Band 205, 2010, Titel: Vom Ende der Demokratie, S. 86

Almut Linde

Nur das autonome Kunstwerk ist politisch.

Betrachtungen zu Ästhetik und Propaganda

1. Rhetorik

Schon die Rhetoriker der griechischen Antike wussten um die Macht der richtig eingesetzten Worte. Im selben Umfeld, in dem sich das politische System der Demokratie entwickelt, setzt auch die Perfektionierung der Kunst der Rede ein. Ästhetik der Rede und des Wahlkampfs hat ihren Ursprung in der Notwendigkeit der geschickten Beeinflussung der Massen. Mehrheiten müssen gebildet werden, um politische und rechtliche Entscheidungen zu befördern. Das Recht zur Wahl beinhaltet die Notwendigkeit der Überzeugungs- und Meinungsbildung. Das Volk muss in die Lage versetzt werden, Entscheidungen zu treffen. Dass Überzeugungsbildung nicht durch bloß ausgesprochene Wahrheit, sondern durch die Kunst, also eine Ästhetik der Sprache als geschickten Einsatzes

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