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Ausschreibungen

Choreografie-Wettbewerb

Zum 7. Mal sind in diesem Jahr Choreografen, Tänzer, Performer, Film- und (Multi-) Mediakünstler eingeladen, neue ästhetische Wege und außergewöhnliche visuelle Sprachen für Choreografie und Film im 60-sekündigen Werbeclipformat zu entwickeln. Gesucht werden Arbeiten, die sich choreografisch mit den unendlichen Möglichkeiten des Mediums Film auseinandersetzen. In der Verbindung aus Film, Kunst, Video und Choreografie sollen filmisch-mediale Auseinandersetzungen mit neuen choreografischen Ansätzen entstehen, die den Blick des Zuschauers für den Film und die Choreografie als Kunstform sensibilisieren und zugleich für eine Choreografie der Bilder öffnen. Es werden Preise in zwei Kategorien vergeben: Zum einen Geldpreise bis zu 2.000 Euro. Zusätzlich werden Kinopreise verliehen. Die Gewinnerclips werden ein Jahr lang in Deutschland und in der Schweiz nach oder im Werbeblock zahlreicher Partnerkinos und europaweit auf verschiedenen Festivals präsentiert. Deadlienist der 10. Sept. 2015. Infos zum Internationalen Choreograpohy Captures Wettbewerb unter www.choreooo.org

Biennalen

Contour 7

„Contour“ ist eine Biennale für Videokunst in Mechelen (Belgien). Mit dem flämischen Untertitel „Biennale voor Bewegend Beld“ findet die 7. Ausgabe vom 29. August bis zum 8. November 2015 statt. Die Veranstaltung versteht sich als Plattforum für Künstler und Kuratoren, die sich in den Bereichen Video, Film und Installation verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen bedienen. Gleichzeitig treten die Veranstalter auch mit dem Anspruch an, mit ihrem Programm in der Stadt Mechelen einen Dialog zwischen der zeitgenössischen Kunst und der Architektur zu fördern. www.contourmechelen.be

Biennalen

Lichtsicht-Biennale Bad Rothenfelde

WILLIAM KENTRIDGE, “More Sweetly Play the Dance”, 2015, Fotograf: Franz Wamhof

Die Lichtsicht-Biennale in Bad Rothenfelde (18. Sept. 2015 bis 7. Feb. 2016) wird von Kurator Weibel kuratiert und konzentriert sich auf Projektionstechnik. Dazu wurden u.a. die Wege rund um das Gradierwerk im Kurpark neu befestigt, um im Winter auch bei schlechtem Wetter passierbar zu sein – solch ein Lichtkunst-Projekt macht ja nur in der kalten Jahreszeit Sinn, wenn es früh dunkel wird. 54 Hochleistungsbeamer stehen für die Beiträge der Künstler zur Verfügung und bilden das Equipment für ein viermonatiges „Outdoor-Museum“. Für die Techniker ist das nicht unproblematisch: die Sole dort hat einen recht hohen Salzgehalt, dessen Aggressivität die Geräte angreift. Deshalb bekamen alle Projektoren Wetterschutzgehäuse verpasst. Robert Wilson zeigt eine Auswahl seiner „Video Portraits“ mit mehr als 60 Porträts von „Celebrities and Royals“. William Kentridge füherr sein neues Werk „More Sweetly Play the Dance“ in Kooperation mit dem Eye Film Museum Amsterdam auf. Weitere Künstlerbeiträge kommen von Eyal Gever mit der Projektion einer Tanz-Performance auf den Wasserfontänen des Kurparks, sowie von rosalie, Tim Otto Roth, Holger Förterer, Daniel Crooks, Ryoji Ikeda, außerdem von den den Künstlergruppen Random International und LASACT. www.lichtsicht-biennale.de

Galerien & Auktionshäuser

Berlin: Lange Nacht der Museen

LIANA NAKASHIDZE, Exponat zur Ausstellung Gettin Visible in der White Gallery, Berlin.

Am 29. August 2015 laden die Berliner Kunstorte wieder zur Langen Nacht der Museen ein. Auch die White Gallery in der Auguststre. öffnet an diesem Abend ihre Pforten. Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen und Skulptur von Liana Nakashidze und Mirian Gomel. „Während Liana Nakashidze die ephemere Natur von Erinnerungen thematisiert und mit großen Flächen von Grau und Grün Landschaften und Rückbesinnung komponiert, setzt sich auf Mirian Gomelis Leinwänden eine kraftvolle Morbidität durch...“ www.white-gallery.berlin

Hochschulen

Marketplaces of Perception

Die Akademie Schloss Solitude kündigt für den 18. September 2015 ein Kolloquium "Marketplaces an Perception" an. Veranstaltungsort ist der Projektraum Römerstr. 2 A. Das Thema wird folgendermaßen skizziert: "Wahrnehmung benötigt körperliche Grundlagen, gleichzeitig ist sie jedoch eine zutiefst gesellschaftlich strukturierte Angelegenheit. Die Innen- wie Außenwahrnehmung ist bestimmend für das Individuum, welches sich wiederum durch das Soziale konstituiert. Heute ist die Entwicklung der fünf Sinne bedingt durch eine optimierte wie virtualisierte Subjektivität, in der Spekulation und kapitalistischer Wettbewerb ihren »ganz natürlichen« Ursprung zu besitzen scheinen. Die Subjekte halten sich an, produktiv zu sein, indem sie sich beim Empfinden erfinden. Die Massenproduktion wird vermeintlich individuell »digitalisiert«, der Medienkonsum hat sich zur nervösen Expression der User gewandelt – und die generierten Daten werden »kapitalisiert«. Sehen, Riechen, Schmecken werden zum Dauermoment der Selbstregulierung eines exzessiven Erlebens. Nicht verwunderlich ist, dass in der Folge ästhetische Theorien entstanden, die die Befreiung des Individuums durch reine, vorbewusste Affektzustände suchen und hierzu neurowissenschaftliche Befunde unterstützend anführen." Anmeldung bis zum 1. Sept. 2015 bei: mw@akademie-solitude.de

Biennalen

Triennale Grenchen

Originaldruckgrafik bildet den Schwerpunkt der Grenchener Triennale (16. bis 20.9. 2015).Das Programm bestreiten mehr als 20 Druckwerkstätten, etwa 200 Künstler und Editeure. In einer Sonderausstellung werden 20 Künstler aus Südafrika vorgestellt. www.triennale.ch

Preise

Dresden-Stipendium

FERNANDO SÁNCHEZ CASTILLO, Foto: Courtesy F. Sánchez Castillo

Fernando Sánchez Castillo verbringt bis Dezember 2015 einen Dresden-Aufenthalt im Rahmen des Internationalen Kunststipendiums der Stiftung Kunst & Musik für Dresden begonnen. Die Stiftung vergibt das „Artist-in-Residence-Stipendium“ ausschließlich an Künstler aus dem Ausland. Der diesjährige Stipendiat „untersucht, wie kulturelle Erinnerung entsteht, wie sich gesellschaftliche und politische Macht formiert und welche Rolle historische Mythen dabei spielen. Er nutzt den öffentlichen Raum als Leinwand und Katalysator für seine Kunst. Über die Medien Film, Skulptur und Performance sucht er den Dialog mit seinem Publikum.“ Die gemeinnützige Stiftung Kunst & Musik für Dresden fördert in diesem Jahr mit 70.000 Euro insgesamt acht Projekte. www.kunst-musik-dresden.de

Biennalen

Internationale Biennalen-Termine

18.9.-31.12. 2015 Kaunas Biennale - 18.9.2015-6.2. 2016 Lichtsicht-Biennale Bad Rothenfelde - 1.10.-30.11. 2015 New York Biennale Art - 2.10.-1.11. 2015 Fotoindustria Biennale Bologna- 3.10.- 15.11. 2015 Scape public Art Christchurch/Neeseeland - 3.10.-6.12. 2015 Biennal de Curitiba (Brasilien) - Bis 4.10. 2015 Blickachsen Wiesbaden - 6.10.-6.12. 2015 SESC Videobrasil Sao Paulo -7.-11.10. 2015 B 3 Biennale Frankfurt/M. -  8.10. – 22.11.2015 Mercusol Biennal (Brasilien) -17.10. – 25.10. 2015 Florence Biennale - Bis 18.10. 2015 Busan Biennale (Korea)-  Bis 18.10. 2015 Triennale Brügge.

Personalien

Uffizien: neuer Direktor

UFFIZIEN FLORENZ, Fotoquelle: Wikipedia -GNU-Free Documentation License

Eike Schmidt wurde vom italienischen Kulturministerium zum neuen Leiter des Kunstmuseums Uffizien in Florenz berufen. Schmidt wurde in Freiburg geboren und war Kurator in der National Gallery of Art in Washington und im J. Paul Getty Museum in Los Angeles. Außerdem berief das Ministerum Cecilie Hollberg für die Leitung der Galleria dell'Accademia in Florenz und den Archäologen Gabriel Zuchtriegel zum Direktor für den Parco Archeologico di Paestum.

Personalien

Neue Direktorin in Potsdam

Ortrud Westheider wechselt vom Hamburger Bucerius Forum auf den Direktorensessel des Museums Barberini in Potsdam. Ihr letzter Arbeitstag in Hamburg ist der 6. Februar 2016, wenn dort eine Picasso-Ausstellung eröffnet wird. In Potsdam tritt sie ihre Stelle im April 2016 an, wo der Sammler Hasso Plattner das in Gründung befindliche Museum aufbaut und die Eröffnung für das Frühjahr 2017 anstrebt.

Preise

Preis der Nationalgalerie

KANDIDATEN für den Preis der Nationalgalerie: v. l. n. r. Christian Falsnaes, Slavs and Tatars, Anne Imhof, Florian Hecker, Foto: David von Becker

Christian Falsnaes, Florian Hecker, Anne Imhof sowie Slavs und Tatars sind für den Preis der Nationalgalerie nominiert und präsentieren ab dem 11. September 2015 ihre Arbeiten in Berlin im Hamburger Bahnhof. Sie stellen sich damit dem Votum der zweiten Jury, die den Gewinner kürt.

Ausschreibungen

Grußkarten-Design

Der Designwettbewerb für Gruß- und Glückwunschkarten wird vom avg Grußkartenverband veranstaltet und findet zum 13. Mal statt. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2015. Ausgelobt sind deei Preise: 1. Preis: 1.500 Eueo, 2. Preis 1.000 Euro, 3. Preis 500 Euro, Infos: ww.avgcard.de/de/designwettbewerb-fuer-gruss-und-glueckwunschkarten-303.html

Ausschreibungen

reForm

Der Wettbewerb "reForm" um den Kunstpreis der Evangelischen Landeskirche in Baden-Württermberg läuft nioch bis zum 30. November 2015 und ist für Malerei, Skulptur, Rauminstallation, mediale Arbeiten, performative Arbeiten, Klang und Licht, Raumausstattungen ausgelobt. Die eingereichte Arbeit soll in den letzten fünf Jahren entstanden sein. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, ein Förderpreis für Teilnehmer bis 35 Jahren mit 3.000 Euro. Online-Bewerbungen über www.kunst-kirche.de

Preise

Oskar Schlemmer-Preis

ELGER ESSER

Elger Esser erhält den Oskar-Schlemmer-Preis (25.000 Euro). Esser ist Professor für künstlerische Fotografie an der Staatl. Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und gilt als Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule. Die Auszeichnung wird im Februar 2016 verliehen.

Preview

Xenopolis

LORIS CECCHINI, Monologue Patterns, 2005/2015 Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2015

In den Hauptstädten der Welt ist jeder ein Fremder. Diese Behauptung nimmt die Ausstellung „Xenopolis“ aus intellektuellen Ausgangspunkt. Simon Njami kuratiert eine Werkschau für die Deutsche Bank KunstHalle in Berlin eine Ausstellung, die den Text „Semiologie und Stadtplanung“ von Roland Barthes reflektiert und sich mit der Vorstellung der Stadt als eines „Labyrinths der Wahrnehmungen“ auseinandersetzt. Bis 8. November 2015. www.deutsche-bank-kunsthalle.de

Museen & Institutionen

Köln plant "Historische Mitte"

KÖLNER OB JÜRGEN ROTERS, Foto: Raap

Kölns scheidender OB Jürgen Roters traf sich mit dem Domprobst, um die Planung der künftigen „Historischen Mitte“ an der Südseite des Doms zu besprechen. Für ca. 123 Mill. Euro sollen hier das Römisch-Germanische Museum saniert werden und ein Neubau für das Kölnische Stadtmuseum entstehen. Auch die Verwaltung der Dombauhütte findet hier ihren Platz. In dieser Historischen Mitte konzentriert sich dann museal die Geschichte der römischen und der mittelalterlichen Stadt. Der Baubeginn ist jedoch noch völlig ungewiss. Angesichts der Tatsache, dass die derzeitige Opernsanierung mindestens zwei Jahre länger dauern wird und es momentan erhebliche Probleme gibt, Ersatzspielstätten zu finden, lästerte ein Kommentator in der Lokalpresse, Kölns Politiker benähmen sich wie ein Koch, dem gerade die Bratkartoffeln angebrannt sind, und noch während er die Pfanne säubere, stelle er schon Visionen für die Eröffnung eines neuen Gourmettempels vor.

Ausschreibungen

Stipendium für Künstlerinnen und Kindern

Das Künstlergut Prösitz befindet sich auf einem ehemaligen Dreiseithof in einem kleinen Dorf an der A 14 zwischen Dresden und Leipzig. Es schreibt monatliche Symposien für den Zeitraum Mai bis Oktober 2016 aus. „Ziel des Symposiums ist ein gemeinsames Leben und Arbeiten von professionellen Künstlerinnen mit ihren (Klein-) Kindern auf dem Künstlergut“. Die Kinder werden vor Ort von einer Tagesmutter betreut. Das Stipendium beträgt 500,- Euro. Nachfragen und formlose Bewerbungen (jedoch nicht CD, DVD oder digital) mit Arbeitsfotos, kurzem Lebenslauf, Anzahl und Alter der Kinder bis spätestens zum 30. November 2015 an: Künstlergut Prösitz e.V., Prösitz 1,  04668 Grimma, www.kuenstlergut-proesitz.de

Messen & Märkte

Neuer Amerika-Direktor

NOAH HOROWITZ, Copyright: Art Basel

Im  August 2015 trat Noah Horowitz, der früher die Internetmesse VIP Art Fair und  anschließend vier Jahre lang The Armory Show in New York verantwortete, bei der Art Basel seinen Posten als neuer Amerika-Direktor an. Die diesjährige Art Basel Miami Beach (3.-6. 12. 2015) findet damit erstmals unter seiner Regie statt. Bisher hatte der US-Ableger der Basler Messe keinen eigenen Direktor. www.artbasel.com/

Aktionen & Projekte

30 Jahre Hohenschönhausen

PRESSEFOTO zu 30 Jahre Hohenschönhausen (Ausschnitt)

Am 1. September 1985 wurde der Bezirk Hohenschönhausen offiziell gegründet. Schon im Februar 1984 griff der damalige DDR-Chef Erich Honecker persönlich zur Maurerkelle und legte den symbolischen Grundstein an der Barther Straße. Innerhalb von nur fünf Jahren wuchs im Plattenbaustil eine neue Großsiedlung mit den Ausmaßen einer Großstadt heran. Dazu zeigt das Museum Lichtenberg im Stadthaus nun bis zum 22. Dezember 2015 eine Ausstellung mit einem Großmodell und Fotos von den Erbauen und den neuen Bewohnern. Eine Ausstellung Gleichzeitig werfen drei weitere Ausstellungsprojekte des studio im HOCHHAUS einen künstlerischen Blick auf Utopie und heutiges Leben in einer Großsiedlung: eine Installation von Max Sudhues ("Drehende Städte"), Fotoarbeiten von Holger Biermann ("Verdichtung") und "Gropiusstadt Stories (2007)" mit Videos von Wolfgang Aichner, Martin Brand, Andreas Bunte, Klaus W. Eisenlohr & Johann Zeitler, Annette Gödde / Arnold von Wedemeyer, Nicoline van Harskamp, Rolf Kirsch, Köbberling / Kaltwasser, Daniel Silver, ststs, Albert Weis u.a.

Preise

Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg

BARBIS RUDER, „1 C Schutz“, 1:10 Min, 1920 x 1080 HD, Cinematographie: Anna Vasof

Barbis Ruder (1. Preis), Young Hun Lee (2. Preis) sowie Andreas Exner (3. Preis) sind die Gewinner des Kunstpreises der Erzdiözese Freiburg. Der Wettbewerb wurde zum Thema „Gnade“ ausgelobt. Bis zum 4. Oktober 2015 zeigen die drei Preisträger ihre prämierten Werke und andere Arbeiten von Radolfzell in der Villa Bosch. www.ebfr.de.

Biennalen

Contour 7 Mechelen

MECHELEN, Rathaus, Fotoquelle: Wikipedia/BKLuis

„Contour“ ist eine Biennale für Videokunst in Mechelen (Belgien). Mit dem flämischen Untertitel „Biennale voor Bewegend Beld“ findet die 7. Ausgabe vom 29. August bis zum 8. November 2015 statt. Die Veranstaltung versteht sich als Plattforum für Künstler und Kuratoren, die sich in den Bereichen Video, Film und Installation verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen bedienen. Gleichzeitig treten die Veranstalter auch mit dem Anspruch an, mit ihrem Programm in der Stadt Mechelen einen Dialog zwischen der zeitgenössischen Kunst und der Architektur zu fördern. www.contourmechelen.be

Biennalen

Biennale des bewegten Bildes

LIU WIE, „Unforgettable Memory“, Video, 2009, Copyright: 2015 für die Videoabbildungen bei Associação Cultural Videobrasil

Die B3 Biennale des bewegten Bildes präsentiert vom 7. bis 11. Oktober 2015 in Frankfurt und der Rhein-Main-Region in einer breit angelegten interdisziplinären Allianz das bewegte Bild. Veranstalter ist die HfG Offenbach. Sie lädt Künstler, Filmemacher, Designer, Internetspezialisten, Gamesentwickler und Wissenschaftler zu dieser Biennale ein. Unter dem Leitthema „Expanded Senses. Mit allen Sinnen erleben und Grenzen verschieben“ beteiligen sich 19 Partner an der B3, darunter das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt. Dort und in einer temporären Containerinstallation im angrenzenden Park wird die Videokunstausstellung „memórias inapagáveis“ von einem dichten Programm aus öffentlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Führungen begleitet. Der Beitrag ist Teil des Projekts „Sense of doubt. Wider das Vergessen“ der Goethe-Universität. „Das Projekt lässt die kulturelle, soziale und politische Konstruktion von kollektiven Erinnerungen sichtbar werden, es vergegenwärtigt das Verdrängte und macht Alternativen bewusst.“ Der Frankfurter Kunstverein beteiligt sich mit der Ausstellung „Körper–Ich: Körper im Zeitalter digitaler Technologien“, die noch bis zum 10. Januar 2016 läuft. www.b3biennale.com.

Biennalen

TRIO Biennal Rio de Janeiro

Viele renommierte brasilianische Bildhauer wie Sergio Camargo, Franz Weissmann, Amilcar de Castro, Palatnik, Hélio Oiticica, Lygia Clark and Lygia Pape, Bispo do Rosário, Cildo Meirelles, Tunga, Antonio Dias stammen aus Rio de Janeiro, und so erscheint es logisch, eine Biennale dort auf dreidimensionale Kunst zu spezialisieren. Sie umfasst nicht nur Skulpturen und Installationen, sondern auch raumgreifende Malerei, raumbezogene Videokunst und Fotografie, Performance und andere Medien. Direktor ist Alexandre Murucci, als Kurator zeichnet Marcus de Lontra Costa für das Programm verantwortlich. Termin der TRIO Biennial: 4. Sept. bis 8. Dez. 2015. www.triobiennal.com

Preview

IRWIN: Wo denkst du hin?!

IRWIN, Dreams and Conflicts, 2003, Farbfotografie, Foto: Igor Andjelič, Courtesy Galerija Gregor Podnar  

Vom 27. September 2015 bis zum 10. Januar 2016 ist die Kunsthalle Osnabrück Schauplatz der zweiten Etappe des länderübergreifenden Projekts, das dem slowenischen Künstlerkollektiv IRWIN gewidmet ist. Die Gruppe besteht ausDušan Mandić, Miran Mohar, Andrej Savski, Roman Uranjek und Borut Vogelnik, die sich 1983 drei Jahre nach Titos Tod zusammenfanden. Thema der jetzigen Ausstellung ist die „Infragestellung von Machtstrukturen und ihren Repräsentationsformen sowie dem Zusammenspiel von Kunst und Ideologie... Nicht von ungefähr ist Osnabrück, in der 1648 der Westfälische Frieden verkündet wurde, als ein sehr passender Ort für diese künstlerische Intervention. Denn hier, wo in über 50 Einrichtungen aktiv der Friedensgedanke gelebt wird, stellt man Fragen, die denen der Künstlergruppe IRWIN sehr ähnlich sind. Es sind Fragen nach Identität, Heimat und einer besseren Gesellschaft ohne Grenzen...“ Eine dritte Projekt-Etappe ist 2016 in Danzig/Gdansk geplant. www.osnabrueck.de/kunsthalle

Museen & Institutionen

Breker-Skulptur wieder auf Museumsdach

ARNO BREKER, „Aurora“ (1925/26) auf dem Dach des Düsseldorfer Kunstmuseums (Ehrenhof), Fotoquelle: Wikipedia/HGS

1925/26 schuf Arno Breker aus Muschelkalk die monumentale Figur „Aurora“ - sie stellt die liegende Göttin der Morgenröte dar. Wilhelm Kreis, der Architekt des Düsseldorfer Kunstmuseums, hatte den Bildhauer beauftragt, diese Skulptur zur Ausstellung „Gesolei“ (Große Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen) zu schaffen. Es war Brekers erster großer öffentlicher Auftrag  neben der Gestaltung einer Porträtbüste des Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Den Platz auf dem Dach des Kunstmuseums suchten Architekt und Künstler gemeinsam aus. 2002 machte die Figur Schlagzeilen: Die Künstlerin Katinka Bock durfte die Figur hat nach dem Vorbild von Christo „verpacken“ und temporär mit Schlingknöterich bepflanzen. Die noch immer zahlreichen Breker-Fans empörten sich darüber. Umstritten ist Arno Breker wegen seiner Nähe zu den NS-Oberen bis heute: nach seinen Anfängen mit einer abstrakten Formensprache ist die „Aurora“ seiner „klassischen Periode“ zu zurechnen. Doch schon 1927 entwickelte er ein Gussverfahren, das eine „reine Form“ ohne Unebenheiten an der Oberfläche hervor bringt und das ihm in den 1930er Jahren dann künstlerisch jene idealisierende Typisierung erlaubte, die für das Schaffen in der NS-Zeit stilprägend war. So schreibt Dr. Nikola Doll: „Die Jahre 1935/36 markieren einen ersten künstlerischen Wendepunkt. Breker, der in den 1920er Jahren eine dekorative Figuration vertrat, entwickelte nunmehr einen ausgeprägten Naturalismus mit kraftvollen, muskulös durch gestalteten Körpern. Seine Skulpturen empfahlen sich als klassizistische Machtallegorien: Die formale Bezugnahme auf die griechische und römische Antike mit klar akzentuierter und am menschlichen Körper orientierter Gestaltung konnte an Vorstellungen von Hochkunst anschließen. Durch beigefügte Attribute, Gestik und Mimik repräsentierten seine Bildwerke nationalsozialistische Ideologeme wie Rasse und Kampf“. Weil das Dach des Museumsgebäudes marode war, musste die acht Tonnen schwere Skulptur vor einigen Monaten demontiert werden. Nach der Dachsanierung hat die drei Meter hohe und fünf Meter lange Skulptur nun wieder ihren angestammten Platz eingenommen, da sie als „integraler Bestandteil“ des Gebäudes gilt. www.smkp.de

Museen & Institutionen

Konto für alle

OLIVER BREITENSTEIN, Pop-Bank in Siegburg

Oliver Breitenstein attackiert den Kapitalismus mit satiriasch-ironischen Mitteln. Im Kunstverein Rhein-Sieg in Siegburg stellte er kürzlich auf einer ansonsten weißen Wand eine Überweisungsquittung aus: er hatte dem Kunstverein einen Euro überwiesen und kehrte damit die Idee des Ausstellungshonorars ins Gegenteil um. Bekannt wurde er durch die Gründung einer Pop-Bank. Im Kunstmuseum Ahlen eröffnet er nun ein "Konto für alle". Jeder kann dort Geld einzahlen oder abheben. Die feierliche Eröffnung der Ahlener Pop-Bank.-Filiale findet am 29. August 2015 im Museums-Foyer statt. www.kunstmuseum-ahlen.de

Preview

Otto Steinert-Ausstellung

OTTO STEINERT, MF Steinert, Bildnis hell-dunkel, 1950 (Ausschnitt)

Anlässlich des 100. Geburtstags des Fotografen Otto Steinert (1915-1978) zeigt Museum Folkwang Essen im Oktober 2015 eine Auswahl aus dem Nachlass präsentieren, darunter auch bislang selten gezeigte Arbeiten. Für den 27. und 28. November 2015 ist zusätzlich ein Symposium mit dem Titel „Arbeit am Bild: Otto Steinert und die Felder des Fotografischen“ angekündigt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Folkwang Universität der Künste und des Museum Folkwang in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie. www.museum-folkwang.de.

Preview

Hanne Darboven-Retrospektive

HANNE DARBOVEN im Atelier, Hamburg 1987, Copyright: Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn, 2015, Foto: Hermann Dornhege

Vom10. September 2015 bis zum 17. Januar 2016 bietet die Bundeskunsthalle Bonn einen Überblick über das Schaffen von Hanne Darboven (1941-2009). Der Ausstellungstitel „Zeitgeschichten“ bezieht sich auf ihre Werke, die „als schlichte Kommentare zu Tagesereignissen, aber auch als Hommage an Dichter, Philosophen, Wissenschaftler, Politiker und Künstler zu lesen sind. Die Verknüpfung von Kunst und Politik sowie die Verbindung der einzelnen Ausdrucksformen – wie Literatur, bildende Kunst, Film und Musik – bestimmen die Themen ihrer ‚Erinnerungsarbeit‘ und zeithistorischen Chronik.“ Die erste große Retrospektive nach dem Tod der Künstlerin richten die Bonner Bundeskunsthalle und das Münchener Haus der Kunst zeitlich parallel gemeinsam aus. In München läuft die Ausstellung vom 18. Sept. 2015 bis zum 14. Februar 2016.

Aktionen & Projekte

Filmfestival Münster

DAVID HAHLBROCK /ROBERT OLAWUYI, Berlin Alexanderplatz, 2012

Für den 23. bis 27. September 2015 ist in Münster ein Film- und Videofestival angekündigt. "Worauf warten wir noch? In gewisser Weise verweist diese Frage auf einen Übergang, einen Aufbruch in etwas mehr oder weniger Unbekanntes als kollektive Erfahrung. Der Weg vom Zögern zum Aufbrechen konfrontiert uns mit Erwartungen, Hoffnungen, aber auch mit Zweifeln und Unentschlossenheit. Dieser Gedanke bildet die Grundlage für die Auswahl der acht Positionen zeitgenössischer Videokunst, die in der Kunsthalle zu sehen sind."Johanna Billings Arbeit „Project for a revolution“ bezieht sich auf die berühmte Eröffnungssequenz aus Michelangelo Antonionis „Zabriskie Point“ (1970). Um das Warten, dass etwas passiert geht es auch in Jan Hoefts Video „Exit Strategies“.Die Videoinstallationen in der Kunsthalle gehört zum Rahmenprogramm des Filmfestivals Münster 2015. Vor mehr als 30 Jahren gegründet, hat sich das Filmfestival als feste Größe in der deutschen Festivallandschaft etabliert. Vor allem dem Filmnachwuchs wird regelmäßig besondere Aufmerksamkeit zuteil.  Künstlerliste: Johanna Billing, Persijn Broersen & Margit Lukácz , David Hahlbrock & Robert Olawuyi, Jan Hoeft, Alwin Lay, Inge Meijer, Jana Kerima Stolzer, Britta Thie. www.filmfestival-muenster.de

Aktionen & Projekte

ID-clash Bangladesh

ID-CLASH BANGLADESH, Annoya und Katha, Foto: Copyright Roland Kaiser

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut führen Angie Hiesl und Roland Kaiser vom 5. bis 7. November 2017 in Bangladesh ihr Performance-Projekt „ID-Clash“ durch. 2013 fand die Uraufführung in Köln statt, nun wird das Projekt bei einem mehrwöchigen Aufenthalt „ortsspoezifisch“ in Dhaka neu inszeniert. Thematisch geht es um „Transidentität aus dem Blickwinkel verschiedener Kulturen“. Zwei „Hijra“, wie man dort das „dritte Geschlecht“ nennt, begegnen in der Performance zwei westlichen Transidenten. „Transident werden Menschen genannt, die sich der Geschlechterrolle entziehen, die ihnen durch ihre Geburt zugewiesen wurde. Das Leben von Transidenten in Europa folgt meist individuellen Lebensentwürfen in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld von Toleranz, Ablehnung und Tabuisierung. Die „Hijra“ in Südasien werden als Männer geboren, fühlen sich eher als Frau, ordnen sich aber trotzdem keinem der beiden Geschlechter zu. Sie nennen sich das „Dritte Geschlecht“ und folgen einer spirituellen Tradition, die ihnen spezielle gesellschaftliche Funktionen überträgt. Dennoch führen sie ein Leben am Rande der Gesellschaft.“ Die vier unterschiedlichen Biografien der Performerinnen bilden die Grundlage des „ID-Clash“-Auftritts mit Video-Projektionen, Gesang, performativen und bildnerischen Elementen. Es performen Annoya, Katha, Michelle Niwicho und Melissa Marie Garcia Noriega. www.angiehiesl.de

Aktionen & Projekte

Cityleaks Köln

ACIDUM, Wandbild, Fotocredit: Robert Winter

Der Kölner Kunstverein artrmx e.V. veranstaltet auch in diesem Jahr wieder vom 1. bis 20. September 2015 sein CityLeaks Urban Art Festival 2015. Einige der bekanntesten Street Art-Künstler kmmen nach Köln, etwa der Argentinier Franco Fasoli, der niederländischen Graffiti-Pionier Boris Tellegen, den US-Amerikaner Axel Void sowie die österreichische Cie. Willi Dorner. Sie reflektieren mit ihren Murals (Wandbildern) gestalterisch das Thema Urbanität und bespielten auch sonst  mithilfe unterschiedlichster Ausdrucksmöglichkeiten den Stadtraum. Die Mittel reichen von Performances über Installationen bis hin zu großflächigen Wandgestaltungen. Partizipative Angebote ermöglichen auch dem Publikum Beteiligungen als Tänzer, Parcours-Läufer oder Kletterer für die spektakuläre Stadtperformance bodies in urban spaces der Cie. Willi Dorner. Bei Benjamin Gaulons Workshop Retail Poisining kann man sich als Konsum-Hacker ausprobieren oder aber als Mitglied der Performance Line of Equilibrium „eine gemeinsame Balance in einer U-Bahn finden“. Schwerpunkt der Aktivitäten ist diesmal der Stadtteil Mülheim. Zur finanziellen Unterstützung ihres Projekts führen die Initiatoren auch eine Crowdfunding-Kampagne durch. www. cityleaks-festival.de

Aktionen & Projekte

Stadtvermessungen in Osnabrück

KATI GAUSMANN, aha, Hasestraße 2015, Foto: Michael Köser

Wie lässt sich vertraut geglaubter städtischer Raum neu erleben? Welche Perspektiven eröffnen sich durch ungeahnte künstlerische Interventionen? Diesen Fragen geht das partizipatorische Kunstprojekt „Tangency 2015 – Stadtvermessungen“ vom 29.8.-5.9.2015 in Osnabrück nach,. Es wird nun schon zum zweiten Mal von Dirk Manzke betreut, Professor für Städtebau und Freiraumplanung an der Hochschule Osnabrück sowie Elisabeth Lumme, freie Kuratorin und Kulturmanagerin. Eingeladen sind Kati Gausmann, Cheryl Pope und Yukihiro Tagushi. Alle drei Künstler setzen auf performative Aktionen und ein für Osnabrück neuartiges „Mapping the City“. Kati Gausmann arbeitet prozessorientiert und fragt nach dem Zusammenhang von Bewegung, Rhythmus und Handlung als formgebenden Prinzipien.  Bei ihrer Performance „aha“ wird Kati Gausmann in Osnabrück den die Stadt durchquerenden Fluss „Hase“ zeichnerisch auf das städtische Umfeld übertragen. Nach maßstabsgetreuen Berechnungen ist eine fiktive Karte entstanden, die die Grundlage der Intervention ist. Cheryl Pope spürt mit Blattgold "in Osnabrück ebenso den Spuren der Zeit wie den Fragen von Identität und Tradition sowie dem Verhältnis von privatem und öffentlichem Raum nach. Ausgehend von historischen Web- oder Stickmustern aus Deutschland, überzieht sie markante örtliche Situationen auf der Hasestraße – wie öffentliche Plätze, Gehwege oder Arkaden – mit einem feinen, fast unsichtbaren Geflecht aus hauchdünner Goldfolie, das sich wie ein textiles Gewebe über die Bepflasterung legt." Der japanische Künstler Yukihiro Tagushi lässt sich durch immer neu zu arrangierende Fundstücke vor Ort inspirieren. "Seine Installationen und räumlichen Interventionen entstehen spontan und sind in steter Veränderung begriffen, die er in Sequenzen fotografiert und später per Stop-Motion-Technik filmisch weiterverarbeitet. Nahezu spielerisch weitet sich der Blick auf Architektur und Möglichkeiten urbanen Lebens." www.tangency.de

Aktionen & Projekte

Körper

SASHA WALTZ, Fotoquelle: Wikipedia / Copyright: Sebastian Bolesch – Sasha Waltz & Guests GmbH – Creative Commons Share Alike 3.0. Unported-Lizenz

Die Berliner Choreografin Sasha Waltz inszeniert ihr Stück „Körper“ als österreichische Erstaufführung am 15./16. Oktober 2015 im TQW-Tanzquartier Wien (Halle E). „Kaum eine andere zeitgenössische Choreografin versteht das Zusammenspiel von Raum und Körper so raffiniert und gleichzeitig radikal auf die Bühne zu bringen. In einer Explosion aus Tanz und Licht auf einer brachial wirkenden Bühne verformen sich einzelne Körperteile zu fremdartigen Wesen und ziehen das Publikum in seinen Bann...“ www.tqw.at

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In eigener Sache

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