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Museen & Institutionen

Lichtkunst in Unna

François Morellet, „NO END NEON (Pier and Ocean)“ 2001/2002, Foto: Copyright Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

Der Lichtkünstler François Morellet hat sich seut den 1960er Jahren auf Installationen mit Neonröhren spezialisiert. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna widmet ihm nun bis zum 29. Januar 2016 eine Retrospektive, die noch mit dem Künstler zusammen erarbeitet wurde, bevor er im Mai dieses Jahres starb. Die Werkschau umfasst Werke von 1963 bis 2015. Dazu gehört auch die Installation „No End Neon (Pier and Ocean, 2002"), die Morellet mit engem Bezug zu den Räumen des Lichtkunstzentrums in einer stillgelegten Brauerei in Unna konzipierte. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst bietet am 1. Oktober eine „Lichtreise“ von Unna über Schwerte und Bönen nach Bergkamen an. Frequentiert werden Lichtkunstinstallationen von wie Kazuo Katase, Rosemarie Trockel, Mischa Kuball, Andreas M. Kaufmann sowie Maik und Dirk Löbbert. Am 26. November 2016 findet im Rahmen des Projekts „Hellweg – ein Lichtweg“ die „Nacht der Lichtkunst“ statt. www.lichtkunst-unna.de

Museen & Institutionen

Land Tirol: Schenkung

v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Meighörner (Direktor der Tiroler Landesmuseen), Landesrätin Dr. Beate Palfrader, Robert Najar (Sohn von Yvonne Weiler), Dr. Günther Dankl (Kustos, Grafische Sammlungen, Tiroler Landesmuseen), Foto: © Wolfgang Lackner

Max Weiler (1910-2001) nahm 1955 an der III. Biennale von São Paulo teil und repräsentierte 1960 Österreich auf der XXX. Biennale von Venedig. Er schuf zahlreiche Fresen für Kirchen und Kapellen; sein Gesamtwerk umfasst neben Mosaiken auch Ölbilder, Zeichnungen und Keramiken. Aus seinem Nachlass erhielt das Land Tirol vom Erben Robert Najar jetzt eine Schenkung von 643 Studien, Skizzen und Entwürfen.

Museen & Institutionen

Fondation Beyeler erhält Anbau

Fondation Beyeler in Riehen/Basel, Foto: Mark Niedermann

Ernst Beyeler (1921-2010) arbeitete über 50 Jahre lang als Galerist, sammelte aber zusammen mit seiner Ehefrau Hildy Beyeler auch selber Kunst. Um diese Sammlung öffentlich präsentieren zu können, baute der Architekt Renzo Piano in Riehen bei Basel ein Museum, das jährlich mehr als 300.000 Besucher anzieht. Jetzt erhält das Gebäude der Fondation Beyeler einen Anbau, für den der Architekt Peter Zumthor verantwortlich zeichnet. Der Bau kostet etwa 80 Mill. Franken, die aus privaten Mitteln aufgebracht werden. Dazu haben Schenkungen der Wyss Foundation und der Daros Collection der Familie Stephan Schmidheiny in Höhe von 50 Millionen Schweizer Franken einen Grundstein gelegt. Ende 2016 will Zumthor der Öffentlichkeit konkrete Pläne für das Projekt vorstellen.

Ausschreibungen

Lemgo-Stipendium

Die Bewerbungsfrist für das „Stipendium Junge Kunst“ 2017/18 der Alten Hansestadt Lemgo und der Staff Stiftung Lemgo endet am 15.11.2016. Bedingung: Wohnsitz in Deutschland, Altersgrenze 35 Jahre, eine Arbeit muss der Stadt Lemgo kostenfrei überlassen werden. Wer das Stipendium antritt, muss dazu bereit sein, „ein Jahr lang kontinuierlich in Lemgo zu leben“. Dafür gibt es einen Zuschuss von 900 Euro/mtl. Anmeldeunterlagen unter www.lemgo.net/fileadmin/image/redakteure/kultur/Stipendium/2017-18_Flyer_Stipendium_Junge_Kunst_Lemgo.pdf

Aktionen & Projekte

Haus der Kulturen: „out and about“

Aufgrund von laufenden Umbaumaßnahmen arbeitet das Berliner HKW-Haus der Kulturen der Welt von September 2016 bis zur Wiedereröffnung des Hauses im Januar 2017 unter dem Stichwort „out and about“ außerhalb seiner Räumlichkeiten. So entwickelt z.B. Kader Attia vor dem Hintergrund der Verstümmelungen, die Soldaten im Ersten Weltkrieg erlitten, „im ältesten anatomischen Hörsaal der Charité... am 3. November 2016 drei Erzählungen über den 'Körper'“ und diskutiert mit einer Politikwissenschaftlerin einem Schönheitschirurgen über die „Grenzen des Körperbegriffs“. Dazu muss man wissen, dass vor 100 Jahren die Versuche, die Entstellungen der versehrten Kriegsveteranen zu lindern, den Ursprung der ästhetischen Chirurgie begründeten. Zusammen mit dem HKW entwickelt das Autoren-Regie-Team „Rimini Protokoll“ (Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel) bis 2018 in München, Düsseldorf, Dresden und Zürich Vor-Ort-Recherchen über „Phänomene der Postdemokratie“. Im Januar 2017 wird das Haus der Kulturen der Welt mit einem großen Fest zur transmediale wiedereröffnet. www.hkw.de

Galerien & Auktionshäuser

Köln: Galerie Schmidt und Handrup schließt

Daniel Schmidt und Britta Handrup geben nach sieben Jahren ihre Kölner Galerie auf. Das Galeristen-Duo erklärte dazu, nun sei die Zeit gekommen, „das Abenteuer zu Ende zu bringen“.

Galerien & Auktionshäuser

Ketterer Kunst: Neue Benelux-Repräsentanz

Barbara Guarnieri, Foto: Courtesy Kunsthaus Ketterer

Barbara Guarnieri ist ab dem Herbst 2016 Repräsentantin von Ketterer Kunst für die Niederlande, Belgien, Luxembourg, Frankreich, Italien und die Schweiz. Das Auktionshaus hat seinen Stammsitz in München und eine Dependance in Hamburg, unterhält außerdem Repräsentanzen in Berlin, Heidelberg, Düsseldorf, Italien und den USA. Der neue Aufgabenbereich von Guarnieri umfasst neben der Klassischen Moderne Kunst des 19. Jahrhunderts und Zeitgenössischen Kunst. www.kettererkunst.de

Kulturpolitik

Tagung über NS-Dokumentationszentren

„Den Nationalsozialismus ausstellen - Die BarBarei erklären – wie geht das?“ Zu diesem Thema findet vom 7. bis zum 9. Oktober 2016 eine Tagung in der Ev. Akademie Tutzing statt. Dabei geht es um die Dokumentationszentren, die sich „zwischen Gedenkstätten und Museen... als eigene Ausstellungskategorie zur Geschichte des Nationalsozialismus etabliert“ haben. „Sie dokumentieren Aufstieg und Herrschaft des NS-Regimes, aber auch Alltag, Krieg und Verfolgung. Dabei wird ein erklärend-nüchterner Ansatz gesucht, der das Verstehen befördern soll und durchaus auch als präventives Instrument gegen Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verstanden werden kann.“ Die Präsentationsstrategien sind unterschiedlicher Natur: manche verzichten auf dreidimensionale Objekte und Originaldokumente, bei anderen wie am Obersalzberg oder im Haus der Wannseekonferenz wird durch die Geschichte als „Tätrort“ vorgeprägt, was man dort zeigen kann und soll. „Negatives Eigentum“ hat Jean Amery solche Hinterlassenschaften genannt. „In der Tagung werden sechs Dokumentationszentren vorgestellt, die zu den wichtigsten in Deutschland gehören. Nicht zu den Häusern gehörige Expertinnen und Experten schildern ihren Blick auf die Einrichtungen und laden zur Diskussion ein. In weiteren Tagungseinheiten stehen grundsätzliche Fragen der Wissensvermittlung im Bereich NS-Geschichte und der gegenwärtigen und zukünftigen Erinnerungskultur auf dem Programm.“ www.ev-akademie-tutzing.de

Hochschulen

Bayerischer Kunstförderpreis

Miho Kasama ,Winkelreflektor, Installation , Akademie Galerie Nürnberg, 2015

Miho Kasama studierte Malerei sowie freie Kunst in den Klassen von Prof. Rolf-Gunter Dienst und Heike Baranowsky an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. In diesem Jahr ist sie ist Preisträgerin des Bayerischen Kunstförderpreises 2016 in der Sparte „Bildende Kunst“, womit die „herausragenden Leistungen außergewöhnlich begabter junger Menschen gewürdigt werden“. Neben Miho Kasama erhielten Jakob Egenrieder, Funda Gül Özcan, Felix Leon Westner sowie Anna McCarthy den Bayerischen Kunstförderpreis im Bereich „Bildende Kunst“.

Ausschreibungen

Otmar Alt-Stiftung

Bewerbungen um ein Stipendium der Otmar Alt Stiftung sind bis zum 30. November 2016 möglich. Die Stiftung ermöglicht „jungen, talentierten Künstlerinnen und Künstlern für ein halbes Jahr im inspirierenden Umfeld der Otmar Alt Stiftung in Hamm-Norddinker zu wohnen und zu arbeiten, sowie in den Atelierräumen der Stiftung ihr Werk gegen Ende des Aufenthaltes zu präsentieren“. Das Stipendium beträgt 800 Euro/mtl. Altergrenze: 35 Jahre, Hochschulabschluss erforderlich. Zur Bewerbung um die Teilnahme ist eine CD mit 3 Fotos der Arbeiten einzureichen, die das bisherige Werk repräsentativ widerspiegeln (Auflösung von 300 dpi, max. Dateigröße 5 MB, Dateiformat jpg). Infos und Kontakt: Otmar Alt Stiftung, Obere Rothe 7, D-59071 Hamm-Norddinker, info@otmar-alt.de, www.otmar-alt.de

Museen & Institutionen

Museum Morsbroich: Karenzzeit für Entwicklungskonzept

Museum Schloss Morsbroich Leverkusen, Fotoquelle: Wikipedia/Emmanuel 13

Bis Februar 2018 hat der private Museumsverein in Leverkusen Zeit, ein Standortentwicklungskonzept für das Museum Schloss Morsbroich aufzustellen und dessen Finanzierung zu regeln. Darauf einigte sich der Verein mit dem Stadtrat. Wirtschaftsprüfer hatten eine Schließung des Museums und einen Verkauf der Sammlung vorgeschlagen, damit jährlich 780.000 Euro eingespart werden könnten. Das Museum ist im Stadtteil Alkenrath seit 1951 in dem Schlossgebäude untergebracht und verfügt über eine der bedeutendsten Kunstsammlungen im Rheinland. Es veranstaltet im Jahr 3 Ausstellungen zur internationalen zeitgenössischen Kunst sowie 2 Ausstellungen in der Grafiketage. www.museum-morsbroich.de

Messen & Märkte

Kunstmesse Frankfurt

Kunstmesse Frankfurt, Emotionheader (Ausschnitt) zum Internetauftritt

Die Kunstmesse Frankfurt (7.-9. 10. 2016) wird von der Kunstmedien GmbH in Neu.Isenburg veranstaltet. Das Programm reicht von „der Antike bis zur Gegenwart. Ziel ist es, die Perspektive auf die bildende Kunst möglichst weit zu fassen und verschiedenste Blickwinkel und Exponate aller Epochen zu präsentieren. Die Bereiche Antike, Alte Kunst, Klassische Moderne, außereuropäische Kunst und zeitgenössische Kunst“ umfassen ein breit angelegtes Angebot der Aussteller. www.messefrankfurt.com

Messen & Märkte

Frieze Art Fair London

Frieze Art Fair London, Aufbau Veranstaltungszelt im Regent's Park, Fotoquelle: Wikipedia/Andy

Ein Blogger regt sich in der Huffington Post über den Eintrittspreis von 36 Pfund auf und lässt an der Frieze Art Fair (6.-9. Okt. 2016) auch sonst kein gutes Haar: diese Messe sei ein „Magnet für schlechte Energie“. Die Veranstaltung im Regent's Park hat zwar den Ruf einer „Partymesse“, gilt aber dennoch als Großbritanniens wichtigste Kunstmesse, nicht zuletzt wegen der zeitgleichen Frieze Masters, auf der 120 Galerien alte Meister und Kunst des 20. Jh. zeigen, während die Frieze Art Fair sich auf Gegenwartskunst konzentriert. In der Londoner Kunstszene bezeichnet man die Veranstaltungstage als „Frieze Week“, zu der auch die großen Auktionshäuser immer lukrative Versteigerungstermine einplanen. Ein Sektor auf der Masters-Messe namens „Spotlight“ ist Solo-Shows mit Kunst des 20. Jh. vorbehalten; Kurator hierfür ist in diesem Jahr Toby Kamps von der Menil Collection in Houston/Texas. www.friezelondon.com

Messen & Märkte

Contemporary Art International Zürich

Art International Zürich, Credit: Art International Zürich, www.art-zurich.com

Die Contemporary Art International Zürich (30. Sept. bis 2. Okt. 2016) wird im Kongresshaus Zürich ausgerichtet (Vernissage: 29. Sept. 2016 ab 18 Uhr). Im Vorjahr kamen 20.000 Besucher, um sich das Programm der ca. 100 Aussteller anzuschauen. Kunst wird hier zu Preisen zwischen 650 und 210.000 Franken angeboten. Angeboten wird ausschließlich Gegenwartskunst hauptsächlich aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur, doch Computerdesign, Video-Installationen und Live-Performances gehören ebenso zu den Messeauftritten der Teilnehmer. www.art-zurich.com

Hochschulen

Bonn: Klangkunst

Philipp Hawlitschek, Foto: Naomi Liesenfeld

Philipp Hawlitschek, Preisträger des studentischen Wettbewerbs für installative Klangkunst bonn hoeren – sonotopia 2016, realisiert aus dem Preisgeld des Wettbewerbs seine Ausstellung „Vollton & Abton“ mit neuen Klanginstallationen in der Fabrik45, einem alternativen Ausstellungsort im August-Macke-Viertel in der Bonner Nordstadt. Hawlitschel ist Meisterschüler bei Prof. Oldörp an der HBK Saar in Saarbrücken. Die Ausstellung wird am 30. Sept. 2016 eröffnet und läuft dann noch bis zum 16. Oktober 2016.

Museen & Institutionen

Kartenvorverkauf für Rodin-Ausstellung

Auguste Rodin (1840-1917), Fugit Amor (for The Gates of Hell), About 1887, Plaster, Paris, Musée Rodin,© Musée Rodin

Mit rund 140 Skulpturen und 20 Werken auf Papier bietet das Museum Groningen die größte Schau des französischen Bildhauers Auguste Rodin, die jemals in den Niederlanden zu sehen war. Dem Groninger Museum ist es gelungen, weltberühmte Werke wie Der Kuss, Balzac und Der Denker auszuleihen. Ab dem 19. November 2016 ist die über zwei Geschosse angelegte Ausstellung für das Publikum geöffnet. Der Kartenvorverkauf beginnt am 3. Oktober 2016. Ticketbestellungen über tickets.groningermuseum.nl/de

Ausschreibungen

Das kleine Format

Der Kunstverein Aichach e. V. veranstaltet die Ausstellung „Das kleine Format“ bis max. 20x 20 cm im Kögl-Turm in Aichach (6.11.-4.12. 2016). Beteiligen können sich Künstler aus Bayern. Einlieferungen mit frankiertem Rückumschlag und 5 Euro in bar nur per Post bis zum 21. Oktober 2016 an: Kunstverein Aichach, z.H. Maria Breuer, Theodor-Heuss-Str. 14, 86551 Aichach, atelier.breuer@googlemail.com.

Ausschreibungen

Changing Osnabrück

Der Künstler Jan Tichy zeigt in diesem Jahr bei dem Outdoor-Videokunst-Projekt „Lichte Momente“ seine Arbeiten in der Osnabrücker Innenstadt. Jan Tichy „beschäftigt sich mit Lebensräumen, die sich im Wandel befinden. Er arbeitet konzeptuell an Schnittstellen von Licht, Video, Skulptur, Architektur, Sound und Fotografie. Durch fixierte Kameraeinstellungen entstehen Standbilder, die den Eindruck erwecken, als hätte man ihnen die Zeit zurückgegeben.“ Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Changing Osnabrück“ möchte Jan Tichy unterschiedliche filmische Sichtweisen auf die Stadt Osnabrück dokumentieren. Junge Video-Filmer zwischen 12 und 27Jahren sind eingeladen, an diesem Jugend-Videokunst-Projekt teilzunehmen, sich in Osnabrück „einen interessanten Ort zu suchen“ und ihren persönlichen Blick auf die Stadt Osnabrück in Form eines Kurz-Videos (max. 2 Min.) einzubringen. Eine Auswahl der Filme wird auf eine Fassade projeziert. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2016. Hochladen der Filme über youtube oder Vimeo (youtu.be/pW_VKzbCYA) und dann einen Link mit Kontaktdaten schicken an: changingosnabrueck@gmail.com

Aktionen & Projekte

Stuttgart: Tanzperformance

Ismael Ivo tanzt „Francis Bacon-Unsichtbare Räume“, Tanzperformance, Foto: Judith Lutz

Auf Einladung der Staatsgalerie Stuttgart führen Ismael Ivo und Johann Kresnik ab dem 9. Oktober 2016 im Theaterhaus Stuttgart noch einmal das Tanzstück „Francis Bacon“ auf. Darin bearbeiten sie choreografisch 21 Bilder des Malers. 1993 wurde das Stück in Stuttgart uraufgeführt. Jetzt ist es noch einmal zusammen mit der Ausstellung „Francis Bacon. Unsichtbare Räume“ zu erleben, die vom 7. Oktober 2016 bis zum 8. Januar 2017 in der Staatsgalerie Stuttgart läuft. „Die Staatsgalerie Stuttgart widmet sich in ihrer Sonderausstellung den isolierenden Räumen und Käfigen im Werk des irischen Ausnahmekünstlers, die die schmerzvollen Figuren eingrenzen. Die Ausstellung vereint 40 großformatige Gemälde und bedeutende Triptychen internationaler Sammlungen sowie rund 30 Arbeiten auf Papier.“ Aufführungstermine der Tanzperformance sind der 9./10./13./14./15. Oktober 2016.

Aktionen & Projekte

Werkleitz-Festival

Grafik zum Werkleitz-Festival (Ausschnitt)

Martin Hartung und Florian Wüst kuratieren das diesjährige Werkleitz-Festival in Halle. Es findet vom 1. bis zum 31. Oktober 2016 zum Thema „Transpositionen“ statt, und zwar in Kooperation mit „Radio Revolten“. „Durch eine transdisziplinäre Hinterfragung von Kulturpraktiken werden in Kooperation mit Wissenschaftlern und Künstlern die jenseitigen Potenziale der Rundfunkübertragung ausgelotet.“ Eingeladen sind u.a. der schwedischen Organist Hampus Lindwall und der in Stockholm ansässigen Künstler Leif Elggren zu einer audiovisuellen Performance, die am 8. Oktober 2016 in der Halleschen Moritzkirche aufgeführt wird. In der Performance aktivieren sie das Audioscopic Research Archive Friedrich Jürgensons. Es besteht aus einer Sammlung von Tonbändern und Dokumenten zur Kontaktaufnahme mit Verstorbenen über Radio-Trägerwellen. Das Archiv ist während der gesamten Laufzeit von Radio Revolten im Foyer der Kulturstiftung des Bundes in einer Ausstellung zugänglich. Zum Programm des Werkleitz-Festivals gehört außerdem eine Filmreihe im Kino Zazie über „das Verhältnis von Ton und elektronischem Bild“. www.werkleitz.de/trans-positionen

Messen & Märkte

Art Toronto

Die Art Toronto (28.-31. 10. 2016) wurde im Jahr 2000 gegründet; ihr Veranstaltungsort ist das Metro Toronto Convention Center. Für ausländische Teilnehmer ist es die einzige Kunstmesse, die einen Zugang zum kanadischen Markt bietet, und die Stadt selbst gilt mit ihren Museen und etwa 125 Galerien als Kulturhauptstadt des Landes. Mit einem Einzugsbereich von mehr als 6 Mill. Menschen zählt der Großraum Toronto auch zu den vier größten regionalen Wirtschaftszentren in Nordamerika – als Standortfaktoren markieren diese Zahlen wichtige Rahmenbedingungen für die Veranstalter. Daher werden im Beiprogramm der Messe auch Führungen von Kuratoren durch kanadische Kulturinstitutionen angeboten; Teilnehmer am VIO-Programm können ebenso 4 Tage lang öffentliche und private Sammlungen besuchen. www.arttoronto.ca.

Ausschreibungen

Fotowettbewerb in Hannover

Die HannoverStiftung schreibt das Stipendium „Hannover Shots“ für künstlerisch-dokumentarische Fotografie aus. Es gilt für „Fotografinnen und Fotografen, die der Landeshauptstadt Hannover mit einem interessierten und offenen Blick begegnen und hier ein zielgerichtetes fotografisches Projekt erarbeiten.“ Das Stipendium ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2012 alle zwei Jahre vergeben. Bewerben können sich professionelle Fotografinnen und Fotografen, Absolventen von Studienrichtungen einer fotografischen Sparte in Deutschland. Bewerbungen vom 1. September bis 15. Oktober 2016 online über die Website: www.hannover-shots.de

Biennalen

Biennale Venedig: Viva Arte Viva

Paolo Barrata und Christine Macel, Foto: Andrea Avvezù, Courtesy: La Biennale di Venezia

Paolo Barrata, Präsident der Biennale di Venezia (13. Mai bis 26. November 2017), und Chefkuratorin Christine Macel gaben das Leitmotiv der nächsten Veranstaltung bekannt: „Viva Arte Viva“ ist als „Ausdruck der Leidenschaft für die Kunst“ und als Bekenntnis zum Status des Künstlers gemeint. Die kommende Biennale sei eine solche, die „mit den Künstlern durch die Künstler und für die Künstler entworfen“ sein wird. In der von Macel kuratierten Hauptausstellung sind daher Künstler vertreten, deren Formenvokabular mit der Entwicklung (neuer) Methoden künstlerischen Vorgehens einhergeht und dieses Vorgehen reflektiert, und dies in Bezug zu den „Formen des Lebens“. Christine Macel sagt dazu: „In einer Welt voller Konflikten und Umbrüche, in der der Humanismus ernsthaft gefährdet ist, ist die Kunst der wertvollste Teil des Menschen“. Kunst sei „der ideale Platz zum Nachdenken“, für individuellen Ausdruck von Freiheit und zur Behandlung grundsätzlicher Fragen. www.labiennale.org

Galerien & Auktionshäuser

Nürnberg: Erstmals Art Weekend

Nürnberger Altstadt, Fotoquelle: Wikipedia/Martin Braun

Erstmals laden auch die lokalen Kunsthändler von Nürnberg von einem Wochenende mit gemeinsamen Vernissagen und Öffnungszeiten ein. An dem Rundgang-Angebot zum Art Weekend beteiligen sich 23 Galerien und weitere Institutionen wie das Neue Museum und der Kunstverein Nürnberg. Das Programm umfasst zeitgenössische Kunst von etablierten Künstlern bis hin zu aufstrebenden jungen Talenten. Termin: 30. September bis 2. Oktober 2016.

Personalien

Kalmar übernimmt Leitung am Londoner ICA

Stefan Kalmar

Stefan Kalmár ist ab November 2016 neuer Leiter des Institute of Contemporary Arts (ICA) in London. Kalmár war von 2004 und 2009 Direktor des Kunstvereins in München und seit 2009 Chef des New Yorker Artists Space, arbeitete in New York auch als Kurator des Ludlow 38. Die ICA-Kunsthalle besteht seit 1946 und verfügt neben Räumen für Wechselausstellungen über ein Theater, zwei Kinosäle, einen Buchladen und ein Café. www.ica.org.uk

Personalien

Jüdisches Museum Berlin: Neue Programmdirektorin

Léontine Meijer-van Mensch, Foto: Yves Sucksdorff, © Jüdisches Museum Berlin

Léontine Meijer-van Mensch ist ab Februar 2017 neue Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin. Ihre Vorgängerin Cilly Kugelmann berät das Museum weiterhin bei der Konzeption der neuen Dauerausstellung, die 2019 eröffnet wird. Meijer-van Mensch ist derzeit noch stellvertretende Direktorin des Museums Europäischer Kulturen in Berlin.

Biennalen

Haq kuratiert Göteborg-Biennale

Nav Haq

Die Röda Sten Konsthall im schwedischen Göteborg ist Ausrichter der GIBCA – Göteborg International Biennial of Contemporary Art (bis 19. November 2017). Bespielt werden aber auch noch andere Orte in der Stadt. Zum Kurator berufen wurde Nav Haq, hauptberuflich Senior Curator am MUHKA-Museum van Hedendagse Kunst in Antwerpen. Vorher war er Kurator am Arnolfini in Bristol und bei Gasworks London. www.gibca.se

Personalien

Jutta Limbach gestorben

Prof. Jutta Limbach, Fotoquelle: Wikipedia/Das blaue Sofa, Berlin

Jutta Limbach starb im Alter von 82 Jahren. Die Rechtswissenschaftlerin war Professorin an der Freien Universität Berlin und von 1994 bis 2002 Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, anschließend von 2002 bis 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts. 2003 übernahm sie den Vorsitz der nach ihr benannten Kommission zur Klärung von Raubkunst-Fällen. Jutta Limbachs besonderes Engagement galt der Förderung der deutschen Sprache im Ausland und einem mehrsprachigen Europa, das sie auf die prägnante Formel brachte: „Englisch ein Muss, Deutsch ein Plus”. Dazu schreibt KLaus-Dieter Lehmann für das Goethe-Institut in einem Nachruf: "Jutta Limbach war überzeugt von der Schönheit und der Vielfalt der deutschen Sprache. Sie wusste um die entscheidende Wirkung von Sprachkompetenz für den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Erfolg, auch und nicht zuletzt als Schlüssel zur Integration.”

Preise

Kaiserring Goslar

Jimmie Durham, Porträt 2014, Shiny Cloth for the press

Am 8. Oktober 2016 nimmt Jimmie Durham den Kaiserring der Stadt Goslar entgegen. Das vielschichtige Werk von Jimmie Durham – Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Performances, Videos und Fotografien – könne keiner künstlerischen Bewegung zugeordnet werden, so die Kaiserring-Jury in ihrer Begründung. „Im Prozess der Zusammen- und Gegenüberstellung von Werkstoffen und Objekten ergeben sich „unerwartete Assoziationen, welche die Sicht auf die Realität mit Schafsinn und Humor verändern“, heißt es weiter. Der Kaiserring Goslar wird seit 1975 verliehen. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman oder Jenny Holzer.

Preise

Cologne Fine Art Preis

Karin Kneffel, © Foto: Sven Vogel, Köln 

Karin Kneffel ist Cologne Fine Art-Preisträgerin 2016. Die Auszeichnung wird vom Galeristenverband BVDG und der Koelnmesse vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. „Mit Motiven von Früchten - die auf all ihren bevorzugten Bildträgern zu finden sind - wurde Karin Kneffel um die Jahrtausendwende einem breiten Publikum bekannt. Die reifen, übergroßen, mit äußerster Delikatesse präzise gemalten Kirschen, Birnen, Beeren und Pfirsiche versetzen jedes Auge in helle Freude. Die suggestive Anziehungskraft dieser Objekte erinnert an die berühmte Geschichte des antiken Malers Zeuxis, der mit seinen Bildnissen von Weintrauben selbst die Vögel täuschte“. www.colognefineart.de

Hochschulen

Uncertain States

Mona Hatoum, Kapan iki, 2012 (Detail), Foto: def image, Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin/Paris, Copyright: Mona Hatoum

„Uncertain States -Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen“ lautet der Titel eines Ausstellungsprojekts der Akademie der Künste am Berliner Hanseatenweg 10. (15. Oktober 2016 – 15. Januar 2017). „Die Fragilität der individuellen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, ausgelöst durch Kriege, Armut und Terrorismus, steht im Zentrum einer künstlerischen Recherche, die die aktuelle Dramatik der Flüchtlingsbewegung auf die historischen Erfahrungen von Flucht und Exil zwischen 1933 und 1945 bezieht. Ausgewählte Objekte und Dokumente aus den Archiven der Akademie der Künste, von Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Valeska Gert, Lea Grundig, Heinrich Mann, Bruno Taut, Kurt Tucholsky und anderen korrespondieren mit mehr als 25 zeitgenössischen künstlerischen Positionen, in denen aktuelle Erfahrungen von Krisen- und Fluchtsituationen, Instabilität, Gewalt und Verlust reflektiert werden, darunter Arbeiten von Francis Alÿs, Reza Aramesh, Ayşe Erkmen, William Forsythe, Mona Hatoum, Isaac Julien, Sigalit Landau, Maziar Moradi, Graciela Sacco, Nasan Tur, Micha Ullmann und Arkadi Zaides.“ Vortragsreihen und andere Veranstaltungen ergänzen die Ausstellung; dabei werden aktuelle Themen wie Fluchtursachen, Neokolonialismus und das Wiedererstarken des Nationalismus in Europa behandelt.

Aktionen & Projekte

3D-Festival BEYOND 2016

Marco Sanna, „Zeitmaschine”, interaktive Multimedia-Installation

Das 3D-Festival BEYOND findet von Mittwoch, 28. September bis Sonntag, 2. Oktober 2016 im ZKM Karlsruhe sowie in der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe unter dem Motto »Future Design Thinking« statt. Der Fokus des diesjährigen 3D-Festivals BEYOND liegt auf einem dreitägigen Expertensymposium, begleitet von einer Ausstellung »Out of Control«. Zu sehen sind Werke von Vesna Petresin, Hannah Cooke, Marco Sanna, Elke Reinhuber, Vibeke Sorensen, Keiichi Matsuda, Daniel Berio, Frederic Fol Leymarie, Memo Akten und dem Cosmokinetic Cabinet Noordung. www.zkm.de

Museen & Institutionen

Sammlung Dorothee und Konrad Fischer

Konrad Fischer, Foto: H.-N. Jocks

Unter dem Pseudonym Konrad Lueg gehörte er in den 1960er Jahren zur Düsseldorfer Künstlergruppe „Kapitalistischer Realismus“ um Sigmar Polke und Gerhard Richter, half mit, eine deutsche Variante der Pop Art im hiesigen Kunstbetrieb zu etablierten. Inspiriert von seinem Galeristen Alfred Schmela wechselte er dann das Metier – er gab die Malerei auf und wurde unter seinem Namen Konrad Fischer (1939-1996) einer der erfolgreichsten Galeristen Düsseldorfs. Zusammen mit seiner Ehefrau Dorothee Fischer baute er eine Kunstsammlung auf, die unlängst die Kunstsammlung NRW erwarb. „Ganz entscheidend ergänzt die Kunstsammlung damit ihren bisherigen Bestand an Gemälden der US-Nachkriegskunst um epochale Werke der Concept Art und der Minimal Art.“ Unter dem Titel „Wolke und Kristall“ wird die Sammlung Dorothee und Konrad Fischer bis zum 8. Januar 2016 im K 20-Gebäude der NRW-Kunstsammlung ausgestellt. www.kunstsammlung.de

Preview

Sammlung Viehof in den Deichtorhallen

Neo Rauch: Männer mit Flugzeugen, 2012. Öl auf Leinwand, Bildmaß: 200 x 250 cm. Rahmenmaß: 205,1 x 255,3 x 5,5 cm. Foto: Uwe Walter, Berlin, Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York/London // © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 (Ausschnitt)

Mit der Sammlung Viehof präsentieren die Deichtorhallen Hamburg vom 1. Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017 an zwei Standorten, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, eine Privatsammlung an zeitgenössischer Kunst. Zu sehen sind 850 Werke von 75 Künstlern. Die Sammlung Viehof, in die wichtige Teile der Sammlung Speck und Sammlung Rheingold eingeflossen sind, vereint Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation und Video mit Schwerpunkt auf deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis heute. Im Zentrum der Ausstellung stehen hochkarätige Konvolute einzelner Künstler, darunter Georg Baselitz, Joseph Beuys, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Daniel Richter, Neo Rauch und Rosemarie Trockel. www.deichtorhallen.de

Preise

Praemium Imperiale

Annette Messager, Foto: A. Messager

Die Fotografin Cindy Sherman, die Installationskünstlerin Annette Messager, der Architekt Paulo Mendes da Rocha, der Geiger Gidon Kremer und der Filmemacher Martin Scorsese sind die diesjährigen Preisträger des japanischen Praemium Imperiale. Das Preisgeld beträgt umgerechnet jeweils 131.000 Euro. Dem Five Arts Centre in Malaysia wurde der mit umgerechnet 44.000 Euro dotierte Nachwuchspreis zugesprochen. Cindy Shermann wurde als Vertreterin der inszenierten Fotografie bekannt, wobei sie selbst quasi als Fotoperformances in verschiedenen Maskeraden vor der Kamera agiert. Im Mittelpunkt der Skulpturen und Installationen aus Zeichnungen, Stoffen, Schnüren, Zeitungsausschnitten und Fotos von Annette Messager steht der Mensch „mit seiner inneren Komplexität“.

Preise

Hamburg: Kunstbeutel für Jens Asthoff

Jens Asthoff. Foto: Katharina Beyersdorf

Jens Asthoff ist aktueller Kunstbeutelträger in Hamburg (3.000 Euro). Der Betrag der Kulturbehörde wird anonym vergeben, d.h. die Preisträger werden von Kulturträgern wie Kuratoren, Künstlern oder auch Kritikern ausgewählt, doch die Öffentlichkeit sowie die Betreffenden erfahren nicht, durch wen die Nennung erfolgte. Asthoff machte sich in den vergangenen 16 Jahren als passionierter Autor zahlreicher Kunstkataloge und als freier Kritiker für Fachmagazine wie das Artforum, Camera Austria, BE Magazin und Kunstforum international einen Namen. Für Kunstforum schrieb er Monografien über Manfred Miersch (Bd. 151, 2000) Mariella Mosler (Bd. 158, 2002) und Ellen Gronemeyer (Bd. 225, 2014) sowie zahlreiche Ausstellungsrezensionen.

Preise

Hans Molfenter Preis für Tino Sehgal

Tino Sehgal, Foto: Mathias Völzke

Tino Sehgal wird mit dem Stuttgarter Hans Molfenter-Preis bedacht. Die Auszeichnung wird an Künstler vergeben, die mit Südwestdeutschland verbunden sind. Der in London geborene Künstler verbrachte seine Kindheit in Böblingen und Sindelfingen. Anlässlich der Preisverleihung realiiert Sehgal ein Projekt im Raum Stuttgart. „Der Ablauf von Sehgals Werken ist nicht vollständig kontrolliert und durchgeplant. Die Arbeiten werden zwar vom Künstler genauestens konzipiert und die Akteure akribisch eingewiesen, doch die Situationen entwickeln eine Eigendynamik, reagieren auf den Ort und das Publikum. Das macht sie zu einmaligen, unwiederholbaren Erlebnissen. Soziale Interaktion, tänzerische Bewegungen sowie der Einsatz von Musik und menschlicher Stimme sind dabei wesentliche Elemente von Sehgals Werken“. www.kunstmuseum-stuttgart.de

Biennalen

Gwangju Biennale

Die Gwangju Biennale (bis 6. 11. 2016) steht unter der Gesamtverantwortung von Maria Lind, Direktorin der Testa Konsthall Stockholm, als künstlerischer Leiterin und unter der kuratorischen Leitung von Binna Choi. Das Thema: „The Eighth Climate (What Does Art Do?)“ bezieht sich auf die Probleme, die die globale Erwärmung mit sich bringen. Ausstellungsorte sind die Gwangju Biennale Exhibition Hall, das Asia Culture Center, außerdem May18 Archives, Mudeung Museum of Contemporary Art, das Uijae Art Museum, das Woo Jaeghil Art Museum und Mite-Ugro. Künstlerliste: Ade Darmawan, Adelita Husni-Bey, Agnieszka Polska, Ahmet Ogut, Aimée Zito Lema, Alma Heikkilä, Amalia Pica, Andrew Norman Wilson, Ane Graff, Ane Hjort Guttu with Daisuke Kosugi, Anicka Yi, Ann Lislegaard, Annie Wan, Anton Vidokle, Apolonija Sustersic with Dari Bae, Arseny Zhilyaev, Ayesha Sultana, Azar Alsharif, Babi Badalov, Barbora Kleinhamplová and Tereza Stejskalová, Bernd Krauss, Bik van der Pol, Bona Park, Celine Condorelli, Christian Nyampeta, Christopher Thomas Kulendran, Claire Barclay, Cooperativa Cráter Invertido, Dale Harding, David Maljkovic, Diogo Evangelista, Dora Garcia, Doug Ashford, Elena Damiani, Emily Roysdon, Eyal Weizman, Fahd Burki, Fernando Garcia-Dory, Flo Kasearu, Goldin+Senneby, Guillermo Faivovic & Nicholas Goldberg, Gunilla Klingberg, Hajra Waheed, Hito Steyerl, Ingela Ihrman, Insun Park, Iza Taraszewicz, Jeamin Cha, Jasmina Metwaly & Philip Rizk, Jewyo Rhii with Jihyun Jung, Jinghu Li, José Léon Cerrillo, Joungmin Yi, Julia Sarisetiati, Katie Paterson, Lawrence Abu Hamdan, Lili Reynaud Dewar, Mariana Silva, Marie Kölbaek Iversen, Matias Faldbakken, Metahaven, Michael Beutler, Mika Tajima, Mohammad Salemmy, Mounir Farmanfarmaian, Nabuqi, Nadia Belerique, Natascha Sadr Haghighian, Nazgol Ansarinia, Nicholas Mangan, Oasias Yanov, Otobong Nkanga, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Philippe Parreno, Prajakta Potnis, Pratchaya Phinthong, Rana Begum, Raqs Media Collective, Ruth Buchanan, Sachiko Kazama, Saskia Noor Van Imhoff, Seola Kim, siren eun young jung, Sojung Jun, Sören Andreasen, Suki Seokyeing Kang, Tania Perez Cordova, The Otolith Group, Tommy Stockel, Trevor Paglen, Tromarama, Tyler Coburn, Walid Raad, Wasif Munem, Yu Ji, Yun Hu, Zhou Tao. www.gwangjubiennale.org

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Thomas Schütte und Georg Baselitz in Stockholm

Thomas Schütte, United Enemies

Thomas Schütte hat in diesem Herbst seine erste große Einzelausstellung in Schweden. Das Moderna Museet Stockholm zeigt vom 8.Okt. 2016 bis zum 15. Jan. 2017 Arbeiten des Bildhauers unter dem Titel „United Enemies“. Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei große Bronze-Skulpturen, und jede3 der fast vier Meter hohen Plastiken umfasst zwei gestalten, die aneinander gefesselt sind. Schütte selbst sieht dies als eine politische Metapher an, und zwar als „das zwanghafte Ineinander widersprüchlicher Positionen“, wie die „Frankfurter Rundschau“ schrieb. Vom 11. November 2016 bis zum 19. Februar 2016 sind im Moderna Museet ebenfalls die „Helden“-Bilder von Georg Baselitz ausgestellt. Es folgen ab dem 28. Januar 2017 eine Ausstellung mit Louise Nevelson und im Februar 2017 eine Werkschau von Marina Abramovic.

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Francis Bacon: Unsichtbare Räume

Francis Bacon, Studie zu einem Porträt VII, 1953, The Museum of Modern Art, New York, gift of Mr. and Mrs. William A. M. Burden, © 2016. Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence/The Estate of Francis Bacon. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2016 (Ausschnitt)

Die Ausstellung Francis Bacon. Unsichtbare Räume vom 7.10.2016 bis zum 8.1.2017 in der Staatsgalerie Stuttgart widmet sich „erstmals einem zentralen Aspekt in dem Werk von Francis Bacon (1909–1992), der als einer der bedeutendsten modernen Maler Großbritanniens gilt. Die geniale Bildstrategie des figurativen Ausnahmekünstlers wird anhand von 40 großformatigen Gemälden, darunter vier monumentalen Triptychen, sowie bislang selten gezeigten Papierarbeiten systematisch erkundet. Die Ausstellung zeigt spektakuläre Leihgaben, u.a. aus dem Museo Thyssen-Bornemisza, dem Museum of Modern Art, New York oder dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington.“ www.staatsgalerie.de

Personalien

Margarete Jochimsen gestorben

Margarete Jochimsen, Foto: privat

Margarete Jochimsen starb im Alter von 85 Jahren. Die promovierte Kunsthistorikerin leitete von 1978 bis 1986 den Bonner Kunstverein und war in Bonn auch Initiatorin und Gründungsdirektorin des August Macke Hauses. Über ihre Ausstellungspolitik der späten 1970er Jahre und die damalige Auseinandersetzung mit dem Feminismus in der Kunst schrieb Isabelle Graw: „Ganz bewußt überging Margarete Jochimsen (1977) z.B. die Malerei, als sie die Medien nannte, welche von feministischen Künstlerinnen bevorzugt würden.“ In den Jahren 1975-1980 veröffentlichte sie auch mehrere Beiträge in „Kunstforum international“, so über den Künstler Michael Badura (Bd. 12, 1975), über „Kunst als soziale Strategie“ (Bd. 27, 1978) und „Kunst und Architektur“ (Bd. 30, 1978). 1979 interviewte sie den Konzeptkünstler Roger Welch; ihre langjährige Beschäftigung mit „Story Art“ mündete 1979 in den „Kunstforum“-Beitrag „Text-Foto-Geschichten“ (Bd. 33), ergänzt um ein Interview mit John Fernie.

Aktionen & Projekte

Dan Perjovschi: Wandzeichnung

Dan Perjovschi, Wandzeichnung, Copyright: HMKV Dortmund

Dan Perjovschi zeichnete eine Woche lang auf Wände im Dortmunder U. Sein Werk “The hard Drawing” verbleibt dort nun ein Jahr lang bis Ende August 2017. Das Werk entstand aus Anlass des 20jährigen Jubiläums des Dortmunder Medienkunstvereins „Hardware”. „Dan Perjovschi setzt sich in seinen spontanen und raumgreifenden Zeichnungen kritisch und ironisch mit gesellschaftlich relevanten Ereignissen auseinander. Seine Arbeit besteht aus der temporären Bemalung institutioneller Räume mit politischen Kommentaren. Seine Kunstwerke sind mit der Ausstellungseröffnung keine fertigen Arbeiten, vielmehr entstehen sie sukzessive – über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen“. www.hmkv.de

Preview

Wolf Vostell in Chicago

Wolf Vostell, Concrete Traffic, Chicago, 1970, Silkscreen on paperboard, Ed. 5/25. Smart Museum of Art, The University of Chicago, Purchase, The Paul and Miriam Kirkley Fund for Acquisitions, 2014.2. (Ausschnitt)

Vom 17. Januar bis zum 11. Juni 2017 zeigt das Smart Museum of Art der Universität Chicago die Ausstellung „Vostell Concrete, 1969-1973“. „Concrete“ ist die englische Bezeichnung für „Beton“ und spielte für den Fluxus-Künstler Wolf Vostell als Material eine wesentliche Rolle in seiner Auseinandersetzung mit dem Wiederaufbau der Nachkriegszeit und seiner Kritik an dieser Nachkriegs-Urbanität: in einer Collage platzierte er den Kölner Dom in die Mitte eines Autobahnkreuzes – als Metapher für die Zerstörung der Städte durch den Betonwahn und die Visionen der Politiker von der „autigerechten Stadt“ in den 1960er Jahren. Eine seiner bekanntesten Arbeiten ist der „Ruhende Verkehr“: als Happening betonierte Vostell 1967 vor der Art Intermedia Galerie in der Kölner Domstraße seinen Opel Kapitän ein und ließ das Beton-Auto in der Parklücke stehen. Die Stadt Köln ließ es wenige Tage später abschleppen – weil es keine Beleuchtung hatte. Heute steht die Skulptur auf dem Kölner Hohenzollernring. www.smartmuseum.uchicago.edu

Preise

Bonnefanten Award

Cai Guo-Qiang, Fotoquelle: Wikipedia/Ed Schipul

Cai Guo-Qiang nahm den niederländischen Bonnefanten Award for Contemporary Art 2016 (BACA) entgegen (50.000 Euro). Mit dem Preis werden Künstler aus nicht-westlichen Kulturkreisen geehrt. Cai Guo-Qiang, der auch mit  dem Praemium Imperiale und dem Goldenen Löwen der Biennale Venedig ausgezeichnet wurde, profilierte sich u.a. als Director of Visual and Special Effects bei den Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele in Peking 2008.

Museen & Institutionen

Stephan Huber in Lindenberg

Stephan Huber, Perfect Sculptures, 2005, Foto: Hinrichs, VG-Bildkunst Bonn 2016

Stephan Huber verließ nach dem Abitur 1971 seinen Geburtsort Lindenberg/Allgäu, studierte dann in München (wo er seit 2004 Professor an der Kunstakademie ist). Jetzt kehrt der 64jährige Künstler mit einer großen Werkauswahl aus den Jahren 1983 bis 2016 dorthin zurück und zeigt diese bis zum 28. Oktober 2016 in der Kulturfabrik Lindenberg unter dem Titel „Zarathustra im Zitronenstadel“. In dem Gebäudekomplex befindet sich auch das 2014 eröffnete Deutsche Hutmuseum. Dort unternimmt Stephan Huber während der Ausstellungsdauer kleinere Interventionen.

Aktionen & Projekte

30 Jahre Bananensprayer

Thomas Baumgärtel, „In diesem Bereich...“, Objekt, 2016 (Ausschnitt)

Über die Säuberungswelle, mit der der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach dem gescheiterten Militärputsch sein Land überzieht, kann man manches assoziieren: Der Historiker und Militärexperte Michael Wolffsohn konstatierte in der ZDF-Talkshow mit Maybrit Illner, dass in der Türkei derzeit „eine totale Machtergreifung nach dem Lehrbuch der Geschichte“ stattfinde. Der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel indessen sieht in Erdogan eher die türkische Variante des ordnungswütigen deutschen „Hausmeister Krause“, wie ihn der Komiker Tom Gerhatdt im Film und in einer TV-Reihe verkörpert: „In diesem Bereich ist für Ordnung und Sauberkeit Herr Erdogan verantwortlich“, informiert eine Persiflage auf Hinweisschilder. In den vergangenen Jahren sich Thomas Baumgärtel sukzessive als politischer Künstler profiliert: nach dem Terroristen-Anschlag vom Januar 2015 in Paris schuf er eine „Charlie Hebdo-Banane“ als Bekenntnis zur Freiheit des Denkens und der Freiheit der Kunst. Als Bananensprayer ist er bundesweit bekannt geworden – mit dem gesprühten Fruchtsymbol markiert er seit 30 Jahren die Wände von Museen, Galerien und anderen wichtigen Kunstorten. Das Faible für das Bananenmotiv entwickelte er während des Zivildienstes in einem katholischen Krankenhaus: um „die Ordensschwestern aus der Reserve zu locken und zu testen“ nagelte er – wohl eher aus Übermut – eine Banane an ein Holzkreuz. Die Reaktionen reichten von Gelächter bis zu Empörung und ermutigten ihn zu einem Kunststudium. In den wilden 1980er Jahren drängte es ihn von der Staffelei auf die Straße – mittlerweile befinden sich rund 4.000 Spraybananen an deutschen und internationalen Kunsthäusern. Zum 30jährigen Berufsjubiläum widmet ihm ab dem 29. September 2016 das Hagener Osthaus-Museum eine Einzelausstllung (bis 15. Januar 2017). www.osthausmuseum.de

Personalien

Innsbruck: neue Direktorin

Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Nina Tabassomi, Foto: Land Tirol/Sax

Nina Tabassomi übernimmt am 1. Januar 2017 den Direktorensessel der Innsbrucker Galerie im Taxispalais. Ihre Vorgängerin Beate Ermacora ist nach schwerer Krankheit im April dieses Jahres verstorben. Neben der künstlerischen Leitung gehört auchdie Geschäftsführung der Tiroler Landesgalerie zu den Aufgaben der Direktorin. Tabassomi arbeitete unter anderem als Projektleiterin und Kuratorin am „KW Institute for Contemporary Art“ in Berlin und am Fridericianum in Kassel. Derzeit ist sie in New York Kuratorin am „Ludlow 38“.

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