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Galerien & Auktionshäuser

In Deutschland. reloaded

THOMAS STRUTH,, ’Remscheider Strasse, Düsseldorf 1979’, silver gelatin print © 2016 Thomas Struth / Courtesy Galerie Max Hetzler Berlin/Paris

Zum Auftakt der neuen Ausstellungsreihe 'In Deutschland: reloaded' zeigt Kicken Berlin als ersten Ausstellungsteil, kuratiert von Klaus Honnef, Werke von Ulrich Görlich, Candida Höfer, Axel Hütte, Heinrich Riebesehl, Tata Ronkholz, Michael Schmidt, Wilhelm Schürmann und Thomas Struth aus den späten 1970er Jahren. Die Schau nimmt Bezug auf die wegweisende Ausstellung 'In Deutschland. Aspekte gegenwärtiger Dokumentarfotografie' von Klaus Honnef und Wilhelm Schürmann aus dem Jahr 1979. Ergänzend sind Farbphotographien von Stephen Shore zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 11. März 2016. www-kicken-gallery.com

Aktionen & Projekte

Moving Locations 

ALEXANDER STEIG, Fernseher

In der Bonner Ermekeilkaserne existiert seit kurzem ein neuer Kunstort namens „Moving Locations”. Die beiden Initiatoren Christine Rühmann und Sjaak Beemsterboer hatten in Bonn die Aktion „Hotel Beethoven” mit temporärer Nutzung durchgeführt und den Raum für Neue Medien „plug_in” gegründet. Nun nutzen sie das leerstehende Hauptgebäude der Ermekeilkaserne für ortspezifisch angelegte Kunstprojekte. Ab dem 19. Februar 2016 ist dort die Videoinszenierung „Appell“ von Alexander Steig zu sehen, und ab April 2016 stellt der Hannoversche Zeichner und Malers Thomas Cena seine großformatigen Silberstift- und Kohlezeichnungen mit Motiven von „profaner Architektur und wildem Bewuchs“ dort aus. www.moving-locations.de

Ausschreibungen

Marianne Brandt-Wettbewerb

Bis zum 31. Mai 2016 läuft der Marianne Brandt-Wettbewerb zum Thema „Die Poesie des Funktionalen“. Auslober ist der Kunstverein Villa Arte e.V. in Chemnitz. Angesprochen sind Gestalter, Künstler und Fotografen. Die Preissumme beträgt 15.000 Euro. Die feierliche Preisvergabe ist für den 1. Oktober 2016 vorgesehen. Infos und Kontakt: www.mbw6.de

Ausschreibungen

Salzburger Sommerakademie

Die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg findet vom 18. Juli bis 27. August 2016 statt. Schwerpunkte sind aktuelle Positionen der Malerei (Varda Caivano, Melissa Gordon), Skulptur und Installation (Nora Schultz) sowie ausgefallene und nur noch selten tradierte künstlerische Techniken wie Miniaturmalerei (Imran Qureshi), Keramik als skulpturales Material (Aaron Angell) oder Steinbildhauerei (Andreas Lolis). Die Sommerakademie vergibt zahlreiche Stipendien für die Teilnahme an einem der 22 Kurse. Die Einreichfrist endet am 8. April 2016. Bewerbungen unter: www.summeracademy.at/stipendien

Ausschreibungen

Kriebstein: Kunst am Wasser 

Die Talsperre Kriebstein in Sachsen ist Schauplatz des Pleinair-Symposions „Kunst am Wasser“ vom 27. Bis 31. Juli 2016. Für vier Projekte stehen 700 Euro pro Teilnehmer und Prämiengelder in Höhe von 500 Euro zur Verfügung. Die Arbeiten werden anschließend auf dem Kunstwanderweg Kriebstein aufgestellt. Deadline: 30. April 2016. Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.mittelsachsen.de

Aktionen & Projekte

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Im 16. Jahrhundert entstand die Gattung des Schelmenromans Sein Hauptprotagonist ist der Schelm (pícaro) – ein Antiheld aus niedriger sozialer Schicht, der einfältig, aber auch bauernschlau ist. Für das 21. Jh. scheint es jedoch durchaus zeitgemäß zu sein, anstelle des im Roman üblicherweise männlichen Protagonisten als Hauptcharakter nunmehr eine Schelmin als anti-weibliche Heldin einzuführen und dazu eine Ausstellung zu arrangieren. „Angelehnt an das literarische Format des Schelmenromans bringt die Gruppenausstellung Werke zusammen, die sich um Perspektivverschiebungen und neue Gewichtungen von weiblichen Handlungsräumen drehen. Während die Gesellschaft bestimmte Rollenmuster anbietet, wählt die Schelmin stattdessen absurde Pfade, unangemessene Gesten sowie Strategien der Verspottung und der Unverschämtheit“, heißt es zu der Ausstellung, die bis zum 17. April 2016 im Künstlerhaus Bremen läuft. Der Ausstellungstitel „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, ist dem Sinnspruch des britischen Hosenbandordens entnommen. Künstlerliste: Kerstin Cmelka, Pauline Curnier Jardin, Michele di Menna, Feminist Land Art Retreat, Margaret Harrison, Alexis Hunter, Anne Imhof, Shana Moulton, Anne Speier, Megan Francis Sullivan, Amelie von Wulffen. www.kuenstlerhausbremen.de/

Preise

Art Cologne-Preis

RAIMUND THOMAS, Galerie Thomas (München), ART COLOGNE-Preisträger 2016, Foto: Robert Haas

Raimund Thomas, Münchener Galerist, nimmt am 14. April 2016 im Kölner Rathaus den ART COLOGNE-Preis entgegen (10.000 Euro). Mit der Auszeichnung würdigen die Koelnmesse und der BVDG-Bundesverbansd Deutscher Galerien ein Gründungsmitglied des „Kunstmarkt Köln“, dem Vorläufer der heutigen ART COLOGNE. Seit 1967 zählt die Galerie Thomas zum festen Ausstellerstamm dieser weltweit ersten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst. Die Galerie Thomas wurde 1964 in der Münchener Maximilianstr. eröffnet. Heute ist die Galerie in der Türkenstr. gegenüber dem Museum Brandhorst ansässig. www.artcologne.de

Aktionen & Projekte

Gedächtnisausstellung

KARTENSPIEL MIT URSULA, Plakat

Am 24. Dezember 2015 kam die Künstlerin Ursula Knorr bei einem tragischen Verkehrsunfall im Alter von 51 Jahren ums Leben. 51 Kölner Künstler beteiligten sich an der Gedächtnisausstellung „Kartenspiel mit Ursula“. Die Gedenkausstellung fand soeben im Ausstellungsraum Q 18 – Quartier am Hafen in Köln-Deutz statt, mit einer Lesung von Jürgen Kisters und einer Ansprache des Kunstkritikers Dieter Wolf.

Hochschulen

Leipzig: Alternative Buchmesse 

„It’s a Book, it’s Chance, it’s a Time New Romance“: Unter diesem Motto findet am 19. März 2016 von 12 bis 21 Uhr im Hauptgebäude der HfG Leipzig eine „Buchmesse für alternative Publikationsprojekte“ statt. Begleitet wird die Veranstaltung von einem Symposion und einer Lyriknacht. www.hfg-leipzig.de

Hochschulen

Bremen: Freiwilliges Kulturelles Jahr

Die HfK Bremen bietet die Möglichkeit an, ein Freiwilliges Kulturelles Jahr zu absolvieren. Dafür gibt es an der Hochschule zwei Stellen. Sie sind in den Bereichen Veranstaltungstechnik/Hausverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit/Marketing reserviert. Kontakt und Infos: www.hfk-bremen.de.

Hochschulen

Elsa-Neumann-Stipendium

SALOMÉ KLEIN, „Das große Heft“

Das Elsa-Neumann-Stipendium ermöglicht mit einer monatliche Basisförderung sowie weiteren Zuschüssen für die Dauer eines Jahres jungen Künstlern die Fortführung ihrer Vorhaben. Sieben von insgesamt zwölf dieser Berliner Landesstipendien gehen in diesem Jahr an Absolventen der weißensee kunsthochschule berlin. Die Stipendiaten sind Salomé Klein, Emma Adler, Anna Siobhán Fiedler, Ursula Wagner, Nina Fabert, Marcel Pasternak und Ivar Veermäe. www.kh-berlin.de

Kulturpolitik

Ehrenmitgliedschaft

VERLEIHUNG EHRENMITGLIEDSCHAFT, v.l.n.r: Martin Wimmer, Prof. Dr. Olaf Schwencke, Prof. Dr. Dr. h.c. Hilmar Hoffmann, Prof. Dr. Oliver Scheytt und Dr. Norbert Sievers, Foto: Ernst Stratmann

Die Kulturpolitische Gesellschaft hat ihr Gründungsmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. Hilmar Hoffmann zum Ehrenmitglied ernannt. Hilmar Hoffmann habe „wie kaum ein Zweiter der Neuen Kulturpolitik als Demokratiepolitik Inhalt und Format gegeben“, Bekannt wurde Hoffmann durch seine Parole „Kultur für alle“, die in den 1970er und 1980er Jahren zu den Grundlagen sozialdemokratischer Kulturpolitik gehörte und das Ziel hatte, bildungsbürgerliche Institute auch für andere Gesellschaftsschichten zu öffnen. Zuerst ab 1975 in Köln, dann auch in fast allen anderen Großstädten, gründete man in diesem Sinne in den Kulturämtern spezielle Museumsdienste, die zielgruppenorientierte Vermittlungsprogramme entwerfen.

Preise

Großer Preis der Jury in China

TOBEL, Bildhauer aus Valley bei München, gewann im Rahmen der Ausstellung „5th, Liu Kaiqu Award, International Sculpture Exhibition” in Wuhu/China den „Großen Preis der Jury“. Die Stadt in der Region hatte sechs internationale und 30 chinesische Bildhauer einfliegen lassen, die ihre Werke in einem neuen „Welt-Skulpturen-Park“ platzierten. TOBELS Beitrag „Mondphasen“ hat einen Durchmesser von 3 Metern und ist 20 Tonnen schwer. Die Wettbewerbsbeiträge wurden nach den Entwürfen der Künstler von Werkstätten in China realisiert. www.tobel.org

Preview

Kunst aus Südafrika

„A LABOUR OF LOVE. Kunst aus Südafrika - Die 80er jetzt“. Sam Nhlengethwa (Teilnehmender Künstler) bei Druckarbeiten, Städelschule, Juli 2015, Foto: Weltkulturen Museum

Das Frankfurter Weltkulturen Museum kooperiert seit 2013 mit dem Kita-Bildungsnetz Frankfurt und den Beruflichen Schulen Berta Jourdan. Aktuell setzen sich vierzehn Studierende des Fachs Sozialpädagogik der Berta Jourdan Schulen mit der Ausstellung „A LABOUR OF LOVE. Kunst aus Südafrika – Die 80er jetzt“ auseinander. Mit über 150 Werken sind Beispiele aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst aus Südafrika des Weltkulturen Museums erstmals seit fast 30 Jahren wieder öffentlich zu sehen. Die Ausstellung dauert bis zum 24. Juli 2016. Mit den Workshops „Druckartig“ am 21. Februar und dem Satourday-Workshop „Bewegte Bilder“ für die ganze Familie am 27. Februar, jeweils um 15 bis 17 Uhr können sich Kinder unter Anleitung mit der Aussstellung vertraut machen und künstlerisch kreativ werden. Mit den Workshops „Druckartig“ am 21. Februar und dem Satourday-Workshop „Bewegte Bilder“ für die ganze Familie am 27. Februar, jeweils um 15 bis 17 Uhr können sich Kinder unter Anleitung mit der Ausstellung vertraut machen und künstlerisch kreativ werden.  www.weltkulturenmuseum.de

 

Museen & Institutionen

Kunsthalle Exnergasse

MOUNIRA AL SOLH, The Sea is a Stereo, 2008-ongoing Courtesy the artist and Sfeir-Semler Gallery, Beirut & Hamburg

„Everything in nature has a lyrical essence, a tragic fate, a comic existence“, lautet der etwas sperrige Titel einer Ausstellung, die bis zum 5. März 2016 in der Wiener Kunsthalle Exnerstraße läuft. „Dies ist keine historische Ausstellung oder eine Ausstellung über Geschichte. Es handelt sich vielmehr um eine Anthologie von Existenzen gewöhnlicher Menschen, die das Banale (und dennoch Vertraute) in dem Erzählten eint. Mit ungewöhnlichen und persönlichen Zugängen untersucht Everything in nature has a lyrical essence, a tragic fate, a comic existence die Rolle des/der KünstlerIn als BiografIn, indem das Dilemma jedes Schriftstellers bzw. jeder Schriftstellerin thematisiert wird: Was sind die bedeutendsten Momente eines ganzen Lebens, die wert sind, überliefert zu werden? Die Ausstellung wurde von zwei Büchern inspiriert: Giuseppe Pontiggias Vom Leben gewöhnlicher Männer und Frauen, eine Sammlung von Kurzbiografien fiktionaler Charaktere, und Michel Foucaults Das Leben der infamen Menschen, kurze Beschreibungen der Lebensläufe von böswilligen Menschen, die interniert wurden. Die Ausstellung versucht diese Narration metaphorisch weiterzuspinnen...“ www.wuk.at

Museen & Institutionen

Alicja Kwade: Solo-Ausstellung in Amsterdam

ALICJA KWADE, Fahrrad (Bicycle), 2014, Courtesy Alicja Kwade und König Galerie. Foto: Roman März

Im Amsterdamer De Appel Arts Centre hat Alicja Kwade bis zum 10. April 2016 eine Einzelausstellung. Sie setzt in ihren Arbeiten verschiedene Materialien ein, die sie als Eregbnis ihrer wissenschaftlichkünstlerischen Recherchen zusammen trägt. Die in Berlin lebende Künstlerin arbeitet schwerpunktmäßig mit den Medien Video, Bildhauerei, Installationen, Lichtinstallationen. www.deappel.nl

Museen & Institutionen

Deichtorhallen: Freies WLAN

DEICHTORHALLEN HAMBURG, Fotoquelle: Wikipedia/ Foto: Thomas Fries/Lizenz cc-by-sa-3.0 de

Als erste Hamburger Kunstinstitution bieten die Deichtorhallen Hamburg jetzt kostenfreies WLAN an. Die Besucher der Halle für aktuelle Kunst und des Hauses der Photographie können den Internetzugang während des Ausstellungsbesuches flächendeckend und zeitlich unbegrenzt nutzen. Das freie WLAN ermöglicht es den Besucher der Deichtorhallen, sich online über Inhalte und Themen der Ausstellungen zu informieren und sich beispielsweise über die sozialen Netzwerke auszutauschen. www.deichtorhallen.de

Preise

Kunstpreis der Böttcherstraße

Nora Schultz, Pauline Mbarek, Katja Novitskova, Emeka Ogboh, Franka Kaßner, Oliver Laric, Taiyo Onorato, Nico Krebs, Julius von Bismarck und das Duo „Fort“ (Alberta Neimann/Jenny Kropp) sind für den Bremer Kunstpreis der Böttcherstraße nominiert (30.000 Euro). Die neun Finalisten präsentieren ihre Arbeiten vom 23. April bis zum 8. September 2016 in der Kunsthalle Bremen. Die Jury ermittelt den Preisträger im Laufe der Ausstellung.

Preise

Bayerischer Kunstförderpreis

GABI BLUM, „Waiting Room Reloaded“

Gabi Blum, Matthias Glas, Philip Gufler und Andreas Peiffer wurden mit den Bayerischen Kunstförderpreisen bedacht. Künstler aus dem Freistaat unter 40 Jahren werden seit 1965 bei „außergewöhnlicher Begabung“ mit je 6.000 Euro unterstützt. Pro Jahr werden bis zu 16 Auszeichnungen nicht nur an bildende Künstler, sondern auch an Musiker, Schauspieler und Literaten vergeben. Sie werden dafür von einer Institution (z.B. einer Akademie oder eoinem Berufsverband) oder von einem Gutachterausschuss vorgeschlagen. Die aktuellen Preisträger stellen bis zum 26. Februar 2016 in der Galerie der Künstler des Münchener BBK aus. www.km.bayern.de

Preise

ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine

18 Kunstvereine sind für den diesjährigen ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine nominiert. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Ene Jury ernittelt im März 2016 den Preisträger. www.kunstvereine.de

Personalien

Tate Modern: Neue Direktorin

Foto: Tate Modern

Frances Morris wurde zur neuen Direktorin der Tate Modern in London berufen. Sie tritt in den nächsten Wochen die Nachfolge von Chris Dercon an. Frances Morris arbeitet seit 1987 als Kuratorin die internationale Kunstsammlung des Museums geleitet. Sie kuratierte Projekte u.a. mit Chris Burden, Sophie Calle, Mark Dion, Luciano Fabro und Paul McCarthy. www.tate.org.uk

Messen & Märkte

Frühjahrsmessen in New York

1994 riefen einige Galeristen in New York die Messe The Armory Show ins Leben (3. bis 6. März 2916). Sie wird seitdem in den Lagerhallen von Pier 92 und Pier 94 am Hudson River ausgerichtet, wobei Pier 92 für die Abteilung „Modern“ (d.h. Die Klassische Moderne) reserviert ist und Pier 94 für den Sektor „Contemporary“ und diverse Sonderprogramme. Nachdem die Messe vor einigen Jahren schwächelte, hatte sie zuletzt doch wieder mehr an Profil und damit auch an Attraktivität gewonnen, und gemessen an den Besucherzahlen behauptet sie sich allen Unkenrufen zum Trotz weiterhin gegenüber der Frieze Art Fair New York im Mai. Immerhin: unter dem Druck der Frieze-Konkurrenz hat sich bei der Armory Show vor allem der Service für Aussteller und Besucher deutlich verbessert. Konkurrenz beschert den Armory-Machern aber auch seit einiger Zeit die Independent New York unter der Leitung der Executive Direktorin Laura Mitterand: dem Auftritt der rund 50 Galerien sagt man nach, er sei oft spannender als jener der Armory-Muttermesse. Eine Reihe weiterer Satellitenmessen flankieren auch diesmal die New Yorker Messetage im März: die Context New York (3.-6. März 2016) bespielt den Pier 36 nach eigenen Angaben mit top aktuellen und aufstrebenden Künstlern und mit solchen, die bereits einen mittleren Karrieresprung geschafft haben. Einen Block von der Armory Show entfernt geht die Scope Art Show New York (3. bis 6. März 2016) an den Start mit einem Ausstellungsdesign, welches das klassische Kojenprinzip zugunsten fließender räumlicher Übergänge öffnet. Das Angebot der 60 Galerien wird von Performances, Talks und anderen Spezial-Events begleitet. Die Pulse Art New York (3. bis 6. März 2016) konzentriert sich ausschließlich auf zeitgenössische Kunst, die sozusagen frisch aus den Ateliers in den Ausstellungsbetrieb gelangt. www.independentnewyork.com , www.contextnyfair.com  , www.scope-art.com/shows/new-york-2016/about/  , www.pulse-art.com/new-york , www.thearmoryshow.com 

Messen & Märkte

Gregos verlässt Art Brussels

KATERINA GREGOS

Katerina Gregos gibt nach der diesjährigen Messeveranstaltung die künstlerische Leitung der Art Brussels auf. Die aus Griechenland gebürtige Kunsthistorikerin und Kuratorin lebt seit 2006 in Brüssel, hat dort die Kunstmesse Art Brussels seit 2012 geleitet und im gleichen Jahr auch in der belgischen Stadt Genk die Manifesta kuratiert. Im vergangenen Jahr war sie auch für das Programm im belgischen Pavillon auf der Biennale von Venedig verantwortlich. Die jetzige Art Brussels inszeniert sie das „Cabinet d’Amis: the accidental collection of Jan Hoet“mals eine Hommage an den verstorbenen Ausstellungsmacher Jan Hoet. Gregos will aber auch in Zukunft der Art Brussels Projekte vorschlagen und sich ansonsten auf ihre Kuratorentätigkeit weltweit konzentrieren. www.artbrussels.com

Biennalen

Sidney Biennal

THE ARTS EXCHANGE SYDNEY

Stephanie Rosenthal, künstlerische Leiterin der Sydney Biennal (18.3.-5.6. 2016), hat 12 Kuratoren, Autoren und Theoretiker eingeladen, als „Curatorial Attachés“ zusammen diese Biennale zu gestalten. Mit rund 665.000 Besuchern in ihrer dreimonatigen Laufzeit (was in etwa den Besucherzahlen der Kasseler Documenta entspricht) zählt diese seit 1973 ausgerichtete Veranstaltung von der Laufzeit und von den Besucherzahlen her zu den größten dieser Art. Als erste Biennale im asiatisch-pazifischen Raum sehen die Macher daher ihr Projekt von der Bedeutung her auf Augenhöhe mit den Biennalen von Venedig und Sao Paulo und mit der Kasseler Mammut-Schau: in ihrer bisherigen Geschichte vermochte die Biennale Beiträge von 1.600 Künstlern aus über 100 Ländern zu zeigen. Die Ausstellungen, Vermittlungsprogramme und Artist-in-Residence-Programme sind bewusst als Gegenmodell zum Angebot des institutionalisierten Kunstbetriebs konzipiert. Hauptveranstaltungsort ist das Festivalzentrum „The Art Exchange“ in einem ehemaligen Elektrizitätswerk. www.biennaleofsydney.com.au

Museen & Institutionen

Herford: Brutal schön

AN-SOFIE KESTELEYN, My First Rifle (Abby), 2013, C-Print, Copüyright: die Künstlerin

Im Marta Herford läuft bis zum 1. Mai 2016 die Ausstellung „Brutal schön - – Gewalt und Gegenwartsdesign“-. Sie beleuchtet „die Schattenseiten von Design und Gestaltungsprozessen. Vor dem Hintergrund internationaler Konflikte, von Terror und Flüchtlingsströmen ist Gewalt heute allgegenwärtig. Es stellt sich die dringende Frage nach Handlungsmöglichkeiten in diesem hoch dynamischen Prozess. Marta Herford präsentiert eine ganz neue Generation von Gestaltern, die mit ihren Strategien nicht nur Gewalt sichtbar machen, sondern den verheerenden Entwicklungen zukunftsweisend etwas entgegensetzen.“ Künstlerliste: Barnaby Barford, Jeremy Bentham, James Bridle, Anthony Burrill / Ewoudt Boonstra, Jordi Canudas, Paolo Chiasera, Curro Claret, Ray und Charles Eames, Ron From, Dave Hakkens, Elham Seyed Javad, Chris Jordan, Cyrus Kabiru, Ronen Kadushin, Jan Pieter Kaptein, An-Sofie Kesteleyn, Landfillharmonic, Eva Lechner, Ross Lovegrove, Matthias Megyeri, Yael Mer / Shay Alkalay, Guy Mishaly, Azusa Murakami / Alexander Groves, George Nelson, Ernesto Oroza, Marijn van der Poll, Michael Sailstorfer, Skateistan, Jair Straschnow / Bert Kramer, Ezri Tarazi, Carolien Vlieger / Hein van Dam, Tobias Vollmer, Dominic Wilcox u.a. www.marta-herford.de

Messen & Märkte

TEFAF Maastricht

TEFAF Maastricht 2015, Foto: Loraine Bodewes

Mit 275 Teilnehmern und vom Renommee her ist die TEFAF Maastricht (11. Bis 20. März 2016) neben der Art Basel weltweit einer der größten und bedeutendsten Kunstmessen. Für ein Jahr dürfen auch junge Künstler in den Nachwuchsbereich „TEFAF Showcase“ hineinschnuppern. Bedingung: die Galerie muss bereits seit drei Jahren und darf nicht länger als seit zehn Jahren existieren und sich auf internationalem Niveau bewegen. Sie bekommt dann einen 8 bis 12 qm großen Stand zum Fixpreis von 5.000 Euro „per unit“ zugewiesen. In diesem Jahr kuratiert Mark Kremer in Zusammenhang mit dem Sektor „TEFAF Modern“ eine Auswahl von Künstlern, die sich mit der Joseph Beuys-Installation „Zeige deine Wunde“ (München 1974) auseinandersetzen. Bei einigen anderen Sektoren haben die Veranstalter den Hallenplan behutsam modifiziert: die Eingangshalle bekommt ein neues Design, und vom Haupteingang gelangt man nun direkt in den Antiquitätenbereich. Auch die Cateringbereiche werden neu konzipiert – die TEFAF gilt in jeder Hinsicht als Kunstmesse mit einem optimalen Service für Aussteller und Besucher. www.tefaf.com

Museen & Institutionen

Vortrag von Max Hollein in Bonn

MAX HOLLEIN, Foto: Städelmuseum Frankfurt

Der Frankfurter Museumsdirektor Max Hollein ist prominenter Gastredner im Rahmen der neuen öffentlichen Vortragsreihe „KUNST TRIFFT KUNST“ des Kunstmuseums Bonn und der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn. Das bisherige "Museumsforum" soll "zukünftig unter neuem Titel und bei kostenfreiem Eintritt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das thematische Konzept bleibt: Herausragende Persönlichkeiten aus der Kunstszene, der Literatur, der Politik oder anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens geben Antworten auf Fragen, die Kunst und Museen heute betreffen. §Auftakt der aktualisierten Reihe ist der Vortrag von Max Hollein zum Thema „Das digitale Museum“. Der Referentgeht der Frage nach," inwiefern die Digitalisierung kultureller Inhalte auch Museen mit enormen Veränderungen konfrontiert, die den Umgang mit Information, Bildung und Kultur grundsätzlich neu definieren. Hollein widmet sich dabei auch der Frage nach einem alternativen digitalen Angebot, das jenseits der baulichen Grenzen des Museums entsteht und einen uneingeschränkten, diversifizierten Zugang zu kulturellen Inhalten ermöglichen kann." Mittwoch, 17.2.2016, 20 Uhr im Kunstmuseum Bonn.

Galerien & Auktionshäuser

Hauser und Wirth: Jahresprogramm

SUBODH GUPTA, Touch, Trace, Taste, Truth, 2015, Courtesy: Galerie Hauser und Wirth

Die Galerie Hauser und Wirth gehört zu den einflussreichsten Zugpferden innerhalb des internationalen Kunstbetriebs. Das Jahresprogramm 2016 in den einzelnen Filialen ist breit gefächert: so hat bei Hauser & Wirth Somerset Subodh Gupta bis zum 2. Mai 2016 eine große Einzelausstellung, die sich über alle fünf Räume erstreckt. Unter dem Titel „Invisible Reality“ verbindet er Malerei und Skulptur mit Installation. In der Londoner Filiale ist bis zum 7. Mai 2016 Mark Wallinger mit einer Multimedia-Ausstellung präsent. In Zürich hingegen focussiert sich vom 19. März bis zum 21. Mai 2016 die Ausstellung des japanischen Künstlers Takesada Matsutani auf dessen experimentell orientierte Schaffensphase in den 1970er Jahren. Parallel dazu stellt Wilhelm Sasnal dort Zeichnungen aus, die auf Fundstücken in Zeitungen und Magazinen beruhen. Anschließend 2016 kuratiert Dieter Buchart für die Züricher Räume eine Ausstellung mit den Klassikern Schwitters, Miro und Arp (12. Juni bis 18. Sept. 2016). www.hauserwirth.com.

Galerien & Auktionshäuser

sommer.frische.kunst

BAD GASTEIN, Fotoquelle: Wikipedia/Dergreg

Die Ausstellung Höhenrausch im EIGEN + ART Lab Berlin zeigt eine Retrospektive aller Künstler des jährlich in den Sommermonaten stattfindenden Kunst- und Kulturfestivals "sommer.frische.kunst." im österreichischen Bad Gastein. Das von Andrea von Goetz und Schwanenfließ ins Leben gerufene Artist-in-Residence Programm "kunstresidenz" bietet jungen Künstlern Raum für ihre künstlerische Entfaltung fernab der Hektik der Metropolen. Gezeigt werden die Arbeiten der 33 Künstler, die in den letzten fünf Jahren Teil des Stipendiaten-Programmes waren. Das mediale Spektrum der Werke reicht von Malerei über Skulptur, Zeichnung und Video bis hin zu Fotografie. Die Ausstellung läuft bis zum 5. März 2016. www.eigen-art.com

Galerien & Auktionshäuser

Galerie-Jubiläum

CHRISTINA und THOMAS ZANDER, Foto: S. Kallnbach

Thomas Zander feiert mit seiner Kölner Galerie in diesen Wochen das 20jährige Bestehen. 1996 eröffnete er seine Galerie im Stadtteil Raderthal, bezog dann 2002 in der Südstadt einen Neubaukomplex, den er selbst initiiert hatte. Im Laufe der Jahre profilierte er sein Programm als Fotogalerie, stellt bis heute immer wieder Klassiker der amerikanischen Fotokunst wie Gary Winogrand und Lewis Baltz aus. www.galeriezander.com

Personalien

Künstlerin porträtiert Donald Trump nackt

ILLMA GORE, Porträt Donald Trump

Illma Gore, Street-Art-Künstlerin, veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite ein Porträt des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Es zeigt den Bewerber der Republikanischen Partei nackt, mit einem Penis, der aus der Unterhose ragt. Keiner polarisiert im aktuellen US-Wahlkampf so sehr wie der milliardenschwere Immobilien-Tycoon Trump mit seinen bizarren Tiraden – die Nacktheit hat dann etwas Entlarvendes, stutzt das gewollt Überhöhte in der Selbstinszenierung des Wahlkämpfers und unfreiwillig clownesk Übertriebene seiner Auftritte auf ein banales, nüchternes und damit menschliches Maß zurecht. Von ihrem Porträt erhofft sich Gore wohl eine größtmögliche Verbreitung, denn auf ihrer Facebook-Seite heißt es ausdrücklich: "Everyone has my permission to do what ever they want with the artwork, print it on what ever your heart desires." Bekannt wurde die Künstlerin durch ihre Aktion, für 10 Dollar würde sie sich den Namen des jeweiligen Geldgebers auf ihre Haut tätowieren lassen. www.illmagore.com

Museen & Institutionen

Coucou Bazar

INSTALLATIOINSANSICHT der Ausstellung „Jean Dubuffet – Metamorphosen der Landschaft“, Coucou Bazar, 1972-1973, Collection Fondation Dubuffet, Paris, © 2015, ProLitteris, Zürich; Foto: Matthias Willi

Jean Dubuffets Gesamtkunstwerk "Coucou Bazar" ist jetzt erstmals in der Schweiz zu sehen. Die Fondation Beyeler zeigt die multimediale Installation bis zum 8. Mai 2016. "Insgesamt wurde das grosse Bühnenspektakel nur dreimal aufgeführt: 1973 in New York und Paris sowie 1978 in Turin. Diese letzte Inszenierung wurde in jenem Film festgehalten, der auch in der Ausstellung zu sehen ist. Aus konservatorischen Gründen kann Coucou Bazar heute nicht mehr als Ganzes aufgeführt werden. Die beiden Kostümfiguren, die nach wie vor animiert werden dürfen, werden im Rahmen der Ausstellung Mittwoch- und Sonntagnachmittag präsentiert. Die einzigartige Begegnung des Betrachters mit den fremdartigen und riesenhaften Figuren mit den Namen Neanter und Le Patibulaire vermittelt eine eindrückliche Vorstellung, wie dieses grossartige Bühnenstück gewirkt haben muss." www.fondationbeyeler.ch

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