Band 231, 2015, Titel: Zeichnen zur Zeit VII, S. 194

Chiyoko Szlavnics

Zwei horizontale Linienfelder begegnen und überschneiden sich. Das rechte, etwas größere ist durchaus gleichmäßig gebaut, in parallelen Zeilen, im linken Feld fallen die Linien fast unmerklich aus der vorherrschenden Waagerechten. In dem Schnittfeld entsteht so eine wellenförmige Maserung mit eigensinnigen Helldunkelkurven, wie man sich gelegentlich bei edlen Seidenstoffen oder Pelzen findet. Der Puls, die Interferenz im Feld der Teilmenge ist unberechenbar wie ein Naturereignis; es ergibt sich, zumal die Zeichnerin ihre Linienfolgen zwar mit dem Lineal auf dem großen Zeichentisch setzt, aber (sozusagen) aus der Hand. Die Abstände und deren regelmäßige Anmutung entstehen im Setzen, was vorausgehende Berechnungen nicht ausschließen muss; abe

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