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Galerien & Auktionshäuser

Achenbach strebt Vergleich an

HELGE ACHENBACH, Foto: H.N. Jocks

Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf wird die Berufungsklage des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach gegen eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 19,4 Millionen Euro Schadensersatz an die Familie des verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht verhandelt. Achenbach soll bei Kunstverkäufen zu Unrecht Aufschläge berechnet haben. Sein Anwalt Urs Breitsprecher fechtet das Urteil als fehlerhaft an. Gleichzeitig kursieren Pressemeldungen, nach denen Helge Achenbach einen Vergleich anstrebe: die Anwälte beider Parteien loten aus, ob Achenbach vielleicht mit nur 15 Mill. Euro davon kommt. Da jedoch Achenbachs Firmen insolvent sind und kürzlich aus dem Firmenbesitz schon seine Sammlung für 7,5 Mill. Euro zwangsversteigert wurde, wird offen darüber spekuliert, ob der Kunsthändler selbst eine solchermaßen reduzierte Summe überhaupt noch aufbringen könne.

Museen & Institutionen

Generalsanierung

DRESDNER ZWINGER, Fotoquelle: Wikipedia/Ingersoll

Wegen Generalsanierung des Semperbaus im Zwinger ist die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden vom 4. Januar bis zum 25. Februar 2016 geschlossen. Die etwa 400 Gemälde der derzeitigen Präsentation werden dann vom Westteil des Gebäudes in die Osthälfte verlagert. www.skd.museum

Hochschulen

Digitale Kunst

Die Donau-Universität Krems lädt für den 4. Dezember 2015 nach Wien zu einer Veranstaltung ein, bei der es um die Frage geht: "Welche Museen braucht die (digitale) Kunst unserer Zeit?" Die Konferenz findet im Wiener MUMOK-Museum moderner Kunst statt. "Digitale Technologien und Digitale Kunst haben unsere Wahrnehmung und Interaktion mit Bildern grundlegend verändert... Auf mittlerweile 200 Biennalen und über 100 gut besuchten Medienkunstfestivals thematisieren renommierte Medienkünstler mit zahlreich ausgezeichneten Werken unser sich veränderndes Weltbild zu zentralen gesellschaftlichen Themen wie Klimawandel, Bild- und Medien Revolution, Globalisierung und Überwachungsgesellschaft bis hin zur Virtualisierung der Finanzmärkte..." Doch "derzeit geht diese zentrale Kunst unserer Zeit vollständig verloren, da der Museumssektor bislang nicht in die Lage versetzt wurde, seinem gesetzlichen Auftrag zur Sammlung, Erforschung und Erschließung der zeitgenössischen Medienkunst nachzukommen. Die Ausblendung der Medienkunst und ihrer Themen aus dem öffentlich finanzierten Museumssektor führt mittlerweile – so die Forschung – zu einer demokratiepolitischen Problematik, der entgegengewirkt werden sollte..." www.digitalartarchive.at

Preise

Orden der Aufgehenden Sonne

KLAUS-DIETER LEHMANN, Foto: Andreas Wrobbel

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, erhielt den „Orden der Aufgehenden Sonne am Band“ von Japan. Damit werden Verdienste für die japanische Kultur und Gesellschaft und der Einsatz für die Beziehungen mit Japan gewürdigt. Die ersten Kontakte nach Japan knüpfte Lehmann bereits in den 1970er Jahren als Bibliothekar. Als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz verantwortete Lehmann nicht nur die ostasiatische Sammlung, sondern eröffnete 2005 auch gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler die Ausstellung „Die Götter der Museumsinsel“ im Nationalmuseum Tokyo. Seit 2010 ist Lehmann darüber hinaus internationaler Berater des „Praemium Imperiale“, dem Nobelpreis der Künste (Japan Art Association), der jedes Jahr im Oktober unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses verliehen wird. 2015 wurde Klaus-Dieter Lehmann durch die Japan Art Association ein Scheck über rund 750.000 Euro an das Goethe-Institut für die Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen überreicht. www.goethe.de

Museen & Institutionen

München: Zeugenbefragung

Aus Anlass der Schenkung des Audio-Archivs von Wilhelm Christoph Warning an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München findet dort am 9. Dezember 2015 eine "Zeugenbefragung" statt. Als Zeitzeigen stellen sich Wilhelm Christoph Warning, Katharina Sieverding und Armin Zweite zur Verfügung. "Vielleicht kann man Joseph Beuys’ große Installation aus Basaltstelen, die 1983 in der Münchner Version entstand, als Abgesang auf das 20. Jahrhundert interpretieren. Zumindest war in diesen Jahren viel die Rede vom 'Ende der Moderne', nicht zuletzt auch in der Kunst. Catherine Davids documenta X im Jahr 1997 schien das zu bestätigen. Umbrüche also, Verwerfungen? Oder doch Kontinuität, die den Dynamiken gesellschaftlicher und technischer Veränderungen folgte?" Darüber äussern sich die Zeitzeugen aus ihrer jeweiligen Position als Künstlerin, Kunsthistoriker und Hörfunkmoderator. www.zigk.eu

Aktionen & Projekte

Marianne Tralau in Kiel

MARIANNE TRALAU, Kamtschatka 2

Marianne Tralau, Installations- und Medienkünstlerin, hat derzeit aus Anlass ihres 80. Geburtstags eine Einzelausstellung im Kunstverein Haus 8 in Kiel. Ihre Langzeitprojekte sind „zwischen Verweigerungskunst, Aktion und Land Art sowie der Zeichnung als Mittel der Intervention“ angelegt. Heute veröffentlicht sie z.B. alle zwei Tage eine neue Zeichnung im Internet. Tralaus „Interventionsreisen mit Rotem Tuch“ führten sie u.a. nach Korsika, Irland, Thailand, Frankreich, Türkei,  Köln, Leipzig, Berlin, Prag, Potsdam, Kiel, Dublin,  Kamtschatka,  Mallorca, Ahrenshoop und Eckernförde, wo sie mit rotem Tuch in der Landschaft „zeichnete“. Mit dem Langzeitprojekt „Secret Gifts“ versteckte sie an besonderen Orten „Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren“;  manchmal gab sie weltreisenden Freunden diese auch mit ins Reisegepäck. Lange Jahre lebte Tralau als Künstlerin und Galeristin in Köln; später ließ sie sich in Eckernförde nieder. Bis 6. Dez. 2015.

Galerien & Auktionshäuser

Alfred Gunzenhauser gestorben

ALFRED GUNZENHAUSER, Foto: Benjamin Rinner, Courtesy Staatl. Kunstsammlungen Chemnitz

Der Galerist Alfred Gunzenhauser verstarb in München im Alter von 89 Jahren. Seine Sammlung mit fast 2.500 Werken hatte er den Staatl. Kunstsammlungen Chemnitz überlassen. Gunzenhauser hatte Volkswirtschaft studiert und war zunächst bei AEG in Berlin beschäftigt, bevor er seine Tätigkeit als Galerist begann. www.kunstsammlungen-chemnitz.de/

Messen & Märkte

Internationale Messetermine

28.11.-1.12. 2015 Art Gent 1.-6. 12. 2015 Art Miami 1.-6.12. 2015 Context Art Miami 2.-6.12. 2015 Untitled New York 3.-6.12. 2015 Art Basel Miami Beach. Alle Terminangaben ohne Gewähr.

Hochschulen

Leipzig: Neuer Philosophieprofessor

PROF. MARC RÖLLI, Foto und Copyright: Sarah Veit

Zum aktuellen Wintersemester meldet die HGB Leipzig einen neuen Philosophieprofessor: Marc Rölli tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Christoph Türcke an, der 2014 in den Ruhestand ging. 2008 habilitierte er über die „Kritik der anthropologischen Vernunft“. Im Wintersemester 2011/12 war Rölli Senior Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) an der Bauhaus Universität in Weimar. Seit 2013 leitete er den Forschungsschwerpunkt „Theorie und Medien“ an der Zürcher Hochschule der Künste. Rölli ist Herausgeber der Online-Zeitschrift "Deleuze International", Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift "Journal Phänomenologie" sowie Mitglied des Beirats der Buchreihe "Critical Connections". www.hgb-leipzig.de

Biennalen

Whitney Biennale

Als das Metropolitan Museum of Modern Art in New York das Angebot ablehnte, die Sammlung von Gertrude Vanderbilt Whitney (1875-1932) zu übernehmen, gründete die Sammlerin und Bildhauerin 1931 ihr eigenes Museum und rief 1932 die Whitney Biennale ins Leben. Die Veranstaltung sollte der Förderung zeitgenössischer Kunst in den USA dienen. Auch heute richten die Kuratoren das Augenmerk auf noch jüngere und weniger bekannte Künstler. Etablierte Namen tauchen auf der Teilnehmerliste aber auch auf: So zeigte z.B. der Filmemacher Werner Herzog hier eine vielbeachtete Videoinstallation über den alt-niederländischen Maler Hercules Seghers. Im Frühjahr 2017 findet die Biennale erstmals im neuen Museumsgebäude im Schlachthofviertel von Manhattan statt. Dazu wurden als Co-Kuratoren Christopher Y. Lew und Mia Locks berufen. Lew ist Associate Curator am Whitney Museum of American Art. Dort hatte er die ersten Einzelausstellungen für Rachel Rose und Jared Madere in den USA organisiert. Locks war sweit 2013 Assistenz-Kuratorin am MoMA PS 1. www.whitney.org/biennial

Museen & Institutionen

Sammlung Lühdorf im Düsseldorfer Museum Kunstpalast

ERICH HECKEL, Zwei Ruhende, 1931, Feder über Bleistift auf gelblich-weißem Papier, 55,0 x 38,3 cm, Düsseldorf, Museum Kunstpalast, Foto: Horst Kolberg, Neuss

Als die Nazis die berüchtigte Wanderausstellung „Entartete Kunst“ zusammen stellten, wollten sie damit die Moderne verhöhnen und die vertretenen Künstler als Beispiele für „jüdisch-bolschewistische Verfallskunst“ diffamieren. Doch ausgerechnet auf dieser Ausstellung fing der Düsseldorfer Landgerichtsrat Dr. Hans Lühdorf an, sich für den Expressionismus zu begeistern. Er fing an, Grafiken dieser Stilrichtung zu sammeln und bemühte sich auch um einen persönlichen Kontakt zu Malern wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff. 1964 schenkte er einen Teil der Sammlung der Stadt Düsseldorf; das Museum Kunstpalast erwarb 1968 weitere Arbeiten von ihm. Zu Lebzeiten hielt er sich bescheiden im Hintergrund und wollte nicht öffentlich genannt werden. Mit der jetzigen Werkschau spricht das Museum jedoch nun öffentlich von der „Sammlung Lühdorf“, die in ihrer Qualität als absolut hochkarätig gilt. Bis 24. Jan. 2016. www.smpk.de

Museen & Institutionen

„Der Sturm“-Frauen in Frankfurt

SONIA DELAUNAY, Portugiesischer Markt, 1915. Öl und Wachsfarbe auf Leinwand, 90.5 x 90.5 cm; Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Firenze

Bis zum Beginn des 20. Jh. durften Frauen sich noch nicht an den Kunstakademien immatrikulieren, sondern allenfalls spezielle „Damen-Akademien“ besuchen. Dass sie jedoch um 1900 das Schaffen in der Worpsweder Künstlerkolonie und der Münchener Expressionistengruppe entscheidend mitprägten, ist allgemein bekannt. Als Herwarth Walden 1910 in Berlin die expressionistische Zeitschrift „Der Sturm“ ins Leben rief und 1912 auch die gleichnamige Galerie gründete, gehörten zum Kreis der von ihm promoteten Künstler auch Malerinnen. 18 von ihnen präsentiert die Schirn-Kunsthalle in Frankfurt nun mit ihren Hauptwerken in einem Raum (bis 7. Feb. 20916). Walden und seine Mitstreiter wehrten „sich gegen gedankliche Schranken, alles Etablierte und gegen die Bürgerlichkeit des Wilhelminismus“, und so propagierte „Der Sturm“ „eine Freiheit der Künste und Stile. Als Netzwerk aus Freunden mit ähnlichen Interessen fand im 'Sturm' ein intensiver und lebendiger Austausch über die Gedanken, Theorien und Konzepte der Avantgarde statt.“Zu den bekanntesten Künstlerinnen jener Jahre zählen Sonia Delaunay, Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Hinzu kommen in dieser Ausstellung weitere Künstlerinnen, die heute in der Öffentlichkeit wenig präsent oder weitestgehend unbekannt sind, wie Marthe Donas, Jacoba van Heemskerck, Hilla von Rebay, Lavinia Schulz oder Maria Uhden. www.schirn.de

Galerien & Auktionshäuser

New Yorker Herbstauktionen

Zufrieden sind die großen Auktionshäuser Christie's und Sotheby's mit den Ergebnissen ihrer Herbstauktionen in New York. Christie's meldete einen Umsatz von 1,4 Mill. Dollar, bei Sotheby's waren es 1,15 Mill. Dollar. Einen Rekorderlös erreichte Christie's mit 170,4 Millionen Dollar für Amedeo Modiglianis Bild „Nu couché“ („Liegender Akt“, 1915): es ist das zweitteuerste Kunstwerk, das jemals versteigert wurde.

Biennalen

Manifesta-Pavillon

MODELL PAVILLON OF REFLECTIONS, Copyright: ETH Zürich

Im Sommer 2016 findet in Zürich die elfte Ausgabe der Manifesta-Biennale statt. Als zentrale Präsentationsplattform dient auf dem Zürichsee in der Nähe des Bellevues der „Pavillon of Reflections“. Das ist „eine schwimmende Insel als Gesprächsplattform mit Openair-Kino sowie integrierter Badeanstalt, der zugleich als ein neues temporäres Wahrzeichen der Stadt gelten darf. Mit dieser architektonischen Setzung soll zentrumsnah für die 100-tägige Dauer der Kunstbiennale ein neuer Ort geschaffen werden: Der Pavillon bietet Raum für Dialoge und Reflektion der für die Biennale entstandenen Kunstwerke und ist Treffpunkt der Akteure und Besucher. Er entsteht in Zusammenarbeit mit 30 Architektur-studentInnen der ETH Zürich unter der Leitung des Studio Tom Emerson, entworfen und realisiert wird er in einem kollektiven Prozess von den Studierenden selbst“. www.manifesta11.org

Galerien & Auktionshäuser

Lempertz-Auktionen

KUNSTHAUS LEMPERTZ in Köln, Fotoquelle: Wikipedia/Raimond Spekking  

Seit 1992 wird in der Brüsseler Dependance des Kölner Kunsthauses Lempertz Afrikanische und Ozeanische Kunst versteigert. Bei der letzten Auktion erzielten hier z.B. ein Papua-Schild aus Indonesien 12.400 Euro und zwei 23 cm hohe Figuren aus Tansania 1.612 Euro. Der nächste Auktionstermin mit Kunst aus diesen Regionen dort in Brüssel ist im Januar 2016. In Köln kommt am 4./5. Dezember 2015 Asiatische Kunst unter den Hammer. Alle Auktionen können auch live im Internet verfolgt werden; Online-Gebote sind nach Registrierung bis 24 Std. vor Auktionsbeginn mit einem Gebotslimit von 10.000 Euro möglich. www.lempertz.com

Hochschulen

Symposium: „1915! Eine Kunstschule als Gegenwelt? Von Halle in die Welt: Ideen, Impulse, Modelle“

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle widmet sich am 26. November 2015 dem Thema: „1915! Eine Kunstschule als Gegenwelt? Von Halle in die Welt: Ideen, Impulse, Modelle“. Im Rahmen der Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“ stellt das Symposion fünf Kunsthochschulen vor, "die im 20. und 21. Jahrhundert für neue Impulse angetreten sind und die exemplarisch eine umfassende Idee von Kunst und Gestaltung und eine reformorientierte Pädagogik vertreten: die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, das Bauhaus, das Black Mountain College (North-Carolina USA), die Hochschule für Gestaltung Ulm und das Instituto Superior de Arte, Havanna. Dabei steht weniger die Geschichte dieser Schulen im Fokus, vielmehr sollen ihre pädagogischen Konzepte, ihre reformatorischen Ideen, ihre gesellschaftsbezogenen Leitgedanken und utopischen Gehalte beleuchtet werden. Das Symposium will die Visionen und Realitäten dieser Hochschulen einander gegenüberstellen – auch, um sie auf ihre Umsetzungen und mögliche Aktualität, auf ihre Relevanz für unser heutiges Nachdenken über die Entwicklung von Kunsthochschulen als Orte eines Denkens mit „Eigensinn“ zu befragen." Referenten sind: Nike Bätzner, Anja Baumhoff, Eugen Blume, Anke Blümm, Kai Buchholz, Matilda Felix, Oliver Müller, Dagmar Rinker, Katja Schneider, Florian Walzel, Cornelia Wieg, Martin Wöllenstein, Andrea Zaumseil. www.burg-halle.de

Aktionen & Projekte

BONE 17-Festival Bern

BONE 17-FESTIVAL, Abb. zur Ankündigung auf der Internetseite

Das 17. Berner BONE-Festival für Performance und Aktionskunst richtet in diesem Jahr zum zweiten Mal seinen Focus Scheinwerfer auf eine Region, die in sehr spezifischer Weise die Performance Art prägt, nämlich die Metropole New York. „Nicht erst seit '9/11' gibt es in New York eine Geschichte der 'rupture line“', und immer schon gab es im wortwörtlichen Sinne eine Teilung der Stadt in 'up'- und 'downtown'- Kultur“, heißt es dazu in der Ankündigung. Eigentlich gilt New York eher als Stadt für die Bildende Kunst, die Musik und das Theater. Zentren der klassischen Performance-Art seien eher andere Städten wie San Francisco, Los Angeles, Chicago, Philadelphia oder Boston. „Was aber New York, und vor allem die Kulturszene Downtowns prägt, war und ist die Kultur der permanenten – die Grenzen auslöschenden – Überschreitung, des implementierten “expanded“-Gedankens in allen Sparten, aus dem heraus sich Performance Art erst konstituiert.“ Termin: 1.-6. Dez. 2015. Das genaue Programm ist auf der Internetseite aufgelistet unter www.bone-performance.com/programm/bone-17

Aktionen & Projekte

Liebe Deine Stadt

MERLIN BAUER, „Liebe Deine Stadt“. Foto: Copyright Tom May  / VG Bild-Kunst Bonn, 2015, All rights reserved.

Viele Gebäude der Nachkriegsmoderne der 1950er und frühen 1960er Jahre stehen inzwischen auf der Denkmalliste der Stadt- und Landeskonservatoren, doch das ist kein Garant, dass die Abrissbirne nicht anrückt: für den Bau eines neuen Museumskomplexes riss man in Köln die Josef-Haubrich-Kunsthalle (Baujahr 1967) ab, und dem Opernhaus des Architekten Wilhelm Riphahn (Baujahr 1957) sowie dem unmittelbar benachbarten Schauspielhaus drohte das gleiche Schicksal. Aus Protest gegen den lieblosen Umgang mit Architektur, für den man in der Domstadt viele Paradebeispiele finden kann, entwickelte Merlin Bauer 2005 sein Projekt „Liebe Deine Stadt“. In der Nachbarschaft des Schauspielhauses brachte er diesen Schriftzug als 26 m breite und 4 m hohe Skulptur an der Dachkante eines Gebäudes an. - sozusagen als eindringliche Mahnung und als „dauerhafte Aufforderung zum genaueren Hinschauen, zum Erkennen von Qualitäten und gegen mangelnden Respekt und fehlendes Wissen.“ Nach Bürgerprotesten nahm der Stadtrat von den Abrissplänen Abschied und entschied sich stattdessen für eine Generalsanierung. Wie oft bei öffentlichen Bauvorhaben, so gibt es jedoch auch bei der Sanierung von Oper und Schauspielhaus eklatante Verzögerungen und exorbitante Verteuerungen. Eigentlich sollten schon in diesem Herbst in der sanierten Oper wieder Arien erklingen, doch ein Termin für die Wiedereröffnung steht immer noch nicht fest. Deswegen hat Merlin Bauer zehn Jahre später erneut Anlass, an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf dem Willy-Millowitsch-Platz hat er einen Pavillon als „mobiles Projektmuseum“ eröffnet. www.liebe-deine-stadt.de

Aktionen & Projekte

Wien: Tonspur

 LAURA MELLO, Tonspur 66, Living Radio Hier und Jetzt, 2015, Plakat mit Motiv Museumsquartier Wien, Foto Laura Mello; Montage Frank Paul</

Im heutigen Wiener Museumsquartier war einst die Kaiserliche Hofreitschule untergebracht. Heute erinnert nur noch der Torschmuck mit den Pferdeköpfen über den Passagen an die langzeitliche Präsenz hunderter edler Pferde. Dies ist Aufhänger für den Artist-in-Residence Maurice de Martin, zusammen mit der Initiative "Tonspur" dort "Pferdemusik" in Form einer Mehrkanalkomposition aufzuführen. „Morgenarbeit – Eine Hippodromophonie“ ist eine Hommage an die berühmten Lippizaner der Hofreitschule. "Als Grundlage für seine Komposition dient dem Artist-in-Residence de Martin ein Archiv von Feldaufnahmen, das er in der Spanischen Hofreitschule in Wien sowie im Lipizzanergestüt Piber (Stmk) und im Trainingszentrum Heldenberg (NÖ) in unmittelbarer Nähe zu den weltberühmten Lipizzanern und den Menschen, die täglich mit den Pferden arbeiten aufgenommen hat. Von der Generaldirektorin Elisabeth Gürtler über den 1. Oberbereiter Wolfgang Eder, Oberbereiter Andreas Hausberger, die Bereiter Christian Bachinger, Marcus Nowotny und Florian Zimmermann bis hin zur Bereiter-Anwärterin Hannah Zeitlhofer, Oberstallmeister Johannes Hamminger, Elevin Theresa Stefan, Lehrling Bianca Wittmann sowie Alexander Welle, Gerriet Korthals und Wolfgang Eberhart vom Gestütspersonal in Piber und Hermann Illk und Jaqueline Riegler vom Trainigszentrum Heldenberg stammen die O-Töne. Das Schnauben, Stampfen, Wiehern, die rhythmischen Bewegungsabläufe der Pferde sowie die direkten Interaktionen der Profis mit ihren Schützlingen sind eine durchgehende Konstante der Mehrkanal-Komposition. Maurice de Martin geht es in seiner Klangarbeit insbesonders um das komplexe Verhältnis Tier – Mensch, sowie das kunstvolle Zusammenwirken zwischen Pferd und BereiterIn als Tradition und ganz speziellem österreichischen Kulturgut. In seine Komposition fließen daher auch Auszüge aus den zahlreichen Interviews ein, die de Martin mit ganz unterschiedlichen MitarbeiterInnen der Hofreitschule geführt hat und die einen detaillierten, sehr intimen Einblick in den Alltag der Arbeit am und für das Pferd vermitteln." Mit der „TONSPUR für einen öffentlichen raum“ besitzt das MQ seit 2006 eine Qeigene Themenpassage, in der Klangarbeiten internationaler KünstlerInnen, kuratiert von Georg Weckwerth, in der Klangarchitektur von Peter Szely präsentiert werden." www.tonspur.at

Aktionen & Projekte

Projekt Mariposa

HELGA und HANS-JÜRGEN MÜLLER, Foto: Siglinde Kallnbach

Vor nunmehr 30 Jahren haben Helga und Hans-Jürgen Müller die Idee zum Projekt "Mariposa" entwickelt: ein Forum für Künstler, Wissenschaftler, Philosophen, Politiker und anderen,die sich auf Teneriffa in einer temporär in einer Ideenschmiede zusammen finden, um dort über die Zuzkunft nachzudenken. "Gemeinsam mit vielen Inspirationen von fast 90 Künstlern aus aller Welt haben sie in 20 Jahren Bauzeit MARIPOSA erschaffen. In ihrem Vortrag am Montag, 7. Dezember 2015, 19 Uhr, im Rathaus Fellbach stellt Helga Müller diesen Ort mit vielen Bildern vor. Sie berichtet über die Entwicklung und die Möglichkeiten für Menschen, die an einer positiven Veränderung der Gegebenheiten arbeiten oder neue persönliche, institutionelle oder unternehmerische Konzepte entwickeln wollen. Der Eintritt ist frei." www.galerie-artlantis.eu/

Aktionen & Projekte

Afghanische Kulturwoche

I SEE YOU, Ausstellung, Foto: Rada Akbar

Die Afghanische Kulturwoche findet vom 2. bis 9. Dezember 2015 in Berlin statt. Anlässlich von 100 Jahren deutsch-afghanischer Freundschaft präsentiert die Initiative des Auswärtigen Amtes Kunst und Kultur unterschiedlicher Facetten des Landes. Musik aus jahrhundertealter Tradition findet ebenso ihren Platz wie aktuelle Club-Sounds. Zwei Foto-Ausstellungen und ein Filmfestival erlauben einen bildgewaltigen Einblick in das aktuelle Schaffen afghanischer Künstler. Programm: KONZERT: Safar in concert – Eröffnungskonzert der Afghanischen Kulturwoche 2.12.15, 20 Uhr Deutsches Historisches Museum, Schlüterhof, Unter den Linden 4 - FOTO-AUSSTELLUNG: "I see you" (Mit Fotografien von Massoud Hossaini, Rada Akbar und Farzana Wahidy und Street Art von Kabir Mokamel) Vernissage: 3.12.15, 18 Uhr, Galerie I AM SPACE, Potsdamer Straße 81 c, Haus H. - FOTO-AUSSTELLUNG: "Skate girls of Kabul" (Mit Fotografien von Jessica Fulford-Dobson) Vernissage: 4.12.15, 18 Uhr, Galerie pavlov's dog, Bergstraße 19. - FILMFESTIVAL CinemAFGHANISTAN Eröffnung: 4.12.15, 20 Uhr (unter Anwesenheit des Regisseurs Hassan Nazer, der Hauptdarstellerin Malalai Zikria und des Produzenten Chris Robb) Weitere Vorstellungen: 5.12. & 6.12.15, je 17, 20 und 22 Uhr Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Straße 40-41. -  MUSIK-NACHT: Club Kabul (Mit Künstlern wie der 143Band, Jan Mir, Taman Noor, Christian Burchard (Embryo), Abdella Habibi und den Gebrüdern Teichmann) 5.12.15, 21 Uhr Platoon Kunsthalle, Schönhauser Allee 9. afghanischekulturwoche.de/

Aktionen & Projekte

Geruchskunst

WOLFGANG GEORGSDORF, „Smeller 2.0.“- Olfaktorische Apparatur

„Um zeitbasierte Geruchskunst“ geht es Wolfgang Georgsdorf. 25 Jahre lang tüftelte er zusammen mit Wissenschaftlern, Technikern und Künstlern an einer „Smeller“-Apparatur, die ein „Erzählen mit Geruchssequenzen“ ermöglicht: „Osmodrama“ nennt er diese künstlerische Disziplin – ein „Medium für die Komposition mit Gerüchen und Geruchssequenzen“. 77.000 Besucher konnten 2012 im Linzer O.K.-Centrum für Gegenwartskunst die erfolgreiche Erprobung seines „Smellers 2.0“ verfolgen: „Mit Gerüchen durchreisen wir Zeit und Raum, und Moleküle werden zu Gefühlen.“ Jüngste Station der Aufführung von „Geruchskonzerten“ war kürzlich Berlin. Dort läuft noch bis zum 16. Dezember 2015 eine Crowdfunding-Kampagne, denn künftig will Georgsdorf sein „Osodrama“-Prinzip noch weiter „in die Welt tragen“ und als eigenständige Kunstform etablieren. www.smeller.net

Aktionen & Projekte

KunstFestSpiele Herrnhausen

HERRNHAUSER GÄRTEN, Fotoquelle: Wikipedia/Johannes D.

Der Dirigent Ingo Metzmacher ist neuer Intendant der KunstFestSpiele Herrnhausen in Hannover. Die Veranstaltungsreihe bietet eine enge „Verbindung von Musik, Theater, Film, Performance, Ausstellung und Installation“ und geht in den Herrnhauser Gärten mit Orangerie und Galerie vom 13. bis 26. Mai 2016 über die Bühne. Zugleich sind aber auch neue Spielorte angekündigt. Das Gesamtprogramm wird im Januar 2016 veröffentlicht. Für vier ausgewählte Aufführungen hat der Vorverkauf schon jetzt begonnen. Infos: www.kunstfestspiele.hannover.de

Preise

Balmoral-Stipendien

KÜNSTLERHAUS SCHLOSS BALMORAL, Foto: Didier Morin

15  Künstler und eine Kuratorin werden im Jahr 2016 iin Rheinland-Pfalz mit einem Balmoral- oder Landesstipendium gefördert.  Die neun Anwesenheitsstipendiatinnen und –stipendiaten werden ab Juni 2016 im Künstlerhaus Schloss Balmoral zum Medium »Zeichnung« begrüßt.Die dreimonatigen Aufenthaltsstipendien ab Juni oder September erhalten Danja Erni, Anne Gathmann, Gabriela Oberkofler, David Semper und Ralf Ziervogel.  Drei neunmonatige Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral werden verliehen an William Engelen, Dagmara Genda und Christian Pilz. Die Stipendien für rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler sind hinsichtlich des Mediums offen: Jonas Weber Herrera, der das sechsmonatige Stipendium für New York erhält, beschäftigt sich mit Medien- und Videokunst.  Anna Maria Tekampe wird für ein halbes Jahr in Paris ihre künstlerische Forschung zum Individuum, das zwischen Stimmungen und Rollen hin und her geworfen wird, vertiefen. Dem Maler Matthias Glässer wurde das zweite Stipendium für Paris verliehen. Eva Kietzmann wird drei Monate in Südkorea verbringen, und der Bildhauer Christoph Medicus erhält ein Stipendium für das brandenburgische Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Die beiden sechsmonatigen Projektstipendien wurden an Petra Mattheis und Markus Georg Reintgen vergeben. Regine Ehleitererhält das neunmonatige Kuratorenstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin forscht derzeit zum Thema »Publikation als Ausstellungsmedium« und möchte sich während des Stipendiums verstärkt mit medialen Vermittlungsformen künstlerischer Arbeit sowie grundlegenden Fragen kuratorischer Praxis beschäftigen. Die Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2017 erfolgt Anfang Mai 2016. www.balmoral.de

Preise

Ravensburg: Museum des Jahres 2015

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG, Fotoquelle: Wikipedia/Andreas Praefcke

Das Kunstmuseum Ravensburg wurde von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikervereins AICA zum Museum des Jahres 2015 gekürt. Die Auszeichnung würdigt den Eindruck, die Ausstellungen dort seien "hervorragend präsentiert", und sie  würden außerdem "allgemeinverständlich für ein größeres Publikum" inszeniert. Zudem besäße die Architektur des Hauses "Vorbildcharakter". Der Württembergische Kunstverein Stuttgart darf sich über das Prädikat "Ausstellung des Jahres" freuen: Die Ausstellung "Die Bestie ist der Souverän" überzeuge durch" politische und gesellschaftliche Brisanz". Als "Besondere Ausstellung 2015" zeichnete die AICA die Werkschau "Gesichter. Ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske" im Neuen Museum Nürnberg aus. www.aica.de

Preise

BDI-Kulturpreis

PREISVERLEIHUNG mit Isabel Pfeiffer-Poensgen, Marion Carey-Yard und Prof. Peter Weibel (v.l.n.r.). Foto: Copyright Peter Himsel

Die heristo ag mit Sitz in Bad Rothenfelde wurde mit dem diesjährigen Deutschen Kulturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. in der Kategorie "große Unternehmen" für ihr Projekt „lichtsicht – Projektions-Biennale“ ausgezeichnet. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. verleiht gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt diesen Kulturförderpreis an Unternehmen, die sich für innovative und nachhaltige Kulturförderkonzepte engagieren. Der Kurort und seine Kureinrichtungen sind in diesen Wintermonaten Schauplatz eines Lichtkunstfestivals.

Preise

Chargesheimer-Stipendium

BENJAMIN RAMIREZ PÈREZ, Foto: Copyright Sirin Simsek

Benjamin Ramirez Pérez empfängt am 2. Dezember 2015 das Chargesheimer-Stipendium. Der Absolvent der Kölner Kunsthochschule für Medien überzeugte die Jury durch seine "konzeptionelle Stärke, große inhaltliche Reife" und durch eine "präzise formale Umsetzung" seiner Arbeiten, die "sich an den Gattungsgrenzen des fotografischen und filmischen Bildes sowie der Performance" bewegen. "Seine Videoarbeiten sind dabei intensive Auseinandersetzung mit dem Filmischen, sie verbinden formale Fragestellungen mit der Realisierung eigener, genuiner Bildideen." Das Stipendium ist nach dem Kölner Fotografen Chargesheimer (bürgerlich: Carl-Heinz Hargesheimer, 1924-1972) benannt. www-stadt-koeln.de

Preise

Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt

MARC FROMM, Foto: privat, Courtesy: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Marc Fromm nimmt am 12. Dezember 2015 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt entgegen (7.500 Euro). Die Verleihung findet im Kunstmuseum Moritzburg Halle statt. Fromm studierte in Halle an der Burg Giebichenstein in Halle von1999 und bis 2006 Bildhauerei. www.mk.sachsen-anhalt.de/

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Young European Artist Trieste Contemporanea Award

DOMINIK RITSZEL

Dominik Ritszel wurde der Young European Artist Trieste Contemporanea Award zugesprochen. Der Absolvent der Kunstakademie Katowicze/Kattowitz arbeitet mit Film und Video. Er lässt sich von Begegnungen mit Menschen, anonymen Situationen und leeren Landschaften inspirieren. www.triestecontemporanea.it

Personalien

AsKI: Neuer Vorsitzender

DR. WOLFGANG TRAUTWEIN, Foto: privat

Dr. Wolfgang Trautwein ist neuer Vorsitzender des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI. Er löst Dr. Andreas Fadani ab, der nach neunjähriger Tätigkeit im Vorstand nicht mehr kandidierte. Der AsKI ist ein Zusammenschluss von 36 national und international angesehenen, selbständigen Kulturinstituten mit Sitz in Bonn. www.aski.org

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