Band 232, 2015, Titel: Kunstverweigerungskunst II, S. 87

Ori Gersht

Die Auslöschung des Bildes im Bild

von Gunnar Schmidt

Nimmt man mit einem ersten Blick die Arbeiten des israelischen Foto- und Videokünstlers Ori Gersht wahr, so fällt die Abwesenheit eines Individualstils auf. Gersht kann als Meister der Interikonizität bezeichnet werden, der Genres, Stile, Motive aus der Bildgeschichte adaptiert, medial interpoliert und zuweilen nachstellt: pastorale Landschaften, üppige Stillleben, impressionistische oder pikturalistische Unschärfe, hyperrealistische Objektrepräsentation, dekorativer Grafismus, asiatische Lieblichkeit, sublim-romantische Entrücktheit, Gegenstandslosigkeit bis zur Monochromatik. Was in dieser Beschreibung wie eine postmoderne Kunst für Kunsthistoriker erscheint, gewinnt auf den zweiten Blick eine unerwartete Abgründigkeit, die als Negation

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