Band 245, 2017, Report, S. 324

Die documenta entdeckt das Radio wieder

von Dirk Schwarze

Im Oktober vorigen Jahres begann die documenta 14 damit, an ihrem griechischen Standort in Athen zu Gesprächen und Diskussionen mit Wissenschaftlern, Performern, Migranten, Arbeitern, Schriftstellern und Künstlern einzuladen. Schauplatz war das städtische Kulturzentrum Athener Parko Eleftherias, in dem sich die Teilnehmer, wie es documenta-Leiter Adam Szymczyk und sein Team sahen, als ein Parlament der Körper verstanden, als Mitglieder eines performativen Prozesses. In ihm sollten das Verhältnis zur Gesellschaft und zur Öffentlichkeit neu geklärt werden und die ökonomischen und politischen Strukturen ebenso in Frage gestellt wollten wie das Spannungsverhältnis zwischen Individualisierung und Massenbildung. Je länger die Diskussionen dauert

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