Band 243, 2016, Essay, S. 206

Rückkehr der Väter

Familiäre Bindungen zwischen den Künstlergenerationen:

Vermächtnis, Auftrag oder schiere Fortsetzung einer Tradition?

Von Michael Hübl

Die Väter kehren zurück. Und fast sieht es dabei so aus, als habe sich momentan die Kunstwelt gegen Platon verschworen. Sie verdankt dem attischen Philosophen viel: Sein Höhlengleichnis, spätestens seit Susan Sontags Essay „On Photography“ ins Medienzeitalter katapultiert, hat den Kunstdiskurs wiederholt inspiriert. Und doch scheint sich die Kunstwelt gegenwärtig – zumindest in einem Punkt – gegen Platon zu wenden. Der hat in seinem Dialog „Protagoras“ die These aufgestellt, dass die Söhne guter Maler selbst keine guten Maler werden könnten.1 Will sagen: Herausragende ästhetische Fähigkeiten lassen sich nicht einfach innerhalb derselben Familie von einer Generation auf die nächste übertragen. Seit einiger Zeit jedoch will man of

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