Band 239, 2016, Zeichnen zur Zeit, S. 188

Li Jin

Alles erscheint wie angedeutet, aber gleichzeitig so präzise, dass Vermutungen über den augenblicklichen Zustand des korpulenten Jünglings in dem Mao Anzug möglich sind. Er schläft nicht, er träumt und dabei strahlt er ein Glücksgefühl aus, das man in früheren Zeiten als behaglich charakterisiert hätte. Das eingangs bemühte terminologische Duo von Andeutung und Präzision ist mehr als eine Beschreibungshilfe. Li Jin arbeitet mit hochkonzentrierten, genauen Gesten. Mit dem Tuschpinsel setzt er Linien und evoziert Flächen. Die Naturnähe, um nicht zu sagen der eigensinnige ‚Realismus‘ wirkt wie angeboren. Der Raum ergibt sich ganz natürlich, abgesehen davon, dass der Träumende sich auf einem Wiesen- oder Blumenstück niedergelassen hat, das gena

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