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Ausschreibungen

Projektförderung

KARIN ABT-STRAUBINGER

Die Karin Abt-Straubinger Stiftung lobt eine Projektförderung für Projekte aus, die ab Februar 2016 beginnen. Einsendeschluss ist ist der 1. September 2015. Publikationen und reine Werkausstellungen werden nicht unterstützt, sondern nur Kunstaktionen und die Realisierung von Kunstwerken. Kontakt: Dr. Tobias Wall Karin Abt-Straubinger Stiftung, Sigmaringer Straße 57A, 70567 Stuttgart, Tel. 0711-63343023, E-mail: info@karin-abt-straubinger-stiftung.de, Antragsunterlagen und weitere Infos unter www.karin-abt-straubinger-stiftung.de.

Preise

DGPH-Bildungspreis

ANN-KATHRIN KAMPMEYER, „20+6 Obdachlosigkeit hat jedes Gesicht“ (Ausschnitt)

Das „Haus St. Martin am Autoberg“ in Hattersheim erhielt für sein kulturelles Programm für wohnungslose Menschen den diesjährigen DGPh- Bildungspreis. Für Klaus Störch, den Leiter der Einrichtung, war es wichtig, „über schnell erfassbare“ Fotoarbeiten „Vorurteile gegenüber wohnungslosen Menschen und Langzeitarbeitslosen abzubauen.“ Fotografen wie Jim Rakete, Andrea Diefenbach und Ann-Kathrin Kampmeyer unterstützten das Projekt ehrenamtlich. Der DGPH Bildungspreis prämiert „innovative wissenschaftliche und praxisbezogene Abschlussarbeiten sowie künstlerische Projekte“ im Bereich der Fotografie. www.dgph.de

Galerien & Auktionshäuser

"Nicht nur an Ateliers denken"

Anemone Vostell, Leiterin des Landesverbandes Berliner Galerien, beklagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa, einen zunehmenden Druck des Immobilienmarkts für die Galerien. Daher müsse die Politik „bei der Stadtplanung nicht nur an Ateliers zu denken, sondern auch an Räume für die Vermittlung und den Verkauf von Kunst“. Vostell reagierte damit auf eine Ankündigung des Regierende Bürgermeisters Michael Müller (SPD), bis zum Jahr 2020 in der Stadt 2.000 neue Ateliers schaffen zu wollen. Derzeit leben etwa 10.000 freischaffende bildende Künstler in Berlin, die einst durch billige Mieten angezogen wurden, nun aber durch die Gentrifizierung mit einer Verteuerung von Immobilien einen Verdrängungsdruck spüren. www.berliner-galerien.de

Preise

Hasselblad-Preis

WOLFGANG TILLMANS, Fotoquelle: Wikipedia/Hpschaefer

Wolfgang Tillmans nimmt am 30. November 2015 in Göteborg den Hasselblad-Preis entgegen (umgerechnet 110.000 Euro). Der Fotograf „habe sich zu einem der originellsten und innovativsten Künstler seiner Generation etabliert... Seine Arbeiten handelten von Themen drängender politischer und sozialer Bedeutung und reflektierten die Macht des fotografischen Bildes, sich kritisch mit der Welt auseinanderzusetzen.“ Der Hasselblad-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Fotografie und geht auf den Fotografen und Kamerabauer Victor Hasselblad zurück. www.hasselbladfoundation.org

Aktionen & Projekte

ELAN-Symposion

ELAN-Symposion, Einladung (Ausschnitt)

Der Yorkshire Sculpture Park in Leeds (England), das Naturkunst-Projekt Arte Sella im Trentino (Italien), das Polnische Zentrum für Skulptur in Oronsko und der Springhornhof in Neuenkirchen bei Soltau haben vor zwei Jahren das Europäische Landschaftskunst Netzwerk – ELAN gegründet. Es will den „Beitrag den Kunst und Künstler für die nachhaltige Entwicklung von Landschaften und für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume leisten können, untersuchen und gezielt zu fördern“. Das Symposion Creative Europe – Landscapes, People,Interactions wird am 21. April 2015 auf dem Springhornhof das bisher Geleistete vorstellen. Künstlern, Gästen und Fachleuten diskutieren miteinander und entwickeln dabei neue Vorhaben und Strategien des Netzwerks. Außerdem stellen die neuen Partner des Netzwerks, Wanås Konst (Schweden) und das Musée Gassendi Digne (Frankreich) ihre Landschaftskunstprojekte vor. www.springhornhof.de

Preise

Kunstpreis der LVZ

OWEN GUMP, Fotocredit: c/o loneleyfingers.com

Owen Gump gewann den Kunstpreis der LVZ-Leipziger Volkszeitung (10.000 Euro).„Der Fotograf überzeugte die sechsköpfige Jury mit einer Auswahl von Arbeiten von Landschaften, Ozeanen, architektonischen Perspektiven und irritierenden Naturerscheinungen. Menschen spielen dabei kaum eine Rolle. Sie sind allenfalls Statisten, bis auf eine Ausnahme: die Surfer – und das Surfbrett, ein Thema, das den Künstler schon lange beschäftigt.“ Der Preis geht nun schon zum siebten Male an einen Absolventen der HGB Leipzig. www.owengump.com

Preise

Boskamp-Stipendium

LILLY WITTENBURG, Abb. (Ara), Glas, Flüssigeisen, Magnete, Staub, Scan 2014

Lilly Wittenburg und Axel Loytved sind Stipendiaten der Arthur Boskamp-Stiftung 2015/2016. Die Förderpreise umfassen für den Zeitraum jeweils 3000 Euro Förderpreisgeld sowie weitere 2000 Euro für Präsentationen in den Räumen des M.1. der Stiftung. Wittenburg entwickelt „als Umschlagstelle zwischen Polyphonen Bewegungen und einzelnen Kontrapunkte zusammen mit Small Tune Press Hong Kong ein Dialog-Magazin“. Loytved lebt und arbeitet in Hamburg. Er studierte bis 2010 an der HBK Braunschweig und als Researcher an der Jan van Eyck Academie Maastricht 2010 / 2011. Neben seiner künstlerische Arbeit betreibt Loytved seit 2006 den Kunstverein St. Pauli mit. www.arthurboskamp-stiftung.de

Museen & Institutionen

Siegburg: Jubiläum

STADTMUSEUM SIEGBURG, Fotoquelle: Wikipedia/Stefan Flöper

In jenem Gebäude, das heute das Stadtmuseum Siegburg beherbergt, wurde 1854 der Komponist Engelbert Humperdinck geboren. 1990 nahm hier das Museum seinen Betrieb auf, und in diesem Jahr feiert es sein 25jähriges Bestehen. Der Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Stadt und seiner Umgebung. Die Anfänge werden durch archäologische Funde dokumentiert, u.a. durch einen 25 Mill. Jahre alten versteinerten Krokodilsfuß. Spätere Epochen durch Objekte, Fotos und Kunstwerke dargestellt. Im oberen Bereich finden regelmäßig Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern statt. Zur Jubiläumsausstellung „25 Jahre Kunst im Stadtmuseum“ (17. Mai bis 28. Juni 2015) wurden alle Künstler eingeladen, die seit der Eröffnung dort ausgestellt haben: sie wurden gebeten, dem Museum eine kleinformatige Arbeit im Format DIN A 4 zu Verfügung zu stellen. www.tourismus-siegburg.de

Messen & Märkte

Poppositions

Die Brüsseler Kunstmesse Poppositions (24. bis 27. April 2015) versteht sich als Alternative zu den weiß gestrichenen Kojen der „Standard Messen“ und probiert deswegen ein „neues Format“ aus: jedesmal wechselt der Veranstaltungsort. Diesmal steht für den Auftritt der teilnehmenden Galerien und für „hybride Kunsträume“ ein Experimentalraum mit 10.00o qm Fläche am Brüsseler Wharf-Kanal zur Verfügung. Leitgedanke ist in diesem Jahr „in Opposition zur politischen Ökonomie“ die Idee einer „poetischen Ökonomie“ des Fluxus-Künstlers Robert Filliou. www.poppositions.com

Kulturpolitik

Kulturelle Bildung

OLAF ZIMMERMANN, Fozto: Tim Flavor

„Nachhaltigkeit in der kulturellen Bildung“ lautete das Schwerpunktthema, das der Deutsche Kulturrat auf einer Podiumsdiskussion in Berlin und in einer Beilage zur letzten Ausgabe seiner Verbandspostille „Politik und Kultur“ abhandelte. Politiker und Wissenschaftler betreiben gerne Evaluation, um ein Problem zu ergründen, doch bei diesem Themenfeld mussten die Experten die Einsicht gewinnen, „dass die Effekte kultureller Vermittlungsarbeit bei den Kindern und Jugendlichen kaum messbar sind“. Und so kritisierte Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, „zeitweise entstehe... der Eindruck, dass mehr Geld für die Evaluation eines Projektes als für das Projekt selbst ausgegeben werde“. Neben den Schulen gelten vor allem die Orte der Kunst als Akteure zur Bildungsvermittlung, also Museen, Kunsthallen, Kunstvereine, Galerien und Künstlerinitiativen. Folgerichtigerweise versucht man, in Modellprojekten wie den „Kulturagenten“ die Schulen stärker mit solchen Orten zu vernetzen. wwww.kulturrat.de

Ausschreibungen

Die Jugend. Das Alter

Am 15. Mai 2015 endet die Einreichfrist für den Wettbewerb „Die Jugend.Das Alter“ des Wiesbadener Künstlervereins „Die Walkmühle“. Die Beiträge können sich auf „Jugend“ oder „Alter“ beziehen. Zugelassen sind alle Kunstsparten. Preisgeld: 1.000 Euro. Infos und Kontakt: www.walkmuehle.net.

Ausschreibungen

Jena-Stipendium

JenaKultur vergibt Stipendien aus dem Bereich Literatur / Stadtschreibung und Bildende Kunst. Mit dem Stipendium soll den Stipendiaten die Möglichkeit gegeben werden, sich innerhalb einer jeweils sechsmonatigen Residenz in der Villa Rosenthal konzentriert ihrer Arbeit zu widmen. Die nächsten Bewerbungstermine sind im Juli 2015 für Literatur und im Januar 2016 für Bildende Kunst. Infos: www.villa-rosenthal.de

Aktionen & Projekte

Impulse Festival

FLORIAN MALZACHER, Foto: ® Wolfgang Silveri

Das „Impulse Theater Festival“ zählt zu den wichtigsten Foren der freien Theaterszene. Es wird in diesem Jahr vom 11. bis zum 20. Juni 2015 im Ringlokschuppen Mülheim/Ruhr veranstaltet. Assoziierte Festspielorte sind die Studiobühne Köln und FFT Düsseldorf, die in den kommenden Jahren alternierend zentrale Spielstätten von „Impulse“ sind. Bei den Projekten der freien Theatergruppen steht die Frage „nach gesellschaftlicher Wirksamkeit von Theater in lokalen Kontexten“ im Mittelpunkt. Leiter des Festivals ist seit 2013 Florian Malzacher. www.festivalimpulse.de

Preise

EYE-Prize

HITO STEYERL, Copyright: Hito Steyerl

Hito Steyerl gewann den EYE-Prize des Amsterdamer EYE-Filmmuseums und des Paddy & Joan Leigh Fermor Arts Fund (25.000 brit. Pfund). Die Preisträgerin ist Filmemacherin, Theoretikerin und Publizistin. Sie erarbeitet im Essayformat politische Themen und setzt sich dabei vor allem mit Fragen postkolonialer Kritik und feministischer Repräsentationskritik auseinander. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Film und Bildender Kunst, sowie von Theorie und Praxis. Steyerl ist Professorin für Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. www.eyefilm.nl

Hochschulen

Burg Giebiechenstein: Jubiläumsprogramm

BURG GIEBICHENSTEIN, Fotoquelle: Wikipedia/Mewes

In diesem Jahr feiert die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ihr 100jähriges Jubiläum. Dazu präsentiert sich die Hochschule mit zahlreichen Ausstellungen, Veranstaltungen und einer studentischen Festwoche. Zwei große Ausstellungen werden mit dem Beginn des Sommersemesters eröffnet: Vom 16. April bis 7. Juni 2015 findet die Ausstellung „Professoren und Professorinnen der BURG aus Kunst und Design... explorieren, falten, forsche(l)n,  fühlen ...“  im Volkspark Halle statt. Am 23. April 20154 eröffnet zudem die Ausstellung „Assoziationsraum Wunderkammer“ im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen zu Halle. Hier werden in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen künstlerische und gestalterische Arbeiten von Alumnis und anderen Künstlern zu sehen sein, die die Prinzipien der Kunst- und Naturalienkammer reflektieren. www.burg-halle.de

Messen & Märkte

Kunstmesse Moskau

Die Euphorie westlicher Galeristen in den 1990er Jahren über die Marktchancen in Russland sind längst verflogen. Das Terrain gilt als schwierig; international orientierte russische Sammler decken sich lieber in Maastricht, Basel oder Miami mit Kunst ein. Dennoch behauptet sich The Moscow World Fine Art Fair (29. Mai bis 2. Juni 2015) seit zehn Jahren im internationalen Messekalender. Das Programm ist breit gefächert – von Antiquitäten, älterer und zeitgenössischer bildender Kunst bis zu Fotografie, Design und Juwelen. Veranstaltungsort ist die historische Kavallerie-Manege am Manezhnaya Platz. www.moscow-faf.com/

Preview

Deutsche Bahn-Sammlung

Vom 8. Mai 2015 an macht die Deutsche Bahn ihre Kunstsammlung erstmals öffentlich zugänglich. Auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg sind dann rund 140 Bilder zu sehen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten der Düsseldorfer Avantgarde-Gruppe ZERO um Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker, außerdem Exponate von George Grosz, Victor Vasarely, Jirí Kolár u.a.

Aktionen & Projekte

München: Say hello

Als in Kunststädten wie München oder Düsseldorf die örtliche Kunstszene noch überschaubar war, ging es dort noch relativ familiär zu. Man debattierte auf Vernissagen und in Kneipen, auch über künstlerische Richtungskämpfe. Heute herrscht auf solchen Veranstaltungen eher oberflächliches Parzygewusel, beklagt wird die inhaltliche Beliebigkeit alleenthalben, und mit zunehmendem Konkurrenzdruck und ausufernder Kommerzialität haben sich auch die sozialen Strukturen im Kunstbetrieb gewandelt: zwar kommuniziert man eifrig über die sozialen Netzwerke via Internet, doch in den realen Begegnungen in der Galerie oder im Büro eines Museumsdirektors ist die Gesprächsatmosphäre heute oft nüchterner und kühler als vor 30 oder 40 Jahren. In Köln z.B. gibt es heute auch keine Künstlerkneipen mehr wie in den 1980er Jahren - viele Künstler malen und zeichnen vereinzelt vor sich hin. Mit der Aktion "Say hello" möchte die Münchener Künstlerinitiative "Munich Artists" Werke "von über 100 lokalen Künstlern und Künstlerinnen zu einem gemeinsamen Installationsprojekt" verbinden. "Jedes Kunstwerk hat die Größe 30x30cm und trägt in unterschiedlich kreativer Weise das Wörtchen 'Hello' in sich." Beteiigt sind 500 Künstler. Die Ergebnisse der Aktion sind vom 23. bis zum 29. April 2016 (mittwochs bis sontags) in der Quiddesrtr. 45 (Neuperlach) zu besichtigen. www.munichartists.com

Personalien

Trump-Porträtistin bedroht

Wenn jemand auf Facebook pöbelt, hetzt und Hassparolen der übelsten Art verbreitet, taten sich die für dieses soziale Netzwerk Verantwortlichen bis in die jüngste Vergangenheit schwer damit, derlei verbale Entgleisungen zu blockieren. Bei der Darstellung von Nacktheit sind die prüden Facebook-Maccher allerdings weniger zimperlich, wie jetzt die Street Art-Künstlerin Illma Gore erfahren musste. Sie hatte im Februar 2016 ein Akt-Porträt des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ins Netz gestellt und ausdrücklich dazu aufgerufen, dieses Bild via Facebook weiter zu verbreiten ("Kunstforum" berichtete). Doch Nutzer, die dieses Werk auf Facebook posten wollten, wurden blockiert. Auch sonst erfuhr die Künstlerin allerlei Unbill: amerikanische Galerien lehnten eine Ausstellung des Trump-Akts "aus Sicherheitsgründen" ab, jetzt bietet es die Londoner Maddox Gallery für 1,2 Mill. Euro zum Verkauf an. Nach eigenen Angabven hat die Künstlerin inzwischen übder 1.000 Morddrohungen erhalten und die USA deswegen verlassen.

Messen & Märkte

Art Cologne: Sonderschau

Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) bestreitet auch in diesem Jahr wieder eine Sonderschau auf der Art Cologne (16. bis 19. April 2015). Titel: „What Subject Can We Sensibly Discuss?“ Das Leitmotiv der Ausstellung ist einem Couplet des US-amerikanischen Komponisten und Dichters Louis Hardin alias Moondog (1916–1999) entlehnt: „The Sword of Damocles is hanging over all of us. In view of that, what subject can we sensibly discuss?“ „Die von Heike Ander kuratierte Ausstellung nimmt Moondogs lakonisches Reimpaar zum Ausgangpunkt und richtet ihren Fokus darauf, wie gegenwärtigen existenziellen Herausforderungen künstlerisch begegnet wird – sei es in individuellen Narrationen oder durch Befragungen gesamtgesellschaftlicher Zustände.“ Zu sehen sind fünfzehn Werke von Studierenden und Absolventen der KHM, und zwar Video- und Soundinstallationen, Experimentalfilme, Fotoarbeiten und intermediale Werke. Künstlerliste: Ale Bachlechner, Elisa Balmaceda, András Blazsek, Ali Chakav, Matthias Conrady, Nadine Decker, Kate Dervishi, Vera Drebusch, Nieves de la Fuente, Miriam Gossing/Lina Siekmann, Roman Hahlbrock, Angelika Herta, Stefan Ramírez Pérez, Joscha Steffens, Sebastian Thewes.Außerdem gewann der KHM-Absolvent Matthias Conrady den diesjährigen Wettbewerb zur Gestaltung eines Kölsch-Glases der Gaffel-Brauerei. Das Preisgeld beträgt 1.111 Euro. Die Verleihung findet am Samstag, dem 16. April, um 14 Uhr, in der Halle 11.3 der Koelnmesse statt. www.khm.de/art/artcologne, www.khm.de

Messen & Märkte

Art Cologne

DANIEL HUG, künstlerischer Leiter der Art Cologne, Foto: S. Kallnbach

Daniel Hug, künstlerischer Leiter der Art Cologne, hat den Hallenplan der ältesten Messe für zeitgenössische Kunst grundlich überarbeitet: Erstmals erstreckt sich die Veranstaltung (16.-19. April 2015, Preview: 15. April 2015) über drei Hallenebenen. Die renommierte Galerien präsentieren ihre Meisterwerke der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst in Halle 11.1. Den ateblierten Namen der zeitgenössischen Kunst begegnet man in Halle 11.2. In der oberen Halle 11.3 treffen die Besucher auf 29 junge Galerien im Sektor der NEW CONTEMPORARIES und auf 32 Teilnehmer der Sektion COLLABORATIONS, wo mehrere Galerien eine Koje in Zusammenarbeit bespielen. Hier inszeniert etwa die bitforms Gallery (New York) einen Dialog zwischen der Amerikanerin Addie Wagenknecht und dem Kölner Bildhauer Björn Schülke. Neu ist in diesem Jahr auch die Kooperation mit dem Online-Kunstportal Artsy: Bereits ab dem 9. April 2015 können Sammler und Kunstliebhaber auf Artsy.net oder per Artsy iPhone-App das Angebot auf der Messe bereits vorab begutachten und Galerien kontaktieren. mögliche Käufe anfragen, ausgewählte Höhepunkte ansehen und viele Informationen zu einzelnen Kunstwerken abrufen. In der Fachwelt ist man sich einig, dass nicht ein Gemischtwarenangebot unterschiedlicher Künstler, Stile und Techniken in einer Koje der Messe ein positives Erscheinungsbild verleihen, sondern stattdessen eher Solo-Shows. So haben sich denn in diesem Jahr viele Galerien zu einem Auftritt mit Einzelpositionen entschieden: 1301PE (Los Angeles) zum Beispiel die dänische Künstlergruppe ‚Superflex‘ vor. 401contemporary (Berlin) zeigt eine Solo-Ausstellung der art-band ‚Chicks on speed‘ und CANADA (New York) richtet dem US-amerikanischen Künstler Matt Connors eine One-Man-Show aus. Da derzeit im Kölner Museum Ludwig eine Sigmar Polke-Retrospektive läuft, findet man wichtige Arbeiten dieses Künstlers am Stand der Galerie Michael Werner (Köln/Berlin) und Polke-Editionen bei Mike Karstens (Münster). Blain I Southern (Berlin/London) konfrontiert Fotoarbeiten des Regisseurs Wim Wenders, der mit einer Retrospektive ab dem 18. April 2015 auch im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu sehen ist, mit Bronzen von Lynn Chadwick. Zeitgleich zu den Ausstellungen im Kölnischen Kunstverein und in der Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert Chert (Berlin) den aus dem Kosovo stammenden Künstler Petrit Halilaj. www.artcologne.de

Museen & Institutionen

NRW-Forum:Ideenfabrik

ALAIN BIEBER, Fotoquelle: Wikipedia/Ondro Ovesny

Alain Bieber hat am 1. April 2015 die Leitung des NRW-Forums in Düsseldorf übernommen. Mit "neuen Veranstaltungsformaten" will er das Institut nicht nur zu einem "internationalen Kulturzentrum" aufwerten, sondern auch zu einer innovativen "Ideenfabrik" machen. So dürfen von April bis September 2015 Künstler einmal im Monat in der Reihe „1UP - Das Live-Magazin der Ideen“ ihre Ideen präsentieren. Jeder hat dafür aber nur sieben Minuten Zeit. Im September widmet sich ein Ausstellungsprojekt dann der Mode des Selbstporträts per Handy, neudeutsch „Selfie“ genannt. s. auch im aktuellen Bd. 232 das „Kunstforum“-Gespräch mit Alain Bieber auf S. 328 ff. www.nrw-forum.de

Preview

Neuer Kunstverein Wuppertal

543 KUBIKMETER OFFEN, Neuer Kunstverein Wuppertal, Pressefoto (Ausschnitt)

Sein fünfjähriges Bestehen feiert in diesen Tagen der Neue Kunstverein Wuppertal. Die aktuelle Ausstellung „543 Kubikmeter offen“ vom 29. Mai bis zum 20. Juni 2015 und bietet „konstruktives Chaos“ und „Partizipation unterschiedlichster Art“. Mit etwas verquasten Formulierungen wird das Konzept folgendermaßen beschrieben: „Jeder Künstler ist angehalten zu kommen und durch hängen, stellen, legen oder performen sein eigenes Werk zu inszenieren. Die Simultanität von Aufbau und Ausstellung steht neben der Übernahme des Raumes im Zentrum des Geschehens. Dies bedingt das gleichzeitige Vorhandensein des Ausstellens und Ausstellenden der synchron Aufbauender ist, sowie des Rezipierens und Rezipienten. In wechselndem Verhältnis wird also Künstler zu Rezipient, Rezipient zu Aufbauendem oder Aufbauender zu Performer. Die Aktion konterkariert den zur Ausstellung führenden systematisierten Prozess...“

Biennalen

Thessaloniki Biennale

KATERINA GREGOS kuratiert die Thessaloniki Biennale 2015

Für den 23. Juni bis zum 30. September 2015 ist die fünfte Biennale in Thessaloniki angekündigt.Das Generalthema lautet: „Old Intersections – Make it New III“. Die Hauptausstellung trägt den Titel: „Between the Pessimissm of the Intellect and the Optimism oft he Will“. Sie wird von Katerina Gregos kuratiert. Neben Ausstellungen umfasst das Biennale-Programm auch Performances, Workshops, Symposions und Meetings. Angeboten werden auch Führungen und pädagogische Veranstaltungen. Künstlerliste der Hauptausstellung: Carlos Aires, Can Altay & Jeremiah Day, Ivan Argote, Marwa Arsanios, Bertille Bak, Taysir Batniji, James Beckett, Adelita Husni Bey, David Brognon & Stéphanie Rollin, Marianna Christofides, Depression Era , Ninar Esber, Mounir Fatmi, Peter Friedl, Mekhitar Garabedian, Ganzeer, Marina Gioti, Piero Gilardi, Hamza Halloubi, Nick Hannes, Sven Johne, Annika Kahrs, Eleni Kamma, Hayv Kahraman, Mikhail Karikis, Chrysanthi Koumianaki, Erik Van Lieshout, Thomas Locher, Angela Melitopoulos & Angela Anderson, Tom Molloy, Nikos Navridis, Qiu Zhijie, Pavel Pepperstein, Antonis Pittas, Theo Prodromidis, Meriç Algün Ringborg, Anila Rubiku, Marinella Senatore, Nedko Solakov, Nikos Tranos, Thomas Weinberger und Olav Westphalen. www.thessalonikibiennale.gr

Museen & Institutionen

Centre Pompidou in Malaga

EL CUBO, Malaga, Fotoquelle: Wikipedia/Tyk

Ein großer Glaswürfel („El Cubo“) am Hafen von Malaga beherbergt die erste Filiale des Pariser Centre Pompidou im Ausland. Dazu hatte man das Gebäude für 5 Mill. Euro umgebaut, bis es EndeMärz 2015 in Betrieb genommen wurde. Die Präsenz des Pariser Museums in der südspanischen Metropole ist zunächst auf fünf Jahre befristet, bei anhaltendem Erfolg ist eine Verlängerung möglich. Centre-Präsident Alain Seban betonte, die zeitliche Begrenzung sei wichtig, denn man wolle „agil bleiben“, um ein „weltweites Netz“ knüpfen zu können. Seban selbst wird über eine mögliche Verlängerung oder eine neue Filiale an einem anderen Standort aber nicht mehr entscheiden, denn im April 2015 hat als sein Nachfolger Serge Lasvignes in Paris die Leitung des Centre übernommen. Die beiden Etagen des „El Cubo“ sind unterirdisch gelegen; Licht bekommen sie durch die Glasscheiben des Würfels. Die Stadt Malaga überweist nun jährlich 1,5 Mill. Euro für das Projekt nach Paris. Bespielt wird die Nutzfläche mit einer Dauerausstellung, die etwa 90 Werke umfasst und alle zwei Jahre neu konzipiert wierd, sowie diversen Wechselausstellungen. www.centrepompidou.es

Museen & Institutionen

EU-Kulturhauptstadt Mons: vier neue Museen

DOUDOU DE MONS, Drachenkampf-Ritual „Combat dit Lumeçon“, Fotoquelle: Wikipedia/Daniel73935

In der aktuellen Kulturhauptstadt Europas Mons wurden soeben vier neue Museen eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Artothek mit Sammlungen regionaler Kunst sowie ein Weltkriegsmuseum. Auch der Doudou de Mons bekommt ein eigenes Museum: diese jahrhundertealte lokale Tradition wird mit einer Prozession zu Ehren der Hl. Waltrudis am Dreifaltigkeitstag zelebriert. Die Zeremonie wird begleitet von der Aufführung eines Spiels über den Kampf von St. Georg mit dem Drachen - dieses Prozessionsspiel steht seit 2005 auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. Ein viertes Museum widmet sich den neolithischen Feuersteinbergwerken von Spiennes, die ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Im Juli 2015 steht in Mons als nächstes nach jahrelanger Renovierung die Eröffnung des Belfrieds auf dem Programmzettel. Der barocke Glockenturm aus dem 17. Jh. ist das Wahrzeichen der Stadt. www.mons2015.eu/en

Museen & Institutionen

Partiziptative Strategien

LENA OEHMSEN, Auszug aus einem Kommunikationsarchiv des 21. Jahrhunderts, 2012. 473 Scherenschnitte, Maße variabel (Installation). Im Besitz der Künstlerin (Ausschnitt)

Die Happeningkünstler forderten um 1960 das Publikum zum Mitmachen auf, und Fluxusaktionen jener Jahre bestanden oft aus Handlungsanweisungen, die von (anderen) Akteuren umzusetzen waren. Heute prägen neue Kommunikationsformen Öffentlichkeit und Privatleben, und mit partizipativen Strategien findet dies auch einen Niederschlag in der Kunst. „Soziale Netzwerke, öffentliche Plakatwände oder Interviews dienen als wesentliche Instrumente, das Publikum in ein Kunstprojekt miteinzubinden. Der Zuschauer wird zum bewegten und aktiven Teilnehmer, zum Partizipanten künstlerischer Konzepte erhoben und während allen Phasen eines Kunstprojekts – Idee, Vorbereitung und Umsetzung – miteinbezogen. Soziale Netzwerke, das Handy, öffentliche Plakatwände oder Interviews mit Stadtbewohnern (die wiederum im Netz abrufbar sind) dienen jungen Künstlern dabei als wesentliche Instrumente, um diesen stark veränderten Kommunikationsformen nachzuspüren“. Vom 26. April bis zum 5. Juli 2015 stellt die Kunsthalle Wilhelmshaven dazu aktuelle Projekte vor. Titel: „Das Publikum als Souverän: Partizipative Strategien in der Kunst heute“. www.kunsthalle-wilhelmshaven.de

Aktionen & Projekte

Hochbunker Köln-Ehrenfeld

ANDREA MOREIN, Motiv zu: „The Messiah Project“, 2015 (Ausschnitt)

Der Hochbunker in Köln-Ehrenfeld steht der lokalen freien Künstlerszene für Ausstellungen, Performances und Medienkunst-Projekte zur Verfügung. Andrea Morein, die in diesem Bunker bereits 1999 ihre Installation „Never trust Biographies“ realisierte, kehrte kürzlich mit ihrem neuen „The Messiah-Project“ dorthin zurück. Sie beschäftigt sich in diesem Projekt künstlerisch „mit dem Nahostkonflikt, allerdings nicht im Sinne einer realpolitischen Positionierung. Sie folgt nicht den gängigen Dualismen der Pro-Kontra/Recht-Unrecht Denkmuster, sondern schafft eine sozio-poetische Bildinszenierung, die über den tagespolitischen Kontext hinaus in die Hinterfragung nach dem (Un)-Heiligen Land und seinen Mythen und Bildzeichen reicht. In ihren Fotoarbeiten, Zeichnungen, Collagen und Installationen legt sie historische Schichten in assoziativer Weise übereinander und 'durchleuchtet' Zusammenhänge, die zwischen messianischer Mystik und Themen wie Territorium/Landkarte, Haus/Verortung oszillieren...“ Außerdem bemüht sich der Trägerverein, der das Künstlerprogramm koordiniert, um eine verstärkte Netzwerkbildung innerhalb der lokalen Künstlerschaft. Eine Arbeitsgruppe entwirft für die Monate Juni und Juli 2015 ein Programm, um den Bunker während der Sommerwochen mit Performances, Installationen etc. zu bespielen. www.bunker101.de

Personalien

Cruiz verlässt Tate Britain

TATE BRITAIN, Fotoquelle: Wikipedia/Magnus Manske

Penelope Cruiz gibt fünf Jahre nach ihrem Amtsantritt den Direktorenposten an der Tate Britain wieder auf. Unter ihrer Verantwortung war das Museumsgebäude für 40 Mill. brit. Pfund renoviert worden. Nach jahrelanger thematischer Hängung hatte Cruiz wieder eine chronologische Hängung angeordnet. In die Kritik geriet sie durch einen Rückgang der Besucherzahlen; außerdem schrieben die Journalisten über einige ihrer Ausstellungen Verrisse. Cruiz übernimmt nun die Leitung des Museo Caloute Gulbenkian in Lissabon. www.tate.org.uk

Personalien

MacGregor Humboldtforum-Intendant

NEIL MACGREGOR, Foto: Copyright Jason Bell.

Neil MacGregor gibt Ende 2015 den Direktorenposten am British Museum auf: der 68jährige wolle nicht länger solch einen Fulltime-Job wahrnehmen, sondern sich lieber in verschiedenen Projekten engagieren, ist auf der Internetseite des Museums nachzulesen. Eines dieser Projekte wird die Gründungsintendanz des Berliner Humboldtforums im rekonstruierten Stadtschloss sein. Von Oktober 2015 entwickelt MacGregor zunächst für zwei Jahre inhaltliche Schwerpunkte. Außerdem ist der für den Sender BBC und künftig auch für ein Museum im indischen Mumbai tätig. www.britishmuseum.org

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