Band 246, 2017, Relektüren, S. 360

Relektüren

Folge 40
von Rainer Metzger

1959, als die französische Novelle Vague alles aus den Angeln hob, was mit Kino zu tun hatte, ergriff auch der bisherige Dokumentarfilmer Alain Resnais mit seinem Erstling „Hiroshima mon amour“ das Wort. Marguerite Duras, die die Franzosen in ihrer Höflichkeit mit S am Ende aussprechen, damit es nicht nach Ratte klingt, hatte das Drehbuch geschrieben. Ein strenges Werk, doch beim Wiedersehen heute fällt weniger der avantgardistische Elan auf als der Narzissmus, in dem eine Kultur um sich kreist. Die Liebesgeschichte einer Französin, die in Hiroshima einem Architekten aus Japan begegnet, hat allein aus ihrer, der weiblichen Perspektive Euphorie und Trauer und versagtes Happy-End. Die Jump Cuts passieren, um stets ihr Gesicht zu zeigen, und

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