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Hochschulen

Eastside Galerie Dresden

NADINE BALDOW, „nature. civilization. occupier.“ Beitrag zu „Eastside Galerie Dresden“, 2015, Courtesy: HfBK Dresden

Der Außenzaun an der HfBK Dresden dient noch bis zum 31. Dezember 2015 als „Eastside Galerie Dresden“. Hier initierte Prof. Eberhard Bosslet ein Projekt, mittels Bannerbildern auf PVC-Folie „eine Galerie im öffentlichen Raum“ zu realisieren und dabei den Außenbereich an der Hochschule als „neue urbane Situation“ zu nutzen. „Ziel war es, über die klassischen Disziplinen der Malerei und Skulptur hinaus, an einem normalen Ort mittels Bannerbildern die Aufmerksamkeit zu wecken.... Die Aufgabe für die Studierenden bestand darin eine Bildidee zu entwickeln, die inhaltlich und formal den besonderen Bedingungen eines solchen öffentlichen Ortes Rechnung trägt.
 Vorbestimmt durch die Elementgröße des Metallzaunes wurden... 10 Motive“ realisiert. www.hfbk-dresden.de

Biennalen

Biennale internationale d'art contemporain de Melle

Die Biennale internationale d'art contemporain de Melle (Frankreich) läuft noch bis zum 27. September 2015. Das Teilnehmerfeld umfasst 25 Künstler. Themenschwerpunkt ist die Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik. Ausstellungskommissar ist Dominique Truco. www.biennale-melle.fr

Ausschreibungen

Hellerau Photography Award

Hellerau ist eine Gartenstadt am Rande von Dresden. In Kooperation mit der Kunstagentur Dresden schreibt das Europäische Zentrum der Künste Dresden einen Wettbewerb für Porträtfotografie (Hellerau Photography Award) aus. Ausgelobt ist neben dem Hauptpreis von 5.000 Euro ein Residenzpreis. Die besten Beiträge werden 2016 im Festspielhaus Hellerau ausgestellt. Deadline: 22. November 2015. Infos: www.portraits-hellerau.com

Aktionen & Projekte

Reden über Kunst

In Süddeutschland haben sich verschiedene Initiativen, nämlich die Sammlung Grässlin, die Sammlung Fürstenberg Zeitgenössisch, die Städt. Galerie Villingen-Schwenningen und die Kunststiftung Erich Hauser, zu einem Netzwerk "Rede über Kunst" zusammen geschlossen. Am 30. und 31. Oktober veranstaltet das Netzwerk im Rathaus von St. Georgen dazu ein Symposion. "Unter dem Titel ›Kunst transformiert – Der Wert der Kunst im Wandel‹ werden während des zweitägigen Symposiums Aspekte der Beweglichkeit und der Veränderlichkeit von Werten im Vordergrund stehen. Vorträge aus den Bereichen der klassischen Kunstwissenschaft, der Kunstkritik, dem Kunstmarkt und der Psychologie reflektieren mit Blick auf den diagnostizierten Wertewandel das Veränderungspotenzial der Kunst und des ›Betriebssystems Kunst‹: Welche Werte generiert die Kunst? Wie verhält sich das Wertesystem der Künstler zu Wertbildungsprozessen im ›Betriebssystem Kunst‹ einschließlich des boomenden Kunstmarktes? Wie funktionieren die Der Wert der Kunst im Wandel Mechanismen und Strategien zur ökonomischen Wertschöpfung und wer ist daran beteiligt?". Tagungsgebühr: 30 Euro. Anmeldungen sind bis zum 16. Oktober 2015 möglich bei: galerie@villingen-schwenningen.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Crone jetzt auch in Wien

HANNE DARBOVEN, Porträt, Foto: Courtesy Galerie Crone, Berlin/Wien

Die Berliner Galerie Crone hat eine Dependance in Wien eröffnet (Getreidemarkt 14). Die Räume befinden sich im Galerienviertel an der Eschenbachgasse. Zur Eröffnung ist bis zum 4. November 2015 eine Ausstellung mit Werken von Hanne Darboven zu sehen. www.galeriecrone.com/

Hochschulen

Ricke-Archiv

ROLF RICKE in den 1990er Jahren

Die Akademie der Künste hat das umfangreiche Archiv des Galeristen Rolf Ricke übernommen und präsentiert es am 18. September 2015 in einer Veranstaltung. Zur Archivpräsentation hält Christiane Meyer-Stoll, Kuratorin am Kunstmuseum Liechtenstein, einen einführenden Vortrag über Rolf Ricke und seine nachhaltige Pionierleistung für die Rezeption zeitgenössischer Kunst seit 1960. Irmela Roelcke spielt Werke von Johann Sebastian Bach und György Kurtág. Gary Kuehn, David Reed und Pia Fries sprechen über ihre Arbeit mit Rolf Ricke. Er selbst berichtet über die Unterschiede im Kunsthandel damals und heute. In einer Projektion werden Fotografien von Ausstellungen der Galerie Ricke gezeigt, originale Dokumente und Fotografien aus dem Archiv sind in Vitrinen zu sehen. www.adk.de

Messen & Märkte

Beirut Art Fair

BEIRUT ART FAIR TEAM: Pascal Odille (Künstlerischer Direktor), Yasser Akkaoui (strategischer Partner), Laure d’Hauteville (Gründerin und Messedirektorin), Rania Tabbara (VIP Relations Managerin), Fadi Mogabga und Rania Halawi (Event Manger) sowie Fabrice Cousteau (Kurator)

Etwa 50 Galerien rechnen auch in diesem Jahr wieder mit 20.000 Besuchern der Beirut Art Fair (17. bis 20. Sept. 2015). Die etwa 8.000 Vernissagenbesucher reisen hauptsächlich aus den arabischen Ländern und aus Asien an, und die Messegründerin Laure d’Hauteville will mit dieser Messe beweisen, dass der Libanon trotz seiner „delikaten geopolitischen Situation“ ein Land ist, indem die Kulturwirtschaft Wachstumsraten aufweist. Immerhin behauptet sich die Veranstaltung nun schon im fünften Jahr erfolgreich im internationalen Kunstbetrieb. Die meisten Teilnehmer kommen aus dem Mittleren Osten, einige aber auch aus Armenien, Singapore oder Shanghai. Neben Gemälden, Arbeiten auf Papier und Skulpturen wird auf dieser Messe auch Design angeboten. www.beirut-art-fair.com.

Messen & Märkte

Unseen Photo Fair

WESTERGASFABRIEK AMSTERDAM, Fotoquelle: Wikipedia

Die Unseen Photo Fair wird vom 18. bis 20. September 2015 in der Amsterdamer Westergasfabriek ausgerichtet. Der Messedname signalisiert, dass es sich bei dem Programm vor allem um noch unbekannte und unentdeckte Fotoarbeiten sowohl von  jungen als auch etablierten Künstlern handelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aus „Premieres“ mit Fotos, die bisher noch nie öffentlich gezeigt wurden. So sind in diesem Jahr u.a. erstmals solche Premieren-Aufnahmen von Regine Petersen, Inka & Niclas und von Anouk Kruithof zu sehen. www.unseenamsterdam.com

Museen & Institutionen

Potsdam und Cottbus: Schenkung

BERNHARD HEISIG 2008, Fotoquelle: Wikipedia/Spree Tom-GNU Free Documentation License

Das Potsdam Museum und das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus erhielten aus dem Nachlass der 2014 verstorbenen Sammlerin Vera Schreck jeweils elf Gemälde des Malers Bernhard Heisig (1925-2011). Heisig zählte zusammen mit Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer zur „Leipziger Schule“. Wegen seiner Kritik an der SED-Kulturpolitik wurde er 1964 als Rektor der Leipziger Kunsthochschule abgesetzt, blieb aber dort weiterhin als Dozent und Leiter der Grafik-Abteilung tätig. Als Maler hat er u.a. die deutsche und preußische Geschichte reflektiert. In Potsdam wird die Schenkung 2016 öffentlich gezeigt. www.potsdam.de/kategorie/potsdam-museum-forum-fuer-kunst-und-geschichte

Hochschulen

Urbane Interventionen

OCCUPY WALLSTREET, Fotoquelle: Wikipedia/David Shankbourne – Creative Commons Attribution 3.0 Unported License

2015 endet die zweite Forschungsphase des Projekts „Urbane Interventionen“ an der HFBK Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich von Borries, der an der Hochschule Designtheorie lehrt. In dieser zweiten Projektphase werden „Vorgehensweisen und Wirkmechanismen interventionistischer Praxen mittels mehrerer Fall- und Feldstudien methodisch gefaßt und dargestellt. Nach der Untersuchung der wachsenden Stadt Hamburg in der ersten Projektphase wird in der aktuellen zweiten Forschungsphase der Fokus auf urbane Interventionen (künstlerisch, gestalterisch, architektonisch, stadtplanerisch) als Handlungsoption in »traumatisierten« Regionen gelegt.“ Interessant dabei ist die Untersuchung des Verhältnisses zwischen militärischer und künstlerischer Intervention, denn Künstler haben ja den Anspruch, mit ihren Interventionen öffentliche Räume nicht nur symbolisch zu besetzen. Aber ist Intervenieren tatsächlich ein „zeitspezifisches, gesellschaftliches Handlungsmodell,.... das sich in die verschiedensten gesellschaftlichen Subsysteme (von Kunst, Aktivismus und Architektur über Marketing und soziale Dienstleistung bis zur Politik) eingeschrieben hat?“ Zu dieser Frage beschäftigt sich das Projekt mit den Beispielen der Occupy-Bewegung und mit den Platzbesetzungen des arabischen Frühlings. „Occupy Wallstreet“ war im Herbst 2011 immerhin die größte Protestbewegung in Nordamerika in den letzten Jahren gewesen. Angesichts der gesellschaftspolitischen Relevanz und Brisanz) definiert sich die Zielvorstellung des Projekts als „umfassende Theoriebildung“ zu urbanen Interventionen. www.hfbk-hamburg.de

Museen & Institutionen

Valie Export-Film

VALIE EXPORT, Fotoquelle: Wikipedia/Manfred Werner

Das Kölner Museum Ludwig zeigt am Montag, 21. September 2015, 19.00 Uhr im Kino des Museums den Film „Valie Export – Ikone und Rebellin“ von Claudia Müller. Anschließend findet ein Gespräch zwischen Valie Export, Claudia Müller und dem Museumsdirektor Yilmaz Dziewior statt. Mit ihrer Reihe „Kunst im Kontext“ lädt die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig zur Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen ein. Mit Unterstützung der Initiative „Perlensucher am Museum Ludwig“ konnte das Museum auch Valie Exports Vitrine „Tapp und Tastkino“ (1968/69) erwerben. www.gmk-koeln.de

Kulturpolitik

Kulturgutschutzgesetz

KULTURSTAATSMINISTERIN MONIKA GRÜTTERS, Foto: Bundesregierung/Kugler

In Abstimmung mit den zuständigen Ressorts im Bundeskabinett legte Kulturstaatsministerin Monika Grütters einen Entwurf für eine Novelle des Kulturgutschutzgesetzes vor. Beim Verkauf eines Gemäldes ins EU-Ausland soll künftig eine Genehmigung erst dann nötig sein, wenn das Bild älter als 70 Jahre ist und sein Wert auf mehr als 300.000 Euro geschätzt wird. Grütters betonte, dieser Entwurf käme den Interessen des Kunsthandels „so weit wie möglich entgegen“. Da die Kulturhoheit bei den Ländern liegt, ist auch die Regelung der Ausfuhr von nationalem Kulturgut Ländersache. Seit das Gesetz erstmals 1955 in Kraft trat, haben die Länder allerdings erst 2.700 Werke in die Schutzliste eingetragen. In den vergangenen zehn Jahren ist sogar in keinem einzigen Fall eine Ausfuhr abgelehnt worden. Das Bundesverwaltungsgericht hat Einträge in solche Schutzlisten als vereinbar mit der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes beurteilt. Der Sammler Reinhold Würth hat freilich in mehreren Interviews beklagt, er fürchte einen Wertverlust seiner Sammlung durch die Schutzbestimmungen. Experten prognostizieren, dass Sammelstücke nur noch die Hälfte wert sein könnten, wenn man sie nicht mehr ins Ausland verkaufen dürfte. Leihgaben für öffentliche Museen aus privaten Sammlungen können laut Referentenentwurf zwar tatsächlich in die Schutzliste eingetragen werden, aber der Künstler bzw. der Sammler haben dann immer noch die Möglichkeit, dagegen Widerspruch einzulegen. Lebende Künstler können generell einem Eintrag ihrer Werke in dieser Liste widersprechen. Wenn der Leihvertrag eines Sammlers mit dem Museum gekündigt und das Werk wieder in privaten Besitz überführt wird, erlischt auch die Unterschutzstellung als nationales Kulturgut. Der Referentenentwurf ist in der derzeitigen Fassung auf der Internetseite der Staatsministerin für Kultur und Medien einsehbar: www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2015/2015-09-15-kgsg-entwurf-online.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Biennalen

San Juan Poly/Graphic-Triennale

Die San Juan Poly/Graphic-Triennale vom 24.Oktober 2015 bis zum 27. Februar 2016 ist damit die erste und älteste Veranstaltung dieser Art im karibischen Raum. Ihre Vorläuferveranstaltung wurde mit dem Schwerpunkt in Graviertechniken in Puerto Rico seit 1970 ausgerichtet und 2004 in die jetzige Form umgewandelt und umbenannt. Das Spektrum reicht nun von den traditionellen grafischen Künsten wie Radierung und Kupferstich bis hin zu modernen polygrafischen Techniken und konzeptuellen Ansätzen mit mixed-medialer Ausweitung. Damit ist diese Triennale wegweisend für andere Grafik-Festivals, sich innovativen neuen Techniken und Medien zu öffnen – honoriert wurde dies 2005, als die Triennale von San Juan auf der slovenischen Grafik-Biennale in Ljubljana mit dem Großen Preis gewürdigt wurde. Kulturpolitisch will man mit dieser Triennale einen Brückenschlag zu den anderen Künstlerszenen im karibischen und lateinamerikanischen Raum erreichen. Künstlerliste: Rosenda Álvarez Faro and Grabadores por Grabadores, Carlos Amorales, Francisca Aninat, Rodrigo Arteaga, Myrna Báez, David Beltrán, Hernaín Bravo, Fernando Bryce, Waltercio Caldas, Manuel Calderón, Johanna Calle, Luis Camnitzer, Tania Candiani, Claudia Casarino, Albert Chong, Lourdes Correa-Carlo, Elena Damiani, Annalee Davis, Paula Dittborn, Frances Gallardo, Carlos Garaicoa, María Elena González, Félix González Torres, Karlo Andrei Ibarra, José Iraola, Alfredo Jaar, Voluspa Jarpa, Ivelisse Jiménez, Leandro Katz, Lucía Koch, Irene Kopelman, Ricardo Lanzarini, Nicola López, Claudia Martínez Garay, Vik Muniz, Mônica Nador, Jesús (Bubu) Negrón, Rivane Neuenschwander, José Ortiz-Pagán, Amalia Pica, Isabel Ramírez, Sandra Ramos, Rosângela Rennó, Verónica Rivera, Nicolas Robbio, Marina Rondón, Graciela Sacco, Rosemberg Sandoval, Oscar Santillán, Giancarlo Scaglia, SEMEFO, Daniel Senise, Edra Soto, Adán Vallecillo und Alicia Villarreal. www.icp.gobierno.pr

Preise

Praemium Imperiale

WOLFGANG LAIB, Foto: Courtesy Buchmann Galerie, Berlin

Wolfgang Laib, deutscher Bildhauer, wird am 21. Oktober 2015 in Tokyo mit dem japanischen Praemium Imperiale ausgezeichnet. Die Ehrung gilt als „Nobelpreis der Künste“ und würdigt das Lebenswerk eines Künstlers. Die Preissumme beträgt umgerechnet 112.000 Euro. Laib war 1982 und 1987 Teilnehmer an der Kasseler documenta. Disziplinär und stilistisch sind seine Arbeiten der Land Art, der Installationskunst und dem Minimalismus zuzuordnen. Fast immer setzt er in seinen Installationen natürliche Materialien wie Blütenpollen oder Bienenwachs ein. Seine „Milchsteine“ bestehen aus Marmorblöcken, die er millimetertief ausschleift und mit Milch auffüllt. Bis zum 31. Oktober 2015 stellt Wolfgang Laib seine Bienenwachs-Objekte in der Berliner Galerie Buchmann aus. Ebenfalls ausgezeichnet werden der Maler Tadanori Yokoo, der Architekt Dominique Perrault, die Pianistin Mitsuko Uchida und die Tänzerin Sylvie Guillem. www.praemiumimperiale.org

Aktionen & Projekte

Mauern einreißen

3STEPS, bemalte Mauersegmente

Vor einem Vierteljahrhundert, im Sommer 1989, öffnete die ungarische Regierung den „Eisernen Vorhang“ nach Österreich und ermöglichte so DDR-Bürgern die Flucht nach Westen. Im Herbst 2015 vollzieht die jetzige Regierung in Budapest paradoxerweise eine umgekehrte Maßnahme: ein 175 km langer Metallzaun mit Stacheldraht an der Grenze zu Serbien soll Flüchtlinge abhalten, die auf EU-Gebiet gelangen wollen. Zum 25jährigen Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung lässt sich konstatieren, dass die Euphorie jener Tage mit der Hoffnung auf offene Grenzen, mehr Austausch, mehr Freiheiten und mehr Wohlstand längst verflogen ist. Das Urban-Art Kollektiv „3 steps“ hat vor diesem aktuellen und zeithistorischen Hintergrund drei Segmente der einstigen Berliner Mauer in Kunstwerke transformiert und nutzt diese Arbeiten für Performances im öffentlichen Straßenraum. Die drei Mauerteile bilden jenen DDR-Soldaten ab, der 1961 in den Tagen des Berliner Mauerbaues mit einem spektakulären Sprung über die Stacheldrahtbarriere den Sprung in den Westteil der Stadt schaffte. „Brücken bauen“ und „Mauern einreißen“ haben die Künstler auf dem Sockel notiert. Durch symbolische Bildsprache sowie erlebbarer und greifbarer Kunstperformance sollen sowohl die Mauern in unseren Köpfen als auch die realen Mauern sichtbar gemacht werden, um sie zu Fall zu bringen. Beginn der Performance ist unsere Heimatstadt Gießen, die früher Anlaufstelle vieler DDR-Flüchtlinge war und heute Flüchtlinge aus aller Welt aufnimmt. „Die Berliner Mauerteile sind als Medium von bestehenden Mauern zwischen Nationen, Völkern und Kulturen sowie von Mauern in den Köpfen der Menschen zu verstehen. Ziel ist das Einreißen dieser Mauern sowie das Bauen von Brücken zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen. Die ersten Kunstperformances sind an einen inhaltlichen und zeitlichen Bezug zur deutschen Geschichte und der deutschen Trennung durch die Berliner Mauer angelehnt. Weitere Performances werden… folgen“. www.3steps.de

Personalien

Fred Deux gestorben

FRED DEUX, Fotoquelle: Wikipedia/Pantalaskas

Fred Deux, vom Surrealismus inspirierter Künstler und Literat, starb im Alter von 91 Jahren. In der unmittelbaren Nachkriegszeit machte er sich mit den Texten von Frank Kafka, André Breton und Marquis de Sade bekannt, entdeckte für sich auch das Werk von Paul Klee und gründete in Marseille eine Surrealistengruppe. Anfang der 1950er Jahre gehörte er auch zu den Pariser Surrealisten um André Breton, deren Gruppe er jedoch 1954 wieder verließ. Künstlerisch haben seine Arbeiten eine Nähe zur Art brut. Eine umfangreiche Sammlung von seinen Werken besitzt das Kunstmuseum Bochum.

Personalien

Neue Direktorin in Krefeld

KATIA BAUDIN, Foto: Raap

Katia Baudin, seit 2008 stellvertretende Direktorin des Museum Ludwig in Köln, wird neue Chefin der Kunstmuseen Krefeld. Bevor sie nach Köln kam, leitete sie das Kunst- und Design Museum Frac Nord-Pas de Calais in Dünkirchen und als Rektorin die Straßburger Kunstakademie. www.kunstmuseenkrefeld.de

Galerien & Auktionshäuser

Gallery Weekend in Barcelona

SALVADOR DALI, Foto: espai Mayoral

Als Erfinder des Gallery Weekends gilt der Galerist Rudolf Zwirner, der erstmals in den 1980er Jahren diese Rundgänge durch die lokalen Kunstorte Köln sunter dem Titel "Premieren" organisierte. Inzwischen wurde dieses Konzept in fast allen großen Kunststädten kopiert, und nun lädt auch Barcelona für den 1. bis 4. Oktober 2015 erstmals zu solch einem Gallery Weekend ein. Beteiligt sind 21 Avantgarde-Galerien, begleitet von einem Programm mit fünf ortsbezogenen Projekten unter dem Titel "Latifudes", u.a. in den Raval-Gäerten und dem Zitadellen_Park. Museen und andere Non-Profit-Initiativen schließen sich mit einem Parallelprogramm an den Rundgang an. Besonderes Highlight: Richard Mas kuratiert eine Salvador-Dali-Ausstellung, die nach dem Gallery Weekend noch bis zum 31. Dezember 2015 in der Galeria Mayoral zu sehen ist. www.barcelonagalleryweekend.com

Biennalen

Scape PublicArt

ROB GARRETT, Foto: Justyna Gruszczyk-Woltman, Courtesy SCAPE Public Art

 

Vom 3. Oktober bis zum 15. November 2015 läuft in Christchurch/Neuseeland die Scape Public Art unter der Regie des Managing Curators Rob Garrett. Das Programm umfasst etwa 150 temporäre und sechs dauerhafte Arbeiten im Bereich der „neuen innovativen Künste“. Die Biennale findet im öffentlichen Raum des Stadtzentrums statt und gilt als die einzige im Land, die sich diesen progressiven Künsten widmet. www.scapebiennial.org.nz

Museen & Institutionen

Skulpturenpark Waldfrieden

THOMAS VIRNICH, Werkgruppe „Fliegende Katakomben“, Herstellungszustand in der Gießerei

Thomas Virnich bestreitet vom 24. Oktober 2015 bis zum 21. Februar 2016 unter dem Titel „Helter Skelter“ die aktuelle Ausstellung im Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden. Seine Werkgruppe „Fliegende Katakomben“ rekurriert auf ein Architekturmodell seines Atelierhauses, dessen Anschauung er mit Reiseeindrücken und Erinnerungen an antike Räume und Bauwerke kombiniert. Für die Ausstellung stellte er zwei Bronzeskulpturen hergestellt, von denen eine anschließend zum Sammlungsbestand des Skulpturenparks gehört.Viele seiner Werke entstehen in einem experimentellen Prozess, durch den die Formen der Ausgangsobjekte wie Plastikkugeln oder Spielzeug verfremdet und in eine neue bildnerische Sprache transformiert werden. „Dieser Prozess wird weniger durch konzeptuelle Vorüberlegungen als vielmehr durch die spielerische und dennoch systematische Erforschung der Möglichkeiten plastischer Umformung bestimmt. So kann prinzipiell aus jeder dreidimensionalen Ausgangsform durch Umstülpen, Zerteilen, Abformen, Kombinieren usw. ein neues Objekt entstehen.“ www.skulpturenpark-waldfrieden.de/

Museen & Institutionen

Eugen Gomringer: Geburtstagsausstellung

EUGEN GOMRINGER in der Villa Kobe, Fotoquelle. Wikipedia/Villa Kobe - GNU-Free Documentation License

Bis zum 25. Oktober 2015 widmet der Bielefelder Kunstverein Eugen Gomringer anlässlich seines 90. Geburtstages eine Ausstellung. Ausgehend von den Arbeiten des »Vaters der Konkreten Poesie« thematisiert sie im Dialog mit Positionen zeitgenössischer Kunst die Beziehungen von Sprache und Text im bildnerischen Schaffen. "Die Ausstellung nimmt dabei keine literatur- oder kunsthistorische Einordnung vor, sondern setzt vielmehr Gomringers Werkansatz und seine konzeptuellen Arbeiten in einen zukunftsweisenden Dialog mit der Gegenwart. Die gezeigte Werkauswahl beschäftigt sich sowohl mit Konkreten Tendenzen des 20. Jahrhunderts als auch mit dem Einfluss digitaler Medien auf Darstellungs- und Produktionsformen gegenwärtiger Poesie. Dabei spielen das Wort als grafisches und phonetisches Gestaltungselement, die (Im-)Materialität von Text sowie poetische Konstellationen von Sprachelementen eine wesentliche Rolle. Präsentiert werden, neben essentiellen Werken und Archivmaterialien von Eugen Gomringer, zahlreiche Neuproduktionen von KünstlerInnen und AutorInnen. Die Exponate reichen von Textbeiträgen, Publikationen und Hörstücken über Fotografien, Objekte sowie Malereien bis hin zu Videopräsentationen und Installationen." www.bielefelder-kunstverein.de

Museen & Institutionen

Carl Andre im Rheinland

CARL ANDRE, „20 Meter Steel Triangle“(1983)

Aus Anlass des 80. Geburtstags von Carl André haben im Herbst 2015 fünf Museen im Rheinland in Kooperation mit der Galerie Konrad Fischer unter dem Titel „Satellites“ fünf seiner großen Skulpturen im Außenbereich aufgestellt. Beteiligt sind das Josef Albers Museum (Bottrop), das Museum Morsbroich (Leverkusen), die Langen Foundation (Neuss), die Stiftung Insel Hombroich (Neuss) und der Skulpturenpark Waldfrieden (Wuppertal).

Aktionen & Projekte

Lange Nacht der Lichter

BLICK IN DIE NORD ART 2015.

Im Herbst, wenn es wieder früher dunkler wird, haben Lichtkunstprojekte Hochsaison. Bevor am 4. Oktober 2015 die diesjährige Nord Art ihre Pforten schließt, laden die Initiatoren für den 19. September 2015 zur „Langen Nacht der Lichter“ ein. Im Kontrast zum dunklen Himmel und in farbiges Licht getaucht, entwickeln das Parkgelände und die Ausstellungshallen eine ganz spezielle Atmosphäre, und die Kunstwerke erzählen ganz andere Geschichten. Im Rahmen diesert Veranstaltung erfolgt auch die Verleihung des NordArt-Preises. An der NordArt nehmen rund 250 Künstler teil. Sie stellen auf dem Gelände des Kunstwerks Carlshütte in Büdelsdorf aus. www.nordart.de

Ausschreibungen

BKM Preis Kulturelle Bildung 2016

Auch im Jahr 2016 vergibt die Kulturstaatsministerin den „BKM-Preis Kulturelle Bildung für „hervorragende, bundesweit modellhafte Projekte im Bereich der kulturellen Bildung“ Aus den eingereichten Vorschlägen werden 10 Projekte zur engeren Auswahl nominiert und mit einer Anerkennungsprämie von 5.000 bedacht. Der Preis selbst wird auf drei nominierte Projekte mit je 20.000 Euro verteilt. Der BBK-Bundesverband ist vorschlagsberechtigt. Deadline: 15. Oktober 2015. Projektvorschläge unter verwendung an: info@bbk-bundesverband.de. Unbedingt notwendig ist das Teilnahmeformular, Download unter: www.bbk-bundesverband.de/fileadmin/pdfs/Vorschlagsformular_bkm-preis-kulturelle-bildung-2016-1.pdf

Aktionen & Projekte

Schömberger Fotoherbst

FLORIAN KAELBER, Pressefoto zum Schömberger Fotoherbst (Ausschnitt)

Vom 9. Oktober bis zum 8. November 2015 lädt der Schömberger Fotoherbst zum Besuch einer Ausstellung ausgewählter Profiarbeiten aus der Reise- und Reportage-Fotografie ein, ergänzt um eine großformatige Outdoor-Ausstellung von Michael Martin, und eine Straßengalerie mit Amateur-Aufnahmen. Begleitet wird die vierwöchige Veranstaltung von verschiedenen Experten-Workshops, der offiziellen Preisverleihung und Multivisionsshows. Die Ausstellungen zeigen die Gewinner des Wettbewerbs in den Kategorien "Profi", "Amateur-Aufnahme" und  "Junger Fotoherbst". Während der Finissage am 7. November 2015 verleiht die Fachjury den Hauptpreis und die von Malcom Brook gestaltete "Fotohasi"-Trophäe. Zudem  darf sich jeweils ein Foto-Künstler über den Publikumspreis freuen. Die Live-Multivision "CHINA - Das Reich der Mitte gestern und heute" von Wolfgang Schiemann bildet den  krönenden Abschluss des Festivals.

Museen & Institutionen

Sprengel-Museum: Anbau eingeweiht

SPRENGEL-MUSERUM HANNOVER, Erweiterungsbau, Foto: Georg Aerni

Das Sprengel Museum Hannover hat seinen Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Die Baukosten lagen bei 36 Mill. Euro. Mit diesem Anbau vergrößert sich die Ausstellungsfläche um knapp ein Drittel auf mehr als 17.000 qm. Aus klimatischen Gründen können die Werke aus der eigenen Sammlung derzeit noch nicht im Neubau gezeigt werden. Daher bietet die Eröffnungsausstellung bis zum 10. Januar 2016 im Neubau die Ausstellung „Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal“: Für jeden Raum im Neubau wurde ein Künstler eingeladen, „mit einer Installation oder Intervention den Dialog mit der Architektur zu suchen und spezifische Qualitäten von Raum, Material, Licht und Wahrnehmung erfahrbar zu machen“. Im Altbau ist bis zum 31. Januar 2016 die Ausstellung „Unsere Sammler, unsere Stifter“ zu sehen, und zwar mit Werken von Pablo Picasso, Kurt Schwitters, Max Ernst, Gerhard Richter, Ilya Kabakov u.a. Ebenfalls bis zum 31. Januar 2016 hat die Braunschweiger Kunstprofessorin Corinna Schnitt dort eine Einzelpräsentation. www.sprengel-museum.de

Hochschulen

Skulpturen zur Revolutionsarchitektur

RALF WERNER

Ralf Werner ist Professor für Bildnerische Grundlagen an der HBK Saar in Saarbrücken. „Seine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen dem konkreten, umbauten Raum und einer imaginierten Raumgestalt, die mit dem physischen Raum in Beziehung gesetzt wird.“ In der Ulmer Sebastianskapelle zeigte er bis zum 4. Oktober 2015 seine Skulpturengruppe „Oskolok“, die „ein zentrales Motiv der russischen Revolutionsarchitektur der 1920er Jahre“ visualisiert: „Sie zeigt die charakteristische sechseckige Fensterkonstruktion, die der russische Architekt Konstantin Melnikov für sein Wohnhaus in Moskau entwarf. Ralf Werner entwickelt aus diesem Fenstertypus Skulpturen aus Holz und Glas, die in ihrer komplexen Geometrie den Umraum vielfach gebrochen wiederspiegeln und beinahe aufzulösen scheinen.“ www.hbksaar.de

Preise

Preis der Nationalgalerie

ANNE IMHOF, Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2015 und BASTIAN GÜNTHER, Gewinner des Förderpreises für Filmkunst 2015

Anne Imhof wurde der Preis der Nationalgalerie zugesprochen. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Verein der Freunde der Nationalgalerie ausgelobt. Er ist seit 2013 ist er nicht mehr mit Geld dotiert, sondern mit einer Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie. Imhof arbeitet im Bereich bildende Kunst, Performance und Film. Der Förderpreis für Filmkunst ging an Bastian Günther (10.000 Euro). Als symbolischen Preis bekamen beide ein Joseph Beuys-Multiple überreicht. www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/nationalgalerie

Museen & Institutionen

Bamberg: Sagen und Zeigen

GILBERT AND GEORGE, Fingers of Fate, 2007

Die Jahresausstellung des Kunstvereins Bamberg vom 26. Sept. bis zum 8. Nov. 2015 steht unter dem Leitmotiv "Sagen udn Zeigen - Schrift in der Kunst". "Historisch besteht das Zusammenspiel zwischen Bild und Schrift schon sehr lange, man denke an mittelalterliche Handschriften und Buchmalerei. Zu Beginn des 21.Jahrhunderts ist Text zu einem selbstverständlichen Gestaltungsmittel der bildenden Kunst geworden. Warum und wie verwenden Künstler Text? Für diese Ausstellung trägt der Kunstverein Bamberg Kunstwerke von fast 50 bedeutenden zeitgenössischen Künstlern zusammen. Darunter auch gänzlich neu für die Ausstellung entwickelte Arbeiten. Malerei, Zeichnung, Plastik und Objektkunst sowie Performances am Eröffnungstag geben ein lebendiges Bild von der Vielfalt des Themas. Ergänzt wird die Schau durch einige Arbeiten aus der Sammlung des Kunstvereins." Künstlerliste: Anna und Bernhard Blume, Albert Coers, Natalie Czech, Hanne Darboven, Jimmie Durham, Michaela Eichwald, Peter Engel, Anett Frontzek, Jochen Flinzer, Gilbert & George, Eugen Gomringer, Manuel Graf, Michael Hakimi, Klara Hobza, Jenny Holzer, Albert Hien, Notburga Karl, Till Krause, San Keller , Josef Kosuth, Dana Lürken, Nanne Meyer, Matt Mullican, Dietmar Pfister, Gunter Reski, Dieter Roth, Falk Schwalbe, Fritze Schwegler, Stefanie Senge, Judith Siegmund, Dorothe Rust& Bernadett Settele, Thomas Trinkl, Cy Twombly, Timm Ulrichs, herman de vries, Jorinde Voigt, Herbert Weber, Lawrence Weiner u. a.

Aktionen & Projekte

Sculpture network

Auf sculpture network's XIII. International Forum in Linz/Österreich (1.-3. Okt. 2015) wird über die Verwendung neuester Technologien in Kombination mit der Skulptur diskutiert. Kunstexperten, Künstler und Produzenten referieren über neue Technologien in der dreidimensionalen Kunstszene. "Von der Geschichte neuer Technologien in der Kunstwelt, bis hin zu modernen Entwicklungen und Produktionsmethoden von dauerhaften und vorübergehenden Stücken wird diskutiert. Teilnehmer haben die Möglichkeit mit den Direktoren der gastgebenden Einrichtungen, sowie mit den Experten zu diskutieren, und die Künstler persönlich anzutreffen." Anmeldungen sind noch bis zum 23. Sept. 2015 möglich. Referenten sind: Stella Rollig,  Nicholas Lambert, Miqui Guillén,  Matthew Plummer-Fernandez, Quayola,  Martin Sturm, Gerfried Stocker, Hideaki Ogawa, "h.o" hdoto Josef Reitsberget. www.sculpture-network.org

Preview

Befreite Moderne

ROLF MÜLLER-LANDAU, Der kleine Katzenhai, 1947, Öl auf Leinwand, Copyright: Dr. Alöbrecht und Bärbel Müller, Nachlass Rolf Müller-Landau, Heuchelheim, Courtesy Kunstmuseum Mülheim/Ruhr

Papier war knapp in der unmittelbaren Nachkriegszeitnach 1945, und die Künstler behalfen sich zum Zeichnen zumeist mit braunem Packpapier. Viele konzentrierten sich nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur stilistisch auf die expressiven und abstrakten Tendenzen jener Moderne, die nach 1933 als „entartete Kunst“ diffamiert wurde. Paris war damals das Mekka der Künstler, die surrealistisch, abstrahierend oder später dann informell malten. Diese moderne Kunst zu fördern, war auch Teil des demokratischen Umerziehungsprozesses, um den sich die alliierten Siegermächte in den Westzonen bemühten – nicht zuletzt deshalb wurden auch schon bald deutsch-französische Kulturinstitute gegründet, wie z.B. 1952 in Aachen. „Trotz Trümmern und Ruinen, Mangel und Entbehrungen erwiesen sich diese Jahre als künstlerisch produktiv und vielfältig, auch wenn zahlreiche Widerstände zu überwinden waren.“ Unter den ideologischen Verhärtungen im Ostteil Deutschlands erfuhren die dortigen Künstler allerdings durch die „Formalismusdebatte“ ab Ende der 1940er Jahre eine erneute Gängelung. Die Ausstellung „Befreite Moderne“ im Kunstmuseum Mülheim/Ruhr dokumentiert vom 27. September 2015 bis zum 10. Januar 2016 mit 100 Exponaten das künstlerische Schaffen im Zeitraum 1945-1949. Künstlerliste: Carl Barth, Heinz Battke, Willi Baumeister, Max Beckmann, Hubert Berke, Julius Bissier, Constant, Joseph Fassbender, Gerhard Fietz, Adolf Richard Fleischmann, Edvard Frank, Werner Gilles, K. O. Götz, Bruno Goller, Thomas Grochowiak, Hans Hartung, Werner Heldt, Peter Herkenrath, Hannah Höch, Marta Hoepffner, Karl Hofer, Otto Hofmann, Jeanne Mammen, Georg Meistermann, Oskar Moll, Erich Mueller-Kraus, Rolf Müller-Landau, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Petra Petitpierre, Marie-Louise von Rogister, Ludwig Gabriel Schrieber, Bernard Schultze, Heinrich Siepmann, Elsa und Hans Thiemann, Hann Trier, Heinz Trökes, Theodor Werner, Fritz Winter und Wols. www.muelheim-ruhr.de/cms/kunstmuseum_muelheim_an_der_ruhr2.html

Preview

Xu Zhen in Graz

XU ZHEN, „Eternity – The Soldier of Marathon Announcing Victory, A Wounded Galatian“, 2014, Courtesy des Künstlers und MadeIn Company, Foto: Thomas Fuesser

Peter Pakesch und Katrin Bucher Trantow sind Kuratoren der Ausstellung mit dem chinesischen Künstler Xu Zehn im Universalmuseum Joanneum in Graz (bis 10. Januar 2016). „In seiner Kunst beschäftigt er sich mit der kurzlebigen und globalen Konsumgesellschaft und beschränkt sich dabei nicht auf ein Medium, sondern bedient sich Bildern, Skulpturen, Performances und Filmen. 2009 gründete der Künstler die Produktionsfirma „MadeIn Company“, die Kunstwerke aller Gattungen in höchster Perfektion herstellt. Gemeinsam mit dem Team seiner Firma zeigt er in dieser Ausstellung Werke, die sich mit Vorurteilen zwischen Ost und West ebenso auseinandersetzen wie mit der Definition von Identität oder der Reproduktion von Kunst.“ Am 24. September 2015 führt der Künstler dort eine Performance auf. www.museum-joanneum.at

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