Band 248, 2017, Titel: documenta 14, S. 90

Wo bleibt das Absichtslose?

Ein Fall von symbolischer Reparation. Die Kasseler Ausgabe der documenta 14 folgt schon dem in Athen erprobten Ansatz durchdringender Politisierung

von Ingo Arend

„Beingsafeisscary“. Der Verwirrungseffekt ist geglückt. Wo in Kassel am Giebel des ältesten Museums Europas sonst der Schriftzug „Museum Fridericianum“ prangt, erblicken die Passanten des Friedrichsplatzes Buchstabensalat. Dass die türkische Künstlerin Banu Cennetoglu mit ihrem Statement, dass Sicherheit auch Angst macht, auf das Schicksal von Gurbetelli Ersöz anspielt, dürfte kaum einer von ihnen ahnen. Es sei denn, sie waren in Athen. In der griechischen Hauptstadt hatte Cennetoglu der 1997 bei einem Kampf getöteten, kurdischen Journalistin und Freiheitskämpferin schon eine Arbeit gewidmet: Texte aus ihren, in der Türkei seit 1998 verbotenen Tagebüchern, aufgetragen auf Lithographiesteine, fertig zu dem Druck gemacht,

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