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Museen & Institutionen

Hannover: Neueröffnung im Juni

Sprengel Museum Hannover, Anbau, Fotoquelle: Wikipedia/Christian A. Schröder

Ab dem 26. April 2016 zeigt das Sprengel Museum Hannover in der Einblickshalle die Präsentation „Niki de Saint-Phalle – Big Shots“. Die Ausstellung besteht aus einer Auswahl ihrer besten Werke aus der hauseigenen Sammlung. Die anderen Sammlungsräume werden bis Anfang Juni 2016 für die große Neueröffnung im Juni 2016 mit „130% Sprengel“ umgebaut und sind während dieser Zeit geschlossen. Mit der Neueröffnung wird dann auch der neue Anbau endgültig in Betrieb genommen, der die Museumsfläche um mehr als 5.000 qm vergrößert. Bevor man hier fragile Gemälde aufhängen kann, musste der Neubau nach seiner Einweihung im vergangenen Herbst erst noch ein halbes Jahr lang durchtrocknen. www.sprengel-museum.de

Personalien

Eske Nannen gibt Geschäftsführung ab

Eske Nannen, Foto: S. Kallnbach

Eske Nannen beendet kurz vor Erreichen ihres 75. Geburtstags zum Jahresende 2016 ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin der Kunsthalle Emden. Ihren Sitz im ehrenamtlichen Vorstand der Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo, der Trägerin der Kunsthalle Emden, wird sie behalten. Die Kunsthalle wird künftig von einem Direktor geführt, der in Personalunion sowohl Geschäftsführer als auch wissenschaftlicher Leiter ist. www.kunsthalle-emden.de

Ausschreibungen

Videonale 16

PERFORM! steht als thematischer Rahmen über dem Wettbewerb und Festivalprogramm der 16. Ausgabe des Bonner Videonale - Festivals für Video und zeitbasierte Kunstformen. Wobei die Veranstalter konzidieren, dass sich der Performancebegriff von den physisch orientierten Selbstdarstellungestrategien der 1970er Jahre "durch unsere ständige Interaktion mit digitalen Endgeräten, in denen wir unsere Spuren hinterlassen, der steten Aufforderung zur Selbstpräsentation des Individuums im Netz, und zur Selbstoptimierung als wirtschaftliches Subjekt" verändert hat. Künstler, "die sich mit der Bedeutung des Performativen in Kunst und Gesellschaft in all seinen Facetten auseinandersetzen", sind zum Wettbewerb im Rahmen der Videonale aufgerufen. Zum Wettbewerb können alle Formen von experimentellen Bewegtbildarbeiten (Einkanal-, Mehrkanalvideo, Videoinstallationen und Virtual Reality-Projekte) sowie Performance-Projekte eingesandt werden. Es gibt keine Einschränkung in Bezug auf die Dauer der eingesandten Arbeit, die geografische Herkunft oder das Alter. Die eingesandte Arbeit darf jedoch nicht älter als zwei Jahre sein (entstanden nach dem 01.01.2014). Pro Bewerber ist maximal eine Einsendung zugelassen. Preissumme: 5.000 Euro. Deadline: 4. Juli 2016. v16.videonale.org

Galerien & Auktionshäuser

19. Jh. und zeitgenössische Kunst bei Ketterer

Sigmar Polke, Ohne Titel, 1962, Tusche, Schätzpreis: € 10.000, Ketterer Kunst München, Auktion 433

Großes Interesse an der Kunst des 19. Jh. beobachtet man beim Münchener Kunsthaus Ketterer: bei jeder Auktion mit Werken aus diesem Segment finden sich 20 Prozent Neukunden ein. Selbst bei museumsreifen und kunsthistorisch längst abgesicherten Namen liegen die Preise deutlich unter 100.000 Euro: so ist für die kommende Auktion am 25. Mai 2016 in München ein Sonnenuntergangsmotiv von Franz von Stuck 25.000 bis 35.000 Euro Schätzpreis recht moderat taxiert; ebenso ein Triptychon von Ferdinand Georg Waldmüller mit einer Taxe von ebenfalls 25.000 bis 35.000 Euro. Eine jeweilige Auswahl aus diesen Werken wird vorher bereits in Hamburg (3./4. Mai 2016), Düsseldorf (12./13. Mai 2016) und Berlin in einer Vorbesichtigung vorgestellt. Kunst nach 1945 und zeitgenössische Kunst kommt bei Ketterer am 9. und 11. Juni 2016 unter den Hammer. Hier listet der Katalog z.B. eine monochrome Arbeit von Yves Klein zum Schätzpreis von 140.000 Euro auf (ohne Aufgeld und Steuern), Farbserigrafien von Gerhard Richter für 5.000 Euro, ein Holzschnitt von Joseph Beuys aus dem Jahr 1973 für geschätzte 10.000 Euro und eine frühe Tuschezeichnung von Sigmar Polke (1962) für 10.000 Euro. www.kettererkunst.de.

Preise

Schweizer Grand Prix Design

Claudia Caviezel, Hans Eichenberger und Ralph Schraivogel (v.l.n.r.), Foto: Copyright BAK/Gina Folly 2016

Claudia Caviezel, Hans Eichenberger und Ralph Schraivogel wurde vom Bundesamt für Kultur in Bern der Schweizer Grand Prix Design zugesprochen. Jeder von ihnen bekommt ein Preisgeld von 40.000 Schweizer Franken überwiesen. Eichenberger ist Mitbegründer des Labels „Swiss Design“; Caviezel ist Textildesignerin, und Schraivogel wurde durch seine Plakatentwürfe bekannt.

Kulturpolitik

UNESCO-Tag

Der 5. Juni 2016 ist wieder UNESCO-Welterbetag. Die Veranstaltungen zu diesem Anlass sollen „die deutschen Welterbestätten nicht nur als Orte besonders sorgfältiger Denkmalpflege ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, sondern auch ihre Rolle als Vermittler der UNESCO-Idee zu stärken. Begegnung und kultureller Dialog sind deshalb thematische Schwerpunkte des Welterbetages“, heißt es dazu. www.unesco.de

Hochschulen

Foundation Class an der Kunsthochschule Weißenseee

Von 60 Bewerbern wurden 39 in die neue "*foundation" class der Berliner Kunsthochschule Weißensee aufgenommen. Das Angebot richtet sich an Flüchtlinge, die in zwei Gruppen im Sommersemetser 2016 und im darauffolgenden Wintersemester ihr früher in Syrien, dem Irak, Ägypten oder im Sudan begonnenes Kunststudium fortsetzen und mit einem Master- oder Bachelorabschluss beenden. Deutsche Sprachkurse begleiten das Studium. Die Klasse wird von Professor Ulf Aminde geleitet. Unterstützt wird er von den Lehrbeauftragten Bonaventure Ndikung in Theorie und Geschichte, Azin Feizabadi im Bereich Fotografie und Video/Digitale Medien, Marina Naprushkina in Zeichnen und Druckgrafik, Ali Mahmoud im Bereich Grafik-, Produkt- und Textil–Design, Nasser Hussein in der Malerei und Ali Kaaf im Plastischen Gestalten. www.kh-berlin.de

Ausschreibungen

Ausschreibung für Gedok-Künstlerinnen

Am 1. Juni 2016 endet die Bewerbungsfrist für den Dr. Theobald Simon Preis für Bildende Kunst des Künstlerinnenverbandes Gedok. Bewerben können sich nur Gedok-Mitglieder. Die Preissumme von 5.000 Euro muss zur Durchführung einer Ausstellung samt Dokumentation (Katalog) verwendet werden. Infos: www.gedok.de.

Kulturpolitik

Kulturpolitik-Tagung

Die Landesgruppe Bayern der Kulturpolitischen Gesellschaft lädt für den 1. bis 3. Juli 2016 zu einer Tagung nach Kochel ein. Thema: „Bausteine kommunaler Kulturpolitik“. Infos und Kontakt: www.kupoge.de/regionalgruppen/bayern.html

Personalien

Graz: Schenkung

Vertragsunterzeichnung der Schenkung. Vorne: Joanneums-Direktor Wolfgang Muchitsch und Helmut Suschnigg. Hinten: Kulturlandesrat Christian Buchmann und Leiter der Neuen Galerie Graz Peter Peer, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Helmut Suschnigg, in Wien lebender Sammler, schenkte der Neuen Galerie Graz 470 herausragende Werke moderner und zeitgenössischer Kunst. Das ist die bisher umfangreichste und kostbarste Schenkung seit dem Bestehen der Neuen Galerie.

Museen & Institutionen

Nitsch und das Theater

Hermann Nitsch, 5. Aktion, 1964, Foto Peter Jurkowitsch, Copyright: museum moderner kunst stiftung ludwig wien

Die Ausstellung „Existenzfest“ in der Münchener Villa Stuck beschäftigt sich bis zum 8. Mai 2016 mit dem Thema „Hermann Nitsch und das Theater“. Nitsch begann bereits 1957 mit der Entwicklung seines „Orgien-Mysterien-Theaters“ uns konzipierte daraus dann ein Gesamtwerk aus Aktion, Malerei, Ritual und Theater. In dieser Ausstellung geht es nun speziell um die „szenischen Eigenschaften“ und die „theatergeschichtliche Kontextualisierung“ dieses Werks. „Das zentrale Motiv und Thema in Nitschs Kunst ist die Darstellung und Überwindung des Tragischen, ja des Todes, durch kathartisches Erkennen. Ab Mitte der 1960er Jahre wurden seine Aktionen nicht nur im Bereich der Bildenden Kunst, sondern zugleich als Teil der die Möglichkeiten der Kunst radikal erweiternden Performance- und experimentellen Theaterszene wahrgenommen.“ www.villastuck.de

Ausschreibungen

Performance-Workshop

12 freie Plätze offeriert der Performance-Dozent BBB Johannes Deimling mit seiner Initiative PAS -Performance Art Studies für einen Workshop vom 20. bis 30. Juni 2016 in Wien. Deimling und die Gastdozentin Veronika Merklein führen die Veranstaltung dort in Kooperation mit der Galerie Michaela Stock durch. Leitmotiv des Workshops ist der Begriff "Icon". Die Teilnahamegebühr beträgt 300 Euro, bei Anmeldung vor dem 1. Mai 2016 250 Euro. Ein weiterer Workshop findet vom 25. bis zum 31. Juli 2016 in Rehlovice/Tschechien statt. Infos und Kontakt: pas.bbbjohannesdeimling.de

Hochschulen

Klassentreffen

Klassentreffen, Blick in die Ausstellung, Foto: Courtesy HGB Leipzig

Bis zum 29. Mai 2016 läuft noch in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig die Ausstellung „Klassentreffen“. Der Begriff ist doppeldeutig: an der HGB Leipzig meint er „die regelmäßigen Zusammenkünfte aller in einer Fachklasse Studierender, während er im allgemeinen Sprachgebrauch doch vor allem das organisierte Wiedertreffen einstiger Mitschüler bezeichnet“. In diesem Fall handelt es sich um eine Ausstellung der 21 Meisterschüler, die Prof. Annette Schröter im Rahmen ihrer Lehre in den vergangenen zehn Jahren betreute. „Obschon im Zentrum der Ausbildung in der Klasse Schröter eine am Bildgegenstand orientierte Malerei steht, wird in der Zusammenschau die Vielstimmigkeit der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten deutlich, die die Professorin gefördert hat.“ Derzeit umfasst Schröters Meisterklasse fünf Studenten. www.hgb-leipzig.de

Hochschulen

Berlin: Videokunst in der U-Bahn

Pawel Bartosik, Unusual Dialogue

Studierende der Universität der Künste Berlin bespielen vpm 19. April bis zum 1. Mai 2016 den U-Bahnhof Friedrichstraße zwei Wochen lang mit 29 experimentellen Videoarbeiten, allerdings im Wechsel mit Werbung und Veranstaltungsinfos. „Die Herausforderung für die Studierenden bestand in der inhaltlichen und formalen Auseinandersetzung mit dieser besonderen Situation am stark frequentierten U-Bahnhof Friedrichstraße, der Architektur, der Geschichte und Bedeutung des Ortes“, heißt es zum Konzept. www.moving-images-underground.de

Aktionen & Projekte

Goethe-Institut: Pop Up-Pavillon in Breslau

Goethe Institut, Veranstaltungsbanner

Der „Goethe-Institut Pop Up Pavillon“ in Breslau ein gläserner, 7x3x3m großer Veranstaltungscontainer, der dort von April bis Juli 2016 auf dem Plac Nowy Targ steht. Im übertragenen Sinne „ist er ein Prisma, ein Spiegel und eine Linse, in denen sich ungewöhnliche Ideen und künstlerische Aktionen bündeln, widerspiegeln und verbreiten“. Das interdisziplinäre Projekt ist ein Beitrag zum offiziellen Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Breslau 2016. Der „Pop Up Pavillon macht sich den städtischen Raum zu Eigen und lädt auf vielfältige Weise zur Reflexion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt“ ein.

Preise

Art Cologne: New Positions Award

Art Cologne 2016, Foto: Raap

Gerrit Frohne-Brinkmann ist der Gewinnerdes diesjährigen ART COLOGNE Award for NEW POSITIONS. Der Künstler wird von der Galerie Jürgen Becker (Hamburg) vertreten. Der Preis beinhaltet eine Einzelausstellung in der Kölner artothek im Jahr 2017 im Gesamtwertt von 10.000 Euro. "Mit Gerrit Frohne-Brinkmann hat die Jury einen Künstler unter den NEW POSITIONS 2016 ausgezeichnet, der noch am Anfang seiner Karriere steht und trotzdem schon ein vielfältiges künstlerisches Werk vorweisen kann. "Not all mummies are wrapped like in the movies" ist eine herausragende Präsentation auf der Messe mit subversivem Humor." www.artcologne.de

 

Aktionen & Projekte

Flüchtlingsaktion zur Art Cologne

Hermann-Josef Hack bei der Aktion Sichtkontakt vor dem Eingang zur Art Cologne, April 2016, Foto: Raap

Köln war und ist nie eine richtige Schickeria-Stadt, und auch auf der Art Cologne geht es nicht ganz so versnobt zu wie auf manch anderen Edelmessen. Dennoch war der Kontrast auffällig, den die Aktionskünstler Hermann-Josef Hack und Andreas Pohlmann mit ihrem Projekt "Sichtkontakt" ganz gewollt gesucht hatten, als sie taktisch geschickt am stark frequentierten Weg zwischen Deutzer Bahnhof und Messeeingang ihre bemalten Zeltplanen und Fotodrucke mit Bildern aus Flüchtlingsunterkünften ausbreiteten: Während vor dem Messegebäude die schwarzglänzenden Limousinen wohlhabender Sammler vorfuhren, in "Sichtkontakt" zu den bemalten Zelten, verteilte der Museumsdienst Köln im Messe-Foyer über 1.500 Kulturtaschden an die Besucher - alle Taschen waren für diese Aktion von Flüchtlingen einzeln bemalt worden. Wer wollte, konnte mittels I-Pad auch via Videoverbindung mit Flüchtlingen in deren Unterkünften in Köln und Siegburg kommunizieren, und Künstler Hack freute sich, dass sich eine Schulklasse dazu entschloss, zu den gleichaltrigen Jugendlichen in der Siegburger Unterkunft auch einen persönlichen Kontakt aufzunehmen. Die Flüchtlinge wiederum können sich mit Hacks Bildern identifizieren - er habe auf den Planen mit dem Pinsel "die Geschichte unserer Flucht" aufgeschrieben, erklärter einer von ihnen dazu. Zwar suchen auch Hack und Pohlmann mit ihrer "Ersten Flüchtlingsakademie der freien Künste" die Medienöffentlichkeit, doch ihre Aktion ist mit diesen praktischen sozio-kulturellen Implikationen bewusst nicht so spektakulär angelegt wie manche Medienauftritte Ai Weiweis zum selben Thema. Von der Art Cologne-Leitung hatte Hack zwar zehn Freikarten für Flüchtlinge bekommen, aber mit seinem Sandwich-Plakat, das die Aufschrift "Sichtkontakt" und den Namen der Flüchtlingsakademie trug, durfte der Künstler dennoch "noch nicht einmal in die Vorhalle" der Messe (O-Ton Hack). Art Cologne-Boss Daniel Hug sei laut Hack der Ansicht, diese Art Kunst gehöre nicht auf eine Kunstmesse. Tatsächlich hat Daniel Hug seit seinem Amtsantritt als Art Cologne-Direktor lokale Kunsträume und -Initiativen, die früher auf der Art Cologne Info-Stände bespielen durften, wie z.B. das Bonner Frauenmuseum oder der Kölner Künstlerverein 68elf, inzwischen von der Messe verbannt, um den Hallenpan besser vermarkten zu können. Auch die Kunstzeitschriften, die früher einen recht komfortablen Sektor hatten, fühlen sich bei der Kojenaufteilung heute eher stiefmütterlich behandelt. Performance-Beiprogramme, wie sie auf anderen Kunstmessen üblich sind, fehlen auf der Art Cologne weitgehend. Daher gewann der Künstler Hermann-Josef Hack den Eindruck, alles, was nicht unmittelbar verkäuflich sei, störe auf der Art Cologne mittlerweile, und durch Hugs Lokalverbot für seine Aktion fühlt er sich in dieser Ansicht bestätigt.

Ausschreibungen

APA- Teilstipendium für Bildwissenschaft

Das Department für Bildwissenschaften der Donau-Universität vergibt in Zusammenarbeit mit der APA – Austria Presse Agentur - ein Halbstipendium für die Teilnahme am Masterstudiengang „Bildwissenschaft, MA“. Das renommierte berufsbegleitende Studium mit internationaler Faculty startet am 17. Oktober 2016 zum 9. Mal im UNESCO-Weltkulturerbe Wachau. Eine internationale Faculty, für die Namen wie Martin Roman DEPPNER, Anton HOLZER, Oliver GRAU, Harald KRAEMER, Lev MANOVICH oder Christiane PAUL, Klaus SACHS-HOMBACH, Martin WARNKE, Christian BRACHT, Martin SCHULZ, Thomas HENSEL (Auszug) stehen, vermittelt am Department für Bildwissenschaften ein in Europa einzigartiges und individuell kombinierbares Weiterbildungsprogramm. Studierende erhalten praktisches und theoretisches Wissen zu Entstehung, Funktion und Wirkung von Bildern und entwickeln Projekte zur Bildarchivierung und Ausstellungsvermittlung. Die digitale Medienrevolution stärkt das Medium Bild als Wissensspeicher und Kommunikationsinstrument unserer globalisierten Gesellschaft – eine Dynamik die professionellen Umgang mit Bildern fordert. Das Teilstipendium für den Masterstudiengang „Bildwissenschaft, MA“ ermöglicht berufsbegleitend den Erwerb von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen für den zeitgenössischen Kunst-, Bild- und Medienmarkt. Historischer Weitblick wird mit dem neuesten Wissen um aktuelle Entwicklungen und Trends verbunden. Informationen zum APA-OTS-Teilstipendium für Bildwissenschaft, MA (Einreichfrist: 3. Mai 2016): www.donau-uni.ac.at/bw-stipendium > Start des Masterprogramms Bildwissenschaft, MA: 17. Oktober 2016 www.donau-uni.ac.at/bildwissenschaft

Preise

Falkenrot-Preis an Gregor Hildebrandt

Gregor Hildebrandt, Hirnholzparkett, 2015, Foto: Roman März, Berlin

Gregor Hildebrandt wurde als Träger des diesjährigen Falkenrot Preises ausgewählt. Der Preis von dem niederländischen Sammlerehepaar Astrid und Arie de Knecht begründet und wird vom Berliner Künstlerhaus Bethanien vergeben. Er ist für künstlerische Positionen reserviert, mit denen die Grenzen künstlerischer Disziplinen überschritten werden. Die Preisträgerausstellung „Urlaub im Urban“ läuft bis zum 8. Mai 2016 im Künstlerhaus Bethanien. www.bethanien.de

Biennalen

Elmgreen und Dragset kuratieren Istanbul Biennale

Michael Elmgreen und Ingar Dragset

Dass Künstler große Ausstellungen kuratieren, ist nicht neu: Schon der Documenta-Gründer Arnold Bode (1900-1977) war Maler, Zeichner und Hochschullehrer, der an 1948 an der Neugründung der Kasseler Kunstakademie beteiligt war. Die bekannten Ausstellungsmacher der 1980er waren zwar zumeist Kunsthistoriker wie Christos Joachimides, aber in Zeiten von interdisziplinären Querverbindungen zwischen Kunst und anderen Fachbereichen kommen auch andere Berufe zum Zuge: der bekannte Kurator Hans-Ulrich Obrist z.B. studierte Ökonomie und Politik, bevor er sih der Kunst zuwandte. Nachdem 2016 das Kollektiv DIS die Berlin-Biennale kuratieren und der Künstler Christian Jankowski die Züricher Manifesta, wunderte es niemanden, dass nun auch für die Istanbul Biennale 2017 zwei Künstler als Kuratoren berufen wurden, nämlich das Duo Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Die beiden arbeiten seit 1995 zusammen und gewannen 2002 in Berlin den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst. 2009 bespielten sie den dänischen und den Nordischen Pavillon auf der Venedig-Biennale. Zu ihren Programm-Vorstellungen für die kommende Istanbul Biennale erklärten Elmgreen und Dragset, angesichts einer Zunahme nationalistischer Tendenzen als Reaktion auf de globale geopolitische Situation sei es in diesen Tagen wichtig, „eine Biennale zu kuratieren, die auf kollaborativer Praxis und Prozessen basiert“. www.bienal.iksv.org

Biennalen

Berlin Biennale

Berlin Biennale, Oculus balcony, Illustrationsfoto

Die 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst ( 4. Juni bis 18. September 2016) „will die Paradoxien greifbar machen, die die Welt im Jahr 2016 zunehmend prägen: das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik, Glück als Bruttoinlandsprodukt und so weiter. Sie wird dafür an verschiedenen Orten, die immer auch einen Hauch von der „Paradessenz“ (Paradox + Essenz) unserer Zeit verströmen, Gestalt annehmen: In der Akademie der Künste, der ESMT European School of Management and Technology, der Feuerle Collection, auf dem Fahrgastschiff Blue-Star der Reederei Riedel und in den KW Institute for Contemporary Art.“ Kuratoren sind das DIS-Team mit Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro. www.bb9.berlinbiennale.de

Biennalen

Triennale Kleinplastik Fellbach

Susanne Gaensheimer, Foto: MMK-Museum Moderner Kunst Frankfurt

Die Triennale Kleinplastik Fellbach wird vom 11. Juni bis 2. Oktober 2016 ausgerichtet und steht unter dem Motto „FOOD – Ökologien des Alltags“ erlebt sie ihre 13. Auflage. Kuratorin ist Susanne Gaensheimer, Co-Kuratorin ist Anna Goetz. Die beiden Leiterinnen verantworten eine Auswahl an Arbeiten von etwa 40 Künstlern. „Mit Fokus auf das kleine skulpturale Format wird untersucht, wie die Gegenwartskunst die Themen Essen, Ernährung und andere ökologische Wechselbeziehungen eigenständig und vieldeutig reflektiert. Einige historische Positionen wie die von Gordon Matta-Clark oder Félix González-Torres bilden den Bezugsrahmen. KünstlerInnen wie Andrea Büttner, Laure Prouvost oder Subodh Gupta sind mit größeren Werkgruppen vertreten. Laure Prouvost thematisiert die psychologischen und körperlichen Aspekte von Essen. Subodh Gupta beleuchtet die spirituelle Dimension von Essgewohnheiten. Andere Positionen widmen sich den gesellschaftlichen und politischen Implikationen des Essens oder fragen, inwiefern wir uns über das, was wir zu uns nehmen, definieren und sich darin unser Selbstverständnis spiegelt. Über den konkreten Bezug auf Nahrungsmittel hinaus wirft die Ausstellung einen Blick auf ökologische Kreisläufe und deren gesellschaftliche Implikationen. Die Beiträge von Pierre Huyghe, Abbas Akhavan oder Petrit Halilaj thematisieren, wie der Mensch die treibende strukturelle Kraft wurde und die natürlichen Kreisläufe irreversibel verändert. Das Essen und seine Bezüge fungieren somit als Beispiel für politische, ökologische und ökonomische Zusammenhänge.“ Ausstellungsort ist der Alte Kelter Fellbach in der Untertürkheimer Straße 33. www.triennale.de

Museen & Institutionen

Kunsthalle Hamburg: Eröffnungsfest

Hamburger Kunsthalle, Visualisierung neu gestaltetes Eingangsportal

Planmäßig wird die Hamburger Kunsthalle nach der siebzehnmonatigen Bauphase am 30. April und am 1. Mai 2016 mit einem großen Fest wieder eröffnet. Der historische Haupteingang am Gründungsbau soll nun wieder belebt werden, zudem wurden das Foyer neu gestaltet und die Sammlungsbereiche rundum erneuert. Neu gestaltet wurden auch das Museumscafe (Das Liebermann) und das Café-Restaurant „The Cube“. www.hamburger-kunsthalle.de

Preise

Bundesverdienstkreuz für Biesenbach

Klaus Biesenbach, Foto: Jen DeNike

Klaus Biesenbach, Direktor des MoMA PS1 sowie Chefkurator am Museum of Modern Art in New York, wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für besondere Leistungen für das Gemeinwohl verliehen. Die deutsche Generalkonsulin Brita Wagner überreichte ihm das „Verdienstkreuz am Bande“ in New York überreicht.

Messen & Märkte

Art Cologne: Entspannter Auftakt

Eva und Adele auf der Art Cologne 2016, Foto: Raap

Nicht nur reiner Jubel herrschte beim Auftakt der 50. Art Cologne: Dass sich die Terminplanung für das nächste Jahr mit dem Berliner Gallery Weekend überschneidet, rief Unmut bei den hauptstädtischen Galerien hervor. Doch Art Cologne-Leiter Daniel Hug konterte, er müsse sich „um mehr als 200 Aussteller“ kümmern, und von denen kämen nur 21 aus Berlin, und er könne nun einmal nicht einen für alle ungünstigeren Termin wählen, denn in den Osterferien seien viele Sammler nicht da. Verbale Unterstützung bekam Hug vom Berliner Galeristen Michael Schultz, der seinen hauptstädtischen Kollegen riet, das Problem „gelassener“ anzugehen: „Bei der Art Cologne geht es darum, 70.000 Besucher zu erreichen“. Beim Berliner Galerien Weekend hingegen wolle eigentlich „eine kleine Elite doch lieber unter sich bleiben“. Der Partyrummel, der das Berliner Galerienspektakel regelmäßig begleitet, sagt eben nichts über die tatsächlichen Verkaufserfolge im lokalen Kunsthandel aus. Bei der Jubiläumsmesse wollte natürlich jeder dabei sein – 800 Anmeldungen für die 2016er-Ausgabe waren in Daniel Hugs Büro eingetroffen. Doch nur ein Viertel von ihnen durfte in die Kojen auf dern drei Hallenebenen in der Kölnmesse einziehen, und manche der Abgewiesenen witterten wider einmal „kölschen Klüngel“ - aber auch das gehört nun mal zur Kontinuität der 50jährigen Art Cologne-Geschichte. Ansonsten feierten die Kunsthändler sich und das Jubiläumsereignis: Das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels ZADIK präsentierte wieder eine Sonderschau und stellte unter dem Titel „Eins, zwei, Wechselschritt – 50 years of Art Cologne and the avantgarde in Contemporary Art in Belgium, Germany and the Netherlands“ pro Jahrzehnt und Land jeweils einen Künstler aus diesen Ländern vor, darunter Rosemarie Trockel und Marcel Broodthaers. Relativ entspannt und ruhig ging es auf der Preview zur Art Cologne zu, und das lag wohl auch daran, dass die Messeleitung die Verteilung von Freikarten für die Vernissage mittlerweile drastisch reduziert hat. Michael Schultz, der mit einem großen abstrakten Gerhard Richter-Bild für 2,2 Mill. Euro angereist war, zollte dem Art Cologne-Direktor Daniel Hug auch sonst Lob: Hug habe die Art Cologne perfektioniert, und Alleinstellungsmerkmal des „Messeformats“ bestünde ja gerade darin, nicht wie andere Kunstmessen ein Branding mit beliebigen Filialveranstaltungen auf anderen Kontinenten zu betreiben, sondern vor Ort ein klares Programmprofil zu bieten. Auch andere Galeristen begrüßten die großzügigere Aufteilung der Sektoren mit etablierter Kunst auf diesmal zwei Hallenebenen. Da stieß man in den Hallen 11.1.und 11.2. auf grün-leuchtende Pigmentbilder von Daniel Lergon (bei Christian Lethert, Köln) neben einer mehr Selbstportät-Fotoreihe von Jürgen Klauke von 1976/77 (für 90.000 Euro bei Hans Mayer, Düsseldorf) und einer Balkenhol-Skulptur (für 70.000 Euro bei Deweer/Otegem). Bei der Whitestone Gallery (Tokyo/Hongkong) konnte man Werke von Künstlern der japanischen Gutai-Gruppe erwerben, z.B. Aktionsbilder von Shozo Shimamoto zu Preisen zwischen 80.000 und 300.000 Euro. Hauser und Wirth (Zürich, New York et al.) hatten Werke von Jason Rhoades und Paul McCarthy im Programm, und David Zwirner (New York) hatte als Blickfang eine große Fotoarbeit von Thomas Ruff und ein Kathedralenmotiv von Raymond Pettibon präsentiert. Wie gewohnt weitaus quirliger ging es oben in der Halle 11.3. bei den jüngeren Galerien zu, wo z.B. der Künstler Philipp van Dinegam bei Waldburger Wouters (Brüssel) in konzeptuell-neo-dadaistischer Tradition à la Marcel Broodthaers Passformulare für Tiere ausstellte. Grace Weaver (bei Soy Capitan, Berlin) malt Bilder in einem Comic-Grafik-Stil und lotet dabei die Grenze zu Gefälligkeit und Dekorativität aus. Weniger schrill als in früheren Zeiten waren auch diesmal wieder die Förderkojen „New Positions“: Sarah Sizer bearbeitet Leinwände oder Samtstoffe mit Bleichmitteln und erzielt so einen verblüffenden Eindruck von Falten (bei Cosar HMT, Düsseldorf), und sehr minimalistisch sind die Wasserfarben-Buntstiftbilder von Henrik Eiben (bei Chr. Lethert, Köln) angelegt. Fazit: Verkäufliches steht nach wie vor im Vordergrund der Programmpolitik. Das Angebot an allzu Sperrigem und Experimentellem überlässt die Art Cologne hingegen eher den Satellitenmessen „Kölner Liste“ und „Far Off Cologne“.

Kulturpolitik

Bundestagsausschuss stoppt Einheitsdenkmal

Milla & Partner/Sasha Waltz, Entwurf Freiheits- und Einheitsdenkmal für Berlin, Ansicht von Nordosten, Siegerentwurf des Wettbewerbs 2010, Copyright: Milla & Partner GmbH / Sasha Waltz

Die Stuttgarter Szenografen Milla und Partner und die Berliner Choreografin Sasha Waltz bekamen 2011 den Zuschlag für ein Denkmal zur deutschen Wiedervereinigung vor dem Berliner Humboldtforum. Der künstlerische Entwurf einer begehbaren Wippe wurde allerdings von Anfang an kontrovers diskutiert: so polemisierte der Schriftsteller Bernd Wagner gegen einen „Aspekt der Massenbeglückung“ mittels gleichförmigen rhythmischen „Schaukelgefühls“, wenn bloß „niemand aus der Reihe tanzt“. Und Nikolaus Bernau polterte in der „Frankfurter Rundschau“: „Die Symbolik dieser Schale, dieses Denkmals, war von Anfang an schwer erträglich.“ Sasha Waltz stieg inzwischen aus dem Projekt aus. Gehämt wurde inzwischen auch über die Tatsache, dass die Umsiedlung von Wasserfledermäusen am geplanten Aufstellplatz 400.000 Euro kosten würde. Als die Kostenrechnung vom Bund auf mittlerweile 15 Mill. Euro beziffert wurde, zog der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages unlängst die Notbremse und verhängte einen Planungsstopp. Der Bund und auch der Architekt Johannes Milla machen die Behördenauflagen des Landes Berlin für diese Kostensteigerungen verantwortlich; der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) und die Senatsbaudirektorin Regina Lüscher weisen wiederum diesen Vorwurf zurück und sehen nun den Bund am Zug, das Konzept und den Standort für das Denkmal zu überdenken. Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters indessen gibt es ein solches Einheitsdenkmal bereits, nämlich das Brandenburger Tor als „internationales Symbol für die Teilung der Welt in Freiheit und Unfreiheit und ihre glückliche Überwindung“.

Preise

Ruth Baumgarte-Preis für Kader Attia

Kader Attia, Fotoquelle: Wikipedia/Franz Johann Morgenbesser

Kader Attia, Foto- und Installationskünstler, bekommt am 4. Juni 2016 in der Berlinischen Galerie den Kunstpreis Ruth Baumgarte überreicht (20.000 Euro). Die nordafrikanischen und europäischen Wurzeln des Preisträgers sind Ausgangspunkt seiner politischen Kunst, die sich vor allem mit den kulturellen Auswirkungen des Kolonialismus kritisch beschäftigt. Dabei setzt er den Begriff „Reparatur“ als Parabel für überwundene Zerstörung und überwundenen Schmerz ein. Die Künstlerin Ruth Baumgarte (1923-2013) gründete ihre Stiftung wenige Monate vor ihrem Tod. Die Stiftung vergibt den Kunstpreis seit 2014. www.ruth-baumgarte.com

Kulturpolitik

Re:publica-Kongress

Gründungsteam Re:publica, v.l.n.r. Johnny Haeusler, Markus Beckedahl, Andreas Gebhard, Tanja Haeusler; Foto: Gregor Fischer (CC-BY-SA 2.0)

Eine Konferenz über „Internet und Gesellschaft“ ist für den 2. bis 4. Mai 2016 in der Station Berlin angekündigt. Veranstalter ist die Initiative re:publica, die sich als „Gesellschaftskonferenz“ von Bloggern begreift: „Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur.“ www. re-publica.de

Aktionen & Projekte

IPA-Art Week

IPA-PERFORMANCE in Bristol 2015, Foto: Jürgen Fritz

Nach ihrem Festival mit 25 Performern in Bristol im vergangenen Herbst plant die IPA-International Performance Association unter der Organisation von Jürgen Fritz (Hanau) für den Zeitraum 25. Mai bis 5. Juni 2016 eine Performance-Woche in Venedig. Das Programm besteht aus einem Workshop im Studio Contemporaneo, aufgeteilt in zwei Gruppen unter der Leitung von Jürgen Fritz und VestandPage (Verena Stenke/Andrea Pagnes), zusammen mit der Performance-Künstlerin Marianna Andrigo und dem Sound-Künstler Aldo Aliprandi als Gast-Dozenten. Fritz kündigte an, in den nächsten Jahren verstärkt mit dem Performer-Netzwerk „Black Market International“ zusammen arbeiten zu wollen, dem elf Künstler aus acht Ländern angehölren, darunter u.a. Boris Nieslony, Jacques van Poppel, Alistair MacLennan und Lee Wen. www.ipapress.i-pa.org

Biennalen

Vancouver Biennale

Skyline von Vancouver, Fotoquelle: Wikipedia/Tom Quine

Die Vancouver Biennale ist als Freilichtmuseum für den Zeitraum 2014 bis 2016 konzipiert. Für die Ausstellungen im öffentlichen Raum hat man u.a. Ai Weiwei (China), Dennis Oppenheim (USA) und Michel Gouklet (Kanada) eingeladen. Wer sportlich genug ist, kann man einer 65 bis 150 km langen Fahrradtour rund um Vancouver Kunst und Landschaft erkunden und die Standorte der Kunstwerke zwischen Westminster und Squamish abfahren. Eines der zentralen Werke ist eine Großinstallation aus Schiffscontainern des brasilianischen Künstlers José Resende im Westminster Pier Park. Begleitet wird die zwei Jahre andauernde Biennale von einem Künstler-Residenz-Programm, dessen Motto Martin Luther Kings berühmtem Ausspruch „I had a dream“ entlehnt ist. Über die genaue Laufzeit der Vancouver Biennale enthält die Internetseite keine Angaben. www.vancouverbiennale.com

Museen & Institutionen

Jean Tinguely in Düsseldorf

Jean Tinguely vor dem Mailänder Dom, 1970, Fotoquelle: Wikipedia/Lothar Wolleh

25 Jahre nach Jean Tinguelys Tod präsentiert das Museum Kunstpalast in Düsseldorf vom 23. April bis zum 14. August 2016 „das vielfältige Oeuvre dieses visionären Künstlers und Mitbegründer des Nouveau Réalisme. Beginnend mit seinen frühen zart-poetischen Drahtskulpturen, über motorenbetriebene Reliefs, deren abstrakte Formen sich in ständiger Veränderung befinden, den bekannten „Malmaschinen“ hin zu raum­füllenden Installationen wie dem „Mengele Totentanz“ oder der Monumental-Installation „Grosse Meta-Maxi-Maxi Utopia“ ermöglicht die Schau einen umfangreichen Einblick in das faszinierende, lustvoll-sinnliche Werk Tinguelys. Eine wichtige Rolle kommt dabei seinen Kollaborationen mit künstlerischen  Weggefährten wie Daniel Spoerri, Eva Aeppli, Yves Klein, Bernhard Luginbühl und Niki de Saint Phalle zu, seiner langjährigen Partnerin und späteren Ehefrau. Mit ihr zusammen realisierte Tinguely einige seiner spektakulären Großprojekte, die in der Ausstellung filmisch und dokumentarisch vorgestellt werden.“ www.smkp.de

Museen & Institutionen

Johannes Brus und Constantin Brancusi

Johannes Brus in seinem Atelier, Foto: Ralph Goertz, Copyright IKS-Medienarchiv – Institut für Kunstdokumentation und Szenografie, Düsseldorf

In seiner Reihe „Sculpture 21st“ präsentiert das Lehmbruck Museum Duisburg bis zum 16. Mai 2016 die neueste Skulpturengruppe „Tanzen für Brancusi“ des Essener Bildhauers Johannes Brus. Der Werkkomplex mit Tänzerinnen-Motiven ist das Ergebnis einer langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Bildhauer Constantin Brancusi, dessen Arbeit „La Négresse blonde“ aus der Museumssammlung zusammen mit den Brus-Arbeiten ausgestellt wird. www.lehmbruckmuseum.de

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