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Biennalen

Skulptur Projekte Münster 2017

SKULPTUR PROJEKTE MÜNSTER, Träger und Team: Oberbürgermeister der Stadt Münster Markus Lewe, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur Dr. Hermann Arnhold, Projektleitung der Skulptur Projekte Imke Itzen, das Kuratorenteam der Skulptur Projekte 2017 mit Dr. Marianne Wagner, Prof. Kasper König, Britta Peters und LWL-Landesdirektor Matthias Löb (v.l.n.r.), Fozto: Hubertus Huvermann

Seit 1977 wird alle zehn Jahre die Ausstellung „Skulptur Projekte Münster“ im öffentlichen Raum der Stadt ausgerichtet – immer zeitlich parallel zur Kasseler documenta. Mit vier Millionen Euro beträgt der Etat des Münsteraner Projekts etwa ein Fünftel des Kasseler Budgets. Bei den Besucherzahlen sind beide Veranstaltungen auf jeden Fall in die Oberliga der internationalen Großereignisse einzuordnen: 860.000 Kunstfreunde reisten zur letzten documenta nach Kassel, und mehr als 500.000 Besucher zählte man 2007 in Münster. Kurator aller bisherigen Skulpturen-Projekte und ebenso der kommenden fünften Ausgabe im Sommer 2017 ist Kasper König. Er will dann auch das Thema „Digitalisierung“ aufgreifen. Zwei Jahre vor dem nächsten Start ist bereits bekannt, dass König u.a. die Rumänin Alexandra Pirici und den französische Tänzer Xavier Le Roy einladen will, außerdem die türkische Bildhauerin Ayse Erkmen, den Konzeptkünstler Aram Bartholl und Andreas Bunte. Termin: 10. Juni bis 1. Oktober 2017. www.skulptur-projekte.de

Museen & Institutionen

Den Haag: Leihgabe

LOUISE BOURGEOIS, Spinnenpaar, Bronze mit Patina aus Silbernitrat, 2003

Das Gemeentemuseum Den Haag erhielt zwei große Skulpturen von Louise Bourgeois als langfristige Leihgabe. Da in den Niederlanden ansonsten nur das Kröller-Müller-Museum einige frühe Arbeiten von Bourgeois hat, ist das Gemeentemuseum Den Haag das einzige niederländische Museum mit monumentalen Werken aus der späteren Schaffenszeit der Künstlerin. Die beiden L;eihgaben sind in der Dauerausstellung zu sehen. www.gemeentemuseum.nl

Ausschreibungen

Kunstgeragogik

Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel führt zwischen Oktober 2015 und April 2016 Lehrgänge zur Kunstgeragogik – kulturelle Bildung mit Älteren durch. Das Angebot zielt auf eine „berufsbegleitende Qualifizierung mit Zertifikatsabschluss die sich durch eine Verschränkung mit den Künsten auszeichnet und der Wissenschaftsdisziplin Geragogik zuzuordnen ist. Diese befasst sich vor allem mit Lerninhalten und – prozessen sowie Barrieren im Kontext von Altern.“ Anmeldungen sind bis zum 31. August 2015 möglich bei sabine.baumann@bundesakademie.de, Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel| Postfach 1140|38281 Wolfenbüttel, www.kunstgeragogik.net

Aktionen & Projekte

Time Based Academy

Am 26. Juni 2015 wird erstmals eine Veranstaltung der time_based_academy ausgerichtet. Austragungsort für diese temporäre Plattform für Künstler, Studenten und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen sind die Kunsthalle Düsseldorf und der Salon des Amateurs. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Open Source Festivals und als Erweiterung der Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) bietet die time_based_academy den Teilnehmern die Möglichkeit ihre Projekte und künstlerischen Positionen zu präsentieren, vor allem solche, bei denen sich Musik und bildende Kunst begegnen. "Durch die flexiblen und verschiedenen Formate entsteht eine ergebnisoffene Laborsituation, in der die Akteure frei von festen Rollenzuweisungen Musik-, Kunst- und Raumexperimente durchführen, voneinander lernen und die Ergebnisse dieser Prozesse in mannigfaltigen Formen öffentlich machen.§ Weitere Informationen und Programm: timebasedacademy.tumblr.com</p>

Museen & Institutionen

Fotografie-Museum

WIM COX mit seiner Museumssammlung

Wim Cox, Kölner Fotograf und Sammler, hat in den Räumen des früheren „Kunstkeller Klingelpütz“ ein MAPh-Museum für Analogphotographie eröffnet. Schon vor vielen Jahren begann Cox, historische Fotoapparate zu sammeln und ein Archiv mit Negativen und Abzügen zusammen zu tragen. „Ausgestellt ist seine Sammlung von Photographica der Jahrhundertwende bis zu Kamera-und Dunkelkammergeräten der späten 1980er Jahre. Nach Anmeldung hält Wim Cox Vorträge aus dieser Zeit, besonders die Arbeitsweise aus der legendären Fotowerkstätte HUGO SCHMÖLZ, Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen limitiert. Die unterschiedlichen Kamerasysteme von der Großbildkamera bis zur Kleinbild werden erklärt.“ Kontakt: wim@coxfoto.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerie-Jubiläum

Ihr 50jähriges Jubiläum feiert in diesen Wochen die Galerie Gmurzynska. 1965 hatte Antonina Gmurzynska die Galerie in Köln gegründet; heute ist sie in der Schweiz in Zürich, Zug and St. Moritz ansässig. Ihrem Programm mit klassischer Moderne, speziell russischer Avantgarde und Gegenwartskunst ist sie bis heute treu geblieben. www.gmurzynska.com

Ausschreibungen

Peer-Raben-Music-Award

Die Einreichfrist für den PEER-RABEN-MUSIC-AWARD wurde bis zum 15. Juli 2015 verlängert. Ausgezeichnet werden durch SoundTrack-Cologne Filmscores mit innovativer und dramaturgisch schlüssiger Verwendung von Musik und Ton in Beziehung zur Narration. Eingereicht werden können Kurzfilme, deren Produktion nach dem 1. Januar 2014 abgeschlossen wurde oder die nach dem 1. Januar 2014 uraufgeführt wurden. Berücksichtigt werden ausschließlich Filme mit einer Höchstlänge von 15 Minuten in allen branchenüblichen Formaten. Der Film muss überwiegend mit Originalmusik ausgestattet sein. Es gibt keine Beschränkungen bezogen auf Produktionsland, Genre oder Inhalt. Die Einreichung für den PEER-RABEN-MUSIC-AWARD ist auch über das Online-Portal reelport möglich: www.reelport.com

Galerien & Auktionshäuser

Augsburg: Galerieausstellung im Glaspalast

DANIELA KAMMERER, „Gassi im Weltall, 180 x 160 cm, Acryl auf Papier (2014)

Die Galerie Noah gewann einen Wettbewerb zur Nutzung der Räume in zwei Etagen des Augsburger Glaspalasts. Bis 31. Dezember 2015 zeigt die Galerie dort Arbeiten Elena Betz, Henning Gais, Daniela Kammerer, Anke Marlene Lehmann, Christine Reiter, Manuel Rigel, Frederic Sontag, Anika Lisa Schmidt, Sebastian Wolf und Harry Vogt. www.galerienoah.com

Hochschulen

FANTASTISCH! – Kieler Ehemalige stellen aus

ILLUSTRATION zur Ausstellungsankündigung

Ehemalige der Muthesius Kunsthochschule Kiel präsentieren ihre Arbeiten unter dem Titel „FANTASTISCH ! – Vom Innersten der Bilder” bis zum 6. September 2015 in der Stadtgalerie Kiel. Künstlerliste: Nándor Angstenberger, Lennart Holzborn, Katrin Pieczonka und Björn Siebert. Zum Ausstellungskonzept heißt es: „Nicht zuletzt mit Beginn des digitalen Zeitalters wird die Auflösung eines Bildbegriffs in seiner ursprünglichen und dem Abbildhaften verbundenen Bedeutung zunehmend diskutiert. Die Trennungen und Verbindungen von Bild und Kunst werden dabei automatisch immer wieder austariert. Die sogenannten 'Digital Natives!..., also die Generation der mit dem Internet aufgewachsenen Künstlerinnen und Künstler, scheint an dem derzeitigen Höhepunkt dieser Genealogie zu stehen.“ www.stadtgalerie-kiel.de.

Personalien

Vorschlag für neue Direktorin

Mirjam Wenzel, Literaturwissenschaftlerin, wurde vom Frankfurter Kulturdezernenten Felix Semmelroth als neue Leiterin des Jüdischen Museums Frankfurt vorgeschlagen. Sie leitet derzeit die Medienabteilung im Jüdischen Museum in Berlin. Der Magistrat der Stadt Frankfurt muss dem Vorschlag Semmelroths noch formal zustimmen. www.juedischesmuseum.de

Ausschreibungen

Kunst im öffentlichen Raum Tirol

Das Land Tirol lobt den mit Euro 80.000,- dotierten Förderschwerpunkt „Kunst im öffentlichen Raum“ 2015 aus. Mit dieser Aktion werden sowohl permanente Kunstprojekte als auch temporäre Interventionen im öffentlich zugänglichen Raum gefördert. Die Projekte müssen in Tirol stattfinden und sich mit den spezifischen Gegebenheiten der jeweils ausgewählten Orte auseinandersetzen. „Der Förderschwerpunkt richtet sich international an KünstlerInnen, KünstlerInnenkollektive, KuratorInnen, Kunst- bzw. KünstlerInnenvereine, die im Bereich der zeitgenössischen visuellen Kunst tätig sind sowie an Gemeinden, sofern sie als Träger von Kunstprojekten auftreten.“ Die Höhe der Förderung des Landes der zur Umsetzung empfohlenen Projekte aus dieser Aktion kann nach Empfehlung der Jury bis zu 100 Prozent der förderbaren Gesamtkosten betragen. Die vollständigen Unterlagen sind bis 14. August 2015 (Poststempel) unter dem Betreff: „Kunst im öffentlichen Raum 2015“ an das Amt der Tiroler Landesregierung – Abteilung Kultur Leopoldstraße 3/4 6020 Innsbruck, einzusenden. Infos: www.kuenstlerschaft.at

Kulturpolitik

Köln: Kulturindex

138 lokale Akteure des Kulturbetriebs befragte der Kölner Kulturrat für seinen Kulturindex. Ergebnis: nur 28,3 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach zufrieden. Hingegen lobten knapp 80 Prozent das Wirken von Art Cologne-Chef Daniel Hug und des Philharmonie-Intendanten Louwrens Langevoort. Die Akademie der Künste der Welt findet in der lokalen Szene indes nicht viel Zuspruch: nur 22,1 Prozent der Befragten stimmten zu, dass diese Einrichtung wichtig sei; die Ablehnung hingegen liegt bei 46 Prozent. Im September 2015 wird in Köln ein neuer OB gewählt. Es kandidieren der SPD-Politiker Jochen Ott und die unabhängige derzeitige Sozialdezernentin Henriette Reker, die von der CDU, den Grünen und der FDP unterstützt wird. Die Erwartungen der Szene an das künftige Stadtoberhaupt sind vor allem finanzieller Natur: laut Kulturindex soll sich der oder die OB in der Kulturpolitik künftig hauptsächlich um den Kultur-Etat kümmern (75,9 Prozent Zustimmung) und für die finanzielle Ausstattung der Museen sorgen (65,6 Prozent). www.koelnerkulturrat.de

Ausschreibungen

Aachen: Preis für Junge Kunst

Der NAK Neuer Aachener Kunstverein lobt den mit 3.000,- EUR dotierten Preis für Junge Kunst an Künstlerinnen und Künstler aus der Städteregion Aachen und der Euregio Maas-Rhein aus. Der Preis wird für Künstler im Bereich Bildende Kunst für Medien wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Video, Performance und Neuen Medien vergeben. Der Preisträger wird vom 10. September bis zum 16. Oktober 2016 in einer Ausstellung des NAK präsentiert. Die Altersgrenze für die Teilnehmer liegt bei 40 Jahren. Bewerber werden gebeten, einen Lebenslauf, das Bewerbungsformular sowie Dokumentationsmaterial ihrer Arbeiten (z.B. Installationsansichten, Farbkopien, Projektskizzen, Texte, DVDs) bis zum 22. Juli 2016 beim NAK Neuer Aachener Kunstverein einzureichen (keine Originale!). Die Bewerbungsmappen müsen im Anschluss an das Auswahlverfahren wieder persönlich abgeholt werden bzw. können nur gegen frankierten Rückumschlag zurückgeschickt werden. Anforderung Infos und Bewerbungsunterlagen unter  info@neueraachenerkunstverein.de

Biennalen

Vienna Biennale

BELU SIMION FAINARU, „Rose of Nothingness 2“, Beitrag zu „Mapping Bucharest“,

Die Vienna Biennale läuft noch bis zum 4. Oktober 2015. Unter dem Titel „Ideas for Change – Ideen für den Wechsel“ rief Christoph Thun-Hohenstein, Direktor des Wiener Museums für Angewandte Kunst, diese Veeranstaltungsreihe in Form eines interdisziplinären Zusammengehens von Design, Architektur und bildender Kunst ins Leben. Dazu hat z.B. Peter Weibel einen Ausstellungsteil „Mapping Bucharest“ konzipiert, der die avantgardistische Kunstszene Rumäniens vorstellt. Neben der Kunsthalle Wien und dem Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien beteiligt sich auch das Architekturzentrum Wien mit einem Architekturwettbewerb an der Biennale: Sieben Architekturteams wurden eingeladen, für die östlich von Wien gelegene Stadt Aspern Entwürfe zu liefern. Eine weitere Ausstellung „Future Light“ umfasst Beiträge von 18 Künstlern, die sich mit der Veränderung unserer Sehgewohnheiten beschäftigen. Im Museum für Angewandte Kunst skizziert eine interaktive Ausstellung „Smart Life in the City“ Utopien zur möglichen Zukunft des Stadtalltags. www.viennabiennale.org

Biennalen

Symposium: DOCUMENTA 1997-2017

In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Vorstellung über das Profil und das Leistungsvermögen einer Kunstausstellung grundlegend verändert: "Ausstellungen haben sich zu einem global ausgerichteten Format entwickelt, das nicht nur Kunst zeigen, sondern einer zunehmend internationalen Öffentlichkeit aktuelle Theorien und Denkmodelle vermitteln möchte." Das gilt vor allem für die Entwicklung der Kasseler documenta, die "spezifische Formen des Denkens und damit einhergehend auch Werte und Weltbilder in die Gesellschaft hineinzutragen" versucht. Diese Entwicklung und die sich daran anschließenden Fragen und Problemstellungen stehen im Zentrum eines Symposiums. "Was sind die theoretischen Konzepte, die den letzten vier documenta-Ausstellungen zugrunde liegen, und wie bewerten wir sie heute? Welche Denkstile sind mit dem Format Ausstellung überhaupt kompatibel? Und wie realisiert sich der globale Anspruch der Ausstellungen?" Darüber diskutieren: Carmen Amor, Karen Barad, Beatrice von Bismarck, Kristina Buch, Roger M. Buergel, Carolyn Christov-Bakargiev, Catherine David, Okwui Enwezor, Peter Galison, David Joselit, Hiwa K, Lu Jie, Michael Lüthy, Sarat Maharaj, Oliver Marchart, Laura Zheng Ning, Ruth Noack, Nikos Papastergiadis, Griselda Pollock, Tino Sehgal, Raqs Media Collective/Shuddhabrata Sengupta, Adam Szymczyk, Wang Jianwei. Termin: 17. und 18. Juli 2015. Ort: documenta-Halle Kassel. Infos: http://documenta60.de/de/documenta-1997-2017-erweiterte-denkkollektive-expanding-thought-collectives/http://documenta60.de/de/documenta-1997-2017-erweiterte-denkkollektive-expanding-thought-collectives/

Aktionen & Projekte

Fluid-City

WOLFGANG KRAUSE, „Fluid City“ (Skyline Hongkong, 3. Fassung), 2014/2015, Foto: W. Krause (Ausschnitt)

Im Trash-TV eines privaten Fernsehsenders erregte vor einigen Monaten die Sendung „Der Klügere kippt nach“ die Gemüter, als sich Prominente vor der Kamera mit Hochprozentigem betranken und dann nicht viel mehr dummes von sich gaben als schon in nüchternem Zustand. Mit klarem Kopf hingegen geht der Berliner Künstler und Galerist Wolfgang Krause an seine Aktionsreihe „Fluid City“: er trinkt den Inhalt von Plastikflaschen aus und bildet dann mit diesen Behältern die Hochhaus-Skyline berühmter Metropolen nach. Drei Monate lang musste sich Krause über Wasser- und Saftflaschen hermachen, bis er genügend Leergut für das Panorama von Hongkong beisammen hatte. In der Mitte seiner Installation auf einem Tapeziertisch stellt eine der Flaschen das Central Plaza-Gebäude dar. www.wolfgang-krause-projekte.de.

Aktionen & Projekte

Send me a line

NORA SCHATTAUER (Mitte) präsentiert ihre Schenkung im Kunstmuseum Bonn, Foto: Courtesy Kunstmuseum Bonn

Für ihr künstlerisches Forschungsprojekt „Send me a line" hat die Kölner Künstlerin Nora Schattauer von 2009 bis 2015 insgesamt 50 Zeichnungen von 42 Künstlern gesammelt, darunter Norbert Schwontkowski, Jorinde Voigt und Ralf Ziervogel. Diese Sammlung hat Schattauer jetzt dem Kunstmuseum Bonn als Schenkung übergeben. Das Projekt „versammelt Linien, die der Idee der einfachsten Form und der reduzierten Spur auf Papier folgen und trägt so zum grundlegenden Denken über die Zeichnung in ihrer radikalsten Konzentration bei... Beim Sichten der gesammelten Linien wird deutlich, wie wesentlich die Idee ist, auf diese Art elementare Erkenntnisse über das Zeichnen zu gewinnen. Das Projekt erforscht die Wahrnehmbarkeit von Linien, es geht weniger um den einzelnen Künstler als um die prinzipiellen Vorgehensweisen auf Papier. Im vergleichenden Sehen der Blätter erschließen sich Möglichkeiten von Zeichnung im Allgemeinen.“ www.kunstmuseum-bonn.de

Aktionen & Projekte

Politische Kunst

HERMANN-JOSEF HACK, Foto: KP Kremer

Der Kunstverein Rhein-Sieg in Siegburg zeigt bis zum 31. Juli 2015 eine Ausstellung mit politischer Kunst. Die Berliner Gruppe „Werkraum und Sinn“ beschäftigt sich mit einem Mangel an Gedenkkultur in einer brandenburgischen Kleinstadt, nachdem dort ein algerischer Asylbewerber von rechten Jugendlichen zu Tode gehetzt wurde. Oliver Breitenstein ironisiert die Mechanismen der Geldwirtschaft, indem er lediglich eine Überweisungsquittung an die Wand heftete - als Beleg, dass er dem Kunstverein einen Euro als Ausstellungshonorar überwiesen hatte. Susanne Fassbender dokumentiert die „Schändung des Erdreichs“ am Beispiel des Braunkohlentagebaus. Hermann-Josef Hack stellt Zeltplanen aus, die er zusammen mit Bewohnern eines libanesischen Flüchtlingscamps bemalt hatte und inszeniert ab dem 2. Juli 2015 vor dem Siegburger Bahnhof eine „Stätte der Entschuldigung für die Klimaopfer von morgen“. Hacks Gedenkstätte für Babys, die im Jahr 2050 „die Folgen unseres Handelns bzw. Nichthandelns auszubaden haben“ bietet als partizipatives Kunstwerk den Siegburgern die Möglichkeit, dort Kränze niederzulegen und sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Seit Jahren führt der Künstler solche Aktionen im öffentlichen Raum durch, um auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen: Heute würden nach Schätzungen seriöser Institute etwa 18 Mill. Afrikaner ihren Kontinent verlassen, wenn sie es könnten, um Kriegen, Bürgerkriegen, Verfolgung und wirtschaftlichem Chaos zu entfliehen. Schon jetzt haben aus unterschiedlichen Gründen weltweit 60 Mill. Flüchtlinge ihre Heimatorte verlassen müssen – auch nach Dürrekatastrophen, Überschwemmungen oder Erdbeben. Nicht zuletzt durch den Klimawandel könnte nach Prognosen der UN die Zahl der Flüchtlinge im Jahr 2050 rund 200 Mill. Menschen betragen. www.kunstverein-rheinsieg.de

Museen & Institutionen

München: Symposion über Kunst und Reisen

LENBACHHAUS, Fotoquelle: Wikipedia/Usien

Mobilität und Naturerfahrung sind zwei wesentliche Angelpunkte der Landschaftskunst im 19. Jahrhundert. Reisen in nah und fern führten nicht nur zu einer neuen künstlerischen Arbeitspraxis, sondern mit der Ölstudie auch zur Erfindung einer neuen Gattung. Mehr noch wurde die aufkommende Reiselust, wie sie etwa in dem berühmten Handbuch von Pierre Henri de Valenciennes bereits 1800 propagiert wurde, zum Ideal der Aus- und Identitätsbildung des Landschaftsmalers. Der Wunsch nach Naturnähe, die Suche nach Neuem und das Bedürfnis nach künstlerischem Austausch machte die Landschaftsmalerei zu einer europäischen Kunstform par excellence. Das internationale Symposium der Christoph Heilmann-Stiftung zur Reisekunst nimmt seinen Ausgangspunkt von der Sammlung intimer europäischer Landschaften und Ölstudien im Münchener Lenbachhaus. Termin: 3. bis 5. Juli 2015, Eintritt frei.

Museen & Institutionen

Bremen: Jubiläum

HERMINE OVERBECK-ROTHE, Unser Hauseingang (Ausschnitt)

Das Overbeck-Museum in Bremen-Vegesack feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. Es wurde 1990 von Gertrud Overbeck, der Enkelin des Malerpaares Fritz und Hermine Overbeck, gegründet und führte bis jetzt 120 Ausstellungen durch. „Dabei stand nicht nur das Werk des Worpsweder Gründervaters Fritz Overbeck (1869-1909) und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869-1937), im Mittelpunkt: Sonderausstellungen präsentierten darüber hinaus Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Ausprägung, von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart.“ Anlässlich des Jubiläums zeigt das Overbeck-Museum vom 12. Juli bis zum 4. Oktober 2015 eine Auswahl aus seiner Sammlung. www.overbeck-museum.de

Personalien

Enwezor: Ehrendoktor

OKWUI ENWEZOR, Foto: Giorgio Zucchiatti, Courtesy Biennale di Venezia

Okwui Enwezor, Kurator der diesjährigen Biennale di Venezia, wurde die Ehrendoktorwürde der University of Cape Town (Südafrika) im Fach Literatur verliehen. Enwezor ist studierter Politikwissenschaftler, seinen Zugang zur Kunst fand er über die Lyrik. Er ist u.a. Mitbegründer eines Magazins über afrikanische Kunst und wurde später als Leiter künstlerischer Großausstellungen international bekannt.

Museen & Institutionen

Hamburg: Multimedia-Führer

SÜDHALLE der Hamburger Deichtorhallen mit dem Haus der Photographie, Foto: Deichtorhallen Hamburg GmbH

Anlässlich der Triennale-Ausstellung THE DAY WILL COME WHEN MAN FALLS im Haus der Photographie können die Besucher der Hamburger Deichtorhallen bis zum 6. September 2015 erstmals einen eigenen multimedialen Ausstellungsguide entleihen. Der Ausstellungsguide steht den Besuchern zukünftig bei ausgewählten Ausstellungen in der Halle für aktuelle Kunst und im Haus der Photographie zur Verfügung,  so z.B. auch im kommenden Winter im Haus der Photographie bei der Sarah Moon-Ausstellung. Die Inhalte des Guides können individuell auf die einzelnen Ausstellungen angepasst werden. Der Guide hält weiterführende Informationen zu den gezeigten Werkserien von Philip Toledano bereit, darunter Audio-Einführungen von der Kuratorin Dr. Sabine Schnakenberg, persönliche Video-Statements des Künstlers, zusätzliche Bilderserien und Videos und weiterführende Texte. Darüber hinaus können die Besucher in kurzen Videos und Bilderserien einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung einer Ausstellung werfen. www.deichtorhallen.de

Museen & Institutionen

Malewitsch-Schenkung

IMI KNOEBEL, Ort – Mennige, 2012, Acryl, Aluminium, 191,6 x 270 x 150 cm, Installationsansicht im K21:, Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2015, Foto: Achim Kukulies

Imi Knoebel hat sich in seinem minimalistischen Werk intensiv mit dem Werk des russischen Suprematisten Kasimir Malewitsch beschäftigt. „Insbesondere dessen revolutionäres Schwarzes Quadrat, das 1915 erstmals ausgestellt wurde und als Inbegriff des Null-Zustandes der Malerei gilt, war für Knoebel Ausgangspunkt für seine eigenen Ansätze. In der Bel Etage des K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt Imi Knoebel nun bis Ende August 2015 neueste Wand- und Raumarbeiten neben suprematistischen Arbeiten von Malewitsch.“ Zeitlich dazu zufälligerweise passend hat die Dr.-Harald-Hack-Stiftung dem Museum 44 Arbeiten von Kasimir Malewitsch überlassen. Sie stammen aus der Sammlung des Industriellen und Mäzens Wilhelm Hack. Hauptwerk der Schenkung ist das suprematistische Gemälde „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ aus der Zeit um 1915. Außerdem hat die Hack-Stiftung als Dauerleihgabe ein Kandinsky-Gemälde zur Verfügung gestellt. www.kunstsammlung.de

Personalien

Vertragsverlängerung

UDO KITTELMANN, Foto: S. Kallnbach

Udo Kittelmann verlängerte seinen Vertrag als Direktor der Berliner Nationalgalerie um fünf Jahre bis Oktober 2020. Zu seinem Amtsbereich gehören die Alte und die Neue Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof, das Museum Berggruen und die Sammlung Scharff-Gerstenberg. Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übertrug außerdem Michael Eissenhauer als Generaldirektor der Staatl. Museen zu Berlin für zunächst drei Jahre die Leitung der Gemäldegalerie.

Galerien & Auktionshäuser

Kritik am Kunstmarkt

HANS-JÖRG WYSS, Fotoquelle: Wikipedia/MHM55

Hans-Jörg Wyss, Präsident der Fondation Beyeler, beklagte sich in einem Interview mit der Aargauer Zeitung über die Entwicklung auf dem Kunstauktionsmarkt. Durch die Preistreiberei würde es für die Museen zunehmend „praktisch unmöglich“, noch „erstklassige Kunstwerke“ zu erwerben. Selbst die Fondation Beyeler käme mit ihrem Ankaufetat von fünf bis sechs Millionen Franken im Jahr heute „nicht weit“. Auch Transportkosten und Versicherungsprämien würden durch diese Marktentwicklung „irrsinnig teuer“. Wyss prognostiziert, dass sich der Markt jedoch irgendwann wieder „einpendeln“ werde. Viele Werke, die heute hochgejubelt werden, seien in dreißig Jahren womöglich nur noch halb so viel wert. Eine solche Prognose klingt durchaus realistisch, denn einen ähnlichen Crash hatte der Kunstmarkt schon einmal um 1990 erlebt, als die überhitzte Preisspirale für die Bilder der „jungen Wilden“ zusammenbrach und deren Werke aus den USA containerweise unverkauft nach Deutschland zurück kamen. Anfang der 1990er Jahre beobachtete ein Galerist auf der Art Cologne: „Die Spekulanten sind auf einmal alle vom Kunstmarkt verschwunden und kaufen jetzt lieber Immobilien in Ostdeutschland“.

Hochschulen

„Die Welt kommt nach Hause“

DIE WELT KOMMT NACH HAUSE, Abb. Klasse Güdemann, Staatl. Akademie d. Bildenden Künste Stuttgart, 2015 (Ausschnitt)

„Die Welt kommt nach Hause“ nennt sich eine Ausstellung der Klasse von Prof. Cordula Güdemann an der Kunstakademie Stuttgart. An den Kunstakademien trifft man Studenten aus vielen Ländern, „und der Austausch über die Bildsprache funktioniert oft ohne kulturelle oder sprachliche Vorkenntnisse. Das Anliegen, Inneres mit Äußerem verbinden zu wollen, scheint in jeder Nationalität gleich zu sein, es ist ein menschliches Bedürfnis.“ An der Ausstellung im Kunstverein Hohenlohe e.V. nehmen teil: Agnes Mrowiec, Nigatu Tsehay Molla, Nina Joanna Bergold, Ivan Zozulya, Weiran Wang, Tesfaye Geleta Urgessa, Lisa Steinbauer, Anna Huxel, Andreas Chr. Beck, Ji Eun Lee, Eloise Cotty und Johanna Mangold. Die Ausstellung läuft dort bis zum 2. August 2015. www.abk-stuttgart.de

Hochschulen

Wiener Kunsthallenpreise

ANA HOFFNER, After the Transformation, 2013 HD Video, 15:52 Min. Copyright Abb.: Yasmina Haddad

Anastasiya Yarovenko ist Kunsthalle Wien Preisträgerin 2015 der Akademie der bildenden Künste Wien. Karina Mendreczky bekommt den Preis für die Universität für angewandte Kunst (Grafik und Druckgrafik). Beide Preisträgerinnen erhalten je 3.000 Euro Preisgeld. Der Preis wird als Kooperation zwischen Kunsthalle Wien, Universität für angewandte Kunst Wien und Akademie der bildenden Künste Wien vergeben. Außerdem wurden Miriam Raggam und Ana Hoffer für ihre Diplom-Arbeiten ausgezeichnet und an zehn weitere Kandidaten Würdigungspreise vergeben. www.akbild.ac.at

Preise

Baloise-Kunstpreis

BEATRICE GIBSON, Foto:Baloise

Beatrice Gibson und Mathieu Kleyebe Abonnenc wurden mit dem Baloise-Kunstpreis des gleichnamigen schweizerischen Versicherungsunternehmens ausgezeichnet. Gibson erhält den Preis für die "narrative Struktur" in ihrer Videoarbeit; Mathieu Kleyebe Abonnenc macht die Sammlung ethnografischer Objekte seines Großvaters zum Ausgangspunkt seiner Forschung und schuf eine Großskulptur, mit der er die Kolonalzeit reflektiert. Der Preis ist mit jeweils 30.000 Frankn dotiert und geht in jedem Jahr an zwei Teilnehmer des "Art Statements"-Sektor auf der Art Basel. www.baloise.com

Preise

Medienkunst-Stipendien

MAHMOUD KHALED, Foto: Copyright M. Khaled

Mahmoud Khaled, Szabolcs KissPál und Anette Rose treten die sechsmonatigen Arbeitsstipendien im Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg an. Ermöglicht wird die Stipendienvergabe durch die Stiftung Niedersachsen. Die Stipendien sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert und sollen den drei Künstlern die Realisierung einer Arbeit ermöglichen. www.edith-russ-haus.de

Preise

Mercedes Benz Kunst Award

MERCEDES BAUKUNST AWARD, v.l.n.r. Hyunje Joo, Elena Miegel und Min Gi Hong, Copyright: Lucia Sotnikova für Mercedesd Benz

Die Studenten Hyunje Joo, Elena Miegel und Sun Gi Hong gewinnen den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Förderpreis für junge Talente. Der Wettbewerb zu, Mercedes Benz Kunst Award war für Studenten der Baukunstklasse an derder Kunstakademie Düsseldorf ausgeschrieben. Dabei ging es um die Frage, wie wir künftig wohnen möchten. Im verlauf des Wettbewerbs diskutieren die Studenten ihre Arbeiten zwei Semester lang mit den Juroren.

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