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Hochschulen

Künstlerporträts in Düsseldorfer Akademie-Galerie

„Künstlerporträts Düsseldorf 1800 bis heute“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf (8. April bis 25. Juni 2017). „Die ausgestellten Künstlerporträts wurden entweder von 1800 bis heute in diesem künstlerischen Biotop geschaffen oder betreffen langjährige Protagonisten des Düsseldorfer Kunstgeschehens der Stadt. Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Alten Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf zeigen, dass eine systematisch betriebene Praxis des Künstlerporträts bis in die Klasse von Wilhelm von Schadow zurückreicht...“

Ausschreibungen

Internationale Hollfelder Kunstausstellung

„Wurzeln – Roots -Racines – Raices -Köklerie“ lautet das Thema der Internationalen Hollfelder Kunstausstellung im Wittauerhaus und im Kulturzentrum St. Gangolf in Hollfeld. Zugelassen sind alle künstlerischen Techniken in Arbeiten, die nicht älter als drei Jahre sind und noch nicht im Landkreis Bayreuth ausgestellt wurden. Ausgelobt sind drei Preise zu je 300 Euro. Beim Verkauf eines Werkes behalten die Hollfelder Kulturfreunde 15 Prozent an Provision ein. Achtung: Jeder Teilnehmer muss 15 Euro an Aufwandsentschädigung überweisen! Bewerbungsschluss ist der 9. Juni 2017. Einjurierte Arbeiten müssen bis zum 10. Juli 2917 angeliefert werden. Anmeldungen an: Stadt Hollfeld, Hollfelder Kulturfreudne e.V., Marienplatz 18, 96142 Hollfeld, www.kunst-kultur-hollfeld.de.

Hochschulen

Mediale Revolutionen

Das aktuelle Symposium  des HFBK-Graduiertenkollegs „Ästhetiken des Virtuellen“ ist für den 20. - 22. April 2017 angekündigt und steht unter dem Thema „Mediale Revolutionen“. Veranstaltungsort ist die Aula der Hochschule für bildende Künste Hamburg, die Teilnahme ist kostenlos. „Die revolutionäre Wirkung, die von technischen Medien ausgeht, ist weltweit unübersehbar. Nicht nur, dass sie die Welt zu einer homogenen „Globalität“ verschweißen sollen. Ebenso treiben sie diverse „Wirklichkeiten“ und Ungleichzeitigkeiten hervor, die in unbeherrschbarer Zerrissenheit und Konflikten eskalieren. Das Symposium soll dazu beitragen, in diesen „Revolutionen“ künstlerische und theoretische Perspektiven zu formulieren, die dem Virtuellen eine andere Wendung geben. Stets geht es aus einem „Inmitten“ hervor, in dem das Mediale seinen ungreifbaren „Sinn“ erst findet, doch ebenso verfehlt. In Vorträgen und Präsentationen werden künstlerische und aktivistische Praxen sowie wissenschaftliche Zugänge zur Diskussion gestellt, die im Medialen solche „Wendbarkeiten“ aufsuchen. Mit Beiträgen von Peter Osborne (London), Yuk Hui (Lüneburg), Bernhard Dotzler (Regensburg), Klaus Birnstiel (Basel), Diedrich Diederichsen (Wien), Dont Rhine/Ultra-Red (Los Angeles), Arnold Dreyblatt (Kiel), Kerstin Stakemeier (Nürnberg), Jodi Dean (Geneva, New York), Anja Kirschner (London)“. www.aesthetikendesvirtuellen.de/de/veranstaltungen/symposium-mediale-revolutionen

Hochschulen

Fotostudierende im Folkwang Museum

Sophia Maria Lanzinger, Human Geographie, Copyright: Sophia Maria Lanzinger

Vom 13. April bis zum 21. Mai 2017 zeigen Masterstudierende der Fotografie von der Folkwang Universität der Künste Essen im Untergeschoss des Museum Folkwang Arbeiten aus dem dritten Semester. Die Fotostudenten erhalten damit „die Möglichkeit, die Präsentation eigener Arbeiten im musealen Umfeld zu erproben. Die Ausstellungsobjekte sind vielfältig: Gezeigt werden neben Fotografien, Installationen und Projektionen auch Buchkonzepte sowie Film- und Videobeiträge von Kai Behrendt, János Buck, Amy-Jade Chapman, Nafiseh Fathollahzadeh, Yanyi Gu, Faeghe Kordestani, Sophia Maria Lanzinger, Mercedes Wagner und Sebastian Wolf.“

Museen & Institutionen

Queer Curating

Das Folkwang Museum Essen und die RUB-Ruhr Universität Bochum richten am 19. und 20. Mai 2017 im Museum eine Konferenz über „queere Strategien in kuratorischer Praxis“ aus. In der Veranstaltung „Queer Exhibitions / Queer Curating“ werden „Ansätze wie Grundlagen kuratorischer Praxis seit den 1980ern, die sich Genderkategorien im globalen Kunstbetrieb entziehen“, diskutiert. „Museale Ausstellungen, die das Thema „nicht-normativer“ Sexualität beziehungsweise Gender behandeln, sind nach wie vor als eine neue Erscheinung zu bewerten. Ihren Ursprung haben solche unter dem kontroversen Populärbegriff queer versammelten Ausstellungen in den frühen 1980er Jahren. Sie verhandeln Themen und präsentieren Protagonist_innen, die sich jenseits heteronormativer Ideen und Erwartungen verorten. Es geht darum, die von Exklusion geprägten, kanonisierten Diskurse der Gesellschaft zu revidieren und nicht in Kategorien von 'normalen'/ 'abnormalen' Lebens- und Begehrensformen zu denken...“ Eine Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme ist bis zum 10. Mai 2017 möglich unter queer-exhibitions@ruhr-uni-bochum.de

Museen & Institutionen

2 oder 3 Tiger

Heinrich Leutemann, Unterbrochene Strassenmessung auf Singapore, Holzschnitt nach Heinrich Leutemann (1824-1905), c. 1865-85, Courtesy: National Museum of Singapore, National Heritage Board.

Vom 21. April bis zum 3. Juli 2017 zeigt das Berliner HKW-Haus der Kulturen der Welt die Ausstellung „2 oder 3 Tiger“. Der Titel zu dieser Ausstellung über „das Tier als Schwellenfigur in der Mythologie, die eng mit der Gemeinschaft verbunden ist und doch auf eine jenseitige Welt hinweist“, ist „der Arbeit des aus Singapur stammenden Künstlers, Film- und Theatermachers Ho Tzu Nyen entlehnt... Als ein aus den Gebirgen und geographischen Grenzräumen kommendes Wesen markiert der Tiger die Zone, die Zivilisation von der Wildnis und die Lebenden von den Seelen der Ahnen trennt. Als Wegbegleiter und mythisches Symbol spielt der Tiger eine zentrale Rolle. Er wird zum Medium an den Grenzen der Gesellschaft, das verdeutlicht, wie sehr gegenwärtige Kulturen von der Begegnung mit dem Anderen geprägt sind...“ Dazu sind Werke von Ho Tzu Nyen, James T. Hong, Chia-wei Hsu, Im Heung-soon, Jane Jin Kaisen & Guston Sondin-Kung, Minouk Lim, Park Chan-kyong, Lieko Shiga,und Yuichiro Tamura zu sehen. „Parallel zu 2 oder 3 Tiger wird die Ausstellungshalle 2 eröffnet. "Misfits": Lose Blätter aus der Geschichte der Moderne stellt im Rahmen von Kanon-Fragen drei Künstler aus Südostasien vor. Die Oeuvres von Tang Chang, Rox Lee und Bagyi Aung Soe befinden sich heute an der Schwelle zur kunsthistorischen Kanonisierung. Sie stehen für transnationale Tendenzen zu einer Zeit vor Beginn der vom Kunstmarkt angekurbelten Globalisierung der Kunst.“ www.hkw.de

Museen & Institutionen

Wunder Roms in Paderborn

Christoph Brech zu Besuch im Diözesanmuseum Paderborn Foto: Diözesanmuseum Paderborn

Durch die Jahrhunderte hindurch übte die Stadt Rom, nicht zuletzt aufgrund ihrer antiken Vergangenheit und den noch sichtbaren Überresten im Stadtbild, eine ungeheure Anziehung auf Künstler, Gelehrte, Pilger des Nordens aus: „Rom sehen und sterben“ besagt eine Redensart – die „Ewige Stadt“ war und ist Sehnsuchtsort, Pilgerziel und Inspirationsquelle. Auch Goethe zog es in die Stadt am Tiber. Die Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart“ (bis 13.8.2017) „lädt ein, den schier unverwüstlichen Mythos der ewigen und heiligen Stadt zu erkunden. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine einzigartige Reise durch die Zeit und folgt dabei den Spuren bedeutender Rom-Reisender.“ Die Ausstellungsdramaturgie setzt an der „Perspektive eines Romreisenden des Mittelalters“ an. „Die Stadt war damals vor allem Pilgerziel, man interessierte sich für Märtyrergräber und heilige Stätten. Zunehmend kamen aber auch Menschen, um die antiken Wunder zu bestaunen.“ Sie fanden allerdings ein „Rom in Ruinen“ vor, denn zur Zeit der Völkerwanderungen hatten Barbarenhorden die Stadt geplündert und verwüstet; die antiken Tempel und Paläste waren verfallen. Ein faszinierendes Relikt aus dem 4. Jh. ist eine 1,70 m hohe Skulptur, welche die Hand des Kaisers Konstantin darstellt und einst zu einer kolossalen Sitzstatue gehörte. In der Zeit der Renaissance und des Barock griffen die Maler gerne Motive der Antike auf; aus dieser Epoche sind Beispiele von niederländischen Künstlern in der Ausstellung zu sehen. Der Bogen schließt sich in der letzten Abteilung mit Beiträgen des Münchener Foto- und Videokünstlers Christian Brech, der in einer Bildserie aus dem Jahr 2015 „die vatikanischen Sammlungen durch eigene künstlerische Schöpfungen neu“ interpretiert. „Dabei wurden dem Künstler Einblicke in Räume gewährt, die den Besuchern der vatikanischen Museen sonst verborgen bleiben. Wie zufällig fängt er in seinen Arbeiten nicht Zusammengehöriges fotografisch ein und ermöglicht so einen neuen, sensiblen Blick auf diese Stadt und ihr antikes Erbe“. www.wunder-roms.de

Aktionen & Projekte

Internationales Performance Festival

Das Internationale Performance Festival findet in Mainz zwischen dem 21. und dem 30. April 2017 statt. Organisator ist pad – performance art depot. Das pad „ist eine Spiel- und Produktionsstätte für zeitgenössische Formen der Darstellung wie Performances, Video-, Raum- und Klanginstallationen, Zeitgenössischer Tanz, Tanztheater, Live-Art, Dokumentarisches Theater und andere aktuelle Formate“. Die Veranstalter setzen mit ihrem Festival „auf Neuentdeckungen“; es „gibt überzeugenden Jung-Künstlern eine Chance und lädt neben Ensembles, die sich bereits durch gelungene Festivalauftritte im pad bewiesen haben – nur Gruppen ein, deren Inszenierungen ästhetisch, inhaltlich und dramaturgisch überzeugen...“ www.pad-mainz.de

Aktionen & Projekte

Donaufestival

Bettina Kogler, Kuratorin Donaufestival, Foto und Copyright: Ingo Pertramer

Bettina Kogler kuratiert das Performance-Programm zum Kremser Donaufestival (28. April bis 1. Mai und 5./6. Mai 2017). So inszeniert z.B. der Künstler und Theatermacher Kris Verdonck eine „Maschinenrevue“, der Auftritt von Julian Warner und Oliver Zahn bietet „Tänze zwischen Hip Hop , Twerking und Schuhplattler“. Das Duo Quarto zelebriert ein animistisches Ritual und Colin Self bewegt sich zwischen Oper und Nummernrevue. www.donaufestival.at

Aktionen & Projekte

Documenta-Radioprogramm

Mit der Eröffnung der Athener Documenta hat am 8. April 2017 auch ein Documenta-Radioprogramm seinen Betrieb aufgenommen. "Every Time A Ear di Soun" präsentiert "Radio als Kunst und Medium für Kunst. Während der gesamten Laufzeit der documenta 14 werden neun Radiosender aus Griechenland, Kolumbien, Kamerun, Indonesien, Deutschland, Brasilien, USA und Libanon eine weltweite Kunstausstellung im Radio errichten und für jeweils drei Wochen akustische Kunstwerke für das documenta 14 Radioprogramm gestalten. Every Time A Ear di Soun sendet vom 8. April 2017 ab Mitternacht bis zum 17. September 2017. Das Programm startet mit zwei griechischen Internetradios: Cannibal Radio aus Athen und Paranoise Radio aus Thessaloniki werden vom 8. bis zum 27. April 2017 die ersten drei Wochen des Radioprogramms der documenta 14 gestalten. Das komplette Radioprogramm der documenta 14 Radiosender wird während ihrer jeweils dreiwöchigen Laufzeiten täglich 24 Stunden auf der Website der documenta 14 sowie lokal auf FM 90.4 MHz in Kassel ausgestrahlt. Zusätzlich können die vier Stunden des speziellen Programms der documenta 14 weltweit auf Kurzwelle 15560 kHz empfangen werden. In Athen ist in der Bibliothek der Hochschule der Bildenden Künste eine Hörstation eingerichtet. Das documenta 14 Radioprogramm untersucht die Verflechtungen und Übergänge zwischen Stimmen, Sprachen, Geräuschen und Musik bis hin zu performativen Praktiken sowie die körperliche Erfahrung dieser akustischen Phänomene innerhalb psychischer und physischer Räume. Every Time a Ear di Soun sucht daher orale Traditionen und akustische Phänomene als Form des Wissensaustauschs zu verstehen und reflektiert darüber, wie durch Klang Synchronizität zwischen Körpern, Orten, Räumen und Geschichte(n) entstehen kann. Während der Stunden, die dem documenta 14 Radioprogramm gewidmet sind, werden die teilnehmenden Radiosender neue Klangkunstwerke senden, die von der documenta 14 in Auftrag gegeben wurden. Ebenso werden wiederentdecktes Archivmaterial und ausgewählte Aufnahmen der Öffentlichen Programme der documenta 14 zu hören sein. Gesendet wird in den ersten drei Wochen täglich von 13 bis 15 Uhr und von 18 bis 20 Uhr EEST (Eastern European Summer Time, UTC+3)".

Museen & Institutionen

Kunst aus Japan in der Neuen Galerie Graz

Utagawa Kunisada I [Utagawa Toyokuni III] (1786–1865) Der Schauspieler Onoe Tamizo in der Rolle des Taiko Rokusan beim Fang eines Riesenfisches Signatur: Kunisada ga. (Erster Namensteil bis auf Spuren durch Randverlust verschwunden), Format: Oban, Sammlung Neue Galerie Graz / Universalmuseum Joanneum

Zwei Ausstellungen mit Kunst aus Japan bietet die Neue Galerie Graz derzeit: Im "Bruseum" läuft bis zum 9. Juli 2917 die Ausstellung Yoshio Nakajima. Out of the Picture.  "Yoshio Nakajima gehört zu den Wegbereitern des Happenings und der Performancekunst in Japan und Nordeuropa – auch wenn sein Name in so gut wie allen einschlägigen Anthologien und Kunstgeschichten fehlt. Kurator Roman Grabner war es daher ein besonderes Anliegen, unter dem programmatischen Titel Out of the Picture die weltweit erste Retrospektive von Nakajimas Performancekunst..." Außerdem zeigt die Neue Galerie bis zum 20. August 2017 Kampf und Leidenschaft. Japanische Farbholzschnitte. "Aus dem attraktiven hauseigenen Bestand von etwa 280 Farbholzschnitten japanischer Künstler aus der Zeit vom Ende des 18. sowie des 19. Jahrhunderts wählte Kurator Peter Peer 130 Werke für die aktuelle Schau Kampf und Leidenschaft aus. Das Besondere ist, dass dieser Teil der Sammlung bislang nur wenige Male gezeigt wurde". www.neuegaleriegraz.at

Aktionen & Projekte

Sommerakademie Paul Klee

Neuer Name, verändertes Konzept: die Sommerakademie Paul Klee, getragen von der Hochschule der Künste Bern HKB und dem Zentrum Paul Klee, ist „leicht anders konzipiert“ als es die bisherige Sommerakademie im Zentrum Paul Klee war: „Unter der künstlerischen Direktion des Kurators und Autors Tirdad Zolghadr werden sich im August 2017 und im August 2018 acht Fellows während jeweils drei Wochen in Bern zu einem Austausch treffen, der auch die Gelegenheit zu künstlerischer Produktion mit der professionellen Infrastruktur der Hochschule einschliesst. Der Rahmen von Seminaren und Tutorials wird erweitert um Gruppenrecherchen und die Verbindung von Diskurs und künstlerischer Praxis. Die Fellows werden über zwei Jahre miteinander in Kontakt bleiben und im Frühjahr 2019 gemeinsam ein öffentliches Ereignis schaffen. So entsteht ein neues Format, das die Energien von Diskursplattformen, Residencies und kollektiver Aktion vereint, ohne die individuelle künstlerische Arbeit zu unterbrechen...“ www.sommerakademie-paul-klee.ch

Preise

Heilbronner Museen für Buchpreis nominiert

2016 zeigte die Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn die Ausstellung "Beuys und Italien". Die englischsprachige Ausgabe des Katalogs dazu wurde jetzt zusammen mit anderen wissenschaftlichen Neuerscheinungen für den Preis des französischen Festival international du livre d'art et du film 2017 nominiert. Die Kuratorin Rita E. Täuber hat einen Aspekt in der Biografie von Joseph Beuys untersucht, der in der Kunstgeschichte bislang kaum Beachtung fand: "1943, als Soldat in Foggia, fällte Beuys die Entscheidung Künstler zu werden. Mit über dreißig Ausstellungen und Veranstaltungen war er zwischen 1971 und 1985 in Italien präsent. In keinem anderen Land stellte er außerhalb Deutschlands mehr aus. Hier entstanden populäre Editionen wie beispielsweise La Rivoluzione siamo Noi (1971) oder die Capri-Batterie (1985) sowie die prominenten Hauptwerke Olivestone (1983) und Palazzo Regale (1985). Zehn Katalogbeiträge, darunter Interviews mit dem Künstler, folgen Beuys‘ Spuren in Italien". Die Kür des Preisträger-Buchs erfolgt am 24. Juni 2017 in Perpignan.

Aktionen & Projekte

Zukunftsdenkmal für Lüdenscheid

Hermann-Josef Hack, Plakat für Lüdenscheid, 2017

Sein Projekt „Global Brainstorming“ rief der Künstler Hermann-Josef Hack vor 25 Jahren ins Leben, „um mit den kommunikativen Möglichkeiten der Kunst Menschen zur Teilhabe an der aktiven Gestaltung des sich wandelnden Planeten anzuregen.“ Im Goethe-Institut Lyon zeigte Hack soeben großformatige Gemälde auf Zeltplanen als Metapher für die Nomadisierung und Migration als eine der Begleiterscheinungen der Globalisierung. Nächste Projektstation ist ab dem 23. März 2017 die Städt. Galerie Lüdenscheid. Dort planen Hermann-Josef Hack und Andreas Pohlmann auch ein Zukunftsdenkmal, an dessen Gestaltung jeder durch eigene Beiträge mitwirken kann. Das Denkmal wandert im März 2017 durch Lüdenscheid, und zwar vom Eingang zur Städt. Galerie zum Sternplatz und anschließend an diverse Schulen in der Stadt. Hack: „Beiträge in Form von Zetteln, gebauten Figuren oder Zukunftsszenarien, Plänen, Blumen, Kerzen und anderen Gegenständen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wobei natürlich menschenverachtende oder verletzende Beiträge nicht zugelassen sind - können an einer Zaunkonstruktion befestigt werden.“ www.luedenscheid.de

Museen & Institutionen

Tony Cragg in Havanna

Blick in die Ausstellung von Tony Cragg im „Museo Nacional de Bellas Artes“ in Havanna

Der Wuppertaler Bildhauer Tony Cragg hat derzeit bis zum 12. Juni 2017 eine große Einzelausstellung im „Museo Nacional de Bellas Artes“ in Havanna. Es gilt als das wichtigste Museum für zeitgenössische Kunst auf Kuba. Die Werkschau im Sala de „Exposiciones Transitorias“ des Musuems umfasst 30 Skulpturen und 20 Zeichnungen. Mit Zeichnungen setzt sich Cragg bereits seit Ende der 1980er Jahre auseinander, als er sich auch jenen Bronzeplastiken zuwandte, mit denen er dann international bekannt wurde. Anschließend wandert die Ausstellung ins Museum Ludwig Koblenz, wie sie vom 2. September bis zum 22. Oktober 2017 gezeigt wird.

Preise

ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine

Hartware MedienKunstVerein. Vor Dan Perjovschi The Hard Drawing, 2016, Foto HMKV.

Der Dortmunder Hartware MedienKunstVerein erhält den diesjährigen ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine (8.000 Euro). Zu Begründung erkläre die Jury, die Arbeit des Vereins überzeuge „durch ihre konzeptionell stringente Orientierung. Im Vordergrund stehen gesellschaftsrelevante und genreübergreifende Fragestellungen, die mit aufsehenerregenden Themenausstellungen inszeniert werden. Besondere Sorgfalt legt der Verein auf seine Öffentlichkeitsarbeit und auf moderne Vermittlungsstrategien. Aus einer besonderen Schwerpunktsetzung im Bereich der Medienkunst hat der Verein breiter angelegte Programme entwickelt und sich Prinzipien der Interaktion zu eigen gemacht, die unter kuratorischen Leitlinien gleichermaßen Künstler wie Publikum in Entscheidungsfindungen einbezieht“. www.kunstvereine.de

Aktionen & Projekte

München: Kino der Kunst

Vom 19. – 23. April findet in München die dritte Ausgabe von KINO DER KUNST, einer Verbindung aus Filmfestival und Kunstausstellung, statt. Neben den Wettbewerbs-Filmen das Festival in Zusammenarbeit mit Münchner Museen, Kinos und Galerien ein umfangreiches Programm. Die Sammlung Goetz bietet in diesem Rahmen einige Sonderveranstaltungen zur Ausstellung Manifesto. Julian Rosefeldt an, die im Museum Villa Stuck gezeigt wird. "Die 13-teilige Filminstallation Manifesto ist eine Hommage an die bewegte Tradition und literarische Schönheit von Künstlermanifesten und befragt nicht zuletzt die Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft. Hauptdarstellerin ist die australische Schauspielerin Cate Blanchett, die 13 Charaktere von der Börsenmaklerin über die Punkerin bis hin zum Clochard spielt..."

Aktionen & Projekte

Athen: Inoffizielle Zelte

In Athen und in Kassel sind nicht derzeit nur die offiziell eingeladenen Documenta Künstler am Start, sondern in kommunalen Rahmenprogrammen und im Off-Kunstbereich auch noch viele andere. So arbeitet z.B. der Künstler Thierry Geoffroy/COLONEL derzeit in beiden Städten, um „eine Debatte über die globale Rolle“ der Kunst in Biennalen und anderen Großveranstaltungen anzustoßen. Ihm geht es dabei um die Analyse von „Struktur und Konzept“ von Adam Szymczyks kuratorischem Handeln, und dazu stellt er Fragen wie „Is Documenta Dangerous?“,  „Why Athens?“ oder „Do artists have a role or a function?“. Bildnerische Antworten dazu stellt Thierry Geoffroy/COLONEL allerdings dort nicht vor Ort aus, sondern bis zum 30. Juni 2017 in Kopenhagen in der Sabsay Gallery. Titel: „#documentasceptic ALWAYS QUESTION THE STRUCTURE“. Während der Eröffnungstage der Athener Documenta hat Thierry Geoffroy/COLONEL Werke mit Zelten geschaffen - damit arbeitet er bereits seit 1991. Einerseits ähnelt der Zeltstoff der Malerleinwand, andererseits betont der Künstler damit aber auch eine Abkehr von der Arbeit am klassischen Tafelbild mit Farbpigmenten und Pinseln - dabei beruft er sich u.a. auf Marcel Broodthaers und Hans Haacke, die in ihrer Kunst auch das Museum in Frage gestellt und Institutionenkritik geübt hätten.

Ausschreibungen

PROJECTS in Braunschweig

Die HBK-Hochschule für Bildende Künste Braunschweig hat die Bewerbungsfrist für die Künstlerförderung des Landes Niedersachsen verlängert. Noch bis zum 3. Mai 2017 "können sich junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt für eines von insgesamt acht Residenzstipendien bewerben. Das Braunschweig PROJECTS Programm umfasst jeweils eine monatliche finanzielle Förderung in Höhe von 1.250 Euro im Bereich Bildende Kunst (zwölf Monate) und im Bereich Klangkunst (sechs Monate), einen projektabhängigen Zuschuss für Sach- und Reisekosten, die Residenz in einem Wohnatelier in Braunschweig sowie die Einbindung in ein Mentorenprogramm. Das Stipendium endet mit einer Abschlusspräsentation". Infos und Kontakt: www.braunschweig-projects.de

Galerien & Auktionshäuser

Leipzig: Neue Galerieleiterinnen

Vittoria Castiglioni und Lea Kontak haben am 1. April 2017 die Leitung der Leipziger Galerie b2_ s übernommen. Die Galerie residiert im Stadtteil Plagwitz auf dem Gelände der alten Baumwollspinnerei, die heute ein Kulturzentrum ist. Die Galerie vertritt Hubert Becker, Benjamin Dittrich, Doris Frohnapfel, Caroline Hake, Katharina Immekus, Bea Meyer, Heide Nord, Selma van Panhuis, Christian Schellenberger, Hayahisa Tomiyasu, V I P, Anna Vovan und Verena Winkelmann. www.galerie-b2.de

Preise

ADKV-ART COLOGNE- Preis für Kunstkritik 2017

Kito Nedo, Foto: Stefan Studer

Kito Nedo wurde mit dem ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik 2017 ausgezeichnet. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE an freie Journalisten verliehen. Über den Preisträger heißt es: „Nedo ist ein Kritiker, der seinen Platz noch nie allein dort gesehen hat, wo der Kunstbetrieb stillschweigend Macht und Bedeutung konzentriert. Oft greift er zu klassischen journalistischen Formaten, um in Berichten, Analysen und Interviews von seiner enzyklopädischen Kenntnis auch selten beachteter Ausstellungsorte zu profitieren. So unterläuft er die hypnotische Fixierung auf Groß-Events und Stars, um auch kritische Stimmen einzufangen. Er verteidigt einen Ton gelassen ruhiger Beobachtung, der sich von Verlautbarungs- und Huldigungsprosa fernzuhalten weiß. Kritik ist für Kito Nedo immer auch Umverteilung von Aufmerksamkeit und damit ein Beitrag zur Fairness gegenüber Einzelpositionen und Randphänomenen.“

Messen & Märkte

Neue Kunstmesse in Berlin

Daniel Hug, © Kölnmesse

Die seit 2007 durchgeführte abc-art berlin contemporary verstand sich nicht als „richtige Kunstmesse“, sondern als „Plattform“, und so unternimmt man nun einen neuen Anlauf, in der Hauptstadt wieder eine klassische Messe mit moderner und zeitgenössischer Kunst zu etablieren: in diesem Herbst geht in der „Station“ am Gleisdreieck Kreuzberg die Art Berlin (14.-17. 9.2017) an den Start, sozusagen als abc-Ersatz, geleitet von der bisherigen abc-Chefin Maike Kruse. Statt Konkurrenz zu den rheinischen Kunstmärkten wie früher ist nun Zusammenarbeit angesagt: die Art Cologne und die Koelnmesse sind in Berlin als Partner mit im Boot, bzw. ab September 2017 der künstlerische Art Cologne-Leiter Daniel Hug. „Berlin hat uns angesprochen“ erklärte Hug gegenüber „Kunstforum“-Autorin Uta M. Reindl. Wo die Art Basel und die Londoner Frieze Art Fair in den vergangenen Jahren spektakulär Filialgründungen in Miami, Hongkong und New York vorgenommen haben, will Hug indes den Eindruck vermeiden, die abc mutiere womöglich zu einer zweiten Art Cologne, und so spricht er bewusst nicht von „Einsteigen“, sondern von „Kooperation“. So, wie z. B. deutsche Autohersteller betonen, sie ließen nicht nur, weil es dort billiger sei, vor Ort in Mexiko oder Brasilien produzieren, sondern vor allem, weil man auf den dortigen regionalen Märkten "näher am Kunden" sei, macht es auch für die Veranstalter von Kunstmessen Sinn, sich mit Tochtermessen auf anderen Kontinenten Zugang zu den dortigen Sammlermärkten zu verschaffen. Köln profitierte als Kunsthandelsstadt immer von seiner geografischen Nähe und von günstigen Verkehrsanbindungen ans westliche Ausland, aber für Kölner Galerien war die Art Cologne schon lange kein Heimspiel mehr - unter den deutschen Ausstellern dominierten auf der Teilnehmerliste seit dem "Hauptstadt-Boom" der vergangenen 20 Jahre deutlich die Galerien aus Berlin. Obwohl konkrete Details der Zusammenarbeit erst im Mai bekannt gegeben werden, lässt sich mutmaßen, dass sich die Messestandorte Köln und Berlin gleichermaßen Synergieeffekte von einer solchen Kooperation versprechen. Von einer "McDonaldisierung" der beiden führenden Kunsthandelszentren kann indes keine Rede sein. Uta M. Reindl über Daniel Hugs Überlegungen: "Darin unterscheidet sich die" Art Cologne als "älteste Kunstmesse der Welt deutlich von der nach ihr gegründeten Baseler Messe, dass sie... keinesfalls jenes 'Global Life Marketing' mit betreibe, wie dies die MCH Group (Basel) im Rahmen ihres neuen 'Portfolios regionaler Kunstmessen an bedeutenden Kunstorten' umsetzt". So steigen die Basler MCH-Leute - wie zuvor bei der India Art Fair in Neu-Dehli - nun auch bei der neuen Düsseldorfer Veranstaltung Art Düsseldorf ein, was nach Insider-Beobachtungen "langfristig ganz im Sinne der Baseler Messe geschieht". Als Reaktion auf die Abwanderung der bisherigen Kölner Art.Fair nach Düsseldorf kann man Daniel Hugs Berliner Kooperationspläne sicherlich nicht werten, denn die Art Cologne-Macher und die Koelnmesse haben eine zweite große Kunstmesse in Köln bekanntlich nie gewollt, und selbst kleinere Satelittenmessen haben in der Domstadt nie länger als drei bis vier Jahre durchhalten können. Auch eine Messekonkurrenz aus Düsseldorf haben die Kölner in den vergangenen 5 Jahrzehnten stets zu absorbieren vermocht: die 1970 erstmals ausgerichtete "Westdeutsche Kunstmesse Köln-Düsseldorf" fand irgendwann nur noch in Köln statt, und  die  Düsseldorfer "Art Multiple" ging seinerzeit ebenso in der "KunstKöln auf". Was mithin immer auch bei den Kölner Messemachern an strategischem Kalkül eine Rolle spielen mag: mit der Wirtschaftskonkurrenz zu Düsseldorf hat dies sicherlich nichts zu tun, und mit "feindlicher Übernahme" der abc wohl auch nicht. Marktbeobachter warten mit Spannung darauf, wie sich die Berliner Messemacherin Maike Kruse und ihr Kölner Kollege Hug in dieser ungewöhnlichen neuen Messepartnerschaft zusammen raufen werden.

Biennalen

Neu: Riga Biennale

Katerina Gregos

Katerina Gregos ist Chefkuratorin der RIBOCA- Riga International Biennal of Contemporary Art, die in der litauischen Metropole erstmals im Juni 2018 ausgerichtet wird. Das Programm umfasst eine europäische Dimension und gleichzeitig ein „strenges regionales Profil“. Die Künstlerszenen im Baltikum wurden im internationalen Kunstbetrieb bislang noch nicht so stark wahrgenommen; und das soll die neue Biennale nun ändern. Die eingeladenen Künstler gehen einen Dialog mit dem kulturellen, historischen und sozialen Kontext der Stadt und ihrer Umgebung ein. Gründerin der Veranstaltung und Dirketor der Trägergesellschaft Riga Biennial Foundation ist Agniya Mirgorodskaya. www.rigabiennial.com

Messen & Märkte

Art Cologne: Cutting Edge-Galerien

Art Cologne, Foto: S. Kallnbach

„Cutting Edge“ bedeutet im Englischen „Schnittkante“ und unter „Cutting Edge Art“ versteht man innovative topaktuelle Kunst. Dieser jungen zeitgenössischen Kunst will die Art Cologne (26. bis 29. April 2017) künftig in ihrer Halle 11.3 mehr Raum geben und führt daher einen neuen Bereich „Neumarkt“ ein: Mit diesem neuen Format „haben junge Galerien, die maximal zehn Jahre alt sind, die Chance, sich auf drei unterschiedlichen Standflächen zu präsentieren. Damit werden die bereits bekannten Formate NEW CONTEMPORARIES und die COLLABORATIONS in einer Plattform integriert und bilden“ auf der Art Cologne nunmehr „den zentralen Ort für junge Kunst“. Neben Flächen für kleine Stände (20 Quadratmeter) mit besonderen Solopräsentationen gibt es ebenso mittelgroße Stände (30 Quadratmeter) „mit sorgfältig ausgesuchten Gruppenausstellungen von maximal drei Künstlern“ und größere 40 qm-Stände „für kuratierte Präsentationen von Galerien aller Altersklassen“. In dieser „Neumarkt“-Abteilung findet man Galerien wie The Journal (New York), Clages (Köln), Choi & Lager (Köln) oder Emmanuel Layr (Wien). Die Halle 11.2. ist für Zeitgenössische Kunst mit Galerien wie Hans Mayer (Düsseldorf) oder Thaddaeus Ropac (Salzburg) reserviert. In der Halle 11.1. findet man die Klassiker. Hier bieten Galerien wie Levy (Hamburg), Margarete Roeder (New York) oder Le Minotaure (Paris) ihr Programm an. „Mit der diesjährigen Ausstellung des Künstlers Michael Riedel in der Eingangshalle zeigt die ART COLOGNE anders als in den vergangenen Jahren keine kunsthistorische, sondern erstmals eine zeitgenössische Position. Die Grundlage des Kunstwerks bildet ein von Michael Riedel verfasster Text „L“, der die Zulassungssitzung zur Messe wiedergibt, in der über die Annahme oder Ablehnung der sich beworbenen Galerien zur ART COLOGNE entschieden wurde.“ www.artcologne.de

Aktionen & Projekte

Ars Electronica bei Rock in Rio

Spaxels Testflug für Rock in Rio, Frühjahr 2017, Fotocredit: Ars Electronica / Martin Hieslmair

Soeben fanden spektakuläre Testflüge und Dreharbeiten statt: die "Spaxels", wie die Ars Electronica ihr künstlerisches Drohnen-Programm nennt, und das 60-köpfige Orchester der Anton Bruckner Privatuniversität standen im Mittelpunkt von Aufnahmen für einen Videoteaser und einen TV-Beitrag für das brasilianische Fernsehen. Zwischen dem 15. und 24. September 2017 begleitet die Linzer Ars Electronica mit einem Drohnen-Schwarm das Pop-Festival „Rock in Rio“, bei dem u.a. Lady Gaga, Justin Timberlake und die Red Hot Chili Peppers auftreten. „Jeden Abend werden die Ars Electronica SPAXELS® über dem Barra Olympic Park von Rio de Janeiro aufsteigen und das Publikum auf den Headliner des jeweiligen Tages einstimmen. Der Linzer Drohnenschwarm wird dabei spektakuläre Leuchtskulpturen in den Nachthimmel zaubern – eine mehr als 200 Meter lange, majestätische Sinuswelle, eine gigantische E-Gitarre und last but not least natürlich auch das Logo von Rock in Rio...“ Die „Spaxels“ (eine Wortkombination aus „Space“ und „Pixel“) wurden seit 2012 im Future Lab der Ars Electronica entwickelt. Mit 50 Drohnen inszenierte das Linzer Medienkunstlabor damals in einem ersten spektakulären Auftritt die Inszenierung des Bildes von einem Auge im Nachthimmel als Illustration einer Klangwolke. Weitere Aktionen folgten, u.a. ein Flug von 100 Drohnen über dem Hafenbecken und der Oper von Sydney 2016. Für die Vermarktung sorgt eine eigens gegründete Ars Electronica SPAXELS® GmbH, „die sich zu 100 Prozent im Eigentum der Ars Electronica Linz GmbH befindet. Während Forschung und Weiterentwicklung rund um das Projekt Spaxels weiterhin im Ars Electronica Futurelab angesiedelt sind, werden alle kommerziellen Auftritte der Spaxels seither von der Ars Electronica SPAXELS® GmbH abgewickelt“. In Linz findet die Ars Electronica in diesem Jahr vom 7. bis zum 11. September 2017 statt. Thema: „Artificial Intelligence – das andere Ich“. www.aec.at

Aktionen & Projekte

Mischa Kuball: Lichtrauminstallation im Kölner Baptisterium

Zugang zum Baptisterium am Kölner Dom mit Lichtrauminstallation von Mischa Kuball, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Als 1968/69 in Köln die Domumgebung neu gestaltet wurde, geriet manches zu einem städtebaulichen Schandfleck, und selbst der Architekt Fritz Schaller soll in späteren Jahren über sein Werk nicht mehr so recht begeistert gewesen sein. Vor allem die zubetonierte Ostseite des Domes präsentierte sich als eine regelrechte Gruselkammer - an der düsteren Unterführung zwischen der Kathedrale und dem Musik Ludwig fanden sich immer wieder Wildpinkler ein, und so verstärkte stets der beißende Uringeruch den Eindruck des Unwirtlichen. Unlängst wurde dieser gründlich versiffte Teil der Domplatte konsequent entrümpelt und neu gestaltet - alles ist nun heller, freundlicher und auch olfaktorisch anheimelnder. Hier befindet sich auch das Baptisterium; ein frühchristliches Taufbecken, das man bereits 1866 an dieser Stelle entdeckte. Im Zuge der Sanierung gestaltete man auch den Vorraum dieses Baptisteriums neu, und dazu schuf Mischa Kuball eine permanente "szenische Lichtinstallation", die der Dompropst vor einem Jahr einweihte. Von außen ist Kuballs Lichtinszenierung gut sichtbar, das Innere ist allerdings nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Doch während der diesjährigen Art Cologne-Tage öffnen sich die Pforten zum Baptisterium ausnahmsweise für alle: am 27. April 2017 führt hier PYROLATOR eine Klangperformance auf; und am 28. und 29. April 2017 kann man das Baptisterium jeweils von 18 bis 22 Uhr besichtigen.

Museen & Institutionen

KHM Wien: Gespräch mit Peter Doig

Kunsthistorisches Museum Wien, Pressebild, ©KHM-Museumsverband

In der Modern & Contemporary Gesprächsreihe mit Künstlern über Kunst, Museen und über die komplexen Beziehungen von Vergangenheit und Gegenwart hat das KHM-Kunsthistorisches Museum Wien für den 24. April 2017 (19 Uhr) den Künstler Peter Doig eingeladen. Doig hatte „große Einzelausstellungen in Institutionen wie der Tate Britain, London, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, der Schirn Kunsthalle, Frankfurt, der Pinakothek der Moderne, München, der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh, dem Louisiana, Kopenhagen, und der Fondation Beyeler, Basel. Sein Werk findet sich auch in vielen Sammlungen dieser Institutionen“. Bekannt wurde er als Maler von Landschaften, für die er oft fotografische Vorlagen benutzt. Eine fotorealistische Stilistik vermeidet er dabei, stattdessen pointiert er inhaltlich sozialkritische Momente; formal konzentriert er sich auf eine Farbgebung, die bisweilen an den magischen Realismus der 1920er Jahre erinnert. www.khm.at

Personalien

Ingeborg Strobl gestorben

Ingeborg Strobl in den 1980er Jahren, Foto: Jakob Gasteiger

Ingeborg Strobl, österreichische Künstlerin, starb im Alter von 67 Jahren. Sie hatte zusammen mit Ona B., Evelyne Egerer und Birgit Jürgenssen die feministische Künstlerinnengruppe „Die Damen“ gegründet. Die Wiener Museumsdirektorin Karola Kraus sagte zu Strobls Kunst, sie habe „in ihren Objekten Installationen, Fotografien, Filmen und Publikationen kompromisslos-kritisch und ironisch-humorvoll Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Natur und Kunst untersucht. Gerade in der genauen Beobachtung von Naturprozessen verstand sie es, auch Geschichte und soziales Verhalten in eindringlichen Bildern sichtbar zu machen“.

Aktionen & Projekte

KW Institute Berlin: Schering-Preis

HIWA K: This Lemon Tastes of Apple, 2011, Video, 16:9, color, sound, 13:26 min, Video Still, © Hiwa K, Courtesy Hiwa K und KOW, Berlin, und Prometeo Gallery, Milan

Die KW Institute for Contemporary Art Berlin und die Schering Stiftung haben den diesjährigen Preisträger der Stiftung im bereich Bildende Kunst beakntn gegeben, nämlich Hiwa K. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro, einer Einzelausstellung, der Neuproduktion eines Kunstwerks sowie einem Katalog dotiert. Die Einzelausstellung "Don’t Shrink Me to the Size of a Bullet" findet ab dem 1. Juni 2017 im KW Institute statt. Dazu "präsentiert der Künstler eine Auswahl von Arbeiten der vergangenen zehn Jahre sowie eine ambitionierte Neuproduktion... Die Abtrennung von dem Ort, der einst als 'Heimat' bekannt war, ist zentral in der künstlerischen Herangehensweise von Hiwa K, der aus politischen Gründen gezwungen wurde, sein Heimatland zu verlassen. Diese Fragestellung treibt Hiwa K an, Arbeiten zu produzieren, in denen volkstümliche Formen, mündlich überlieferte Geschichten und politische Konstruktionen ineinandergreifen. Die vielfältigen Referenzen in seinen Arbeiten bestehen aus Geschichten, die Familienmitglieder und Freunde erzählen, vorgefundenen Situationen sowie alltäglichen Begegnungen, die sich aus provisorischen Lösungen und pragmatischen Vorgehens weisen bei oftmals komplexen Ideen und Konzepten entwickelten. Der Künstler versucht die T raditionen, die seine Erziehung beeinflussten, beizubehalten und ist gleichzeitig bestrebt sich Wissen anzueignen, welches ihm hilft, sich in neue Umgebungen zu integrieren. Das Verlangen nach Verbindungen, die Neugierde und der Wille zum Wissen sind entscheidend in Hiwa K’s Untersuchung der Beziehung zwischen persönlichen und kollektiven Gedankensystemen..."

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