolf Zwirner, die alle verkauft wurden. Zu seinem 20. Todestag zeigt die Stuttgarter Galeristin Helga Müller in ihrer Galerie Artlantis bis zum 24. März 2017 eine Gedächtnisausstellung mit Hallmann-Werken aus ihrem persönlichen Besitz. www.galerie-artlantis.eu

Preise

Msrg. Otto Mauer Preis

Toni Schmale, Selbstporträt, loch ist loch, Fotocredit: Toni Schmale

Toni Schmale wurde mit dem österreichischen Msrg. Otto Mauer Preis bedacht. Eine Ausstellung der Preisträgerin läuft bis zum 18. Januar 2018 im Wiener JesuitenFoyer. Zu ihrem bildhauerischen Werk heißt es: „Ihre Skulpturen, Performances, Zeichnungen, Animationen, Videos und Interventionen im öffentlichen Raum formulieren eine Kritik an den bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Schmales Werk hinterfragt stereotype Geschlechter-konstruktionen und Zuschreibungen. Ihre queer-feministische Sichtweise auf Macht, Kontrolle und Ordnung setzt sie selbstbewusst mit bildhauerischen Mitteln konsequent in Szene.“ www.otto-mauer-fonds.at/preis

Hochschulen

KHM Köln: Infotag

Die KHM-Kunsthochschule für Medien Köln lädt für den 6. Dezember 2017 zu einem Infotag ein. Wer zum Wintersemester 2918/2019 dort ein Diplom-Studium „Mediale Künste“ aufnehmen will, hat an diesem Tag von 19 bis 19 Uhr die Möglichkeit, an Führungen, Beratungen und Gesprächen mit Dozenten teilzunehmen und sich Projekte von Studierenden anzuschauen. www.khm.de

Museen & Institutionen

Salzburg: Raum und Fotografie

Sasha Stone Wenn Berlin Konstantinopel wäre, vor 1929 Positivmontage, Silbergelatineabzug auf Barytpapier © Museum Folkwang Essen

Um "Raum und Fotografie" sowie um die Veränderungen der Auffassung von Raum und " dessen medialer Darstellung aus historischer und globaler Sicht" geht es bei der Ausstellung im Museum der Moderne Salzburg vom 25. November 2017 bis zum 22. April 2018. Exponate von 35 Künstlern decken den Zeitraum vn 1860 bis heute ab. "Thematisch gliedert sich die Ausstellung Raum & Fotografie in sechs Kapitel, beginnend mit frühen Bildverfahren und experimenteller Fotografie als Urform des Mediums. Mit den technischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und damit einhergehenden neuen Methoden und Möglichkeiten der Kamera... beginnt das nächste Ausstellungskapitel. Dem 'Neuen Sehen', das im frühen 20. Jahrhundert durch die Entwicklung moderner Kameratechniken entstand und zusammen mit den Ideen des „Neuen Bauens“ eine Neubetrachtung des architektonischen Raums mit sich brachte, ist ein weiterer Themenschwerpunkt gewidmet... Die anschließenden Kapitel befassen sich mit der fotografischen Wiedergabe des gebauten Raums und dem Einfluss von Architektur auf die Gesellschaft..." www.museumdermoderne.at

Hochschulen

Zürich: Geschichte des Zeichenunterrichts

Albrecht Dürer, Der Zeichner des liegenden Weibes, 1525, aus: Underweysung der Messung, 1538, Holzschnitt. Graphische Sammlung ETH Zürich

Studenten der Kunsthistorischen Instituts der Universität Zürich unter Leitung des dortigen Lehrbeauftragen Michael Matile Grafken aus vier Jahrhunderten zusammengestellt und hinsichtlich ihres didaktischen Gehalts untersucht. Die Ausstellung wird bis zum 21. Januar 2018 unter dem Titel „Zeichenunterricht – Von der Künstlerausbildung zur ästhetischen Erziehung seit 1500“ in der Graphischen Sammlung der ETH Zürich gezeigt, als Beitrag zum 150jährigen Jubiläum der ETH. Albrecht Dürer (1471-1528) verfasste 1525 ein Fachbuch „Unterweysung der Messung“, in dem er das Prinzip der Zentralperspektive erläutert und dazu als Illustration eine Zeichnung „des liegenden Weibes“ beisteuert. Zunehmendes Interesse an naturwissenschaftlicher Erkenntnis führte zum Einsatz exakter Messung von Proportionen auch in der Kunst. Ästhetisch sind dabei seit der Renaissance die Skulpturen der Antike Vorbild – antike Posen bestimmen noch bis ins 20. Jh. die Unterweisung im Aktzeichnen an den Kunstakademien. Aktuelle Zeichnungen von Architekturstudenten ergänzen die Ausstellung und beweisen, dass auch im Zeitalter der Computergrafik für Architekten und Künstler die Handzeichnung immer noch wichtiges Ausdrucksmittel ist. www.gs.ethz.ch

Preise

zwei:eins -Preis

Kitti und Joy, Foto: Dominik Bindl

Kitti und Joy, Künstlerinnenduo aus München von Absolventinnen der dortigen Kunstakademie 2017, gewannen den Kunstpreis zwei: eins. Der Kunstpreis wird für eine Projektidee ausgelobt, die anschließend „gemeinsam mit einem weiteren Partner einer anderen Profession realisiert wird. Die nun ausgezeichneten Künstlerinnen Kitti & Joy haben mit Mon Müllerschön eine Projektpartnerin aus der Welt der Kunstberatung gewonnen. Mit ihrer Unterstützung werden sie ein Magazin für den Start in die Künstlerkarriere kreieren.“ www.zweizueins-kunstpreis.de.

Hochschulen

Dresden: Meisterschülerausstellung

Die Städt. Galerie Villingen-Schwenningen zeigt bis zum 17. Dezember 2017 die Meisterschülerausstellung der HfBK Dresden. Dafür hat eine dreiköpfige Jury, der zwei externe Kunstprofessoren aus München und Karlsruhe angehörten, aus 34 Wettbewerbsbeiträgen 15 Teilnehmer ausgewählt. Die Städt. Galerie Villingen-Schwenningen lädt regelmäßig Studierende deutscher Kunstakademien zu dieser Ausstellungsreihe ein. www.hfbk-dresden.de

Preise

Gottfried Brockmann Preis

Anne Steinhagen, testing A.21 2017, Ausstellungsansicht, Gottfried Brockmann Preis 2017, Stadtgalerie Kiel

Anne Steinhagen empfing den Gottfried Brockmann Preis 2017 der Landeshauptstadt Kiel (3.000 Euro). Mit der Auszeichnung werden junge Künstler bis 35 Jahre gefördert. Bis zum 18. Februar 2018 zeigt die Preisträgerin zusammen mit 14 weiteren Kandidaten ihre Arbeiten in der Stadtgalerie Kiel. Steinhagen nutzt verschiedene „Materialien und Medien, die sie zu äußerst komplexen Installationen verbindet. Im Zentrum ihrer multimedialen und atmosphärisch aufgeladenen Inszenierungen steht die Frage nach Objektivierung der gedanklichen Wahrnehmung und äußeren Realität.“ www.stadtgalerie-kiel.de

Aktionen & Projekte

„Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld“

Künstler-Fußgruppe im Ehrenfelder Karnevalsumzug, Foto: S. Kallnbach

„Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld“: diesen Ausspruch veröffentlichte der Buchhändler und Verleger Walther König vor vielen Jahren auf einer Postkarte. Inzwischen hat sich der einstige Arbeiter- und Industrievorort im Westen Kölns zu einem Künstler- und Szeneviertel gewandelt hier haben sich neben alteingesessenen Künstlern auch junge Designer und Start ups angesiedelt. Dazu hat der Autor und Arzt Dr. Peter Rosenthal nun zusammen mit diversen Co-Autoren eine Bestandsaufnahme des multi-kulturellen Lebens dort zusammen getragen, die unter eben jenem Titel „Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld“ im Verlag der Buchhandlung Walther König erschien. "Kunstforum"-Mitarbeiter Jürgen Raap steuerte einen Text über den Ehrenfelder Karneval bei. Am 30. November 2017 findet um18.45 Uhr eine öffentliche Buchvorstellung mit Musik in den Balloni-Hallen (Ehrenfeldgürtel 88-94) statt.

Hochschulen

München: Struktur der Emotionen

Im Laufe des aktuellen Wintersemesters findet an der Kunstakademie München eine interdisziplinäre Vortragsreihe Politik der Emotionen / Macht der Affekte statt. Am 28. November 2017 "präsentiert die israelische, in New York lebende Künstlerin Keren Cytter unter dem Titel Struktur der Emotionen ihre Arbeiten im Rahmen der Vortragsreihe. Cytters vielfältiges künstlerisches Schaffen, das neben Romanen vor allem Theaterperformances und eine beachtliche Menge an Videoarbeiten umfasst, dreht sich immer wieder um fast unentrinnbar er-scheinende Mechanismen emotionalen Verhaltens und affektiv aufgeladene Kommunikationsmuster. Viele ihrer Werke zeigen emotionsgesättigte häusliche Dramen und tagtägliche Konflikte, in denen sich nicht zuletzt auch die affekti-ven Strukturen größerer sozialer Zusammenhänge zu spiegeln scheinen." Die Kunstakademie München unterhält für solche Projekte ein Institut für interdisziplinäre Studien. www.adbk.de

Ausschreibungen

Finnischer Pavillon Biennale Venedig

Frame Contemporary Art Finland ruft zu Vorschlägen für den Finnischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2019 auf. Projekte können von Kuratoren in Zusammenarbeit mit einem Künstler oder mehreren Künstlern eingereicht werden. Eine Jury wählt dann im April 2018 den Beitrag aus, der 2019 in Venedig realisiert wird. Einer der Künstler muss finnischer Staatsbürger sein oder in Finnland leben. Deadline ist der 10. Januar 2018. Infos und Kontakt: raija.koli@frame-finland.fi

Aktionen & Projekte

Myth, Music and Electricity

Herkulessaal München, Courtesy artgenève

Augustin Maurs kuratiert eine Veranstaltungsreihe, deren Fokus auf ephemeren und musikalischen Werken von bildenden Künstlern liegt. Die zweite Ausgabe trägt den Titel „Myth, Music and Electricity“ und findet am 29. November 2017 im Münchener Herkulessal statt. Auf den Namensgeber dieses Ortes bezieht sich auch die thematische Struktur des Konzertabends: „Insbesondere eine weniger bekannte Geschichte in der Mythologie von Herkules, die davon handelt, wie er als Kind seinen Musiklehrer Linos erschlug, als dieser seine Musikalität infrage stellte... Der Herkulessaal, der normalerweise eine Bühne für Orchester und Kammermusikensembles ist, wird zum Gastgeber für eine Reihe musikalischer und performativer Arbeiten, vor allem für elektromechanische Musikinstrumente. Dazu zählen ein Bassgitarren-Ensemble (Angela Bulloch), ein Set mit 12 Turntables (PPKK), Signale des Solarwinds, Aurora borealis und andere magnetische Stürme (Nina Canell & Robin Watkins) und eine Orgelpfeife (Annika Larsson)...“ Künstlerliste: Monica Bonvicini, Angela Bulloch, Nina Canell & Robin Watkins, Annika Larsson, Susan Philipsz, PPKK (Schönfeld & Scoufaras), Karin Sander, Louis-Philippe Scoufaras sowie Phillip Sollmann. www.facebook.com/events/284486665400426

Aktionen & Projekte

Moskau: Analog-Performance

Ulrika Eller-Rüter, Performance =analog= ,  Studio-Aufnahme Wuppertal,  Juli 2017, Foto: Friedemann Geisler

Zu ihrer Einzelausstellung in der Städtischen A 3 Gallery von Moskau führt die Wuppertaler Künstlerin Ulrika Eller-Rueter auch eine Performance auf. Sowohl in ihrer Malerei als auch in der Performance verfolgt sie das Prinzip des Analogen als Konzept. Von seiner klassischen Wortbedeutung her meint die Vokabel „analog“ = „verhältnismäßig“ und beschreibt einen Sachverhalt so, dass er „einem anderen entspricht“. Ulrika Eller-Rueter visualisiert dies am Phänomen des Schattens: In ihrer Malerei werden „Schatten zu Protagonisten. Sie beherrschen, in leuchtenden Farbkontrasten flüchtig hin gemalt, die Bildfläche als Sujet. Die 'Schattenwerfer' sind nur noch im Anschnitt auszumachen, scheinen dem Blick gerade zu entfliehen.“ In der Performance wird eine zweite Wirklichkeitsebene thematisiert, nämlich der Schatten im öffentlichen Raum, der aber dann künstlerisch auf der Leinwand fixiert und in der Ausstellungssituation im Innenraum präsentiert wird. Als Performerin inszeniert Ulrika Eller-Rueter aus einer Bewegung heraus Schatten in einem Wechselspiel von Real-Projektion mit Lichtmalerei und live von ihr selbst gesungenen Klangcollagen aus Arien und Liedern unterschiedlicher Musikepochen..." Die Schatten-Performance zeigt die Ausstellung in einem zweiten Gesicht...“(Ausstellung 12.12.-24.12. 2017). www.a3gallery.ru

Aktionen & Projekte

Düsseldorf: ECH_O_KAMMER

Thomas Woll, ECH-O-KAMMER, Foto: Rainer Junghanns

Jahrelang arbeitete der Düsseldorfer Bildhauer Rainer Junghanns in seinem Atelier in den Erdgeschossräumen eines Hauses in der Sonderburgstraße in Düsseldorf-Oberkassel. 2009 änderte er die Nutzung als Initiator und Mitbegründer des „RAUM für Kunst - RAUM e.V“. Zusammen mit Matthias Erntges als Kurator konzipierte er diese Adresse als Projektraum für raumbezogene Inszenierungen. Neben gelegentlichen Präsentationen von Junghanns selbst konnten hier eingeladene Künstler Projekte abseits des Mainstream-Kunstbetriebs realisieren. Künftig werden solche Aktionen woanders stattfinden. Zum Abschluss verwandelt Thomas Woll die Räume in eine „ECH_O-KAMMER“, während Rainer Junghanns als seinen Beitrag fotografische Detaileindrücke von dieser Rauminszenierung als „Curator’s View by Rainer Junghanns“ präsentiert (bis 9. Dez. 2917, Sonderburgstr. 2, Düsseldorf). www.rainer-junghanns.de

Museen & Institutionen

Saarbrücken: Erweiterungsbau eingeweiht

Außenaufnahme Moderne Galerie Saarlandmuseum

Mit der Einweihung eines Erweiterungsbaues hat die Moderne Galerie des Saarlandmuseums in Saarbrücken unlängst ihren Betrieb wieder aufgenommen und kann nun die Sammlungsbestände auf einer zusätzlichen Ausstellungsfläche großzügiger präsentieren. Schwerpunkte der Sammlung bilden u.a. die Malerei der Berliner Secession, der deutsche Expressionismus sowie die Kunst der École de Paris und des Informel. Das Museum beherbergt außerdem den Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko. www.kulturbesitz.de

Museen & Institutionen

Jakub Nepras im Kunstforum Regensburg

Jakub Nepras, Crystal

Ab dem 23. November 2017 präsentiert das Museum Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg unter dem Titel Invisible outer space Videoskulpturen von Jakub Nepras. „Für den Objekt- und Medienkünstler Jakub Nepraš ist die Welt ein Superorganismus - was ihn interessiert, ist das Verhältnis zwischen diesem Superorganismus und dem Einzelnen. Die Inspirationen für seine Kunst findet Nepraš in der Natur und Wissenschaft. Organische Formen oder Prozesse macht er in der künstlerischen Verarbeitung zu Metaphern für Phänomene wie beispielsweise Erinnerung, Kommunikation, Evolution oder Adaptation. Die pulsierenden, raunenden Gebilde visualisieren komplexe Netze von Zusammenhängen und Querverbindungen, die kosmopolitisch sowie auch vor dem Hintergrund verschiedener Prozesse in Mittel- und Südosteuropa zu sehen sind.“ www.kunstforum.net

Museen & Institutionen

Wikingermuseum: Pilzbefall

Pilzbefall an den Holzteilen des Wikingermuseums in Haithabu/Schleswig gefährdeten die Standfestigkeit und erfordern eine dringende Sanierung von mehr als 80 Prozent der morsch gewordenen Holzbalken. Die Sanierungsarbeiten konzentrieren sich auf Dach und Außenwände. 3,4 Mill. Euro kosten die Maßnahmen, davon übernimmt die EU 53 Prozent. Mit einer Wiedereröffnung ist nicht vor Frühjahr/Sommer 2018 zu rechnen. www.schloss-gottorf.de/haithabu

Hochschulen

Bremen: Förderpreis "Silberner Schlüssel"

Christopher Wempen, Foto: Copyright Christopher Wempen

Christopher Wempen, der soeben sein Studium der Freien Kunst an der HFK Bremen abschloss, ist Förderpreisträger der Stiftung „Silberner Schlüssel“, die zur Bremer Johannis-Freimaurerloge gehört (4.000 Euro). Mit Unterstützung der Heinz A. Bockmeyer Stiftung zeichnet die Loge jährlich einen Absolventen der Bremer HfK aus. Wempen „setzt sich mit Maskierung und dem Verlust der Individualität durch Markenkleidung auseinander. Seine Gemälde zeigen Porträts, jedoch mit verzerrten oder unkenntlichen Gesichtern.“ www.hfk-bremen.de

Aktionen & Projekte

Bonn: Zeit-Ton-Passagen

Maia Urstad, Foto: Judy Price

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn hat die norwegische Klangkünstlerin Maia Urstad im Rahmen von „b o n n   h o e r e n“ zur stadtklangkünstlerin bonn 2017 berufen. Ihre neue Auftragsarbeit im öffentlichen Raum hat sie speziell für die Welckerpassage am World Conference Center Bonn (WCCB) entwickelte. Die Klanginstallation zeit-ton-passagen wird am 29. November 2017 eröffnet und ist dann 13 Monate bis zum 31. Dezember 2018 dort zu erleben. „Eines der zentralen Themen der Installation ist die von 1953 bis heute stetig anwachsende Sprachenvielfalt im Auslandsradioprogramm der Deutschen Welle... Im Archiv der Deutschen Welle sind die über Jahrzehnte gesammelten Mitschnitte von Radioprogrammen in den unterschiedlichsten Sprachen erhalten geblieben. Die unglaubliche Fülle der in dieser wahren Schatzkammer der Radiogeschichte verborgenen Informationen bildet die Hauptquelle für Urstads Projekt..." www.bonnhoeren.de

Aktionen & Projekte

Vienna Art Week: Vortrag zur Blockchain-Technologie

Moon Ribas, Fotos: (c) VAW eSeL.at

Ihren Anspruch, "eine Plattform für Austausch und Vernetzung zu bieten", haben die Veranstalter der Vienna Art Week erfolgreich umgesetzt, angesichts der Zahl von 35.000 Besuchern. Rund 100 Künstler hatten zum "Open Studio Day" ihre Ateliers geöffnet und lockten damit 4.000 kunstinteessierte Gäste an. Zu den Höhepunkten zählte eine eine Performance von Cyborg Moon Ribas, "in der sie die Erdbeben Österreichs der vergangenen 30 Jahre zum Inhalt machte. Die spanische Künstlerin lebt als Cyborg mit einem eingebauten Sensor, der in Echtzeit alle tektonischen Bewegungen weltweit in ihren Körper überträgt." Die niederländische Kunstmarktexpertin Rachel Pownall fand große Aufmerksamkeit bei einem Vortrag über die Blockchain-Technologie: das ist ein kryptografisches Verfahren, das Datenblöcke miteinander verkettet und die technische Basis für Kryptowährungen wie Bitcoin darstellt. Solche Verrechnungen werden auch im Kunsthandel immer wichtiger, wenn auf großen Kunstmessen Verkäufe nicht nur in US-Dollar, sondern auch in Euro oder Schweizer Franken abgerechnet werden und sich Währungsschwankungen auf den Preis beim Kauf oder Wiederverkauf auswirken. www.viennaartweek.at

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