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Aktionen & Projekte

Osnabrück: Performanceteilnehmer gesucht

Für eine Gruppenperformance sucht die Kunsthalle Osnabrück Teilnehmer. "Es handelt sich um eine Übung im Gehen, die vom kubanisch gebürtigen, heute in New York lebenden Künstler Ernesto Pujol konzipiert wurde. Die Gruppenperformance mit dem Titel "Systems of Weight" wird vom Sonnenaufgang des 4.Juni (Samstag) bis Sonnenuntergang des 5.Juni 2016 (Sonntag) durchgeführt." Ernesto Pujol wird am 25. Mai 2015 nach Osnabrück ankommen und würde gern alle Teilnehmer drei Mal vor der Performance treffen: "Im ersten Treffen geht es ums gegenseitige Kennenlernen, Ernesto wird seine Performanceidee vorstellen und ihre Fragen beantworten. Das zweite Treffen ist der praktischen Übung und einer Kleiderprobe gewidmet: Ernesto bittet alle Teilnehmer, sich für die Performance weiß zu kleiden und zu diesem Treffen mitzubringen, was Sie gern anziehen würden..." Es wird kein Honorar gezahlt, aber fürs leibliche Wohl wird gesorgt. Anmeldungen unter Tel. 0541-3232190 oder kunsthalle@osnabrueck.de

Museen & Institutionen

Burda zeigt Grosse, Polke und Themenausstellung über Kerzen

Mit der Malerei von Katharina Grosse setzt das Museum Frieder Burda Baden-Baden derzeit die Reihe seiner monographischen Ausstellungen bedeutender internationaler Künstler fort (Laufzeit: 11. Juni bis 9. Oktober 2016). Katharina Grosse dehnt ihre Tafelbilder bisweilen in Dimension und Format zu ungesehener Größe. Entscheidend ist die malerische Behandlung, mit der sie neue Bilder eröffnet hat. „Durch gliedernde Strukturen wie parallele Linien und Schraffuren, aber auch durch gesprüht aufgetragene Farben scheinen sich ihre Malflächen in unterschiedlicher Weise zu entfalten: mal konkreter verdichtet, mal verschwimmend unscharf.“ Ab dem 22. Oktober 2016 widmet sich das Museum Frieder Burda einer Themenausstellung über die Kerze in der bildenden Kunst. Für den Zeitraum 25. Feb. bis 5. Juni 2017 plant das Museum eine Sigmar Polke-Ausstellung unter dem Titel „Alchemie und Arabeske“. www.museum-frieder-burda.de

Galerien & Auktionshäuser

Kunstraum Nestroyhof

Am 15. Juni 2016 wird der Kunstraum Nestroyhof im zweiten Wiener Bezirk eröffnet. Der neue 250 qm große Präsentationsraum steht „für vielfältige Positionen zeitgenössischer bildender Kunst aus Österreich und darüber hinaus“ zur Verfügung. Die erste Ausstellung „RealFiktional“ bespielen Thomas Reinhold mit Gemälden und Julie Hayward mit Objekten.

Museen & Institutionen

Ausstellung "10 Jahre Kardinal König-Kunstpreis"

Kardinal Franz König (1905-2004) war von 1956 bis 1985 Erzbischof von Wien. Nach ihm wurde ein Kunstpreis benannt, der seit 2005 alle zwei Jahre verliehen wird. Die Ausstellung „Seeing is believing – 10 Jahre Kardinal König Kunstpreis“ im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels dokumentiert bis zum 4. September 2016 die Geschichte dieses Preises. Gezeigt werden Werksquerschnitte der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger: Hans Schabus (2005), Nicole Six und Paul Petritsch (2007), Marko Lulić (2009), Christian Mayer (2011), Kathi Hofer (2013) und Julia Haller (2015). www.kardinalkoenig-kunstpreis.at

 

Preise

Köln: Jabach-Medaille

Josef Haubrich (1889-1961) trug eine bedeutende Sammlung an Kunst des Expressionismus zusammen und konnte sie in den 193034 und 1940er Jahren vor dem Zugriff der Nationalsozialisten retten. 1946 schenkte er die Sammlung der Stadt Köln, wo sie heute im Museum Ludwig zu den wichtigsten Grundstöcken des Bestandes gehört. Posthum ehrte ihn die Stadt Köln nun zum 70. Jahrestag der Schenkung mit der Verleihung der Jabach-Medaille. Sie ist nach dem Unternehmer und Mäzen Eberhard Jabach (1618-1695) benannt. Mut ihrer Verleihung würdigt die Stadt Köln Verdienste um die örtlichen Museen.

Ausschreibungen

Blooom Award by Warsteiner

Der Blooom Award by Warsteiner ist für bildende Kunst, Video, Design, Urban Art und Fotografie ausgeschrieben. Als erster Preis wird eine einjährige Mentorenbetreuung und eine Reise zur Art Miami Beach vergeben.Insgesamt zehn Preisträger dürfen auf der Bloom-Messe parallel zur Kölner Art-Fair ausstellen. Deadline: 31. Juli 2016. Bewerbungsunterlagen können heruntergeladen werden unter blooomaward.com.

Ausschreibungen

Holzschnitt-Wettbewerb

Die Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg veranstaltet einen offenen Wettbewerb in der Drucktechnik Holz schnitt. An diesem Wettbewerb können sich Künstler aus dem In- und Ausland beteiligen. Das Thema ist frei. Die eingereichten Bilder (keine Bücher) müssen in den Jahren 2013 bis 2016 entstanden und verkäuflich sein. Jeder Teilnehmer kann bis zu 2 Werke einreichen. Preisgelder: 5.000/3.000/2.000 Euro. Einreichungen vom 10. August (ungerahmte Beiträge) bzw. 24. August (gerahmte Werke) bis zum 2. September 2016 bei: Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg, Kennwort: „Kunstpreis 2016“, Schillerplatz 6, 71638 Ludwigsburg, Infos: www.ksklb.de/pdf/extern/ueber-uns/ausschreibung_kunstpreis.pdf

Aktionen & Projekte

Hessen: Kunst privat 

Kunstwerke, die sonst in Firmen- und Behördensammlungen nicht öffentlich zugänglich sind, kann man am Wochenende 18./19. Juni 2016 in Hessen besichtigen. zu sehen. Bei der Aktion „Kunst Privat!“ öffnen 33 Unternehmen und Institutionen in 14 Städten ihre Sammlungen für die Öffentlichkeit. Die Führungen sind kostenlos und bedürfen lediglich einer Anmeldung. Erstmals nimmt auch die Hessische Staatskanzlei teil. Das Programmheft ist abzurufen unter www.kunstprivat.net

Aktionen & Projekte

Holland Festival

Erstmals wurde das Holland Festival 1947 mit einem Theaterprogramm ausgerichtet und war einst eines der wichtigsten Veranstaltungsreihen dieser Art in den Niederlanden. Jetzt wird es in Amsterdam vom 1. bis 3. Juni 2016 erneut ausgerichtet als Festival der performativen Künste. Das Programm umfasst Theater, nicht-klassiche zeitgenössische Musik, Oper, Film und visuelle Kunst aus dem westlichen Kulturkreis und außer-westlichen Regionen. Viele Darbietungen sind interdisziplinär konzipiert. www.iaamsteram.com

Aktionen & Projekte

Actopolis

Mardin im türkischen Teil Mesopotamiens ist nur 20 km von der syrischen Grenze entfernt; auch bis zur irakischen Grenze ist es nicht weit. Die Stadt weist eine wechselhafte Geschichte auf: Aramäer, Babylonier, Hethiter, Perser, Römer, Seldschuken und Osmanen hinterließen ihre kulturellen Spuren. Heute leben dort Türken, Kurden, Araber und eine aramäische Minderheit, und in unseren Tagen prägen auch die Flüchtlingslager das Bild. Im Rahmen der Reihe „Actopolis – die Kunst zu handeln“ plant hier für September 2016 die Kuratorin Pelin Tan „eine interdisziplinäre Veranstaltung zu „Urban Commons – der Idee, den öffentlichen Raum in gemeinschaftlichen und selbstverwalteten Projekten zu gestalten –, zu ethnischen Konflikten und kommunalem Zusammenleben oder zur Zukunft des Massenwohnungsbaus, wozu unter anderem ausländische Künstler von der Istanbuler Design-Biennale eingeladen werden.“ Das Projekt „Actopolis“ versteht sich als „Aktionslabor“ mit künstlerischen Interventionen in Südosteuropa und im Südosten der Türkei; es ist ein Projekt des Goethe-Instituts und Urbane Künste Ruhr in Zusammenarbeit mit lokalen Kuratoren, Künstlern, Aktivisten, Stadtplanern, Architekten und Experten sowie der Stadt Oberhausen. „Actopolis“ will dort das zivilgesellschaftliche Engagement fördern, dass unter den derzeitigen Umständen politischer Instabilität mit schwachen staatlichen Institutionen und wirtschaftlicher Misere erschwert wird. Hinzu kommen die infrastrukturellen und finanziellen Herausforderungen durch die Flüchtlingsströme vor allem für die Verwaltungen in Griechenland und in der Türkei. „Mit Fokus auf die Ballungsräume im Südosten Europas sowie im Ruhrgebiet fragen die Beteiligten nach Zukunftsmodellen und urbanen Alternativen für das Zusammenleben. Die Kuratorin Angelika Fitz hat das Projekt für das Goethe-Institut konzipiert und übernimmt gemeinsam mit Katja Aßmann von Urbane Künste Ruhr und dem Kurator Martin Fritz die künstlerische Leitung.“ So beschäftigen sich in Athen „die Kuratorinnen Elpida Karaba und Glykeria Stathopoulou mit den exotischen Projektionen und Zerrbildern, die die griechische Hauptstadt als Symbol und Brennpunkt der Wirtschafts- und Flüchtlingskrise erfährt. Einerseits wird sie zum Krisenort und Beispiel für den Niedergang Europas, andererseits zum Hoffnungsträger für die Potenziale der Krise stilisiert.“ In Bukarest realisierten soeben Stefan Ghenciulescu und Raluca Voinea eine Installation, in der die Bürger in die Rolle ihres Bürgermeisters schlüpfen können. Andere Teilprojekte finden in Zagreb, Sarajevo und Oberhausen statt. www.actopolis.net

Ausschreibungen

Künstlerhaus Stuttgart

Das Künstlerhaus Stuttgart unterhält Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich mit Ausstattungen im Computer-, Video-, Audio- und Filmbereich. Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik.Es vergibt im Rahmen seines Atelierprogramms vier Arbeitsräume für die Dauer von 12 Monaten. Die Arbeitsräume sind jeweils etwa 25 qm groß. Das Künstlerhaus begrüßt Vorschläge aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2016. Bewerbungen können per Post (keine CDs/DVDs) oder Mail (ausschließlich PDFs) erfolgen an info@kuenstlerhaus.de

Ausschreibungen

Karin Abt-Straubinger Stiftung

Die Karin Abt-Straubinger Stiftung fördert nicht-kommerzielle Projekte im Bereich Bildender Kunst, die in Deutschland realisiert werden. Publikationen werden nicht gefördert. Die einzelnen Förderungen bewegen sich sich in der Regel in einem Bereich bis maximal 3000,– Euro. Es werden jedoch höchstens 50 Prozent des Gesamtaufwandes erstattet. Nächster Bewerbungsschluss ist der 1. September 2016. Infos und Kontakt: www.karin-abt-straubinger-stiftung.de

Aktionen & Projekte

Roland Schappert-Performance in Mannheim

Im Mannheimer Einraumhaus kommt am 28. Mai 2016 ein Theaterstück/Performance mit einem Text des Künstlers, Autoren und Kunstwissenschaftlers Roland Schappert zur Uraufführung. Titel: "Hab mich verloren". Unter der Regie des Berliner Schauspielers und Regisseurs Franz Heumannskämper bringt die Darstellerin Friederike Bohr den Text klangakustisch zu Gehör. Das etwa 20 Minuten dauernde Stück "handelt vom Erscheinen und Verschwinden, von der Suche nach Identität und kreist um Fragen der persönlichen Freiheit." www.roland-schappert.com/

Biennalen

Photo España

Zum 19. Mal findet in diesem Sommer in Madrid die Foto-Biennale Photo España statt ( 1. Juni bis 28. Aug. 2016). Nachdem die bisherigen Veranstaltungen ausführlich die Fotografie in Spanien und in Lateinamerika vorgestellt hatten, liegt der Fokus nun auf dem „europäischen Kontinent“. Im Zentrum der Veranstaltung stehen u.a. eine Gruppenausstellung „Transiciones“ mit Fotoarbeiten aus dem Zeitraum 1979-1989 von Chris Killip, Jean Marc Bustamente, Candida Höfer und Boris Mikhaelov sowie eine monografische Ausstellung des Fotokünstlers Bernard Plossu. www.lafrabrica.com.

Aktionen & Projekte

Ideenbörse

Im Herbst 2016 veranstaltet der Kunstverein Neuenhausen zum „Thema der Finanzkrise und alternativer Ökonomien“ die Ausstellung „Ourt mind into a Brenzel“. Im Vorfeld dieser Ausstellung realisieren diverse Künstler im Sommer 2016 weiter externe Projekte und Aktionen. So veranstaltet der koreanische Künstler Byung Chul Kim vom 8. bis zum 10. Juli 2016 eine „Ideenbörse“. Angesichts der äusserst fragwürdigen „Anlage- und Zinspolitik der Banken und des bestehenden Missverhältnisses zwischen geistiger Arbeit und der ihr angemessenen Entlohnung“ propagiert der Künstler stattdessen „Ideen“ und praktische Lösungsvorschläge als Tauschmittel. Der eine hat eine Idee, die er gerne an andere Menschen weiter geben möchte, der andere sucht nach praktischen Ratschlägen. Beide Interessenten will die „Ideenbörse“ zusammen bringen. Programm: www.kvnneuhausen.wordpress.com


Museen & Institutionen

Otto Piene-Ausstellung in Benkhausen

Unter dem Titel „Zero lebt“ werden vom 28. Mai bis zum 26. Juni 2016 werden auf Schloss Benkhausen bei Lübbecke rund 50 ausgewählte Werke des Künstlers Otto Piene gezeigt – darunter sowohl Originale als auch Reproduktionen wie Plakate und Fotos. Otto Piene (*18. April 1928; † 17. Juli 2014) wurde in Laasphe geboren, wo sein Vater das Gymnasium gründete und leitete, wuchs aber in Lübbecke auf. Die Ausstellung zeichnet seine Biografie nach: „Zero lebt“ beginnt mit seiner Jugend- und Schulzeit in Lübbecke. Zu den Exponaten zählen Fotos von und mit Piene sowie erste eigene Bilder  - der junge Piene zeichnet verschiedene Orte und Gebäude der Stadt. "Der Blick aus seinem Elternhaus auf den Lübbecker Kirchturm mit Wetterhahn prägt Pienes Kunst nachhaltig", heißt es in der Ankündigung. Aus seiner anschließenden Studienzeit in München und Düsseldorf sind hauptsächlich Aquarelle zu sehen. Schließlich spannt die Ausstellung einen Bogen zur Gründung der Künstlergruppe Zero und zu Pienbes Beschäftigung mit den Naturphänomenen Feuer, Luft und Licht...

Ausschreibungen

Open Source Festival

"Kreative Köpfe aller Disziplinen" können sich um eine von 18 Ausstellungsflächen beim Festival Open Source/Open Squares 2016 am 9. Juli 2016 im Grafenberger Wald von Düsseldorf bewerben: "Die Pop Up-Galerie für Kreativwirtschaft des Open Source Festival bietet... 3×3m Raum," für ein kreatives Projekt aus den Bereichen Design, Architektur, Grafik, Kunst, Mode, Produkt, Film, Fotografie, Musik – "Genres, Medien und Disziplinen sind keine Grenzen, sondern Spielwiese für Kreativität." Deadline: 1. Juni 2916. Infos und Kontakt: http://bit.ly/1pNMPU6

Museen & Institutionen

Leipzig: Warhols Screen Tests

Am 2. Juni 2016 eröffnet in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig die Ausstellung "I’ll be your Mirror. Screen Tests von Andy Warhol". Zu sehen sind 25 filmische Portraits, die zum Teil noch nie in Deutschland zu sehen waren. "Das Setting für die Präsentation hat der Künstler Stefan Hurtig entworfen, das grafische Erscheinungsbild ist von David Voss. Die Schriftstellerin Heike Geißler hat für die Ausstellung ein Audiostück entwickelt, welches am Eröffnungsabend zur Uraufführung kommt." www.gfzk.de

Aktionen & Projekte

Gerhard Theewen startet 2. Staffel des Salon Magazins

Seit 1995 verlegt Gerhard Theewen inzwischen Kunst- und Künstlerbücher, Werkverzeichnisse sowie Ausstellungskataloge. Schon während seines Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie gründete er 1977 das Salon Magazin mit Beiträgen sowohl jüngerer als auch bekannterer Künstler. Kürzlich erschien nun aus Anlass des 20-jährigen Bestehens seines Salon Verlags die Festschrift Produktion – Reproduktion im Verlag der Buchhandlung Walther König mit zahlreichen Essays zu den Themen Künstler als Verleger und Appropriation Art sowie mit Bildbeiträgen der im Verlag beheimateten Künstler. Theewen erstellt immer wieder auch Reihen wie die mit Reiner Speck herausgegebene édition séparé und die inzwischen 30 Titel umfassende Edition Ex Libris mit Reprints der „favorite books“ internationaler Künstler. Im Frühjahr 2016 startete Gerhard Theewen nach dem Motto „Zurück in die Zukunft“ die 2. Staffel seines Salon Magazins. Zwei weitere Ausgaben sind für 2016 in Planung. www.salon-verlag.de/

Aktionen & Projekte

Christo: The Floating Piers

Christo und seine 2009 verstorbene Partnerin Jeanne-Claude wurden mit der verfremdende Verhüllung von Landschaften und historischen Gebäuden berühmt. Beide hatten schon in den 1970er Jahren mit solchen Land Art- und Verhüllungsprojekten in Italien auf diese Weise in mehrere Gebäude interveniert, so in Spoleto während des „Festival dei due mondi“. Jetzt kehrt Christo mit seinem Projekt „The Floating Piers“ nach über vierzig Jahren nach Italien zurück, und zwar an den Lago d'Iseo achtzig Kilometer östlich von Mailand. Das „Art in Nature“-Projekt lässt die Besucher auf dem See wandeln – sechzehn Meter breite begehbare schwimmende Stege aus dicht gewebtem Nylonstoff verbinden auf 3 km Länge das Festland mit zwei Inseln im See. Verbunden sind sie mit 200.000 würfelförmigen Kanistern aus Polyethylen. Vom 18. Juni bis zum 3. Juli 20916 kann man solchermaßen beim Spaziergang vom Seeufer zur Insel San Paolo die Wellen unter seinen Füßen spüren. Die Installation ist rund um die Uhr zugänglich. Für die schwimmenden Stege benötigen der Künstler und sein Team rund 70.000 qm Stoff in Gelb-Orange. Natürlich denkt man an die biblische Szene, die das Matthäus-Evangelium beschreibt: die Jünger sehen vom Boot aus Jesus Christis auf dem See Genezareth wandeln. Künstler Christo sagt dazu: „Ich bin nicht religiös. Aber meine Werke sind frei für Interpretationen. Wenn religiöse Konnotationen kommen, ist das in Ordnung“. www.christojeanneclaude.net/projects/the-floating-piers

Biennalen

Michel Houellebecq auf der "Manifesta"

Zu den prominentesten Teilnehmern bei der diesjährigen Manifesta in Zürich zählt der französische Schriftsteller Michel Houellebecq. Eigentlich hatte der Kurator Christian Jankowski ihn eingeladen, einen Katalogtext zu schreiben. Nun aber nimmt Houellebecq als Künstler an der Manifesta-Biennale teil; und außerdem hat er in Paris im Palais de Tokyo derzeit vom 23. Juni bis zum 11. September 2016 eine Einzelausstellung mit Fotoarbeiten unter dem Titel „Rester vivant“ (am Leben bleiben). Unter dem Titel „Rester vivant“ hatte er bereits 1991 einen Gedichtband veröffentlicht. Zu der Ausstellung heißt es, Houellebecq erprobe eine „Neuerfindung“ des Prinzips einer Ausstellung durch die „Verwischung der Grenzen zwischen Literatur und Fotografie, Realität und Fiktion“. Real ist indessen sein Beitrag für die Manifesta: der Schriftsteller und Künstler hat sich von einem Internisten untersuchen lassen und stellt den Befund in Zürich aus. Der Mediziner ist somit Mitschöpfer des Exponats, und dies entspricht Jankowskis Strategie, im Rahmen der Manifesta Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen zu bringen. Am selben Tag, als im Januar 2015 Michel Houellebecq Roman „Soumission“ erschien, verübten dschihadistische Terroristen ein Attentat auf die Redaktion der Pariser Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“, die auf dem Titelblatt eine Karikatur über ihn abgedruckt hatte.

Personalien

Eva Birkenstock geht nach Düsseldorf

Eva Birkenstock wird am 1. September 2016 Nachfolgerin des bisherigen Direktors des Düsseldorfer Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Hans-Jürgen Hafner, dessen Vertrag turnusgemäß nach fünf Jahren zum 31. August 2016 endet. Birkenstocks Biografie weist neben beruflichen Stationen in Hamburg, Lüneburg, New York und Basel war zuletzt eine Arbneit als Kuratorin am Kunsthaus Bregenz auf. Ihre Ausstellungspraxis „zeichnet sich durch kollaborative und Recherche-basierte Projekte aus, die sich im Besonderen auf die Verbindungspunkte unterschiedlicher Diskurse und künstlerischer Arbeitsfelder beziehen. Zudem bilden das Arbeiten mit Performance und der Einbezug nicht-westlicher Kunstsysteme wesentliche Arbeitsschwerpunkte.“ www.kunstverein-duesseldorf.de

Museen & Institutionen

San Francisco: SFMOMA wieder eröffnet

Als 1935 das SFMOMA-San Francisco Museum of Modern Art seinen Betrieb aufnahm, war es das einzige Museum an der Westküste der USA, das sich mit der Kunst des 20. Jh. beschäftigte. 1995 bezog es ein neues Gebäude. Ab 2013 war es drei Jahre lang wegen Umbauarbeiten und der Errichtung eines Neubaus geschlossen. Mit dem 305 Mill. Dollar teuren Erweiterungsbau hatte man die norwegische Architekturfirma Snøhetta beauftragt; und die Festrede zur Wiedereröffnung im Frühjahr 2016 hielt denn auch die norwegische Kulturministerin Linda Hostad. Mit der Erweiterung weist das Museum jetzt 16.000 qm Ausstellungsfläche auf; es ist damit um 40 Prozent größer als das MOMA in New York. Die unteren beiden Stockwerke mit der Lobby sind auch künftig wieder kostenlos zugänglich. Hier trifft man auf eine Monumentalskulptur von Richard Serra und auf eine Galerie mit Werken von Alexander Calder. Insgesamt präsentiert das Museum nun in 19 neu arrangierten Ausstellungen 1.900 verschiedene Werke von Künstlern des 20./21. Jh. Dabei ist eine Etage auch mit deutscher Kunst nach 1960 bestückt; u.a. mit Arbeiten von Gerhard Richter. Der Neubau ist vor allem für die Sammlung von Donald George Fisher (1928-2009) und seiner Ehefrau Doris reserviert. Ihre Sammlung umfasst u.a. Werke von Andy Warhol, Claes Oldenburg, Roy Lichtenstein, Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Chuck Close. www.sfmoma.org

Museen & Institutionen

Berlin: Baubeginn für Urban Nation Museum

In der Berliner Bülowstraße wurde soeben der Baubeginn für das kommende URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART gefeiert. In den kommenden Monaten entsteht dort eine "Anlaufstelle für Ausstellungen, Forschung und Austausch rund um eine der bedeutendsten Kunstformen des 21. Jahrhunderts." Mitte 2017 soll in dem dann umgebauten Schöneberger Gründerzeitgebäude das Museum seinen Betrieb aufnehmen. In den vergangenen drei Jahren nuztzte die Initiative URBAN NATION die Fassade als Leinwand für die Arbeiten diverser Streetart-Künstler, darunter Shepard Fairey, D*Face, Maya Hayuk oder The London Police. Die Idee und künstlerische Ausgestaltung der Museumspläne gehen auf Yasha Young als Leiterin und künftige Museumsdirektorin zurück. "Unter dem Leitmotiv 'Connect. Create. Care.' bringt die Kunstinitiative ihr Konzept und ihr Programm auf den Punkt: So arbeitet URBAN NATION als internationales Netzwerk, das durch regelmäßige Kunstprojekte und Ausstellungen Verbindungen zwischen Künstlern, Kreativen und der Öffentlichkeit befördert..."

Preview

Haus Konstruktiv: Um die Ecke denken

Das Züricher Haus Konstruktiv feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass unterziehen die beiden Kuratorinnen Sabine Schaschl und Evelyne Bucher die Sammlung mit der umfangreichen Präsentation „Um die Ecke denken. Die Sammlung Museum Haus Konstruktiv (1986–2016) und Gastinterventionen“ einer kritischen Bestandsaufnahme. Die Ausstellung läuft bis zum 4. September 2016 und verzichtet bewusst auf externe Leihgaben. Der Besucher trifft auf Exponate u.a. von Max Bill, Christoph Büchel, Walter Dexel, Rita Ernst, Eugen Gomringer, Joanne Greenbaum, Gottfried Honegger, Richard Paul Lohse, François Morellet, Gerwald Rockenschaub, Victor Vasarely, Philippe Weber-Jahanguir und Beat Zoderer. Zu Gastinterventionen eingeladen sind: Olaf Breuning, Claudia Comte, Martin Creed, Sylvie Fleury, Christian Jankowski, Yves Netzhammer, Nedko Solakov, Martin Walde und WBG AG - 30 Jahre Grafik für das Museum Haus Konstruktiv. www.hauskonstruktiv.ch

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Kassel: Jungle Stripe

In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland verdichtet Anicka Yi das Erdgeschoss des Kasseler Museum Fridericianum zu einer raumgreifenden Installation. Vom 28. Mai bis zum 4. September 2016 ist hier die Ausstellung „Jungle Stripe“ zu sehen, in der sich die Künstlerin mit „Lebensformen, Organismen und mikrobiologischen Prozessen“ auseinander setzt. „In Anlehnung an die Kosmologien indigener Bevölkerungen des Amazonas setzt sie sich mit einem nicht-anthropozentrischen, nicht-hierarchischen Denken auseinander, welches der Anthropologe Eduardo Viveiros de Castro als multinaturellen Perspektivismus (multinatural perspectivism) beschreibt.“ www.fridericianum.org

Personalien

Theo Lambertin gestorben

Theo Lambertin starb im Alter von 67 Jahren. Nach seiner Lehre als Farblithograph studierte er an den Kölner Werkschulen. Der Maler prägte wesentlich die Kölner Kunstszene der späten 1970er und der 1980er Jahre mit und lebte zusammen mit seiner Frau Martina Bako in den letzten Jahren in Leipzig, Berlin und in Texas, war auch Dozent in Erfurt. In den 1990er Jahren schuf er auch ein Bühnenbild für die Inszenierung von Jean Genets "Le Balcon" mit Martina Bako und Dirk Bach in den Hauptrollen. In seine Bildtitel fügte er dadaistisch anmutende Wortspiele ein, oft auch auf kölsch, doch folkloristische Heimattümelei war ihm immer fremd. In seinen bissigen Bild-Text-Kombinationen attackierte Lambertin stattdessen immer wieder die „rheinischen Frohmelker”. Auch der kommerzielle Kunstbetrieb bekam immer sein Fett weg. Theo Lambertin begann schon sehr früh, auf experimentelle Weise Malerei mit Fotografie zu verbinden: „Zeit-Collagen” nannte er diese vielschichtigen Überblendungen von Fotografie auf Leinwand mit Übermalungen.

Personalien

Ruhrtriennale: Leitungswechsel 

Stefanie Carp übernimmt ab 2018 für drei Jahre die Leitung des großen Musik- und Theaterfestivals „Ruhrtriennale“. Gleichzeitig wurde der Schweizer Regisseur und Musiker Christoph Marthaler als Chef-Regisseur berufen. Beide haben schon künstlerisch zusammen gearbeitet, Zusammenarbeit, etwa während einer Ko-Intendanz in Zürich. www.ruhrtriennale.de

Messen & Märkte

C.A.R. Essen

Die C.A.R. Contemporary Art Ruhr in Essen teilt sich auf zwei Termine auf: Vom 3. Bis 5. Juni 2016 wird sie als Medienkunstmesse ausgerichtet. „Als kuratierte Ausstellung präsentiert die Medienkunstmesse der C.A.R. aktuelle Positionen jenseits der klassischen Kunstsparten aus den Bereichen Video, Installation, Performance-und Klangkunst sowie mit dem Schwerpunkt Fotografie. Alle Beiträge sind im preisgekrönten SANAA-Gebäude auf dem Welterbe Zollverein zu sehen. Innovative Galerien, Kunstprojekte, Kunsthochschulen und C.A.R. Talente nehmen teil. Sonderausstellungen, Workshops und die C.A.R.-Video-Lounge runden das Programm ab.“ Im Herbst findet vom 28. bis 30. Oktober 2916 eine zweite Veranstaltung als „Innovative Kunstmesse“ statt. www.contemporaryartruhr.de

Galerien & Auktionshäuser

Frühjahrsauktionen

Äusserst zufrieden ist man bei Christie's mt dem Ergebnis der New Yorker Frühjahrsauktionen im dortigen Rockefeller Center. Bei der Versteigerung von Arbeiten von Papier fanden 92 Prozent der Lose einen Abnehmer. Bei der Kunst des 20. Jh. meldete das Auktionshaus zwanzig Rekordergebnisse, darunter für Werke von Jean-Michel Basquiat, Frida Kahlo, Richard Prince, Agnes Martin, Mike Kelley, Kerry James Marshall und Maurizio Cattelan. Bei 57, 3 Mill. Dollar (=ca. 50 Mill. Euro) erfolgte der Hammerschlag für ein Selbstporträt von Basquiat. Die Versteigerung von Nachkriegskunst und Gegenwartskunst führte zu einem Gesamtergebnis von 318 Mill. Dollar (=ca. 279 Mill. Euro). www.christies.com

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