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Ausschreibungen

Kulturpreis Deutsche Einheit

Die Kulturpolitische Gesellschaft vergibt ihren Kulturpreis in diesem Jahr zum Thema „Deutsche Einheit“. Preissumme: 2.000 Euro. Gesucht wird eine künstlerische, kulturelle oder kulturpolitische Initiative, deren Zentrum die „Idee der Transformation verarbeitet wird“. Darunter sind eine Transformation z.B. durch politische Programme, die direkt auf die kulturelle Landschaft zielen, zu verstehen, oder auch Transformationen durch kulturelle und künstlerische Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Vorgeschlagen werden können Institutionen, Organisationen und Initiativen von jeweils mindestens 3 Personen. Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich natürliche und korporative Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft. Deadline: 15. Mai 2015. Rückmeldebogen an: kulturpreis2015@kupoge.de, Kulturpolitische Gesellschaft, Stichwort: Kulturpreis 2015, Weberstraße 59a, 53113 Bonn. www.kupoge.de

Preise

Wolfgang Hahn-Preis

MICHAEL KREBBER, Foto: Frédéric Deval

Michael Krebber und R. H. Quaytman erhalten in diesem Jahr den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. Verbunden mit der Preisverleihung wird es eine gemeinsame Ausstellung im Museum Ludwig geben, die das Thema der Unmöglichkeit der Malerei in den Mittelpunkt stellt. Der  Preis ist dem Andenken des Sammlers Wolfgang Hahn gewidmet und besteht aus eeiner Summe bis zu 100.000 Euro für einen Ankauf zugunsten des Museum Ludwig. www.museenkoeln.de

Ausschreibungen

Mixed Up - Kultur macht Schule

Der bundesweite Wettbewerb MIXED UP sucht auch in diesem Jahr wieder Teams aus kultureller Kinder- und Jugendbildung und Schule. Prämiert werden Bildungspartnerschaften, die Kindern und Jugendlichen ästhetische und künstlerische Erfahrungen und Bildungsprozesse ermöglichen und sie damit in ihrer Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung unterstützen. Mit den Preisen in Höhe von je 2.500 Euro werden in diesem Jahr erneut sieben Kooperationen ausgezeichnet. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt 2015 auf den zwei MIXED UP Preisen Partizipation: Wie schaffen kulturelle Kooperationen besondere Möglichkeiten für die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen? Welche neuen Partizipationsformen und -wege bieten Kulturprojekte? Wie wird dadurch gesellschaftspolitische Beteiligung von Schülern/innen gefördert? Infos finden sich auf der Website www.mixed-up-wettbewerb.de. Der Wettbewerb startet am 1. April 2015. Bis zum 15. Mai 2015 können Bewerbungen per Onlineformular unter www.mixed-up-wettbewerb.de eingereicht werden. www.kultur-macht-schule.de

Museen & Institutionen

Ankäufe

KATHARINA GROSSE, ohne Titel, 2007 (Ausschnitt)

Dank finanzieller Unterstützung durch Landesmittel konnte die Staatsgalerie Stuttgart drei neue Arbeiten von Katha-rina Grosse ankaufen. Zusammen mit einer großen Wandarbeit sind die drei Neuerwerbungen vom 23. Mai bis zum 27. September 2015 in der Ausstellung „Künstlerräume“ zu sehen. In dieser Ausstellung sind 13 Positionen zu sehen, „die die Generation von Georg Baselitz und Anselm Kiefer ebenso umfassen wie jene von Katharina Grosse und Pia Stadt-bäumer“. In „Kunstforum international“ Bd. 226 erschien eine Monografie über Katharina Grosse von Sabine Elsa Müller. www.staatsgalerie.de

Kulturpolitik

Handbuch Soziokultur

Auf der Tagung „Update? Soziokultur heute und morgen“ wurde im März 2015 in Berlin das neue „Handbuch Soziokultur“ der Öffentlichkeit präsentiert. Es enthält 54 Beiträge und „nähert sich dem Thema aus theoretischer und praxisgeleiteter Perspektive.“ Die 73 Autoren „setzen sich mit dem Selbstverständnis der Soziokultur auseinander, stellen die Beziehungen zwischen Soziokultur und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen dar, bereiten aktuelles Zahlenmaterial auf, präsentieren zahlreiche Projekte im städtischen und ländlichen Raum, offerieren Handreichungen mit Praxistipps und evaluieren das stiftungseigene Förderprogramm.“ Bestellungen zum Preis von 15 Euro (+7 Euro Versandkosten) bei der Stiftung Niedersachsen unter: www.stnds.de

Preview

Günter Malchow-Ausstellung

GÜNTER MALCHOW, Werkbeispiel, Copyright G. Malchow (Ausschnitt)

Unter dem Titel „Mit Farbe Bilder bauen“ zeigt der Künstler Günter Malchow aus Münster vom 16. April bis 28. Juli 2015 seine Arbeiten in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg. Malchow ist ein Vertreter des Konstruktivismus und der konkreten Kunst. „Eine strenge Geometrie, der wech­selnde Rhythmus der Farbstreifen und Rechtecke suggerieren in seinen Arbeiten eine nachvollziehbare“, jedoch trügerische Ordnung. „Transparenz, ätherisch leicht wirkende Farben bis zum Haptischen verbinden die Konstruktion mit dem Sinnlichen. Scheinbar überlagerte Rastersysteme bilden Räume und Räumlichkeiten, die es zu entdecken gilt.“ Die Vernissage ist am 15. April 2015 mit einer Einführung von Hans-Joachim Müller. www.katholische-akademie-freiburg.de

Kulturpolitik

Sammlung Gurlitt: Kunstmuseum Bern rechtmäßiger Erbe

Das Amtsgericht München entschied, dass das Kunstmuseum Bern rechtmäßiger Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist und wies den Antrag von Uta Werner, einer Cousine Gurlitts, auf Erteilung eines Erbscheins zurück. Die zuständige Richterin hält Gurlitts Testament, in dem er das Museum als Alleinerben eingesetzt hat, für rechtswirksam. Dem Einwand der Cousine, der Erblasser sei zum Zeitpunkt der Testamentserstellung testierunfähig gewesen, folgte das Gericht nicht. Das Kunstmuseum Bern bekommt den Erbschein aber erst dann, wenn der Beschluss rechtskräftig ist. Denn Uta Werner kann noch eine zweite Instanz anrufen und beim Oberlandesgericht München Beschwerde einlegen. Ihre Anwälte kündigten an, dies prüfen zu wollen.

Ausschreibungen

Marion Ermer Preis

Die Marion Ermer Stiftung verleiht ihren Preis an Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich Freie Kunst. Angewandte Kunst und Design sind explizit von der Teilnahme ausgeschlossen. Altersgrenze: 35 Jahre. Wer sich bewirbt, muss den Erst- oder Zweitwohnsitz in den neuen Bundesländern (mit Ausnahme von Berlin) haben. Insgesamt werden vier jeweils mit 5.000 Euro dotierte Preise vergeben. Zusätzlich erhalten die vier Gewinner eine Gemeinschaftsausstellung im Oktogon der Hochschule für Bildende Künste Dresden vom 3. Dezember 2015 – 14. Februar 2016. Kontakt: Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden, Stichwort „Marion Ermer Preis”. www.marion-ermer-stiftung.de

Personalien

HA Schult: Zweitwohnsitz in Düsseldorf

HA Schult, Foto: S. Kallnbach

HA Schult, Aktionskünstler, versuchte die Kölner zu beruhigen und dementierte Abwanderungsgerüchte: er werde auch weiterhin im Schatten der Domtürme wohnen bleiben (wo er in der Marzellenstraße ein privates HA Schult-Museum für Aktionskunst unterhält). Gleichwohl habe er sich eine Eigentumswohnung in der Düsseldorfer Altstadt gekauft. Von dort könne er auf den „Ratinger Hof“ schauen. In dem legendären Künstlerlokal verkehrte Schult bereits, als er Ende der 1950er Jahre Student an der Düsseldorfer Kunstakademie war. www.haschult.de

Preise

Preis der Sikkens Foundation

David Chipperfield wurde mit dem Preis der niederländischen Sikkens Foundation bedacht. Die Auszeichnung zählt zu den ältesten unabhängigen Kunstpreisen in den Niederlanden und würdigt in diesem Falle die „spezielle Arbeitsweise“ des britischen Architekten. Chipperfield machte sich vor allem durch seine Entwürfe für Museumsbauten einen Namen. www.sikkensfoundation.org

Ausschreibungen

Sommerakademie Salzburg

SOMMERAKADEMIE SALZBURG 2014, Foto: Pia Streicher

1953 gründete Oskar Kokoschka die Internationale Sommerakademie Salzburg als „Schule des Sehens“. In jedem Sommer nehmen etwa 300 Studenten an den Kursen der 20 Fachklassen teil. 2015 steht das Kursprogramm unter dem Motto „Bedeutung herstellen“. Dabei geht es um Fragen „nach der Sinnhaftigkeit“ individuellen wie gesellschaftlichen Handelns, und ebenso um die Bedeutung, wie sie mit künstlerischen, kritischen und kuratorischen Mitteln formuliert wird. Künstler und Theoretiker wie Joanna Warsza, Nora Schultz, Tobias Zielony, Doug Asford, Nicolas Wild oder Bernhard Martin leiten die Kurse vom 20. Juli bis zum 29. August 2015. So wird z.B. Raimundus Malasauskas in die kuratorische Praxis einführen und Jennifer Allen in die Kunst des Schreibens und der Theorie. Die Teilnahmegebühr umfasst eine Einschreibgebühr von 200 Euro und die jeweiligen Kursgebühren (pro Woche 240 Euro, ermäßigt 160 Euro für Schüler und Studenten. Anmeldungen und bis zum 15. Mai 2015 online oder auf dem ostweg möglich. Das Anmeldeformular findet man unter www.summeracademy.at/INSKRIPTION_133.html. Infos zum Kursprogramm: www.summeracademy.at/KURSE-2014_194.html, office@summeracademy.at, Tel. +43(0)662 842113.www.summeracademy.at

Galerien & Auktionshäuser

Positions Berlin

"Positions Berlin" bietet am ersten Wochenende im Mai (d.h. 1.-3. Mai 2015)  eine Plattform für Berliner Galerien und kunstinteressierte Besucher. 26 Galerien präsentieren mit ihren Eröffnungen und Ausstellungen einen Einblick in die zeitgenössische Kunstszene Berlins. Die neue Veranstaltung im Berliner Kunstfrühling liefert einen Beitrag, um interessante künstlerische Positionen sichtbar zu machen. Teilnehmerliste: C&Kunterwegs Galerie, Galerie Horst Dietrich, dr. julius | ap, Galerie Friedmann-Hahn, Gebrü:der Wright Galerie, Galerie Gerken, Galerie Hirschmann, Jarmuschek+Partner, Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung, Kunstbüroberlin, Galerie Gilla Lörcher | Contemporary Art, Anna Jill Lüpertz Gallery, maerzgalerie Berlin, Galerie Martin Mertens, mianki. Gallery, Galerie Pfundt, Rasche Ripken, Seifert | Lardon, Galerie Tammen & Partner, TVD Art Galerie, Gallery UNO Projektraum Berlin, Westphal Berlin, Zellermayer Galerie. www.xpositions.berlin

Messen & Märkte

Kölner Liste

DR. PETER FUNKEN

Auch in diesem Jahr kuratiert wieder Dr. Peter Funken die Parallelmesse Kölner Liste. Sie findet vom 16. bis 19. April 2015 parallel zur Art Cologne statt. Veranstaltungsort ist The New Yorker – Dock One & Harbour Club in Köln-Mülheim, etwa 2 km von dert Koelnmesse entfernt. Funken wählteaus mehr als 100 Bewerbern 38 Galerien und Projekträume aus. Sie bieten Gegenwartskunst zu Preisen im Bereich zwischen 500 und 7.500 Euro an. Im Harbour Club ist die neu konzipierte Ausstellung „Format X“ mit zeitgenössischen Künstlern der zu sehen. In einer Solo-Ausstellung stellt der Kabarettist Dieter Nuhr seine Fotoarbeiten vor. www.kölner-liste.org

Preview

Dialog mit der Zeit

DIALOG MIT DER ZEIT - Vielfalt des Alterns, Foto: Uwe Dettmar

"Dialog mit der Zeit - Altern neu denken" lautet der Titel einer Ausstellung im Museum für Kommunikation in Berlin. Sie läuft dort vom 1. April bis zum q23. August 2015 und wurde am 31. März 20ß15 von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet. Dazu entwickelte das Atelier Brückner eigens gestaltete Farbräume. „Im gelben Bereich erleben die Besucher physische und auch psychische Einschränkungen, die sie interaktiv nachvollziehen können; im magenta-farbenen Bereich stehen die positiven Möglichkeiten, die mit dem Alter verbunden sind, im Fokus – vermeintlich ein Blick durch die rosarote Brille. Zwei blaue Ausstellungsbereiche bieten konzentrierten Raum zum Dialog über das individuelle Altern und die Zukunft des Alters, auch im Hinblick auf den demographischen Wandel. Der Dialog ist die Quintessenz der Ausstellung; er fördert Empathie für die ältere Generation und bewirkt ein differenziertes, reiches Bild vom Alt sein und Alt werden. Alt werden ist ein natürlicher Prozess, den jeder Mensch durchlebt. Überdimensionale Sanduhren und die Videoprojektion eines Gesichtes, das sich scheinbar unmerklich vom Kleinkind zur Greisin wandelt, verdeutlichen dies im Prolog der Ausstellung.“ www.mfk-berlin.de

Personalien

Gehry: Bühnenbild für Oper

FRANK GEHRY, Fotoquelle: Wikipedia/Paul Morigi

Frank Gehry, kanadisch-amerikanischer Architekt, wurde von der Berliner Staatsoper engagiert, das Bühnenbild für Christoph Willibald Glucks Oper „Orfeo ed Euridice“ zu entwerfen. Die Neuproduktion unter der Regie von Jürgen Flimm und der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim hat am 18. März 2016 Premiere. Der 86jährige Star-Architekt Gehry hatte bereits 2012 in Los Angeles ein Bühnenbild aus Papier für Mozarts „Zauberflöte“ entworfen. Derzeit arbeitet er an einem Konzertsaal für das neue Musikzentrum von Barenboims West-Eastern Divan Orchestra in Berlin.

Aktionen & Projekte

Futur 3 im Schmela-Haus

Futur 3, Foto. Katja Illner

Mit ihrer Reihe „Futur 3“ lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu Vorträgen und Diskussionen ins Düsseldorfer Schmela Haus ein. An jedem Donnerstagabend werden um 19.00 Uhr Begegnungen mit internationalen Gästen geboten, die sich zu Fragen zur Zukunft – von Museum, Stadt, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft – äussern. Am 16. April 2015 hält die Fotokünstlerin Doris Frohnapfel zum Stichwort „museum global“ einen Dia-Vortrag über „Europa/Jenseits von Europa“. Sie stellt ihre Foto-Recherchen „Border Horizonts“ vor und spricht anschließend darüber mit Doris Krystof und Nora Lukacs. Am 23. April 2015 wirft Mareike Föcking einen „Blick in die Zukunft“, den „durch Globalisierung und Digitalisierung veränderten Umgang mit dem Bild“ betreffend. Doris Krystof spricht am 30. April 2015 über einen der Cabaret Crusades-Filme von Wael Shawkys sowie über die aktuellen Shawky-Ausstellungen im PS1 MoMA, New York, und im Arab Museum of Modern Art (Mathaf) in Doha/Qatar. www.kunstsammlung.de

Museen & Institutionen

Düsseldorf: Museumsfreunde feiern Jubiläum

ANDREAS ACHENBACH, Große Landschaft aus den Pontinischen Sümpfen, 1846, Dauerleihgabe der Freunde Museum Kunstpalast an das Museum Kunstpalast (Ausschnitt)

Ihr 50jähriges Bestehen feiern in diesem Jahr die Freunde des Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Dazu findet unter dem leitmotto „Spot On“ bis zum Sommer/Herbst 2015 eine Reihe von unterschiedlichen Ausstellungen statt. Eine dieser Ausstellungen ist dem Maler Andreas Achenbach (1815-1910) aus Anlass zu dessen 200. Geburtstag gewidmet. Als Schüler von Johann Wilhelm Schirmer, dem Leiter der Landschaftsklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, zählt Andreas Achenbach zu den wichtigsten Vertretern der Düsseldorfer Malerschule im 19. Jh., beeinflusste künstlerisch auch seinen 12 Jahre jüngeren Bruder Oswald Achenbach. www.smkp.de

Aktionen & Projekte

Lichtenberg Studios

MICHAEL HEINDL

Seit 2006 organisiert Uwe Jonas in den Berliner Lichtenberg Studios ein Künstlerresidenzprogramm. Die Künstler verbringen dort einen Zeitraum zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, sammeln Eindrücke von Berlin und nehmen „niederschwellige“ Interventionen im öffentlichen Raum vor, „angefangen bei den „touristischen“ Gesten der Residenzgäste, die den Bezirk als Rechercheure oder einfache Flaneure durchstreifen, bis hin zu konkreten Projekten in der Öffentlichkeit Lichtenbergs. Mit Projekten sind kleine und meist stille Realisierungen gemeint, die zumeist ohne Vorankündigung wie selbstverständlich passieren. Dieser Strategie liegt eine Auffassung zugrunde, die schon in den 1970er Jahren diskutiert wurde: Kunst gehört zum Leben dazu, sie muss nichts Entferntes und nichts mythisch auf den Sockel Erhobenes sein.“ Michael Heindl wohnt im März in den Lichtenberg Studios und erkundet den Bezirk: „Mein Weg dem geistigen Vakuum, ausgelöst durch die Furcht vor der weißen Leinwand oder dem leeren Blatt Papier, zu entkommen, ist mit den Spezifika meiner räumlichen Umwelt zu arbeiten. Es ist ein Aktionsraum der, wie die Tabula Rasa eine scheinbar endlose Spanne an Möglichkeiten anbietet, im Vergleich zu ihr jedoch nicht neutral ist und somit Anhaltspunkte schafft. Ein Thema entsteht hier in derselben Geschwindigkeit in der ich fähig bin, mich durch den Raum fort zu bewegen.“ Darüber hält er am 1. April 2015 einen Vortrag (Türrschmidtstr. 24, 4. Stock, 19 Uhr). www.lichtenberg-studios.de

Aktionen & Projekte

Skulpturenpark Waldfrieden

ERWIN WURM, Fat House, 2010,Eisen, Holz, Polystyrol, Aluminium, Video-DVD, Videoprojektion, Lautsprecher u.a., Foto und Copyright: Jesse Willems, Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg/Paris

Tony Cragg gründete in Wuppertal den „Skulpturenpark Waldfrieden“. Die aktuelle Ausstellung dort bestreitet bis zum 12. Juli 2015 Erwin Wurm mit Werke, die sich auf das Motiv des Hauses beziehen. Titel: „Am I Still A House?“ Zu den Exponaten gehören eine begehbare Plastik „Fat House“ als Nachbildung eines Landhauses in Originalgröße und mit einer Videoanimation im Inneren. Die meisten Arbeiten sind auf eine „irritierende Weise verformt“, denn sie sehen „fett, adipös, zerklüftet“ aus oder „schmelzen dahin“. „Diese Verfremdung verleiht den Werken ihre skulpturale Qualität und führt die Wahrnehmung in einen Grenzbereich, wo die spontane Identifizierung des Kunstwerks mit dem banalen Motiv 'Haus' scheitert. Stattdessen wird die abstrakte, formale Qualität des Objektes in den Blickpunkt gerückt.“ www.skulpturenpark-waldfrieden.de

Museen & Institutionen

Wiesbaden: Kurze Nacht

NASSAUISCHER KUNSTVEREIN WIESBADEN, Foto: Norbert Miguletz

Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden lädt für den 11. April 2015 zu einer „Kurzen Nacht“ ein. Um 18.30 Uhr startet der Oldtimer-Shuttle-Service vom Rollenden Museum Wiesbaden vor dem Eingang des Nassauischen Kunstvereins. Hier erwartet den Besucher die aktuelle Ausstellung „New Frankfurt Internationals: Solid Signs“, eine Kooperation mit dem Frankfurter Kunstverein, die noch bis zum 26. April 2015 an beiden Orten zu sehen ist. Die Arbeiten von Künstlern mit Bezug zur Rhein-Main-Region beschäftigen sich „mit dem Thema Materialität und der Neuinterpretation klassischer bildnerischer Mittel“, und dies „zum Teil als Gegenentwurf zu einer immer schneller fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft“. Dazu gibt es Beispiele aus der Malerei, Skulptur und Video bis hin zu Installationen und raumfüllenden Environments zu sehen. Zur Kurzen Nacht hat der Kunstverein im dritten Stock seines Wiesbadener Gebäudes auch ein Performanceprogramm zusammen gestellt (Beginn jeweils um 21 und 23 Uhr). www.kunstverein-wiesbaden.de

Ausschreibungen

Kunstmesse Leipzig

Im neu entstehenden Kunstkraftwerk findet vom 12. bis 15. November 2015 die Kunstmesse Leipzig mit Galerien, Künstlern und Projektgruppen statt. Dafür stehen max. 50 Messestände zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2015. Die Bewerber können ihr Programm auf der Website vorstellen und erhalten dort auch nähere Infos: www.kunstmesse-leipzig.de

Ausschreibungen

Albert-Haueisen-Kunstpreis

Der Albert-Haueisen-Kunstpreis ist mit 5.000 Euro und 2.000 für einen zusätzlichen Förderpreis dotiert. Zugelassen sind Malerei, Grafik und Plastik. Geografische Eingrenzung: nur Künstler aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg oder dem Elsass. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2015. Kontakt: Kreisverwaltung Germersheim-KVHS, Ritter-von-Dchjmaußstr./ECke Paradeplatz, z. Hd. Frau Träber, 76726 Germersheim. www.kreis-germersheim.de/haueisenpreis

Hochschulen

Essen: Neuberufungen

PROF. DR. STEFFEN SIEGEL

Im Sommersemester 2015 begrüßt die Essener Folkwang Universität der Künste neben rund 70 neuen Studierenden auch neue Lehrkräfte: im Fachbereich Gestaltung wurde Christian Schreckenberger neu berufen. Bisher lehrte er an der Bergischen Universität Wuppertal, der Universität Siegen und der Hochschule für Bildende Künste Saar. Dr. Steffen Siegel ist neuer Professsor für die Theorie und Geschichte der Fotografie. Er arbeitet neben seiner Lehrtätigkeit auch als freier Journalist für diverse Zeitungen. 2014 wurde Siegel mit dem DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte ausgezeichnet.

Museen & Institutionen

Kuratorische Ethik

Vanessa Joan Müller und Nicolaus Schafhausen entwarfen ein Konzept für eine Konferenz zum Thema „Kuratorische Ethik“. Sie findet vom 9. bis 11. April 2015 in der Kunsthalle Wien Karlsplatz statt. Als Ausgangspunkt „dient weniger das Sprechen über Missstände als die grundlegende Anerkennung, dass es solche gibt.“ Tickets sind an der Kasse der Kunsthalle Wien Museumsquartier erhältlich. Am Eröffnungsabend ist der Eintritt frei! www.kunsthallewien.at

Kulturpolitik

Berlin: Streit um Intendantenposten

TIM RENNER, Fotoquelle: Wikipedia/Rudolf Simon

Tim Renner, Berliner Kulturstaatssekretär, musste sich harsche Kritik durch den Theatermacher Claus Peymann gefallen lassen. In einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) bezeichnete Peymann Renner als „die größte Fehlbesetzung des Jahrzehnts“. In Berlin wird kolportiert, Renner wolle ab 2017 den Direktor der Londoner Tate Gallery, Chris Dercon, als Intendant an die Volksbühne berufen. Es heißt, auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Grünen hätten dazu eine kritische Haltung. Jedenfalls meldete sich die Grünen-Abngeordnete Sabine Bangert zu Wort und gab Peymann recht, und der Sprecher der Kulturstaatsministerin mahnte einen „verantwortlichen“ Umgang mit der Volksbühne an. Claus Peymann schrieb, Tim Renner wolle die Volksbühne zum „soundsovielten Event-Schuppen“ in der Hauptstadt machen: „Mir bricht buchstäblich der Angstschweiß aus, wenn ich mir vorstelle, was dieser unerfahrene und in dieser Position völlig überforderte Mann bereits angerichtet hat - und was uns noch erwartet...“

Ausschreibungen

Stiftertafel

Zu ihrem 50jährigen Bestehen 2016 lobt die Universität Konstanz die künstlerische Gestaltung einer Stiftertafel aus, die das "moderne, junge Selbstverständnis" der Universität wieder geben soll. Eine herkömmliche Bronzetafel ist damit ausdrücklich nicht erwünscht, sondern ein Entwurf mit einem "mdernen Baustoff". Einjuriert werden fünf Vorschläge, deren Entwerfer zu einer Präsentation eingeladen werden. Deadline: 30. Mai 2015. Nähere Infos: Universität Konstanz, Stabsstelle Kommunikation und Marketing, Stichwort: Stiftertafel, 78457 Konstanz, E-Mail: susan.roessner@uni-konstanz.de.

Preview

Sammlung Koerfer

ANDY WARHOL, Blue Movie (Film Still), 1968, Siebdruck (Unikat), 97,8 x 166,8 cm , Sammlung Thomas Koerfer, Copyright: 2015 ProLitteris, Zürich (Ausschnitt)

Vom 19. Juni bis 4. Oktober 2015 findet im Kunsthaus Zürich unter dem Titel „Sinnliche Ungewissheit. Eine private Sammlung“ eine Ausstellung statt, die auf das Wechselverhältnis zwischen Seele, Geist und dem nackten Körper fokussiert. Die Präsentation von Werken aus der Privatsammlung des Filmregisseurs Thomas Koerfer umfasst über 100 überwiegend zeitgenössische Fotografien, Skulpturen, Gemälde und Videos von rund 60 Künstlern. „Koerfers Sammeltätigkeit begann zu einer Zeit, als Körperdarstellungen noch überwiegend eine Privatangelegenheit und durch soziale Medien noch nicht anonymisiert verbreitet und omnipräsent waren. In den letzten 30 Jahren hat er europäische, nord- und lateinamerikanische, asiatische und fernöstliche Positionen zusammengetragen. Verbindendes und wiederkehrendes Motiv zwischen den Werken ist der überwiegend nackte Körper. Der Blick des Filmemachers, der mit seiner Kamera Macht über den Ausschnitt, eine Szene und den Zuschauer ausübt, macht den Reiz dieser privaten Sammlung aus...“ www.kunsthaus.ch

Preview

Zeichnung

CHRISTIAN JANKOWSKI, „Was geht Leute?“, aus der Serie Visitors, 2014, Neonröhren, Transformator, 160 x 200 cm, Sammlung des Künstlers, Foto: Marek Kruszewski (Ausschnitt)

Vom 26. April bis zum 16. August 2015 zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg die Ausstellung „Walk The Line. Neue Wege der Zeichnung.“ In 104 Beispielen lotet die Werkschau „die Artikulationsmöglichkeiten zwischen Bild und Schrift, zwischen Linie, Fläche und Raum aus und findet mit vielfach installativen Werken neue Wege der Zeichnung.“ Der Bogen reicht von Text-Bild-Kombinationen (Marcel Dzama, Nedko Solakov, Raymond Pettibon) über Animationssequenzen (William Kentridge, Katie Armstrong), Cut-Outs und Gravuren (Mario BieRende, Pia Linz, Awst & Walther) oderA daptionen musikalischer Strukturen (Jorinde Voigt, Angela Bulloch, Gregor Hildebrandt) hin zu raumfüllenden Lichtinstallationen (Mariana Vassileva, Carsten Nicolai). Christian Jankowski setzte einen Eintrag im Gästebuch in eine Neonschrift um. Kunstforum-Autor Reinhard Ermen dokumentierte das Medium Zeichnung in der zeitgenössischen Kunst in den Themenbänden „Zeichnen zur Zeit“ Bd. 196, 198, 212, 215, 223 und 231. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Aktionen & Projekte

Kunststation St. Peter Köln

KUNSTSTATION ST. PETER KÖLN, Innenraum, Fotoquelle: Wikipedia/Detlev Thomas

Traditionell entfaltet sich in der Kölner Kunststation St. Peter in der Osternacht (4./5. April 2015) wieder ein Zusammenspiel von Liturgie, Musik und Kunst. Nach der liturgischen Feier der Auferstehung am Karsamstag um 21 Uhr und einem Konzert um 23 Uhr, bei dem unter dem Titel "Carillons" Stockhausens „Tierkreis“ zur Aufführung kommt, wird dort um Mitternacht eine Ausstellung mit Skulpturen von Jesse Magee eröffnet. Für den spätgotischen Raum schuf der amerikanische Künstler sechs Quader, für die er neun Tonnen Mutterboden bei 1200 Grad Celsius im Ofen brannte .Dabei entstanden massive Plastiken aus gebrannter Erde. Ihre Oberfläche erinnert an erstarrte Lava. Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni 2015 zu sehen und wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm flankiert. Dazu gehören zahlreiche Kunstgesprächen, Führungen, ein Vortrag von Dr. Renate Goldmann vom Leopold-Hoesch-Museum in Düren und eine Dialogpredigt von P. Werner Holter mit dem Künstler. www.sankt-peter-koeln.de

Biennalen

Aserbeidschanischer Pavillon

TOFIK JAVADOV, Ölarbeiter, 1958/50, Öl auf Leinwand, Sammlung Museum Moderner Kunst, Baku, Aserbaidschan, Foto: Mirnaib Hasanov (Ausschnitt)

Aserbaidschan nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Biennale von Venedig teil und zeigt in seinem Pavillon zwei Ausstellungen: „Beyond the line“ richtet den Blick auf Künstler, deren Leben und Arbeiten durch das repressive Sowjet-Regime in der Mitte des 20. Jh. überschattet wurde. Die andere Werkschau „Vita Vitale“ bringt internationale zeitgenössische Künstler zusammen, die sich mit der Zukunft unseres Planeten beschäftigen. Beide Ausstellungen repräsentieren ein Land, dessen Vertreter mit ihren Biennale-Beiträgen über das Erbe des 20. Jh. und über die Zukunft nachdenken, wobei es im Speziellen um die sozialen und industriellen Transformationen auf dem eigenen Boden und in globalem Maßstab geht: Erdölförderung prägt die (Wirtschafts)geschichte und die Kultur rund um die Region von Baku seit Jahrhunderten. Die derzeitige politische Instabilität in der Kaukasus-Region hat auch etwas mit dem Rechtsstreit der Anrainerstaaten über die Schürfrechte für die Ölfelder im Kaspischen Meer zu tun. Auf dem Grund und an den Küsten vermuten Geologen rund 50 Milliarden Barrel – der soziale Standard und wirtschaftliche Wohlstand in Aserbaidschan wird auch in den kommenden Jahrzehnten in entscheidendem Maße von der Erdölindustrie und ihrem technischen Niveau abhängig sein.

Messen & Märkte

MAIN ART

 RITA STERN, SABINE STELLRECHT-SCHMIDT, BRIGITTE SEILER, Ausrichter der MAIN ART

 Die Frankenhalle in Erlenbach am Main ist vom 16.-19. April 2015 Schauplatz der Kunstmesse MAIN ART. Auf 500 qm präsentieren sich ca. 90 Solokünstler, Künstlervereinigungen und Galerien. In einer Sonderschau widmet sich die MAIN ART dem Projekt „Das internationale Kunstzentrum e.V. Erlenbach a. Main“ des Architekten Le Corbusier. Eine zweite Sonderausstellung ist als Wanderschau der Deutschen Organisation für Mosaikkunst e.V. mit dem Titel „Licht und Schatten“ konzipert. Sie startet in Erlenbach ihre einjährige Reise durch Deutschland. www.mainart-messe.de

Hochschulen

Opus Magnum-Förderung

BEATRICE VON BISMARCK

Prof. Dr. Beatrice von Bismarck wurde die „Opus Magnum“-Förderung der Volkswagen Stiftung zugesprochen. Die Auszeichnung ermöglicht der Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) die Umsetzung ihres Forschungs- und Publikationsprojekts „Das Kuratorische“. Damit „soll damit erstmals umfassend als ein Praxis- und Sinnzusammenhang mit eigenen Verhältnissen, Bedingungen und Regeln untersucht und dargestellt werden. Ausgehend von der bildenden Kunst, deren Diskurs die Auseinandersetzung mit Fragen des Kuratorischen bislang dominierte, gilt es dabei die Berührungspunkte und Überschneidung in unterschiedliche künstlerische und wissenschaftliche Praxisformen und Theoriebildungen einzubinden. Einen wesentlichen Stellenwert wird zudem der Transfer zwischen dem kulturellen und dem gesellschaftlichen Feld einnehmen. Damit soll das Kuratorische nicht zuletzt auf eine Neubestimmung und gesellschaftlichen Verortung zentraler Parameter kultureller Praxis im 21. Jahrhundert hin geöffnet werden.“ www-hgb-leipzig.de

Aktionen & Projekte

Diskursives Dinner

RAUMLABOR BERLIN, Küchenmonument, Eine Soziale Skulptur vor dem Museum, Berlinische Galerie, 2014, Copyright: raumlabor berlin, Foto: Jirka Jansch

Bereits im vergangenen Jahr wurde eine durchscheinende Blase als „Ort für temporäre Gemeinschaften“ vor der Berlinischen Galerie aufgestellt. In diesem Frühjahr wiederholten das Museum und raumlabor dieses „Küchenmonument“ als Angebot zum „gemeinsamen Bauen, Essen und Diskutuieren“ inklusive der Anlage eines „Gemeinschaftsgartens“. Höhepunkt war ein „Open Future - Diskursives Dinner“: Die großen Erzählungen von Gott, Fortschritt durch Technik, freiem Markt und Krise sind heute eher verwirrend und beängstigend als eine Orientierung für uns. Wir brauchen neue Erzählungen, die uns helfen, in den unübersichtlichen, hyperkomplexen Situationen zu navigieren, in denen wir leben. Beim Diskursiven Dinner werden hierzu Vertreter aus den Bereichen Theater, Architektur, Philosophie und Kunst befragt...“ Die Gruppe raumlabor hat dieses aufblasbare Küchenmonument zusammen mit „plastique fantastique“ entwickelt und seit 2006 an verschiedenen Orten realisiert. www.raumlabor.net

Museen & Institutionen

Museumsinsel: Kostenexposion

MUSEUMSINSEL, Luftbild, Fotoquelle: Wikipedia/Lothar Willmann, GNU-Free Documentation License

Ursprünglich sollte das neue Empfangsgebäude für die Berliner Museumsinsel 71 Millionen Euro kosten. Doch nun stellte sich heraus, dass eine Umsetzung des Architekturentwurfs von David Chipperfield mit satten 134 Mill. Euro zu Buche vorgesehen. Als Ursache wird der „schwierige Baugrund“ genannt: Taucher mussten 1.200 Pfähle zur Sicherung des Fundaments in den Boden treiben. Auf rund 40 Mill. Euro wird der Schaden geschätzt, den der Bund einer bereits gekündigten Tiefbaufirma anlastet. Die Chancen, das Geld wieder einklagen zu können, sind gering, denn die Firma hat bereits 2011 Insolvenz angemeldet. Nach Verteuerungen und Verzögerungen beim Flughafenbau und bei der Staatsoper erlebt Berlin nun erneut einen Bauskandal bei einem staatlichen Renommierprojekt. Der Bauherr auf der Museumsinsel, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, rechnet erst für 2018 mit einer Einweihung des zentralen Empfangsgebäudes, das „James Simon-Galerie“ heißen soll. Der Unternehmer James Henry Simon (1851-1932) war ein maßgeblicher Förderer der Berliner Museen; u.a. hat ihm das Ägyptische Museum die Nofretete-Büste zu verdanken.

Ausschreibungen

Artis-Projektförderung

NAAMA TSABAR, Performance on Untitled (Double Face), 2014. Foto: Kristopher McKay. Copyright: Solomon R. Guggenheim Foundation, New York. Gefördert durch Artis.

Artis ist eine unabhängige amerikanische Non-Profit-Organisation, die aktiv den globalen Dialog über Kunst aus Israel fördert und die Anerkennung und das Verständnins von zeitgenössischer bildender Kunst aus Israel unterstützt. Die Artis Projektförderung unterstützt mit jährlich 250.000 US-Dollar Projekte von Künstlern, die in Israel leben. Sie bietet finanzielle Förderung für die Konzepterstellung, Entwicklung und Produktion von neuen Arbeiten zu ausschlaggebenden Momenten in der Karriere der Künstler. Künstler können sich um die Finanzierung der Produktionskosten, Reisekosten oder sonstiger Kosten bewerben. Die Artis Reise- & Forschungsförderung unterstützt außerdem mit einem weiteren Programm Reisen internationaler Künstler, Kuratoren und Kunstautoren nach Israel, um die Forschung zu Projekten und den kulturellen Austausch zu fördern. Einsendeschluss für Bewerbungen für Projekte in beiden Programmen im Zeitraum 1. Oktober 2015 - 30. Juni 2016 ist der 1. Mai 2015. Das gesamte Förderprogramm ist auf der Website einsehbar: www.artiscontemporary.org

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In eigener Sache

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