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Preise

Blickachsen-Förderpreis

GERARD HERMAN, Foto: Courtesy Stiftung Blickachsen GmbH Bad Homburg und Gerard Herman

Gerard Herman bekommt für sein Projekt mit dem Titel „Wo ein Rad ist ein Weg“ (2015) den Förderpreis der hessischen Skulpturen-Biennale „Blickachsen“ überreicht. Die Biennale findet bis zum 4. Oktober 2015 in Bad Homburg und Frankfurt/Main statt. Herman fuhr mit dem Fahrrad von seiner Heimatstadt Gent nach Bad Homburg. Auf dem Gepäckträger nahm er eine „Gartenskulptur“ mit. Das Fahrrad kettete er dann im Kurpark von Bad Homburg an; die Skulptur stellte er daneben in einer verschlossenen Kiste ab. „In der Ausstellung hinterlässt er das Fahrrad als gegenständliche Erinnerung an den unbemerkten Prozess der Reise, als Symbol für die Geschichte des Stattgefundenen“.

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach-Versteigerung

HELGE ACHENBACH, Foto: H.-N. Jocks

Im Sommer 2015 erbrachte eine Versteigerung von rund 2300 Kunstwerken aus der Insolvenzmasse von Helge Achenbach 6,5 Millionen Euro. Jetzt kommen am 30. September 2015 im Kölner Auktionshaus van Ham aus dem Besitz der Firmen Achenbachs weitere 100 großformatige Skulpturen, Bilder, Fotografien und Installationen unter den Hammer. Inzwischen wurde Achenbach in einem weiteren Prozess dazu verurteilt, wehen überhöhter Rechnungen und nicht abgesprochener Provisionen an den Unternehmer Bernd Viehof 1,3 Mll. Euro an Schadenersatz zu zahlen. www.van-ham.com

Aktionen & Projekte

Flaschenpost

ANNE BERLIT, Flaschenpost-Projekt, 2015, Pressefoto

„DA“ gilt im Kreis Steinfurt als Chiffre für „Denkmal-Atelier“, und darauf muss man erst mal kommen, wenn man den Namen DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst hört oder liest. Als Werbegag für das Kunstkloster zündet die Bezeichnung „DA“ jedenfalls nicht so richtig. Überzeugender ist hingegen das Programm mit vorwiegend partizipativen und interaktiven Kunstprojekten, und dazu werden auch regelmäßig Projektstipendien ausgelobt. Eine Stipendiatin dort ist Anne Berlit, die „geheime und persönliche Nachrichten“ sammelte und diese dann als Flaschenpost „auf eine Reise um die Welt“ den Fluten der Nordsee übergab. Im Zeitalter von Smartphone und Internet ausgerechnet diese analog Form der Übermittlung von Botschaften zu wählen, überzeugte die Jury bei der Stipendienvergabe: ihr Projekt sei nämlich ein „Gegenentwurf“ zu der Reizüberflutung in der digitalen Medienwelt, in der wir „Nachrichten oftmals gar nicht mehr so bewusst und individuell wahrnehmen können. Wird man aber eine Flaschenpost finden, hat dies eine besondere Relevanz, sowohl für den Absender als auch für den Empfänger“, erklärte die Künstlerin dazu. Dazu konzipierte sie eine Skulptur in Form eines 55 m langen Schlauches, durch den die 140 Flaschen ins Wasser gelassen wurden. Beteiligt an dem Projekt waren u.a. eine Grundschulklasse, Besucher einer lokalen Marktveranstaltung und solche des Kunstklosters. www.da-kunsthaus.de

Hochschulen

Soziale Prozesse im Freiraum Kunst

CAPTAIN BORDERLINE, City Leaks Festival Köln, 2013, Foto.: Robert Winter

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn richtet gemeinsam mit der Montag Stiftung am 13. und 14. Nov. 2015 ein Symposion aus. Thema: "ANDERS tun ... anders TUN – Soziale Prozesse im Freiraum der Kunst". Mit dem Schlagwort "Partizipation" (Teilhabe) benennt man häufig "soziale Prozesse im Freiraum der Kunst oder künstlerische Prozesse mit gesellschaftlichem Veränderungspotenzial... Wie aber ist der behauptete, beziehungsweise eingeforderte Zusammenhang zwischen Kunst und Gesellschaft, zwischen dem ästhetischen und dem sozialen Bereich zu denken? Das interdisziplinäre Symposium „ANDERS tun ... anders TUN“ an der Alanus Hochschule hinterfragt das Selbstverständnis sozialkünstlerischer Ansätze – sowohl individueller als auch institutioneller... DZu den Referenten gehören unter anderem Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn, Barbara Caveng, die mit „Kunstasyl“ ein künstlerisches Projekt mit Geflüchteten in Berlin-Spandau initiiert hat, sowie Maurice de Martin." Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 8. November 2015 möglich: transferstelle@alanus.edu

Museen & Institutionen

Twombly-Ausstellung

CY TWOMBLY, Untitled 1954, New York City, Creditlinie: Kunstmuseum Basdel, mit einem Beitrag der Max Geldner-Stiftung erworben, 1982, Fotocredit: Kunstmuseum Basel, Marin P. Bühler

Bis zum 13. März 2016 zeigt das Mluseum für Gegenwartskunst Basel eine große Überblicksausstellung muit Malerei und Skulptur von Cy Twombly. Im Fokus stehen dabei Arbeiten aus den 1950er bis 1970er Jahren.Twombly zählt neben Robert Rauschenberg und Jasper Johns zu den wichtigsten Künstlern jener Generation, die sich in den 1950er Jahren vom Abstrakten Expressionismus abwandte. Während bei Rauschenberg und Johns ihre weitere Entwicklung zur Pop Art führte, konzipierte Twombly jedoch fortan eine Bildsprache, zu der ihn seine Übersiedlung nach Rom inspirierte: das mediterrane Licht, aber auch die Geschichte und die Mythen der Antike bildeten nun die Basis seiner künstlerischen Auseinandersetzung. www.kunstmuseumbasel.ch

Kulturpolitik

Kritik an Ehrenamts-Politik

GÜNTHER SCHUCHARDT (Mitte), Präsident des Museumsverbands Thüringen, bei der Pressekonferenz, Sept. 2015, Foto: Stephan Tröbs

Zu den kulturpolitisch unangenehmen Begleiterscheinungen eines neoliberalen Kapitalismus gehört die Neigung der Politiker, sich als Repräsentanten eines Kulturstaates aus der Verantwortung zu stehen und Arbeiten, für die man eigentlich hauptamtliche Kräfte angemessen bezahlen müsste, an unbezahlte Ehrenämtler zu übertragen. Betriebswirtschaftliche Effizienz durch Senkung der Personalkosten erreichen zu wollen, mag in Unternehmen der Privatwirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, aber bei der Bewahrung von Kulturgütern oder der Wahrnehmung sozialer Aufgaben geht es nicht um Wettbewerb. Daher beklagt der Museumsverband Thüringen „mit Sorge“, dass immer mehr kleinere kommunale Museen an ehrenamtlich tätige Trägervereine übertragen werden. Dies ginge zu Lasten der Öffnungszeiten, aber auch zu Lasten einer wissenschaftlichen Betreuung, für die man nun mal Fachkräfte benötige. Immerhin vertritt der Museumsbund Thüringen 232 Institute, die Jahr für Jahr vier Millionen Besucher anlocken: was diese an Eintrittsgeldern und durch Katalogkäufe an der Museumskasse lassen, reicht jedoch in der Regel nicht zur Deckung der Betriebskosten und für Ausstellungsprogramme. Günther Schuchardt, Präsident des Museumsverbandes, warnte daher eindringlich davor, „professionelle Museumsarbeit durch das Ehrenamt ersetzen zu wollen, indem frei werdende Stellen in den Museen nicht wiederbesetzt werden.“ www.museumsverband-thüringen.de

Kulturpolitik

Texte zur europäischen Kulturpolitik

Höchst aktuell ist Olaf Schwenckes jüngstes Buch mit einer Zusammenstellung seiner Artikel zur europäischen Kulturpolitik aus den vergangenen zwanzig Jahren. Als sich die einstige EWG -Europäische Wirtschaftsgemeinschaft seit den 1970/1980er Jahren sukzessive zu einer politischen Union und damit auch zu einer Kultur- und Wertegemeinschaft weiter entwickelte, konnte niemand ahnen, dass eben dieser Wertekonsens in unseren Tagen durch rechtsnationale und antidemokratische Tendenzen gefährdet wird. Die Turbulenzen, Ängste und Abwehrmechanismen, die die Finanzkrise nicht nur in Griechenland und jüngst der Zustrom der Flüchtlinge aus arabischen und afrikanischen Ländern in Europa hervor rufen, zeigt, wie brüchig das Solidaritätsprinzip innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU ist, wenn sich ökonomische und sozialpolitische Probleme zuspitzen. Olaf Schwencke, langjähriger Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und u.a. auch für die SPD Abgeordneter im Deutschen Bundestag und im Europäischen Parlament, war schon in der Zeit der Anti-Terror-Gesetze um die „Liberalität in unserer Republik sehr besorgt“ und profilierte sich im Laufe der Jahre als „Anwalt einer Kultur für alle“, wie ihn „Die ZEIT“ porträtierte. Kultur und Kulturpolitik sind eben nicht bloßer Luxus, wie manche Politiker heute noch immer meinen, vor allem denn, wenn die Sparwut sie übermannt, sondern, wie Schwencke in seinen Publikationen immer wieder betont, ein unverzichtbares Fundament einer demokratischen Zivilgesellschaft. Titel: Olaf Schwencke, „Europa.Kultur.Politik-Die kulturelle Dimension im Unionsprozess“, Kulturpolitische Gesellschaft e. V. / Klartext Verlag: Bonn / Essen 2015 (Edition Umbruch Nr. 31), 198 Seiten, 17,95 Euro, ISBN 978-3-8375-14001

Museen & Institutionen

Frauenmuseum: Kampagne zum Hauskauf

FRAUENMUSEUM BONN, Fotoquelle: Wikipedia/Hans Weingartz

Seit 1981 ist das Frauenmuseum Bonn im Gebäude eines ehemaligen Kaufhauses in der Nordstadt untergebracht. Träger ist der Verein Frauenmuseum - Kunst, Kultur, Forschung e.V. Seit 2012 bekommt das Museum von der Stadt Bonn keine Förderung mehr für den laufenden Betrieb, und die verbliebenen 120.000 Euro muss das Kulturamt an Miete für das Gebäude direkt ans städtische Liegenschaftsamt überweisen. Der Rest geht an Nebenkosten für Strom und Wasser an die Stadtwerke. Nur mit Zuwendungen für Projektförderungen halten Museumsdirektorin Marianne Pitzen und ihre Mitstreiterinnen den Ausstellungsbetrieb über Wasser. Jetzt strebt der Verein den Erwerb des Gebäudes an, „um der immer wieder drohenden Willkür zu entgehen“. Dazu gründen die Initiatorinnen im Herbst 2015 eine zweite Stiftung „mit dem Zweck, das Museum zu erhalten“. Begleitet wird die Stiftungsgründung von einer Kampagne zum Kauf des Museumsgebäudes. www.frauenmuseum.de

Preise

Fuchs-Preis

SEBASTIAN KUHN

Sebastian Kuhn darf sich über den Hauptpreis des Fuchs-Preises des Skulpturenparks Heidelberg freuen (7.500 Euro). Der Förderpreis ging an Marten Georg Schmid (2.500 Euro). Der Preis wurde zum 20jährigen Bestehen des Skulpturenparks jetzt erstmalig ausgelobt und wird künftig alle drei Jahre vergeben. Leitmotiv: „Junge Kunst – junge Künstler“. In seiner Dauerausstellung zeigt der Skulpturenpark Heidelberg auf dem Gelände der Orthopädischen Universitätsklinik 26 Skulpturen. Die beiden Preisträger sind mit ihren Arbeiten bis zum 25. Oktober 2015 präsent. Stifter des Preises ist der Vereinsvorsitzende Dr. Manfred Fuchs.

Hochschulen

Ausstellung im Bundesrat

BUNDESRAT in Berlin, Foto: Bundesrat

Bis zum 1. November 2015 übt das Land Hessen ein Jahr lang im Bundesrat die Präsidentschaft aus. Zum Abschluss dieser Periode dürfen unter dem Titel „Kunstszene Hessen“ Studierende und Lehrende der HfG Offenbach im Berliner Bundesratsgebäude ausstellen. „Das Motto der hessischen Bundesratspräsidentschaft lautet »Grenzen überwinden« und sollte nicht nur auf 25 Jahre Mauerfall und die Wiedervereinigung verweisen, sondern auch darauf, dass Kunst Grenzen überwindet.“ Die Biennale des bewegten Bildes ist ebenfalls mit einer Präsentation in dieses Projekt eingebunden. Die nächste Präsidentschaft im Bundesrat nimmt der Freistaat Sachsen wahr. www.hfg-offenbach.de

Hochschulen

Wewerka-Pavillon Münster

Der Wewerka Pavillon ist der permanente Ausstellungsraum und damit das Schaufenster der Kunstakademie Münster. Er wurde ursprünglich zur Kasseler Documenta 1987 von dem Künstler Stefan Wewerka (1928-2013) errichtet und kam später nach Münster. Als gläserner Kubus erlaubt er, Kunstwerke „im wörtlichen Sinne von allen Seiten aus nach außen zur Schau zu stellen. Die aktuellen Ausstellungen dort bestreiten bis zum 1. November 2015 Philip Höning und ab dem 17. November 2015 Shina Lee. www.wewerka-pavillon.de

Galerien & Auktionshäuser

Galeriejubiläum

RUTH und ALEXANDER BAUMGARTE, Fotoquelle: Wikipedia/Galerie Samuelis Baumgarte

Ihr 40jähriges Bestehen feiert in diesen Wochen die Bielefelder Samuelis Baumgarte Galerie. Die Galerie wurde 1975 von Ruth Baumgarte gegründet und wird seit ihrem Tod 2013 von ihrem Sohn Alexander Baumgarte geleitet, der auch Stiftungsratsvorsitzender der Kunststiftung Ruth Baumgarte ist. Die Jubiläumsausstellung zeigt ab dem 30. September 2015 die Ausstellung „Sagenhaft“ als Gegenüberstellung von Meistern der Klassischen Moderne mit zeitgenössischen medienübergreifenden Positionen. Zur Eröffnung wurde eine Gala mit einer Tombola-Aktion zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe veranstaltet. www.galerie.samuelis-baumgarte.com

Ausschreibungen

Sony-Fotowettbewerbe

Der Wettbewerb um die Sony World Photography Awards ist in fünf Teilnehmer-Kategorien differenziert: Profi-Wettbewerb, Offener Wettbewerb, Jugendwettbewerb, German National Award und Student Focus. Die Bewertung erfolgt anhand von Fotoserien in verschiedenen thematischen Kategorien. Bis zum 4.Dezember 2015 läuft der Student Focus Wettbewerb (Infos: www.worldphoto.org/student-focus) Die Deadline für den Offenen und den Jugendwettbewerb sowie die National Awards ist am 5. Januar 2016 (Infos: www.worldphoto.org/competitions/ und sony-world-photography-awards-2016-open-competition). Die Bewerbungsfrist für den Profiwettbewerb endet am 12. Januar 2016 (Infos: www.worldphoto.org/competitions/und sony-world-photography-awards-2016-professional-competition/). www.worldphoto.org.

Ausschreibungen

Gabriele Münter-Preis

Familie und Beruf zu vereinbaren, ohne Karrierenachteile zu erleiden, ist auch für Künstlerinnen schwierig. Der Gabriele Münter Preis soll daher dazu beitragen, Künstlerinnen über 40 Jahren in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung zu unterstützen. Auslober ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), dem Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer (GEDOK) und dem Frauenmuseum in Bonn. Das Preisgeld von 20.000 Euro wird im Frühjahr 2017 in Berlin übergeben. Zum Wettbewerb eingeladen sind Bildende Künstlerinnen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, die vor dem 30.11.1975 geboren sind. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. November 2015 digital einzureichen. Download der Wettbewerbsbedingungen und Teilnahmeunterlagen unter www.gabrielemuenterpreis.de

Kulturpolitik

Elbphilharmonie

HAMBURGER ELBPHILHARMONIE, Bauzustand 2014, Fotoquelle: Wikipedia/Rainer Freder

In einem Jahr soll es endlich so weit sein: Hamburgs Regierender Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hofft, im Oktober 2016 mit fast sieben Jahren Verspätung die Übergabe der Elbphilharmonie durch den Baukonzern Hochtief erleben zu können. Wenn keine weiteren Pannen mehr passieren, findet im Januar 2017 die feierliche Eröffnung statt. Dann kann endlich ein Schlussstrich unter einen Bauskandal gezogen werden, der das Projekt um mehr als Zehnfache verteuert hat. Denn statt ursprünglich errechnete 77 Mill. Euro kostet der Bau nach jüngsten Kalkulationen 789 Mill. Euro.

Ausschreibungen

Kulturinitiative für Flüchtlinge

Der Bundesvorstand des Künstlerverbandes BBK will in der nächsten Ausgabe seiner Postille "kultur politik" Aktivitäten einer künstlerischen Willkommenskultur für Flüchtlinge vorstellen. Dabei geht es um Ausstellungen, Workshops, Einladungen zu Vernissagen und andere Projekte, "die geeignet sind, Flüchtlinge in das kulturelle Leben unseres Landes einzubeziehen". Berichte über solche Projekte mönnen mit Texten (max. 1.800 Zeichen) und Bildmaterial bis zum 31. Oktober 2015 eingereivht werden an: info@bbk-bundesverband.de

Aktionen & Projekte

Krongarten für Flüchtlinge

KRONGARTEN in der Wiener Kronengasse, 2015, Foto: Courtesy Hinterland

Während der vergangenen Sommermonate verwandelte in Wien der "Hinterland – Verein zur Vernetzung internationaler und nationaler Aktiver und Interessierter in der Kunstwelt" die Kronengasse in einen Krongarten: aus Paletten schufen die Initiatoren eine begehbare Skulptur. Die künstlerische Intervnetion war ein Angebot an alle, die Fläche als Freiraum zu nutzen. Zum Herbst wurde der Krongarten wuieder abgebaut. Die Initiative hofft, den Krongarten im kommenden Frühjahr an einem anderen Ort wieder aufbauen zu können und bietet daher die Skulptur zum Verkauf an. Der Erlös soll der Flüchtlingshilfe zugute kommen. www.krongarten.at

Kulturpolitik

Goethe-Institut Peking

KUNSTQUARTIER „798“, Foto: Goethe-Institut China / Wu Chenghuan

Das Goethe-Institut Peking hat am 29. Oktober 2015 neue Räume im Kunstquartier „798“bezogen. In einer ehemaligen Industriehalle entsteht hier ein neuer Veranstaltungsort für Austausch, digitale Medien und zeitgenössische Kunst. Umgestaltet wurde das Gebäude vom Architekturbüro Albert Speer und Partner, wobei „die Elemente der vom Bauhaus inspirierten Architektur“ erhalten bleiben. Zentraler Ort ist die Agora, in der das Goethe-Institut Debatten anregen will und die auch als Bühnenraum für bis zu 120 Besucher genutzt werden kann. Den Besuchern und Partnern stehen zudem ein Konferenz- und Ausstellungsraum sowie eine „Wissensbar“, ausgestattet mit neuester Hard- und Software, zur Verfügung. www.goethe.de

Aktionen & Projekte

KEX Open Material

KARL-HEINZ STRÖHLE, Abb. zur Ankündigung der Aktion

50 Minuten Zeit für Materialexperimente in ihrem 400 qm großen Raum stellt die Wiener Kunsthalle Exnergasse (KEX) Künstlern zur Verfügung."Eingeladene Akteur/innen definieren in diesem Rahmen ihren Zugang zu Materialität, Materialbegriffen und –flüssen in ihren künstlerischen Produktionsprozessen. Angesiedelt zwischen spezifischen Potentialen und Friktionen von Material und den Forderungen künstlerischer Intention sollen ästhetische Entscheidungen, Formtransfer und Kollaborationen durch experimentelle Präsentationen... in den Vordergrund gerückt werden". Die nächsten termine: 30. September 2015 Karl-Heinz Ströhle, 7. Oktober 2015 Elisabeth Wildling. Der Theoretiker Bazon Brock bezeichnete Ströhles "aformative Skulpturen" als "epistemologischen Objekts“, die "sich auch als Ausformungen der Dingmagie betrachten" ließen. Kontakt: kunsthalle.exnergasse@wuk.at

Aktionen & Projekte

Actopolis

UKR 2015 ACTOPOLIS, Belgrad, Urban Incubator, 2014, Zupa-Projekt (Ausschnitt)

Unter dem Titel „ACTOPOLIS – Die Kunst zu handeln“ starten Urbane Künste Ruhr und Goethe-Institut  am 27. September 2015 ein internationales Projekt: "Fragen nach der Zukunft des städtischen Lebens können nicht mehr allein lokal bewältigt werden. Deshalb hat Urbane Künste Ruhr gemeinsam mit dem Goethe-Institut das auf drei Jahre angelegte Projekt „Actopolis – Die Kunst zu handeln“ entwickelt. Den Startpunkt dieses transnationalen Projekts setzt am 27. September 2015 das „Actopolis“-Labor in Oberhausen unter Beteiligung von Künstlern, Kuratoren, Stadtplanern und Architekten aus Athen, Belgrad, Bukarest, Ankara/Mardin, Sarajevo, Zagreb und aus Oberhausen. „Actopolis“ ist ein Aufruf zum Handeln und Mitgestalten der Stadt – über Disziplinen, Landesgrenzen und kulturelle Unterschiede hinweg. Das gemeinsame Produktionslabor geht über drei Tage, vom 27. bis zum 29. September 2015. Als lokaler Partner im Ruhrgebiet ist das Theater Oberhausen beteiligt." www.actopolis.net

Aktionen & Projekte

Salz und Pfeffer

BBB JOHANNES DEIMLING, Performance, 2015, Foto: Monika Sobczak

Seit 2008 leitet der Performance künstler BBB Johannes Deimling das Kunst- und Bildungsprojekt PAS - Performance Art Studies. Junge Künstler treffen zu künstlerischen Recherchen zum Thema Performance Kunst und erarbeiten unter Anleitung Performances, die anschließend auf Festivals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Im November 2015 ist PAS zu einem einwöchigen Projekt im Rahmen des PAO – Performance Art Oslo Festivals eingeladen. Das Projekt trägt den Titel „Salt & Pepper“. „Salz und Pfeffer sind zwei wichtige Bestandteile ein schmackhaftes Gericht zu zubereiten. Beide haben einen ganz spezifischen Geschmack... Salz und Pfeffer verstehen sich hier als Metapher für die Theorie und Praxis in der Performance-Kunst. In Oslo werden wir neben zahlreichen praktischen Übungen und Aufgaben auch unterschiedliche Theorien erforschen, die sich dann in der experimentellen Arbeit zu Performances der Teilnehmer führen.“ Für den praktischen Teil hat PAS den isländischen Künstler Magnus Logi Kristinsson eingeladen, und für die theoretische Auseinandersetzung den Karlsruher Performer und Fotografen Pietro Pellini. Infos: www.pas.bbbjohannesdeimling.de

Aktionen & Projekte

Rumänische Kunstszene

IOANA NEMES, The white team (Satan), 2009, Courtesy Jiri Svestka Gallery

Nathalie Hoyos und Rainald Schumacher kuratieren die Ausstellung "Art Encounters -Timişoara/Arad" an verschiedenen Ausstellungsorten (3. bis 31. Oktober 2015). Die Reihe "Art Encounters" soll anschließend in Intervallen von zwei Jahren fortgesetzt werden und so insgesamt einen umfassenden Überblick über die rumänische Kunstszene bieten. Timişoara und Arad sind Schauplatz der ersten Ausgabe - beide Städte bewerben sich um das Prädikat "Europäische Kulturhauptstadt 2021". Werke von annähernd 100 Künstlerinnen und Künstlern werden im Kunstmuseum, in einer ehemalige Synagoge, dim Museum der Revolution gegen die Ceausescu Diktatur, einer Armeekaserne aus dem 18. Jahrhundert und in einer Industriehalle ausgestellt. In Arad wird im Lagergebäude einer früheren Textilfabrik die erste Ausstellung eines zukünftigen überregionalen Kunstzentrums eröffnet. www.artencouncters.ro

Aktionen & Projekte

Schönheitsfehler

CHRISTINA PAETSCH, „Kühlschrank

Um Lebensmittel und Schönheit, vor allem aber  um das Problem der Lebensmittelverschwendung geht es inhaltlich bei der Ausstellung „Schönheitsfehler“ der Berliner Künstlerin Christina Paetsch im Umweltzbundesamt Dessau-Roßlau (9. Okt. bis 11. Nov. 2015). „Ein Drittel aller weltweit hergestellten Lebensmittel landet zum Schluss nicht auf dem Tisch sondern schon vorher auf dem Müll. Einer der Hauptgründe für die Verschwendung, sind Farben, Größen und Formvorgaben der Lebensmittelindustrie. Ein vorgegebenes abstraktes Schönheitsideal für Gemüse, Obst und Fleisch. Alle Sorten, theoretisch (und auch praktisch) wachsen nebeneinander, aber nur ein Teil landet auf unserem Tisch. Sie schmecken und riechen gleich, ob krumm oder gerade. Eine gesteuerte Ästhetisierung von Lebensmitteln. Nicht ganz makellose Produkte werden ignoriert“, schreibt die Künstlerin. Die Ausstellung besteht u.a. aus einem „Kühlturm“ mit Kühlschränken, in denen Paetsch Fundstücke arrangiert hat, darunter auch „Recyceltes,...welches so in den Kreislauf zurückkehrt“. Videos zeigen einen satirischen Umgang mit Lebensmitteln, z.B. mit einem „Toastscheiben-Wettbügeln“. www.umweltbundesamt.de

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Amelie von Wulffen in München

AMELIE VON WULFFEN, Ohne Titel, 2003 Acryl, Druck auf Papier, collagiert, 82 x 123 cm DekaBank Kunstsammlung, Frankfurt am Main. Foto: Wolfgang Günzel © Amelie von Wulffen, courtesy Gió Marconi, Mailand / Galerie Meyer Kainer, Wien / Freedman Fitzpatrick, Los Angeles

Amelie von Wulffen "behandelt altmeisterliche, moderne und kunstferne Malweisen gleichberechtigt und kreiert damit neue erzählerische Zusammenhänge abseits von Klischees und Erwartungen." Bekannt wurde sie mit Collagen in einer Ko,mbination aus Malerei und Fotografie. In der Münchener Pinakothek der Moderne stellt sie vom 23. Oktober 2015 bis zum 21. Februar 2016 rund 20 Gemälde und 60 Arbeiten aus Papier aus den vergangenen 15 Jahren aus, begleitet von einem Film. Zu den Exponaten gehören auch fünf bemalte Stühle, "auf denen die Besucher eingeladen sind, sich niederzulassen. Die künstlerisch bearbeiteten Stühle sind möglicherweise als Hinweis darauf zu deuten, sich selbst immer wieder als unvoreingenommenes, lernendes Wesen zu begreifen – im Bereich der Ästhetik ebenso wie im Sozialen." www.pinakothek.de

Aktionen & Projekte

Von Windhuk nach Berlin

HANNE MAROTT-ALPERS, Is our water safe in your Hands?, 2013

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Namibia und Deutschland sowie der Städtepartnerschaft Windhuk/ Berlin wird nun in Berlin die Ausstellung "Land Art Matters in Art" präsentiert. Sie war bereits 2013 in Windhuk zu sehen, wo 150 künstlerische Positionen zum Thema "Land und Landreform in Namibia" gezeigt wurden. Mit dem Ausstellungsprojekt wurde mittels Kunst eine breit angelegte Diskussion zur namibischen Landreform initiiert. In unterschiedlichen Gattungen wie Fotografie, Bildwerk, Installation und Video vermittelt die Kunst die Vielschichtigkeit dieses zentralen Themas für die junge namibische Nation. "Dabei traten die Werke in Dialog mit der Architektur des Kirchenraumes in Windhuk. Jener stammt aus der Zeit, als das heutige Namibia von Berlin aus als Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ von 1884 bis 1915 geführt wurde. Verflechtungen und Korrespondenzen von Historie und Gegenwart, Nähe und Ferne, Fremdem und Vertrautem öffnen neue, andere Sichtweisen auf die Thematik – auch in der Ferne". Die Ausstellung ist vom 30. September (Vernissage) bis zum 25. Oktober 2015 in der St. Johannes-Evangelist.Kirche von Berlin zu sehen.

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Malmö: Joan Jonas-Retrospektive

JOAN JONAS, Waltz, 2003, Video still, Courtesy: die Künstlerin

Die Malmö Konsthall in Schweden richtet in Zusammenarbeit mit der Fondazione HangarBiocca (Mailand) der Künstlerin Joan Jonas eine Retrospektive aus (bis 10. Januar 2016). Jonas zählt zu den Pionieren der Video- und der Performancekunst. Die Künstlerin (Jahrgang 1936) begann um das Jahr 1968, Performances in Natur- oder Industrieumgebungen zu inszenieren und setzte dabei medial projizierte Bilder ein. 1972 nahm sie an der Kasseler documenta teil, ebenso 2002 mit der Installation „Lines in the sand“. 2015 bespielte sie auf der Biennale von Venedig den Pavillon der USA in den Giardini. www.konsthall.malmo.se

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25 Jahre Deutsche Einheit: Deutschland in der zeitgenössischen Kunst

© Dan Perjovschi, 2001

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr in Frankfurt am Main ausgerichtet werden, findet am Montag, 28. September, 19 Uhr in der Paulskirche die Auftaktveranstaltung 25 Jahre Deutsche Einheit: Deutschland in der zeitgenössischen Kunst statt. In einem Eröffnungsvortrag wird der Kulturwissenschaftler, Kritiker und Autor Diedrich Diederichsen zur bildenden Kunst vor und nach 1989 sprechen. Im Anschluss wird ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm von Anna Maria Tappeiner „Blick zurück nach vorn – Künstler über Deutschland“ (ARTE, 2014) gezeigt, der in eine Podiumsdiskussion mit Künstlern und Kulturschaffenden überleitet. Eingeladen sind: Katharina Sieverding, Tobias Zielony, Prof. Burcu Dogramaci (Forschungsschwerpunkt: Migration und Kulturtransfer) und Diedrich Diederichsen. Die Moderation übernimmt der Autor und Journalist Hans-Joachim Müller. In der Podiumsdiskussion wird das Thema Deutschland in der Kunst mit Blick auf nationale und kulturelle Identitäten heute vertieft und erörtert, inwiefern sich die Inhalte und Fragestellungen in der zeitgenössischen Kunst mit und seit der Wiedervereinigung verändert haben. Veranstalter: Kulturamt Frankfurt am Main.

Anlässlich des 25-jährigen Jahrestags der Deutschen Einheit erscheint am 25.9. der KUNSTForum-Band Wendezeiten – Deutschland in der Kunst. Die Dokumentation stellt exemplarisch Künstler und Werke vor, die sich mit Deutschland auseinandersetzen. Er spannt einen Bogen zwischen Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Generationen und gibt Einblicke in ihr Werk und ihr persönliches Verhältnis zu Deutschland. In den Werken, Autorenbeiträgen und Interviews wird Deutschland auf unterschiedliche Weise als Geschichts-, Kultur- und Sozialraum reflektiert, werden Fragen nach nationaler und kultureller Identität umkreist und untersucht. Es wird nachgespürt, wie Globalisierung, Ökonomisierung und Migration auf die künstlerischen Praxen einwirken und inwiefern das nationale Themen und Zugehörigkeiten im globalen Kunstbetrieb heute noch Gültigkeit haben.

 

Aktionen & Projekte

Outdancing Formations

CHRIS ALTON, English Disco Lovers (EDL), seit 2012, Copyright: Chris Alton

Bis zum 4. Oktober 2015 präsentiert das Edith Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg unter dem Titel „Outdancing Formations“ die beiden Gewinner des Nachwuchsförderpreises für Medienkunst der Sparda-Bank (je3.000 Euro): Chris Alton und Marta Popivoda bespielen jeweils eine gesamte Etage des Hauses mit großformatigen Mixed-Media-Installationen. „Chris Alton präsentiert seine Installation 'English Disco Lovers' und Marta Popivodas Werk trägt den Titel 'Mass Ornament'. In beiden Arbeiten geht es um massenhaft choreographierte Körper, ein Phänomen, das Siegfried Kracauer als 'Ornament der Masse' bezeichnete. Und in beiden Arbeiten taucht ein Moment auf, in dem die Protagonisten 'aus der Reihe tanzen' und so die geplanten Inszenierungen durcheinanderbringen, was im metaphorischen Ausstellungstitel „Outdancing Formations“ aufgegriffen wird.“ www.edith-russ-haus.de

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