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Band 248/249

documenta 14

VON ATHEN LERNEN

Die documenta 14 ist eine Herausforderung in ihrem Konzept und ihrer schieren Größe. Als unverzichtbare Orientierungshilfe begleitet KUNSTFORUM diese Großausstellung traditionell mit einem großen Sonderband. Auf über 600 Seiten und mit mehr als 1000 Abbildungen wird die diesjährige documenta umfassend beleuchtet:


Kommentierte Fotorundgänge führen durch die Ausstellungsorte und schaffen Orientierung und Übersicht. Vertiefende Gespräche mit Künstlern (z.B. Oli Oguibe, Daniel Knurr, Marta Minujín uvm.), Kuratoren (wie Dieter Roelstraete, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung) und anderen Beteiligten (z.B.der griechischen Kulturministerin, Lydía Koniórdou oder Marina Forkidis), sowie ein großes Portrait des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk, geben vielseitig Einblick in Hintergründe und Gedankengänge. In kritischen Essays diskutieren KUNSTFORUM Autoren kontrovers und analysieren aus unterschiedlichen Perspektiven die Ziele, Wege und Ergebnisse dieser Doppelausstellung.


Als Begleiter vor Ort und zur Vor- und Nachbereitung des Besuchs, bietet dieser KUNSTFORUM Band die Möglichkeit die vielfältigen Eindrücke zu sortieren und in ihrer Gesamtheit zu reflektieren. Die vollständigste Dokumentation der Weltkunstausstellung.


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Kulturpolitik

Kassel: AfD-Ratsherr attackiert Documenta-Obelisken

Am 5. September 2017 fällt im Kasseler Rathaus die Entscheidung, ob die Stadt den Documenta-Beitrag des Künstlers Olu Oguibe ankauft. Für den 16 m hohen Obelisken auf dem Königsplatz mit der Inschrift aus dem Matthäus-Evangelium "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt" erhielt Oguibe den Arnold-Bode-Preis. Der „Arbeitskreis für Denkmalschutz und Stadtgestalt“ plädiert bei einem dauerhaften Verbleib der Skulptur allerdings für einen anderen Standort, wie der Historiker Dr. Christian Presche erläutert: „Der denkmalgeschützte Königsplatz ist jedoch so angelegt, dass er sechs gleichberechtigte Platzsegmente voraussetzt; nur dann kann er seine charakteristische Gelenkfunktion zwischen der Königsstraße und der Altstadt erfüllen.“ In einer Umfrage der HNA-Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen stimmten indessen „mehr als 60 Prozent“ der Befragten einem Verbleib auf dem Königsplatz zu. Im Kulturausschuss zeichnet sich auch schon eine deutliche Mehrheit für den Ankauf ab, lediglich die rechte AfD lehnt das Werk mit besagter Inschrift rundweg ab. Der AfD-Ratsherr Thomas Materner vergriff sich dabei allerdings gründlich im Ton und hetzte gegen die Skulptur als „ideologisch polarisierende, entstellte Kunst“. Dass sich in der Sprache das Denken offenbart, ist eine grundsätzliche These der Psycholinguistik, und so konterte der grüne Ratsherr Gernot Rönz laut HNA, „von 'entstellter' Kunst sei es nicht weit bis zu 'entarteter' Kunst“. www.documenta.de

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Personalien

Martin Roth gestorben

Martin Roth starb nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren. Der gebürtige Stuttgarter hatte 1987 mit einer Dissertation über die Geschichte des kulturhistorischen Museums promoviert und wurde 1991 Direktor des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden. Er war von 1996 bis 2003 Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und von 2001 bis 2011 war er Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; seit 2003 auch Honorarprofessor für Kulturpolitik und Kulturmanagement an der Technischen Universität Dresden. Dann ging Roth nach London und leitete dort von 2011 bis 2016 das Victoria and Albert Museum. Seinen Rücktritt begründete er mit dem Brexit-Votum der Briten – Martin Roth war ein überzeugter Europäer und trat für eine offene Gesellschaft ein. In seiner letzten beruflichen Station war er ehrenamtlicher Präsident des Stuttgarter ifa-Instituts für Auslandsbeziehungen; dieses Amt hatte er erst am 1. Juli 2017 angetreten. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel würdigte den Verstorbenen als „einen der besten und einflussreichsten Museumsleiter der Welt“ und als „streitbaren Intellektuellen“ - Roth hatte immer eine Weltkulturpolitik im Auge gehabt, und in diesem Sinne war sein – wenn auch nur kurzes - Engagement für das Stuttgarter ifa konsequent.

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Dazu in Band 207 erschienen:

Das Museum als soziale Kohäsionseinrichtung

Ein Gespräch mit Martin Roth, 2011 in seiner Funktion als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von Claudia Banz als Herausgeberin der KUNSTFORUM-Titeldokumentation "Social Design".

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Preise

Deutscher Lichtkunstpreis

Brigitte Kowanz nimmt im Januar 2018 in Celle den Deutschen Lichtkunstpreis der Robert-Simon-Stiftung entgegen (10.000 Euro). Über die Künstlerin heißt es, sie habe „den Bildbegriff durch ihre Lichtkunstwerke erweitert. Ihre Wandarbeiten, Objekte und Rauminstallationen loten die Grenzen zwischen Immaterialität und Materialität aus. Digitale Daten werden greifbar gemacht, Zeichen, Codes und Schrift mit dem Medium Licht verknüpft. Dabei gelingt es der Österreicherin, ein integrales Verhältnis zwischen Werk, Raum und Betrachter zu kreieren.“ www.kunst.celle.de

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Dazu in Band 247 erschienen:

Brigitte Kowanz und Erwin Wurm im Österreichischen Pavillon der Venedig Biennale 2017

So unterschiedlich die Werke von Brigitte Kowanz und Erwin Wurm zunächst erscheinen, so überzeugend ist doch der Berühungspunkt, der Kuratorin Christa Steinle zu dieser Doppelausstellung im österreichischen Pavillon motivierte. Im Rahmen des KUNSTFORUM Bandes zur diesjährigen Venedig Biennale schrieb Sabine B. Vogel über den Österreichischen Pavillon.

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Preise

Kulturpreis der DGPh

Duane Michals wird mit dem Kulturpreis 2017 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2017 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln statt. Seine ersten Fotoaufnahmen machte Michals 1958 auf einer Reise nach Russland. Als Fotograf wählt er „unterschiedliche Präsentationsformen, wobei dem Moment des seriell-erzählerischen eine zentrale Bedeutung zukommt.“ Seine erste Einzelausstellung hatte er 1970 im Museum of Modern Art, New York. www.dgph.de

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Dazu in Band 154 erschienen:

Duane Michals: Das Flüstern der Haut des Mannes

Duane Michals, 1932 in Pennsylvania geboren, ist Künstler und Poet, dessen Werkzeug die Kamera ist. Seine Themen, die immer wiederkehren, sind existenzieller Art. Es geht um väterliche Zuneigung. Liebe. Zeit. Sexualität. Altern und Tod. Wahrheit und Trug. Alles in allem ist er so etwas wie ein Philosoph, dem die Kamera nie genügt, weshalb er auch mit Sätzen auf Wortmeeren segelt.  In der von Heinz-Norbert Jocks herausgegebenen Dokumentation: "Der homoerotische Blick" publizierte KUNSTFORUM 2001 ein umfangreiches Gespräch mit dem Künstler.

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Aktionen & Projekte

Ruhrtriennale

Vom 18. August bis 30. September 2017 verwandelt die Ruhrtriennale die Industriehallen des Ruhrgebiets erneut in Spielorte für Musiktheater, Schauspiel, Musik, Tanz und Installation. Das Programm mit 700 Künstlern umfasst 41 Produktionen,“ darunter 26 Eigen- und Koproduktionen, 22 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen.“ Eröffnet wird das Festival am 18.8. 2017 in der Jahrhunderthalle Bochum mit einer Neuinszenierung von Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“. „In dieser ‚ersten Oper der Moderne’ überführt Debussy reale Erfahrungen der Moderne in rätselhaft anmutende Szenen: die Erfahrung einer existenziellen Einsamkeit, Angst und Verlorenheit...“ Die Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ von Atelier Van Lieshout verwandelt am gleichen Tag den Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum „in ein verrücktes Kunstdorf... Auch in diesem Jahr werden bekannte Arbeiten wie der 'Domestikator“ oder das `'Refektorium' mit neuen Arbeiten wie 'Conan der Barbar' oder einer zerstörerischen Walze unter einem Oberthema verknüpft: The End of Everything“. www.ruhrtriennale.de

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Dazu in Band 242 erschienen:

Die Rolle der Kunst - Ruhrtriennale 2017 – Festival der Künste in der Metropole Ruhr

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – diese bekannte Beschwörungsformel der französischen Revolution, unter welche Johan Simons seine zweite Spielzeit 2016 stellte, hat weltpolitisch unerwartet besondere Brisanz erlangt. Dem entsprechend wurde sie im Programm vielfach reflektiert und angesichts des labilen Weltzustands auf seine Gültigkeit und seinen Wert hin befragt.

von Renate Puvogel

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Aktionen & Projekte

Documenta-Filmprogramm

Auch nach dem Ende des Athener Teils der documenta wird das Filmprogramm auf ERT 2 fortgesetzt: am 21. August 2017 werden um 24 Uhr mit einer Einführung von Dieter Roelstraete zwei Filme von Chantal Akerman ausgestrahlt: "Chantal Akermans letzter Spielfilm No Home Movie ist ein liebenswertes, herzergreifendes Porträt ihrer Mutter am Ende ihres Lebens. Er wird hier gemeinsam mit ihrem unbeschwerteren Film Golden Eighties gezeigt, einer witzigen und romantischen Musical-Komödie, die sich mit der Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter beschäftigt..." Dieter Roelstraete stammt wie Chantal Akerman (1950-2015) aus Belgioen und gehört zum Kuratoren-Teram der Documenta. Er hat bis 2015 als Kurator an Museen in Antwerpen und Chicoago gearbeitet. Nach der Ausstrahlung sind die Beiträge zu diesem documenta-Filmprogramm sieben Tage lang verfügbar auf webtv.ert.gr

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Aktionen & Projekte

Münster: Peles Empire Bar Talks

Eine containerartige Skulptur an der Ecke Aegidiistraße / Aegidiikirchplatz, diest während der Skulptur Projekte Münster  als Treff für die PELES EMPIRE BAR TALKS. Barbara Stöver und Katharina Wolff laden datzu Künstler ein, mit denen sie in den vergangenen Jahren in ihren Ausstellungsräumen in London, Cluj oder Berlin zusammengearbeitet haben. Nächster Termin ist am 11. August 2017 um 19 Uhr ein Gespräch mit der in Berlin lebenden Performerin Mariechen Danz. Weitere Termine: 12. August 2017 Anthea Hamilton und Julie Verhoeven, 25. August 2017 Nicolas Deshayes, 22. Sept. 2017 Oliver Osborne und 23. Sept. 2017 Daniel Sinsel. www.skulptur-projekte.de

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Museen & Institutionen

Kolumba Köln: Jubiläum

Sein zehnjähriges Bestehen feiert das Museum Kolumba Köln, hervorgegangen aus dem früheren Diözesanmuseum. Dieses war früher in der Nähe des Doms beheimatet und bekam neben der Ruine von St. Kolumba einen Neubau nach Entwürfen des Architekten Peter Zumthor, daher der neue Name. Einmal jährlich jeweils im September wird die Dauerausstellung unter einem neuen Leitmotiv neu arrangiert. Den zehnten Geburtstag begehen die Museumsleute vor dem Aufbau der neuen Ausstellung vom 19. bis zum 21. August 2017 in einem fast leeren Haus: „Unter dem Titel 'Individuell' erkundet der Schweizer Künstler Eric Hattan... das Museum vor und hinter den Kulissen. Er untersucht weniger die Architektur, sondern befragt vor allem Ordnungssysteme und Handlungsmuster, die eine Institution wie ein Kunstmuseum lebendig halten und prägen... Der amerikanische Komponist Marek Poliks (geb. 1989) ist Urheber des „Interdictor“, dessen Titel auf die Filmsaga „Star Wars“ Bezug nimmt. Im Rahmen einer Werkstattausstellung dient der Aufbau in Kolumba als Basisstation der raumschiffartigen Klangmaschinerie, die im kommenden Jahr auf der Münchener Biennale – Festival für Neues Musiktheater uraufgeführt werden wird...“ Das Kunsthaus KAT 18 richtet ein „Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)“ ein. In den übrigen fast leeren Räumen kann man an diesen drei Tagen die Architektur auf sich wirken lassen. www.kolumba.de

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Museen & Institutionen

Wiederentdeckte Moderne: Wenzel Hablik

In der Reihe "Wiederentdeckte Moderne" widmet der Berliner Martin Gropius-Bau seine zweite Ausstellung den expressionistoschen Utopien des Künstlers Wenzel Hablik (1881-1934). Als Maler, Zeichner, Kunsthandwerker und Architekt war er ein Universalkünstler, wie es ihn sonst in der Epoche der Moderne kaum noch gab. Im Mittelpunkt seines Werks stehen utopische expressionistische Architekturen, doch seine Formensprache greift bisweilen auch Kubistisches auf, und dass manche seiner Entwürfe auch phantastisch-surreal anmuten, liegt in der Natur der Sache, was den utopischen Charakter angeht. "Im Fokus der Berliner Ausstellung stehen seine Architekturvisionen und sein 1923 farbig gestaltetes Meisterwerk eines Raumkonzepts als Rekonstruktion. Sie werden durch die Präsentation von Malerei und Design ergänzt, denn erst in der Kombination wird der Grundgedanke des Gesamtkunstwerkes, wie Hablik es verfolgte, nachvollziehbar." Zu Lebzeiten hatte Hablik durchaus seine Erfolge, doch seit seinem Tod 1934 ist dies nun die erste Einzelausstellung. Habliks Nachlass befindet sich seit 1995 im Wenzel-Hablik-Museum von Itzehoe. Die Ausstellung läuft vom 2. September 2017 bis zum 14. Januar 2018. www.gropiusbau.de/

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Aktionen & Projekte

Documenta: Chorus-Publikation

Kunstvermittler begleiten mit ihren Führungen die documenta 2017 als „Chorus“. In einer Publikation beschreiben sie nun „das Vermittlungsprogramm der documenta 14 aus“ ihrer „Perspektive“. Die Publikation erscheint in zwei Ausgaben: „Die erste Ausgabe fungiert als Einführung in den Alltag des Chorus. Sie fasst Erfahrungen, Erwartungen und Konzepte zusammen und stellt diese mithilfe verschiedener Beiträge – bestehend aus Texten, Fotografien, Zeichnungen und Plänen – dar, die sowohl den BesucherInnen als auch zukünftigen KunstvermittlerInnen einen Einblick in die Tätigkeiten der documenta 14-Kunstvermittlung geben. Das Erscheinen der ersten Ausgabe wird von wöchentlichen Veranstaltungen begleitet, in Kooperation mit weiteren Vereinen der Stadt Kassel...“ Der Veröffentlichungstermin für die erste Ausgabe ist auf den 15. August 2017, für die zweite auf den 15. September 2017 angesetzt. Die Auflage der Ausgaben beträgt jeweils 1000 Stück. www.documenta.de

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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