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Band 252

Moderne, reloaded

BEFRAGUNG EINER EPOCHE

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts schien eine zur Epoche gewordenen „Moderne“ beendet. Um die Jahrtausendwende begann international eine Neubefragung dieser Epoche, welche gegenwärtig besonders in der Bildenden Kunst eine enorme Intensität erfährt. Weltweit nutzen Künstler die Moderne als „DNA des Zeitgenössischen“, wird sie in Ausstellungen und Forschungen einer kritischen Revision unterzogen und ihre Grenzen neu abgesteckt. Der vorliegende Band führt mit einleitenden Essays und zahlreichen Interviews mit Künstlern, Kuratoren, Kunsthistorikern/ -kritikern und Museumsdirektoren unterschiedlichste Stimmen zusammen, die diesen akuten „Reload“ der Moderne beleuchten und hinterfragen, warum eine bereits als abgeschlossen gegoltene Epoche wieder so aktuell ist.


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Aus diesem Band

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Kulturpolitik

Kulturpolitik im Koalitionsvertrag

„Den Kulturhaushalt des Bundes wird die Koalition auf hohem Niveau weiterentwickeln. Kultur ist keine Subvention, sondern eine Investition in unsere Zukunft“, heißt es im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Die Rede ist auch von einem „kooperativen Kulturföderalismus“. Das bedeutet - ähnlich wie in der Bildungspolitik, die bislang ausschließlich in der Hoheit der Länder lag und daher dem Bund nur in sehr begrenztem Maße Förderungen erlaubte – ein besseres Zusammenwirken von Bund und Ländern bei der finanziellen Planung von Kulturvorhaben. Gedacht ist bislang zwar nur an einen verbesserten Austausch zwischen den Institutionen und zwischen den Stiftungen von Bund, Ländern und Kommunen. Wünschenswert ist aus Sicht mancher Vertreter der Kulturszene aber auch ein konsequenter Abbau der juristischen und politischen Hemmnisse, bei der Projektplanung gleichzeitig Gelder aus Bundes- und Landesmitteln beantragen zu können. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin im Kanzleramt, konnte als Mitglied der CDU-Verhandlungsdelegation in den Koalitionsvertrag Formulierungen einbringen, die den Bund kulturpolitisch stärker in die Pflicht nehmen sollen: zwar schreibt das Grundgesetz einen Föderalismus fest, dessen Aufteilung von Hoheitsrechten den Bund in Sachen Kulturförderung nur auf Vorhaben von nationaler Bedeutung beschränkt, doch diese Bedeutung nimmt derzeit mehr und mehr zu – die Finanzierung künftiger Documenta-Ausstellungen durch mehr Gelder aus Bundesmitteln wird nicht die einzige Forderung bleiben, die aus der Kulturszene erhoben wird. Das Staatsministerium für Kultur im Kanzleramt wurde übrigens vor exakt 20 Jahren eingerichtet.

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Museen & Institutionen

Documenta-Beitrag "Demos" im Dresdner Albertinum

Bei der Kasseler Documenta 2917 bildete die Arbeit „Demos“ des griechischen Künstlers Andreas Angelidakis die Plattform für das öffentliche Veranstaltungsprogramm unter dem Titel „The Parliament of Bodies.“ Sie besteht aus 74 gepolsterten Modulen in Betonoptik, die flexibel genutzt werden können. Der Förderverein Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e. V. erwarb nun dieses Werk und stellt es dem Dresdner Albertinum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Installation ist jetzt langfristig im Lichthof des Albertinuns als Forum zu benutzen. Der Titel bezieht sich auf den altgriechischen Begriff für ‚das Volk eines Staates‘. www.skd.museum 

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Personalien

Neue Museumsdirektorin in Bremen

Janneke de Vries wird am 1. Oktober 2018 neue Direktorin des Museums Weserburg in Bremen. Ihr Vorgänger Peter Friese geht dann in den Ruhestand. Janneke de Vries war ab 2006 Direktorin des Kunstvereins Braunschweig und ab 2008 Leiterin der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen, arbeitete außerdem als freie Kritikerin für diverse Kunstmagazine und Tageszeitungen realisierte freie kuratorische Projekte. www.weserburg.de

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Biennalen

New Museum Triennale New York

„Songs of Sabotage“ lautet das Thema der New Museum Triennale in der Bowery von New York, die dort noch bis zum 27. Mai 2018 läuft. Dafür stehen vier Etagen des Museums zur Verfügung. Hier zeigen etwa 30 Künstler aus 19 Ländern mixed-mediale Werke. Sie beschäftigen sich in der Auseinandersetzung mit neuen und tradierten Medien und wollten dabei die „Systeme enthüllen“, mit deren Hilfe in unserer Alltagswirklichkeit „Bilder und Wahrheiten“ konstruiert werden. Die Ausstellung versteht sich als „Aufruf zum Handeln“, d.h. zum aktiven Einmischen in „politsiche und soziale Strukturen“, die ein solches Engagement „dringend benötigen“. www.newmuseum.org

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Museen & Institutionen

Bauhaus Imaginista

Das Projekt „Bauhaus Imaginista“ untersucht die „Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Praxis und Pädagogik des Bauhauses vor dem Hintergrund radikaler geopolitischer Veränderungen im 20. Jahrhundert.“ Kuratoren sind Marion von Osten (Berlin) und Grant Watson (London. Ab März 2018 werden dazu vier Ausstellungen an Kunst- und Designmuseen, Campus-Galerien und Kunstinstituten in Japan, China, Russland und Brasilien gezeigt. „Diese werden gemeinsam mit den weltweiten Goethe-Instituten organisiert und durch Veranstaltungen in Indien, USA, Marokko und Nigeria ergänzt, die inhaltliche Verflechtungen aufzeigen. Partner sind etwa das China Design Museum in Hangzhou, das National Museum of Modern Art Kyoto, das Garage Museum of Contemporary Art in Moskau und das SESC Pompéia São Paulo. 2019 werden die Ergebnisse im Jubiläumsjahr erstmals vereint, erweitert und in einer großen Gesamtschau im Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin gezeigt.“ www.bauhaus100.de

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Personalien

Künstlerhaus Bremen: Neue Leiterin

Nadja Quante hat die künstlerische Leitung des Künstlerhauses Bremen übernommen und verantwortet das Programm der Galerie ab Sommer 2018. Sie arbeitetes eit 2016 als freie Kuratorin, Autorin und Redakteurin in Berlin, wo sie unter anderem für das Projekt „Untie to Tie – Koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften“ der ifa-Galerie Berlin tätig war. Quante wird in Bremen ihre kuratorische Tätigkeit auf „gesellschaftsrelevante und insbesondere feministische und queere Fragestellungen und transdisziplinäre Herangehensweisen“ focussieren. www.kuenstlerhausbremen.de

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Kulturpolitik

Humboldtforum: Stuttgarter Ethnologin sagt ab

Inés de Castro, Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, war Wunschkandidatin des Stiftungsrates für die Sammlungsleitung im Berliner Schloss. Ab 2019 sollte sie im Humboldtforum eigentlich die Verantwortung für die Sammlungen der Stiftung übernehmen und zugleich Chefin des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst werden. Die Museumsmanagerin und Ethnologin sagte jedoch ab; Gründe wurden nicht genannt. Insider des Kulturbetriebs bewerten die verwaltungstechnische Konstruktion des Postens als unglücklich: es sei bei diesem Zuschnitt der Aufgaben nicht eindeutig geklärt, ob de Castro dann weisungsgebende Direktorin oder weisungsgebundene Sammlungsleiterin gewesen wäre, wie auch die „Berliner Zeitung“ monierte. Wer immer die Sammlung leitet, ist letztlich dem Intendanten untergeordnet. Das Land Berlin indessen hat bereits erklärt, sich nicht einer gemeinsamen Intendanz unterordnen zu wollen; es führt seine stadtgeschichtliche Präsentation im Humboldtforum in Eigenregie durch und favorisiert für den Ausstellungsbetrieb des Humboldtforums generell ein „Kooperationsmodell“ zwischen verschiedenen Trägern, während Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich einen übergeordneten Intendanten wünscht, der alles „aus einem Guss“ regelt. Weitere Macht- und finanzielle Verteilungskämpfe zwischen Bund, Land Berlin und diversen Institutionen sind mithin vorprogrammtiert. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages listet zu den „Rechtsverhältnissen im Berliner Schloss“ höchst unterschiedliche Nutzer auf: „neben der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Humboldt-Universität zu Berlin und ein vom Land Berlin benannter Nutzer“. www.humboldtforum.com

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Aktionen & Projekte

Wien: Hundred Shades of Pink

Der Verein BIENNALE AUSTRIA präsentiert vom 26. Februar bis 4. März 2018 im Wiener AUSSTELLUNGSRAUM, Gumpendorfer Strasse 23 die Ausstellung „Hundred shades of PINK“. Positionen dazu sind von Künstlern aus Australien, Bolivien, Bosnien & Herzegowina, Deutschland, Israel, Italien, Litauen, Russland, Schweiz, UK, USA und Österreich zu sehen. Rosa gilt als eine « der umstrittensten Farben der Gegenwart, war bis in die Zwischenkriegszeit des vorigen Jahrhunderts die bevorzugte Farbe in der Männermode. Der „kleine Bruder der Farbe Rot“ schien z. B. in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die passende Farbe für Bubenbekleidung. ROSA wurde damals nicht als weiblich oder schwach angesehen, sondern als abgeschwächtes Rot, das Blut, Krieg und Macht symbolisiert. Erst durch die neue Klasse der „Werktätigen“ in ihrer blauen Arbeiterkleidung wurde die Farbe ROSA oder PINK gezwungen das Geschlecht zu tauschen und avancierte zur reinen Mädchenfarbe mit den Attributen – schwach, weiblich, lieblich... Künstlerliste: Atelier Coolpool, Admira Bradaric, Danny Frede, Anna Freudenthaler, Daisy Gold, Evelin Juen, Shirin Kavin, Ulrich Kirsch, Dany Klotz, Evelina Jurak, Birgit Lock, Donna Lougher, Ada Mee, Uwe Mertsch, Domingo Parada, Susanne Pirklbauer, Elisabeth Rass, Sara Schwienbacher, Menna Siwan Herwig Maria Stark, Kate Tatsumi, Ildiko Terebesi, Kerstin Voss, Sebastian Wanke. www.biennaleaustria.org

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Museen & Institutionen

Abraham Cruzvillegas im Kunsthaus Zürich

Im Kunsthaus Zürich hat der mexikanische Künstler Abraham Cruzvillegas vom 16. Februar bis zum 25. März 2018 seine erste große Einzelausstellung in der Schweiz. „In seinen Werken und raumfassenden Installationen untersucht er skulpturale Formen als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Seine künstlerische Praxis ist geprägt von einer Idee des ständigen Werdens. Improvisation, das Arbeiten mit vorgefundenen Materialien und der Austausch mit Menschen vor Ort spielen eine entscheidende Rolle. Cruzvillegas verwandelt die 1.000 qm große Präsentationsfläche in eine Werkstatt, in der im Laufe der Ausstellung neue Arbeiten entstehen und verschiedene Veranstaltungen stattfinden...“ www.kunsthaus.ch

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Museen & Institutionen

Gotthard Graubner im Arp Museum

Die Ausstellung „Mit den Bildern atmen“ im Arp Museum Rolandeck (18. Feb 2018 – 10. Feb 2019) mit Bildern von Gotthard Graubner (1930–2013) bezieht sich auf einen Ausspruch des Künstlers: „Er lädt dazu ein, die auratischen Werke des Farbmagiers in den lichten, großzügigen Räumen des Richard Meier-Baus buchstäblich am eigenen Leib zu erfahren. Zugleich schlägt das Motiv des Atmens als zentrales Element der Meditation eine Brücke zu Graubners Interesse an fernöstlichen Religionen...“ Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden zehn fotografsiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus der Sammlung, die der Künstler von einer Reise 1976 nach Bhutan mitbrachte. „Dieses Moment des Meditativen begleitet die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung und überträgt sich auf die Begegnung mit Graubners farbintensiven malerischen Erkundungen. Die Präsentation umfasst rund 50 Werke, von flachen grafischen Arbeiten bis zu den objekthaften Farbraumkörpern, die sein Oeuvre bestimmen.“ www.arpmuseum.org

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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