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Hochschulen

Kinderuniversität

Die Kinderuniversität im Rhein-Sieg-Kreis an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg steht im Schuljahr 2014/2015 unter dem Motto „Auf Spurensuche“. Das Projekt ist für Kinder von acht bis zwölf Jahren konzipiert und läuft bis zum 11. Juni 2016. www.kinderuni-rhein-sieg.de.

Personalien

Neue Leiterin

KATHARINA AMMANN

Dr. Katharina Ammann übernimmt am 1. April 2015 die Leitung der Abteilung Kunstgeschichte des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA). Bislang war sie Kuratorin am Bündner Kunstmuseum Chur. Das Institut wurde 1951 gegründet und hat als Schwerpunkt „Forschung, Dokumentation, Wissensvermittlung und Dienstleistung im Bereich der bildenden Kunst. Kerngebiet bildet das Kunstschaffen in der Schweiz vom Mittelalter bis zur Gegenwart.“ Es unterhält eine Zweigstellen in Lausanne für die französischsprachige Schweiz und ein Kontaktbüro im Museo Vincenzo Vela in Ligornetto für den italienischsprachigen Teil des Landes. www.sik-isea.ch

Personalien

Leitungswechsel

Amely Deiss

Amely Deiss, vormals Kuratorin und stellvertretende Direktorin im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, wechselte ins Kunstpalais Erlangen. Mit ihrem Programm beginnt die neue Leiterin dort im Herbst 2015. www.kunstpalais.de

Aktionen & Projekte

Ölmalerei

WOLF KAHLEN, „China, Öl 6,“ 1990, Chinesisches Altmotorenöl auf handgeschöpftem Reispapier

Wortwörtlich zu nehmen ist der Begriff „Ölmalerei“ bei einer Serie von Zeichnungen, die Wolf Kahlen vor 25 Jahren in China anfertigte. Er benutzte dabei nämlich altes, versctmutztes Motorenöl nicht nur als Malmittel wie in der klassischen Ölmalerei, sondern die durch Verrußung und Verschmutzung entstandene dunkle Verfärbung des Öls funktioniert bei diesen Zeichnungen gleichzeitig als Farbe. Kahlen, der damals an der Zheijiang University in Hangzhou lehrte, stellt erst jetzt diese Zeichnungen erstmals in Europa aus. Sie sind bis zum 12. April 2015 in Berlin unter dem Titel „NAGA“ zu sehen. Naga sind in der chinesischem Mythologie Erdgötter, Drachen und Schlangen, die die Bodenschätze bewachen, zu denen ja auch Erdöl gehört. Im Buddhismus sind Naga Schatzhüter der Erde als auch Wächter über die Religion. Wolf Kahlen nutzt die kriegsbeschädigte Villa „Ruine der Künste“ in Berlion-Dahlem seit 1985 als „erweitertes Atelier“ und als Galerie. Die Einbauten, die er vornahm, um die Räume nutzen zu können, sollen„das eigentliche Geschehen des Ortes, den Verfall, nicht beeinträchtigen soll. Im Garten zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Installationen aus Glas und Stein können kaum von dem bestimmenden Ereignis ablenken, dem Niedergang des stattlichen alten Hauses. Die Koexistenz von Verfall und Schöpfung ist das packende Erlebnis in dieser Galerie...“ www.home.snafu.de/ruine-kuenste.berlin

Kulturpolitik

Narrenfreiheit und Selbstzensur

KÖLNER ROSENMONTAGSZUG 2015, entschärfter „Charlie Hebdo“-Motivwagen, Foto: Raap

Nach dem Attentat auf die Pariser Charlie-Hebdo-Redaktion und auf einen koscheren Supermarkt prägten Diskussionen um Narrenfreiheit und Selbstzensur die diesjährige Karnevalssession. Dass der Braunschweiger Rosenmontagszug abgesagt wurde, weil „aus zuverlässigen Staatsschutzquellen“ eine „konkrete Gefährdung“ durch einen „Anschlag mit islamistischem Hintergrund“ vorläge, verteidigte Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses im Deutschen Bundestag: das sei zwar „eine unglaublich schwere Entscheidung“ gewesen, aber der Staat „habe zugleich eine Verantwortung für den Schutz von Leib und Leben“. Bei der Bewertung der Umtriebe in der Braunschweiger und Wolfsburger „Salafistenszene“ durch den Verfassungsschutz habe sicherlich auch das Attentat auf ein Kulturzentrum und eine Synagoge in Kopenhagen am Karnevalssamstag eine Rolle gespielt, hieß es in Presseberichten. In Köln hatte Christoph Kuckelkorn, künstlerischer Leiter des Rosenmontagszuges, zunächst einen „Charlie-Hebdo-Wagen“ zurückgezogen, nachdem eine unglückliche PR-Strategie zu einer nicht mehr kontrollierbaren Eigendynamik in der öffentlichen Diskussion mit Angstszenarien geführt hatte. Schließlich schickte Kuckelkorn am Rosenmontag eine deutlich entschärfte Version des Entwurfs auf den Weg: ein Narr begießt ein zartes Bleistiftpflänzchen mit der Aufschrift „Narrenfreiheit“. Den ursprünglich vorgesehenen Wagen hatte der Zugleiter grau anstreichen und mit dem Text versehen lassen: „Dat is wat bliev! Dat freudeversprühende Grau“ als Anspielung auf den Verlust an Lebensfreude, den das Muckertum von religiösen Eiferern jeglicher Couleur hervorbringt. Im benachbarten Düsseldorf praktiziert der Wagenbauer Jacques Tilly schon seit dreißig Jahren bei der Gestaltung der Motto-Wagen eine weitaus schärfere Satire, und diesmal bekam das Publikum am Zugweg gleich vier Motiv-Wagen zum Pariser Attentat und zum Terrorismus radikaler Dschihadisten zu sehen: „Satire kann man nicht töten“ lautete die Botschaft. Woanders hingegen wehren sich die Obernarren gegen eine Instrumentalisierung ihres Umzugs für die politischen oder ökonomischen Interessen Außenstehender: Im Karnevalsumzug von Köln-Ehrenfeld z.B. ist laut Teilnehmersatzung „Werbung“ und „politische Propaganda“ generell unerwünscht, denn nur mit einer politischen und weltanschaulichen Neutralität kann das Narrentreiben seine verbindende und integrierende Kraft entfalten, so dass dort am Karnevalsdienstag die „KG Barbaranniter“ als Karnevalsgesellschaft der katholischen Kirchengemeinden St. Barbara und St. Anna, der türkische Verein Malatya e.V., italienische Schulkinder und eine bunte Künstlergruppe einträchtig miteinander durchs Viertel ziehen. Da im Vorfeld der tollen Tage sowohl die rechte „Pro Köln“-Partei als auch die lokalen Grünen ankündigten, Transparente mit Charlie-Hebdo-Motiv zeigen zu wollen, betonte der „Festausschuss Ehrenfelder Karneval“, sein Umzug solle „keinerlei Plattform für ein Statement oder Werbung in irgendeiner Art und Weise zu diesem Thema bieten“ und begründete dies vor allem mit der Sorge um die „Sicherheit aller Teilnehmer und Zuschauer“.

Aktionen & Projekte

Neumitglieder

Eine liebgewonnene Tradition pflegt auch in diesem Jahr der BVBK-Brandenburgische Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler. Dort ist es Brauch, dass nach der Jahresversammlung, die immer im März abgehalten wird, eine Ausstellung mit den Mitgliedern eröffnet wird, die in den vergangen 12 Monaten in den Verband neu eingetreten sind. Die nächste Ausstellung der Neumitglieder findet vom 15. März bis zum 19. April 2015 in der Potsdamer Produzentengalerie M des BVBK statt. www.bbk-brandenburg.de.

Hochschulen

Junges Kolleg

ROZBEH ASMANI (links) mit Ministerin Svenja Schulze und Prof. Dr. Hanns Hatt

Rozbeh Asmani, seit 2012 postgradualer Student an der KHM-Kunsthochschule für Medien Köln, wurde als einziger Künstler in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen. Die anderen 16 neu aufgenommenen Mitglieder des Kollegs kommen von den Wissenschaftsstandorten Aachen, Bochum, Bonn, Köln, Münster und Paderborn. Dem Gremium gehören max. 30 Nachwuchskräfte an, die vier Jahre lang ein Stipendium von 10.000 Euro/Jahr erhalten. Voraussetzung sind eine Promotion und herausragende wissenschaftliche Leistungen an einer Hochschule in NRW. Asmani hat in seinem jüngsten konzeptuellen Projekt die bisher beim Deutschen Marken- und Patentamt angemeldeten Farbmarken recherchiert. Die daraus entstandenen abstrakten Farbtafeln wurden mehrfach als Serie ausgestellt. www.khm.de

Hochschulen

Lebenskunst

Im Atelierhaus der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter läuft vom 21. März bis zum 3. Mai 2015 die Ausstellung „Lebenskunst“. Die Beiträge stammen von Studierenden des Masterstudiums „Kunsttherapie“. Der Begriff „Lebenskunst“ meint hier im Sinne Foucaults eine „Praxis der Selbstsorge als 'Ästhetik der Existenz', um die Beziehung zu sich selbst“. Es geht als „darum, sich mit Hilfe einer bewussten Lebensgestaltung selbst zu konstituieren. Dazu ist es notwendig, innezuhalten, den Blick auf den Gegenstand oder die Gegenstände zu lenken, die einer Bearbeitung zugeführt werden wollen, zu denen sich eine Bedeutung, eine Geschichte, eine Frage, eine Verbindung aufbauen lässt.“ www.alanus.edu

Hochschulen

Synthetische Biologie

Im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Markgrafenstraße 38/Gendarmenmarkt) findet am 13. März 2015 ein Symposion der Schering-Stiftung statt. Thema:  „Evolution in Menschenhand? Synthetische Biologie aus Labor und Atelier“. Infos: www.scheringstiftung.de.

Museen & Institutionen

Rechnungshof warnt

Für die Neubaupläne eines Museums der Moderne in der Nachbarschaft der Neuen Nationalgalerie warnte derweil der Bundesrechnungshof vor „unkalkulierbaren Finanzrisiken“: das finanzielle Desaster bei der Hamburger Elbphilharmonie hat die Rechnungsprüfer und auch manche Politiker aufgeschreckt. Bei der Anhörung im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages warnten daher auch Vertreter der Bundestagsfraktionen vor „übereilten Entscheidungen“ beim Museumsbau, die sich später als teurer erwiesen. Daher sollte nach Auffassung der Rechnungsprüfer ein Vergabeverfahren am besten erst dann beginnen, wenn ein „genehmigter Bebauungsplan“ vorliegt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters will „in einem üblichen und seriösen Verfahren“ zunächst einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Ende 2015 könne feststehen, wer dann das Museum baut, und nach Auffassung der Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher könne „in eineinhalb bis zwei Jahren“ auch das Verfahren zur Erteilung des Baurechts abgeschlossen sein.

Messen & Märkte

Art Central Hongkong

Im dritten Jahr ihres Bestehens bekommt die Art Basel Hongkong (175.-17. März 2015) lokale Konkurrenz: die Art Central geht am 14. März 2015 an den Start (Preview: 13. März 2015) und dauert bis zum 16. März 2015. Aussteller sind vor allem Galerien aus Asien, darunter viele lokale Galerien aus Hongkong. Doch es reisen auch Galerien aus London, Auckland, Santiago, Wien, New York und Frankfurt/Main an. Ausrichter der neuen Messe sind Tim Etchells und Sandy Angus, die beide 2008 bereits die Art Hong Kong gründeten und sich in den letzten Jahren auch in anderen internationalen Kunstmesseprojekten engagierten: Angus z.B. ist auch Direktor der India Art Fair. Mitbegründer der neuen Messe in Hongkong ist ebenfalls Will Ramsay, Gründer der Pulse Art fair-Messen. Charles Ross ist Managing Director der Art Central. Das Veranstaltungszelt ist nur zehn Minuten Fußweg von der Art Basel Hongkong entfernt. www.artcentralhongkong.com

Ausschreibungen

New York Arts Practicum

Wie man sein Leben beim Übergang vom Kunststudium ins professionelle Künstlerdasein organisiert, kann man bei einem Sommer-Kunstinstitut lernen: Anmeldungen zum „New York Arts Practicum“ (8. Juni bis 31. Juli 2015) sind bis zum 22. März 2015 möglich. Unter der Leitung von Mentoren und in einem Kritikerseminar lernen die Teilnehmer, wie man sich einen Zugang zu institutionellen Einrichtungen erarbeitet. Atelier-, Galerien- und Museumsbesuche runden das Programm ab. Infos: info@artspracticum.org, www.artspracticum.org

Hochschulen

Filmprojekte

Die Filmklasse der Kunsthochschule Mainz stellte sich mit ihren Kurzfilmproduktionen an zwei Abenden in der Wiesbadener Davis Klemm Gallery vor. Die Beiträge hatten eine Länge jeweils zwischen 3 und 7 Minuten. Wer weitere Arbeiten der Filmschaffenden an den Mainzer Hochschulen als Internetauftritt sehen will, wird unter www.filmfoerderung.uni-mainz.de fündig. Hier findet man Filme, „die von Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität mit Unterstützung der Film- und Mediennachwuchsförderung Rheinland-Pfalz realisiert wurden. Die Regisseure und Regisseurinnen der Filme studieren zumeist in der Filmklasse der Kunsthochschule Mainz oder am Institut für Filmwissenschaft / Mediendramaturgie, aber auch Studierende anderer Fachbereiche der Johannes Gutenberg-Universität produzieren Filme mit Hilfe der Film- und Mediennachwuchsförderung Rheinland-Pfalz.“

Ausschreibungen

Hans- und Lea Grundig-Preis

Unter der Schirmherrschaft der in Berlin ansässigen Rosa-Luxemburg-Stiftung wird in Erinnerung an Hans Grundig (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) der Hans-und-Lea-Grundig-Preis 2015 für kunstwissenschaftliche, künstlerische und kunstvermittelnde Leistungen vergeben. „Die Ausschreibung stellt bei den kunsthistorische Arbeiten die Erschließung und Erforschung der Biographien und des Werks der von Verfolgung durch das Naziregime und erzwungenem Exil betroffenen Künstlerinnen und Künstlern in den Mittelpunkt. Beiträge zum weithin unerforschten Thema «‹Exil›-Kunst in Palästina/Israel» bzw. «Jüdische Künstlerinnen und Künstler im geteilten Nachkriegsdeutschland» sind besonders willkommen.“ Preisgeld: 10.000 Euro. Einsendungen in digitaler Form bis zum 31. März 2015 an: info@hans-und-lea-grundig.de

Ausschreibungen

Triennale Brugge

BRUGGE, Börsenplatz, Fotoquelle: Wikipedia/Flamenc

Die Altstadt von Brugge gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt in Westflandern zählte im 14./15. Jh. neben Gent und Antwerpen zu den bedeutendsten Handelsstädten der Region. Öffentliche Plätze und diverse Ausstellungsorte in dieser Altstadt sind Schauplätze der Triennale Brugge (20. Mai - 18. Oktober 2015). Till-Holger Borchert, Michel Dewilde kuratieren Projekte, bei denen der Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst und auf Architektur liegt. Als Künstler sind u.a. eingeladen: Atelier Bow-Wow, O+A, Vibeke Jensen, Song Dong, Nathan Coley, Studio Mumbai, Tadashi Kawamata, Katrine Senstad.

Hochschulen

Schloss Balmoral

Matthias Bleyl

Am 4. März 2015 spricht Prof. Dr. Matthias Bleyl von der Kunsthochschule Berlin Weißensee im Künstlerhaus Schloss Balmoral über „Farbe folgt Form – Form folgt Farbe“. Dabei geht es um die Tendenz, dass in der heutigen Kunst „zunehmend dreidimensionale, farbige Werke“ auftauchen. „Während bildhauerische Arbeiten mit farbiger Fassung schon in der Antike und seither recht konstant bis heute zu finden sind, ist Malerei, die sich den Raum erschließt, ein sehr junges Phänomen. Der Vortrag berücksichtigt beide Ansätze und ihre jeweiligen Ursprünge.“ Außerdem läuft im Arp-Muaseum Rolandseck noch bis zum 12. April 2015 die Balomoral-Stipendiaten-Ausstellung „o.T. (ohne Titel)“. www.balmoral.de

Personalien

Neubesetzung

Peter Weinhäupl

Peter Weinhäupl will seinen Anfang 2016 auslaufenden Vertrag als kaufmännischer Direktor des Wiener Museums Leopold nicht verlängern, sondern sich nach 15 Jahren neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Nach dem Abgang des museologischen Direktors Tobias Natter leitet Franz Smola diesen Bereich interimistisch. Beide Direktorenpoten sollen nun neu ausgeschrieben werden. www.leopoldmuseum.org

Ausschreibungen

Int. Bergischer Kunstpreis

Der Internationale Bergische Kunstpreis ist mit 3.500 Euro dotiert und wird von der NATIONAL-BANK AG verliehen. Außerdem verleiht die Stadt-Sparkasse Solingen einen „Publikumspreis“ in Höhe von 1.500 Euro. Teilnehmen können professionelle Künstlerinnen und Künstler mit akademischer Ausbildung. Disziplinen:können sich mit Gemälde, Grafik, Skulptur, Fotografie, Video oder Installation. Bewerber/innen müssen durch Herkunft, Arbeits- oder Ausbildungsstätte einen Bezug zur Region des Bergischen Landes (einschließlich Düsseldorf) haben. Einsendungen von Bewerbungsmappen (Format max. DIN A 4) mit frankiertem Rückumschlag bis Mittwoch, den 25. März 2015. Rückfragen an: Gisela Elbracht-Iglhaut, Tel. 0212-2581417, Kunstmuseum Solingen, Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen. www.kunstmuseum-solingen.de.

Ausschreibungen

Brunnenskulptur

Die Stadt Pirna lobt für ihre historische Altstadt die Gestaltung eines Brunnens am Untermarkt aus. Die dort noch vorhandenen Sockel des früheren König Albert-Denkmals nebst zwei Figuren können in den Entwurf einbezogen werden. Die Brunnenskulptur muss feststehend sein und darf keine Verletzungsgefahr für Passanten bieten. Angesprochen sind Profi-Bildhauer: Wettbewerbssprache ist deutsch. Der Wettbewerb wird zweistufig durchgeführt. Drei Sieger erhalten Preisgelder von 3.000/1.000/500 Euro. Für die Realisierung des Siegerentwurfs stehen 30.000 Euro einschl. Honorar zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2015. Wettbewerbsunterlagen und detaillierte Infos unter: www.marktbrunnen.pirna.de.

Ausschreibungen

NRW-Auslandsstipendien

NRW-Auslandsstipendien für drei bis sechs Monate können bis zum 30. April 2015 beantragt werden. Die Förderung umfasst max. 1.500 Euro/mtl. und gegebenenfalls einen einmaligen Reisekostenzuschuss bis max. 500 Euro. Eine vorherige Kontaktaufnahme zum Goethe-Institut am Stipendienort wird empfohlen. Voraussetzungen: Studienabschluss, Höchstalter 40 Jahre, Wohnsitz in NRW. Kontakt: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturabteilung/Auslandsstipendium, Fürstenwall 25, 40190 Düsseldorf, www.nrw.de.

Aktionen & Projekte

Wandsbek 1

Das Erscheinungsbild des Hamburger Stadtteils Wandsbek wird zu großem Teil durch die Nachkriegsarchitektur der 1950er Jahre bestimmt. Nicht nur im historischen Zentrum einer Großstadt, sondern auch in solchen Vororten gehören heute Kunst und Kultur zur urbanen Belebung. Die Künstlerinitiative „Einstellungsraum e.V.“ und „City Wandsbek e.V.“, ein Verein für Stadtmarketing am Wandsbek Markt, leisten dazu einen Beitrag: „Wandsbek 1 – Kunst am Markt““ ist als Ausstellung mit vier Künstlern aus Hamburg, Berlin und Frankfurt/Main für den Zeitraum 8. bis 31. Mai 2015 angekündigt. Sabine Mohr, Christine Bieler, Johannes Lothar Schröder und Christian Hasucha setzen sich mit dem Thema „ORT – DORT, Hinausweh-Heimweh-Hinausweh“ auseinander. Ihre Arbeiten integrieren sich in das urbane Geschehen „und bleiben vielleicht erst einmal unentdeckt. Dennoch ist eine Befremdlichkeit, etwas Seltsames spürbar, etwas, das neugierig macht und nachfragen lässt, bei näherem Betrachten vielleicht irritiert, erstaunt, empört, entzückt. Irritation, die sich auftut, vieles was man nicht allein lösen kann, oder doch? Der Dialog beginnt - im Kopf, in den Cafés, im Bus und zu Hause. Kommunikation entwickelt sich. Kunst. Die Menschen brauchen Kunst.“ www.wandsbek.de

Aktionen & Projekte

Sea Change

Für den 4. März 2015 ist die Vernissage zur Fotoausstellung „Sea Change“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Weiße Meer“ im Literarischen Colloquium Berlin angekündigt.eröffnet: Die Dokumentation informiert über die Lebenswege und Schicksale junger Europäer aus 13 Ländern im Schatten der Finanzkrise. www.lcb.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Koch: Jubiläum

Die Galerie Koch ist die älteste Galerie in Hannover: sie feiert in diesen Wochen ihr 60jähriges Bestehen. Die Jubiläumsausstellung läuft bis zum 28. März 2015 und bietet einen Überblick über Horst Antes, Kurt Schwitters, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Lyonel Feininger, Sam Francis u.a. www.galeriekoch.de

Messen & Märkte

Art Brussels

KATERINA GREGOS, künstlerische Direktorin der Art Brussels, in Venedig

Sehr beschäftigt ist die künstlerische Art Brussels-Direktorin Katerina Gregos in diesen Wochen: neben der Vorbereitung der Messe verantwortet sie auch als Kuratorin das Programm im belgischen Pavillon der diesjährigen Biennale von Venedig. Die 30.000 Besucher, die man auch in diesem Jahr wieder auf der Art Brussels erwartet, treffen 2015 auf einen neuen Sektor: 16 ausgewählte Galerien dürfen unter dem Label „Discovery“ Künstler mit noch geringem Bekanntheitsgrad ausstellen. Unter dem Stichwort „Stage“ werden diesmal auch Live Performances und Beiträge mit Künstlermusik geboten. Die anderen Sektoren sind den Stammbesuchern bereits aus den vergangenen Jahren vertraut: Unter „Prime“ findet man etablierte Galerien mit international durchgesetzten Künstlern. Im „Young“-Sektor stellen die Teilnehmer jüngere Künstler auf internationalem Level aus. Der Sektor „Curator's View“ ist einer Auswahl von thematischen Gruppenausstellungen vorbehalten. Termin: 25. bis 27. April 2015. www.artbrussels.com.

Messen & Märkte

Art Dubai

ART DUBAI, Ausstellungsansicht von außen, Foto: Art Dubai 2014

Die Art Dubai (18.-21.3. 2015) unter der Schirmherrschaft von Premierminister Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum ist in die Art Week eingebunden, die als Dachveranstaltung im März u.a. auch die Design Days Dubai und die Nebenmesse Sikka mit Regionalkunst umfasst. Künstlerische Direktorin der Art Dubai ist Antonia Carver. Das Teilnehmerfeld weist 85-90 Galerien auf; der Schwerpunkt liegt geografisch im Mittleren Osten und in Südasien, programmpolitisch vor allem auf zeitgenössischer Kunst. Im vergangenen Jahr kamen 25.000 Besucher. Die Art Dubai konnte sich in den acht Jahren ihres Bestehens als führende Kunstmesse im arabischen Raum etablieren; sie war immerhin 2007 die erste Kunstmesse in der Region gewesen – erst danach gründete man weitere Kunstmessen ebenso in Abu Dhabi, Delhi, Beirut und Marrakesch. Marktbeobachter sehen in der wachsenden Internationalität der Art Dubai ein Indiz für die ökonomischen und kulturellen Verlagerungen des Kunstbetriebs aus dem euro-amerikanischen westlichen Raum in Richtung Asien. Heute weist das Programm der Art Dubai in der Sektion „Modern“ einen hohen Anteil an moderner Kunst der etablierten Avantgarde des Nahen und Mittleren Ostens auf. Der Sektor „Marker“ bietet kuratierte Präsentationen aus bestimmten Ländern oder Regionen. Dieser Bereich focussiert sich in diesem Jahr auf die Kunst aus Lateinamerika. Kuratorin dieser bislang umfangreichsten Präsentation lateinamerikanischer Kunst in den Golf-Staaten ist Luiza Teixeira de Freitas. www.artdubai.ae

Messen & Märkte

Young Art Taipeh

YOUNG ART TAIPEH

Im Sheraton Grande Taipeh wird im diesem Jahr zum siebten Mal die Young Art Taipeh abgehalten (24. bis 26. April 2015). Das Programm bestreiten Aussteller mit Künstlern unter 45 Jahren. In diesem Jahr gibt es auch eine spezielle Foto-Sektion. Die Messe wurde 2009 nach der weltweiten Finanzkrise gegründet und rekurriert vor allem auf die Kaufkraft der lokalen Sammler in Taiwan. Die Verantwortlichen sehen ihre Hauptstadt Taipeh im Reigen der internationalen Kunstmarktmetropolen wie New York, Paris oder London weltweit an fünfter Stelle und hoffen, mit dieser Messe ihre Marktbedeutung weiter auszubauen, indem sie ihre Veranstaltung um ein „Contemporary Art Forum“ und um Einführungsprogramme für private Sammler ergänzen. www.youngarttaipei.com

Messen & Märkte

Paris Photo Los Angeles

70 Galerien sind zur Paris Photo Los Angeles zugelassen (24. bis 26. April 2015). Im vergangenen Jahr kamen 16.000 Besucher zu der Fotomesse in den Paramount Picture Studios. Das Programm reicht von Galerieauftritten mit historischer und aktueller Fotografie bis zu Solo-Ausstellungen moderner Fotografen und Buchprojekten. Letztlich ist der US-Ableger nur halb so groß wie die Muttermesse in Paris, hat sich aber dank der hohen Qualität des Angebots und dank eines kauffreudigen Publikums rasch im internationalen Messekalender etablieren können. Zudem ist für viele Aussteller ist ein Auftritt in Los Angeles eine willkommene Alternative zu New York. So zitierte der Berliner „Tagesspiegel“ den Galeristen Thomas von Lintel, der von New York nach Kalifornien zog: „Hier zahle ich zwanzig Prozent weniger für drei Mal so große Räume. New York ist auch für junge Künstler viel zu teuer geworden, die gehen jetzt nach Los Angeles oder Berlin.“ www.parisphoto.com/losangeles

Personalien

Neuer Direktor

Oliver Zybok

Dr. Oliver Zybok ist neuer Direktor der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck. Der promovierte Kunsthistoriker begann seine Laufbahn als Kustos am Museum Morsbroich in Leverkusen. Danach war er u.a. Gast- und Vertretungsprofessor an der Kunstakademie in Helsinki wahr und an der HBK Braunschweig. Außerdem war er Gastkurator in zahlreichen Ausstellungshäusern, u. a. in der Nunnery Gallery in London, im MARTa Herford und im Von der Heydt-Museum in Wuppertal.

Personalien

Private View

Ute Weingarten

Ute Weingarten moderiert die Urania-Reihe „Private View“ mit Sammlerpersönlichkeiten, die in Berlin ihre Sammlungen öffentlich zugänglich machen. Nächste Termine: Freitag, 27. Februar 2015, Gespräch mit Prof. Dr. Peter Raue, Rechtsanwalt, Kunstsammler, ehemals Vorsitzender des Vereins der Freunde der Nationalgalerie in Berlin. Freitag, 27. März 2015, mit Erika Hoffmann-Könige, Sammlung Hoffmann, Berlin Donnerstag, 9. April 2015, Vortrag mit John Jaspers, Direktor des Zentrums für internationale Lichtkunst, Unna. Mittwoch, 29.04.2015, 17.30 Uhr, mit Thomas Olbricht, Chemiker, Arzt, Sammler, ME COLLECTORS ROOM BERLIN. Jeweils 17.30 Uhr. Infos: www.urania.de oder Tel. 030 - 218 90 91 Veranstaltungsort: Urania Berlin e. V., An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Preise

Kurt Schwitters-Preis

PIERRE HUYGHE, Foto: Copyright Ola Rindal

Pierre Huyghe empfängt Ende 2015 den Kurt-Schwitters-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (25.000 Euro). „Anliegen des Kurt-Schwitters-Preises ist es, Künstler zu würdigen, „deren Werk durch die Berufung auf Kurt Schwitters gekennzeichnet ist und sich durch das Vorwagen in neue Bereiche künstlerischen Gestaltens und künstlerischer Vorstellungen auszeichnet, oder deren Werk einen Beitrag zur Verbindung und Integration der künstlerischen Gattungen leistet“. www.nks.de.

Preise

Kairos-Preis

Eike Roswag

Eike Roswag, Berliner Architekt, nahm im Hamburger Schauspielhaus den Kairos-Preis der Alfred Toepfer-Stiftung F.V.S. entgegen (75.000 Euro). Roswag hat sich auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. Der Kairos-Preis wird für Leistungen in allen Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst vergeben, auch für Musik, Architektur, Design, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik. www.toepfer-stiftung.de

Kulturpolitik

Zeitbasierte Künste

Barbara Förster

Im Rat der Stadt Köln hatten SPD und Grüne in ihrer Koalitionsvereinbarung beschlossen, im Kulturbereich „konzeptionelle Lücken“ zu schließen und dabei insbesondere für den Tanz eine „feste Spielstätte“ zu schaffen. Barbara Förster, Kulturamtsleiterin in Köln, will dieses geplante Tanzhaus zu einem Zentrum für die zeitbasierten Künste (Tanz, Theater, Musik, Medienkunst) erweitern. Es soll dann der freien Szene als Produktions- und Aufführungsort zur Verfügung stehen. So fühlt sich z.B. die „globale Musik“ in Köln bislang „nicht verortet“, es gäbe für diese Sparte noch „keinen Ort wie für andere Genres“, gaben deren Vertreter bei Försters Amtsantritt zu Protokoll. Nach den Vorstellungen der Kulturamtsleiterin sollen in diesem geplanten Zentrum auch spartenübergreifende Projekte ein Forum finden. Raumbedarf haben in Köln ebenfalls die Performer: nachdem das einstige Performance-Zentrum Moltkerei-Werkstatt sein Programm geändert hat und in den letzten Jahren eher Klangkunst favorisierte, steht den Aktionskünstlern derzeit nur noch einmal im Monat das Orangerie-Theater im Volksgarten zur Verfügung. Die Pläne der Kulturamtsleiterin sind ehrgeizig: die Betriebskosten in solch einem Zentrum schlagen mit schätzungsweise 3-5 Mill. Euro zu Buche. Zudem möchte sie die Zuwendungen für die freie Szene von aktuell 6 auf 12 Mill. Euro verdoppelt haben. Derzeit hätten SPD und Grüne nur mit der Stimme des Oberbürgermeisters eine äusserst knappe Mehrheit im Rat, doch die Koalition liegt ohnehin auf Eis, weil man sich nach der letzten Kommunalwahl wegen eines umstrittenen Ergebnisses in einem Wahlbezirk nicht auf eine Neuauszählung der Stimmen einigen konnte. Außerdem haben die Grünen angekündigt, im September 2015 bei der Neuwahl des Oberbürgermeisters nicht den SPD-Kandidaten, sondern gemeinsam mit CDU und FDP eine unabhängige Kandidatin unterstützen zu wollen. Eine Arbeitsgruppe mit Künstlervertretern muss im Kulturamt für das geplante Zentrum jetzt erst einmal ein Konzept erarbeiten und dann damit den Kontakt zur Politik suchen.

Preise

Faber-Castell-Preis

Ed Atkins. Warm, Warm, Warm Spring Mouths. 2013.

Ed Atkins, Anastasia Ax, Ulla von Brandenburg Aleksandra Chaushova sowie Julia Haller sind für den Internationalen Faber-Castell Preis für Zeichnung nominiert (15.000 Euro). Die Preisverleihung findet im Juli 2015 im Neuen Museum Nürnberg statt zur Würdigung einer Künstlerpersönlichkeit „bis um die 40 Jahre, die im Bereich der Zeichnung innovativ arbeitet und eine außergewöhnliche Entwicklung erwarten lässt. Die unterschiedlichen Ansätze von Zeichnung  können dabei bis zu medienübergreifenden Werken reichen und veranschaulichen die Aktualität und Autonomie des Mediums.“

Messen & Märkte

Köln: Ungarn-Sonderschau

DÓRA MAURER, Seven Twists, 1979, silver print, 20 x 20cm, Courtesy Vintage Galéria, Budapest

Mit Miklós Erdély, Tibor Hajas, György Jovánovics, Dóra Maurer, Tamás St. Auby und Endre Tót präsentiert die Sonderschau „Bookmarks“ auf der diesjährigen Art Cologne (16. bis 19. April 2015) wichtige Werke einiger Protagonisten der inoffiziellen ungarischen Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre. Der ungarische „Gulasch-Kommunismus“ gab sich zwar ab Mitte der 1970er Jahre in mancherlei Hinsicht liberaler als in den Nachbarländern und ließ z.B. in bescheidenem Rahmen Privatwirtschaft zu, doch wer als Künstler Konzeptkunst machte, der hatte damit keine Chancen im offiziellen Ausstellungsbetrieb und konnte nur in Räumen ausstellen, die lediglich Insidern bekannt waren. Die Werkschau bietet auf der Messe einen Überblick über Positionen ungarischer Neo-Avantgarde und Post-Konzeptkunst von den späten 1960er Jahren bis heute. Kuratiert wird die Sonderausstellung von den drei Budapester Galerien acb, Kisterem und Vintage, die auf der Art Cologne auch als Aussteller im Sektor „Collaborations“ präsent sind. 29 Galerien, die nicht älter als zehn Jahre sind, dürfen auch diesmal wieder im Sektor „New Contemporaries“ ausstellen. Als neuer Partner für dieses Programm gewann die Messeleitung die Deutsche Bank, die im VIP-Bereich auch ihre eigene Sammlung vorstellt. www.artcologne.de

Museen & Institutionen

Bucerius Kunstforum: Umzug

NEUES BUCERIUS KUNSTFORUM ab 2018, Simulation Eingangssituation, Visualisierung: Copyright Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp)

Eine räumliche Veränderung und damit auch eine klimatechnische Verbesserung seiner Raumsituation plant das Hamburger Bucerius Kunstforum: es zieht 2018 vom Rathausmarkt an eine neue Adresse am Alten Wall um. Hinter einer historischen Fassade von 1909/1910 entsteht dort ein Neubau für einen Einzelhandels- und Geschäftskomplex. Das Bucerius Kunstforum wird dann in diesem Gebäudekomplex eine Nutzfläche von 3.400 qm bespielen, von denen 800 qm für Ausstellungen reserviert sind. Neueste Licht- und Klimatechnik soll garantieren, dass das Forum auch in Zukunft von den großen Museen Leihgaben für sein Ausstellungsprogramm bekommt. Der Ausstellungsbetrieb soll in der Umzugsphase ohne Unterbrechung weiterlaufen. www.buceriuskunstforum.de.

Aktionen & Projekte

Lebensatem/Dresden

STUART WILLIAMS, „Lebensatem/Dresden“, 2015, Computersimulation des Künstlers, Ansicht von der Augustusstraße, Copyright: Stuart Williams

Im Februar 1945 war Dresden die noch letzte intakte Garnisonsstadt im Hinterland der immer näher rückenden Ostfront. Die Industriebetriebe waren fast vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt worden, und die Aufklärungsabteilung der US Army registrierte für diesen Monat „mindestens 110“ Fabriken, die eben wegen dieser Rüstungsproduktion vor allem für die Flächenbombardements der britischen Luftwaffe „legitime militärische“ Ziele darstellten. Vier große Angriffswellen im Februar 1945 führten zu verheerenden Zerstörungen im gesamten Stadtgebiet, u.u. stürzte auch die Frauenkirche ein. Über die Zahl der zivilen Toten schwanken die Angaben; eine Historikerkommission spricht in ihrem Bericht aus dem Jahr 2010 von 22.000 bis 25.000 Toten. Das „Area bombing“ der britischen Royal Air Force war wegen der hohen Zahl der zivilen Opfer schließlich selbst den amerikanischen Verbündeten nicht mehr geheuer, und die US-Militärführung drängte daher bei den Briten auf eine Änderung der Taktik. Zum 70. Jahrestag dieser infernalischen Luftangriffe schuf der amerikanische Künstler Stuart Williams eine Lichtinstallation „Lebensatem/Dresden“. Am Turm der berühmten Trinitatis-Kathedrale lässt er bis zum 27. März 2015 „durch aufsteigende und abfallende Lichtwellen“ einen optischen Effekt entstehen, der dem Betrachter den Eindruck suggeriert, die historische Kirche würde „atmen“. Ein ähnliches Projekt hatte Williams bereits 2012 in Dresdens Partnerstadt Columbus realisiert. www.stuartwilliamsart.com.

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Art Karlsruhe: Neues Beiratsmitglied

ANNA JILL LÜPERTZ

Anna Jill Lüpertz, Berliner Galeristin, ist neues Mitglied im Beirat der Art Karlsruhe. Sie gründete 2010 die Anna Jill Lüpertz Gallery, in der sie seither als Kuratorin, Projektmanagerin, Kunstberaterin und Händlerin tätig ist. Im Beirat sitzen außer dem Renate Bender (München), Dorothee Baer-Bogenschütz (Wiesbaden), Dr. Dorothea van der Koelen (Mainz), Frank Thomas Gullin (Lübeck,), Werner Tammen (Berlin), Dr. Wolfgang Hentze (Wichtrach/Bern). www.art-karlsruhe.de

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