Band 246, 2017, Ausstellungen: Salzburg, S. 312

Ein Fest des Staunens

Charlotte Moorman und die Avantgarde 1960 – 1980

Museum der Moderne 04.03. – 18.06.2017

von Reinhard Ermen

Ihr Ton ist charaktervoll, tenoral, auch etwas näselnd. Sie spielt mit viiiel Vibrato den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“. Es ist gar nicht so leicht, sich mit Hilfe des Video-Dokuments, das 1982 auf der ars electronica in Graz entstand, ein Bild vom Cellospiel der Charlotte Moorman (1933 – 1991) zu machen. Das Instrument ist mit einer Kunststofffolie gesichert, es geht schließlich um „Variations on a theme by Saint-Saens“ von Nam June Paik. Die Solistin unterbricht, sie steigt auf eine Leiter, um kurz in dem schlanken, mit Wasser gefüllten Ölfass unter zu tauchen. Als sei nichts geschehen, spielt sie anschließend den „Schwan“ zu Ende. Das alles macht sie mit einer graziösen Ernsthaftigkeit, die keinen Zweifel an dem lässt, was sie t

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