Aktuelle Nachrichten

  • Alle
  • Aktionen & Projekte
  • Personalien
  • Preise
  • Museen & Institutionen
  • Ausschreibungen
  • Kulturpolitik
  • In eigener Sache
  • Preview
  • Galerien & Auktionshäuser
  • Hochschulen
  • Anzeige
  • Biennalen
  • Messen & Märkte
  • Film
  • Publikationen

Ausschreibungen

Kulturpreis der Ritter-Stiftung

Der Wettbewerb um den Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst richtet sich an niederbayerische Künstler und umfasst ein Preisgeld von 15.000 Euro. Der Gewinner erhält im Juni 2017 neben dem Preisgeld auch eine Einzelausstellung im Weytterturm Straubing. Alle Bildenden Künstler, die einen nachweislichen Bezug zu Niederbayern haben, sind eingeladen und aufgerufen, sich bis zum 9. Januar 2017 zu bewerben. Infos und Bewerbungsformular unter: www.ritter-stiftung.org

Museen & Institutionen

Wiesbaden: It’s all natural

Julius von Bismarck Fluchtgeschwindigkeit (Escape Velocity), 2016 Videostill, 40’,Courtesy und © Der Künstler und Alexander Levy (Ausschnitt)

Vom 4. November bis zum 11. Dezember 2016 zeigt der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden die Gruppenausstellung „It's all natural“. „Welche Aussage treffen aktuelle „Naturbilder“ über das Verhältnis Natur – Kultur? Sind der Mensch und seine Kultur Teil oder Gegenteil der Natur? Wie verorten sich zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler innerhalb des Diskurses? Diese und weitere Fragen thematisieren die gezeigten Werke und beleuchten auf unterschiedliche Weise die Facetten eines aktuellen Naturbegriffs. Naturmaterialien werden imitiert, projiziert oder durch technische Verfahren neu interpretiert. In dieser visuellen Auseinandersetzung klingt sowohl die Abhängigkeit in der Beziehung von Mensch und Natur, als auch ihre Dissonanz an...“

Museen & Institutionen

Dortmund: Frauenbilder

Niki de St. Phalle, Lili ou Tony 1965, Bemaltes Polyesterharz, Stoff, Maschendraht und Collage, Courtesy Galerie GP & N Vallois, Paris, Foto: Aurélien Mole, © 2016 Niki Charitable Art Foundation, All rights reserved.

Zum ersten Mal werden die Werke von Niki de St. Phalle nun in Dortmund gezeigt. Vom 10. Dezember 2016 bis zum 23. April 2016 widmet sich um Museum am Ostwall/Dortmunder U die Ausstellung unter dem Titel „Ich bin eine Kämpferin“ den verschiedenen Frauenbildern der Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930-2002). Zu sehen sind Gemälden, Lithographien, Zeichnungen sowie Foto- und Filmmaterial. Bekannt wurde sie in den 1960er Jahren durch ihre Nana-Figuren. Aber in ihren frühen Assemblagen und Schießbildern beschäftigte sich die Künstlerin ebsnso „ kämpferisch mit den politischen Konflikten und den tradierten Rollenbildern ihrer Zeit, erweitert um den künstlerischen Blick auf die Frau in der Gesellschaft.“

Museen & Institutionen

Frankfurt: Watteau, der Zeichner

Antoine Watteau, (1684-1721), Zwei Pilger und eine stehende Frau, um 1709–1712

Das Frankfurter Städel Museum zeigt vom 19. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 eine umfassende Ausstellung zu Antoine Watteau (1684–1721). Er zählt zu den bedeutendsten Zeichnern der französischen Kunstgeschichte. In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlungsind 50 Zeichnungen Watteaus zu sehen, ergänzt durch sechs Gemälde des Künstlers sowie eine kleine Auswahl an Zeichnungen von Zeitgenossen und Nachfolgern. Bei dieser Werkschau „Watteau. Der Zeichner“ handelt es sich um die erste monografische Präsentation des Künstlers in Deutschland seit über 30 Jahren. www.staedelmuseum.de

Hochschulen

NRW-Förderpreise

Fünf Absolventen der KHM – Kunsthochschule für Medien Köln sind unter den Preisträgern, die im November 2016 von der Kulturministerin Christina Kampmann in Münster die Förderpreise des Landes NRW überreicht bekommen (7.500 Euro). Sie werden in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet: Hannah Dörr in der Sparte „Film: Regie, Bühnenbild, Kameraführung“ , Alexander Pascal Forré in der Sparte „Medienkunst“ , Laurentia Genske in der Sparte „Film: Regie, Bühnenbild, Kameraführung“, Robin Humboldt in der Sparte „Film: Regie, Bühnenbild, Kameraführung“ und Matthias Wollgast in der Sparte „Malerei, Graphik, Bildhauerei. www.khm.de

Hochschulen

R. Klimmt: Ehrensenator

Reinhard Klimmt, Trommeln im Urwald, Ausstellung der Taschenbuchsammlung von Reinhard Klimmt in der Galerie der HBKsaar, 2013

Reinhard Klimmt ist seit diesem Wintersemester Ehrensenator der HBK Saar in Saarbrücken. Der SPD-Politiker war lange Jahre Fraktionsvorsitzender seiner Partei im saarländischen Landtag und anschließend Ministerpräsident, und dabei der Hochschule immer eng verbunden: So förderte ihre Umwandlung von einer Fachhochschule zur eigensatändigen Kunsthochschule. Über seine Sammlung an afrikanischer Plastik referierte Klimmt „beim Symposium 'Ouagadougou!' 2011 in der Galerie der HBKsaar: von den historisch sehr wohl vorhandenen Schriftkulturen Afrikas bis zur 'Négritude' Senghors“. www.hbksaar.de

Hochschulen

Hamburg: Orientierungsprogramm für Flüchtlinge

Bis zur Abschlusspräsentation am 12. Februar 2017 nehmen im laufenden Wintersemester 25 ausgewählte Asylsuchende und Geflüchtete am Artistic and Cultural Orientation-Programm der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) teil. Das Angebot richtet sich an Interessierte an künstlerischen und gestalterischen Fragestellungen in den Bereichen Film, Fotografie/Video, Design und Malerei/Bildhauerei und die „sich später möglicherweise für ein Studium der Bildenden Künste bewerben wollen“. Der jetzige Kurs allein führt allerdings noch nicht zu einer Hochschulzugangsberechtigung. Deutschkurse sind Teil des Seminars, das „Denktraditionen der westlichen Kunst, Kultur und Gesellschaft“ vermittelt und „in künstlerischen Workshops mit HFBK-Alumni Arbeitsformen hiesiger Kunsthochschulen praktisch ausprobiert“. Ein Paten-System ergänzt das Programm, „d.h. eingeschriebene Kunststudierende der HFBK begleiten Programmteilnehmende während des gesamten Semesters“. Außerdem finden Exkursionen und Führungen „mit Fokus auf das zeitgenössische Kunstleben in Hamburg“ statt; sie „sollen zum besseren Verständnis der Umgebung und Kultur beitragen“. www.hfbk-hamburg.de

Messen & Märkte

Art.Fair Köln geht nach Düsseldorf

Art.Fair Köln, Pressebild, Copyright: Felix J. Hild

Die Kölner Art.Fair findet ab 2017 in Düsseldorf statt – unter dem neuen Namen Art Düsseldorf. Veranstaltungsort ist ein ehemaliges Stahlwerk. „Gründe für den Umzug sind offensichtlich bessere Konditionen, die Aussicht auf ein zahlungskräftigeres Publikum, aber auch ein nicht einfaches Verhältnis zur Kölnmesse“, mutmaßt der „Kölner Stadtanzeiger“. Zugleich verhandeln die Art-Fair Macher mit der schweizerischen MCH Group, die die Art Basel veranstaltet, über eine mögliche Kooperation in Düsseldorf. Unabhängig vom Ergebnis dieser Gespräche werde die Art.Fair aber auf jeden Fall Köln verlassen. Die MCH-Group indessen will im internationalen Kunstmarkt „noch stärker Fuß fassen“ - sie hat bereits mit der India Art Fair einen Kooperationsvertrag geschlossen: „Ziel ist offensichtlich der Aufbau eines internationalen Netzwerks mit kleineren Messeanbietern“, so der „Kölner Stadtanzeiger“. Während man sich beim Amt für Wirtschaftsförderung im Kölner Rathaus eine engere Kooperation der lokalen Kunstmessen Art Cologne, Cologne Fine Art Fair und Art.Fair wünschte, winkten die Verantwortlichen bei der Koelnmesse ab: die „Schnittmenge gemeinsamer strategischer Ziele sei nicht groß genug“ gewesen. Als Messestandort hatte Köln gegenüber der Nachbarstadt den Kunstmarkt immer dominiert: zwischen 1976 und 1983 fand der „Internationale Kunstmarkt“ in jährlichem Wechsel in Köln und Düsseldorfstatt, dann aber seit 1984 nur noch in Köln unter dem heutigen Namen „Art Cologne“. Auch die 1992 in Düsseldorf erstmals ausgerichtete „Art Multiple“ wanderte 1999 nach Köln ab, hieß dann „KunstKöln“ und wurde 2006 mit der „Westdeutschen Kunstmesse“ und der „Antiquariatsmesse Köln“ unter dem Namen „Cologne Fine Art Fair“ zusammen gefasst. 2007 versuchte die DC Duesseldorf Contemporary“ der Art Cologne Konkurrenz zu machen, hielt aber nicht lange durch. Messedirektor war pikanterweise Walter Gehlen, der 2003 die Art.Fair mitgegründet hatte und in einem Interview mit „art.facts.net“ der folkloristisch strapazierten Rivalität der beiden rheinischen Metropolen eine Absage erteilte: man erlebe dort eine „polyzentrische Situation, eine Region mit zwei Zentren: Köln und Düsseldorf“, so Gehlen damals, und wenn diese Zentren „zwei starke Messen“ anböten, habe man im Rheinland die Gelegenheit, „zwei verschiedene Welten in dem Kontext der Kunst zu sehen“. Eine solche Sichtweise scheint für die künftige Standortentscheidung der Art.Fair auch jetzt noch Gültigkeit zu haben. Die erste Art Düsseldorf findet vom 16. bis 19. Nov. 2017 statt.

Hochschulen

München: N. A. Märkl stellt in Artothek aus

Nina Annabelle Märkl, Münchener Künstlerin und Lehrbeauftragte an der Münchener Kunstakademie, stellt bis zum 7. Januar 2017 in der Münchener Artothek aus. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Zeichnung und Skulptur. Werke von ihr wurden bereits für die Bundeskunstsammlung und für die Bayerische Staatsgemäldesammlung angekauft.

Aktionen & Projekte

Prinzip Apfelbaum

Das Prinzip Apfelbaum, Foto: Copyright Bettina Flitner und Initiative Mein Erbe tut Gutes (Ausschnitt)

„Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?“ Elf Persönlichkeiten, darunter die im letzten Jahr verstorbenen Günter Grass, Egon Bahr und Richard von Weizsäcker, äusserten sich das, was sie an die nachfolgenden Generationen weitergeben möchten. Porträts und Gedanken als "ein Bekenntnis für das Leben" hat die Fotografin Bettina Flitner in elf Triptychen zusammen gefasst. Mit Kurzfilmen und Audioguide wird dieses Projekt von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ vom 10. November bis zum 8. Dezember 2016 in den Räumen der Kölner Michael Horbach Stiftung vorgestellt. Außerdem sind dort zeitlich parallel Fotoarbeiten von Claudia Kroth, Joaquin Segui und Marta Pujades zu sehen. www.michael-horbach-stiftung.de

Museen & Institutionen

Frei Otto: Denken in Modellen

Nachtansicht des Tanzbrunnens für die Bundesgartenschau 1957 in Köln © saai | Südwest deutsches Archiv für Architektur und I ngenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Werkarchiv Frei Otto

Zu seinen markantesten Entwürfen zählen die Zeltdachkonstruktion des Kölner Tanzbrunnens (1957) - es war einer der ersten Entwürfe des Architekten Frei Otto (1925-2015) in dieser Bautechnik. Solche Zeltdachkonstruktionen und andere Entwürfe in Leichtbauweise wurden sein Markenzeichen. 2015 bekam er für sein Werk den Nobelpreis der Architektur, den sogenannten Pritzker-Preis verliehen – die weltweit höchste Auszeichnung für Architektur." Anlässlich dieser Ehrung zeigen das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) und die Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit dem ZKM | Karlsruhe die bisher größte Ausstellung zum Oeuvre von Frei Otto. Gezeigt werden sowohl bekannte, als auch völlig unbekannte Projekte. Das Material umfasst insgesamt über 200 Modelle, knapp 1.000 Fotos, Zeichnungen, Skizzen, Pläne und Filme sowie eine medientechnische Großprojektion." www.kkm.de

Museen & Institutionen

Frankfurt: Unbekanntes Kirchner-Bild entdeckt

Ernst Ludwig Kirchner, Szene im Café, 1926, Öl auf Leinwand, Foto: Städel Museum Frankfurt

Per Zufall entdeckte man im Frankfurter Städel Museum beim Restaurieren von Ludwig Kirchners „Schlittenfahrt“ unter dem Bild eine zweite Leinwand: man nimmt an, das Kirchner auf den bereits bespannten Keilrahmen eine zweite Leinwand nagelte und darauf die Schlittenfahrt malte. Die Bespannung ist original; es besteht kein Zweifel, dass das neu entdeckte Bild eigenhändig vom Künstler gemalt wurde. Es zeigt in leuchtenden Farben eine Café-Szene; sie enthält Spuren der feuchten Farbe, die sich beim Malen der Schlittenfahrt durchgedrückt hat. In einem Brief an einen Sammler hatte der Maler darauf hingewiesen, dass er wohl öfters drei oder gar vier Leinwände übereinander gespannt hatte, weil er keine Keilrahmen für neue Bilder zur Verfügung hatte.

Preise

Sachsen-Art Preis

Mako Mizobuchi, Foto: Copyright Julia Jäger, Courtesy: Neuer Sächsischer Kunstverein

Mako Mizobuchi wurde der Sachsen-Art Preis für junge Kunst zugesprochen (3.000 Euro). Die Auszeichnung wird seit 2005 vom Neuen Sächsischen Kunstverein e.V. mit unterschiedlichen Stiftern ausgelobt und besteht neben dem Preisgeld aus einem Wanderpokal und einer Einzelausstellung. Die Jury befand über Mizobuchis Fotografien, sie überzeugten „durch einen sensiblen Zugang zur Poesie der Dinge“. www.saechsischer-kunstverein.de

Preise

Sondermann-Preis

Sondermann-Preisskulptur, Foto: Courtesy Sondermann e.V.

Thomas Kapielski und Jan Böhmermann nehmen am 11. November 2016 in der Frankfurter „Brotfabrik“ den Sondermann-Preis entgegen. „Sondermann“ ist eine von Bernd Pfarr entworfene Figur und Namenspatron dieses Preises für Komische Kunst. Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und richtet sich an etablierte Vertreter der Komischen Kunst. Der Newcomer-Preis „soll bemerkenswerte Nachwuchstalente fördern“ und beträgt 2.000 Euro.

Museen & Institutionen

Braunschweig: Wiedereröffnung

Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Raumansicht 2. Obergeschoss, Foto: C. Cordes, Herzog Anton Ulrich-Museum

Sieben Jahre dauerte die Sanierung des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig. Neben der Sanierung des Altbaus aus dem Jahr 1887 bekam das Museum hinter diesem auch einen Erweiterungsbau für die Verwaltung, Depots, Restaurierungswerkstätten, das Kupferstichkabinett, die Bibliothek, ein Museumscafé und Räumen für die Museumspädagogik. Als Kunstmuseum des Landes Niedersachsen beherbergt das jetzt wieder eröffnete Museum eine Sammlung mit 190.000 Objekten. Etwa 4.000 von ihnen sind jetzt in der neu präsentierten ständigen Sammlung zu sehen. Dafür stehen jetzt 4.000 qm zur Verfügung. Für Sonderausstellungen sind 900 qm reserviert. www.3landesmuseen.de/Herzog-Anton-Ulrich-Museum.304.0.html

Aktionen & Projekte

Archiv des Nichts

Stephan US, „Ich tue Nichts“, Copyright: VG Bildkunst 2016

Den zehnten Geburtstag seines „Archiv des Nichts“ feiert Stephan US mit der Ausstellung „Nichts wird gewesen sein“ in der Münsteraner Ausstellungshalle Am Hawerkamp (12. Nov. bis 11. Dez. 2016). „In 366 täglichen Selbstversuchen, Performances, Interventionen oder durch kleine Veränderungen umgesetzte Handlungen möchte ich das Nichts und ihre Verwandten wie die Stille, Leere, Abwesenheit, Null... die Leerstellen in den Systemen erforschen und in die Welt, in den Alltag tragen. Ich versuche dieses Nichts, das Dazwischen, das vielleicht Unsagbare erfahrbar und leibhaftig werden zu lassen... - Erfolg und Scheitern inklusive”, so Stephan US. Diese laborativen Handlungen fanden bereits in zahlreichen deutschen Städten statt, aber auch im öffentlich-urbanen Raum von Brüssel, Belfast, Istanbul, London, Stettin, der Insel Ameland und in Zürich.“ Jüngst war Stephan US mit seinem Projekt zur Teilnahme am Performancefestival „Rencontre internationale d'art performance / RIAP” in Quebec/Kanada eingeladen. Seine dortigen Aktionen dokumentierte er auf Facebook: www.facebook.com/Ich-tue-Nichts-I-do-nothing-1494308457541845/

Aktionen & Projekte

Wuppertal: MNÈMOSYNE

Anne und Patrick Poirier, „Mnémosyne“, Tempera auf Holz, Collection A. und P. Poirier, Courtesy Galerie Mitterand, Foto: Aurélien Mole, Detail

Tony Cragg richtete auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrikantenvilla in Wuppertal den „Skulpturenpark Waldfrieden“ ein. Unter dem Titel „MNÉMOSYNE“ werden dort vom 29. Oktober 2016 bis zum 8. Januar 2017 zwei großformatige plastische Arbeiten von Anne und Patrick Poirier gezeigt. Beide Arbeiten vertreten paradigmatisch das Gesamtwerk des französischen Künstlerehepaars. Ausgangspunkt ihres Schaffens und dann ebenso bestimmend für die Ausstellung ist der titelgebende Begriff der „Mnémosyne“. Das bedeutet „Erinnerung“ und umreißt als Begriff in enger Verbindung mit der forschenden Archäologie oder künstlerischen Spurensuche das Phänomen, dem die Poiriers dann plastische Gestalt verleihen. Das Künstlerpaar versteht seine installativen und skulpturalen Arbeiten als eine „Parallelarchitektur“, deren Grundriss der Form des Gehirns entsprechen könne: „So sind unsere Gehirnarchitekturen, unsere Städte der Erinnerung als große Architekturmodelle entstanden, mal als Ruine, zerstört von einer Katastrophe, mal im immateriellen Weiß, jenseits von Zeit und Raum angesiedelter Utopien.“

Ausschreibungen

Drogen in der Kunst

Der Kunstverein Wörth schreibt einen Wettbewerb für eine Ausstellung zum Thema „Drogen in der Kunst“ aus. Medien: Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie und Objektkunst. Deadline: 25. Noveber 2016. Download Bewerbungsunterlagen unter www.kunstverein-wörth.de

Ausschreibungen

Meinersen-Stipendium

Für das zwölfmonatige Stipendium im Künstlerhaus Meinersen gilt eine Altersgrenze von 35 Jahren. Bevorzugt werden Absolventen von Kunsthochschulen. Neben mietfreiem Wohn- und Atelierraum gibt es einen monatlichen Zuschuss von 800 Euro. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2016. Infos und Kontakt: www.kks-gifhorn.de

Ausschreibungen

Stipendium Kunsthaus Troisdorf

Nachwuchskünstler bis 35 Jahre können sich bis zum 5. Dezember 2016 um ein zweijähriges Förderstipendium im Kunsthaus Troisdorf bewerben. Bedingungen: Wohnsitz in Deutschland, abgeschlossenes Studium oder Nachweis kontinuierlicher mehrjähiger Ausstellungen. Leistung des Auslobers: kostenloses Atelier. Kontakt: Stadt Triosdorf, Kulturamt 45.1., Frank Baquet, Kölner Str. 176, 53840 Troisdorf, info@kunsthaus-troisdorf.de.

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Bob van Orsouw schließt

Bob van Orsouw, Foto: Walter Pfeiffer

1988 gründete Bob van Orsouw seine Galerie in Zürich. Wegen einer „ernstzunehmenden Krankheit“ schließt er jetzt Ende 2016 seine Galerie bis auf weiteres. Erst im Mai hatte die Galerie „mit einem neuen Konzept“ ihre Räume im Löwenbräu wieder eröffnet. Die Galerie vertritt Künstler wie Nobuyoshi Araki, Paul Morrison und Ger van Elk und wollte mit dem neuen Konzept weniger Messeauftritte als bisher absolvieren und in nur noch zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr Gegenwartskunst mit älterer Kunst und Kunsthandwerk zusammen zeigen. www.bobvanorsouw.ch

Messen & Märkte

Cologne Fine Art

Cologne Fine Art, Stand von Mitzlaff, Foto: koelnmesse

Hervorgegangen aus der 1970 gegründeten Westdeutschen Kunstmesse, ist die Cologne Fine Art (17.-20.11. 2016) heute eine Messe für Alte Kunst, Arbeiten auf Papier, Moderne Kunst, Angewandte Kunst und Design: die rund 100 Aussteller bieten nicht nur Antiquitäten, Jugendstilschmuck und alte Landkarten an, sondern auch Kunst bis etwa 1980. Entsprechend solide wirkt auch das Publikum – man trifft hier an den Ständen eher dezent und mit Kennerblick auftretende Herren in blauem Blazer und Donald Trump-Frisur als quirlige Jung-Sammler mit Hipster-Bärtchen. Damit hat diese Messe gegenüber den anderen beiden Kölner Kunstmessen, nämlich der Art Cologne mit Kunst ab1900 und der Art.Fair mit einem jüngeren Programm, ein klares inhaltliches Profil. www.colognefineart.com

Biennalen

Biennale Venedig: US-Pavillon

Mark Bradford. Courtesy der Künstler

Mark Bradford repräsentiert die USA auf der Biennale von Venedig (13. Mai bis 26. Nov. 2017). Bei der Realisierung seines Biennale-Auftritts arbeiten The Rose Art Museum an der Brandeis University und The Baltimore Museum of Art (BMA) mit dem U.S. Department of State’s Bureau of Educational and Cultural Affairs zusammen. Der in Los Angeles lebende Bradford stellt seine Kunst in einen sozialen Kontext: er arbeitet nämlich nicht nur auf Leinwänden im Atelier, sondern engagiert sich gleichzeitig mit der Bildungsplattform „Art + Practise“ in der Jugendarbeit. Einzelausstellungen hatte er zuletzt im Hammer Museum (2015), Rose Art Museum (2014) und Aspen Art Museum (2011).

Aktionen & Projekte

Lichtkunst am Hellweg

Claudia Schmacke, Undine , Lippstadt, Wilhelmschule, Foto: Josef Wittrock

Der Hellweg war ein mittelalterlicher Handelsweg, der sich vom Rhein bis an die Elbe erstreckte und quer durchs heutige Ruhrgebiet von Duisburg über Paderborn bis nach Corvey verlief. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist eines der maßgeblichen Ausgangspunkte eines Projekts, in dessen Rahmen inzwischen etwa 40 Lichtkunstprojekte entlang des Hellwegs realisiert wurden. Für den 26.11.2016 ist in der Region Hellweg (Ahlen, Bergkamen, Bönen, Hamm, Lippstadt, Lünen, Schwerte, Soest und Unna) die „Große Nacht der Lichtkunst“ angekündigt. Nach Einbruch der Dunkelheit ( in diesen Breitengraden im November gegen gegen 17 Uhr) sind Werke folgender Künstler zu sehen: Kazuo Katase, Mischa Kuball, Vollrad Kutscher, Maik und Dirk Löbbert, François Morellet, Jürgen Stollhans, Rosemarie Trockel, James Turell u.a.m. Der „Lichtweg“ entlang des Hellwegs „ist kein herkömmlicher Skulpturengarten, in dem man von Kunstwerk zu Kunstwerk wandelt. Seine Werke sind nicht austauschbar. Es sind Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf den jeweiligen Ort eingelassen haben – auf die vorgefundene Architektur und Landschaftsstruktur, das soziale Umfeld, die historischen und gegenwärtigen Sinnzusammenhänge, auf das, was diese Orte geprägt hat, unverwechselbar macht. Es sind Kunstwerke, die nur über ihre Umgebung erfahrbar sind, weil sie eine Koexistenz mit ihr bilden – mit einer Umgebung, die nicht zuletzt von den Menschen gebildet wird, die hier leben. Die entstandenen Arbeiten geben der nächtlichen Region ein neues Aussehen und offenbaren überraschende Momente.“

Museen & Institutionen

Verhüllen, um zu enthüllen - Christo in Düsseldorf

Die Freude von Christo während des Tests bei Montecolino, als die Pfeiler sich mit den Wellen bewegen, Lago d’Iseo, Italien, Oktober 2015, Foto: Wolfgang Volz, © 2016 Christo

"Verhüllen, um zu enthüllen“, so umschrieben sie selbst ihre Kunst. Seit den 1960er-Jahren schufen Christo und seine Frau Jeanne-Claude mit Hilfe von Stoffen oder Schirmen lebende Landschaften. Das Einwickeln, Verhüllen oder Verkleiden von Gegenständen wie Dosen, Flaschen, Kisten, einem VW-Käfer bis hin zu ganzen Gebäuden war schon immer das Markenzeichen des Künstlerpaars. Die Deutung ihrer Kunst haben sie dabei anderen überlassen. Sie haben die Dinge nie bis zur Unkenntlichkeit verpackt und damit die Neugierde des Betrachters geweckt. Die erste Ausstellung von Christo in Düsseldorf, bei der er u. a. einen VW Käfer verhüllte, fand 1963 in der Galerie Schmela statt.  Im Begleitprogramm zur Ausstellung "Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance. Von Tizian bis Christo" (1.10.2016-22.1.2017) wird Christo am 3.11.2016 19:00 im Stiftung Museum Kunstpalast, Kulturzentrum Ehrenhof (Robert-Schumann-Saal)  in einer 45-minütige Lecture referieren und danach auf Fragen des Publikums antworten. Leider ist die Veranstaltung schon ausverkauft, wird aber in Bild und Ton dokumentiert. www.smkp.de

 

 

Hochschulen

Illegale Freiheit

Karen Mirza and Brad Butler, The Ectoplasm of Neoliberalism, 2015

Die Akademie der bildenden Künste Wien veranstaltet am 11. und 12. November 2016 ein Symposion "The Illegality of Freedom". Das Symposium "versammelt politische, theoretische und künstlerische Einsichten und Praktiken, um sich mit der falschen Dichotomie (Wahl) zwischen Legalität und Illegalität auseinanderzusetzen, die in der Beschäftigung mit politischen, wirtschaftlichen und anderen gesellschaftlich maßgeblichen Momenten des gegenwärtigen globalen (permanenten) Krieges eine zentrale Rolle spielt. Freiheit erscheint hier als fundamentale und willkürliche Vorstellung der neoliberalen Gesellschaft, die den (alle lokalen/globalen gesellschaftlichen Krisen umfassenden) Kriegszustand legitimiert. Kunsttheoretischen Ansätzen zum Thema der Beziehung zwischen Il/legalität und Freiheit folgend hinterfragt das Symposium die Sicherheitszone des ideologischen Denkens sowie – auf der Suche nach einer politischen Artikulation des Widerstandes jenseits dieser falschen Dichotomie – Bilder, Politiken und Interventionen des gegenwärtigen permanenten Krieges. Das Symposion wird, vom 11. September 2001 und dem von der Bush-Regierung erklärten Krieg gegen den Terror ausgehend, Gemeinsamkeiten zwischen künstlerischen Praktiken und kritischen Gedanken über die ebenso brennenden wie schwierigen Fragen Il/legalität, Widerstand und gesellschaftliche Utopie beleuchten und sich der Bedeutung von Freiheit im Kontext des permanenten Krieges widmen". Teilnehmer: Milica Tomić, Marina Gržinić, Vincent W.J. van Gerven Oei, Lidija Krienzer-Radojević, Elke Krasny, Nenad Romić aka Marcell Mars, Jelena Vesić, Jelena Petrović, Karen Mirza, Brad Butler und Övül Ö. Durmusoglu. www.akbild.ac.at

Museen & Institutionen

Herzog & de Meuron bauen Museum der Moderne

Herzog & de Meuron, Siegerentwurf im Realisierungswettbewerb für ein Museum der Moderne in Berlin, Außenperspektive, © Herzog & de Meuron Basel Ltd., Basel, Schweiz mit Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich/Berlin Realisierungswettbewerb „Das Museum des 20. Jahrhunderts“: Wettbewerbsergebnisse Veröffentlicht am: 27.10.2016

Den Realisierungswettbewerb mit 40 Architekturbüros gewannen Herzog & de Meuron mit ihrem Entwurf für ein Museum der Moderne in Berlin. Das Museum wird zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Berliner Philharmonie in der Nähe des Potsdamer Platzes errichtet. 2021 soll es fertig sein. Für das Projekt bewilligte der Deutsche Bundestag 200 Mill. Euro. Als Spielstätte für die Kunst des 20. Jh. präsentiert es dann die Bestände der Nationalgalerie mit Kunst nach 1900 und die privaten Sammlungen Marx, Marzona und Pietzsch.

Museen & Institutionen

Kunstfonds-Stipendiaten im Kunstmuseum Bonn

Unter dem Titel „AUSGEZEICHNET – Stipendiaten der Stiftung Kunstfonds“ stellen vom 29. Oktober bis zum 11. Dezember 2016 Matthias Wermke und Mischa Leinkauf im Kunstmuseum Bonn aus. Die beiden realisieren seit 2004 gemeinsame Projekte, „die dem Kontext der Aktionskunst zugerechnet werden können. Statt sich in einen Schutzbereich des Ästhetischen zurückzuziehen, arbeiten sie, teilweise hoch riskant und sich selbst gefährdend, im gesellschaftlichen Raum, in dem Matthias Wermke und Mischa Leinkauf ihre per Foto und Video dokumentierten Aktionen durchführen. Ebenso konsequent wie humorvoll befragen sie die uns so selbstverständlichen Strukturen und Funktionszusammenhänge des öffentlichen Raumes...“ www.kunstmuseum-bonn.de

Preise

Nam June Paik Award

Lawrence Abu Hamdan, Foto: Kunststiftung NRW, Lutz Leitmann

Lawrence Abu Hamdan wurde mit seiner Installation „Earshot“ (2016) zum Sieger des Internationalen Nam June Paik Award 2016 erklärt (25.000 Euro). „Mit seiner Installation hat Lawrence Abu Hamdan einen offenen Raum geschaffen, in dem wir uns präzise auf seinen Gegenstand fokussieren können, das meint auf die Repräsentation und auf unsere eigene Rolle als Betrachter. Das Thema der Darstellung von Gewalt ist von großer zeitgenössischer Relevanz...“ erklärte die Jury. Der nationale Preis (15.000 Euro) geht an Tamaki Watanabe und Walter Zurborg. Auslober ist die Kunststiftung NRW. Eine Ausstellung des Presiträgers und von drei weiteren nominierten Künstlern (Trisha Baga, Neïl Beloufa und Katja Novitskova) läuft bis zum 8. Januar 2017 im Folkwang Museum Essen.

Preview

CYNETART Dresden

Poster CYNETART 2016, Key Visual: © Lu Yang

Als Festival für computerbasierte Kunst wird die CYNETART in Dresden vom 10. bis zum 16. November 2016 im Festsspielhaus Hellerau ausgerichtet. In diesem Jahr feiert die Veranstaltung ihr 20jähriges Bestehen. Neben der Ars Electronica in Linz und neben dem ZKM Karlsruhe gilt das Dresdener Festival als wichtige Plattform für Medienkunst im deutschsprachigen Raum. Spezifikum ist eine enge mixed-mediale Verbindung von computerbasierter Kunst mit Tanz und Performance. Denn der thematische Schwerpunkt liegt immer auf einem körperlichen Aspekt in Verbindung mit Informationstechnologien. In jährlichem Wechsel findet CYNEART als Programmfestival und als Wettbewerb statt – in diesem Jahr haben auf die Ausschreibung Teilnehmer aus 47 Ländern reagiert. Programm s. www.cynetart.org

In eigener Sache

Unser Angebot zum Redesign

Lesen Sie KUNSTFORUM für nur 24,80 EUR (statt 34,80 EUR) Probe. Erhalten Sie den aktuellen Band und bis zu 2 weitere Bände. Außerdem, exklusiv für Abonnenten, den Zugang zum KUNSTFORUM Online-Archiv: in allen Inhalten der 242 bisher erschienenen Bände mit Volltextsuche nach Personen, Begriffen und Abbildungen recherchieren. In der KUNSTFORUM App können Sie die Ausgaben auch als E-Paper mobil und überall verfügbar lesen.
Einfach bis zum 10. November das Probeabo bestellen und dabei den Gutscheincode REDESIGNNL angeben.

Preise

Publikumsabstimmung zum Global Fine Art Award

Ausstellungsteam A LABOUR OF LOVE, Weltkulturen Museum 2015, Foto: Wolfgang Günzel.

Die Ausstellung A LABOUR OF LOVE im Frankfurter Weltkulturenmuseum ist in der Kategorie „Best Fringe Exhibition“ bei den Global Fine Art Awards (GFAA) nominiert worden. Die Ausstellung präsentierte mehr als 150 Werke von schwarzen südafrikanischen Künstlern, die 1986 vom Weltkulturen Museum erworben wurden, gemeinsam mit zwanzig eigens für die Ausstellung geschaffenen künstlerischen Neuproduktionen von Sam Nhlengethwa, Gabi Ngcobo und vier jungen Künstlern aus Johannesburg. Dort in Johannesburg ist die Ausstellung jetzt noch bis zum 3. November 2016 in der Johannesburg SArt gallery zu sehen. Das Weltkulturen Museum bittet alle, bei der Publikumsabstimmung mit zu machen: Von Mittwoch, 26. Oktober bis zum Freitag, 11. November 2016 darf abgestimmt werden unter: www.globalfineartawards.org

 

Ausschreibungen

ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2017

Preisverleihung 2016: Daniel Hug, Jörg Scheller, Gerrit Gohlke, Foto: Koelnmesse

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) lädt freie Kritikerinnen und Kritiker im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst zum Wettbewerb um den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2017 ein. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Auslobung richtet sich an Autoren mit deutschsprachigen Publikationen. Einzureichen sind in einem in einem PDF-Dokument von maximal 10 MB vier veröffentlichte Arbeitsproben der letzten zwei Jahre. Deadline: 15. Januar 2017. Infos und Kontakt: ADKV - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine, Mohrenstraße 63, 10117 Berlin, Tel. +49 30 611 07 550,/www.kunstvereine.de. Einreichungen nur per E-Mail an: kunstkritik@kunstvereine.de

Preise

Bonner Kunstpreis

Anna Lea Hucht, Ohne Titel (vase 10), 2013, Keramik, 24 x 34 x 29 cm © Anna Lea Hucht, Foto: Jens Ziehe

Anna Lea Hucht ist aktuelle Trägerin des Bonner Kunstpreises. Ihre "Zeichnungen und Aquarelle entfalten eine Welt des Skurrilen und des Märchenhaften. Wir blicken in eine Zauberwelt in der sich Bekanntes und Ungewöhnliches in eigenwilliger Weise verbinden. Vertraut ist dabei das Setting, die Anlage der Räume, die meist von oben wiedergegeben werden. Sie bilden den stabilen Rahmen für allerlei Merkwürdigkeiten – tanzende Derwische, geisterhafte Erscheinungen –, aber auch alltägliche Dinge, die durch ihre Vereinzelung und leichte Form- und Dimensionsverschiebungen eine magische Aufladung erfahren". Vom 17. November 2016 bis zum 22. Januar 2017 hat die Künstlerin eine Ausstellung im Kunstmuseum Bonn.  Der Preis ist "an ein drei- bzw. sechsmonatiges internationales Atelierstipendium gekoppelt. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Aus dem Preisgeld wird der Unterhalt der Künstlerin oder des Künstlers am jeweiligen Stipendienort bestritten". Die nächste Bewerbungsrunde endet am 1. Dezember 2016. Ausschreibungsunterlagen unter www.kunstmuseum-bonn.de/extras/bonner-kunstpreis/.

Hochschulen

Clemens von Wedemeyer in der Hamburger Kunsthalle

Clemens von Wedemeyer, Big Business – Production, 2002Fotografie, C-Print, 60 x 48 cm Courtesy Galerie Jocelyn Wolff, Paris / KOW, Berlin © Clemens von Wedemeyer / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Clemens von Wedemeyer, Professor für Medienkunst an der HGB Leipzig, zeigt seine neuen Arbeiten unter dem Titel „Orte unter Einfluss“ noch bis zum 8. Januar 2017 in der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle. „Seine Werke bewegen sich zwischen Dokumentation und Spielfilm, Realität und Fiktion. In diesem Zwischenbereich spürt von Wedemeyer der Komplexität von Orten innerhalb ihrer zeitlichen und räumlichen Systeme nach. Die Vielschichtigkeit spiegelt sich in den Installationen und Fotografien, die die filmischen Arbeiten begleiten, ergänzen und erweitern. Sie eröffnen multiple Ebenen der Wahrnehmung. Dabei gilt von Wedemeyers Interesse ganz grundsätzlichen Fragen der Repräsentation, formuliert am Kino und seinen alternativen Formen, die er dehnt, verzerrt und sichtbar macht: der Kinoraum wird geöffnet, die Leinwand als Nahtstelle zwischen Zuschauer - und Bühnenraum transparent...“  In der nächsten Ausgabe 243 von KUNSTFORUM erscheint eine Rezension  u dieser Ausstellung. www.hamburger-kunsthalle.de/kunst-der-gegenwart

Museen & Institutionen

Wolfsburg: Pop Art in Großbritannien

Peter Blake CHILDREN READING COMICS 1954 Öl auf Hartfaserplatte 36,7 x 47,1 cm Tullie House Museum and Art Gallery Trust, Carlisle © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

„This was tomorrow – Die Erfindung der Pop Art in Großbritannien“ lautet der Titel einer Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg (30. Okt. 2016 bis 19.2. 1017). Edurado Paolozzi war 1952 Mitbegründer der „Independant Group“. Diese gilt als erster Vorläufer der Pop Art: Eine kleine Gruppe von jungen Malern, Bildhauern, Architekten, Autoren und Kritikern beschäftigte sich vorzugsweise mit Massenwerbung, Filme, Comics, Science Fiction und Technologie. Der Begriff „Pop Art“ wurde erst 1954 durch John McHale,in die Kunstgeschichte eingeführt – als Synonym für „populäre Massenkultur“. Im allgemeinen Sprachgebrauch der Feuilletonisten setzte sich der Begriff aber erst 1956/1958 durch. Das war die Hochphase des Rock and Roll, der auch die Musik der frühen Beatles prägte und The Who, die Performance-Elemente in ihre Bühnenshows einbauten. The Who-Leadgitarrist Pete Townshend erklärte dazu in einem Zeitungsinterview: „Gustav Metzgers Idee von der autodestruktiven Kunst hat mich damals enorm beeindruckt. Diese Verweigerung von allen Ewigkeitsideen packte uns bei The Who; wir planten deshalb auch, uns nach einem Hit mit allerlei Krawall wieder zu trennen! Daraus wurde nichts, aber immerhin habe ich einige Gitarren zertrümmert.“ Auch John Lennon besuchte die Kunsthochschule in Liverpool, bevor er Musiker wurde. Walter Grasskamp hat über die Wurzeln der britischen Pop-Musiker in der bildenden Kunst geforscht, und der „Spiegel“ fasste seine Erkenntnisse 1995 in einem Artikel zusammen:n“Etliche britische Kunstschulen haben in der Nachkriegszeit, neben Malern und Bildhauern, Musiker hervorgebracht, die mit ihrer Melange aus Blues und Rock die Popmusik völlig veränderten. Ein - meist abgebrochenes - Kunststudium taucht so häufig in den Biographien maßgeblicher Musiker jener Generation...“Künstlerliste: Michelangelo Antonioni, Archigram, The Beatles, Peter Blake, Pauline Boty, Derek Boshier, Patrick Caulfield, Antony Donaldson, Richard Hamilton, Jann Haworth, Nigel Henderson, David Hockney, Allen Jones, R.B. Kitaj, Gerald Laing, Roger Mayne, Lewis Morley, Eduardo Paolozzi, Peter Phillips, Cedric Price, James Scott, Colin Self, Michael Seymour, Richard Smith, Alison and Peter Smithson, Lord Snowdon, Rolling Stones, Joe Tilson, The Who. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Anzeige

Anzeige

In eigener Sache

In eigener Sache

Eine Woche vor Erscheinen der Printausgabe können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Store kostenlos downloaden und lesen.