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Personalien

Uriburu gestorben

Nicolás García Uriburu, argentinischer Maler und Aktionskünstler, starb im Alter von 78 Jahren. Uriburi gilt als einer der Pioniere der Land Art: er färbte aus Protest gegen die Verschmutzung der Gewässer 1968 das Wasser des Canale Grande in Venedig grün ein und wiederholte die Aktion an mehreren Orten, 1981 auch zusammen mit Joseph Beuys am Rhein.

Preise

Paul Flora-Preis

Christoph Raitmayr erhielt den Tiroler Paul-Flora-Preis (10.000 Euro). Über den Preisträger heißt es, er zeige „in seinen Werken ein besonderes Maß an Originalität, Eigenständigkeit und Beharrlichkeit.“ Die Auszeichnung wird von den beiden Ländern Tirol (Österreich) und Südtirol (Autonome Provinz Bozen in Italien) gemeinsam vergeben, und zwar in jährlichem Wechsel an einen Künstler aus der jeweiligen Region: Raitmayr stammt aus Innsbruck, nächstes Jahr bekommt dann wieder ein Südtiroler den Preis.

Ausschreibungen

Urban Art

Zur Teilnahme an der Ausstellung „Urban Art“ im Skulpturenpark Katharinenhof von Wörth/Rhein können such Künstler aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und dem Elsass bis zum 13. August 2016 bewerben. Zugleasen sind Graffiti, Street Art, Urban Art, Adbusting, Urban Knitting (Interventionen im öff. Raum durch Stricken) und Stickerkunst. Die Ausstellung findet vom 16. Oktober bis 13. November 2016 dort statt. Download Bewerbungsunterlagen unter www.kunstverein-woerth.de

Hochschulen

KHM-Beiträge zum Filmfest Sarajevo

Foto zu „Das Problem des Schnellstflugs“, Projektarchiv der Kunsthochschule für Medien Köln Copyright: KHM / Autoren (Namen s. Fließtext).

Die KHM-Kunsthochschule für Medien Köln ist mit mehreren Produktionen auf dem PAFF-Internationalen Filmfest Sarajevo Winter (bis 21. März 2017) präsent. So zeigt z.B. der KHM-Absolvent Rikisabura Sato dort seinen Film „Gefängnisbericht eines Abnormen-Wohlerzogenen von Chinpou“ (2913) über einen japanischen Häftling in einem thailändischen Gefängnis. Aufgeführt wird dort auch die Kölner Diplom-Arbeit „Das Problem des Schnellstflugs“ (2014), an der die KHM-Absolventen Matthias Murmann (Produktion), Philipp Käßbohrer (Regie und Drehbuch) und Jakob Beurle (Bildgestaltung) mitwirkten. Igor Novic ist mit seinem Spielfilm „Intermezzo“ (2014) vertreten und neben anderen Medienkünstlern ebenso Filippa Bauer mit ihrer Diplomarbeit, dem Dokumentarfilm „Freiräume“, wie Frauen nach dem Auszug ihrer Kinder von zu Hause ihr Leben neu gestalten. www.khm.de

Ausschreibungen

Ostrale-Bildungsprogramm

Die Dresdner OSTRALE und ihr Partner Age of Artists führen in diesem Jahr erstmals Seminare für Professionals in Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch. Age of Artists (link: www.ageofartists.org) ist ein gemeinnütziges Beratungs-, Ausbildungs- und Forschungsunternehmen." Es unterstützt Organisationen und Personen darin, die Voraussetzungen für künstlerisches Denken und Handeln zu schaffen, damit sie neue Formen des Wirtschaftens entwickeln können: innovativer, nachhaltiger und verantwortungsvoller. Die Seminare richten sich an Unternehmer und Experten in Wirtschaft, Forscher und Verwaltungsexperten als Gestalter ihrer Arbeitswelten. Die Angebote unterstützen diese dabei, sich schöpferische Fähigkeiten anzueignen und künstlerische Methoden zu erlernen."  Im Rahmen der diesjährigen OSTRALE werden drei mehrtägige, teilweise kostenpflichtige Seminare angeboten: Aus Fehlern lernen. Liegen „Menschlichkeit, Herz und Größe“ im Fehler, fragt die diesjährige Ostrale unter dem Motto „error: X“. Unter der Leitung der Künstlerin Laura Kuch lernen due Teilnehmer, Fehler als Orientierung zu unerwarteten Lösungsideen zu nutzen. Die Schauspieler und Ausbilder für soziale Kunst Beata Nagy und Hans-Ulrich Ender sowie die Gründerin der Projektfabrik Sandra Schürmann nutzen die Kraft des Schauspiels, "um eine Krise erst absichtsvoll zu generieren und dann zu überwinden. Ziel ist die Einsicht in Technik und Strategien, wie Krisen Inspiration und Inspiration gesellschaftliches Gestalten bedingen." Der Filmemacher Sebastian Linda und Filmeproduzent und Professor der FH Köln Alexander Loskant hilft bei der Entwicklung "technischer als auch kreativer Kompetenzen" zu entwickeln. Weitere Informationen zu den Seminaren, Preisen, Daten und zu Age of Artists unter: www.ageofartists.org/ostrale.</p>

Personalien

Spagnulo verstorben

Giuseppe Spagnulo starb im Alter von 79 Jahren. Seine Karriere begann er als Assistent in den Bildhauerateliers von Lucio Fontana und Arnaldo Pomodoro. Spagnulo entwickelte alsdann in seinen eigenen Stahlskulpturen seit den 1970er Jahren eine konzeptuelle Formensprache und bevorzugte in allen Werkphasen wie klassischen Materialien Eisen und Lehm: seit den 1980er Jahren schuf er vermehrt Terrakotta-Plastiken.

Aktionen & Projekte

LOTTE Crowdfunding

Seit 2012 haben die Initiatoren des Stuttgarter Projektraums LOTTE in Stuttgart über 120 Veranstaltungen organisiert: Bildende Kunst, Theater, Musik, Tanz, Film, studentische Präsentationen. Beteiligt waren 500 Künstler und Schaffenspartner, "gemeinsam" haben sie mit ihren "Ideen Projekte realisiert und vielen Besuchern einen unabhängigen Raum für Austausch und Diskussion geboten." Nach "anfänglicher Mietfreiheit" muss die Initiative aber künftig wir Miete zahlen. "Um unser Programm trotzdem auf die vielfältige Art und Weise wie bisher fortsetzen zu können, sind wir jetzt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Darum starten wir heute eine Crowdfunding-Kampagne", gibt die Initiative bekannt. Kontakt: www.startnext.com/projektraum-lotte

Aktionen & Projekte

Hamburg: Wohltätigkeits-Auktion

Die Eventmanagerin Simone Bruns und der Hamburger Freundeskreis laden für den  28. Juni 2016 laden zur Kunstauktion in die St. Petri Kirche in Hamburg ein. Mehr als 40 Kunstwerke namhafter Fotografen werden zugunsten der Welthungerhilfe versteigert. Durch die Auktion führt Christiane Gräfin zu Rantzau, Vorsitzende vin Christie’s Deutschland. www.welthungerhilfe.de/mitmachen/kunstauktion-freundeskreis-hamburg.html.

Galerien & Auktionshäuser

WDR-Sammlung: erste Verkäufe

Tom Buhrow, Fotoquelle: Wikipedia/ Copyright: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Das zeitliche Zusammentreffen zweier ganz verschiedener Ereignisse war zufällig, aber es erklärt, was WDR-Intendant Tom Buhrow meinte, als er zur Begründung anführte, der Erlös der Versteigerung von 46 Kunstwerken aus der sendereigenen Sammlung käme „dem Programm und damit dem Publikum des größten ARD-Senders zugute“. Als bekannt wurde, dass bei der ersten dieser bis Ende 2016 geplanten Auktionen Max Beckmanns Bild „Möwen im Sturm“ (1942) bei Sotheby's in London 1,07 Mill. Euro erzielte und Ernst Ludwig Kirchners „Alpweg“ (1921) 1,1 Mill. Euro, da meldeten die Medien nämlich nahezu zeitgleich, dass die Deutsche Fußball Liga DFL bei den Verhandlungen über die Vergabe der TV-Rechte an ihren Bundesliga-Spielen im neuen Vertrag eine Rekordsumme von 4,64 Milliarden festschreiben konnte. Für die Verwertung im Free-TV müssen auch die öffentlich-rechtlichen Sender zu dieser Summe ihr Scherflein beitragen. Man ahnt daher, weshalb Intendant Buhrow von einer „schwierigen Haushaltslage“ beim WDR sprach. Diese ist sicherlich nicht hauptsächlich auf die Fußballübertragungen zurück zu führen. Den Verkauf der WDR-Sammlung zwecks Haushaltssanierung hatten Politiker in Berlin und der NRW-Hauptstadt Düsseldorf lauthals bedauert, und ebenso viele Wortführer in der Kunstszene, aber das zeitliche Zusammentreffen dieser beiden Ereignisse macht doch in krasser Weise deutlich, wo kultureller und medialer Mainstream herrscht und wo sich öffentliche Institutionen in der Defensive befinden: Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, beklagt vor dem Hintergrund, dass man derzeit in Leverkusens Kommunalpolitik mit der Schließung des örtlichen Museums liebäugelt, um 780.000 Euro pro Jahr einzusparen, es habe sich in zunehmenden Maße „ein generelles Misstrauen gegen sogenannte Hochkultur breitgemacht“. Neue Museen gründe man zwar gerne zwecks Tourismusförderung, sagt Berg, aber diese Rechnung geht nicht immer auf. Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle rechnet jedenfalls vor, alle staatlichen Museen in seinem Freistaat würden über Eintrittsgelder lediglich „einen mittleren einstelligen Millionenbetrag im Jahr“ erwirtschaften; ohne staatliche Zuschüsse oder Zuwendungen durch Stiftungen und Sponsoren kommt daher in Deutschland kein einziges Museum aus. Zum Vergleich: laut „FAZ“ könne der WDR mit der Versteigerung seiner Sammlung lediglich 3 Mill. Euro einnehmen; einsparen soll der Sender aber insgesamt 110 Mill. Euro. Das ist nicht einfach, denn zugleich steigen im Wettbewerb mit den Privatsendern bei ARD und ZDF die Produktionskosten. Bei der ARD kostet z.B. die Herstellung eines Tatort-Krimis derzeit etwa 17.000 Euro pro Minute Abspielzeit. Die Talkshow-Moderation Anne Will erhält laut Medienberichten angeblich 6 Mill. Euro an Honorar pro Jahr, muss damit aber ihre 36 Shows pro Jahr selber finanzieren. Den Quotendruck, dem die Sender unterliegen, übertragen die Politiker manchmal gerne auf die Museumspolitik – und dies zu Unrecht, denn sie verwechseln dabei Äpfel mit Birnen: dass bei der Ausstrahlung einer Tatort-Folge, die in Münster spielt (WDR-Produktion!) schon mal 13 Mill. Zuschauer an einem einzigen Sonntagabend vor dem Apparat sitzen, kann man ja nun strukturell nicht als Vergleich heran ziehen, dass alle rund 6.000 Museen in Deutschland pro Jahr zusammen nur etwa 110 Mill. Besucher zählen.

Aktionen & Projekte

Künstlersymposium in Regensburg

„Kulturelles Jahresthema“ in Regensburg ist 2016 das Stichwort „Stadtgestaltung“. Dabei setzen sich „die Teilnehmer sowohl mit der Vergangenheit der Künstler/innen als auch mit der Zukunft der Kunstschaffenden und deren konstruktiven Gestaltungsmöglichkeiten in der Stadt Regensburg auseinander“, und ebenso „mit den Möglichkeiten ihre Werke in Museen (Regensburg oder anderswo) unterzubringen.“ Dazu findet vom 20. bis 26. August im Regensburger KunstvereinGRAZ e.V. (Eigenschreibweise) ein Künstlersymposion statt: Was bitte soll ins Museum?“ Eingeladen sind zur Teilnahme Anamaria Avram, Raffaela Busdon, Patrizia Bigarella, Kirsty Russel, Cordula Utermöhlen, Gloria Zoitl sowie die GRAZ-Vereinsmitglieder (Ort: Schäffnerstr. 21). www.kunstvereingraz.de

Aktionen & Projekte

Dresden: Ostrale

Ostrale 2015 mit Beitrag von Mario Marino aus seiner Serie „Faces of Afrika“ (2011), Foto: Copyright Sven Höher

Das Dresdner Kunstfestival „Ostrale“ findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt, und zwar vom 1. Juli bis zum 25. September 2016. Unter dem Motto „error:X“ zeigen mehr als 200 nicht-etablierte Künstler ihre Arbeiten auf dem 20.000 qm großen Ostragehege, dem früheren Schlachthofgelände mit seinen Futterställen. Diese Ställe sind allerdings inzwischen baulich so marode, dass die Organisatoren für 2017 keine Erlaubnis mehr für ihre Kunstschau bekommen. Der Sanierungsbedarf wird mit 4,5 bis 5 Mill. Euro beziffert. Die Ostrale-Macher können eine solche Summe für Kauf und Renovierung des Geländes mit seinen Bauten nicht aufbringen; in Dresden kursieren derweil Spekulationen, die Stadt wolle das Areal „an Dritte“ verkaufen. Damit muss sich die Festival-Direktion für künftige Veranstaltungen einen neuen Standort suchen. www.ostrale.de

Ausschreibungen

Eckernförde-Stipendium

Der Förderkreis von Otte1 – Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde vergibt jährlich 27 Monatsstipendien für Bildende Kunst, Musik und Literatur des Kultusministeriums Schleswig-Holstein. Die Höhe eines Monatsstipendiums beträgt 700 Euro. Die Bewerbung geschieht ausschließlich über ein Onlineformular, das vom 1. Juni 2016 bis zum 31. August 2016 abgerufen werden kann: www.otte1.org/bewerbung/

Hochschulen

Mainz: Vortragsreihe über „Vermittlung von Geschlecht“

Dominik Schuh von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bildet am 5. Juli 2016 mit seinem Vortrag den Abschluss der Reihe TOYTOYTOY an der Kunsthochschule Mainz. Über das gesamte Sommersemester 2016 beleuchteten die Gast-Referenten von diversen anderen Universitäten und Hochschulen mit Lecture Performances die „Vermittlung von Geschlecht“. Schuh behandelt in seinem Vortrag „Von weibischen Rittern und prügelnden Weibern“ die „Männlichkeit und ihre Darstellung im späten Mittelalter“. Prof. Carmen Mörsch von der Zürcher Hochschule der Künste referiert über „Die Bildung der Anderen mit Kunst: Kunstvermittlung, Kolonialität und weisse Weiblichkeit“ am Beispiel Großbritanniens. www.kunsthochschule-mainz.de

Preise

Hörstel: Projektstipendium KunstKommunikation

Der Berliner Künstler Matthias Beckmann ist Projektstipendiat KunstKommunikation des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel und setzt dort das Projekt „Postkarten aus Gravenhorst“ um. Ab Sonntag, 3. Juli 2016, ist er für eine Woche vor Ort und zeichnet in diesem Zeitraum die Wohnungen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Gravenhorst und dem Kreis Steinfurt. "Wer gerne seine Wohnung oder sein Haus mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchte, sollte sich schnell einen Termin bei Matthias Beckmann sichern" unter  da-kunsthaus@kreis-steinfurt.de.

Ausschreibungen

Spielplatzgestaltung

Der Wettbewerb „Treffpunkt Spielplatz“ richtet sich an Studierende. Der Auslober Baufi24 GmbH sucht Entwürfe zum „Konzept eines Spielplatzes..., der sich in den Lebensraum Großstadt einfügt und die Funktion des gesellschaftlichen, interkulturellen und sozialen Zusammenlebens bestmöglich ausschöpft.“ Vergeben werden drei Preise in Höhe von 2.000/1.000/500 Euro. Teilnehmen können alle Studenten ab 18 Jahren „aus kreativen, sozialen und kulturellen Fachbereichen sowie Studenten der Studiengänge Stadt- und Landschaftsplanung“. Deadline: 30. September 2016. Die Einreichung erfolgt per E-Mail. Infos und Kontaktdaten: www.baufi24.de

Personalien

Manfred Deix gestorben

Manfred Deix, österreichischer Karikaturist, starb mit 67 Jahren. Er war maßgeblich an der Gründung des Karikaturmuseum Krems, dem einzigen Museum für Bildsatire und kritischer Grafik in Österreich, beteiligt, wo er bis heute mit einer Dauerpräsentation früherer und aktueller Arbeiten vertreten ist. Die Stadt Wien hatte ihm 1988 den Nestroy-Ring und 2005 das Goldene Verdienstzeichen verliehen. Viele seiner Cartoons erschienen im „Stern“, in „Der Spiegel“ und in den Satirezeitschriften „pardon“ und „Titanic“.

Preise

Arnold Bode-Preis

Hiwa K, 2015, Foto: Darya Rubo

Hiwa K nimmt am 3. November 2016 im Kasseler Kunstverein den Arnold Bode-Preis entgegen (10.000 Euro). Eime documenta-Teilnahme ist generell nicht Voraussetzung für die Preisvergabe, aber schon einer der Maßstäbe der Jury-Entscheidung. Zum Werk von Hiwa K heißt es: „Seine Arbeiten thematisieren mündliche Überlieferung sowie ungewöhnliche Erzählformen historischer Ereignisse, soziale Ungleichheit, außerdem formale akademische Systeme versus demokratischer Wissensverbreitung.“

Aktionen & Projekte

Verein Berliner Künstler

Die Ausstellungsreihe "10x10" mit 84 Künstlerinnen und Künstlern des Vereins Berliner Künstler läuft als mehrteiliges Ausstellungsprojekt anlässlich des 175. Bestehens des VBK noch bis Oktober 2016. In der Galerie des Vereins werden in 10-tätigen Blöcken "unter Schlüsselbegriffen der Kunst" die aktuellen künstlerischen Positionen der Mitglieder präsentiert. In der aktuellen Ausstellung ab dem 6. Juli 2016 lautet dieser Schlüsselbegriff "Reduktion" - es geht in diesem Kontext um den künstlerisch sparsamen Einsatz von Mitteln und Materialien. Zu sehen sind Fotioarbeiten von Christoph Damm, Arbeiten mit Papier-Pulpe von Jutta Barth, Monoprintserien von Ukrike Frank, Zeichnungen von Jürgen Kelling und weitere Arbeiten von Hella Horstmeier, Monika Bartsch, Ludvik Feller und Bernadette Schroeger (bis 17. Juli 2016). www.vbk-art.de

Preise

Leo Breuer-Preis

Sakir Gökcebag gewann den Leo-Breuer-Preis des LVR-Landesmuseum in Bonn (5.000 Euro). Zur Begründung erklärte die Jury, Gökcebag habe „die Thematik der konstruktiven Kunst entscheidend weiterentwickelt“. Die Preisverleihung ist am 21. September 2016 in Bonn.

Preise

Peill-Preis für Althoff

Kai Althoff wurde mit dem Preis der Dürener Günther-Peill-Stiftung ausgezeichnet (20.000 Euro). Seit Ende der 1980er Jahre machte sich Althoff einen Namen vor allem durch die Vielseitigkeit seiner künstlerischen Strategien in Malerei, Skulptur, Film und Musik. Förderpreise von je 18.000 Euro gingen an Raphaela Vogel und Paul Sochaki.

Aktionen & Projekte

Geschichte des Konsums

Bis zum 24. Juli 2016 zeigt der Kunstraum München die erste Einzelausstellung der rumänischen Künstlerin Carmen Dobre-Hametner in Deutschland. Einen Ausschnitt aus der Werkserie "Consuming History" stellte sie erstmals 2015 während der 56. Biennale di Venezia in der Neuen Galerie des Rumänischen Kulturinstituts am Campo Sant aus. "Insgesamt 24 Fotografien in Leuchtkästen evozieren ein kinematographisches Panorama, das auf den ersten Blick eine Geschichte oder vielmehr Geschichte aus vergangener Zeit erzählt. Das Projekt dokumentiert eine partizipative Show, die in einem ehemaligen sowjetischen Bunker in der Nähe von Vilnius, Litauen stattfindet, wo ein Team von Schauspielern für Einheimische und ausländische Touristen das traumatische Leben während der kommunistischen Diktatur inszeniert." www.kunstraum-muenchen.de

Personalien

Fluxus-Künstler Ben Patterson gestorben

Ben Patterson, Foto: Wolfgang Träger

Ben Patterson, Pionier der Fluxus-Kunst, starb im Alter von 82 Jahren; er sei in Wiesbaden friedlich eingeschlafen, berichtet sein langjähriger künstlerischer Weggefährte Wolfgang Träger, der ihn fand. Wiesbaden und Wuppertal waren in den 1960er Jahren die Zentren der Fluxus-Bewegung Bewegung in Deutschland – und Köln, wo der WDR als einziger Sender Projekte mit Neuer Musik förderte, weshalb sich Patterson um 1961 in der Domstadt niederließ: er fand damals als Wohnung ein kleines Appartement ausgerechnet über einem stadtbekannten Bordell in der Kupfergasse, wie er mir einmal erzählte. 1996 kehrte er noch einmal nach Köln zurück und organisierte auf einem Kreuzfahrtdampfer, der am Rheinufer ankerte, zusammen mit den lokalen Künstlern der „Ultimate Akademy“ zwei Abende lang „Performance à la Carte“. Die Gäste im Speisesaal wählten keine Menüs aus der Karte aus, sondern Performances, die dann am Tisch aufgeführt wurden. Ich war auch als Künstler eingeladen, und von mir wünschte sich Ben Patterson ausdrücklich, dass ich als Performance-Beitrag eine Büttenrede in waschechtem Kölsch hielt. Patterson war - ähnlich wie der Fluxus-Kollege Al Hansen für die Performer-Szene im Rheinland der 1980er und 1990er Jahre - ein enorm wichtiger spiritus rector, von dem wir Jüngeren vor allem eines lernten: Kunstmachen mit Witz und Humor zu verbinden und zu begreifen, dass künstlerisch Nützliches oder gar Bedeutsames vor allem in den kleinen, oft trivalen Dingen des Alltags zu finden ist.

Aktionen & Projekte

Bonn hören

Gordon Monahan, Foto: M. Böschemeyer

Bis zum 3. Oktober 2016 führt die Beethovenstiftung Bonn ihr Stadtklang-Festival „Bonn hören“ durch. Zum „stadtklangkünstler bonn 2016“ hat die Stiftung in den kanadischen Künstler Gordon Monahan berufen Er wählte die Kammerspiele in Bad Godesberg zum Zentrum seiner Aktivitäten. „Seine neue Klanginstallation 'KLANG–SPIEL' verwandelt die Fassade der Kammerspiele in ein künstlerisch animiertes Tableau. Das in den Theaterferien eigentlich 'stumme' Gebäude wird durch ein raffiniertes Spiel aus Klang und Bewegungen auf ungewohnte Weise lebendig. Monahans 'KLANG–SPIEL' ist ein kleines akustisches Theater, das den öffentlichen Raum als offenen Begegnungsraum versteht und aktiviert. Die Installation besteht aus zwei Komponenten: einem Set aus vier unterschiedlich großen Schlagzeug-Becken, die links und rechts des Eingangsportals angebracht sind, und drei beweglichen Regenstab-Skulpturen über dem Eingang der Kammerspiele...“ www.bonnhoeren.de

Preview

Tino Sehgal in Dresden

Lichthof im Dresdner Albertinum, Fotoquelle: Wikipedia/David Brandt

Die Werke des in Berlin lebenden Künstlers Tino Sehgal "sind keine materiellen Objekte. Er konstruiert Situationen, generiert soziale Interaktionen, von denen nichts bleibt außer der individuellen Erfahrung der Besucher und der anekdotischen Erinnerung, denn Tino Sehgals Arbeiten hinterlassen keine materiellen Spuren, werden nicht aufgezeichnet und dokumentiert." Den Lichthof des Dresdner Albertinums nutzt Sehgal als Raum für sein aktuelles Projekt. Hier interpretiert er seine 2012 für die Londoner Tate Modern entwickelte Arbeit „These Associations“ in einer neuen Version. Vom 5. Juli bis 14. August 2016 besetzen bis zu 40 Akteure den Lichthof des Albertinum. Mit Bewegungschoreografien zwischen schwarmhafter Ansammlung und individueller Vereinzelung, Gesang und Gesprächen füllen sie den Raum. Sehgals Akteure sind ganz normale Dresdner – verschiedenen Alters und aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Herkunft– die mit ihren persönlichen Geschichten und Erfahrungen einen direkten Bezug zu Dresden herstellen." www.skd-museum

Museen & Institutionen

Herford: Momente der Auflösung

Taiyo Onorato & Nico Krebs 04 (magenta yellow), 2012 C-Print, 163 x 120 cm Courtesy: RaebervonStenglin, Sies+Höke und Peter Lav Gallery © Die Künstler (Ausschnitt)

In der Ausstellung „Momente der Auflösung“ überschreiten Andreas Gefeller, Fabian Marti und Taiyo Onorato & Nico Krebs „bildmächtig die Grenzen der klassischen Fotografie“. Das Marta Herford zeigt bis zum 9. Oktober 2016 rund 100 Werke, darunter analog und digital bearbeitete Fotos, Filme, Bildcollagen, Objekte und Rauminstallationen, „in denen sich die Künstler intensiv mit dem Medium und seinen Möglichkeiten auseinandersetzen.“ Die drei sehr unterschiedlichen ästhetischen Ansätze offenbaren, wie stark sich die Fotokunst mittlerweile von der reinen Abbildfunktion entfernt hat: sie hat längst nicht mehr ausschließlich einen dokumentarischen Charakter wie in der klassischen Gebrauchsfotografie oder der journalistischen Bildreportage. Stattdessen dringt sie als Fotokunst „in ganz eigene Welten vor“. www.marta-herford.de

Kulturpolitik

Bundestag beschließt Gesetz zum Schutz von Kulturgut

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Foto: Christof Rieken

Mit klarer Mehrheit beschloss der Deutsche der Bundestag das Gesetz zum Schutz von Kulturgütern. Die Abgeordneten der großen Koalition aus Union und SPD stimmten geschlossen für die Vorlage, die Opposition aus Linken und Grünen enthielt sich. Am 8. Juli 2016 muss das Gesetz noch im Bundesrat verhandelt werden, bevor es in Kraft treten kann. Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte, mit der Neufassung des Gesetzes erkenne die Bundesrepublik Deutschland endlich die Standards der UNESCO und in vielen anderen europäischen Staaten an. Der Deutsche Kulturrat bewertet das neue Gesetz als „gut“. Der Kern: Kunstwerke, die „identitätsstiftend“ für die deutsche Kultur sind, werden in eine Schutzliste aufgenommen und dürfen nicht exportiert werden. Die Ausfuhr wertvoller Kunstwerke muss grundsätzlich genehmigt werden, wenn sie älter als 75 Jahre sind und einen Verkehrswert von mehr als 300.000 Euro haben. Bei lebenden Künstlern ist deren Zustimmung erforderlich, wenn ihre Werke unter Schutz gestellt werden sollen.

Aktionen & Projekte

Hegel-Hooligans

Hegel-Hooligans vor Bochumer Universität

Deutsche Rabauken grölten ihre Parolen mit dem Vorzeigen der Reichskriegsflagge, russische Schlägertrupps prügelten sich mit englischen Krawallbrüdern: die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich in diesem Sommer wurde durch teilweise schlimme Ausschreitungen von Hooligans überschattet. „Schwachmaten-Hooligans“ nennt der Bochumer Künstler Matthias Schamp diese Zeitgenossen, denen es vornehmlich um das ungehemmte Ausleben ihrer Aggressionen geht. Nicht ungestüme rohe Körperkraft, sondern philosophischer Geist sollte indes nach außen getragen werden, als Schamp mit einigen Gesinnungsgenossen in typischer Fan-Kostümierung vor der Ruhr-Universität Bochum aufmarschierte und Hegel-Zitate skandierte: „In einer Zeit, die sonst nur physische Leistungen frenetisch bejubelt, wurde mit der Aktion ein Zeichen gesetzt: Wenigstens einmal sollte eine geistige Leistung ebenso lautstark gefeiert werden. Hierfür steht exemplarisch der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), der den Widerspruch zum Grundprinzip erhob.“ Die Aktion der Künstler-Hooligans wirkte so echt, dass sogar die örtliche Polizei aufmarschierte. In der Bochumer Universität befindet sich das Hegel-Archiv.

Personalien

Roth wird ifa-Präsident

Martin Roth

Martin Roth, seit dem 1. September 2011 Leiter des Victoria and Albert Museums in London, wird Mitte 2017 Präsident des ifa-Instituts für Auslandsbeziehungen. Das ifa fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen und versteht sich als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Museen & Institutionen

Moyland: Lasst Blumen sprechen

Miron Schmückle, Hortus Conclusus, Serie No 32, 2003 (Ausschnitt)

Vom 26. Juni bis zum 23. Oktober 2016 behandelt das Museum Schloss Moyland in Bedburg-Hau unter dem Titel „Lasst Blumen sprechen“ das Thema „Blumen und künstliche Natur seit 1960“. Die Ausstellung erstreckt sich über Teile des Schlossgebäudes, die Ausstellungshalle und die Parkanlage. Sie umfasst Malerei, Skulptur, Installation und bewegte Bilder. Zu sehen sind Arbeiten u.a. von Andy Warhol, Gerhard Richter, Joseph Beuys, Georg Baselitz, Jörg Immendorff, David Hockney Alexandra Regan Toland, Chiara Lecca, Vera Lossau, Anja Ciupka und Pipilotti Rist. www.moyland.de/

Biennalen

Bergen Assembly

Kristine Siegel und Rhea Dall, Foto: Courtesy PRAXES Center for Contemporary Art, Berlin

Die Kunsthalle von Bergen/Norwegen und andere Orte in der Stadt sind Schauplatz der Triennale Bergen Assembly (1.9.-1.10. 2016), die sich in verschiedene separate Projekte aufteilt. Um ganz bewusst drei unterschiedliche Positionen heraus zu stellen, hat man für diese Projekte den Künstler Tarek Atoui, alsdann aus Berlin die Gründer des Praxes Center Rhea Dall und Kristine Siegel sowie das Kollektiv freethougt eingeladen. Freethought wurde 2011 von Irit Rogoff, Stefano Harney, Adrian Heathfield, Massimiliano Mollona, Louis Moreno und Nora Sternfeld gegründet. Dall und Siegel erklärten zu ihrem Berliner „Praxes Center“-Projekt in einem Interview, sie „wollten ein Format, bei dem wir auf künstlerische Praxis als organische Struktur von Verbindungen, Methoden und Materialien blicken können, das nicht notwendigerweise kohärent oder logisch ist, sondern sich sogar produktiv selbst widersprechen kann. Dieser Schwerpunkt ist zwar etwas akademisch, aber uns ging es vor allem darum, spezielle künstlerische Praktiken durch kuratorische Artikulationen untersuchen: In Form von Ausstellungen, Veranstaltungen und Texten...“ www.bergenassembly.no

Aktionen & Projekte

Ars Electronia in Moskau

Vadim Kolosov, Dendrophoned, Fotocredit: Vadim Kolosov

Das Linzer Festival Ars Electronica gastiert bis zum 25. September 2016 mit seiner Ausstellung „Earth Lab-Artits as Catalsysts“ in der ehemaligen Schokoladenfabrik „Roter Oktober“ in Moskau. Im Auftrag des Polytechnic Museum Moscow präsentieren die Linzer Kuratoren insgesamt 18 künstlerische Projekte, „die sich mit zentralen sozialen, ökologischen und ökonomischen Zukunftsfragen rund um unseren Planeten befassen.“ Das Publikum ist aufgefordert, sich selbst forschend einzubringen, in dem sie „entlang eines aus Infografiken wie interaktiven Installationen bestehenden Parcours auf Entdeckungsreise gehen. Ein eigens entwickeltes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Performances, Screenings und Workshops ergänzt die Ausstellung.“

Preise

Ars Electronca: STARTS-Preis

Iris van Herpen, Magnetic Motion / Fotocredit: Morgan O’Donovan

Im Auftrag der Europäischen Kommission schrieb die Linzer Ars Electronica den mit 20.000 Euro dotierten STARTS-Prize aus. Der ebenso prestigeträchtige wie mit zwei Mal 20.000 Euro hochdotierte Wettbewerb richtete sich an innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft (Science, Technologie and Arts – kurz STARTS). Die Jury entschied sich für „Magnetic Motion“ von Iris van Herpen sowie das gemeinsame Projektseminar „Artificial Skins and Bones“ der Kunsthochschule Berlin Weißensee, Ottobock und Fab Lab Berlin. Beide Gewinnerprojekte werden im Rahmen des diesjährigen Ars Electronica Festival (8. bis 12. September 2016) in Linz präsentiert. Anschließen wird eine STARTS-Schau beim BOZAR Electronic Arts Festival (22. bis 24. September 2016) in Brüssel gezeigt, im Herbst sind zudem STARTS-Präsentationen in Tokyo und London geplant.

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