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Personalien

Neue Direktorin in Darmstadt

Stefanie Patruno hat ihre neue Stelle als Kuratorin, Sammlungskonservatorin und stellvertretende Direktorin am Institut Mathildenhöhe in Darmstadt angetreten. Ihre Doktorarbeit an der Universität Konstanz-Lindau hat Thomas Hirschhorn im Kontext künstlerischer Strategien im öffentlichen Raum zum Thema.

Hochschulen

Honorarprofessur für Erlhoff

Dem deutschen Designtheoretiker, Kunsttheoretiker und Autor Prof. Dr. Michael Erlhoff wurde von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) eine Honorarprofessur verliehen. Erlhoff war von 1985 - 1987 Mitglied des Beirats der documenta 8 und von 1985 - 1990 Geschäftsführer des Rats für Formgebung in Frankfurt/Main. 1991 war er Gründungsdekan und später Dekan an der Köln International School of Design, wo er bis 2012 als Professor für Designgeschichte und Designtheorie lehrte und forschte. www.hbk-bs.de

Museen & Institutionen

Museum Essl schließt

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten stellt das Essl Museum in Klosterneuburg bei Wien zum 1. Juli 2016 seinen Ausstellungsbetrieb ein: eine Übernahme eines Teils der Kosten durch den österreichischen Staat kam nicht zustande. Die Familie Essl sieht sich nach 17 Jahren nicht mehr in der Lage, das Museum ausschließlich privat weiter zu betreiben. Der Museumsbau dient künftig nur noch als Depot für die Sammlung.

Preview

Yayoi Kusama in Stockholm

Yayoi Kusama (Jahrgang 1929) zählt zu den wichtigsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit. Bekannt wurde sie um 1960, als sie in New York lebte, mit Happenings und Environments (die man heute als Installationen bezeichnen würde). Ihr Markenzeichen sind „Polka Dots“ - farbige Punkte, die sie auf Leinwänden, Skulpturen und manchmal als Body Paint-Aktion auch auf Menschen malt, bisweilen ebenso auf Bäume, wie z.B. 2006 in einem Park anlässlich der Singapore Biennale. Damit rekurriert sie auf Halluzinationen, die sie in ihrer Kindheit hatte, und in denen sie Punkt- und Netzmuster sah. Mit ihrem künstlerischen Konzept bewegt sich Yayoi Kusama interdisziplinär zwischen den einzelnen Metiers der bildenden Kunst, auch zwischen Kunst und Design sowie zwischen einer östlichen und westlich geprägten Kunstauffassung. Jetzt hat sie unter dem Titel „In Infinity“ vom 11. Juni bis zum 11. September 2016 eine Werkschau im Moderna Museet und bei ArkDes in Stockholm, wo auch ihre Modeentwürfe gezeigt werden, spezielle jene aus ihrer Zusammenarbeit mit Louis Vuitton 2012.

Museen & Institutionen

Soest: Wilhelm Morgner Museum wieder geöffnet

Nach zweijähriger umfassender Sanierung ist das Wilhelm Morgner-Museum in Soest wieder geöffnet. U.a. ist das Museum jetzt barrierefrei zugänglich. Neu hinzu gefügt wurde ein „Raum Schroth“ für die Sammlung von Carl-Jürgen Schroth. Die Kosten für die Erweiterung übernahm die Stiftung Konzeptuelle Kunst. In diesem neuen Raum finden auch Wechselausstellungen zu konkreter, konstruktiver und konzeptueller Kunst statt. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf informeller Kunst, die das Museum in seinem Hans-Kaiser-Raum zeigt. www.soest.de/03leben_wohnen/kultur/museen

Museen & Institutionen

Bauhaus-Archiv: Neubau

1979 entstand in Berlin-Tiergarten nach Entwürfen von Walter Gropius das Bauhaus Archiv-Museum für Gestaltung. Es zählt heute 120.000 Besucher pro Jahr und leitet unter enormer Platznot: für die Bibliothek mit 32.000 Bänden, das Bildarchiv mit 60.000 Fotos, die grafische Sammlung, Briefe, Manuskripte und andere Archivalien reichen die lediglich 700 qm Ausstellungsfläche und die übrigen Räume nicht mehr aus. Bis zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum entsteht nun ein Ergänzungsbau; die Kosten von 44 Mill. Euro teilen sich Bund und Land Berlin je zur Hälfte. Derr Neubau entsteht vor dem jetzigen Gebäude auf dem bisherigen Parkplatz. www.bauhaus.de

Museen & Institutionen

Kunsthaus Zürich

Vom 3. Juni bis zum 25. September 2016 zeigt das Kunsthaus Zürich eine Retrospektive von Francis Picabia (1879-1953). Während Picabias Werke aus den Dada-Jahren allgemein bekannt sind, ist das Schaffen in den späteren Arbeitsperioden noch ziemlich unerforscht. Mit dieser Ausstellung werden die diesjährigen Züricher Festspiele eröffnet. Derweil richtet sich das Augenmerk der Züricher Kunstfreunde auch auf den Erweiterungsbau für das Kunsthaus, der 2020 fertig sein soll. Vor knapp einem Jahr begannen die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der Baustelle mit einer Asbestsanierung der Turnhallen und Baracken auf dem Areal vor deren Abriss und dem Schutz der Bäume, die stehen bleiben sollen. Für den Entwurf nach Plänen des Architekten David Chipperfield hatte es bei einer Volksabstimmung nur eine knappe Mehrheit von 53,9 Prozent gegeben. Wenn der 200 Millionen Franken teure Bau fertig ist, kann das Kunsthaus 20 Prozent seiner Sammlung dauerhaft ausstellen – doppelt so viel wie jetzt. www.kunsthaus.ch

Personalien

Direktorenwechsel am Rijksmuseum

Taco Dibbits ist neuer Direktor des Amsterdamer Rijksmuseums. Sein Vorgänger Wim Pijbes gab den Posten auf eigenen Wunsch auf und übernahm im Juli 2016 die Leitung des neuen privaten Kunstmuseums Voorlinden in Wassenaar bei Den Haag. Dibbits war bisher schon Direktor der Sammlungen des Rijksmuseums.

Preise

Hannover: Sprengel-Preis

Toulu Hassani empfängt den Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (12.500 Euro). Die Jury befand, sie habe „mit einem klaren Werkansatz überzeugt“. Mit den Mitteln der Zeichnung und Malerei setze sich die Künstlerin „mit Ordnungssystemen und deren Störungen auseinander“. www.hannover.de

Aktionen & Projekte

Peter Weibel: Medienrebell

Peter Weibels audio-visuelle Bühnenwerke sind nun auf zwei DVDs dokumentiert. Unter dem Titel „Peter Weibel – Medienrebell“ sind auf diesem Träger seine Medienopern, Video- und Musikfilme im Zeitraum 1974 – 2015 zusammengefasst. „Auf der Suche nach einem neuen audiovisuellen Alphabet im elektronischen Zeitalter hat er mit seinen Musikfilmen und -videos für Film und Fernsehen und den multimedialen Opern in Konzerthäusern seit den 1970er Jahren - unter Verwendung avancierter Video und Computertechnologie - das Musiktheater revolutioniert und die Bühnentrends der Gegenwart um Jahrzehnte antizipiert...“ Die Laufzeit beträgt insgesamt 451 Minuten; begleitet wird die DVD-Ausgabe von einem 24seitigen Booklet. Vertreiber ist die absolut Mediem GmbH in Fridolfing. Parallel dazu erscheinen Weibels Schriften zur Musik in Hatje Cantz Verlag. www.absolutmedien.de

Aktionen & Projekte

Berlin: Superurbanvillage

Unter dem Obertitel „Superurbanvillage“ finden vom 3. bis zum 19. Juni 2016 im öffentlichen Raum von Berlin-Moabit zehn Kunstprojekte zum Thema „Flucht und Identität“ statt. Federführend ist der Kunstverein Tiergarten .V. Neben diesen Aktionen im öffentlichen Raum begleiten diverse Ausstellungen und offene Ateliers das Programm – insgesamt stellen „100 Künstlerinnen und Künstler an über 70 Ausstellungsorten ihre Gedanken und Ideen zum Thema Flucht und Identität zur Diskussion“. Die Projekte im öffentlichen Raum bestreiten Matthias Beckmann, Urte Beyer, Albert Coers, Fernando Niño-Sánchez & Margarit Lehmann, Antonia Nordmann, Silke Panknin, Ariane Pauls, Pfelder, v.o.l.a. Berlin und beate maria wörz. Beckmann z.B. zeichnete in einer Notunterkunft für Flüchtlinge „Alltagssituationen wie z.B. die Teilhabe an Deutschkursen, das Aufladen der Mobiltelefone, die Kleiderkammer, Wartende.“. Dazu erklärt der Künstler: „In einer Zeit, in der das Thema sehr emotional diskutiert wird, will ich als interessierter und unaufgeregter Beobachter die Menschen ernst nehmen und dokumentieren, was ich sehe.“ www.kunstverein-tiergarten.de/

Aktionen & Projekte

Festspiele Zürich

Die Festspiele Zürich haben für dieses Jahr das Schwerpunktthema „Dada – Zwischen Wahnsinn und Unsinn“ gewählt: Am 5. Februar 1916 eröffneten Hugo Ball und Emmy Hennings das Cabaret Voltaire in Zürich – „um es unmittelbar nach Hugo Balls legendärem Auftritt mit Lautgedichten im Kartonkostüm am 23. Juni desselben Jahres wieder zu schliessen. Einmal losgelassen, verbreitete sich Dada epidemisch in der ganzen Welt. 100 Jahre später, vom 3. bis 26. Juni 2016, interpretieren die Festspiele Zürich den Mythos Dada neu, mit über 150 Veranstaltungen – Ausstellungen, Theater, Oper, Tanz, Konzerten, Gesprächen...“ Die Festspiele Zürich werden gemeinsam von Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Kunsthaus Zürich, Tonhalle-Orchester Zürich und weiteren Kulturinstitutionen der Stadt und des Kantons Zürich veranstaltet. Im Zentrum der diesjährigen Festspiele steht eine große Francis Picabia-Retrospektive im Kunsthaus Zürich. Das Schauspielhaus zeigt die Aufführung „der die mann“ mit Herbert Fritsch nach Texten von Konrad Bayer, der als Mitglied der „Wiener Gruppe“ in den 1950er und 1960er Jahren im Sinne des Dadaismus wirkte. www.festspiele-zuerich.ch

Aktionen & Projekte

Endmoräne

Auf 25 Jahre können die Initiatoren der Projektreihe „Endmoräne“ in diesem Sommer zurück blicken. Unter dem Titel „Endmoräne 25 – und die Welt dreht sich weiter“ feiert das Ausstellungsprojekt mit 25 teilnehmenden Künstlern vom 25. Juni bis zum 7. August 2016 sein Jubiläum. Wie schon in den vergangenen Jahren, so bespielen die Künstler auch jetzt wieder ein brachliegendes Industrieareal, und zwar diesmal in Cottbus. Das Prinzip: „Null Atelierkunst, kein etablierter Show Room, stets andere Gebäude, niemals dieselbe Ortschaft.“ Stattdessen: eine temporäre künstlerische Nutzung „von leerstehenden  Gebäuden oder Brachen in Brandenburg wie im Berliner Umland“. Künstlerinnen aus „mehreren Generationen in Ost und West“ fertigen ihre Exponate vor Ort an und machen sie dann in einer Ausstellung öffentlich zugänglich. Zum Jubiläum zeigt das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus eine filmische Retrospektive über diese Projekte seit 1991, und im benachbarten ehemaligen Naturkundemuseum sind ortsbezogene Arbeiten zu sehen.

Aktionen & Projekte

Wien: 10 Jahre Kunstzelle

Die Kunstzelle im Wiener WUK Werkstätten- und Kulturhaus feierte soeben ihr zehnjähriges Bestehen. In einer ehemaligen Telefonzelle im öffentlichen Hof des Gebäudes realisierten die Initiatorin Christine Baumann und die beteiligten Künstler in diesem Zeitraum 50 raumbezogene Installationen. Zur Jubiläumsveranstaltung am 6. Juni 2016 führen jeweils 10minütige Interventionen durch: Matthias Guido Braudisch, Pablo Chiereghin, Juliana Herrero, Ina Loitzl, Nikolaus Scheibner,  Michael Strähle und Irene Wölfl. www.wuk.at/wuk/kunst/kunstzelle

Aktionen & Projekte

Wandel der Textilkultur

Der griechische Bergort Ambelakia am Hang des Ossa wirkt heute etwas verschlafen, doch vor 200 Jahren praktizierten hier die damals 6.000 Einwohner ein erfolgreiches Modell einer Genossenschaft von Handwerkern, Bauern und Kaufleuten. Der französische Diplomat Felix de Beaujour begeisterte sich 1793 über den Ort und seine wirtschaftliche Prosperität: „Dieses Städtchen verbreitet durch seinen Gewerbefleiß Bewegung und Leben über die Region hinaus und erzeugt einen unermesslichen Handel, der durch tausend Fäden Deutschland mit Griechenland verbindet... diese ganze Bevölkerung lebt von der Färberei, wie ein Bienenschwarm in seinem Stock...“ Der Stuttgarter Künstler Ulrich Bernhard, 1982 Mit-Begründer des „ABR-Archivs beider Richtungen“ als „ambulante Einrichtung im Grenzbereich zwischen freier und angewandter Kunst“, schreibt über diese Genossenschaft: „Diese 'Utopie" einer freien und gerechten Wirtschaft handelt nach außen wie eine erzkapitalistische Handelskompanie, innen leistet sie sich dagegen fast ein demokratisch-sozialistisches Modell.“ Im Kunstverein Nürtingen hält Bernhard darüber am 23. Juni 2016 einen Vortrag, als Einführung in die Ausstellung „TextilZeit“ mit Beiträgen von Magda Korsinsky, Nicolai Rapp, Peter Schmidt, Stef Stagel, Ilse Rose Stetter, Anita Stöhr Weber, Susanna Taras und Stefan Woike, in denen der historische Wandel der textilen Industriekultur reflektiert wird: bis 1802 erlebte der Ort eine wirtschaftliche Blütezeit, das begehrte Gran aus Ambelakia war auf allen europäischen Märkten zu finden. Dann wurde die britische Konkurrenz im Textilhandel zu übermächtig, eine europaweite Wirtschaftskrise bringt den Handel mit Garn und Tuch alsdann 1805 fast völlig zum Erliegen; Österreich droht sogar der Staatsbankrott. Bürgerkriegsähnliche Aufstände gegen die türkische Oberhoheit und eine Choleraepidemie in Griechenland führten schließlich zu einem endgültigen Niedergang der Textilkultur von Ambelakia. Große industrielle Baumwollspinnereien in England und Deutschland, die mit Dampfkraft angetrieben werden, machen nun bis weit ins 20. Jh. das Geschäft. Doch auch dort ist mit dem Ende des Industriezeitalters und der Gloabalisierung der Wirtschaft der Niedergang unaufhaltsam: Zentrum der globalen Textilindustrie sind heute Indien, Pakistan und China. Die Ausstellung im Kunstverein Nürtingen läuft bis zum 3. Juli 2016. www.kunstverein-nuertingen.de

Kulturpolitik

Jubiläumsfeier

Am 10. Juni 1976 wurde die Kulturpolitische Gesellschaft in Hamburg-Altona gegründet. „Sie steht... für eine vierzigjährige Verbandstätigkeit, um Kulturpolitik als Gesellschafts-und Demokratiepolitik in Deutschland zu verankern.“ Der 40. Geburtstag wird am 1. und 2. Juli 2016 in Hamburg gefeiert, begleitet von einer Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto „Kulturpolitik ist Demokratiepolitik“. www.kupoge.de

Hochschulen

Manfred Peckl: Vortrag in Karlsruhe

An einer Kunstakademie wird man nicht nur zum Künstler ausgebildet, sondern lernt auch, die klassische Künstlerrolle in Frage zu stellen und in den heutigen Zeiten der konzeptuellen Appropriation Art die überlieferten Kategorien von Originalität und Authentizität kritisch zu beäugen. So hielt vor kurzem an der Staatl. Kunstakademie Karlsruhe Manfred Peckl einen performativen Vortrag „Der Künstler als die Künstler“, in dem er bekundete: „Ich muss gestehen, dass große Teile meines Werks nicht von mir sind. Insassen anderer Lebensentwürfe haben sich meines Namens bemächtigt und sind in meine Rolle geschlüpft...“ So seien seine „Schimpfbilder“ von einem gewissen L. Meckerpfand geschaffen worden, und die „obszönen Tierbilder“ stammten bezeichnenderweise von einem gewissen Leck Man Pferd und seinem Kollegen P.C. Ferkel Damn. www.kunstakademie-karlsruhe.de

Preise

Niedersächsisches New York-Stipendium

Lisa Seebach tritt das New York-Stipendium des Landes Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an. Sie verbringt dort einen zwölfmonatigen Aufenthalt. Die Stipendiatin ist Meisterschülerin von Thomas Rentmeister an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und arbeitet mit Malerei und Zeichnung.

Ausschreibungen

Wettbewerb über „Barmherzigkeit“

Der Wettbewerb zu den Mauritiustagen in Halle/Saale ruft Studenten der Bildenden Kunst von Kunsthochschulen sowie Absolventen, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre her ist, dazu auf, sich mit der „Haltung der Barmherzigkeit“ zu beschäftigen. Auslober ist die Katholische Akademie des Bistums Magdeburg mit der Bürgergesellschaft St. Mauritius zu Halle. Preisgeld: 1.500 Euro. Es werden aber „keine explizit katholischen Beiträge“ verlangt. Deadline: 4. September 2016. Infos: www.katholisch.de/media/pdf/mauritius-kunstwettbewerb_thema-barmherzigkeit.pdf

Hochschulen

HBK saar: Lichtkunst in Unna

Vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 sind Dozenten und Studenten der Saarbrücker HBKsaar zu Gast in Unna bei der Ausstellung „Switch“ im Zentrum für internationale Lichtkunst. Die Auswahl an Werken entstand 2015 im Atelier von Prof. Daniel Hausig, der an der HBKsaar das Lehrgebiet „Licht und Intermedia“ vertritt. Die Teilnehmer „experimentieren mit physikalischem Licht in Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation und Performance. Sie nutzen dabei die Wechselwirkungen von Schatten und Licht, die Verknüpfung von Bild, Projektion und Architektur oder das Zusammenspiel von Farbpigmenten, Licht und Wahrnehmung. Gemeinsam ist ihnen ein Bildverständnis, dem Zeitlichkeit, Veränderlichkeit und Vergänglichkeit zu eigen ist. Die Kuratorin und Ausstellungsmacherin Bettina Catler-Pelz, seit 2014 Gastprofessorin an der HBKsaar, hat für die Ausstellung einige exemplarische Arbeiten aus dem Atelier von Daniel Hausig ausgewählt, die als situative Beobachtung ausdrucksstark die Divergenz von Licht und Dunkelheit thematisieren. Die lichtbasierten Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler können im Kontext der Sammlung des Zentrums erlebt werden, die Installationen von Mario Merz, Joseph Kosuth, James Turrell, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, Jan van Munster, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz und Olafur Eliasson umfasst.“Aus Saarbrücken nehmen an der Ausstellung teil: Marion Cziba, Raika Dittmann, Martin Fell, Daniel Hausig, Ida Kammerloch, Octavian Mariutiu, Nils Martin Müller, Maria Elena Schmidt, Michael Voigt, Ingo Wendt. hbksaar-atelier.de/lichtkunst-unna-2016/

Ausschreibungen

Skulpturenausstellung Allensbach

Für das Jahr 2017 wird derzeit die 3. Skulpturenausstellung in Allensbach vorbereitet. Das Thema Brücken bilden „soll von den Künstlern in seiner wörtlichen bzw. in seiner übertragenen Bedeutung bearbeitet werden.“ Platziert werden die Arbeiten an einem „Rundweg vom Seegarten ausgehend zur Wiese zwischen Bahnhof und Kiosk an der Konstanzer Straße und weiter östlich über die Bahn“. Die Arbeiten müssen standsicher sein. Jeder einjurierte Teilnehmer erhält einen Unkostenbeitrag von 750 Euro. Deadline: 30. Juni 2916. Infos und Bewerbungsbogen unter www.art-allensbach.de/concrete5634/ausstellung-2017/ausschreibung/

Ausschreibungen

Olympia-Plakat

Im Mittelpunkt der Wettbewerbsaufgabe um den DERTOUR Creativity Award steht die visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema „Capture the Olympic Spirit“ („Gestalte ein kreatives Olympia-Plakat, welches für dich den olympischen Geist wiedergibt.“) Die Art und Weise der Gestaltung ist grundsätzlich frei. Wichtig für die Teilnahme sind jedoch die Einsendung der Idee in digitaler Form, sowie die Orientierung am Format der klassischen Olympia-Plakate (Hochformat). Zur Teilnahme sind alle Kreativen, insbesondere Studierende aller deutschsprachigen Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen berechtigt. Preisgelder: 1.500/1.000/600 Euro in Form von Reisegutscheinen (keine Bargeldauszahlung). Einreichungen bis zum 30. Juni 2016 per E-Mail an: wettbewerb@dertour.de

Preise

Preis der Ritter-Stiftung

Am Freitag, 17. Juni erhält Max Messemer in Straubing den mit 15.000 Euro dotierten Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst 2016. Gleichzeitig wird die Preisträger-Ausstellung im Weytterturm eröffnet. "Grundgedanken in Max Messemers Kunstverständnis sind die offene Haltung des Künstlers, die flexible und spontane Reaktionsfähigkeit auf Aktuelles und die Bereitschaft für das totale Experiment. Messemer interessiert nicht das Statische, sondern was in Bewegung ist. Er verfolgt in seiner Kunst einen modernen, zeitgenössischen und projekthaften Ansatz. Die „museale Begrenzung und Einengung“ möchte er in seiner Arbeit aufheben, für ihn ist Kunst die prozesshafte Auseinandersetzung mit einem spezifischen Ort. Die eingesetzten bildnerischen Mittel wie Malerei, Skulptur, Installation, Foto, Video oder Performance ergeben sich dann aus der spezifischen Raumkonstellation." www.ritter-stiftung.org.

Ausschreibungen

Wettbewerb „Gesichter“

Der Kunstverein Stade lobt einen Wettbewerb zum Thema „Gesichter“ aus. Es wird ein Anerkennungspreis in Höhe von 300 Euro vergeben. Lokale Eingrenzung: nur Bewerbungen aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen. Einsendeschluss ist der 30. August 2016. Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.kunstvereinstade.de/gesichter/

Aktionen & Projekte

Hybrid Modus im Kloster Bredelar

„Hybrid Modus“ ist eine Gruppenausstellung mit Künstlern aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Sie findet bis zum 31. Mai 2016 im Kloster Bredelar (Marsberg) statt und wird von Bas Hendrikx (Niederlande) und Ursula Ströbele (Deutschland) kuratiert. Die ausgestellten „Arbeiten beschäftigen sich mit dem Paradigmenwechsel, der auf ökologischer, gesellschaftlicher und technologischer Ebene stattfindet und zu einer 'post-humanen' Umwelt führt.“ Zum gesellschaftlichen und ökonomischen Hintergrund heißt es: „Auf einem Markt, wo Warenverkehr und Distribution wertsteigernd sind, häufig sogar den Wert selbst darstellen, sind der Güterstrom und der Fluss digitaler Daten zur eigenen Währung avanciert. Der Handel hat sich von Gegenständen auf Datengenerierung verlagert. Darüber hinaus lässt der wachsende Bedarf an einer optimalen Nutzung natürlicher Ressourcen und an wirtschaftlicher Effizienz wenig Spielraum für Zufälligkeiten, Entdeckungen und Entropie. Hybrid Modus behandelt den Themenkomplex einer künstlichen, hybriden Ökologie, in der Natur, Kultur, Kapital und das ständige Zirkulieren von Informationen nebeneinander bestehen und sich im Netz des (digitalen) Lebens überlagern. Dies betrifft unseren physischen Raum, natürliche oder urbane Umgebungen bis hin zu virtuellen Welten. Wie gehen wir mit diesen verschiedenen Realitäten um und wie leben wir in ihnen? Aus der Perspektive einer sich derartig im Fluss befindenden und in Veränderung begriffenen menschlichen Umwelt beleuchtet die Ausstellung die Bedeutung von Skulptur im Kontext der heutigen Netzgesellschaft...“ Künstlerliste: Isabelle Andriessen, Lara Almarcegui, Julian Charrière, Andreas Greiner, Spiros Hadjidjanos, Martijn Hendriks, Markus Hoffmann, Rachel de Joode, Stian Korntved Ruud &AE, Sculptress of Sound, Philip Topolovac, Mirko Tschauner, Alvaro Urbano, Benjamin Verhoeven, Raul Walch, Dan Walwin. www.sculptuur-bredelar.nl

Ausschreibungen

Internationale Dresdner Sommerakademie

Die 19. Internationale Dresdner Sommerakademie für Bildende Kunst wirds vom 25. Juli bis 6. August 2016 ausgerichtet. Das Kursprogramm umfasst klassische und experimentelle Angeboten mit Workshops in Malerei (mit Anna Reinert und Bernhrtd Brungs), Zeichnung (mit Bettina Krieg und Martin Mannig) oder auch Video mit Pavel Mrkus und diverse Kurse im plastisch-skulpturalen Bereich. Die Sommerakademie ist flankiert von zahlreichen Ausstellungen und Vorträgen. Das Angebot richtet sich an künstlerisch Interessierte, an Laien wie auch an Profis gleichermaßen. Veranstaltungsorte sind die Motorenhalle, sowie das riesa efau. Kultur Forum Dresden mit seinen neuen Künstlerischen Werkstätten. Zudem zeichnet sich die Dresdner Sommerakademie durch ihre Nachwuchsförderung aus. Noch bis 19. Juni 2016 läuft die Auslobung für Stipendien für junge Künstler_innen aus, die am Austauschprogramm teilnehmen können. Alle Infos auf www.sommerakademie-dresden.de

Museen & Institutionen

Peter Keetman-Ausstellung in Essen

Anlässlich des 100. Geburtstags von Peter Keetman (1916-2006) richtet das Essener Museum Folkwang gemeinsam mit der Stiftung F.C. Gundlach dem Nachkriegsfotografen die erste umfassende Retrospektive aus. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli 2016 und basiert auf einer Aufarbeitung des Peter Keetman-Nachlasses, der sich in Hamburg und Essen befindet. Die rund 360 Exponate stellen Keetman als Mitglied der stilbildenden Gruppe „fotoform „vor. Sie zeigen ihn aber auch als einen innovativen und poetischen Fotografen der Nachkriegszeit, „der in seinem umfassenden Oeuvre Natur- und Bewegungsstudien, fotografische Experimente, Industriefotografie und angewandte Arbeit miteinander verband.“ www.museum-folkwang.de

Biennalen

Berlin-Biennale: Geheimdienst gegründet

Armen Avanessian, Literaturwissenschaftler, und Alexander Martos, Kurator, haben einen Geheimdienst gegründet: „DISCREET – An Intelligence Agency for the People“. Ihre Spionagezentrale ist während der Berlin-Biennale (4. Juni bis 18. September 2016) in der Akademie der Künste am Brandenburger Tor untergebracht. Dort werden während der Dauer der Biennale von ihnen Agenten ausgebildet. Die Residentur der beiden künstlerischen Führungsoffiziere liegt in der Nähe der US-Botschaft. Vermutlich von dort aus hat der US-Nachrichtendienst NSA das Telefon der Kanzlerin im ebenfalls benachbarten Bundeskanzleramt abgehört. www.bb9.berlinbiennale.de

In eigener Sache

Book Launch des neuen KUNSTFORUM Bandes Get involved! im Rahmen der Manifesta 11

Get involved! Kunst und ihre Aufmerksamkeitsökonomien  - Diskussion und Public Hearing mit Christian Jankowski, Kurator Manifesta 11, Carmen Weisskopf & Domagoj Smoljo, !Mediengruppe Bitnik, Mathilde ter Heijne, Künstlerin, Christian Falsnaes, Künstler/Performer, und einem Grusswort von Hedwig Fijen, Direktorin der Manifesta Foundation, Moderation: Max Glauner - anlässlich des Book Launch des neuen Bandes von Kunstforum international, Get involved! Partizipation als künstlerische Strategie im Rahmen der Manifesta11. Ort: Cabaret der Künstler – Zunfthaus Voltaire; Spiegelgasse 1, 8001 Zürich Zeit: Sonntag, 12. Juni 2016, 17:00 Eintritt frei

Messen & Märkte

Art Basel

Die Art Basel (16. bis 19. Juni 2016) dürfe „übrigens mit allem Recht global heißen...“, befand die „FAZ“, „weil nicht nur die Kunst, sondern auch die Besucher von überall her einströmen.“ 90.000 Sammler und andere Kunstfans sind es jedes Jahr, die jeweils im Juni in die Schweiz zur weltweit wichtigsten Messe für zeitgenössische Kunst pilgern. Wer hier ausstellen darf, kann sich rühmen, zu den weltweit führenden 280 bis 300 Galerien zu gehören – entsprechend streng ist die Auswahl. Zwar wird seit der ersten Messeveranstaltung 1970 auch in Basel hinter den Kulissen immer wieder mal gestritten, gerangelt und getuschelt, wer dabei sein darf und wer nicht (demonstrativ mal fern zu bleiben leistet sich hier allerdings keiner der Kunsthändler), doch die Art Basel blieb in den 46 Jahren ihres Bestehens immer skandalfrei: „Richtig aus dem Ruder gelaufen war die Art Basel ohnehin noch nie“, so die FAZ. Der Messeparcours ist in verschiedene Sektoren eingeteilt: bei „Galleries“ findet man das Angebot von 230 weltweit führenden Galerien mit Kunst des 20. und 21. Jh. „Features“ ist kuratierten Projekten mit etablierten Einzelkünstlern vorbehalten. Der Sektor „Statements“ bietet Solo-Projekte von Nachwuchskünstlern. Bei den „Editionen“ stößt man auf Multiples und Publikationen. Der „Unlimited“-Bereich ist für Großskulpturen und Installationen reserviert, deren Dimensionen  einen normalen Messestand sprengen würden. Im vergangenen Jahr bestritten 74 Bildhauer dieses Programm. Der Sektor „Parcours“ lockt die Besucher zu ortsbezogenen Skulpturen in der Basler Altstadt. Filme und Zeitschriften runden das Programm ab. www.artbasel.com. 

Galerien & Auktionshäuser

FEAGA AWARD 2016 für Bernd Klüser

Bernd Klüser, Münchener Galerist, empfing auf der Art Basel den FEAGA AWARD 2016. Mit dieser Auszeichnung würdigt die F.E.A.G.A. (Federation of European Art Galleries Association) europäische Galerien, „die durch beispielgebende und nachhaltig wirksame Kunstvermittlung herausragen.“ Klüser begann Ende der 1960er Jahre eine Zusammenarbeit mit dem Galeristen Heiner Friedrich, bevor er 1975 zusammen mit Jörg Schellmann die „Edition Schellmann und Klüser“ gründete. Seit 1978 führt Bernd Klüser seine Galerie in Eigenregie. www.galerieklueser.de

Messen & Märkte

Photo Basel

Parallel zur Art Basel wird vom 15. bis zum 19. Juni 2016 auch in diesem Jahr wieder eine Fotomesse Photo Basel ausgerichtet. Austragungsort ist das Volkshaus Basel in der Rebgasse 12-14. Schwerpunktmäßig werden junge Fotografen unter 40 Jahren ausgestellt. Basel stand als Messestadt bis 2015 „nicht in der Agenda der internationalen Fotoszene, ihrer Protagonisten, Kuratoren und Sammler“. Das will man mit dieser Messe ändern, deren Kojen einheitlich 12 qm groß sind, so dass die Veranstalter empfehlen, jeweils nur einen Künstler am Stand zu zeigen. www.photo-basel.com.

Personalien

Bazon Brock 80 Jahre

Bazon Brock wurde 80 Jahre alt. Der emeritierte Professor für Ästhetik an der Universität Wuppertal war in den 1960er Jahren Mitglied der Fluxus-Bewegung und führte in dieser Zeit auch selber Happenings auf, machte seinerzeit auch mit seinem Porträt Reklame für Rasierklingen – für eine Künstler und Kunsttheoretiker war das seinerzeit recht ungewöhnlich, garantierte aber im Sinne der Pop-Kultur eine gewünschte künstlerische Nähe zum Alltag. Eine Beschäftigung mit einer „Ästhetik des Alltags“ war auch später ein wichtiger Schwerpunkt in seiner Auseinandersetzung mit Design. Die Kasseler documenta begleitete Bazon Brock erstmals 1968 und dann auch 1992 und 1977 mit einer „Besucherschule“, in der er dem Publikum die zeitgenössische Kunst erklärte. Seit Ende der 1970er Jahre bilden vor allem „Die neurophysiologischen Grundlagen jeder Ästhetik“ Brocks Forschungsschwerpunkt. Damit will er „neuronale Prozesse selber als ästhetische Operation“ beschreiben, die nicht nur Künstler, sondern jeder leisten kann, da jeder Mensch über dieselben Wahrnehmungsorgane und dieselbe hirnphysiologisch-neuronale Apparatur zur Erzeugung von Bildern über die Welt verfügt.

Messen & Märkte

Basler Messewoche

Zahlreiche Nebenmessen begleiten auch in diesem Jahr wieder die Art Basel. Die Liste Basel (14.-19. Juni 2016) beschränkt ihr Programm auf max. 80 Galerien, die noch keine fünf Jahre bestehen und deren Künstler in der Regel jünger als 40 Jahre sind. Für viele bislang eher unbekannte Künstler die Präsentation auf dieser Parallelmesse zur Art eine erste Gelegenheit, sich einem internationalen Publikum vorzustellen. Die „Badische Zeitung“ lobt die Veranstaltung: „Die Leute kommen... in Scharen – und das nicht, weil es hier besonders glamourös zuginge. Im Gegenteil. Kunst und Leben scheinen auf der "Liste", die sich seit ihrer Gründung 1996 zu einer der weltweit bedeutendsten Messen für junge Galerien und aktuelle künstlerische Positionen entwickelt hat, so eng und unkompliziert miteinander verwoben, dass sich beim Rundgang jedes Jahr von Neuem ein seltsam euphorisches Gefühl absoluter Gegenwärtigkeit einstellt...“ - Über die Volta Show Basel (13.-18. Juni 2016) notierte die Basellandschaftliche Zeitung, sie habe sich „zum Sprungbrett für eine Beteiligung an der Art Basel entwickelt“. Diese Messe wurde 2005 in der Absicht gegründet, sich mit neuer und junger Kunst zwischen der „Liste“ und der renommierten „schwergewichtigen“ Art Basel zu etablieren. Dabei legt man bei der Volta einen besonderen Wert auf Solo-Präsentationen. - Die Rhy Art Fair in Basel (16. bis 19. Juni 2016) ergänzt die großen Kunstmessen und anderen Events mit einer Mischung aus Newcomern und etablierten Künstlern. Die Veranstaltung ist auch für Produzentengalerien, Gruppen und Kunstprojekte offen. Der Standort im Rhypark am Rheinufer in Basel-St. Johann ist nur wenige Minuten mit der Straßenbahn vom Messeplatz entfernt. www.voltashow.com www.rhy-art.com, www.liste.ch.

Biennalen

Moscow International

Seit 2008 wird die Moskau International Biennale ausgerichtet, in diesem Jahr findet sie zum fünften Mal statt, und zwar vom 1. Juli bis zum 10. August 2016. Sie bietet jungen Künstlern und Kuratoren bis 35 Jahren eine Plattform. Der aktuelle Kurator Nadim Samman hat 87 Künstler eingeladen. Hauptausstellungsort ist die ehemalige Fabrikhalle Trekhgornaya Manufaktura. Die Beiträge dort beschäftigen sich mit den Problemen unserer Zeit von der Gefahr eines „ökologischen Kollaps“ bis zum Zusammenspiel von Transparenz und Intrasparenz im digitalen Zeitalter (1. Juli bis 10. August 2016). Unter dem Titel „Deep Inside“ beschäftigen sich die eingeladenen Teilnehmer als Vertreter einer neuen Künstlergeneration mit den Strukturen einer globalisierten Welt und wie diese im „Hier und Jetzt“ künstlerisch und gesellschaftlich „modelliert“ werden könnten. Die beteiligten Künstler sind in der Regel jünger als 35 Jahre, und in der Regel gilt dies auch für die berufenen Kuratoren. Die „außer-körperlichem Erfahrungen“ im Umgang mit den sozialen Medien und den Atavaren in der Computerwelt bilden einen der inhaltlichen Schwerpunkte dieser Biennale: Google Earth und die Luftfahrt, Satellitenbilder von der Erde und Aufnahmen vom Universum erlauben uns nach Sammans Ansicht einen tellurischen Blick auf die Welt quasi aus einer göttlichen Perspektive, und sie animierten uns heute auch zu utopischen Überlegungen, ob der Mars zu besiedeln sei – tatsächlich ist ja auch sonst manches, was vor 100 Jahren noch science fiction war, inzwischen real geworden: 1899 wurde Paul Linckes Operette „Frau Luna“ mit der Vision vom Mond als Vergnügungspark uraufgeführt, aber erst zwischen 1969 und 1972 landeten mehrmals US-Astronauten tatsächlich auf dem Mond – im ideologischen Wettstreit mit russischen Kosmonauten. Auch wenn dieses Ereignis der ersten Mondlandung im kollektiven Gedächtnis weitgehend in Vergessenheit geraten ist, so hat es doch mit der Raumfahrt- und Satellitentechnologie eine erste Phase einer globalisierten Sicht auf die Welt eingeleitet (in jener Zeit betitelte der Medienwissenschaftler McLuhan sein Schlüsselwerk mit „Krieg und Frieden im globalen Dorf“), der dann in den 1990er Jahren durch die heutige Informations- und Kommunikationstechnologie, des weiteren durch die Verdichtung der Transportsysteme (Hochgeschwindigkeitszüge, Billigflüge) sowie Änderung der politischen Rahmenbedingungen (Liberalisierung und Deregulierung der Wirtschaft, Öffnung der Grenzen) eine zweite Phase der Globalisierung folgte. Neben Samman berief das Organisationskommittee noch weitere Kuratoren für Teilprojekte: João Laia aus Portugal präsentiert die Ausstellung „H Y P E R C O N N E C T E D“ im Moscow Museum of Modern Art am Ermolayevsky Pereulok. Silvia Franceschini und Valeria Mancinelli aus Italien zeigen ihr Projekt „Time of Reasonable Doubts“ im National Centre for Contemporary Art. www.youngart.ru

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Der typologische Blick

Die Ausstellung „Der typologische Blick“ in der Photographischen Sammlung der Kölner SK Stiftung Kultur (12. Juni bis 3. Juli 20916) „versteht sich als Hommage an Hilla Becher, um auch ihr in besonderer Weise zu gedenken, um ihr für ihren unermüdlichen und inspirierenden Einsatz für die Photographie als Medium zur Erfassung und Erfahrung von Wirklichkeit zu danken.“ Hilla Becher starb im Oktober 2015 im Alter von 81 Jahren. Künstlerliste: Bernd und Hilla Becher, Max Becher und Andrea Robbins sowie Boris Becker, Laurenz Berges, Natascha Borowsky, Frank Breuer, Susanne Brodhage, Ralf Brück, Götz Diergarten, Volker Döhne, Chris Durham, Elger Esser, Claudia Fährenkemper, Anna Ferrer, Bernhard Fuchs, Ulrich Gambke, Edith Glischke, Claus Goedicke, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Manfred Jade, Paul Janka, Christof Klute, Matthias Koch, Christian Konrad, Yun Lee, Katharina Mayer, Ralph Müller, Thomas Neumann, Simone Nieweg, Martin Rosswog, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Heiner Schilling, Nina Schmitz, Stefan Schneider, Kris Scholz, Josef Schulz, Sigune Sievi, Christine Sommerfeldt, Daniela Steinfeld, Thomas Struth, Birgitta Thaysen, Petra Wunderlich, Andrea Zeitler. www.photographie-sk-kultur.de.

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Gegenwartsskulptur in Münster

„Solid Liquids - Internationale Tendenzen der Skulptur in der Gegenwartskunst“ nennt sich eine Ausstellung, die vom 11. Juni bis zum 25. September 2016 in der Kunsthalle Münster läuft. „Fest und doch flüssig, dieses Gegensatzpaar bildet die Klammer“ der Ausstellung. „Einerseits werden künstlerische Praktiken der 1960er bis 1990er Jahre neu angeeignet und vermengt: Readymade, Appropriation, Konzept, Performance und Partizipation sind mit unterschiedlichsten Erzählungen angefüllt und dienen der Inszenierung subjektiver Deutungsmodelle zu spezifischen Phänomenen unserer Zeit. (Oft sind solche Arbeiten materialarm, kaum körperhaft und erscheinen daher flüchtig, wodurch sie aber umso suggestiver wirken.) Andererseits ist eine neue Faszination für die ästhetischen Potenziale von Material, für dessen Form- und Ausdrucksmöglichkeiten bis hin zu Freistellungen auf Sockeln beobachtbar: im Atelier (eigenhändig) angefertigte, skulpturale Arbeiten ohne Scheu vor Figuration, vor Zufällen, vor rein formalen Entscheidungen oder vor Mythologisierungen.“ Künstlerliste: David Altmejd, Johanna K. Becker, Björn Dahlem, Koenraad Dedobbelleer, Laurent Fiévet, Hedwig Houben, Válerie Mannaerts, Matthew Monahan, Tobias Rehberger. www.stadt-muenster.de/kunsthalle

Museen & Institutionen

MMK Frankfurt: Jubiläum

Im Juni 1991 nahm das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt in dem von Hans Hollein entworfenen Museumsbau seinen Betrieb auf. Dessen postmoderne Architektur hat bis heute einen Modellcharakter hat und wird vom Frankfurter Volksmund „Tortenstück" genannt.  Die Sammlung umfasst heute über 5.000 Kunstwerke von den 1960er-Jahren bis in die aktuelle Gegenwart hinein. Das Museum feiert das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens am 25. Juni 2016 im MMK 1, dem Stammhaus in der Domstraße, mit der Eröffnung seiner neuen Sammlungspräsentation und einem umfangreichen Programm.vmmk-frankfurt.de

Biennalen

SeMA Biennale Seoul

Die SeMA Biennale Seoul (1.9.-20.11. 2016) firmiert auch unter dem Namen Media City Seoul. Wie dieser Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt auf Medienkunst und aktueller trans-disziploinärer Kunst. Seit dem Jahr 2000 ist diese Biennale ein Treff von etwa 50 Künstlern, Kuratoren und Wissenschaftlern. Veranstaltungsort ist das SeMA Seoul Museum of Art. Der diesjährige Biennale-Titel „NERIRI KIRURU HARARA“ ist dem Gedicht „Two Billion Light Years of Solitude“des japanischen Poeten Shuntaro Tanikawa entlehnt. Auf der Teilnehmerliste der Bienanle stehen u.a. Carolee Schneemann aus den USA, Natacha Nisic und Pierre Huyghe aus Frankreich oder auch Ursula Mayer und Oliver Laric aus Österreich. www.sema.seoul.go.kr.

Museen & Institutionen

Hamburg: Audio-App

Das MGK-Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg bietet die Nutzung einer neuen interaktiven Smartphone-App an."Die 45-minütige Audio-Tour „Im Sog der Zeit“ entstand in Zusammenarbeit mit den Interpol+-Studios auf der Basis der iBeacon-Technologie und verbindet zehn originalhistorische Epochenräume aus fast 300 Jahren zu einem vieldimensionalen Erlebnis. Per mobiler Standortbestimmung begleitet das Audiosystem die Besucher bei jedem Schritt und spielt korrespondierend zum jeweiligen Standpunkt die Erzählungen und atmosphärischen Geräusche ein. So werden sie Zeit- und Ohrenzeugen vergangener Lebenswelten und Wohnkulturen. Interaktive Spiele ergänzen die Zeitreise. Die kostenlose App 'Im Sog der Zeit' ist ab sofort im App-Store verfügbar. Ab 2. Juni 2016 stehen im MKG Leihgeräte zur Verfügung." www.mkg-hamburg.de.

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