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Ausschreibungen

Kulturmarken Award

Die Ausschreibung für den Kulturmarken Award als Wettbewerb für Kulturmanagement, -marketing und -investment. Bis zum 31. August haben Kulturanbieter, -Kultursponsoren und Kulturtourismusregionen die Möglichkeit, ihre Bewerbung in sieben Wettbewerbskategorien einzureichen. Eine Expertenjury entscheidet unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, am 27. September 2016 über die Nominierungen. Die Preisträger der Kulturmarken-Awards werden am 3. November 2016 auf der Kulturmarken-Gala in Berlin vor 600 Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik geehrt. Es wird eine Bewerbungsgebühr erhoben. Detaillierte Wettbewerbsunterlagen unter: www.kulturmarken.de/veranstaltungen/kulturmarken-award

Kulturpolitik

Kulturgutschutzgesetz

In der aktuellen Debatte um die Novelle des Kulturgutschutzgesetzes mahnt der Deutsche Kulturrat, „sich nicht von aktuellen Marktgegebenheiten oder eventuell Anlagemöglichkeiten leiten zu lassen, sondern die Bedeutung für das kulturelle Erbe in Deutschland, was das national wertvolle Kulturgut im Inland betrifft oder für die kulturelle Identität anderer Kulturen mit Blick auf die Einfuhr von Kulturgut im Auge zu halten. Der Schutz von Kulturgut ist wie die Denkmalpflege eine Generationenaufgabe.“ www.kulturrat.de

Museen & Institutionen

Winterthur: Zeichnungen

Die Ausstellung „Von Giorgio de Chirico bis Alighiero Boetti“ bietet einen Überblick über die Zeichnungen italienischer Künstler aus der Sammlung des Kunstmuseums Winterthur. Bis zum 30. Oktober 2016 ist im Graphischen Kabinett eine Werkfolge zu sehen, die „mit zwei bedeutenden graphischen Werken von Giorgio de Chirico“ beginnt und „mit dem Album 'Insicuro noncurante', das Alighiero Boetti 1975 als eine Summe seiner Arbeit publizierte“, endet. Zur Ausstellung gehören neben Blättern von Mario Merz, Jannis Kounellis oder Guispeppe Penone ebenso „seltene druckgrafische Werke, darunter Giorgio Morandis grosses Stillleben von 1928 ebenso wie Piero Manzonis berühmte 'Tavole di accertamento' von 1962 und Boettis 12 forme, die er den Berichten von gewaltsamen Besetzungen von Territorien auf den Titelseiten von Tageszeitungen entnahm.“ www.kmw.ch

Museen & Institutionen

Hamburg: Turnschuh-Design

Anfang der 1920er Jahre fertigten im fränkischen Herzogenaurach die Gebrüder Dassler in der Waschküche ihrer Mutter Turnschuhe an. „Turnschuh“ wurde später umgangssprachlich zum Synonym für Sportschuhe jeglicher Art, mit Ausnahme der Fußballschuhe, unter deren Sohle man Stollen anschraubte. 1928 kamen die Sportschuhe der Gebrüder Dassler erstmals bei Olympischen Spielen zum Einsatz. Aus dieser Produktion entstand schließlich der Adidas-Konzern, von Adolf Dassler 1949 gegründet. Basketballschuhe, die auch die Knöchel umschließen, kamen in den 1970er Jahren schließlich ebenso als Straßenschuhe in Mode, und alle anderen Formen von Sportschuhen, auf englisch „Sneakers“ genannt, weil sie einen leisen, schleichenden Gang ermöglichen, sind seit den 1980er Jahren fester modischer Bestandteil der Hiphop-Szene. Joschka Fischer erreichte seinerzeit Aufsehen, als er zur Vereidigung als hessischer Umweltminister in Sneakers im Wiesbadener Landtag auftrat. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe dokumentiert bis zum 28. August 2016 mit der Ausstellung „Sneakers -Design für schnelle Füße“ die Geschichte dieser Sportschuhe: heute kommen von den namhaften Markenherstellern manche Artikel sogar nur in limitierten Editionen auf den Markt. „Als erste größere Schau zum Thema in Deutschland“ behandelt die Hamburger Ausstellung „das Phänomen der Sneaker-Kultur aus verschiedenen Blickwinkeln, beleuchtet ihre Bedeutung in der Jugendkultur, das Design, die Marketingstrategien der Hersteller und die Sammlerszene. Gezeigt werden insgesamt rund 250 Exponate, darunter rund 120 Paar Schuhe, historische, von berühmten Sportlern getragene und ausgewählte Preziosen von privaten Sammlern.“ www.mkg-hamburg.de

Preise

Künstler des Jahres

Basim Magdy wurde zum „Künstler des Jahres“ 2016 der Deutschen Bank ausgerufen. Der Preis ist undotiert, aber mit einer Einzelausstellung in der Deutsche Bank Kunsthalle in Berlin verbunden (bis 3. Juli 2016). Magdy studierte in Kairo Malerei; er arbeitet auf Papier, mit Installationen und mit Film.

Preise

Turner Prize: vier Kandidaten nominiert

Josephine Pryde, Michael Dean, Anthea Hamilton und Helen Marten sind für den britischen Turner Prize nominiert (umgerechnet ca. 31.000 Euro). Die Preisverleihung ist für Dezember 2016 angekündigt. Die vier Kandidaten stellen vom 27. September 2016 bis zum 8. Januar 2017 in der Londoner Tate Britain aus. Der Turner Prize wird alljährlich an einen britischen Künstler unter 50 Jahren verliehen.

Museen & Institutionen

Bremen: Geburtstagsausstellung für Fritz Mackensen

Fritz Mackensen gilt als der eigentliche Entdecker von Worpswede und als Gründer der dortigen Künstlerkolonie. Er reiste bereits ab 1884 in das Dorf nördlich von Bremen, um dort zu malen. Erst später folgten ihm andere Künstler wie Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler dorthin. Mackensen ist aber zugleich auch der umstrittenste unter den Worpsweder Malern: nach dem Ersten Weltkrieg verlor er den Anschluss an die Moderne; politisch begann er, sich für deutschnationale Bewegungen zu engagieren und trat schließlich 1937 im Alter von 71 Jahren in die NSDAP ein. Dadurch war er in der Nachkriegszeit persona non grata; einsam und verarmt starb er 1953 in Worpswede. Anlässlich seines 150. Geburtstages widmet das Overbeck-Museum Bremen Fritz Mackensen eine Ausstellung, "die anhand von mehr als 70 überwiegend unbekannten Werken aus allen Schaffensperioden des Künstlers beides – seine Verdienste als Maler und die biografischen und ideologischen Verwerfungen seines Lebens – in den Blick nimmt" (Laufzeit: 26. Juni bis 16. Oktober 2016). www.overbeck-museum.de

Preise

Osnabrück: EMAF-Preise

Kabir Mehta nahm auf dem 29. European Media Art Festival (EMAF) in Osnabrück den Hauptpreis entgegen (3.000 Euro). Mit seinem Film „Sadhu in Bombay“ setzte er sich gegen 200 Mitbewerber durch. Der EMAF-Medienkunstpreis des Verbands der deutschen Filmkritik (1.000 Euro) ging an den Brasilianer Fabiano Mixo und seine Arbeit „Woman without Mandolin“. Mit dem Dialogpreis des Auswärtigen Amts zur Förderung des interkulturellen Austauschs wurde Randa Maroufi bedacht (2.000 Euro). Ausgezeichnet wurde ihr Film „Le parc“. www.emaf.de

Museen & Institutionen

Wien: Vortrag über Oswald Oberhuber

Für Mittwoch, 22. Juni 2016 (19 Uhr) ist im Wiener Blickle-Kino im 21er-Haus ein Vortrag über den Künstler Oswald Oberhuber angekündigt: Robert Fleck (Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie) spricht über "Oswald Oberhubers künstlerische Vision". Fleck stellt das künstlerische Werk in seiner Gesamtheit seit der Nachkriegszeit dar und geht auch auf Oberhubers kulturpolitisches Engagement ein. Zu der Ausstellung von Oswald Oberhuber im 21er Haus (Laufzeit bis 26. Juni 2016) erscheint eine Rezension in "Kunstforum international" Bd. 240. www.21erhaus.at

Preise

Manor Kunstpreis

Georg Gatsas bekommt den Manor Kunstpreis St.Gallen 2017 überreicht (15.000 Franken), verbunden mit einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk des Künstlers. In diesem „stehen zunehmend menschliche Interaktionen im Mittelpunkt. Er nutzt soziale Medien und audiovisuelle Kommunikationstechnologien zur Information, digitalen Feldforschung, Kontaktaufnahme und Interaktion. Er sieht in ihnen die Möglichkeit, das menschliche Sensorium und Vorstellungsvermögen unmittelbarer und umfassender zugänglich zu machen.“ www.kunstmuseumsg.ch

Preise

Linz: Goldene Nicas

Boris Labbé erhält die Goldene Nica der Linzer Ars Electronica in der Kategorie Computer Animation/Film/VFX, Christoph Wachter und Mathias Jud dürfen sich über die Goldene Nica in der Kategorie Interactive Art + freuen. Die P2P Foundation bekommt diese Auszeichnung in der Kategorie Digital Communities, und der 17-jährige Jonas Bodingbauer gewinnt in der Kategorie u19 – CREATE YOUR WORLD. Die Kunstkritikerin und Ausstellungsmacherin Jasia Reichardt wird als „Visionary Pioneer of Media Art“ mit der Trophäe bedacht. Offiziell überreicht werden die Goldenen Nicas im Rahmen der traditionellen Ars Electronica Gala am 9. September 2016. www.aec.at  

Biennalen

Brno Biennal

Die Wurzeln der Brno Biennal für Grafik-Design liegen in den 1960er Jahren: die erste Veranstaltung fand 1964 statt und wurde von der Moravian Gallery organisiert. Damals, im atmosphärischen Vorfeld des „Prager Frühlings“ mit seinen Versuchen einer Liberalisierung des tschechoslowakischen Kommunismus, forderten auch viele Künstler und Designer mehr Freiheiten ein. Die nächste Biennale findet in Brno (Brünn) vom 16. Juni bis zum 30. Oktober 2016 statt. Im Zentrum steht eine internationale Ausstellung mit Exponaten, die in den vergangenen vier Jahren entstanden sind. www.27.bienalebrno.org/en/Index

Ausschreibungen

Kunstwettbewerb „ Land –Wege ’’

Die Gemeinde Warpe in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya/Weser nördlich der Kreisstadt Nienburg/Weser will einen Skulpturenpfad anlegen. An 10 ausgewählten Standorten werden Skulpturen/ Objekte aufgestellt, „die sich mit der besonderen Situation des Standortes und/oder mit der Spannung zwischen Natur - und Kulturlandschaft allgemein beschäftigen.“ Die Ausschreibung richtet sich an Profi-Künstler. Mit der Bewerbung ist eine Festpreis-Kalkulation einzureichen. Bewerbungen bis zum 15. Juni 2916 an: Gemeinde Warpe, Stichwort: Skulpturenpfad Warpe, Schloßplatz 2, 27318 Hoya.

Ausschreibungen

Walk of Triathlon

Zum Langstrecken-Triathlon-Lauf von Roth/Mittelfranken ist ein künstlerischer Ideenwettbewerb ausgeschrieben. „Das Ereignis soll in Form eines 'Walk of Triathlon' als eine Art Themenweg mit Informations- und Ausstellungselementen ganzjährig in Roth erlebbar gemacht werden. Hierfür soll ein 'Raum-Logo' als wiederkehrendes Element entwickelt werden.“ Wer für die zweite Phase einjuriert wird, erhält ein Bearbeitungshonosrar in Höhe von 1.250,- Euro. Ausgelobt sind drei Preise in Höhe von 11.000/6.000/3.000 Euro. Deadline: 13. Juni 2916. Infos und Unterlagen unter www.walk.of-triathlon.de.

Aktionen & Projekte

Frankfurt: Hugo Ball Brevier

Dada-Fans kommen Ende Juni 2016 in Frankfurt/Main auf ihre Kosten: für den 27. Juni 2017 ist ein „Hugo Ball Brevier“ im Cabaret Voltaire und für den 28. Juni 20917 eine weitere Vorstellung im Gallus Theater angekündigt. Der Komponist und Sänger Olicver Augst und der Radio- und Sprachkünstler Reto Friedmann lassen in ihrer Performance mit Gesang und Texten das litrerarische Wirken und die facettenreiche Persönlichkeit von Hugo Ball lebendig werden: Ball war nämlich nicht nur Anarchist und Dadaist, sondern zugleich auch Katholik.

Aktionen & Projekte

Kunsthaus KuLe

Die vier Buchstaben „KuLe“ stehen für die Idee, „Kunst und Leben unter einem Dach miteinander zu verbinden“. Nach dem Mauerfall 1989/90 und in den wilden Jahren des Zusammenwachsens von West- und Ostberlin nahm auch im Ostteil der Stadt die Hausbesetzerszene großen Aufschwung. Auch das Kunsthaus „KuLe“ ist aus jenen sozialen und soziokulturellen Bewegungen der frühen 1990er Jahre hervorgegangen. Seither hat sich das Kunsthaus „als Ort für Kunst und Leben weiterentwickelt und ist aktuell vom Senat Berlin mit dem Projektraum-Preis ausgezeichnet worden. Was als Utopie begann, erweist sich heute als Realität.“ Die mittlerweile fast 25jährige Geschichte dieses Projekts wurde nun in einem Buch „KuLe. Kunst & Leben. Ein Haus in Berlin Mitte seit 1990“ dokumentiert. Herausgeberinnen: Ursula Maria Berzborn, Steffi Weismann, Verlag: Revolver Publishing, 396 Seiten, 100 Seiten in Farbe, 485 Abbildungen, deutsch/engl. www.kunsthauskule.de

Preise

Käthe Kollwitz-Preis

Edmund Kuppel ist aktueller Träger des Käthe Kollwitz-Preises. Die Preisverleihung findet am 2. September 2016 in Berlin statt, verbunden mit einer Ausstellungseröffnung in der dortigen Akademie der Künste (Laufzeit der Ausstellung bis 3. Oktober 2016). Kuppel habe „mit seinem Werk Pionierarbeit zum Verhältnis von Fotografie und Skulptur geleistet“, heißt es: „Sein umfangreiches Werk kreist um die Entstehungsprozesse, die technischen Bedingungen und die Wahrnehmung des Fotografierens.“ www.adk.de

Personalien

Dresden: neue Leiterin für Keramik-Sammlung

Julia Weber übernimmt am 1. August 2016 die Leitung der Porzellansammlung bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie promovierte 2011 an der Universität Basel und wurde 2012 stellvertretende Referentin für die keramischen Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums.

Personalien

Museum Salzburg: Neubesetzungen

Dr. Christiane Kuhlmann übernahm die Kuratorenstelle für Fotografie am Museum der Moderne Salzburg. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin der fotografischen Sammlung am Museum Folkwang Essen und als freie Kuratorin an Institutionen wie dem Museo Picasso in Malaga, dem Kunstmuseum Bern und dem Rijksmuseum in Amsterdam tätig. Zuletzt schloss sie an der Berlinischen Galerie die wissenschaftliche Arbeit am Nachlass von Erich Salomon ab. Neu als Wirtschaftlicher Direktor kommt am 1. Juli 2016 Mag. Christian Prucher ans Museum. www.museumdermoderne.at

Museen & Institutionen

Krefeld: Sanierung beendet

Nach sechsjähriger Schließungszeit zwecks Generalsanierung ist das Kaiser Wilhelm Museum Krefeld ab dem 2. Juli 2016 wieder geöffnet. Unter dem Titel „Das Abenteuer unserer Sammlung“ wird dort bis Frühjahr 2017 eine Inszenierung der eigenen Sammlung zu sehen: „Dialoge zwischen aktueller, moderner und älterer Kunst machen – zum Teil über Jahrhunderte hinweg – thematische und stilistische Verwandtschaften sichtbar. Angewandte Kunst steht Werken der bildenden Kunst gegenüber...“

Aktionen & Projekte

Metaperformance in Duisburg

Nicht Performance, sondern Metaperformance nennen die beiden Künstler Matthias Schamp und Karl-Heinz Mauermann ihren Auftritt am Donnerstag, 19. Mai 2916 in der "plastik bar" des Duisburger Lehmbruck-Museums (19 Uhr). Dabei treten die beiden streng genommen auch nicht selber auf, sondern ihr jeweiliges Alter Ego, nämlich zwei Handpuppen mit den Namen "das Schamperl" und "das Mauermännchen". Diese beiden Figuren haben "ein Faible für die Geschichte der Performance-Kunst, deren Erforschung sie sich mit Verve und Vehemenz widmen. Auf den Spuren großer Meister wie z. B. Beuys, Ulay, Valie Export, Hugo Ball und Gilbert & George entstehen dabei Metaperformance-Miniaturen. Eine Auferstehung der besonderen Art feiern dabei u. a. das Orgien-Mysterien-Theater und die 'Uni-Ferkelei', ein Kojote namens 'Little John' sowie das 'Tapp- und Tastkino'..."

Kulturpolitik

Krach um Ausstellungsplakat

Als die Ausstellung „Homosexualität_en“ 2015 in Berlin im Deutschen Historischen Museum und im Schwulen Museum gezeigt wurde, warb man im öffentlichen Raum der Stadt mit einem Plakat, das Heather Cassils leicht bekleidet zeigt. Der/die Transgender-Künstler(in) zeigt sich nach sechsmonatigem Krafttraining in einer typischen Pose, wie sie in der Werbegrafik geläufig ist. Als die Ausstellung kürzlich nach Münster wanderte, wo sie im Landesmuseum noch bis zum 4. September 2016 läuft, wollte die Deutsche Bahn nicht mit diesem Plakat werben: als „sexualisiertes“ Bild widerspräche es den Kriterien des Deutschen Werberates, so die Begründung. Als es daraufhin von verschiedenen Seiten Kritik hagelte, lenkte die Deutsche Bahn nach einem Gespräch mit den Museumsleuten schließlich ein: jetzt darf das Motiv doch in den Bahnhöfen an den Plakatwänden aufgehängt werden.

Personalien

Morellet gestorben

François Morellet starb kurz nach seinem 90. Geburtstag. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der konstruktiv-konkreten Kunst in Frankreich. Nachdem er zunächst im elterlichen Spielzeugbetrieb seinen Lebensunterhalt verdiente, wandte er sich in den 1940er Jahren als Autodidakt der Kunst zu. 1960 gehörte er in Paris zu den Gründern der Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV).

Personalien

Frank Stella 80 Jahre

Frank Stella, Maler, Bildhauer und Objektkünstler, wurde 80 Jahre alt. Er zählt zu den Vertretern der abstrakten Hard edge- bzw. Farbfeldmalerei. In den 1960er Jahren begann er mit geformten Leinwänden zu arbeiten, die nicht mehr rechteckig waren und mit denen er die Malerei in Richtung Skulptur erweiterte. Anfang der 1970er Jahre konzentrierte er sich dann verstärkt auf Materialassemblagen und ab 1980 auf dreidimensionale Arbeiten. 2009 wurde Stella durch Präsident Barack Obama mit der National Medal of Arts, Washington, D.C., ausgezeichnet.

In eigener Sache

KUNSTFORUM digital: Band 240 in der App abrufbar!

Schon vor Erscheinen der Printausgabe (20. Mai.) können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Store kostenlos downloaden und lesen. Loggen Sie sich mit Kundennummer und Passwort ein. Auch wenn Sie das Kunstforum nicht abonniert haben, können Sie dort die digitale Ausgabe kaufen. Oder im Digitalabo: Erhalten Sie die Zugangsdaten mit denen Sie sich in der KUNSTFORUM App 4 Ausgaben im Digitalabonnement herunterladen können. Für IOS und Android.

Aktionen & Projekte

Aufblasbarer Flüchtling

Die belgischen KÜnstler Schellekens & Peleman möchten mit ihrer "Kunst-für-Alle"-Philosophie "Menschen aufmerksam machen auf Themen wie geopolitische Evolutionen, Migration und Identität." Ihr jüngstes Projekt nennt sich „Inflatable Refugee“ (Aufblasbarer Flüchtling) und besteht aus einer 6 Meter hohen Figur als „Symbol für die Entmenschlichung“ des Flüchtlings. Sie zeigt eine Figur, die auf einem Boot kauert, die Beine an den Körper gezogen und von den Armen umschlungen. Die Proportion verrät „wie der Westen ihn betrachtet: Ist er eine Riesenchance oder ein Riesenproblem?“ Mit einem Zweimaster transportieren die beiden Künstler ihre „ikonische Figur“ derzeit nach Dänemark und legen damit am 23. Mai 2016 im Hafen von Kopenhagen an.

Aktionen & Projekte

Berlin: Citizen Art Days

Für den Zeitraum 23. – 29. Mai 2016 ist auf dem ehemaligen Gelände der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg, (Ruschestraße 103) eine Veranstaltungsreihe "Citizens Art Days" als "Campus für Kunst und Demokratie" angekündigt. Das Programm konzentriert sich auf " die Themenfelder Erinnern und Zukunft, Bereitschaft zur Demokratie und inklusive Demokratie aktiv mit dabei zu sein..." Das Projekt versteht sich als "Laboratorium und offenes Studio zur Verfügung. Im historischen Offizierskasino des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit, als einem mehrdeutigen Ort einerseits der SED-Diktatur und andererseits der Friedlichen Revolution, können Interessierte mit künstlerischen Methoden ihre Teilnahme und Teilhabe an der Formung des gemeinsamen Öffentlichen und dem Umbau unserer Gesellschaft erproben." Infos: www.citizenartdays.de

Personalien

Udo Lindenberg 70 Jahre

Udo Lindenberg feierte am 17. Mai 2016 seinen 70. Geburtstag. Er wurde nicht nur als Rock-Musiker bekannt, sondern auch als Zeichner und Cartoonist. Rolf Bothe vom Weimarer Schlossmuseum attestierte seinen Cartoons in einer Laudatio einen „eigenen, unverwechselbaren Stil. Lindenberg ist eben Lindenberg“.

Personalien

Daniel Libeskind: 70. Geburtstag

Daniel Libeskind, US-amerikanischer Architekt und Stadtplaner, feierte seinen 70. Geburtstag. Zu seinen Hauptwerken zählen zahlreiche Museumsbauten, so das Jüdische Museum Berlin, das Felix Nussbaum-Haus Osnabrück, das Imperial War Museum North Manchester und das Denver Art Museum. An der Berliner Humboldt-Universität ist er seit 1997 Ehrendoktor.

Biennalen

Bucharest Biennale

Niels van Tomme kuratiert in Bukarest ein Biennale-Programm (26.5. -17.7. 2016), das sich bewusst in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne bewegt und damit auch auf die aktuellen Stimmungen reagiert, die Europa in seiner derzeitigen Umbruchsituation erlebt. Es ist daher das erklärte programmatische Ziel, auf dieser Biennale Teilnehmer zusammen zu bringen, die ihre nationale und regionale Diversität bewahren. Dabei konzentriert sich van Tomme u.a. auf die „Konfiguration der Stadt“, für die er drei Bereiche des Lebens und Handelns nennt: Office Space im Sinne von Verwaltungsorten und -strukturen, öffentlicher und privat-häuslicher Raum. In diesem Sinne kündigte Tomme an, alle Beiträge auf Anschlagbrettern (Billboards) zu publizieren, um damit eine größere Öffentlichkeit für die Kunst zu erreichen. Künstlerliste: Merve Bedir (TR) Borș & Rițiu (RO) Nanna Debois Buhl (DK) Burak Delier (TR) Andrea Faciu (RO) Brendan Fernandes (CA) Allard van Hoorn (NL) Adelita Husni-Bey (IT) Tuomas A. Laitinen (FI) Lehman Brothers (DK) Tamás Kaszás (HU) Metahaven (NL) Rie Nakajima (JP) SPEEDISM (BE) Nasan Tur (DE) Jaro Varga (SK) Vermeir & Heiremans (BE) Visible Solutions LLC (ES) Pilvi Takala (FI) Andrew Norman Wilson (US).www.bucharestbiennale.org

Aktionen & Projekte

Wien: Künstlerische Aktion zur Bundespräsidentenwahl

Am 22. Mai 2016 wird in Österreich ein neuer Bundespräsident gewählt. Aussichtsreichster Kandidat ist nach dem ersten Wahlgang Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ vor dem Kandidaten der Grünen. Die Künstler Angela Stief und TOMAK haben dazu eine Kunstaktion im Stadtteil Simmering angekündigt: "Wir stellen uns als lebende Plakatständer am 18. Mai um 17 Uhr für 15 Minuten vor die Norbert-Hofer-Wahlplakate in Simmering! Eine symbolische Aktion für eine offene Gesellschaft". TOMAK hat dazu eine Siebdruckserie geschaffen, die er als "Aufklärungsanlage" anschließend ab 19Uhr bei Lisabird Contemporary ausstellt (Brucknersrtr. 8). Die beiden Künstler sind davon übwerzeugt, dass nichtn nur die Kunst wieder mehr politisch werden müsse, sondern dass gleichzeitig auch die "politische Diskussion... zutiefst an eine Auseinandersetzung mit kulturellen Werten gebunden" sei. "Das Manifest ist für Künstler das ideale Medium, um Farbe zu bekennen und der Tristesse fehlender Zivilcourage etwas entgegen zu halten..."

Personalien

Neue Direktorin am Grazer Kunstverein

Kate Strain übernimmt am 1. September 2016 die Leitung des Grazer Kunstvereins. In den vergangenen zehn Jahren profilierte sie sich als freischaffende Kuratorin. Strain ist auf performative und multi-disziplinäre Projekte spezialisiert. Zu ihren fortlaufenden Projekten gehört u.a. „The Centre for Dying on Stage“ als Recherche-Projekt über Performance. www.grazerkunstverein.org.

Preise

München: Förderpreis des Kunstclubs 13

Sarah Lehnerer gewann den Förderpreis für junge Kunst des Münchener Kunstclubs 13. Die Künstlerin arbeitet in Zyklen, bei denen sie Werkgruppen unter einer Überschrift bündelt. Der Publikumspreis ging an Patricia Wich. Die Preisverleihung im Kunstclub 13 erfolgt in Kooperation mit der PLATFORM, einem Pilotprojekt der Stadt München.                   

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