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Preise

Prix Canson

Njideka Akunyili Crosby, Nyado: The Thing Around Her Neck, 2011

Njideka Akunyili Crosby gewann den französischen Prix Canson (10.000 Euro). Die Auszeichnung ist mit einer Ausstellung im New Yorker Drawing Center verbunden. Die Künstlerin ist aus Nigeria gebürtig und lebt heute in Los Angeles. Sie verbindet in ihren zumeist großformatigen Arbeiten Methoden der Collage, Zeichnung, Malerei und Fotografie miteinander. Motivlich sind es oft Innenraumansichten mit Freunden und Familienmitgliedern. Dabei geht es um Erfahrungen im Alltag und um Identität, wenn man in mehreren Kulturen lebt. Der Prix Canson wird für Zeichnung vergeben und zählt weltweit zu den wichtigsten Auszeichnungen in diesem Metier. Er ermöglicht dem Gewinner und weiteren Nominierten eine Ausstellung in einem renommierten Museum.

Biennalen

Chaco Bienal

Chaco Bienal 2014, Instalación Acuatica

Die Chaco Bienal International de Escultura (16. -23. Juli 2016) zeigt u.a. zehn Sieger eines Wettbewerbs, die mit Preisgeldern zwischen 1.000 und 10.000 US-Dollar bedacht werden. Außerdem können sich Künstler und andere Aussteller Stände anmieten. In Resistancia, der Hauptstadt der argentinischen Provinz Chaco, hat man in der zweiten Hälfte des 20. Jh. die Aufstellung von Skulpturen im Stadtgebiet gefördert – mittlerweile ist die Anzahl der Skulpturen im öffentlichen Raum so dicht, dass man von einem Freilichtmuseum sprechen könnte. Die Stadt trägt daher den Beinamen „Ciudad de las Esculutras“, und seit 1998bemüht sich die Stadtverwaltung daher, dass ihre Kommune wegen dieses einmaligen Skulpturenprogramms von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wird.

Biennalen

Internationale Biennalen-Termine im Überblick

16.7. 2016 -8.1. 2017 SITE Santa Fé, bis 10.8. 2016 Moskau international, 10.8.-16.10.- 2016 BIP Lüttich/Liège,  11.8. - 23.10. 2016 Aichi Triennale,  22.8.-20.9. 2016 LAM 360 Grad Mongolei,  26.8.-30.9. 2016 MHK-Biennale Halberstadt,  30.8.-30.9. 2016 Biennal Centroamericana,  1.9.-1.10. 2016 Bergen Assembly,  1.9.-20.11. 2016 SeMA Biennale Seoul, 2.-9.9. 2016 Bristol Biennale, 2.9.-6.11. 2016 Gwangju Biennale (Korea),  3.9. -2.10. 2016 Kampala Art Biennale,  5.9.-11.11. 2016 Shanghai Project, 10.9.-12.12. 2016 Sao Paulo Biennale.

Hochschulen

HfbK Dresden zeigt Videoinstallation in Wroclaw/Breslau

Wroclaw/Breslau, Fotoquelle: Wikipedia/Enzo83

Zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr zeigen Studierende der Klasse Deggeller an der HfBK Dresden bis zum 31. Juli 2016 ihre Videoinstallation in der Galerie Browar Mieszczański in Wroclaw (Breslau). Beteiligt sind Olivia Rosendorfer, Nele Bühler, Stephanie Zurstegge, Luise Ehrenwerth, Anna Luisa Vieregge Valentin Reichert und Julius Zimmermann.

Preise

Kunstpreis der Böttcherstraße

Preise

Stipendien für Baunschweiger Meisterschüler

Benjamin Badock: Modul Haus Stadt, 2008, Installationsansicht 70 Holzschnitte a 107 x 76 cm, Kamera, begehbares Objekt, 5 x 16 m Courtesy: Parrotta Contemporary Art, Stuttgart, Benjamin Badock © Matthias Langer (Ausschnitt)

Benjamin Badock, Meisterschüler und Absolvent der HBK Braunschweig, darf 2017 ein Aufenthaltsstipendium in der Cité Internationale des Arts in Paris antreten. Badock "entwickelt geometrische Module, die er in immer neuen Kombinationen in sein künstlerisches Schaffen integriert. Kennzeichnend für seine Arbeiten sind zahlreiche Bezüge zur Kunstgeschichte sowie sein unverwechselbarer Blick auf Alltagssituationen." Der HBK-Absolvent und Meisterschüler Christian Retschlag wurde von Villa-Massimo-Jury für ein Künstlerstipendium 2017 des Deutschen Studienzentrums in Venedig ausgewählt. www.hbk-bs.de

 

Preise

ars viva Preis

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, Fotoquelle: Wikipedia/VollwertBIT

Jan Paul Evers, Leon Kahane und Jumana Manna sind die aktuellen Gewinner des Ars Viva-Preises für Bildende Kunst des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (je 5.000 Euro Preisgeld). Sie setzten sich gegen 48 Konkurrenten durch. analoge Produktions- und Bearbeitungsprozesse der Fotografie nutzen. Jan Paul Evers arbeitet im Bereich der analogen Fotografie. Leon Kahane setzt sich in Videoarbeiten, Fotografien und Installation mit Migration und Identität auseinander. Jumana Manna thematisiert in ihren Videoarbeiten und Skulpturen sozialpolitische Fragestellungen, Machtstrukturen und die Konstruktion von Identität. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergibt den Ars Viva-Preis seit 1953 jährlich an junge, in Deutschland lebende Künstler. dere Vom 8. Oktober bis zum 29. Januar 2017 stellen die Gewinner im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg und anschließend im Frühjahr 2017 im Kölnischen Kunstverein aus.

Hochschulen

Berlin-Weißensee: Rundgang

Rundgang an der weißensee kunsthochschule berlin, Foto: Heike Overberg

Die weißensee kunsthochschule berlin lädt zu ihrem Rundgang – Tage der offenen Tür 2016 ein. Alle Studiengänge zeigen aktuelle Bachelor-, Master- und Studienarbeiten auf dem Campus in der Bühringstraße 20, 13086 Berlin, und zwar Samstag, 16. / Sonntag, 17. Juli 2016, 12-20 Uhr. Die Abschlussausstellung mitBildhauerei, Malerei und Raumstrategien im Kaufhaus Jandorf, Brunnenstr. 19 wird Freitag, 15. Juli 2016 um 19 Uhr eröffnet.- Laufzeit: 16. - 28. Juli 2016, täglich 14-19 Uhr. Die  Abschlussausstellung Visuelle Kommunikation im Direktorenhaus (Am Krögel 2) beginnt mit der Vernissage am Donnerstag, 14. Juli 2016, 19 Uhr. Laufzeit: 15. - 21. Juli 2016, täglich 12 - 20 Uhr. www.kh-berlin.de

Hochschulen

Frankfurt: Absolventenausstellung

MMK3, Frankfurt/M., Ausstellungsraum

Das MMK3 im ehemaligen Frankfurter Hauptzollamt finden regelmäßig Ausstellungen mit den Absolventen der Städelschule und den Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung statt. Die aktuelle Absolventenausstellung (ab 12. Juli 2016) trägt den Titel "Croissant" und umfasst Beiträge aus den Klassen von Peter Fischli, Douglas Gordon, Judith Hopf, Michael Krebber, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Amy Sillman und Josef Strau. Für die Absolventen sind solche Ausstellungen ein erster wichtiger Schritt, um sich dem Kunstmarkt zu empfehlen. Künstlerliste: Magnus Andersen, James Gregory Atkinson, William Alexander Bacon, Olga Cerkasova, Kitsum Cheng, Andrew de Freitas, Anders Dickson, Lina Hermsdorf, Ikue Higuchi, Benjamin Horns, Martin Kähler, Theresa Kampmeier, Ellen Yeon Kim, Soojung Kim, Yuki Kishino, Martin Kozlowski, Chloé Malcotti, Aislinn McNamara, Luzie Meyer, Stuart Middleton, Xerxes Oakman, Bonny Poon, Elif Saydam, Anina Troesch, Jasmin Werner, Franziska Wildt. www.mmk-frankfurt.de/de/mmk-123/mmk-3/

Hochschulen

UdK Berlin: Flüchtlingsklasse

UdK Berlin, Frontseite Bundesallee, Foto: Copyright Jenny Uhlenbrock

Das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin lädt in Zusammenarbeit mit der Fakultät Darstellende Kunst zu einem weiteren Modul der Refugee Class for Professionals für den Bereich der darstellenden Kunst ein. Gemeinsam mit Berliner Akteurinnen und Akteuren der Freien Szene geben ehrenamtliche Dozentinnen und Dozenten der UdK Berlin vom 11. bis zum 15. Juli kostenlose Workshops für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler. Die Themen Video, biografisches Theater und Körper- und Improvisationstraining sowie Einblicke in die Arbeit des Performing Arts Programm, des Landesverband freie darstellende Künste und der unterschiedlichen Theaterinstitutionen Berlins geben nützliche Hinweise zum Theatermachen in Deutschland. Ziel ist eine bestmögliche Unterstützung und Vernetzung für professionelle Akteure – etabliert und neu angekommen – in der Welt der darstellenden Künste in Berlin. Anmeldung bis 4. Juli 2916. Kontakt und Infos: refugee-class-ziw@udk-berlin.de

Hochschulen

Meisterschüler in Braunschweig

Deborah Uhde: State of the Art of the State - A dysfunctional machine, 2016 © Deborah Uhde (Ausschnitt)

Die Ausstellungseröffnung der Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ist für Dienstag, den 5. Juli 2016 um 19 Uhr im"raumLABOR" in der Hamburger Straße 267 angekündigt. Zum Abschluss des zusätzlichen Qualifikationsjahres zeigen 28 Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ihre Werke - Positionen aus Film und Video, Installation, Malerei, Fotografie, Sound und Performance - an unterschiedlichsten Orten der Stadt. www.hbk-bs.de

Aktionen & Projekte

Privatsammlung Rosi und Rudolf Dahmen

„Privatsammlung Rosi und Rudolf Dahmen“ nennt sich eine neue Präsentationsreihe in Düsseldorf. Das Ehepaar Dahmen stellt in den neu bezogenen privaten Räumlichkeiten "zum ersten Mal einen kleinen Ausschnitt aus ihrer Sammlung Kunstinteressierten vor. Das Projekt Engerstraße 56 vereint Künstlerateliers mit privatem Wohnraum." Die Eröffnungs-Präsentation widmet sich ab dem 2. Juli 2016 "den Arbeiten von Gregor Schneider und Ralf Berger, die sich in ihren Werken mit existenziellen Fragen des menschlichen Daseins im Grenzbereich von Video, Performance und Raumveränderungen auseinandersetzen." (bis 28. Aug. 2016).

Preise

ZONTA-Preis

Ae Hee Lee

Ae Hee Lee, Absolventin der HBK Braunschweig, wurde für den ZONTA-Preis ausgewählt. Die Verleihung findet am 7. Juli 2916 im Kunstverein Ludwigshafen statt. Die Gewinnerin schloss ihr Studium mit dem Diplom bei Prof. Virnich ab und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin in Berlin. Zu ihren Arbeiten heißt es: "Um die Grenze zwischen inner und äußerer Wirklichkeit spürbar werden zu lassen inszeniert Ae Hee Lee Szenarien mit bunten Spielfiguren in ihren Traumwelten." ZONTA ist ein Zusammenschluss berufstätiger Frauen. www.hbk-bs.de

Personalien

Lore Bert 80 Jahre

Lore Bert vor Bild Bewegtes Raster, Foto: Courtesy Galerie Dorothea van der Koelen

Lore Bert feierte ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentiert „La Galleria“, die venezianische Dependance der Galerie Dr. Dorothea van der Koelen, am in der VIU, Venice International University, den Zyklus „Europa – Identität in der Differenz“. Lore Bert arbeitet als Papierkünstlerin mit fernöstlichen Papieren, aus denen Collagen, Bildobjekte, Transparente und Skulpturen sowie komplexe Installationen entstehen. „Konstruktive Formen und Architekturelemente wechseln mit poetischen und philosophischen Schriften. Historische Zusammenhänge oder kulturelle Besonderheiten anderer Länder werden bildnerisch formuliert...“

Ausschreibungen

Förderung „Junge Szene“

Die Kunststiftung NRW fördert die „Junge Szene“ mit Stipendien von 1 bis sechs Monaten für ein konkretes Projekt im Inland und bis zu zwölf Monaten im Ausland. Bewerber müssen ein abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen und dürfen das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben.Antragsberechtigt sind Künstler, Museen, Kunstvereine, Ausstellungsräume.Mit der Bewerbung ist ein Finanzierungsplan eiunzureichen. Nächster Bewerbungszeitraum ist der 1. bis 30. September 2016. Anträge ausschließlich per Post an: Kunststiftung NRW, Roßstraße 133, 40476. Per E-Mail eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden. www.kunststiftung-nrw.de/de/foerderung/personen/visuelle_kunst/

Preview

Valérie Favre in Wuppertal

Valérie Favre, „Ghosts“ (nach Goyas „Hexenflug“) (Ausschnitt)

In der Reihe der Positionen aktueller Malerei zeigt die Wuppertaler Von der Heydt-Kunsthalle vom 28. August 2016 bis zum 8. Januar 2017 einen Überblick über das jüngere Werk von Valérie Favre. Die in Berlin lebende Künstlerin vereint in ihrem Werk unterschiedliche Malweisen - figurativ, abstrahierend, rein farbmalerisch. „In ihrer aktuellen Serie der 'Theâtres' entwickelt sie eine ganze Kette von Metaphern für das Leben als lustvolles und tragisches Spiel: Eine bunte Truppe aus Figurinen, Spielleuten und Gnomen steht dicht gedrängt auf einer schmalen Bühne...“

Ausschreibungen

Ida Gerhardi-Förderpreis

Der Wettbewerb um den Ida Gerhardi-Förderpreis hat eine Altersgrenze von 39 Jahren und endet am 22. Juli 2016. Zugelassen sind nur Bewerbungen aus NRW mit abgeschlossenem Hochschulstudium. Preissumme: 5.000 Euro plus weitere 3.000 Euro für Produktionskosten für eine Edition. Kontakt: Städt. Galerie Lüdenscheid, Kennwort: Ida Gerhardi-Förderpreis, Sauerfelderstr. 14, 58511 Lüdenscheid, Tel. 02351-171496.

Aktionen & Projekte

Weltklima-Flüchtlingslager in Schwerin

Marstall Schwerin, Fotoquelle: Wikipedia/Niteshift (talk)

Der Schweriner Marstall ergänzte früher den Schlossbetrieb um eine Reithalle, Pferdeställe und Lagerräume für Kutschen und Geschirr. Heute ist dort u.a. ein Technikmuseum untergebracht. Wo sich früher der mecklenburgische Adel mit Dressurreiten und anderen Lustbarkeiten vergnügte, macht heute der Siegburger Aktionskünstler auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam - Überschwemmungen und Dürrekatastrophen zwingen Millionen von Menschen in die Flucht. "Gemeinsam mit Geflüchteten und Menschen aus der Umgebung" errichtet Hack in diesen Tagen "vor dem Marstall in Schwerin eine Zeltskulptur aus seinen „bewohnbaren“ Bildern. So entsteht vor dem Sitz zweier Ministerien des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine Notunterkunft, wie sie in den ärmsten Regionen der Welt Familien als Wohnung dient." Die Aktion ist Teil der Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“, welche nach Stationen in Mumbai, Peking, Sao Paulo, Addis Abeba jetzt im Marstall gezeigt wird. Neben anderen Künstlern wie z.B. Olafur Eliasson, Joseph Beuys und Tue Greenfort ist auch Hermann Josef Hack seit 2010 in dieser Wanderausstellung mit seinen Skulpturen in Form von Miniaturflüchtlingszelten vertreten.

Aktionen & Projekte

GEDOK-Ausstellung in Willebadessen

Ehem. Kloster Willebadessen mit Skulpturengarten, Fotoquelle: Wikipedia/Franzfoto

Bis zum 3. Oktober 2016 läuft die Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst! GEDOK women artists open your eyes“ im ehemaligen Benediktinerinnenkloster in Willebadessen. Sie wird von der GEDOK OWL (Ostwestfalen Lippe) als Beitrag zum 90jährigen Jubiläum des Künstlerinnenverbandes veranstaltet. An der bundesweit ausgeschriebenen Ausstellung sind 54 bildende Künstlerinnen aus 11 der 23 regionalen GEDOK-Gruppen beteiligt. So bietet die Werkschau einen repräsentativen Eindruck vermittelt vom aktuellen Spektrum künstlerischen Schaffens im Verband. Die GEDOK wurde 1926 von Ida Dehmel in Hamburg gegründet. Im Rahmen dieser Ausstellung wird auch der Thusnelda-Kunstpreis vergeben.

Ausschreibungen

item-Kunstförderpreis

Der item-Kunstförderpreis ist für Malerei zum Thema „Unbegrenzte Möglichkeiten“ ausgelobt. Preisgelder: Jurypreis 3.000 Euro, Publikumspreis 1.5000 Euro, item-Mitarbeiterpreis 1.500 Euro. Junge und noch studierende Künstler werden bevorzugt. Deadline: 26. August 2016, Kontakt: item GmbH, August-Nagelstr. 22, 89079 Ulm-Einsingen, item-kunst@item24.de

Ausschreibungen

Schloss Ringenberg-Stipendium

Die Kunststiftung NRW vergibt zwei Stipendien auf Schloss Ringenberg, Hamminkeln (Kreis Wesel). Die Stipendien sind mit 1.250 Euro monatlich dotiert. Altersgrenze: 40 Jahre. Bewerber müssen einen Bezug zum Bundesland NRW haben. Es besteht Residenzpflicht. Ausgelobt sind außerdem Kuratorenstipendien. Nähere Infos zur Deadline (in der Regel September/Oktober) unter www.schloss-ringenberg.de

Ausschreibungen

Kuboshow-Kunstmesse

In den Flottmann-Hallen von Herne wird am 29. und 30. Oktober 2016 die Kuboshow-Kunstmesse abgehalten. Künstler bis 45 Jahre können hier Malerei, Fotografie, Grafik, Skulptur und Kunst mit neuen Medien ausstellen. Deadloine: 31. August 2016. Infos: www.kuboshow.de.

Kulturpolitik

Kunstprominenz: Offener Brief für Chris Dercon

Okwui Enwezor, Foto: Giorgio Zuchiatti, Courtesy Biennale di Venezia

Okwui Enwezor, Leiter des Münchner Hauses der Kunst und 1915 auch künstlerischer Leiter der Biennale von Venedig, hat zusammen mit seinem Chefkurator Ulrich Wilmes einen Offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, verfasst. Weitere Prominente aus dem Kunstbetrieb wie Kasper König, Hans-Ulrich Obrist oder Adam Szymczyk sowie Filmemacher und Architekten haben den Brief ebenfalls unterzeichnet. Darin ergreifen sie Partei für Chris Dercon, der 2017 die Berliner Volksbühne als Intendant übernimmt. In München war Dercon am Haus der Kunst der Vorgänger von Enwezor, zuletzt leitete er bis 2016 die Tate Modern in London. Volksbühnen-Mitarbeiter hatten Dercon in einem Offenen Brief scharf angegriffen, da sie um ihre Arbeitsplätze fürchten. Bereits jetzt seien 20 bis 25 Verträge nicht verlängert worden, berichtet die Berliner Lokalpresse. Die "Berliner Zeitung" spekuliert, unter dem künftigen Intendanten Dercon müssten von den derzeit 216 Mitarbeitern womöglich 50 das Theater verlassen. In ihrem Offenen Brief sprechen die Mitarbeiter von "Abwicklung" und "Zerstörung" und erklärten ihr Misstrauen gegenüber Chris Dercon. In der Repolik von Enwezor und den anderen Unterzeichnern wird die Berufung Dercons hingegen als "kühne und inspirierte Wahl" gelobt. Der "Tagesspiegel" kommentiert, dem bisherigen Museumsmann Dercon fehle in der Theaterszene "der Stallgeruch. Aber seine Unterstützer sind ebenso wenig Bühnenmenschen wie er. Das schwächt ihre Initiative, weil man denkt: Die verstehen doch auch nichts vom Theaterwesen. Man kann es aber auch anders betrachten: Wie wichtig ist die Stellung des Theaters, wenn die Kunstfraktion sich derart ins Zeug legt für einen der Ihren? Wo ist Dercon? Er müsste werben um die Volksbühne, Berlin jetzt schon bespielen und charmieren. Es ist allerdings sein gutes Recht, noch nichts zu sagen. Er befindet sich in der Vorbereitungsphase, kann seine Pläne noch nicht im Detail vorstellen. Ähnliches gilt für Neil MacGregor und das Humboldt-Forum. Auch er wird ständig unter Druck gesetzt, endlich sein 'Konzept' vorzustellen..."

Kulturpolitik

Museumsprojekte Abu Dhabi: keine Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen

Modell von Saadiyat Island, Fotoquelle: Wikipedia/Imre Solt-GNU Free Documentation License

Ob in Katar für die Fußball-WM 2022 Sportstadien gebaut werden oder ob neue Museumskomplexe im Wüstensand von Abu Dhabi entstehen: immer wieder werden Vorwürfe über die Ausbeutung der zumeist ausländischen Arbeitskräfte auf den dortigen Baustellen erhoben. Die Fußball-Ikone Franz Beckenbauer kommentierte dies etwas nassforsch: „Ich habe noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen!“ Die Künstlervereinigung Gulf Labour Coalition setzt sich unterdessen seit sechs Jahren für die Rechte der Arbeitskräfte am Bau des arabischen Kulturzentrums auf Saadiyat Island ein. Dort entstehen derzeit Filialen des Louvre und des Guggenheim Museums; auch das British Museum und die New York University (NYU) realisieren hier Bauprojekte. Human Rights Watch prangerte bei diesen Projekten immer wieder zu niedrige Löhne, miese Unterbringung in überfüllten Unterkünften und Zwölfstunden-Schichten mit schwerer körperlicher Arbeit in der Gluthitze an, die am Arabischen Golf herrscht: zwischen Mai und Oktober liegen die Durchschnittstemperaturen dort nämlich tagsüber generell immer über 30 Grad Celsius. Manche Arbeiter müssen zudem vorher hohe Vermittlungsprovisionen bezahlen, um dort überhaupt einen Job zu bekommen – sie sind bei den dubiosen Vermittlern bereits hochverschuldet, bevor sie auf der Museumsbaustelle in Abu Dhabi auch nur eine einzige Schaufel mit Sand und Zement in die Betonmischmaschine gekippt haben. Sowohl das Guggenheim Museum als auch das British Museum kündigten nun an, beim Bau ihrer Abu-Dhabi-Projekte fortan auf eine Zusammenarbeit mit den Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch (HRW) und International Trade Union Confederation (ITUC) verzichten zu wollen. Das Guggenheim Museum hält es stattdessen für sinnvoller, lieber mit den örtlichen Behörden zusammen zu arbeiten als mit HRW und ITUC. Auch das British Museum behauptet, in Sachen Arbeitsrecht seien bereits Fortschritte erzielt worden und sieht keinen weiteren Gesprächsbedarf mit den Kritikern mehr.

Personalien

Werner Fenz gestorben

Werner Fenz, Foto: Copyright Universalmuseum Joanneum

Werner Fenz, Grazer Kunsthistoriker, Kurator und langjähriger Leiter des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum, verstarb im Alter von 72 Jahren. Fenz hatte von 2006 bis 2009 auch das Künstlerhaus Graz geleitet. Ende der 1980er und in den 1990er Jahren hatte Werner Fenz auch mehrfach Beiträge in „Kunstforum international“ veröffentlicht.

Preview

Bonn: Sound move - Simone Forti

Simone Forti, Cloths, Sounding The Box LA, Courtesy und Copyright: The Box LA

Das Beethovenfest in Bonn und das Kunstmuseum Bonn widmen die Ausstellung „Simone Forti - sound move“ einer Choreographin, Tänzerin, bildender Künstlerin und Autorin, die als "eine der vielseitigsten Künstlerinnen des amerikanischen Postmodern Dance gilt. Ab dem 11. September 2016 versammelt die Ausstellung "Werke Fortis, in denen Musik und Sound eine zentrale Rolle einnehmen. Gezeigt werden Objekte, Videos, Tonaufnahmen, Fotoprojektionen, installativ-musikalische Apparaturen und Zeichnungen, ebenso wie Live-Aufführungen ihrer Performances aus den 1960er-Jahren." Zuletzt hatte sie 2014 in Salzburg eine große Einzelausstellung. www.kunstmuseum-bonn.de

Aktionen & Projekte

Aktion "Flüchtlinge fressen": Sonderflug abgesagt

Aktion Flüchtlinge fressen, Tigergehege, Berlin, Juni 2016, Foto: Courtesy Zentrum für politische Schönheit

Der „Spiegel“ als Speerspitze des investigativen Journalismus wusste es genau: Die Tiger im Gehege vor dem Maxim Gorki-Theater in Berlin-Mitte stammten ja gar nicht aus Lybien, wie das „Zentrum für politische Schönheit“ behauptete, sondern sie seien von einem Zirkus ausgeliehen worden. Der „Focus“ gab sich unterdessen ratlos: „Ist das Kunst, eine Demo oder beides?“ Die spektakuläre Tierschau vor dem Theater war Teil der Kunstaktion „Flüchtlinge fressen“ der Künstler-Initiative „Zentrum für politische Schönheit“, die dafür bekannt ist, mit provozierenden Aktionen mediale Aufmerksamkeit zu erregen. 100 Syrer wollte die Initiative aus der Türkei nach Berlin einfliegen lassen – gäbe es für diese Passagiere keine Einreisegenehmigung, seien Flüchtlinge dazu bereit, sich von den Tigern fressen zu lassen, so der Tenor der Aktion. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Journalisten Jakob Augstein und der Rudolf Augstein Stiftung: „Für mich sind das Polit-Künstler. Wenn Kunst gut ist, tut sie weh. Das Spektakuläre ist nicht, dass in Berlin-Mitte Tiger stehen und sich irgendwer angeblich fressen lassen will. Jeder weiß, dass niemand gefressen wird...“ erklärte Jakob Augstein zu seinem Engagement. Tagelang sorgte das Tiger-Spektakel bundesweit für Schlagzeilen: über die Aufstellung des Tiger-Geheges als Bühnenbild des Maxim-Gorki-Theaters gab es sogar einen bizarren Streit über den behördlichen Widerruf der Genehmigung. Das um Einhaltung der bürokratischen Regeln bemühte Bezirksamt-Mitte ließ verlauten, es habe nicht gewusst, dass es sich hier „um eine politische Aktion“ handele; für die Genehmigung einer „politischen Versammlung“ sei das Grünflächenamt aber gar nicht zuständig gewesen. Das Maxim-Gorki-Theater entgegnete daraufhin, es handele sich bei dem Projekt „Flüchtlinge fressen“ sehr wohl um eine Theaterveranstaltung: „Auch eine politisch provozierende Theaterinszenierung ist Kunst und durch unser Grundgesetz geschützt“, erwiderte der Co-Intendant Jens Hillje. Der bereits gebuchte Flug wurde schließlich von der Air Berlin abgesagt. Die Fluggesellschaft kündigte den Beförderungsvertrag mit der Begründung, ein großer Teil der Passagiere hätte keine Einreiseerlaubnis. Die Künstlerinitiative hätte Air Berlin „im Unklaren“ gelassen; das „Vertrauensverhältnis“ zum Vertragspartner sei daher „nachhaltig erschüttert“. Die Initiative hatte hoch gepokert – sie wollte durch ihren Medien-Hype den Deutschen Bundestag dazu bringen, das im Asylgesetz verankerte Beförderungsverbot aufzuheben und hielt dazu sogar eine „Bundeserpressungskonferenz“ ab. Doch die Abgeordneten entschieden sich bei der Abstimmung erneut für eine Verschärfung der Asylbestimmungen.

Aktionen & Projekte

FOTOFESTIVAL Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg

Florian Ebner beim Kuratorengespräch im ifa-Institut für Auslandsbeziehungen 2015, Foto: Copyright ifa

Das 7. FOTOFESTIVAL Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg findet vom 9. September bis 5. November 2017 statt und wird in diesem Jahr von einem Expertenteam um Florian Ebner und Christin Müller kuratiert. Dazu gehören Fabian Knierim, Boaz Levin, Kerstin Meincke und Kathrin Schönegg. Florian Ebner leitet die Fotografische Sammlung des Museum Folkwang, Essen und kuratierte 2015 den Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Christin Müller aus Leipzig kuratierte zuletzt die Ausstellung Cross Over – Fotografie der Wissenschaft + Wissenschaft der Fotografie im Fotomuseum Winterthur. Zusammen konzipieren Christin Müller und Florian Ebner auch die Ausstellungsreihe zu zeitgenössischer Fotografie with/against the flow für das Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart. Im Mittelpunkt ihres Konzepts für das 7. Fotofestival „stehen die großen Umbrüche der zeitgenössischen Bildkultur, dazu gehört auch eine veränderte, aktuelle wie auch historische Perspektive auf das Medium Fotografie selbst.“ Das kuratorische Konzept des 7. Fotofestivals wird im Januar 2017 vorgestellt. Das Fotofestival folgt einem Konzept, die Gastkuratoren alle zwei Jahre auszuwechseln, um „immer wieder neue Aspekte der zeitgenössischen Fotografie“ zu behandeln, und dies „im Dialog mit den eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, der Metropolregion, den drei Veranstaltungsstädten und den lokalen, nationalen und internationalen Besuchern.“ Beteiligt sind die bedeutendsten Ausstellungshäuser der drei Städte. Zuletzt zählte das Festival mehr als 35.000 Besucher. www.fotofestival.info

Aktionen & Projekte

Berlin: Geruchskunst-Festival

Wolfgang Georgsdorf, Geruchsorgel „Smeller 2.0“, Foto: Copyright Wolfgang Georgsdorf

Installation, Filmabende, Lesungen, Performances und Diskussionen bilden vom 15. Juli bis 18. September 2016 in der St. Johannes-Evangelist-Kirche in Berlin-Mitte das Programm des Geruchskunst-Festivals „Osmodrama“. Geruchskompositionen und Uraufführungen mit dem Regisseur Edgar Reitz, der Schauspielerin Eva Mattes und dem documenta-Künstler Omer Fast stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Reitz führt seinen Film „Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht“ nun „erstmals in Verknüpfung mit szenensynchronen Geruchssequenzen“. Die zum Film komponierten Gerüche „werden die sinnliche Erfahrung der Erzählung erweitern“, ähnlich wie bei Omer Fasts Filmdokumentation über die Heimkehr eines Afghanistansoldaten. Bei einer Lesung der Schauspielerin Eva Mattes können die Zuhörer „auch in die Geruchswelten der Werke eintauchen.“ Seit 1927 der Tonfilm in die Kinos kam, gab es auch immer wieder technische Versuche, das visuelle Geschehen auf der Leinwand nicht nur akustisch, sondern auch olfaktorisch zu begleiten. Doch alle Versuche, Kinosäle mit Parfümemissionen oder Aromaessenzen durchwehen zu lassen, erwiesen sich physikalisch und hinsichtlich des gewünschten Illusionseffekts als untauglich. Einen deutlichen Entwicklungsschritt nach vorne macht in dieser Hinsicht Wolfgang Georgsdorf mit seiner elektronisch gesteuerten Geruchsorgel „Smeller 2.0“, die über 64 „Geruchskanäle“ eine „kontrollierte Luftströmung“ aussendet, mit der „vorgemischte Gerüche in den Raum eingespeist werden. Zeitbasierte Geruchskompositionen eröffnen so bislang unbekannte Möglichkeiten des Ausdrucks in Kunst, Kultur und Kommunikation.“ www.osmodrama.com

Aktionen & Projekte

Ars Electronica: Radical Atoms

Post-City Linz, Veranstaltungsort der Ars electronica

Die diesjährige Linzer Ars Electronica (8. bis 12. September 2016) steht unter dem Motto „Radical Atoms – and the alchimists of our time“. Wissenschaftler, Ingenieure, Designer und Künstler beschäftigen sich mit der Verschmelzung der „virtuellen Welt der Daten“ mit unseren physischen Körpern. Trivial ausgedrückt: die Möglichkeit der Implantation von Datenchips durch die Überwachung seitens der Krankenkassen ist eine solcher Optionen; Light-Versionen außerhalb des Körpers davon sind als Armbanduhren zur Messung medizinisch relevanter Werte wie körperlicher Bewegung, Blutdruck etc. jetzt schon im Alltag gang und gäbe. Gentechnik und Biotechnologie sind ein weiteres Arbeitsfeld, das in den Focus philosophischer, ethischer und gesellschaftlicher Diskussionen gerät. „Die diesjährige Ars Electronica richtet ihren Blick aber auch auf die Menschen hinter diesen technologischen Konzepten und Visionen. Wer sind diese Leute, die da an unserer Zukunft basteln? Was treibt sie an? Mit wem arbeiten sie zusammen und wie sehen die Orte aus, an denen sie ihre Ideen entwickeln und Projekte vorantreiben? Ihre Ziele und Experimente mögen mitunter ähnlich utopisch sein“ wie jene der Alchimisten des Mittelalters. Was diese entdeckten und erfanden, waren oft zufällige Nebeneffekte bei der Suche eines Verfahrens zur Herstellung von Gold oder eines Elixiers für die Unsterblichkeit: „Immerhin entdeckte Hennig Brand 1669 zufällig den weißen Phosphor oder erfand Johann Friedrich Böttger 1707 das Porzellan (im Gegensatz zu China war dies in Europa bis dahin unbekannt). Ganz abgesehen davon waren da noch all die neuen, ungewöhnlichen Methoden, Theorien und Kooperationen der Alchemie, die der Entwicklung der modernen (Natur-) Wissenschaften mit den Weg bereiteten...“ Ähnliches erleben wir heute mit der technologischen Innovation, Daten zu erfassen und Datensammlungen miteinander zu vernetzen, und dabei ergeben sich auch „neue Allianzen“ zwischen Kunst und Wissenschaft. Fünf Tage lang werden während der Ars Electronica hunderte vun Künstlern, Wissenschaftlern und Ingenieuren „Vorträge, Diskussionsbeiträge, Projekte und Prototypen, Workshops, Performances, Interventionen und Konzerte an mehreren“ Orten „in der Innenstadt umsetzen.“ www.aec.at/radicalatoms

Museen & Institutionen

Sterling Ruby im Wiener Winterpalais

Sterling Ruby, Fotoquelle: Wikipedia/Sterling Ruby Studio

Der amerikanische Künstler Sterling Ruby arbeitet interdisziplinär mit biomorphen Keramiken, großformatigen besprühten Leinwänden, gegossenen Polyurethan-Skulpturen, verschiedenen Formen der Collage und mit Video. Bis zum 16. Oktober 2016 richtet ihm das Wiener Belvedere in seinem Winterpalais eine erste große Überblicksausstellung in Europa aus. Thematisch setzt sich Ruby in den Exponaten mit militärischem Imperialismus und Kriegsrhetorik auseinander, und dem genius loci entsprechend mit dem Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736): dieser wurde 1697 oberster Befehlshaber der habsburgischen Armee im „Großen Türkenkrieg“ und sicherte durch den Sieg über die osmanischen Heere in der Schlacht bei Zentra in der Vojvodina Österreich die Vorherrschaft auf dem Balkan. Für die barocken Prunkräume im Winterpalais entwickelte Sterling Ruby eine Werkreihe mit Wandteppichen. Seine Ausstellung inszeniert er als bewusst gewollten ästhetischen Kontrast zu dem historischen Ambiente. www.belvedere.at

Biennalen

Kampala Art Biennale

Isaac Kariuki, Sim Card Project, 2015 - ongoing

Elise Atangana konzipiert die zweite Ausgabe der Kampala Art Biennale (Uganda), die unter dem Titel "Seven Hills" vom 3. September bis zum 2. Oktober 2016 ausgerichtet wird. Der Titel bezieht sich auf das historische Kampala, das auf sieben Hügeln errichtet wurde, als das Königreich Buganda zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jh. eine Vormachtstellung in der Region hatte. Als Hauptstadt Ugandas löste Kampala die alte Kapitale Entebbe ab - Kampala hat heute 2 Mil.. Einwohner und erstreckt sich inzwischen über 21 Hügel. Ein Aspekt der Themenstellung "Seven Hills" rekurriert auch auf die Gründungsmythen Kampalas und weitere historische Legenden, doch ein anderer und vielleicht sogar wichtigerer Aspekt der künstlerischen Auseinandersetzungen widmet sich der Frage, die menschliche und kulturelle Entwicklungen eine Landschaft verändern und welchen Einfluss das auf die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt hat. www.kampalabiennale.org

Museen & Institutionen

Berlin: "Manifesto" verlängert

Julian Rosefeldt: Manifesto, 2014/2015, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

90.000 Besucher sahen innden vergangenen 20 Wochen Julian Rosefeldts Filminstallation "Manifesto" im Hamburger Bahnhof in Berlin. Wegen des großen Andrangs wird die Ausstellung nun bis zum 18. September 2016 verlängert. Das Projekt verbindet "13 parallel laufende Filme zu einer Hommage an die bewegte Tradition der Künstlermanifeste." Dazu hat Rosefeldt "Textcollagen aus Originaltexten verschiedener Manifeste u.a. aus Futurismus, Dadaismus, Situationismus, Suprematismus, Fluxus, Pop Art, Konzeptkunst bis zu Film- und Architekturmanifesten vom Anfang des 20. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts geschaffen. Cate Blanchett verkörpert die Manifest-Collagen in 13 unterschiedlichen Rollen: als Choreographin, als Grundschullehrerin, Trauerrednerin, Fabrikarbeiterin, Börsenmaklerin oder als Obdachlose." www.julianrosefeldtinberlin.de

Aktionen & Projekte

Christian Falsnaes: Performance

Christian Falsnaes, Opening, videostill, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2013

Für den 14. Jui 2016 ist eine Performance von Christian Falsnaes in München angekündigt. Als vierte und letzte Intervention des Ausstellungsprojektes „Im Raum mit_“ zeigt der Künstler die Performance „the excluded middle“, die auf der Idee beruht, das Publikum zum Mitmachen zu animieren. „Die Idee, den Betrachter in den Entstehungsprozess einzubeziehen, interessiert mich sehr“, erklärte Falsnaes gegenüber "Die Welt". „So entstehen erst Erfahrungen, die eine Bedeutung haben. Statt aber nur das Resultat zu zeigen, versuche ich, die Erfahrung selbst zu teilen.“ Seine Werke" basieren auf der Interaktion zwischen Publikum und Künstler. Dabei interessiert ihn vor allem der Kontext der Werkentstehung mit sämtlichen Ritualen, die in hochcodifizierten, sozialen Feldern wie dem der Kunstwelt wirksam werden." Die Performance findet um 19 Uhr im Kunsuraum BNKR in der Ungerstr. 158 statt.

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