Band 243, 2016, Ausstellungen: Bonn, S. 308

Der Rhein –  Eine europäische Flussbiografie

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 09.09.2016 – 22.01.2017
von Jürgen Raap

1953 malte Max Ernst den „Vater Rhein“ als imaginäre Landschaft mit lasierendem Farbauftrag in abstrahierendem Duktus. Nach Jahren des Exils in den USA und der Rückkehr nach Europa schuf der aus Brühl (zwischen Köln und Bonn gelegen) gebürtige Maler das Bild als Erinnerung an seine rheinische Heimat. In der Malerei des 19. Jh., z.B. bei Moritz von Schwind, ist der „Vater Rhein“ ein Flussgott, dessen Haupt mit Weinlaub bekränzt ist. Ein solches Motiv eignete sich zur bildlichen und musikalischen Verkitschung in Richtung einer „Rhein, Wein und Mägdelein“-Folklore, die man auch heute noch zwischen Rüdesheim und dem Siebengebirge bei Weinfesten zelebriert, mit Winzerkönigen in ähnlicher Kostümierung wie in dieser Malerei. Dabei war die ab etwa

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