Aktuelle Nachrichten

  • Alle
  • Biennalen
  • Personalien
  • Ausschreibungen
  • Aktionen & Projekte
  • Museen & Institutionen
  • Galerien & Auktionshäuser
  • Preview
  • In eigener Sache
  • Preise
  • Kulturpolitik
  • Anzeige
  • Hochschulen
  • Messen & Märkte
  • Film
  • Publikationen

Preise

Kulturpreis der Ritter-Stiftung

KLAUS VON GAFFRON, Foto: Andreas Sturm

Klaus von Gaffron nimmt am 27. Juni 2015 den mit 15.000 Euro dotierten Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst 2015 entgegen. Die Preisträger-Ausstellung im Straubinger Weytterturm läuft bis zum 2. August 2015. Jurybegründung: „Für Klaus von Gaffron steht das Bild im Vordergrund, nicht die Fotografie. Er zeigt Motive, die auf eine illusionistische und abstrakte Farb- und Formgestaltung reduziert werden. Seine Bilder sind nicht frei von Gegenständen, diese tauchen lediglich nicht mehr auf. Aus dem kreativen Spiel mit den Wirklichkeitsausschnitten entstehen Gestaltungen, die sich der Dingwelt, der Wiedererkennung und der Einordnung in das Greifbare entziehen...“ www.ritter-stiftung.org.

Ausschreibungen

Charlotte Prinz-Stipendium

Das Charlotte Prinz-Künstlerstipendium der Stadt Darmstadt an junge Kunstabsolventen hessischer Kunstakademien vergeben. Es ermöglicht für die Dauer von zwei Jahren kostenfreies Wohnen und Arbeiten im Atelierhaus Prinz sowie eine monatliche finanzielle Zuwendung von 1.100 Euro. Wohnsitz und Lebensmittelpunkt der Bewerber müssen in Hessen sein.Arbeitsschwerpunkte können Malerei, Zeichnung (einschließlich aller sonstigen Techniken auf Papier), Druckgrafik, Fotografie oder Neue Medien sein. Deadline ist der 31. August 2015. Infos und Kontakt: www.mathildenhoehe.eu

Biennalen

Biennale de Lyon

BIENNALE DE LYON, Ausschnitt aus dem Plakatmotiv

Ralph Rugoff ist Gastkurator der Biennale de Lyon, die vom 10. September 2015 bis zum 3. Januar 20ß16 unter dem Motto „La vie moderne“ (Modernes Leben) ausgerichtet wird. Die Einladung an Rugoff beruht auf der Stringenz seines jahrelangen Ausstellungsprogramms für die Londoner Hayward Gallery und auf seiner Einstellung zu Gruppenausstellungen. Fast alle Biennalen sind bekanntlich Gruppenausstellungen, und man stellt sie zumeist unter ein inhaltlich pointiertes Leitthema, um ein beliebiges Nebeneinander der Exponate zu vermeiden. Deswegen geht es bei dieser Ausgabe der Biennale de Lyon nun um eine Reflexion des Nebeneinanders verschiedener Modernen, deren kulturelle Ausprägungen einen „vernacularen“, d.h. „mundartlichen“ Charakter hätten, wie es in einer Ankündigung heißt. Die derzeitige globale Erfolgsgeschichte der Biennalen mit ihren bewusst international ausgerichteten Programmen fällt zeitlich zusammen mit einer wissenschaftstheoretischen Neuausrichtung der Anthropologie: gibt es in unserer anthropologischen Grundstruktur Konditionierungen, die die Annahme universalistischer Konzepte z.B. für die Politik und die Justiz rechtfertigen, oder müssen wir einem Relativismus Rechnung tragen, der die Duldung eines Nebeneinanders unterschiedlicher ethischer Wertsysteme und unterschiedlicher kultureller Standards einfordert? Die mentale Nähe zur eigenen Kultur und das immer noch als exotisch Empfundene von Fernem und Fremden bestimmt oftmals die Haltung derjenigen, die diese anthropologischen Debatte anführen (ähnlich, wie man auch früher schon Linguisten vorwarf, sie würden zumeist ihren eigenen elaborierten Sprachcode als Maßstab zur soziolinguistischen Beurteilung des restringierten Sprachverhaltens anderer nehmen). Daraus ergibt sich nun die Frage, wie die zeitgenössische Kunst sich hinsichtlich dieser Fragen konzeptuell positioniert. Kunst fände heute in einem Zeitalter von „Streaming“ und Networkung statt, „digitale icons“ bestimmen unsere Wahrnehmung und unseren Kommunukationsaustausch. Doch dies werde von vielen Museen immer noch ignoriert, und sie seien zudem immer noch in ethnozentrischer Weise auf einen westlichen Kulturbegriff ausgerichtet. Camille Blatrix, Jessica Diamond,Yto Barrada,Kader Attia, Michel BlazyMichael Armitage, Darren Bader, Sammy Baloji, Hicham Berrada, Mohamed Bourouissa,Céleste Boursier-Mougenot, Nina Canell, George Condo, Alex Da Corte, Jeremy Deller, Simon Denny, Thomas Eggerer und Cyprien Gaillard. www.labiennaledelyon.com

Aktionen & Projekte

Köln: Benefizausstellungen

Detlev van Ravenswaay, Joseph Beuys (Ausschnitt)

Zwei Benefizausstellungen mit Spendenauktion hat die Initiative "Casa Colonia" in Köln angekündigt. Am 5. Juni 2015 werden bei IKEA Köln-Butzweiler Hof Werke von Gerhard Richter, Jörg Immendorff, HA Scchult, Otmar Alt und Joseph Beuys ausgestellt und versteigert. Am 24. Juni 2015 wird die nächste Benefizausstellung in der Kulturkirche Köln-Buchforst als "Hommage à Heinrich Böll" eröffnet. Dazu werden Verfilmungen von Böll-Romanen gezeigt und zur Finissage am 17. Juli 2015 eine Lesung mit Elke Heidenreich durchgeführt. Der Erlös aus den Versteigerungen dient zum Erwerb bzw. Bau eines Hauses, indem Obdachlose, Flüchtlingsfamilien und Juigendliche mit einem Handicap eine menschenwürdige Unterkunft finden. www.kunst-hilft-geben.de.

Hochschulen

Münster: Geburtstagsausstellung

UDO SCHEEL, Werkbeispiel

Zum 75. Geburtstag des Malers Udo Scheel widmet die Münsteraner Galerie Schneeberger die Ausstellungsreihe „Klassentreffen“ ihm und 13 Meisterschülern der Kunstakademie Münster. Dort lehrte Scheel als Professor übe r30 Jahre, war außerdem deren Gründungsleiter ab 1972 und Rektor 2003-2005. Die Werkauswahl zweier Generationen bietet einen Einblick „in genuin münstersches Kunstschaffen“ und ist noch bis zum 14. August 2015 zu sehen. www.galerie-schneeberger.de

Ausschreibungen

Orange Social Design Award

„Gute Ideen für die Schule“ lautet in diesem Jahr das Motto des Orange Social Design Award von KULTUR SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE. Der Preis zeichnet Entwürfe aus dem Bereich Social Design aus, die die Schule zu einem attraktiveren Ort für alle machen. Vergeben werden ein Jury-Preis und ein Publikums-Preis. Beide sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Die Beiträge müssen über das Online-Formular eingereicht werden, die Frist läuft bis zum 31. August 2015.Am 31.Oktober 2015 werden im KULTUR SPIEGEL und auf SPIEGEL ONLINE die Sieger bekannt gegeben. Infos: www.spiegel.de/kultur

Preise

Goethe-Medaille

SADIK AL-AZM, Fotoquelle: Wikipedia/Sadik Al-Azm

Sadik Al-Azm, Neil MacGregor und Eva Sopher nehmen am 28. August 2015 im Residenzschloss Weimar die Goethe-Medaille 2015 entgegen. Das Goethe-Institut verleiht das offizielle Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland jährlich an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Die Verleihung 2015 steht unter dem Motto „Der Geist der Geschichte“. Mit den drei Preisträgern werden Persönlichkeiten geehrt, die „den öffentlichen Diskurs in ihrem Land maßgeblich prägen und zudem eine enge Verbindung zur deutschen Kultur haben.“ Der syrische Philosoph Sadik Al-Azm setzt sich für das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ein. Als Direktor des British Museums in London bringt Neil Mac Gregor in seinen Ausstellungen „komplexe kunsthistorische und historische Themen...einem breiten Publikum ein neues Geschichtsbewusstsein näher“. Eva Sopher schuf mit dem renommierten Theatro São Pedro in Porto Alegre eine einzigartige internationale Begegnungsstätte für Bühnenkünstler. www.goethe.de/goethe-medaille &nbsp;</p>

Museen & Institutionen

Liebes Wien

INGEBORG STROBL, Brunnen-Beisl, 2008 (Ausschnitt)

Die aus der Steiermark gebürtige Künstlerin Ingeborg Strobl lebt seit 1967 in Wien. Bis zum 6. September 2015 zeigt das Wien Museum am Karlsplatz unter dem Titel „Liebes Wien, Deine Ingeborg Strobl“ eine Ausstellung ausschließlich ihrer Beziehung zu Wien, wo sie seit 1967 lebt. Die meisten Arbeiten entstanden im Auftrag des Wien Museums oder speziell für diese Schau. Sie erzählen von Orten und Dingen, die für Ingeborg Strobl von persönlicher Bedeutung waren und sind. www.wienmuseum.at

Galerien & Auktionshäuser

Sotheby’s versteigert Malewitsch

KASIMIR MALEWITSCH, Suprematism, 18th Construction, 1915

Nicht nur das legendäre „Schwarze Quadrat“, sondern auch andere suprematistische Werke, die Kasimir Malewitsch um 1915 schuf, zählen zu seinen Schlüsselwerken und zu Pionierarbeiten der frühen abstrakten Kunst. Auch das mit „Suprematism, 18th Construction“ betitelte Bild muss man dazu rechnen. Jetzt wird es am 24. Juni 2015 – erstmals seit seiner Entstehung – bei Sotheby’s versteigert. Es stammt aus der Familie des Künstlers. Die Taxe liegt bei 20 bis 30 Mill. Pfund. www.sothebys.com

Preise

Kunstförderung in Dresden

Der Stiftungsrat der Stiftung Kunst & Musik für Dresden beschloss Förderungen von insgesamt fast 70.000 Euro für acht Projekte. Die in Berlin lebende Künstlerin Nezaket Ekici wird bei der Wiederherstellung ihres Kunstprojekts „PostIt“ unterstützt. „Nachdem das Kunstwerk, das im Rahmen des Projekts „Dresden.? - Arbeiten mit der Stadt“ entstanden ist, Zielscheibe von Aktionen war und mit einem islamfeindlichen Text verunstaltet wurde, ließ die Polizei Teile des Kunstwerks entfernen.  Die Künstlerin baute ihre Installation wieder auf und stellte sich einer öffentlichen Diskussion. Mit der Förderung würdigt die Stiftung ihr Werk und tritt ein für die Freiheit der Kunst.“ Die Ausstellung „BILDTAKTIK. Abbilden Gestalten und Darstellen in Kunst und Wissenschaft“ wird durch eine öffentliche Ringvorlesung, Workshops, Exkursionen und Programme anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften am 3. Juli und der Museums-Sommernacht am 11. Juli 2015 begleitet. Die Stiftung fördert das Vermittlungsprogramm. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung die künstlerische Kooperation mit Wroclaw/ Polen auf der OSTRALE 2015. Die Künstlerin Marlene Dumas gestaltet derzeit ein Altarbild für die Dresdner Annenkirche. Die Stiftung hat beschlossen, dieses Projekt und insbesondere dessen Vermittlung an eine breite Öffentlichkeit finanziell zu unterstützen. Die Künstlergemeinschaft „Geh 8 – Kunstraum und Ateliers e. V.“ erhält von der Stiftung  Mittel für eine Feuerfluchttreppe an dem Gebäude in Dresden-Pieschen. Die Vortragsreihe „Impuls Dresden“ wird in den Jahren 2015 und 2016 fortgesetzt. Dazu werden international agierende Kulturschaffende werden für eine öffentliche Präsentation nach Dresden eingeladen. www.kunst-musik-dresden.de

Personalien

Runder Geburtstag

Vollrad Kutscher wurde soeben 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Wiesbaden bis zum 13. Dezember 2015 seine neue Installation „Dudolldu“. Die Installation besteht aus einem Koffer, begleitet von einem Soundtrack und einem Film von Maren Krüger und Dieter Reifarth. www.museum-wiesbaden.de

Kulturpolitik

Kulturpolitischer Bundeskongress

Der 8. Kulturpolitische Bundeskongress findet zum Thema „Kultur.Macht.Einheit? Kulturpolitik als Transformationspolitik“ am 18./19. Juni 2015 in Berlin statt. Veranstalter sind die Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag. Am Vorabend zum Kongress wird eine Auftaktveranstaltung in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund abgehalten. Dazu wurde der französische Soziologe und Publizist Frédéric Martel eingeladen, der mit seinem Buch „Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt“ im Jahr 2010 Aufsehen erregt hatte. Seiner Meinung nach hält die deutsche und europäische Kulturpolitik an einem alten Kulturbegriff und Kulturvermittlungssystem fest, dass im globalisierten und digitalisierten kulturellen Kapitalismus ein Auslaufmodell sei. Mit ihm diskutieren die Europaabgeordnete Petra Kammerevert, Berlins Kulturstaatsekretär Tim Renner und der Schriftsteller und Kulturforscher Michael Schindhelm. Infos: www.kupoge.de/kongress/2015/

Museen & Institutionen

Nürnberg: Museumsfest

KUNSTVILLA NÜRNBERG, Fassade, Copyright: Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Nürnberg, Foto: Annette Kradisch, Nürnberg

Anlässlich ihres einjährigen Bestehens feiert die Nürnberger Kunstvilla am Samstag, 13. Juni 2015, von 10 bis 18 Uhr ein großes Museumsfest. Immerhin besuchten in den vergangenen 12 Monaten rund 30.000 Besucher das Haus. „Die große Resonanz des Museums beruht indes nicht nur auf der lange in den Depots verborgenen Sammlung, sondern auch auf dem Gebäude selbst, das jüngst mit dem Denkmalpreis des Bezirks Mittelfranken prämiert wurde. Derzeit zeigt die Kunstvilla rund 80 Werke in der Dauerausstellung und fast 50 Werke in der Sonderausstellung „Buntes Gewerbe – Glanz und Elend hinter der bürgerlichen Fassade“.

Hochschulen

Vortrag zur Subkultur 

SCHORSCH KAMERUN, Foto: Courtesy Sch. Kamerum

Schorsch Kamerun ist Sänger der „Goldenen Zitronen“, Mitinitiator und Mitbetreiber des Golden Pudel Club in Hamburg, Autor und Theaterregisseur. Unter dem Titel „Sie sollen uns sehen!“ spricht er am 11. Juni 2015 in der Kölner Kunsthochschule für Medien „über früher und heute, Subkultur und Mainstream, dies und das. „Moderation: Dr. Konstantin Butz  Der Abend bildet gleichzeitig den Auftakt für das Symposium POP SUB HOCH GEGEN, das am folgenden Tag (12. Juni 2015) von 10 bis 16.30 Uhr stattfindet und von Prof. Dr. Hans Ulrich Reck, Dr. Jan-Frederik Bandel und Dr. Konstantin Butz initiiert wird. www.khm.de

Museen & Institutionen

Bumiller Collection: Studio in Berlin

MANFRED BUMILLER

Der Steuerberater Manfred Bumiller sammelt islamische Kunst, gründete dafür 1981 die Bumiller Collection und ein eigenes Museum. Es ist seit 2008 als Universitätsmuseum für Islamische Kunst an die Universität Bamberg angegliedert und umfasst mehr als 5.500 Objekte. Eine Dependance hat als Studio nun in Berlin-Kreuzberg ihren Betrieb aufgenommen. Kurator dieser Filiale ist Kourosh Rashidi. Die Ausstellung dort legt den Schwerpunkt auf frühislamische Metallobjekte. www.freunde-islamischer-kunst.de

Galerien & Auktionshäuser

Burda: Rothko versteigert

MARK ROTHKO, No. 36 (Black Stripe), 1958 (Ausschnitt)

Auf 30 bis 50 Mill. Dollar war ein Farbfeldmalerei-Bild von Mark Rothko taxiert, das der Sammler Frieder Burda zu Frühjahrsauktion bei Christie's einlieferte. Burda unterhält in Baden-Baden ein Museum und hat dafür eine Stiftung gegründet. Mit dem Erlös aus der Auktion will er die Vermögensbasis der Stiftung weiter ausbauen, um das Museum auch für künftige Generationen zu sichern. Der Kern der Museumssammlung mit Werken des Expressionismus, von Pablo Picassos Spätwerk und Beispielen der Nachkriegskunst bleibt unangetastet. www.museum-frieder-burda.de.

Aktionen & Projekte

Skulpturengarten

WINFRIED KIRCHES-BAN, Skulptur

Julitta und Winfried Kirches-Ban haben in Overath-Brombach (Bergisches Land) rund um das Atelier des Bildhauers einen Skulpturengarten eingerichtet. Kirches-Ban beschäftigt sich in seiner keramischen Plastik mit der menschluchen Figur. Arbeiten aus Ton und Bronze sind nun während der Sommermonate in einem üppigen Naturgarten zu besichtigen (Sülztalstr. 24). In Köln betreibt das Paar den Kunstraum Ba Cologne, in dem auch Workshops zur keramischen Plastik stattfinden. www.kirches-ban.de

Preview

Schröder-Sonnenstern

FRIEDRICH SCHRÖDER-SONNENSTERN, Der Schwanen-Sonnentanz

Der Kölner Psychoanalytiker Dr. Hartmut Kraft kuratiert eine Ausstellung über Friedrich Schröder-Sonnenstern und seine Werkstatt, die vom 7. Juni bis zum 30. August 2015 im Krankenhaus-Museum Bremen gastiert und anschließend in das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach wandert (23. Okt. 2015 bis Feb. 2016). Kraft verweist in der Begleitbroschüre auch auf die Neubewertung, die sich bereits in den beiden Ausstellungen mit Schröder-Sonnenstern in der Galerie Michael Werner (2011 in New York und 2014 in Köln) ankündigte, ebenso mit der Präsentation von Zeichnungen dieses Künstlers auf der Biennale von Venedig 2013. Nach der Ausstellung in der Kestner-Gesellschaft von Hannover 1973 war das skurille zeichnerische Werk in Vergessenheit geraten, und das lag vielleicht auch daran, dass jahrzehntelang die Diskussion um eine Diagnose seines psychischen oder geistigen Zustands bis in die jüngste Zeit die Auseinandersetzung mit der künstlerischen Qualität seines Werks überlagerte. Kraft beschreibt den Künstler als einen „gewitzten, hellwachen und kritischen Beobachter des Kunstmarkts“, der aber „auf Grund seiner Persönlichkeitsstruktur nicht in der Lage“ war, sein Werk zu vermarkten. Schröder-Sonnenstern war ein rigoroser Moralist, was aber eine gleichzeitige Neigung zu „Gaunereien und Hochstapeleien keineswegs ausschloss“. www.villa-zanders.de.

Aktionen & Projekte

SPALT-Performances

GRAFFITI-SCHRIFTZUG BADEN, Pressefoto zu SPALT-Performances, Baden 2015

Der Kunstverein Baden (Österreich) führt vom 12. Juni bis zum 24. Juli 2015 ein Projekt "SPALT" mit Performances und Interventionen am "Raum-Zeit-Kontinuum" durch. Dazu inszenieren Rosa Roedelius, Bob Budd (GB), Martin Kolber, Peter Kozek und Paulus Ramstorfer Performances im Kurpark. Sie wählen sich dort Denkmäler, Brunnen, Pavillons und Objekte aus, mit denen sie interagieren bzw. sich auseinandersetzen wollen. Dazu heißt es etwas wolkig: „Neu entstandene Kunstwerke sind aus Materialien, die, sobald sie errichtet worden sind, in den Kreislauf der Natur zurück zu kehren beginnen. Der Kontrast zwischen der Vergänglichkeit und der Unbeständigkeit der Performances und der neu geschaffenen Kunstwerke und der Permanenz der mit ihnen im Dialog befindlichen bestehenden Werke und Objekte zeigt die Fragilität und Lebendigkeit von Veränderungszuständen - den Durch- und Ausbruch.“ www.2015.viertelfestival-noe.at/de/spalt/

Aktionen & Projekte

Japantag in Düsseldorf

JAPANTAG in Düsseldorf, Besucherin im Manga-Kostüm, Foto: Raap

20.000 Japaner leben in Düsseldorf - so viele sind es sonst nirgendwo in Deutschland. Der alljährliche Japantag im Frühjahr ist Höhepunkt einer Kulturwoche mit einem Volksfest in der Düsseldorfer Altstadt. Ausstellungen z.B. über japanische Rüstungen, Kurse in Kalligrafie und Manga-Zeichnen etc. werden ergänzt durch ein Bühnenprogramm mit Trommelmusik, Chorgesang und Videoprojektionen. Und da man im Rheinland ganzjährig Freude an karnevasleker Verkleidung hat, sieht man auf dem Parcours an der Rheunpromenade jede Menge junger Leute in Kostümen populärer Manga-Figuren. www.japantag-duesseldorf.de 

Aktionen & Projekte

Acht Brücken

HEINER GOEBBELS, “Songs of wars I have seen“, Depot Köln, 2015, Foto: Jörg Hejkal

Köln ist immer noch ein Zentrum zeitgenössischer Musik, dies bewies das Festival „Acht Brücken. Musik für Köln“ aufs eindrucksvollste. In seinem fünften Jahr stand es unter dem Motto „Musik. Politik?“. Dabei stellte sich heraus, dass dies weniger als Thema zu verstehen ist, als dass es eine bestimmte Haltung zum Ausdruck bringt, vielleicht in dem Sinne, wie es gerade ein Symposion des Goethe-Instituts in Berlin ankündigt: „Politik der Kunst – Über Möglichkeiten, das Ästhetische politisch zu denken“. Kompositionen des durch und durch politischen Geistes Luigi Nono leiteten das Festival ein und Werke des Niederländers Louis Andriessen beendeten es. Andriessens geistreiche, humorvolle Schöpfungen bildeten diesmal den Schwerpunkt des Festivals, stets kombiniert mit Werken jüngerer Komponisten, darunter zahlreichen Auftragswerken. Dass sich die Genres in den künstlerischen Experimenten mehr und mehr vermischen, belegen allein schon die außergewöhnlichen Austragungsorte. Dabei erwiesen sich Videoprojektionen als Zutaten zu den Kompositionen nicht immer als bereichernd. Als konstruktiver entpuppten sich u.a. Zeichnungen, welche junge Künstler im Rahmen von „urbo kune“ parallel zu den Musikveranstaltungen zu dem Thema „Hymnen für ein nicht existierendes Land“ im Foyer der Kölner Philharmonie auf großen Tafeln entwickelten. Als Beispiel einer neuartigen Begegnung der Künste lässt sich das Staged Concert „Songs of Wars I have seen“ von Heiner Goebbels anführen. Hier musizierten die Künstler auf alten und neuen Instrumenten und sprachen selbst Auszüge des titelgebenden Textes von Gertrude Stein. Goebbels ausgefeilte Lichtregie zwischen den personengebundenen 'heimeligen' Lampen und der zentralen Beleuchtung verband das Terrain individueller Erfahrungen mit dem Welthaltigen. Den engagierten Interpreten hätte man über die begeisterten Fachkundigen hinaus ein dem interdisziplinären Programm entsprechendes Publikum gewünscht. www.koelner-philharmonie.de

Hochschulen

Neue Akademiepräsidentin

JEANINE MEERAPFEL, Fotoquelle: Wikipedia/José MIguel Onaindia

Jeanine Meerapfel, Filmregisseurin, istl neue Präsidentin der Berlkiner Akademie der Künste. Die Schriftstellerin Kathrin Röggla wurde zur neuen Vizepräsidentin gewählt. Mit der Wahl der neuen Führungsspitze endete satzungsgemäß die Amtszeit von Klaus Staeck als Akademie-Präsident und von Nele Hertling als Vizepräsidentin. In den Senat der Akademie der Künste wurden für die Sektion Bildende Kunst Wulf Herzogenrath (Direktor) und Birgit Hein (Stellvertretende Direktorin) gewählt, und für die Sektion Baukunst Michael Bräuer (Direktor) und Wilfried Wang (Stellvertretender Direktor). www.adk.de

Hochschulen

Leipzig: Design-Professur

MAUREEN MOORE, Foto: Copyright: privat

Maureen Moore vertrat schon im vergangenen Wintersemester die Professur für Systemdesign an der HGB Leipzig, die sie nun als Nachfolgerin von Prof. Oliver Kimpel übernommen hat. Moore studierte Grafik Design in Rotterdam, wo ie seit 2013 auch für das Erscheinungsbild des Het Nieuwe Instituut zuständig ist. Außerdem lehrte sie bis 2014 Typografie an der Werkplaats Arnhem. www.hgb-leipzig.de

Messen & Märkte

Berliner Liste

Die Berliner Liste findet vom 17. bis 20. September 2015  im Kraftwerk in Berlin-Mitte statt. Dort stehen den teilnehmenden Galerien 3.500 qm zur Verfügung. Galeerien, Künstler und Kunsträume können sich bis zum 31. Juli um eine Koje bewerben. Vor allem Bewerbungen mit Arbeiten im preissegment zwischwen 500 und 7.500 Euro sind erwünscht. www.berliner-liste.org

Galerien & Auktionshäuser

Van Gogh versteigert

VINCENT VAN GOGH, Kopf einer Bäuerin, Profil,von rechts, ca. 1884/1885,Foto: Copyright 2008, Villa Grisebach Auktionen GmbH

Zwischen 1884 und 1885 betrieb Vincent van Gogh (1853-1890) in der südholländischen Provinz Brabant Charakterstudien von Bauern. Aus diesen Skizzen und Gemälden entwickelte er dann 1885 eines seiner Hauptwerke: „Die Kartoffelesser“. Eine der Vorstudien „Kopf einer Bäuerin, Profil nach rechts“ im Format 41 mal 30,5 cm versteigerte das Berliner Auktionshaus Villa Grisebach nun für 745.000 Euro incl. Aufgeld. Versteigert wurden ebenfalls eine Winterlandschaft von Lovis Corinth (1912) für 256.250 Euro incl. Aufgeld und für 387.500 Euro der „Gemüsemarkt von Delft“ von Max Liebermann (1907). Ein um 1931 entstandenes Landschaftsbild von Emil Nolde kam für 156.250 Euro unter den Hammer. www.villa-grisebach.de

Preise

Salzburg-Stipendium

Alexander Repp erhält 2015 das Stipendium für die Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, das 2015 zum zweiten Mal vom Freundeskreis der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig e.V. für Studierende der HGB ausgelobt wird. Es handelt sich um ein Aufenthalts- und Reisestipendium, mit dem unter anderem die Kursgebühr von 600 € für die 3-wöchige Teilnahme an der Sommerakademie bestritten wird. Alexander Repp studiert Medienkunst in der Klasse „Expanded Cinema“ von Clemens von Wedemeyer. www.hgb-leipzig.de/freundeskreis

Hochschulen

Art wem okay

ART WEM OKAY, Illustrationsfoto zur Ankündigung der Ausstellung (Ausschnitt)

Aus dem der zeitgenössischen Bildhauerei zur Verfügung stehenden breiten Spektrum an formalen Möglichkeiten, Techniken, Medien und Materialien schöpfend, präsentieren Studierende der Mainzer Kunsthochschulklasse von Tamara Grcic am Mittwoch, dem 17.Juni, um 19 Uhr, in der Galerie der HBKsaar, die individuellen künstlerischen Spuren ihres bildhauerischen Schaffensprozesses. Titel: "Art wem okay". Das Ausbalancieren der eigenen Befindlichkeiten, künstlerischen Anliegen und Überzeugungen sowie deren plastische, skulpturale oder mediale Umsetzung gelang den jungen Kunstschaffenden im kommunikativen Zusammenspiel mit dem Kuratorinnen-Team der HBKsaar unter Leitung von Leonore Leonardy. Eine der künstlerischen Positionen entsteht durch einen performativen Prozess im Verlauf der Ausstellungseröffnung am 17. Juni 2015. Darüber hinaus sind fußläufig zur HBKsaar vom 18. bis 27. Juni 2015 weitere studentische Arbeiten in der Kunstkapelle im Cusanushaus zu sehen. 24 Studierende im zweiten Semester der Hochschule Niederrhein, FB Design, haben sich unter Leitung von Mathias Lanfer auf vielfältige Weise mit dem Thema "Der Biofilm als globale Putzkolonne: Experimentelle Gestaltung Mikro-/Makrokosmos" auseinandergesetzt. Die Vernissage der Ausstellung "Ferncouch Inc" findet ebenfalls statt am Mittwoch, 17. Juni, jedoch bereits um 17:30 Uhr. Mit Arbeiten von Studierenden der Bildhauereiklasse Tamara Grcics: Lina Brumme, Alice Diehm, Larissa Frömel, Giacomo Johannes Frey, Hyukjun Kwon, Jueun Lee, Antonia Nieselt, Iva Proschniewski, Imran Utku, Eleni J. Wittbrodt, Jin A Yang. Kuratiert von: Nadine Brettar, Marion Cziba, Katja Groß, Katrina Schmitz-Roeckerath, Irina Schulze. www.hbksaar.de

Ausschreibungen

Ellwanger Kunstausstellung

Der Kunstverein Ellwangen e.V. veranstaltet vom 10.10. – 6.12.2015 izum sechsten Mal die Ellwanger Kunstausstellung mit jurierten Arbeiten. Dabei wird der Ellwanger Kunstpreis in Höhe von je 1.000,00 Euro an drei Preisträger vergeben. Zur VI. Ellwanger Kunstausstellung erscheint ein Katalog. Bewernungsschluss ist der 10. Juli 2015. Ausschreibung und Anmeldeformular können von der Internetseite des Kunstvereins heruntergeladen werden: www.kunstverein-ellwangen.de

Ausschreibungen

Dresden Art Workshop

Bewerbungsschluss für den DresdenART Workshop für Schülerinnen und Schüler ist am 31.8.2015. Die Hochschule für Bildende Künste Dresden führt im Oktober und November 201 einen Workshop für Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet durch und geht damit neue Wege im Rahmen der voruniversitären künstlerischen Ausbildung. Ausgewählte Absolventen der Hochschule sind Dozenten und Mentoren der Teilnehmer und vermitteln fachliche Inhalte. Aktuell Studierende begleiten die Schüler als Guide. Es können sich SchülerInnen der 10. bis 12. Klassen mit einer künstlerischen Mappe bewerben. Darüber hinaus bietet die Hochschule für Bildende Künste Dresden im Oktober 2015 erstmals auch eine Veranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer an, die Interesse an den aktuellen Arbeitsprozessen und Diskussionen einer Kunsthochschule haben. Infos:www.hfbk-dresden.de/D-ART

Ausschreibungen

Kunst am Bau-Wettbewerb

Das Land Baden-Württemberg lobt einen Kunst am Bau-Wettbewerb für den Neubau des Geo- und Umweltforschungszentrums (GUZ) an der Universität Tübingen aus. Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Künstler. „Mögliche Standorte gibt es sowohl im Innenraum als auch im Außenraum. Die künstlerischen Gestaltungen können zweidimensional oder dreidimensional sein.“ Für die Realisierung stehen incl. Honorar 210.000 Euro zur Verfügung. Jeder, der eine prüffähige Arbeit einreicht, erhält ein Bearbeitungshonorar von je 2.500 Euro. Einsendeschluss ist der 3. Juli 2015. Adresse: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen, Schnarrenbergstraße 1, 72706 Tübingen, Stichwort: Kunstwettbewerb GUZ. www.vermoegenundbau-bw.de

Aktionen & Projekte

Künstlergespräch mit Peter Kogler

Für den 9. Juni 2016 ist im Münchener BNKR-Raum (Ungererstr. 158) ein Künstlergespräch mit Peter Kogler und der Kuratorin Christine Haupt-Stummer angekündigt. "In der dialogischen Werkpräsentation stellt der Künstler Peter Kogler (http://www.kogler.net) anhand ausgewählter Beispiele sein künstlerisches Werk vor, von seinen ersten Galerieausstellungen in den 80er Jahren, seinen Beteiligungen bei der Documenta in Kassel (1992 und 1997), über seine institutionellen Einzelausstellungen im Bonner Kunstverein (1997), dem Kunsthaus Bregenz (2000), dem Kunstverein Hannover (2004), im Wiener MUMOK (2008), dem Pariser Centre Pompidou (2012) oder dem Museum of Contemporary Art Zagreb (2014) bis hin zu seinen Interventionen im öffentlichen Raum. So unterschiedlich diese Orte und Anlässe sind, eins ist seinen Werken gemeinsam: Die Betrachter_innen seiner raumgreifenden Inszenierungen erfahren eine Wahrnehmungsverschiebung weg von der realen Welt hin in eine virtuelle. Dafür löst der Medienkünstler die Illusion des Bildraums aus einer von einem Rahmen gefassten Fläche in den Ausstellungsraum selbst auf und lässt die Ausstellungsbesucher_innen in ihrem Bewegungsfluss Teil seiner 'totalen' Räume werden." www.bnkr.space/

Biennalen

Hamburg: Freundeskreis trifft Photographie-Triennale

KALPESH LATHIGRA, Lost in the wilderness (Ausschnitt)

Die Frage nach der Zukunft der Fotografie ist Schwerpunktthema der diesjährigen Triennale der Photographie in Hamburg. Auch der Freundeskreis des Hauses der Photographie richtet anlässlich seines 20-jährigen Bestehens den Blick in die Zukunft. Unter dem Motto „The future’s not ours to see“ lädt die Initiative zwiachen dem 18. und dem 28. Juni 2015 sechs Fotografen zu einer Vortragsreihe „Freunde der Fotografie“ ein, begleitet von einer Präsentation ihrer Arbeiten im Containerdorf. Künstlerliste: Kalpesh Lathigra, Regine Petersen, Katja Stuke & Oliver Sieber, Niina Vatanen und Ramon Haindl. Außerdem ist für den 20. Juni 2015 von 10 bis 18 Uhr eine International Portfolio Review 2015 angekündigt. Um 22 Uhr beginnt dann die Portfolio Night of Photography (Deichtorplatz). WWW.FREUNDESKREISPHOTOGRAPHIE.DE

Biennalen

ARTZUID Skulpturenbiennale Amsterdam

THOMAS SCHÜTTE, Beitrag zu ARTZUID 2015, Foto: Courtesy MKprojecten Amsterdam

In Amsterdam Zuid wurde just die mittlerweile vierte Ausgabe der Skulpturenbiennale ARTZUID eröffnet. Entlang der breiten, sich kreuzenden Apollolaan und Minervalaan haben insgesamt 66 Skulpturen international anerkannter Künstler ihren Platz gefunden. Unter der Leitung von Cintha van Heeswijck-Veeger hat Rudi Fuchs in diesem Jahr zusammen mit Maarten Bertheux die Freiluftausstellung kuratiert. Man findet viele illustre Namen von Künstlern, die seit den 80er Jahren das Feld internationaler Plastik und Skulptur bestellt haben wie etwa Thomas Schütte, Hubert Kiecol, Per Kirkeby oder Jaume Plensa und auch die Malerfürsten Baselitz und Lüpertz mit ihren dreidimensionalen Kreationen. Bei den Werken der beiden vor dem 2. Weltkrieg geborenen Künstler Hans Josephsohn und Klaas Gubbels begegnen sich Welten. Allgemein dominiert die figürliche Plastik. Den Kuratoren war die Zwiesprache der Skulpturen mit der umgebenden Natur des von hohen Bäumen gesäumten und von Wegen durchzogenen Areals mit den darin flanierenden Passanten Hauptkriterien für ihre Wahl. Neuere Überlegungen und künstlerische Versuche, wie Kunst und dabei insbesondere die Skulptur den öffentlichen Raum zukünftig mitgestalten und evtl. auch interaktiv verändern könnte, bleiben weitgehend außen vor. Die Ausstellung läuft bis zum 22. September 2015.

Preview

Lee Miller-Werkschau

LEE MILLER 1944, Foto: David E. Scherman/United States Army Signal Corps

Bis zum 16. August 2015 zeigt die Wiener Albertina eine Werkschau der amerikanischen Fotografin Lee Miller (1907-1977). Sie begann ihre Karriere als Fotomodell, fotografierte später auch für renommierte Modezeitschriften. In den 1920er Jahren lebte sie in Paris mit Man Ray zusammen, hatte durch ihn auch engen Kontakt zu den Surrealisten, deren Ästhetik auch später noch für ihr Bildverständnis prägend war. Berühmt wurde sie jedoch als fotografische Kriegsberichterstatterin im Zweiten Weltkrieg. Sie dokumentierte die Bombardements der deutschen Luftwaffe auf England und das letzte Kriegsjahr von der Invasion der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 bis zur Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrationslagern von Buchenwald und Dachau gegen Ende des Krieges im Frühjahr 1945. Als sie zusammen mit ihrem Fotografenkollegen David E. Sherman in Hitlers Münchener Residenz Aufnahmen machte, fotografierten die beiden sich gegenseitig in der Badewanne des Diktators sitzend. www.leemiller.co.uk

Museen & Institutionen

Skulpturenpark Köln

LOIS WEINBERGER, „Spur“, 2015, Erde, Pflanzen, Beitrag für „Skulptur 8“ im Skulpturenpark Köln, 2015, Copyright: Stiftung Skulpturenpark Köln, 2015

1997 wurde an der Kölner Zoobrücke von dem Sammlerehepaar Dr. Michael und Dr. Eleonore Stoffel ein Skulpturenpark ins Leben gerufen. Seitdem haben wechselnde Kuratoren dort sieben Ausstellungen konzipiert. Für diesen Sommer wurden die Skulpturen für eine achte Ausstellung neu geordnet; als Kurator zeichnet dafür Thomas D. Trummer verantwortlich. Leitmotiv bei der Künstlerauswahl war für ihn „die den Ort bestimmende räumliche Spannung. Der Skulpturenpark ist ein Gelände zwischen ruhiger Enklave und urbaner Peripherie, Park und Niemandsland. Themen seiner Inszenierung sind Barriere, Sperrigkeit und Rahmung...“ Sieben neue Arbeiten sind zu sehen, fünf davon wurden in Auftrag gegeben, darunter die Beiträge von Tom Burr, Amalia Ulman, Lois Weinberger und dem Kunstkollektiv Slavs and Tatars. Eröffnet wurde KölnSkulptur #8 am 14. Juni. Die Ausstellung ist ganzjährig bis Juni 2017 zu sehen. www.skulpturenparkkoeln.de

Aktionen & Projekte

Globale

TETSUO KONDO/TRANSSOLAR, Cloudscapes

Zur Eröffnung der Karlsruher GLOBALE am 21. Juni 2015 werden die Räume des ZKM Karlsruhe Spielstätte monumentaler Installationen:
 Auf einer Ausstellungsfläche von rund 7.000 qm2 entfalten die Werkserien "supersymmetry" und "the planck universe" des japanischen Künstlers und Komponisten Ryoji Ikeda Imaginationswelten. Die Besucher erfahren durch eine immense Wandprojektion über drei Stockwerke eine Makro Skala von 1026m, die jenseits des beobachtbaren Universums liegt. Die großangelegte Schau bildet den Auftakt der Ausstellung Infosphäre (ab 4. September 2015). Neben Ikedas audiovisueller Symphonie entsteht eine reale Wolke im ZKM, durch deren Luftschichten Tetsuo Kondo und Transsolar die Besucher wandern lässt.  Die Installation zeigt, wie der Mensch immer stärker Einfluss auf unsere Natur nimmt, sie kontrollieren und steuern kann. Wir stehen am Beginn der Exo-Evolution (Ausstellung ab 30. Oktober 2015). www.zkm.de

Aktionen & Projekte

Performance-Workshop in Polen

BBB JOHANNES DEIMLING, Performance in Kaunas 2014, Foto: Monika Sobczak

In Kooperation mit der Galeria Raczej (Agnieszka Szablikowska und Łukasz Trusewicz) in Poznan (Polen) führen der Performer BBB Johannes Deimling und als Gastdozent Łukasz Trusewicz vom 12. - 19. Juli 2015 einen Performance-Workshop „Human Factor“ durch. Motto: „Performance cannot be photoshopped“ d.h. die Wirkung einer Performance wird immer nur durch direktes physisches Agieren und nicht durch eine nachträgliche Bildbearbeitung erzielt. Inwieweit fotografische oder filmische Dokumentationen die „Aura“ einer Performance „authentisch“ wiedergeben können, ist ein uraltes Thema, das seit den 1970er Jahren unter Performance-Künstlern kontrovers diskutiert wird. Jedenfalls: als Kunstform beruht die Performance immer auf einem „menschlichen Faktor“, der nicht maschinell ersetzt oder roboterhaft simuliert bzw. imitiert werden kann. Bis zum 1. Juli 2015 sind noch Anmeldungen zum Workshop möglich unter pas@bbbjohannesdeimling.de

Aktionen & Projekte

Sommerakademie Dresden

LUISE GRIGOLAIT, Sommerakademie Dresden, Plastik-Installation, (Kursteilnehmerin im Kurs von Heather Allen)

Die 18. Internationale Dresdner Sommerakademie für Bildende Kunst bietet zwei Kunstwochen mit klassischen und experimentellen Angeboten für künstlerisch Interessierte, an Laien wie auch an Profis gleichermaßen. Veranstaltungsorte sind die Motorenhalle, das riesa efau. Kultur Forum Dresden mit seinen neuen Künstlerischen Werkstätten, „geh8 - Kunstraum und Ateliers“, die Buchkinder-Werkstatt und der Projektraum „Rösslstube“. Die Dresdner Sommerakademie bemüht sich auch um die Nachwuchsförderung aus und bietet daher auch in diesem Jahr ausgewählten jungen Kunstinteressierten die Möglichkeit, am internationalen Austauschprogramm teilzunehmen. Für Restplätze kann sich weiterhin angemeldet werden unter www.sommerakademie-dresden.de, Tel. 0351 86602. In einem Neubau ist eine Campus-Situation entstanden, in der Kunst und Kommunikation nun noch enger fusionieren als bisher.  Die Programmteilnehmer erhalten in der ersten Woche die Gelegenheit, kostenfrei einen Kurs ihrer Wahl zu besuchen. Die zweite Woche bietet die Möglichkeit, sowohl in den künstlerischen Werkstätten von riesa efau, als auch im nahe gelegenen Projektraum „Rösslstube e.V.“ gemeinsam künstlerisch weiterzuarbeiten. Dort wird der interdisziplinäre Austauschprozess auch in einer abschließenden Werkschau präsentiert. www.sommerakademie-dresden.de

Aktionen & Projekte

Köln: Art Shift

ART SHIFT-Aktion im Kölner artclub, Foto von der Probe, Courtesy: Parzival

Der Künstler Parzival betreibt einen „artclub“ in einem Ladenlokal im Kölner Agnesviertel (Melchiorstr. 14). Alle sechs Wochen nimmt er dort Neuhängungen mit den Werken der rund 100 Mitglieder vor. Performances, Lesungen, Kabarett mit Walter Stehlings „Meine Fresse Club“ und diverse andere Aktionen begleiten das Ausstellungsprogramm. Für den 13. Juni 2015 ist eine „Art_Shift“-Aktion als „Malerei-Theater“ in „5x5 Zuständen“ angekündigt. Im Raum stehen fünf Staffeleien. Die Künstler Alexander Dörr, Agnes Körfgen, Volker Paffenholz, Georg Petermann, Nanni Rasul haben jeweils 25 Minuten Zeit, eine künstlerische Aufgabe zu bewältigen und in dieser Zeit ein Bild zu malen. Dann nehmen sie eine andere Position ein, bis jeder fünf Gemälde geschaffen hat. Dazu erläutert Parzival: „Die Besucher können diesen spannenden Prozess live mitverfolgen und den Maler&innen dabei über die Schulter schauen um zu erleben, wie ein spezieller Künstler die 5 Positionen ‚bewältigt‘. Ebenso können sie von Staffelei zu Staffelei wandern und den gemeinschaftlichen Prozess beobachten. Zudem können sie sich beteiligen: An einer der 5 Positionen sollen die Besucher auf den/die Malerin verbal einreden oder versuchen mit Worten oder Gesten den Malprozess zu beeinflussen oder zu manipulieren. Teilweise extrem sind die Aufgabenstellungen und Bedingungen; so wird an einer Position von allen Mundmalerei gefordert, mit hinter dem Rücken verschränkten Händen; Handicap-Painting…“ www.atclub-galerie.de.

Kulturpolitik

Politischer Widerstand in der Türkei

PROTESTE AUF DEM ISTANBULER TAKSIM-PLATZ 2013, Fotoquelle: Wikipedia/Vikipicture

Zu deutlichen Stimmenverlusten für die islamisch-konservative AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) führten jüngst die Parlamentswahlen in der Türkei: die AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan verlor ihre absolute Mehrheit. Die kemalistisch und sozialdemokratisch orientierte CHP (Republikanische Volkspartei) blieb zweitstärkste Kraft, und erstmals zog auch eine pro-kurdische Partei in das Parlament ein. Wie sich das Wahlergebnis auf das innenpolitische und kulturelle Klima auswirkt, bleibt abzuwarten. Bis zum 30. August 2015 zeigt der Berliner Kunstverein nGBK eine Ausstellung „Politische Kunst im Widerstand der Türkei“. Bezugspunkte sind die Ereignisse im Jahr 1977 und die Proteste im Gezi-Park 2013. Bei einer Kundgebung linker Parteien auf dem Istanbuler Taksim-Platz zum 1. Mai 1977 fielen plötzlich Schüsse. 34 Menschen starben. Der Fall ist bis heute ungeklärt. Nach dem Militärputsch von 1980 blieben Mai-Kundgebungen acht Jahre lang verboten. Die Proteste 2013 richteten sich zunächst nur gegen ein geplantes Bauprojekt, entwickelten sich aber dann zu einem Aktionsbündnis gegen die Politik Erdogans. Nach Medienberichten kamen dabei sechs Menschen ums Leben, der türkische Ärzteverband registrierte über 8.000 Verletzte, 5.000 Personen wurden verhaftet. Die Ausstellung in den Räumen der nGBK umfasst „dokumentarische Momentaufnahmen vom sozialen Widerstand im öffentlichen Raum“ im Kontext „mit künstlerischen Reflexionen... Mit Fotografie, Video, Installation, Malerei, Plakatkunst und Archivmaterial wird der Versuch einer assoziativen Dokumentation unternommen.“ Dabei sind die Plakate und Graffiti-Parolen, die nach dem Abflauen der Proteste im öffentlichen Raum zurück blieben, als eine „Form der Erinnerung“ zu begreifen, die „ästhetisch präsent“ bleibt. Eine Aktionswoche mit einem Rahmenprogramm (24. Juli bis 1. August 2015) ergänzt die Ausstellung. Künstlerliste:artıkişler, Aytunç Akad, bak.ma, Barış Doğrusöz, Berat Işık, CANAN, Cem Dinlenmiş, Cengiz Tekin, Cihangir Duyar, Demet Taşpınar, Devrimci Yol Arşivi, Ekim Ruşen Kapçak, Erkan Özgen, Hüseyin Karabey, Mülksüzleştirme Ağları, Murat Akagündüz, Nalan Yırtmaç, NarPhotos, #occupygezi architecture, Sencer Vardarman, Şener Özmen, TÜSTAV. www.ngbk.de

Anzeige

Anzeige

In eigener Sache

In eigener Sache

Eine Woche vor Erscheinen der Printausgabe können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Store kostenlos downloaden und lesen.