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Galerien & Auktionshäuser

Berlin: Neues Galerieprogramm

PAOLO CIRIO, Caitlin Hayden, 2015, aus der Serie „Overexposed”, Acryl-Sprühmalerei auf Leinwand, 91x106 cm (Ausschnitt)

Mit der Einzelausstellung „Overexposed“ des Konzeptkünstlers Paolo Cirio eröffnet die Berliner Galerie NOME in der Dolziger Str. 31 ihr Ausstellungsprogramm am 22. Mai 2015. Das Programm ist „an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Technologie“ angesiedelt. Die erste Ausstellung zeigt unter dem Titel „Overexposed“ Arbeiten von Paolo Cirio, der „unterschiedliche Themen in Bereichen wie Wirtschaft, Demokratie, Datenschutz, Transparenz und Urheberrecht erkundet... Cirio findet mit Hilfe von Social Media-Hacks Schnappschüsse von NSA, CIA- und FBI-Offizieren, um sie dann als hochauflösende Reproduktionen der blamablen Fotos mit seiner HD Stencil Graffiti-Technik auf öffentliche Mauern aufzusprühen...“ www.nomeproject.com

Museen & Institutionen

Erlauf: Neues Museum zur Erinnerungskultur

GENERAL STANLEY REINHART und GENERAL DMITRI DRITSCHKIN am 8. Mai 1945 in Erlauf, Copyright: Erlauf Erinnert

Aus Anlass des 70. Jahrestags der Beendigung des Zweiten Weltkriegs wurde ein neues Museum eröffnet: ERLAUF ERINNERT Museum der Friedensgemeinde Erlauf. Es „vereint Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst. Dieses einzigartige Museum behandelt die Geschichte von Nationalsozialismus und Krieg in Österreich und zeigt erstmals die Entwicklung von Erinnerungskultur in Verbindung mit künstlerischen Positionen.“ Erlauf in der Nähe von Melk ist ein besonderer historischer Ort: hier besiegelten per Handschlag ein amerikanischer und ein sowjetischer General den Sieg der Alliierten – der Krieg war jetzt überall in Europa endlich zu Ende. Später geriet dieses Zusammentreffen in Vergessenheit, bis der Emigrant Ernst Bord aus Erlauf in einer kalifornischen Bibliothek Ende der 1950er Jahre einen Hinweis darauf entdeckte. Die Künstlerin Tatiana Lecomte beschäftigte sich intensiv mit den Biografien von Ernst Brod und von Frank Schanzer, der aus Pöchlarn gebürtig war und 1945 der 65. Infanterie Divivion angehörte, die zum Kriegsende nach Erlauf einrückte. Das Ergebnis ihrer Recherchen ist im Museum in einer temporären Installation zu sehen. www.erlauferinnert.at

Museen & Institutionen

Kupferstichkabinett Berlin: Neuerwerbung

GERHARD ALTENBOURG, Ecce homo, 1950 Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, seit 2008 Dauerleihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung, Foto: Volker-H. Schneider © Stiftung Gerhard Altenbourg, Altenburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2015 (Ausschnitt)

Das Kupferstichkabinett Berlin zeigt bis zum 7. Juni 2015 die kürzlich neu erworbene Privatsammlung von Solgärd und Rolf Walter (Stockholm) und Werke aus seinem bisherigen Gerhard Altenbourg-Bestand. Durch diesen Zugewinn von etwa 100 Zeichnungen, Aquarellen, Druckgraphiken sowie vier Künstlerbüchern bzw. Mappenwerken und zahlreichen Publikationen mit originalkünstlerischen Beigaben ist das Berliner Kupferstichkabinett nunmehr in der Lage, im 25. Jahr der deutschen Einheit Altenbourgs Werk im Zeitraum 1948 bis 1988 umfassend zu präsentieren. Zur offiziellen Kunst-Doktrin in der DDR hielt Gerhard Altenbourg (1929-1989) Distanz: die Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs hatten ihn gründlich desillusioniert, und sozialistische Helden wollte er deswegen nicht malen. Durch seine Kontakte zu Galeristen im Westen erregte er weiteren Argwohn bei den Kulturoberen der DDR. Altenbourgs persönliches Schicksal „spiegelt damit auch die Problematik der deutschen Teilung“ wider. Die deutsche Wiedervereinigung hat der Künstler nicht mehr erlebt: er starb im Alter von 63 Jahren am 30. Dezember 1989 bei einem Autounfall. www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/kupferstichkabinett

Galerien & Auktionshäuser

Berlin: transform

Die Berliner Galerie Seitz & Partner zeigt vom 5. bis zum 20. Mai 2015 die Ausstellung „transform“. „Alles ist im Fluss - der Titel ist daher Programm! Sie soll Einblick in verschiedene Werkgruppen einer Auswahl von Künstlern geben, mit denen die Galerie seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet jedoch in einer Zweiteilung: eine veränderte Präsentationsform, die durch die Gegenüberstellungen diskussionsanregende Auseinandersetzung ermöglichen soll.“ Künstlerliste: Christina Paetsch, Uwe Esser, Wolfgang Rüppel, Sonja Weber, Holger Walter. www.galerie-seitz.de

Hochschulen

Final Cut

Das Filmscreening Final Cut im Haburger Metropolis Kino präsentiert am 7. Mai 2015 zunächst Ausschnitte und am 8./9. Mai 2015 dann in voller Länge Abschlussfilme des Jahrgangs 2014/15 der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Gezeigt werden die Diplom-, Master- und Bachelor-Filmprojekte der Studierenden. Gegen 22 Uhr wird am 7. Mai 2015 der HFBK-Filmpreis in Höhe von 5.000 Euro von einer externen Jury vergeben. Das Filmprogramm umfasst Arbeiten Nina Becker, Carly May Borgstrom, Miriam Endrulat, Aleksandra Geylyk, Willy Hans, Hana Kim, Nikolas Kuhl, Henrietta Langholz, Luise Omar, André Siegers, Akin Şipal, Lisa Sperling, Michael Steinhauser, Dana Tomoș, Nina Wiesnagrotzki. Programminfo: www.hfbk-hamburg.de/finalcut

Hochschulen

Hessen: Hochschulpakt

MINISTERPRÄSIDENT BOUFFIER mit den Hochschulpräsidenten und Wissenschaftsminister Rhein nach der Unterzeichnung des Hochschulpakts, Foto: Hessische Staatskanzlei (Ausschnitt)

In Hessen haben die Landesregierung und die 13 Hochschulen des Landes einen Hochschulpakt für die Jahre 2016 bis 2020 geschlossen. „Unsere Universitäten und Fachhochschulen erhalten in den kommenden fünf Jahren eine finanzielle Ausstattung von neun Milliarden Euro. Das ist die größte Summe, über die unsere Hochschulen jemals verfügen konnten“, erklärte dazu Ministerpräsident Volker Bouffier. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen heißt es: „Danach sollte die Grundfinanzierung für die Laufzeit des neuen Paktes mit einem Prozent oberhalb der Inflation, maximal mit drei Prozent gesteigert werden. Für den Fall einer niedrigen Inflationsrate wird den Hochschulen garantiert, dass die Tarif- und Besoldungssteigerungen auf jeden Fall ausgeglichen werden, solange der hierfür erforderliche Finanzbedarf die mittelfristige Finanzplanung nicht übersteigt.“ Für 2016 beträgt das Hochschulbudget 1,9 Milliarden Euro. Zu den Kunsthochschulen des Landes zählen die Städel-schule Frankfurt, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, die Kunsthochschule Kassel und die Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Hochschulen

Nürnberg: Westwood-Kampagne

JÜRGEN TELLER, Fotoquelle: Wikipedia/Pascal Ferro

Jürgen Teller leitet die Projektklasse für Fotografie an der Nürnberger Kunstakademie. Im Rahmen seiner Lehre fand in der Hochschule zusammen mit den Studierenden ein Fotoprojekt für die aktuelle Vivienne Westwood Kampagne statt. Protagonistin war – neben den Studierenden – die US-amerikanische Schauspielerin Paz de la Huerta, die in den Künstlerateliers in Szene gesetzt wurde. Die Bilder erscheinen in den Magazinen Vogue, Elle, Marie Claire, Numero, Dazed and Confused, Another Magazine, Esquire, GQ, Love, ID und Purple. www.adbk-nuernberg.de

Preise

Schloss Plüschow: Austausch und Stipendien

SCHLOSS PLÜSCHOW, Hauptgebäude (Postkarte, Rathke)

Kerstin Borchardt, Regina Müller-Waldeck und Udo Rathke aus Mecklenburg-Vorpommern wurden ausgewählt, im September und Oktober 2015 Arbeitsaufenthalte in Partner-Künstlerhäusern des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow zu verbringen. Dabei handelt es sich um die Künstlerhäuser VCCA in Virginia (USA), das Salzamt in Linz, Österreich und in Frankreich das Künstlerhaus CAMAC in der Nähe von Paris. Die diesjährigen Stipendien auf Schloss Plüschow vergab die Jury an: Franziska Reinbothe, Daniel Djamo, Sonja Bendel, Qian Tongji und Anne Brannys. www.plueschow.de

Galerien & Auktionshäuser

Kuckei u. Kuckei: Filiale

GALERIE KUCKEI + KUCKEI in der Berliner Linienstraße.

Die Berliner Galerie Kuckei + Kuckei hat am 1. Mai 2015 einen weiteren Raum in der Linienstrasse 107/108 eröffnet.

Hochschulen

Hamburg: Neues Kuratorenteam

Die studentisch kuratierte Galerie der Hochschule für bildende Künste Hamburg hat ein neues Kuratorenteam: Fynn-Morten Heyer, Nils Reinke-Dieker, Laslo Strong und Nuriye Tohermes. Sie wollen „Veranstaltungen jeder Fachrichtung, die auf diskursive Weise ihre Disziplin erforschen und erweitern wollen“ durchführen. In einem Konzeptpapier heißt es: „Das Potenzial der Galerie unserer Hochschule liegt darin, in keiner kommerziellen Abhängigkeit zu stehen. Der exponierte Raum eignet sich besonders für diskursive Treffen und interdisziplinären Austausch... Im interdisziplinär geteilten Raum können sich Bezüge und Widersprüche verdeutlichen und so die Konfrontation fordern. Ob und wie die Veranstaltungen gestört, intensiviert oder neu entstehen werden, wollen wir für ein Semester ausprobieren...“ www.hfbk-hamburg.de/galerie-der-hfbk/

Personalien

Darmstadt: Direktorenwechsel

PHILIPP GUTBROD, Foto: Gregor Schuster, Courtesy: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Philipp Gutbrod wurde neuer Direktor des Instituts Mathildenhöhe in Darmstadt. Er war dort schon seit Juli 2011 Ausstellungskurator und Sammlungskonservator. Sein Vorgänger Ralf Beil wechselte auf den Direktorensessel des Kunstmuseums Wolfsburg. www.mathildenhoehe.eu

Ausschreibungen

Schöppingen-Stipendium

Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen schreibt Stipendien für Projekte an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft (KWW-Stipendien) als Residenzstipendien aus. Bewerben können sich Künstler mit interdisziplinären Arbeitsschwerpunkten sowie Wissenschaftler, Graduierte, Ingenieure und Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft, die künstlerische Erkundungen in ihren Projekten verfolgen. Diese Stipendien werden neben dem allgemeinen Projektaufruf durch ein optionales Schwerpunktthema zur Fragestellung „Kunst und Energie“ ergänzt. In den Vorschlägen für Stipendienprojekte sollen Ideen zur Verbindung von Kunst und Energie entwickelt werden. Gefördert werden neun Stipendien mit zwei Monaten Aufenthaltsdauer in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Die Höhe der Stipendien beträgt 1.025 Euro monatlich. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2015 über die Webseite möglich: www.stiftung-kuenstlerdorf.de

Ausschreibungen

Sport-Fotografie

Der Wettbewerb für Sportfotografie der Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Ein Förderpreis zum Thema „Wintersport“ wird für ein Jahr mit einer Profikameraausrüstung (incl. Mac Book mit allen relevanten Fotoprogrammen) im Wert von 25.000 Euro sowie einem Geldpreis in Höhe von 1.000 Euro honoriert. Neben den Preisträgern werden zusätzlich die besten Fotos im Rahmen der Berliner Kunstmesse BERLINER LISTE (September 2015) in Berlin ausgestellt. Deadline: 31. Juli 2015. Infos: www.pcs-stiftung.com

Ausschreibungen

Balmoral-Stipendien

Bis Ende Juni 2015 sind Bewerbungen für Balmoral-Anwesenheitsstipendien möglich. Motto: „Zeichnung“. Deutsche und internationale Künstler mit Studienabschluss und anschließender mindestens dreijähriger künstlerischer Tätigkeit erhalten 1.400 Euro pro Monat. Während der drei- oder neunmonatigen Stipendiendauer müssen sie ihren festen Wohnsitz in Bad Ems nehmen. Bewerbungsformulare und Infos unter www.kuenstlerhaus-balmoral.de.

Hochschulen

Orte des Erinnerns

KÖLNER WAISENHAUS 1914, historische Aufnahme

1914 zogen die ersten Kinder ins Waisenhaus in Köln-Sülz ein, bis zum Abriss des Heims 2012 wohnten dort 22.500 Kinder. Die Geschichte des Heims enthält auch düstere Kapitel. In einer Buchpublikation ist von struktureller, körperlicher und sexueller Gewalt die Rede. Besonders gruselig: in der NS-Zeit war der Heimleiter Friedrich Tillmann „Euthanasie-Beauftragter“. Ein Projekt des Fördervereins Erinnerungsorte Kinderheim-Sülz e.V. in Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter und der Hochschule für Bildende Künste Saar wollen nun die „ehemaligen Heimbewohner und die neuen Bewohner des Geländes“ darin unterstützen, „an die Geschichte des Heims, seiner Bewohner und deren teils schmerzlichen Erfahrungen zu erinnern... Auf Einladung des Vereins werden die Studierenden der Malerei-Klasse von Professorin Ulrika Eller-Rüter (Alanus Hochschule), der Architektur-Klasse von Professor Willem-Jan Beeren (Alanus Hochschule) und die Soundart-Klasse von Professor Andreas Oldörp (HBK Saar) auf dem Kinderheim-Gelände während zweier Workshops wohnen und arbeiten. Der erste Workshop findet vom 1. bis 3. Mai und der zweite vom 14. bis 17. Mai 2015 statt. Die entwickelten Konzepte werden dann in einer öffentlichen Ausstellung am 20. Juni 2015 in der ehemaligen Kinderheim-Kirche zu sehen sein.“

Galerien & Auktionshäuser

Emerson: Umzug

Die Emerson Gallery Berlin bei Radzinski gibt ihre Räume am Schiffbauerdamm auf, weil das Gebäude dort demnächst abgerissen wird. Bis zum Umzug in den Luisen-Block Ost und der Wiedereröffnung dort bleibt die Galerie für Privatbesichtigungen nach Vereinbarung verfügbar. info@emerson-gallery.de, www.emerson-gallery.de

Personalien

Karl-Heinz Hering gestorben

KARL-HEINZ HERING

Dr. Karl-Heinz Hering, langjähriger Direktor des Düsseldorfer Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, starb nach kurzer, schwerer Krankheit wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag. Zusammen mit Ewald Rathke war er Nachfolger von Hildebrand Gurlitt in der Geschäftsführung des Kunstvereins. Rathke ging 1961 nach Frankfurt, und Hering blieb für weitere 25 Jahre Kunstvereinschef. Er stellte dort u.a. George Rickey, Kimber Smith, Hans Hartung, Matta, Vasarely, Allen Jones, Francis Bacon, Luginbühl, Oelze, Eva Hesse, Johannes Itten, Horst Janssen, Marc Tobey, Fritz Winter, Corneille, Alan Davie, Max Bill, Soto, Niki de Saint-Phalle, Arman sowie Gilbert & George aus.

Hochschulen

Hamburg: Vortrag über "Sexistenz"

JEAN-LUC NANCY, Foto: Antoine Omerin

Die Hochschule für bildende Kunst Hamburg lädt für Montag, 18. Mai 2015 (19 Uhr) zu einem Vortrag von Jean-Luc Nancy ein. Der französische Philosoph gehört zu den bedeutendsten Denkern der Gegenwart und beschäftigt sich im Anschluss an Hegel, Nietzsche, Marx und Heidegger, Fragen des Gemeinsam-Seins, der Kunst, der Technik, des Politischen und der Theologie.“ Im Rahmen des Graduiertenkollegs „Ästhetik des Virtuellen“ spricht er über „Sexistenz“. Dazu lautet eine seiner Kernthesen: „Die sexuelle Unendlichkeit ist nicht das schlechte Unendliche einer Verdammung, derzufolge man sich immer wieder von neuem in dieselbe Sackgasse drängen muss. Es ist vielmehr das gute Unendliche bzw. das aktuelle Unendliche – es ist die Unendlichkeit in actu des Aktes selbst, insofern er der Akt des Sich-Überschreitens ist. Per definitionem überschreitet sich das Geschlechtliche selbst, und deshalb, wiederum per definitionem, erregt es sich.“ www.hfbk-hamburg.de

Kulturpolitik

Voice of Culture

Die EU-Kommission hat ihren „Strukturierten Dialog mit der Zivilgesellschaft“ im Bereich Kultur reorganisiert. Er firmiert jetzt unter der Bezeichnung „The Voice of Culture – European Structured Dialogue“ und wird von einem Konsortium organisiert, dem in führender Funktion auch das Goethe-Institut Brüssel angehört. Prof. Dr. Andreas Wiesand (ERICarts-Institut, Bonn) fungiert als „team leader“. „Die Instrumente des Dialogprozesses sehen fünf so genannten 'brainstorming sessions' vor, bei denen rund 40 Vertreter der Zivilgesellschaft und Fachleute aus den EU-Mitgliedstaaten festgelegte Themen diskutieren. Die Ergebnisse werden in einem 'policy paper' zusammengefasst und in einem 'dialogue meeting' mit der Europäischen Kommission diskutiert. Einsicht von Themen und Materialien unter: www.voiceofculture.eu

Kulturpolitik

Klage abgewiesen

Nathalie Braun Barends, Künstlerin, erreichte vor dem Landgericht Mannheim nur einen Teilerfolg: Das Gericht wies eine Klage der Künstlerin um den Wiederaufbau ihrer Installation „Hhole for Mannheim“ ab. Das Werk zog sich über drei Etagen der Kunsthalle, die derzeit teilweise neu gebaut wird. Nach Abweisung der Klage ist die Stadt Mannheim nicht verpflichtet, nach Beendigung der Baumaßnahmen das Kunstwerk erneut zu installieren. Allerdings sprahc das Gericht der Klägerin eine Restvergütung von 66.000 Euro zu. Allerdings muss die Künstlerin auch 70 Prozent der Prozesskosten übernehmen.

Messen & Märkte

Art Brussels: Neuer Standort

TOUR ET TAXIS, Bruxelles, Fotoquelle: Wikipedia/Torsade de Pointes

2016 hat die Art Brussels einen neuen Standort: sie zieht vom Expo-Gelände im nordwestlichen Vorort Heysel in das Palais Tours et Taxis, einem monumentalen Komplex, der in der Hochphase der Industrialisierung in Belgien in den Jahren 1903 bis 1907 als Güterbahnhof- und Postgebäude am Kanalhafen von Bruxelles errichtet wurde. Heute findet dort bereits die Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA statt; das Wiels-Museum ist nicht weit entfernt, wohl aber die nächste Metro-Station: vom Gare du Nord oder vom U-Bahnhof Ribaucourt muss man ein paar Häuserblocks weit laufen. Die Galeristen bewerten die Entscheidung mit gemischten Gefühlen, denn am neuen Standort wird die Art Brussels eine weitaus geringere Teilnehmerzahl als bisher rund 190 Galerien aufweisen, zudem werden die Standmieten deutlich angehoben. Dennoch: Bruxelles hat in den vergangenen Jahren als Standort für zeitgenössische Kunst und damit auch für Kunstmessen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mit Galerien aus 33 verschiedenen Ländern meldete die Art Brussels 2015 einen so hohen Graf an Internationalität wie noch nie in ihrer Geschichte seit 1968; allein 16 Galerien kamen aus New York; und die Messemacher hoffen, diesen Trend am neuen Standort fortsetzen zu können. Und es wird 2016 auch noch eine Satellitenmesse in Bruxelles geben, nämlich die Independent. Sie wurde in New York von Elizabeth Dee und Darren Flock konzipiert und findet dort jeweils im März mit 50 Galerien statt. www.artberussels.com

Galerien & Auktionshäuser

Sammlerstolz

WOESKE GALLERY, Berlin, Blick in die aktuelle Ausstellung „Chemical action“ von Pal B. Stock und Zed Taylor, bis 15. Mai 2015

Die Idee: „Sammler zeigen ihre Lieblingsarbeiten außerhalb des klassischen Kontexts.“ Stattdessen suchen der Berliner Galerist Tillmann Woeske und die Sammler Stefan Haupt und Peter Ungeheuer nach „Clubs, außergewöhnlichen Orten oder Galerien.“ Wer als Kunstbesitzer bei der „Proudcollector“-Aktion mitmachen und seine Werke präsentieren will, kann sich unter: byoa@woeskegallery.com bewerben. Die nächste Veranstaltung findet am 2. Mai 2015 statt: #BYOA #Proudcollector @The Grand, Berlin. Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Aktion endet am Dienstag, 28. April 2015 um 18 Uhr (Eigenanlieferung und Selbstabholung).  www.woeskegallery.com

Ausschreibungen

Ars liturgica

Der Kunstverein im Bistum Essen e.V. schreibt in Zusammenarbeit mit anderen Partnern  den Ars Liturgica-Wettbewerb aus. Eds gilt, ein Vortragekreuz zu gestalten, das in Gottesdiensten der Pfarrei St. Josef in Essen-Frintrop Einsatz finden soll. Preisgelder: drei Preisträger werden mit 5.000/3.000/1.000 Euro bedacht. Ausführliche Wettbewerbsbeschreibung und Kontaktdaten unter: www.liturgie.de.

Biennalen

Das Goethe-Institut in Venedig

HARUN FAROCKI 2013 in Moskau, Fotoquelle: Wikipedia/Андрей Романенко

Für die diesjährige Biennale von Venedig das Goethe-Institut hat der diesjährige Direktor Okwui Enwezor drei mit dem Goethe-Institut verbundene Arbeiten ausgewählt: So wird in Venedig erstmals das Gesamtwerk von Harun Farocki (1944-2014) auf 86 Monitoren komplett zu sehen sein, das mit Hilfe des Goethe Instituts digitalisiert wurde. Zu der Werkschau gehört auch Farockis letztes partizipatives Großprojekt „Eine Einstellung zur Arbeit“. 400 Einzelfilme aus 15 Orten und fünf Kontinenten werden als Filmminiaturen in eine räumliche Form gebracht und bilden eine mit künstlerischen Mitteln erarbeitete, visuelle Enzyklopädie der globalen Arbeitsverhältnisse im 21. Jahrhundert. Alexander Kluges Neuinszenierung seines Films „Nachrichten aus der ideologischen Antike“ wurde vom Goethe-Institut mit Untertiteln ausgestattet. Kluge komponiert eine vielstimmige Annäherung an den modernen Klassiker „Das Kapital“ von Karl Marx und setzt einem gescheiterten Filmprojekt Sergej Eisensteins aus dem Jahr 1927 ein Denkmal. Auf der Venedig Biennale wird das sechsstündige Meisterwerk in einer neugeschnittenen Fassung auf drei Leinwände projiziert. Im lateinamerikanischen Pavillon zeigt das Istituto Italo-Latino Americano mit Unterstützung des Goethe-Instituts „Indigene Stimmen – Voces Indígenas“. Die Klanginstallation aus 17 künstlerischen Positionen setzt sich mit der gefährdeten Sprachenvielfalt auf dem lateinamerikanischen Kontinent auseinander. www.goethe.de

Museen & Institutionen

Futur 3

FUTUR 3, Foto: Katja Illner

Mit ihrer Reihe „Futur 3“ lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu Vorträgen und Diskussionen ins Düsseldorfer Schmela Haus ein. An jedem Donnerstagabend werden um 19.00 Uhr Begegnungen mit internationalen Gästen geboten, die sich zu Fragen zur Zukunft – von Museum, Stadt, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft – äussern. Stefan Schulz spricht am 7. Mai 2015 über „Journalismus nach dem Text“ und schildert dabei, „wie der Leser zum Zuschauer wurde, und wie dessen Intellekt den Instinkten und Erkenntnis der Emotion geopfert wurden. Der Vortrag ist der zweiter Abend der in Zusammenarbeit mit Mareike Foecking und Studierenden der FH Düsseldorf für F3 entwickelten Reihe Bild der Zukunft, die dem durch Globalisierung und Digitalisierung veränderten Umgang mit dem Bild nachgeht.“ Steve Valk und Michael Kliën beschäftigen sich am 21. Mai 2015 mit „Das Ökologische Selbst oder die Psychologie des Klimawandels“. Am 28. Mai 2015 behandelt Tobias Matzner „Menschen, Algorhythmen und liberale Subjekte“. www.kunstsammlung.de

Aktionen & Projekte

Kunstflug-Kongress

KULTURZENTRUM ALTE FEUERWACHE MANNHEIM, Fotoquelle: Wikipedia/Rudolf Stricker

Auch in Mannheim leben Künstler und produzieren dort ihre Werke, doch es fehlt dort „ein Element der Zusammenkunft, der Kommunikation und des Austausches zwischen den Akteuren“. Dem will der „Kunstflug-Kongress“ abhelfen, der vom 14. bis zum 16. Mai 2015 im Kulturzentrum Alte Feuerwache stattfindet. Das Treffen versteht sich als „Initialzündung“ für ein lokales und regionales Netzwerk. „Synergetische Effekte sollen begünstigt werden, indem die Teilnehmer Inspirationen, Kooperationspartner, Lösungsmöglichkeiten für etwaige Probleme des Arbeitsalltags finden können. Kurz gesagt: Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt der Szene sollen bestärkt werden.“ www.kunstflug-tower.de

Aktionen & Projekte

Spitzwegerich

VERENA STENKE, ANDREA PAGES

Die Straßen waren vereist, über die Felder wirbelte der Schnee, die Nächte waren bitterkalt, als sich im Januar 1945 die ersten Flüchtlingstrecks in Ostpreußen in Bewegung setzten. Die Landstraßen mussten für die Wehrmacht frei gehalten werden, und so rumpelten die Panajewagen und Bollerwagen der Flüchtlinge über holprige Nebenstraßen in Richtung Westen, um sich vor der heranrückenden Roten Armee in Sicherheit zu bringen. In die leer stehenden Häuser zogen wenige Wochen nach Kriegsende im Mai 1945 Polen ein, denen Stalin die Ausreise aus jenem Teil der Ukraine erlaubte, der bis 1939 zu Polen gehört hatte, bis Hitler und Stalin das Land unter sich aufteilten. Bei Kriegsende betrug die Zahl der Bewohner Ostpreußens noch 2,4 Mill. Menschen, schätzungsweise 300.000 kamen unter den elenden Bedingungen der Flucht ums Leben. Die deutsche Performance- und Filmkünstlerin Verena Stenke und der italienische Künstler und Schriftsteller Andrea Pages („VestandPages“) wollen ab dem 8. Mai 2015 den umgekehrten Weg zurück legen und auf den Spuren der geflüchteten Vorfahren 1.000 km zu Fuß von Hemmingstedt in Schleswig-Holstein nach Insterburg / Chernyakhovsk gehen. Einen Monat lang dauert die Langzeitwanderung, die im Performancefilm „Spitzwegerich“ dokumentiert wird. Auf ihrem Weg in Etappen werden die unter anderem vom amerikanischen Sounddesigner Douglas Quin und dem Berliner Geiger Stephan Knies begleitet. Der Film besteht später aus „einer Montage aus Kunstaktionen, interkulturellem Dialog, poetischen Texten, Fundobjekten und Klanglandschaften. Das Projekt beleuchtet in einer Abfolge bewegter Bildern die Themen Erinnerung und Identität aus sozialen und geophysikalischen Blickwinkeln.“ www.vest-and-page.de

Hochschulen

Offenbach: Dadabox

JIFEI OU, „Dadabox“

Jifei Ou qualifizierte sich mit seinen interaktiven Studienprojekten, darunter auch mit seiner „Dadabox“, an der HfG Offenbach für das Promotionsprogramm am Massachusetts Institute of Technology. Jifei Ou studierte im Forschungsprojekt „Open Design“ im Lehrgebiet „Technische Produkte und Produktsysteme“ bei Prof. Frank Georg Zebner. Die Dadabox adaptiert als „storytelling object“ von den Dadaisten die Idee der Collage. Die Nutzer generieren eine Geschichte durch simples Schütteln der Box. www.hfg-offenbach.de

Biennalen

Twombly in Venedig

CY TWOMBLY, Untitled (Camino Real V), 2011, Acryl auf Holz, Cy Twombly Foundation (Ausschnitt)

Cy Twombly (1928-2011) nahm zwischen 1964 und 2001 fünfmal an der Biennale von Venedig teil. 2001 wurde er auch mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Die ist Anlass, während der diesjährigen Biennale eine große monografische Ausstellung zu zeigen, die von Philip Larratt-Smith und Julie Sylvester kuratiert wird. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der New Yorker Cy Twombly Foundation realisiert und ist bis zum 13. September 2015 unter dem Titel „Paradise“ in der Ca‘ Pesaro-International Galleia internazionale d’Arte Moderna zu sehen. www.capesaro.visitmuve.it

Biennalen

Giovanni Manfredini in Venedig

GIOVANNI MANFREDINI, „Per Aspera ad Astra“, Courtesy: Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Riehen/Basel

Der italienische Künstler Giovanni Manfredini nahm an der Biennale von Venedig 2011 teil. Derzeit ist er mit zwei Ausstellungen in Venedig vertreten: „Stabat Mater Dolorosa“ ist eine Installation mit musikalischer Begleitung von Ennio Morricone in der Fondazione Cini, Isola di San Giorgio Maggiore (8. Mai bis 7. Juni 2015, Vernissage: 7. Mai um 18 Uhr). Die Installation „Per Aspera ad Astra“ besteht aus drei Werken in der heiligen Kirche der Madonna dell‘ Orto (5. Mai bis 1. September 1015). Als Kind im Alter von zwei Jahren erlitt der Künstler schwerste Verbrennungen, musste sich mehrfachen Operationen mit Hauttransplantationen unterziehen. Bekannt wurde er mit Bilder, bei denen er diesen Häutungsprozess, der im Feuer seinen Ursprung hatte, auf die Haut des Bildträgers überträgt: dazu entwickelte er eine Technik mit Körperabdrücken und geräucherten Oberflächen. In der räumlichen Inszenierung von Manfredinis Bildern bietet der Kirchenraum eine ideale Situation, den geistigen und metaphysischen Gehalt dieser Bilder zu kommunizieren. www.www.henze-ketterer-triebold.ch

Biennalen

Venedig: Palazzo Mora

THE EUROPEAN CULTURE CENTRE, Pressefoto zu „Personal Structures“ anlässlich der Biennale von Venedig 2015, „Guardians of Time“ des österreichischen Bildhauers Manfred Kielnhofer (Ausschnitt)

Im Kontext der Biennale di Venezia 2015 präsentiert das Europäische Kulturzentrum seine Ausstellung „Personal Structures - Crossing Borders“ im Palazzo Bembo und im Palazzo Mora. Organisator ist die GlobalArtAffairs Foundation. Die Ausstellung vereinigt Beiträge von Künstlern, die durchaus schon etabliert sind, deren Praktiken in der Öffentlichkeit aber weniger bekannt sind: es gelte, nicht „das Beste“ zu zeigen (was immer das sein mag), sondern einen Querschnitt dessen, was heute unter Kunst subsumiert wird. Gemeinsamer Nenner dieser Künstler ist eine subjektive Haltung und persönliche Formensprache in der Auseinandersetzung mit „Zeit, Raum und Existenz des Künstlers“. Der Palazzo Mora unweit der Vaporetto-Station Ca d’Oro an der Strada Nuova dient während der Biennale auch als Länderpavillon für die Philippinen, die Seychellen und die Mongolei. Kurator des philippinischen Beitrags ist Patrick D. Flores. Für August 2015 ist ein Vortrag/eine Performance mit David Medella angekündigt. Im Mittelpunkt des philippinischen Beitrags steht der Film „Dschingis Khan“, bei dem 1950 der Filmemacher Manuel Conde und der Maler Carlos Francisco auf den Philippinen zusammen gearbeitet haben. „Other home“ lautet das Motto des Beitrags aus der Mongolei mit den Künstlern Enkhbold Togmidshiirev und Unen Enkh. Die Republik der Sechellen nimmt zum ersten Mal an der Biennale von Venedig teil und entsendet die Künstler George Camille, Léon Wilma und Loïs Radegonde. www.palazzomora.org

Aktionen & Projekte

European Border Watch Organisation

EURPEAN BORDER WATCH ORGANISATION, Ladenlokal, Pressefoto

Eine subversive Aktion im öffentlichen Raum führte der Künstler Georg Klein anlässlich des EMAF – European media Art Festivals in Osnabrück durch. „Entsprechend eines texanischen Vorbildes wurde die European Border Watch Organisation (EUBW) gegründet und ihre Rekrutierungszentrale in der Osnabrücker Innenstadt eingerichtet. EU-Bürger konnten sich hier als Web-Patrols registrieren lassen, um via Internet an der umfassenden Überwachung der EU-Aussengrenzen aktiv teilzunehmen. Das 'Regionale Registrationszentrum' – blaue EU-Flaggen am Eingang erzeugten hier eine 'offizielle' Atmosphäre - , war mit einem audiovisuellen Showroom ausgestattet, wo die Bürger Einblick in das neue Satelliten-Webcam-System bekamen und in eine Diskussion über die Europäische Immigrationspolitik verwickelt wurden.“ www.emaf.de

Museen & Institutionen

Frankfurt: Making memories und Bildermenschen

Das MMK Museum für Moderne Kunst bietet innerhalb seines Rahmenprogramms zur Austerllung "Das imaginäre Museum" am 5. Juni 2016 einen Workshopfür Erwachsene an: "Making Memories" (11 – 13 Uhr im MMK 2). Henrike Graef und Claus Schlatter (Gedächtnistrainer vom Bundesverband Gedächtnistraining e.V.) erproben unterschiedliche Mnemotechniken in der Ausstellung. Teilnahmegebühr: 20 Euro (Anmeldung: kunstvermittlung.mmk@stadt-frankfurt.de). Für das Wochenende 10./11. Sept. 2016 sucht das Museum "Bildermenschen": "Welche Werke der Ausstellung Das imaginäre Museum haben sich Ihnen besonders eingeprägt? Können Sie diese noch vor Ihrem inneren Auge rekonstruieren? Oder vielleicht erinnern Sie sich bloß an einen Gedanken, der Ihnen bei der Betrachtung kam? Am 10. und 11. September 2016 von jeweils 14–18 Uhr wird sich das MMK 2 in ein lebendiges Museum verwandeln. Die Kunstwerke sind dann entfernt und werden durch „Bildermenschen“ ersetzt, die durch ihre persönlichen Erinnerungen und Interpretationen die Exponate wieder ins Bewusstsein rufen. Helfen Sie uns, Das imaginäre Museum zu realisieren und werden Sie ein „Bildermensch“. Ihre Aufgabe besteht darin, am Abschlusswochenende für eine oder mehrere Stunden ein Werk in der Ausstellung zu personifizieren, indem sie es vor den Besuchern auf Ihre persönliche Weise beschreiben, nacherzählen, wiedergeben oder darstellen." Anmeldung hierfür unter www.mmk-frankfurt.de/fileadmin/user_upload/RZ_ANMELDEFORMULAR_ONLINE_4_.pdf

Aktionen & Projekte

Singapore in Frankreich

SIONG LENG Musical Association, Foto: Copyright Dorothy Png

Als Malaysia als erster Staat 1965 die Unabhängigkeit Singapores anerkannte, hatte nach unruhigen Zeiten der Stadtstaat in Südostasien endgültig seine volle Souveränität erlangt. Der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit und des Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Frankreich und Singapore ist Anlass für ein Festival, das mit mehr als 70 Events in den Städten Bordeaux, Toulouse, Lille, Lyon, Nantes und Paris ausgerichtet wird. Bis zum 30. Juni 2015 finden dort Ausstellungen und Auführungen aus den Bereichen Architektur, Design, Bildende Kunst, Lifestyle, Film, Tanz, Theater und Musik statt. Infos: www.singapour-lefestival.com

Museen & Institutionen

München: Führungen zu „Architektur und Kunst“

MUSEUM BRANDHORST, Fotoquelle: Wikipedia/Schlaier

Ein Großteil des Inventars staatlicher Museen stammt aus den Stiftungen privater Sammler oder wird von diesen aufgekauft. Damit verbunden ist oft der Bau neuer Kunsthäuser oder die bauliche Veränderung bestehender Museen. Hierfür gibt es in München viele sehenswerte Beispiele wie das Museum Brandhorst, das Lenbachhaus oder das Ausstellungsgebäude der Sammlung Goetz. Drei Führungen zum Thema „Architektur und Kunst“ ermöglichen einen genaueren Blick auf die Münchener Kunstorte. Die erste Tour steht unter dem Motto: „Von der Privatsammlung zum öffentlichen Haus“. Termin: Samstag, den 16. Mai 2015, 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Treffpunkt: Museum Brandhorst, Theresienstraße 35a (Beitrag: 20 Euro). Als nächste Touren sind angekündigt: Tour 2: „Kulturpolitik und Architektur: Kunsthäuser in München“ Samstag, den 13. Juni 2015, 14.00 bis 16.30 Uhr. Tour 3: „Zeitgenössische Kunst trifft unkonventionelle Orte“ Freitag, den 17. Juli 2015, 16.00 bis 18.30 Uhr. Anmeldung für Tour 1 bis 14. Mai 2015 über filomele.de/kunstvermittlung/ga-munich.html

Aktionen & Projekte

Austausch mit China

REN BO „Innocent fragment 3“

Während die Augen der nordrhein-westfälischen Kunstszene auf die großen „China“-Ringausstellungen in den Museen des Ruhrgebiets gerichtet sind, findet zeitgleich vom 8. bis zum 26. Mai 2015 in Köln-Ehrenfeld im Kunstraum Ba Cologne „ohne große Sponsoren“ ein selbstorganisiertes Austauschprojekt statt: die deutsche Künstlerin Gesa Eversmeyer und ihre Kollegin Ren Bo aus Peking hatten im April in China zusammen gearbeitet und setzen diese Kollaboration dann einen Monat später in Köln fort. Ren Bo zeigt dort anschließend ihre Projektion „Wellenreflexion“. Die Künstlerin beschäftigt sich mit der Fragmentierung von Informationen in den heutigen IT-Gesellschaften, wozu u.a. auch das (Zer)hacken von Computerprogrammen gehört. Das Werk der chinesischen Medienkünstlerin besteht aus „Zeit- und Erinnerungs-Performances... aus Beleuchtung von Objekten, aus geordneten und chaotischen Zuständen des Nichts. Sie untergräbt die Normalität, die Feinheiten des Materials und stellt sie gestrandet im Hintergrund dar. Sie vertritt einen medienkritischen Standpunkt und nennt ihre Arbeiten 'Wellenreflexionen'...“ Ren Bo: „Ich verwende gern online Übersetzung Software für meine persönliche Vorstellung. Die Software generiert automatisch Syntax, um eine andere Sprache Schriftsprache zu schaffen, brechen die dogmatischen Lesegewohnheiten, ordentlich Störung produziert Programmierung Syntax, scheinbar keine Logik und Argumentation, voller Verwirrung ernst und lustig. Das ist die wirkliche Welt ich lebe, meine Grammatik“. Gesa Eversmeyer konzipiert ihre zweidimensionalen Zeichnungen als Drahtplastiken oder begehbare Papierräume. Eine „vierte Dimension“ fängt sich oft in Form von Schattenbildern ein. Am Sonntag, 15. Mai 2015, führen beide Künstlerinnen um 15 Uhr eine Performance auf (Neptunplatz 7, Köln-Ehrenfeld). www. Ba-Cologne.de

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China 8

ZHANG XIAOGANG, „Big woman and little man“, Öl auf Leinwand, 2012, Copyright: Artist/Courtesy of Pace Beijing (Ausschnitt)

Acht Museen im Ruhrgebiet sind bis zum 13. September 2015 am Ausstellungszyklus „China 8“ beteiligt. Die künstlerische Gesamtverantwortung für das Projekt CHINA 8 liegt in den Händen von Walter Smerling (Sprecher des Kuratoriums und Direktor des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst), Ferdinand Ullrich (Direktor der Kunsthalle Recklinghausen) und Tobia Bezzola (Direktor des Museum Folkwang). Jedes Museum präsentiert entsprechend seiner Sammlungsgeschichte und seiner räumlichen Besonderheiten unterschiedliche Aspekte der zeitgenössischen chinesischen Kunst. So sind z.B. Duisburger Lehmbruck Museum unter dem Titel „Neue Figuration“ Skulpturen zu sehen. Das Kunstmuseum Mülheim an der  Ruhr zeigt Installationen und Skulpturen als „Modelle der Irritation“: Das Kunstmuseum Gelsenkirchen setzt den Schwerpunkt auf Tuschemalerei und Kalligrafie. Die Kunsthalle Recklinghausen präsentiert junge und kritische Malerei, das MKM Museum Küppersmühle stellt ebenfalls chinesische Maler aus.Video und Sound sind im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl zu erleben. Das Osthaus Museum Hagen zeigt Installationen und Objekte als „Paradigmen der Kunst“ und das Museum Folkwang in Essen widmet sich der aktuellen Fotografie. Das NRW-Forum Düsseldorf bildet mit „Overview – Blicke auf China“ das Entree zur Ausstellung und versammelt Werke mehrerer beteiligter Künstler aus unterschiedlichen Sparten. www.china8.de

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Schirn Kunsthalle: Transatlantics

BRITTA THIE, Transatlantics, Pressefoto

Britta Thie hat für die Schirn Kunsthalle Frankfurt ein digitales Kunstprojekt entwickelt. Die sechsteiloge Serie ist nur online über die Website der Kunsthalle einzusehen. Mithilfe fiktiver und realer Personen wie Künstlern, Freunden und Schauspielern zeichnet die Künstlerin "das Bild einer Generation, die die Vorteile der virtuellen Inszenierung zu nutzen weiß und gleichzeitig nostalgisch auf die analogen Medien der Kindheit zurückblickt. I n den sechs im Abstand von drei Wochen erscheinen den Episoden porträtiert Thie das Lebensgefühl dieser digitalisierten Generation , indem sie auf verschiedenen Bildebenen 3D - Animationen, Video - Essays, virtuelle Kunstwerke, theoretische Diskurse und dokument arisches Bildmaterial verwebt: Vor dem Hintergrund der pulsierenden Metropole Berlin – einer Stadt, die wie keine andere in den letzten Jahren die Gleichzeitigkeit von Übergang, Abkopplung und Kreativität widerspiegelt – bewegen sich drei junge Frauen unab lässig in einem Geflecht unterschiedlicher Freundes - und Bekanntenkreise sowie divergierender sozialer Schichten hin und her. Dabei schwanken sie zwischen Heimweh und Eroberungsgefühlen, spielen sich selbst oder auch nur eine der vielen Versionen ihrer sel bst. Man bricht sich tagtäglich das Herz in der übererregten Beziehungswelt der sozialen Netzwerke und automatischen Updates. Aber was passiert mit echter Intimität, wenn Emotionen, Zuneigung und Ideen zu Produkten auf einem unersättlichen Marktplatz werde n? In „Translantics“ entwickeln sich Beziehungen in einer pastellfar benen Shoppingm all in Neukölln, auf dem Weg in die heimatlichen Klei nstädte der Provinz, in semi erfolgreichen Ga lerien mit New Yorker Import - Kunst oder zwischen den Wolkenkratze rn im Frank furter Bankenviertel." www.schirn.de/translantics

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