Aktuelle Nachrichten

  • Alle
  • Personalien
  • In eigener Sache
  • Aktionen & Projekte
  • Messen & Märkte
  • Hochschulen
  • Museen & Institutionen
  • Galerien & Auktionshäuser
  • Preise
  • Kulturpolitik
  • Ausschreibungen
  • Biennalen
  • Anzeige
  • Preview
  • Film
  • Publikationen

In eigener Sache

Zum Tod unseres Korrespondenten Fabian Stech in Paris

Fabian Stech. Foto: Yan Pei-Ming

Wir trauern um unseren Autor und Frankreich-Korrespondenten Fabian Stech. Er wurde bei dem Anschlag im Pariser Musikclub „Bataclan“ getötet. Der 1964 in Hannover geborene und umtriebige Kritiker, Buchautor, Fotograf, Übersetzer und Lehrer an der Privatschule Les Arcades in Dijon promovierte in Philosophie an der FU Berlin über das „Verhältnis von Taktilität und Visualität in der Entwicklung zum fotografischen Sehen“. Er lebte seit 1994 in Frankreich und hinterlässt zwei Kinder. Zuletzt hatte er für Kunstforum International das große Gespräch mit Yan Pei-Ming geführt, aber auch seine Gespräche mit dem Kurator Jérôme Sans, den Künstlern Bertrand Lavier, John M. Armleder, John Baldessari und dem Galeristen Michael Werner sowie seine profunden Texte zu Pierre Huyghe, Louise Bourgeois, Damien Hirst, Thomas Struth, Wim Delvoye, Jeff Koons waren eine große Bereicherung. Sein Geist und sein Auge werden uns fehlen.

Kulturpolitik

Köln: Historische Mitte

Kölns historische Mitte am Dom wird optisch bislang durch den Heinzelmännchenbrunnen, Hotels, Cafés, Souvenirläden und Kneipen akzentuiert. In einem gotischen Gebäude ist die städtische Artothek angesiedelt, ansonsten beherrschen Touristen, Junggesellenabschiedsabendtruppen, Taxi- und Rikschafahrer das Areal. Nach dem Willen des früheren OB Jürgen Roters soll hier in naher Zukunft eine neue Museumsmeile entstehen: da das Kölnische Stadtmuseum in 1 km Entfernung in der Zeughausstraße und das Römisch-Germnaische Museum neben dem Dom ohnehin saniert werden müssen und das Domkapitel das Gebäude an der Ecke zum Roncalliplatz aufgeben will, bietet sich hie nunmehr die Gelegenheit, die museale Repräsentation von 2.000 Jahrne Stadtgeschichte zu bündeln. Ein Neubaukomplex an dieser Stelle direkt neben dem RGM-Römisch-Germanischen Museum soll Platz für das Stadtmuseum und die Dombauverwaltung bieten. Einschließlich der ohnehin anfallenden Sanierungskosten für das RGM dürfte das Bauvorhaben 100 bis 130 Mill. Euro verschlingen. Der Stadtrat steht nun vor der Aufgabe, als ersten Schritt einen Architektenwettbewerb auszuschreiben.

Museen & Institutionen

Globale: Infosphäre des 19. Jh.

VERBREITUNG DER TELEGRAFIE um 1850, Grafik: Pichler

Bis zum 1. Mai 2016 dokumentiert das ZKM Karlsruhe (Lichthof 2) im Rahmen seiner "Infosphäre"-Ausstellung zur "Globale" die technische Entwicklung der Telegrafie im 19. Jh.;: als 1837 Samuel Morse den ersten elektrischen Apparat zur Übermittlung von Botschaften entwickelte, schuf er damit eine der ersten Voraussetzungen für die heutige vernetzte Kommunikation. "Die Morsetelegrafie blieb bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts das bewährte Mittel zur schriftlichen Kommunikation und kam im Postwesen, im Schienenverkehr, beim Militär, im Pressewesen sowie beim Seenot- und Wetterdienst zum Einsatz. Für die Übertragung von Telegrammen auf elektrischem Wege war die Errichtung über Land gehender Freileitungen sowie im Erdboden oder im Meer verlegter Kabel erforderlich. Eine immense Herausforderung und große Leistung stellte die Überbrückung großer Entfernungen dar, wie zum Beispiel mit dem ersten, 1866 in Betrieb genommenen, Transatlantik-Kabel von Irland nach Neufundland. Telegrafische Weitverbindungen – etwa die sich von England über Deutschland, Russland und Persien erstreckende Verbindung bis nach Indien – waren in dieser Zeit für die europäischen Länder vor allem im Hinblick auf die Verbindung zu den Kolonien vor großer Wichtigkeit." www.zkm.de

Kulturpolitik

Kulturpolitische Gesellschaft

Die Mitgliederversammlung der Kulturpolitischen Gesellschaft findet am 20. und 21. November 2015 in Dortmund statt. Wichtigster Punkt ist die Wahl des neuen Vorstands. Außerdem wird über aktuelle und zukünftige Entwicklungen diskutiert. Die Kulturpolitische Gesellschaft ist eine bundesweite Vereinigung für die Entwicklung der Kulturpolitik. Sie wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist ihrem Selbstverständnis nach „kein berufsständischer Interessenverband und auch an keine Partei, Kirche oder Gewerkschaft gebunden“. Als kulturpolitische Arbeitsgemeinschaft engagiert sie sich „für eine zeitgemäße und demokratische Kulturpolitik,... damit Kunst und Kultur die ihr angemessene Förderung in der Gesellschaft erfahren können...“ Schwerpunkte dieses Engagements sind insbesondere die „Entwicklung kultureller Chancengleichheit sowie für neue Formen und Orte der kulturellen (Selbst-)Darstellung und Begegnung, damit eine möglichst plurale Trägerstruktur kunstschaffender und -vermittelnder Einrichtungen entstehen und gesichert werden kann.“ www.kupoge.de

Hochschulen

Zensur und Kontrolle

ABB. zur Ausstellungsankündigung „Global Control“ auf der Internetseite der KHM

An der Ausstellung „Global Control and Censorship“ im ZKM Karlsruhe sind auch Dozenten und Studenten der Kölner Kunsthochschule für Medien KHM beteiligt: Prof. Julia Scher, Christian Sievers, Sophia Bauer, Milica Lopičić, Jorge Loureiro, Jens Mühlhoff sowie Damian Weber. Am Zustandekommen der Ausstellung sind etwa 30 Wissenschaftler, Künstler, Aktivisten und Organisationen beteiligt, vom Chaos Computer Club und „Reporter ohne Grenzen“ bis zu WikiLeaks. „Erwuchs aus dem Umgang mit den digitalen Instrumenten die Hoffnung auf neue Formen demokratischer Partizipation, so werden diese in jüngster Zeit als ideale Türöffner zur Überwachung von Milliarden Menschen missbraucht“, wie die jüngsten Abhörskandale belegen. Die Ausstellung läuft bis zum 1. Mai 2016. www.khm.de.

Galerien & Auktionshäuser

Ketterer Auktionen

Gemälde von Lyonel Feininger, Emil Nolde, Karl Hofer, Gabriele Münter, Georg Schrimpf, Otto Dix u.a. stehen auf der Einlieferungsliste für die Auktion mit Klassischer Moderne vom 3. bis 5. Dez. 2015 im Münchener Kunsthaus Ketterer. Gleichzeitig wird an jenen Tagen auch Kunst nach 1945 u.a. mit Arbeiten von Gotthard Graubner (Schätzpreise: 15.000 bis 150.000 Euro), Shozo Shimamoto (Schätzpreis 5.000 Euro), Anselm Kiefer (Taxe 250.000 Euro) oder Günther Uecker (mit Schätzpreisen von 100.000-150.000 Euro). versteigert. Für ein Farboffset von Gerhard Richter kann man schon ab 18.000 Euro mitbieten, und eine mittelformatige Arbeit von Günther Förg (Acryl auf Holz) ist auf 12.000 Euro taxiert. Eine Rauchzeichnung von Otto Piene aus dem Jahr 1959 liegt bei 10.000 Euro und eine Farbserigrafie von Andy Warhol aus einer Auflage von 50 Exemplaren bei einer Taxe von 8.000 Euro. www.kettererkunst.de.

Ausschreibungen

Grafik-Wettbewerb

Der 4. Januar 2016 ist Stichtag für den Grafikpreis Bietigheim-Bissingen zum Thema „Linolschnitt heute“. Ausgelobt sind drei Preise in Höhe von 5.000/3.000/2.000 Euro. Online-Bewerbungen werden nicht berüksichtigt. Jeder Künstler kann maximal drei Arbeiten einreichen. In der ersten Auswahlrunde entscheidet eine interne Jury anhand von Fotografien (mindestens 13 x 18 cm) bzw. Computerausdrucken (DIN A4), welche Künstler eingeladen werden, Originalarbeiten zur Teilnahme an der Endauswahl einzusenden. Kontakt: Städtische Galerie Hauptstr. 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen. Anmeldeformulare unter: www.galerie.bietigheim-bissingen.de/deutsch/wettbewerb-grafikpreis-linolschnitt-heute/

Preise

Valentine Rothe Preis

Katja Zander und Magdalena Abele teilen sich den Valentine Rothe Preis des Bonner Frauenmuseums. Die Auszeichnung dient der Nachwuchsförderung. Valentine Rothe ist habilitierte Geschichtsdidaktikerin und lehrte als Privatdozentin an der Universität Bonn. Sie wirkt im Vorstand des Bonner Frauenmuseums mit und stiftete den Preis für junge Künstlerinnen. www.frauenmuseum.de

Ausschreibungen

Erfurter Stadtgoldschmied

Die Stadt Erfurt vergibt die Auszeichnung „Erfurter Stadtgoldschmied“ " in Form "eines symbolischen Titels durch Urkunde und eines Geldbetrages (Stipendium)". Die Ausschreibung richtet sich an Schmuckkünstler. "Die Einrichtung des symbolischen Amtes 'Erfurter Stadtgoldschmied' ist Ausdruck des Kulturwillens und der Absicht der Stadt Erfurt, eine Spezifik der bildenden Kunst zu fördern und den Bürgern nahe zu bringen." Die Amtszeit dauert vom 1. Mai bis zum 31. Juli 2016. Bewerbungen sind bis zum 20. Dezember 2015 möglich. www.erfurt.de

Biennalen

Bi-City Biennale

SHENZHEN bei Nacht, Fotoquelle: Wikipedia/Joe.H.K.

Um die Architektur in der Welt und um Urbanismus geht es bei der Bi-City Biennale in Shenzhen (bis 4. März 2016). Eine Ausstellung zum Thema ab Dezember 2015 kuratieren Aaron Betsky, Alfredo Brillembourg & Hubert Klumpner, Doreen Heng Liu zusammen mit der ETH Zürich unter dem Stichwort „Re-Leving the City“. Die Ausstellung ist in fünf Abschnitte gegliedert: „Collage City“ verfolgt die Idee einer dreidimensionalen Collage. „Maker Maker“ lautet das Stichwort zum Konzept einer interaktiven Handelsmesse, bei der digitale und handwerkliche Elaborate an einem Ort zusammen präsentiert werden. Der dritte Abschnitt „The Pearl River Delta“ widmet sich einer Region, die symptomatisch für das enorme ökonomische Wachstums China in den vergangenen drei Jahrzehnten ist, wobei dieser Prozess von einer zunehmenden Verstädterung begleitet wird. Der Sektor „Radical Urbanism“ focussiert sich auf die Prognose, dass im Jahre 2030 doppelt soviele Menschen wie heute in Slums leben werden. Das fünfte Kapitel „Social City“ untersucht, wie sehr die digitale Technologie und die sozialen Netzwerke das Stadtleben verändert haben. Shenzhen ist in ihrer stadtgeschichtlichen Entwicklung typisch für all diese Aspekte: es ist eine Planstadt, in der 1979 gerade mal 300.000 Einwohner lebten; heute sind es 13 Millionen. Das Gebiet grenzt nördlich an die Sonderverwaltungszone Hongkong, hat selbst den Status einer Sonderwirtschaftszone und ist daher besonders attraktiv für Investoren. Die Stadt ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt, und die Zunahme der Bevölkerung pro Jahr ist ähnlich hoch wie in Shanghai. Ökonomisch bilden die Elektronik- und die Telekommunikationsindustrie den Schwerpunkt, weshalb Shenzhen das höchste Pro-Kopf-Einkommen in China verzeichnet. Insofern bildet die Stadt die ideale Kulisse, den kulturellen Wandel der Urbanisierung und ihre positiven wie negativen soziologischen Begleiterscheinungen zu diskutieren. www. en.szhkbiennale.org/

Museen & Institutionen

München: The Good, the Bad, the Ugly

KONSTANTIN GRCIC, Modell der Ausstellungsansicht, Copyright: Konstantin Grcic

„The Good, the Bad, the Ugly“ ist der Originaltitel eines Westerns des Regisseurs Sergio Leone mit Clint Eastwood, Lee van Cleff und Eli Wallach. Mit der Sezessionskriegs-Saga, die als filmhistorischer Höhepunkt des „Italo Westerns“ der 1960er Jahre gilt, hat die Ausstellung unter diesem Titel nichts zu tun: die Pinakothek der Moderne zeigt bis zum 18. Sept. 2016 Arbeiten des Designers Konstantin Grcic. Mit dieser Ausstellung etabliert das Museum ein „neues Format“: „Für den architektonisch besonderen Paternoster-Raum werden ab 2015 in jährlicher Folge Persönlichkeiten des Designs für eine charakteristische und ortsspezifische Präsentation eingeladen. Grcic zeigt hier neben aktuellen Arbeiten auch Modelle und Prototypen, die einen Einblick in sein gestalterisches Denken sowie in den Designprozess ermöglichen. Darüber hinaus entwickelt Konstantin Grcic im Ausstellungssaal Temporär 2 eine szenographische Installation für seinen TT Pavillon.“ www.pinakothek.de

Museen & Institutionen

Joan Mitchell-Retrospektive

JOAN MITCHELL, Untitled, 1951 Öl auf Leinwand 165,1 x 175,6 cm © Estate of Joan Mitchell, Collection of the Joan Mitchell Foundation, New York Foto: Günter König

Zusammen mit dem Kunsthaus Bregenz und der Joan Mitchell Foundation in New York hat das Museum Ludwig Köln eine Retrospektive der Künstlerin Joan Mitchell (1925–1992) erarbeitet. Die Werkschau bietet bis zum 21. Februar 2016 mit rund dreißig Bildern einen Einblick in alle Schaffensphasen der Künstlerin, die stilistisch dem Abstrakten Expressionismus zuzurechnen ist. www.museum-ludwig.de

Museen & Institutionen

Olaf Metzel und Hans von Marées

NEUE PINAKOTHEK MÜNCHEN, Raumaufnahme mit Werken von Hans von Marées. © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Foto: Haydar Koyupinar

Das Werk des Malers Hans von Marées (1837-1887) ist umstritten. Sein Interesse an der antiken Mythologie fand zu Lebzeiten nur bedingt Aufmerksamkeit beim Publikum; entdeckt und gewürdigt wurde er erst nach 1900, und von den Nazis wurde er später vereinnahmt und missverstanden, was seinem Werk aber bis heute als Makel anhaftet. Für andere Kunsthistoriker hinggen gilt er als einer der Wegbereiter der Moderne. "Worin liegt also die anhaltende Widersprüchlichkeit begründet, mit der dieses malerische Werk wahrgenommen und das in der Neuen Pinakothek München in einem eigenen Saal ausgestellt wird? In welchem Verhältnis stehen seine Malerei und die Skulptur am Ende des 19. Jahrhunderts?" Derr Bildhauer Olaf Metzel unternimmt "eine Annäherung... in der direkten Konfrontation des malerischen Werks mit einigen ausgewählten Skulpturen". Die Ausstellung läuft bis zum 22. Februar 2016. Sie "beschränkt sich dabei nicht nur auf eine kleine Auswahl älterer und neu entstandener Werke, sondern stellt diese auch in eine von dem Künstler selbst getroffene Präsentation der Gemälde... Die Gegenüberstellung wird darüber hinaus durch Marées-Zeichnungen aus der Staatlichen Graphischen Sammlung ergänzt, die Olaf Metzel ausgewählt hat..." www.pinakothek.de

Aktionen & Projekte

Kunst in der U-Bahn

KATHARINA GROSSE, künstlerische Gestaltung U-Bahnhaltestelle Chlodwigplatz Köln, Foto: KVB-Kölner Verkehrsbetriebe, Copyright: Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015

Nach dem Einsturz des Historischen Archivs in Köln verzögerte sich jahrelang die Inbetriebnahme der neuen Nord-Süd-U-Bahn durch die Kölner Innenstadt. Am 13. Dezember 2015 ist es soweit – dann verkehren die Bahnen der Linie 17 endlich auch auf einem Teilstück im südlichen Abschnitt. Die künstlerische Gestaltung der Haltestelle Chlodwigplatz hat Katharina Grosse vorgenommen: „Das großflächige, farbenintensive Wandgemälde der Künstlerin Katharina Grosse erstreckt sich von der Treppenanlage unterhalb des Kreisverkehrs am Chlodwigplatz entlang der kompletten Westseite der Gleisebene bis hin zu dem Treppenaufgang an der gegenüberliegenden Seite der Haltestelle, der zur Severinstorburg führt. Die Farben wurden mit der Spraypistole aufgetragen und lassen - von der Gleisebene betrachtet - kaum mehr etwas von der darunter befindlichen Betonwand erahnen. Erstmals hat Katharina Grosse eine Arbeit in einer unterirdischen Stadtbahn-Haltestelle ausgeführt. Eine Nähe zum Schienen- und zum Luftverkehr gab es jedoch schon zuvor: Auch entlang einer Bahnstrecke in Philadelphia, am schwedischen Bahnhof Vara und im Flughafen von Toronto sind bereits Werke von Katharina Grosse zu sehen.“

Aktionen & Projekte

Cine Cologne

Christoph Girardet & Matthias Müller, Kristall, 2006, 14'30''

Daniel Kothenschulte kuratiert in Köln die Filmprogrammreihe „Cine Cologne“, zu der sich sechs verschiedene Filmfestivals zusammen geschlossen haben. Die gemeinsame Eröffnung wird am 17. November 2015 im Filmhaus (Maybachstraße) zelebriert. Knapp eine Woche lang finden dann bis zum 22. November 2015 in verschiedenen Kinos Aufführungen statt. Mit von der Partie ist auch das Festival „Videonale scope“ der Bonner Videonale mit „Found Footage“-Filmen im Filmclub 813 (Hahnenstraße 6, im Gebäude des Kölnischen Kunstvereins) und in der Filmpalette (Lübecker Str.). Unter „Found Footage“ versteht man eine „gänzlich subjektive Montage filmischer Fundstücke“. In dieser Montage entstehen „neue Bedeutungszusammenhänge“. Manchmal legen die Macher solcher Montagen auch „den Finger auf verborgene Subtexte der Originale. Heute ist der Found-Footage-Film, wie ihn Joseph Cornell zur Kunstform machte, ein eigenes Genre im Avantgardefilm.“ Im Rahmen des Festivals wird erstmals „eine umfassende Retrospektive seiner Filme in Deutschland“ gezeigt, „darunter auch Cornells berühmtestes Werk ‚Rose Hobart‘ aus dem Jahr 1936.“ Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Kunsthochschule für Medien Köln zeigen die Festivalorganisatoren außerdem zwei Kurzfilmprogramme unter dem Titel „Wie wir sehen“ mit Werken von Studenten aus den letzten Jahren. www.videonale.org/videonalescope-2015

Aktionen & Projekte

25 Jahre OSTKREUZ

WERNER MAHLER, Die Abiturienten, Copyright: Werner Mahler/OSTKREUZ

1990 gründeten ostdeutsche Fotografen auf einer Parisreise die Agentur OSTKREUZ. Eingeladen hatte sie der damalige französische Staatspräsident Mitterand. Sie gilt heute als renommierteste Fotografenagentur Deutschlands. Zum 25jährigen Jubiläum präsentiert das Goethe-Institut Paris eine Retrospektive an zwei Ausstellungsorten  In der Galerie Passage du Désir sind bis zjm 29. November 2015 die besten Bilder aus 25 Jahren OSTKREUZ zu sehe. Das Goethe-Institut zeigt außerdem bis zum 18. Dezember DDR-Fotografien der Gründer. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag.  Die Ausstellung in der Galerie Passage du Désir dokumentiert eine Auseinandersetzung der Agentur mit ihrer Stadt Berlin, deren Wandel und Widersprüche. "Die Ausstellung zeigt aber auch den ganz spezifischen Blick der Fotografen auf die Welt und das, was sie zusammenhält. Das kann eine Reportage zur globalen Jugendkultur Heavy Metal sein, ein Porträt des Internationalen Gerichtshofs oder eine Langzeitstudie zu historischen Gedenktagen vom Prager Frühling bis zur ägyptischen Revolution". 2016 ist die Ausstellung noch in der Friche la Belle de Mai in Marseille, im Kunstfoyer München und dem Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin zu sehen. www.ostkreuz.de

Aktionen & Projekte

Next level conference

MOTIV-KARTE NEXT LEVEL

Im Dortmunder U findet am 3./4. Dezember 2015 die "Next level conference" statt. Das Programm besteht aus Workshops, Performances, Vorträgen und Ausstellungen über digitale Spiele. "Ein übergreifender Fokus liegt diesmal auf dem Thema Virtual Reality. Neben Vorträgen, Diskussionen und Workshops zum Einsatz von VR-Brillen bietet Next Level auch gute Gelegenheiten, diese Technologie in unterschiedlichen Kontexten selbst auszuprobieren. Darüber hinaus laden Spielstationen dazu ein, neue oder unbekannte Games zu entdecken..." Anmeldungen/Akkreditierungen und Online-Bestellungen von Verzehrbons (12 Euro pro Tag) sind bis zum 25. November 2015 möglich:anmeldung@next-level.org

Hochschulen

Performance-Fotografie

PIETRO PELLINI, Foto: Raap

Pietro Pellini, Technischer Lehrer für Fotografie an der Staatl. Kunstakademie Karlsruhe, hat in Oslo eine Werkschau seiner Performance-Fotografie. Pellini war früher lange Jahre in Köln ansässig und hat u.a. als Mitglied von Al Hansens Ultimate Akademie die rheinische Performer-Szene in Köln und Düsseldorf fotografisch begleitet. www.kunstakademie-karlsruhe.de

Preise

Camera Austria Preis

ANNETTE KELM im MKK Frankfurt

Annette Kelm wird am 10. Dezember 2015 mit dem Camera Austria-Preis der Stadt Graz ausgezeichnet (14.500 Euro). Damit erfährt sie eine Würdigung für ihr fotografisches Werk, das eine „differenzierte Antwort auf die vorherrschende Repräsentationspolitik und die vom digitalen wie postdigitalen Zeitalter verkündete endlose Reproduzierbarkeit gibt“. Kelm war kürzlich an der Ausstellung „Imagine Reality“ im MMK Frankfurt beteiligt.

Preise

Max-Slevogt-Medaille

DOROTHEA VAN DER KOELEN, Foto: S. Kallnbach

Dorothea van der Koelen, Galeristin in Mainz, empfängt am 18. Dezember 2015,im großen Sitzungssaal des Mainzer Kulturministeriums die Max-Slevogt-Medaille. Mit dieser Medaille werden „besondere Verdienste von bildenden Künstlern und Personen, die durch ihr Wirken wesentlich dazu beigetragen haben, die Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz zu fördern, ausgezeichnet“. Sie ist nach dem in der Pfalz wirkenden impressionistischen Künstler Max Slevogt (1886 - 1932) benannt. Dorothea van der Koelen ist seit über 30 Jahren im Galeriebetrieb tätig und leitet heute drei Galerien in Mainz und Venedig. www.galerie.vanderkoelen.de

Preise

MUSA-Preis

HANS BERNHARD, lizvlx, ©ubermorgen

Das Duo UBERMORGEN – lizvlx und Hans Bernhard erhält den Medienkunst-Preis des Wiener MUSA. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury die "kontinuierliche und kritische Auseinandersetzung mit massenmedialen Phänomenen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen". "Aus den Ausstellungen in der Startgalerie im MUSA wurde das Duo oellinger/rainer – Hannah Rosa Oellinger und Manfred Rainer für den MUSA-Preis für junge Kunst 2015 nominiert. "Ihre Ausstellung 'Viel Erfolg' bildete den Karriereweg vieler KünstlerInnen als Installation in Form eines Parcours nach und beschrieb auf ironische Weise die oft schwierige berufliche Situation junger Kunstschaffender". Beide Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert. Der Name MUSA bezeichnet das "Museum Startgalerie Artothek" der Stadt Wien. www.musa.at

Preise

Roswitha Haftmann-Preis

HEIMO ZOBERNIG, Foto: Archiv HZ

Heimo Zobernig empfängt am 12. Mai 2016 in Zürich den Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung. Mit 150.000 Franken ist dies der höchst dotierte europäische Kunstpreis. Der österreichische Künstler arbeitet „in unterschiedlichen Medien wie Skulptur, Malerei, Video und Performance. Ausgehend von der geometrischen Abstraktion interpretiert er die Hauptthese der Minimal Art 'You get what you see'. Seine frühen, schwarzen Skulpturen wirken auf den ersten Blick wie schwere industriell gefertigte architektonische Elemente, bei genauem Hinsehen handelt es sich aber um handgearbeitete, lackierte Kartonskulpturen. Die reduzierte Formensprache setzt sich mit dem russischen Konstruktivismus, der niederländischen De Stijl-Bewegung, oder den Zürcher Konkreten auseinander.“ www.roswithahaftmann-stiftung.com

Preise

Kahnweiler-Preis

KAI RICHTER

Kai Richter nahm im Museum Pachen im pfälzischen Rockenhausen den Kunstpreis der Kahnweiler-Stiftung entgegen (10.000 Euro). Dort sind bis zum 3. Januar 2016 Arbeiten des Preisträgers zu sehen. Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Kunstpreise von Rheinland-Pfalz. Er wird seit 1981 in unregelmäßigen Abständen an junge Künstler vergeben und erinnert an den 1884 in Mannheim geborenen Daniel-Henry Kahnweiler, dessen Vorfahren aus dem pfälzischen Rockenhausen stammen. Der Bildhauer Richter schafft raumgreifende Arbeiten aus Stahl, Beton, Putz, Pappe und Holz. www.kairichter.eu.

Anzeige

In eigener Sache

Anzeige

In eigener Sache

Eine Woche vor Erscheinen der Printausgabe können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Store kostenlos downloaden und lesen.