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Hochschulen

Kunstpädagogik

Die Universität Mozarteum in Salzburg ist vom 13. bis 15. Februar 2015 Veranstaltungsort von „Blinde Flecken - Internationaler Kongress der Kunstpädagogik 2015“. Die Veranstaltung wird von Kunstpädagogen  aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gemeinsam organisiert. Zum Konzept heißt es: „Neben dem Austausch über fachliche und wissenschaftliche Fragen soll die Veranstaltung vor allem dem Kontakt und der Kommunikation über Ländergrenzen hinweg dienen. Der Kongress soll damit die Bildung einer europäischen Community im Bereich der Kunstpädagogik anstoßen und fördern.“ www.buko15.eu/buko_15_programm.html

Galerien & Auktionshäuser

Neue Direktorin

Bendetta Roux ist neue Direktorin der Konrad Fischer Galerie für Berlin. Ihre bisherigen beruflichen Stationen waren Brüssel, Amsterdam, New York und Berlin.

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach verurteilt

HELGE ACHENBACH, Foto: H.-N. Jocks

Im Zivilprozess, den die Familie Albrecht gegen den Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach anstrengte, wurde dieser zur Zahlung von 19,4 Mill. Euro an Schadenersatz verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Achenbach beim Verkauf von Kunstwerken und Oldtimern an den ALDI-Erben Bertold Albrecht unberechtigte Preisaufschläge vornahm. Im parallel laufenden Strafprozess wegen Betrugsvorwürfen steht das Urteil noch aus.

Hochschulen

Bremer Professorin in Delmenhorst

Heike Kati Barath, Professorin für Figurative Malerei an der HfK Bremen, stellt ab dem 8. Februar 2015 in der Städt. Galerie Delmenhorst aus (Vernissage: 7. Feb. 2015, 20 Uhr). Titel der Ausstellung: „Nun gut, wer bist du denn?“ www.staedtische-galerie-delmenhorst.de, www.hfk-bremen.de

Kulturpolitik

Willkommenskultur

Monika Grütters. Foto: Christof Rieken

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters schlug vor, am Welttag der kulturellen Vielfalt (21. Mai 2015), „in allen Museen, Theatern und Konzerthäusern die Türen und Tore weit aufzumachen, um ganz besonders diejenigen zu begrüßen, die wissen sollen, dass ihre Geschichte, ihre Hoffnungen, ihre Träume, ihr Blick auf die Welt nun ebenfalls zu dem gehören, was wir unter Kultur in Deutschland verstehen.“ Grütters sieht in dieser Geste „ein Symbol für eine »Willkommenskultur«, die diesen Namen im wortwörtlichen Sinne verdient.“

Ausschreibungen

Werkstatt Plettenberg

Das Stipendium der Werkstatt Plettenberg dauert sechs Monate (ab 15. Mai 2015). Neben mietfreier Wohnungs- und Ateliernutzung (Residenzpflicht!) umfasst das Stipendium einen Zuschuss in Höhe von 666,- Euro/mtl. Der Hochschusabschluss der Bewerber sollte nicht länger als 10 Jhre zurück liegen. Bewerbungen bis zum 14. Februar 2ß15 an: Kreis zur Förderung der bildenden Kunst e.V., Goethestr. 16, 58840 Plettenberg, Tel. 02391-923212, www.werkstatt-plettenberg.de.

Kulturpolitik

Kulturgutverluste

Vor wenigen Tagen kam im Berliner Bundeskanzleramt der Stiftungsrat des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Das Zentrum fasst die Arbeit der Magdeburger Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste und der Berliner Arbeitsstelle für Provenienzforschung zusammen. Der Stiftungsrat besteht aus 15 Mitgliedern aus dem Kreis der Stifter, in dem Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände vertreten sind. Mit dieser Bündelung der Aufgaben erhofft man sich eine bessere Umsetzung der Washingtoner Prinzipien von 1998. Das Abkommen verpflichtet Deutschland und weitere Staaten dazu, von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Besitzer oder deren Erben zurückzugeben.

Kulturpolitik

Untersuchungsausschuss gefordert

Um satte 150 Mill. Euro teurer als ursprünglich geplant wird die Sanierung der Berliner Staatsoper. Die aktuellen Kostenberechnungen liegen jetzt bei 389 Mill. Euro. Grüne und Linke wollen nun gemeinsam einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Derzeit suchen sie dafür das Gespräch mit den anderen Parteien, kämen aber notfalls auch allein auf die nötige Stimmenzahl, um einen entsprechenden Antrag durchzusetzen.

Hochschulen

Hamburg: Filmkanal

Screenshot

55 Filme sind derzeit bei der Online-Videothek realeyz.tv zu sehen, wo die HfBK Hamburg einen eigenen Filmkanal für studentische Arbeiten unterhält. Der Schwerpunkt der Videothek liegt bei internationalen zeitgenössischen Kurzfilmen. www.realeyz.tv/de/channels/hochschule-fur-bildende-kunste-hamburg-hfbk.html,www.hfbk-hamburg.de.

Ausschreibungen

Wiesbadener Fototage

Zu den Wiesbadener Fototagen ist ein Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro ausgelobt. Thema: „Heimat X“. Der Wettbewerb ist als Publikumspreis ausgeschrieben. Einsendungen bis zum 24. Februar 2015 an: www.wiesbadener-fototage2015.de

Messen & Märkte

Art Market Budapest

Der Art Market Budapest findet in diesem Jahr vom 8. bis 11. Oktober 2015 statt. Galerien, die teilnehmen möchten, können sich bis zum 31. März 2015 anmelden unter  info@artmarketbudapest.hu, www.artmarketbudapest.hu, Tel. +36.1.2390007.

Ausschreibungen

Attendorner Kulturstipendium

Mit Unterstützung des Kunstvereins Südsauerland lobt „üNN“ das Attendorner Kulturstipendium aus.Gefördert werden Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Grafik, Bildhauerei, Fotografie, Aktions-, Installations- und Konzeptkunst, deren Arbeiten in der ü.NN hall in Attendorn realisiert werden können und die interessiert sind, während der Förderungsdauer überwiegend in Attendorn zu leben.“ Die Arbeitsphase umfasst zwei Monate und 2.000 Euro bei freier Kots und Logis plus Materialkostenzuschuss. Ortsbegehung nach Anmeldung: 5. März 2015. Bis zum 31. März 2015 ist ein konkretes Konzept einzureichen an: ü.NN kultur, Alte Handelsstraße 15, 57439 Attendorn, www.ünn.de, E-Mail: oliver.ruesche@uenn.de.

Ausschreibungen

Prix Ars Electronica

Die Einreichfrist für den Prix Ars Electronica läuft noch bis zum 6. März 2015. Ausgeschrieben werden diesmal die Wettbewerbskategorien Computer Animation / Film / VFX, [the next idea] voestalpine Art and Technology Grant, Hybrid Art, Digital Musics & Sound Art und u19 – CREATE YOUR WORLD. Darüber hinaus entscheiden alle bisherigen Gewinner einer Goldenen Nica im Rahmen eines Online-Votings über die Auszeichnung einer Künstlerpersönlichkeit als „Visionary Pioneer of Media Arts“. Für jede Kategorie stehen Preisgelder bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Bewerbungen unter: www.aec.at/prix

Ausschreibungen

Lange Nacht in Kaiserslautern

Die Lange Nacht der Kultur in Kaiserslautern ist für den 13. Juni 2015 angekündigt. Veranstaltungsorte sind die Fruchthalle, das Pfalztheater, die Pfalzgalerie, die „Kammgarn“ und viele andere Orten in der Stadt. Dr. Christoph Dammann, Direktor des Referats Kultur und mit seinem Team Verantwortlicher für die Programmgestaltung der Langen Nacht der Kultur, lädt alle Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen in der Stadt und Umgebung dazu ein, sich ebenfalls an diesem großen Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Vorschläge können bis Ende Januar 2015 per E-Mail an ursula.kraemer@kaiserslautern.de eingereicht werden.

Biennalen

WRO-Biennale

Die 16. Ausgabe der WRO-Biennale für Medienkunst findet vom 13. bis zum 17. Mai 2015 in Wrocław (Breslau) statt und dürfte wohl eine ähnlich hohe Besucherzahl anlocken wie die letzte Veranstaltung 2013, als zu den Konzerten, Performances, Videoinstallationen, Projektionen, Ausstellungen und Konferenzen 110.000 Zuschauer kamen. Veranstaltungsorte sind 18 Museen, Galerien, Programmkinos, alte Fabrikhallen und der öffentliche Raum. Das Programm umfasst Darbietungen von etwa 200 Künstlern. Ausrichter ist die WRO-Meda art Center Foundation. wro2015.wrocenter.pl

Kulturpolitik

Streit um Portigon-Sammlung

Nach den EU-Richtlinien muss die WestLB-Nachfolgerin „Portigon“ abgewickelt werden. Von der Kunstsammlung des landeseigenen Bankinstituts befinden sich viele Werke als Leihgaben in NRW-Museen. Gegen einen möglichen Verkauf der Sammlung protestierten unisono Museumsleute, Kunsthistoriker und der Deutsche Künstlerbund. Im Internet kursiert eine Unterschriftenliste gegen die Verkaufspläne. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) gab nun ein erstes schwaches Signal des Einlenkens zu erkennen: am 5. Februar 2015 tagt in Düsseldorf ein „Runder Tisch“ bei der Kulturministerin Ute Schäfer (SPD), wo Vertreter der Landesregierung und von Portigon gemeinsam überlegen wollen, ob und wie die Sammlung in NRW gehalten werden könne.

Galerien & Auktionshäuser

Philipp von Rosen Galerie

Veränderungen meldet die Figge von Rosen Galerie: sie hat Ende Januar 2015 ihre Berliner Filiale geschlossen. Den Kölner Standort führt Philipp von Rosen allein unter seinem Namen weiter. Philipp Figge hat die Galerie verlassen und arbeitet künftig als Berater im Bereich Kommunikation und Konzepte.

Hochschulen

Bremen: NS-Vergangenheit erforscht

Als der Bremer Kunststudent Kurt Evers das Attentat auf Hitler begrüßte, wurde er denunziert und im Februar 1945 hingerichtet. Der Historiker Hans Hesse hat diesen Fall ausführlich untersucht, doch viele andere Vorfälle, die sich in der NS-Zeit an der Bremer Kunsthochschule zutrugen, liegen noch im Dunklen. Die HfK Bremen beschloss daher 2011, ihre Vergangenheit erforschen zu lassen. Jetzt stellt Dr. Susen Krüger-Sass ihre Forschungsarbeit über die „Nordische Kunsthochschule und Handwerkerschule Bremen“, wie die Lehranstalt von 1934 bis 1945 hieß, vor. Der Text kann als PDF-Dokument auf der Internetseite www.hfk-bremen.de eingesehen werden. Eine gedruckte Publikation ist noch in Planung.

Ausschreibungen

Maidultkrug 2016

Die Brauerei Hacklberg schreibt in Zusammenarbeit mit dem BBK Niederbayern einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung des Maidultkruges 2016 aus. Teilnahmeberechtigt sind professionelle Künstlerinnen und Künstler mit vergleichbaren Abbildungen von Kunstwerken (max. zwei DIN A4 Seiten). Drei ausgewählte Künstler erhalten je 500 Euro Aufwandsentschädigung für den Entwurf des Aufdrucks für den Bierkrug. Der Preisträger unter ihnen erhält zusätzlich weitere 1.000 Euro für die Nutzungsrechte. Deadline: 14. April 2014. Kontakt: BBK Niederbayern e. V., Ringstraße 1, 94081 Fürstenzell. Infos: www.hacklberg.de www.niederbayern.bbk-bayern.de

Museen & Institutionen

Nationalpreis

Neil MacGregor, Direktor des Britischen Museums in London, nimmt am 16. Juni 2015 in Berlin den Deutschen Nationalpreis entgegen (50.000 Euro). Zur Begründung heißt es, der britische Kunsthistoriker und sein Team hätten sich ebenso wie BBC Radio 4 mit seiner begleitenden Berichterstattung zu einer „Germnay“-Ausstellung „um das Verständnis Deutschlands in Großbritannien in außergewöhnlicher Weise verdient gemacht“. www.nationalstiftung.de

Preise

Bonner Wirtschaftstalk

BWT21, Foto: Marcus Harzem

Zum jüngsten Bonner Wirtschaftstalk (BWT21) trafen sich 250 Teilnehmer und Gäste in der Bonner Bundeskunsthalle, um über "Kunst und Kommerz" zu diskutieren. Zu ihnen zählten u.a. Daniel Hug, Direktor der Kunstmesse Art Cologne, Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle, Dirk Vianden Anwalt und Kanzler der Alanus Hochschule und Roland Schappert, Künstler und Publizist. Sie diskutierten darüber, wie sich die Preise auf dem Markt durchsetzen: denn auch hier regeln wie sonst ebenso überall Angebot und Nachfrage, warum Werke des einen Künstlers gefragt sind und teuer gehandelt werden, während der andere sich als verkanntes Genie fühlen muss. www.bonner-wirtschaftstalk.de

Preview

Wo Sinn entsteht

SECRET SURFACE, Illustrationsmotiv zur Ausstellungsankündigung

Vom 14. Februar bis zu 1. Mai 2016 bietet das Berliner KW Institute for Contemporary Art  die Ausstellung"Secret Surface - Wo Sinn entsteht". Das abendländische Weltbild gründet "implizit auf der Vorstellung eines Jenseits – des Horizonts und was wir dahinter vermuten, der Unendlichkeit des Universums, und, letztlich, des Todes –, das dem Gewöhnlichen entgegensteht". Die Ausstellung präsentiert hingegen ganz bewusst zeitgenössische Werke, "die dem unzulänglichen Diesseits nicht etwa ein spirituelles Jenseits an die Seite stellen, sondern die Leere selbst als treibende Kraft konzipieren." Im Erdgeschoss "führt der Prolog Geheimnis der Oberfläche in die Thematik ein und zeigt, dass Oberflächen deshalb verführerisch wirken, weil sie visuell nie vollständig erfahren werden können". In der Ausstellungshalle nimmt das erste Kapitel "Unter dem Firmament" ein literarisches Bild von D. H. Lawrence zum Ausgangspunkt," welches das Universum als menschengemachten Schirm beschreibt, der uns Schutz gegen ein Versinken im Chaos bieten soll. Die hier präsentierten Kunstwerke adressieren diesen Schirm explizit und widmen sich vor diesem Hintergrund der körperlichen und materiellen Realität des Universums, seiner Anziehungskraft und seiner Vergänglichkeit." Das letzte Kapitel "Subjektivierungsweisen" widmet sich "Formen der Begegnung mit sich selbst und mit anderen, die nicht auf stabile Identitäten setzen. Die hier versammelten Positionen entziehen sich dem kapitalistischen Imperativ eigenverantwortlicher Selbstverwirklichung oder umkreisen diesen spielerisch." Die Ausstellung wird kuratiert von Ellen Blumenstein und begleitet von einer Veranstaltungsreihe und einem Performanceprogramm zum Gallery Weekend Berlin (29.4.–1.5.16) der britischen Kuratorin Catherine Wood.  Künstlerliste: Acosta, Auto Italia (Kate Cooper, Marianne Forrest, Andrew Kerton und Jess Wiesner), Trisha Baga, Anna Barham, Eduardo Basualdo, Viktoria Binschtok, Gwenneth Boelens, Beth Collar, Hollis Frampton, Spiros Hadjidjanos, Andy Holden, Alex Israel, Philipp Lachenmann, Mark Leckey, Lawrence Lek, Ying Miao, Philippe Parreno, Elizabeth Price, Emily Roysdon, Georgia Sagri, Prem Sahib, Nora Schultz, Katharina Sieverding, Reena Spaulings, Patrick Staff und Cara Tolmie, Philipp Timischl, Frances Stark und Martijn in 't Veld. www.kw-berlin.de

Ausschreibungen

Berlin Summer Academy

Das Programm der Berlin Summer University of the Arts 2016 – angesiedelt am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin – umfasst 26 Workshops, die zwischen dem 6. Juni und 7. Oktober 2016 stattfinden. Die in Kairo lebende Medienkünstlerin Magdalena Kallenberger gibt gemeinsam mit der Grafikdesignerin Nora Bilz einen Workshop zu animierten Bildformaten. Die Kursteilnehmenden werden auf den Spuren von Proust’s Novelle „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ zu Zeitreisenden und erarbeiten eine grafische Umsetzung. Der amerikanische Komponist Shirish Korde zu Gast bietet gemeinsam mit dem Trio Berlin einen Workshop zum Thema Improvisation an. Musiker aller Fächer und Komponistinnen sind eingeladen, sich unter dieser Anleitung näher mit der Improvisation zu beschäftigen und die Scheu vor freiem Spiel zu verlieren um einen erweiterten Zugang zu musikalischem Material und Instrumentation zu erlangen. Neu dabei in diesem Jahr: Ein Workshop mit dem Blogger und Hausschreiber der Schaubühne Joseph Pearson, über ein "schriftliches Abbild der Berlin-Metropole". Außerdem ist in diesem Jahr Susanne Rockweiler zu Gast, um vom 31. August bis zum 2. September 2016 Einblicke in den Themenbereich Fundraising zu geben. Das ausführliche Programm findet man unter: www.summer-university.udk-berlin.de

Museen & Institutionen

Museumspreis

Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des smac – Staatliches Museum für Archäologie in Chemnitz, Thomas Spring, Projektleiter, und Prof. Uwe R. Brückner, Ausstellungsgestalter im ATELIER BRÜCKNER teilen sich den Museumspreis des hbs kulturfonds der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (6.000 Euro). Die Auszeichnung würdigt das Wirken von Kuratoren und Ausstrellungsgestaltern.

Museen & Institutionen

Schenkung

Francisco Toledo

Francisco Toledo, mexikanischer Künstler, beglich seine Steuerschulden mit der Schenkung seines privaten Museums an den Staat. Sein Institut für Grafische Künste in Oaxaca umfasst 125.000 Objekte. Neben zwei Gebäuden geheht nun auch die Bibliothek mit Bildern, Videos und Tonaufnahmen in den öffentlichen Besitz über.

Museen & Institutionen

25/25/25

Die Kunststiftung NRW besteht seit 25 Jahren. Aus diesem Anlass wurden 25 Künstler eingeladen, sich in einem von 25 Museen im Land mit dessen Sammlung auseinander zu setzen und daraus ein neues Kunstwerk zu entwickeln. Dieses „Porträt“ einer jeden Institution geht anschließend in den Besitz des jeweiligen Museums über. Zusätzlich wird es im öffentlichen Raum der jeweiligen Stadt plakatiert. In der ersten Jahreshälfte 2015 wird diese Initiative nun abgeschlossen: Im Januar und Februar präsentieren das Museum Folkwang in Essen, dasMuseum Abteiberg in Mönchengladbach und das Lehmbruckmuseum in Duisburg ihre Schenkungen. Die letzten Termine folgen dann im Mai 2015. www.kunststiftungnrw.de

Messen & Märkte

Arco Madrid

ARCO MADRID, Foto: Luis Diaz

212 Galerien sind zur Arco Madrid zugelassen (25. Februar bis 1. März 2015). Von ihnen bestreiten 160 das Hauptprogramm. Die anderen teilen sich auf die Spezialsektoren „Arco Colombia“, „Opening“ und „Solo Projekte“ auf. Seit Carlos Urroz die künstlerische Leitung dieser Messe übernahm, hat er vor allem Solo- und Duo-Präsentationen von künstlerischen Positionen favorisiert, um so das Profil der Messe zu schärfen. Dieses Modell baut er in diesem Jahr weiter aus; 2015 umfasst die Teilnehmerliste rund 70 solcher Stände mit nur einem oder zwei Künstlern; immerhin ein Drittel des gesamten Hallenplans. Das Gesamtbudget der Messe liegt bei etwa 4,5 Mill. Euro, und was Urroz davon für Marketing und Werbung abzweigt, dient vor allem der Stärkung des Messestandortes Madrid. Denn  die Euro-Krise und die Mehrwertsteuerpolitik der spanischen Regierung hatten die Arco in den vergangenen beiden Jahren arg in die Defensive gedrängt, wenn auch die Besucherzahlen stabil geblieben sind. Nach wie vor gilt die Arco Madrid als die besucherstärkste Messe der Welt. Dennoch forderten im Vorfeld der Messe die Verbandspräsidenten der spansichen Kulturindustrie den Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu einer Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf. www.ifema.es

Messen & Märkte

ZONA MACO

ZONA MACO Mexico

Die ZONA MACO – Mexico Arte Contemporaneo wird vom 4. bis zum 8. Februar 2015 ausgerichtet. Auf der Teilnehmerliste tauchen auch viele Galeriennamen aus Europa auf; aus Deutschland u.a. Sies + Höke (Düsseldorf), Nordenhake (Berlin) oder Michael Fuchs (Berlin). Aus der Schweiz nehmen Mai 36 (Zürich) sowie Knoerle und Baettig (Winterthur) teil. Auch David Zwirner aus New York hat sich angemeldet, ebenso die New Yorker Gladstone Gallery – ein Indiz dafür, dass für die Galerien aus Europa und den USA nicht nur der asiatische Markt, sondern auch jener in Lateinamerika von zunehmendem Interesse ist. Bis auf das Jahr 2009, als die Finanzkrise sich auch in Mexiko bemerkbar machte, weist das Land in den letzten zehn Jahren ein stetiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf und steht in der Liste der weltweit größten Volkswirtschaften an vierzehnter Stelle, und das Internetportal „Finanzen.net“ zitiert Experten, die in Mexico bereits das „neue China“ sehen. Für die Entwicklung des regionalen Kunstmarkts spielt die ZONA MACO somit eine gewisse Vorreiterrolle. www.zonamaco.com

Messen & Märkte

The Armory Show: Focus Mittlerer Osten

OMAR KHOLEIF

Zur New Yorker Kunstmesse The Armory Show (5. bis 8. März 2015) gehört eine kuratierte Sektion „Armory Focus“. Jedes Jahr rückt ein Land oder eine Region in diesen Focus; 2014 waren es China, 2013 die USA und 2012 die skandinavischen Länder. Die Messeleitung hat für die nächste Ausgabe Omar Kholeif, Kurator an der Whitechapel Gallery in London, für die Betreuung des Programms „Armory Focus: Middle East, North Africa, and the Mediterranean“ („Focus: MENAM“) berufen. Diese Region, geprägt durch die Revolutionen des „Arabischen Frühlings“, den Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen Hamas, die Kriegs- und Bürgerkriegssituation in Syrien und im Irak, ist politisch derzeit wohl die explosivste und kulturell eine der dynamischsten Regionen der Welt. Auf der einen Seite prägen die ehrgeizigen Museumsprojekte und Kunstmessen in den Golfstaaten die kulturelle Situation, auf der anderen Seite bekommen wir tagtäglich in den Nachrichtensendungen das Elend der syrischen Flüchtlinge im Libanon und im türkischen Grenzgebiet zu sehen. Noah Horowitz, Exekutivdirektor des Messeprojekts, betonte, trotz der zunehmenden Bedeutung der zeitgenössischen Kunst im arabischen Raum werde diese auf dem amerikanischen Markt bislang nur mit einer „eingeschränkten Sicht“ wahrgenommen, und man hoffe nun, durch das Focus-Programm, das Kholeif in enger Partnerschaft mit „Edge of Arabia“ umsetzt, einen Dialog in Gang zu setzen, wie die Region wahrgenommen und wie deren Kunst „zu Hause und im Ausland interpretiert“ wird. Insgesamt sind zur diesjährigen The Armory Show 197 Galerien zugelassen. Neue Teilnehmer in der „Contemporary“-Abteilung auf Pier 94 sind u.a. Johann König (Berlin), die Galerie Johnen (Berlin) und die Axel Vervoordt Gallery (Antwerpen/Hongkong). Auf Pier 92 im Sektor „Modern“ sind neu dabei Michael Schultz (Berlin), die Galerie Thomas Modern (München), Beck & Eggeling (Düsseldorf) und die Setaah Galerie (Düsseldorf).  http://www.thearmoryshow.com/

Messen & Märkte

Kölner Liste

DOCK.ONE. Außenansicht

Die Kölner Liste wird vom 16. bis 19. April 2015 parallel zur Art Cologne ausgerichtet. Die teilnehmenden Galerien und Projekträume bieten zumeist Kunst zu Preisen zwischen 500 und 7.500 Euro an, aber auch Arbeiten von Klassikern der Moderne wie Miro oder Dali zu erschwinglichen Preisen. Anmeldungen sind bis zum 15. Februar 2015 möglich: info@koelner-liste.org., www.koelner-liste.org., Tel.: +49-(0)30-77 008 993.

Galerien & Auktionshäuser

Baumspende-Aktion

CHRISTOPHER LEHMPFUHL, Düsseldorfer Hofgartenpanorama“, 2008, Detail

2008 schuf der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl in Düsseldorf vor Ort eine Ansicht des Hofgartenpanoramas. Was der Künstler in seiner Plein-air-Malerei festhielt, existiert so nicht mehr, denn an den Pfingsttagen 2014 verwüstete ein Orkan einen erheblichen Teil des Baumbestandes in der Düsseldorfer Innenstadt und einigen Vororten. Das Bild ist Teil einer Lehmpfuhl-Ausstellung bis zum 7. Feb. 2015 in der Galerie Ludorff, die in diesen Wochen in ihren Räumen auf der Königsallee ihr 40jähriges Bestehen feiert. Der Künstler Christopher Lehmpfuhl und Galerist Manuel Ludorff „möchten gemeinsam ein Zeichen setzen und mit der Kunst 'Neue Bäume für Düsseldorf' schaffen. Der Erlös des Bildes (7.500 Euro) soll nämlich in die Baumspende-Aktion der Stadt Düsseldorf fließen. Die Jubiläumsausstellung „Formen der Abstraktion“ beginnt in der Galerie Ludorff am 1. März 2015. www.ludorff.com

Biennalen

Blickachsen

KURPARK BAD HOMBURG, Fotoquelle: Wikipedia/Johannes Robalotoff

Im Tal des Kirchdorfer Bachs liegt der 44 Hektar große Kurpark von Bad Homburg. Anfang des 19. Jh. entdeckte man dort Heilquellen, und als die Gebrüder Louis und François Blanc 1841/42 dort eine Spielbank und den ersten Kursaal eröffneten, war Bad Homburg noch „ein Drecknest“, wie einer der Brüder notierte. Das änderte sich erst, als sie 1856 vom Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1856 einen Kurpark anlegen ließen. Lenné schuf quer durch den Park verlaufene Blickachsen, und diese sind „Namens- und Programmgeber“ für eine Skulpturen-Biennale, die dort und in Städten der Umgebung des Rhein-Main-Gebiets 2015 zum zehnten Mal ausgerichtet wird. Die Eröffnung findet am 31. Mai 2015 auf dem Schmuckplatz von Bad Homburg statt. Auch wenn die Veranstaltung inzwischen einen Einzugsbereich bis ins Zentrum Frankfurts hat, so ist nach wie vor der Kurpark nach dem Prinzip des englischen Landschaftsgartens Zentrum des Projekts mit Großskulpturen und Installationen internationaler Künstler. Die Blickachsen verleihen dem Panoramapark eine Raumtiefe, wie sie den ästhetischen Vorstellungen der Spätromantik im 19. Jh. entspricht. „Während der Biennale wird dieses Prinzip erweitert, indem die von uns sorgsam platzierten Skulpturen weitere 'Blickachsen' aufspannen und sowohl untereinander als auch mit der landschaftlichen und architektonischen Umgebung in einen Dialog treten", erläutert Christian K. Scheffel, Initiator und Kurator der „Blickachsen“ (bis 4. Okt. 2015). www.blickachsen.de

Aktionen & Projekte

NRW.SKULPTUR

MAX BILL, „Einheit aus drei gleichen Volumen“, Bottrop, Skulpturenpark des Josef Albers Museums Quadrat. Fotzo: Copyright Carsten Gliese.

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh hat auf einer neuen Website 600 Skulpturen und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum Nordrhein-Westfalens zusammengestellt. Das Online-Portal www.nrw-skulptur.de umfasst Fotos, Filme, Texte und Künstlerbiografien und Vorschläge für touristische Routen. Dafür hat eine Fachjury Arbeiten in NRW-Städten ausgewählt. Der Schwerpunkt liegt auf Kunst nach 1945.

Aktionen & Projekte

Tentacles

KG Augenstern mit der MS Anuschka unterwegs nach Kassel

Eine Schiffsreise unternimmt die Berliner Künstlergruppe KG Augenstern mit „täglich sechs Stunden Lenkzeit“ von Deutschland aus über die Niederlande, Belgien und Paris bis nach Südfrankreich. Dabei unterqueren sie auf den Flüssen und Kanälen zahlreiche Brücken: „Mit an Bord installierten Tentakeln wurde das Schiff zu einem sensiblen, wahrnehmenden und tönenden Labor, welches mit der Umgebung interagiert. Jede Brücke hat ihre eigene, durch Form, Konstruktion, Material und Verwendungszweck hervorgerufene Klangidentität.“ Die Applikation „SoundWays“ bietet ihnen dabei eine Audioplattform. Aufnahmen von „Klängen des alltäglichen Lebens“ lassen sich zu „geolokalisierten Klangspaziergängen“ formen, die man im Netz mit anderen Nutzern teilen kann. Derzeit plant die Gruppe Ausstellungen in den südfranzösischen Städten Sète, Arles und Valence. Im Sommer 2015 führt sie dann der Rückweg über den Rhein, das Ruhrgebiet und den Mittellandkanal wieder nach Berlin.

Aktionen & Projekte

Was ist draußen?

BERLIN-HELLERSDORF, Foto von der Internetseite „Kunst im Untergrund“

In Berlin setzt die nGbK-Projektgruppe „Kunst im Untergrund“ mit Jochen Becker, Eva Hertzsch, Uwe Jonas, Folke Köbberling, Andromachi Marinou-Strohm, Dejan Markovic, Adam Page, Birgit Schlieps 2015 das Projekt „Was ist draußen?“ fort. Dabei geht es um „Kunst im Untergrund zwischen Hönow und Tierpark“ im östlichen Stadtteil Hellersdorf. „'Was ist draußen?' behandelt Fragen zu sozialer Stadtentwicklung, zu gesamtstädtischen Zusammenhängen und zum Thema des „Draußen“. Ausgewählte Arbeiten des künstlerischen Wettbewerbs sollen im Bereich der U-Bahnhöfe der Linie U5 zwischen Tierpark und Hönow realisiert werden. Die station urbaner kulturen beim U-Bhf. Kaulsdorf-Nord ist hierbei Produktionsort, Adresse und Treffpunkt.“ Für 2015 sind als teilnehmende Künstler und Projekte angekündigt: Christina M. Heinen „Inside OutsideRadio“, Mari Keski-Korsu „Mega“, Mirko Winkel „Hellersdorf Walkout“, Ina Wudtke „Wer war Albert Norden?“ www.kunst-im-untergrund.de

Museen & Institutionen

Was darf Satire?

NARREN, Foto: Raap

Das Museum Wilhelm Busch in Hannover, das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main, die Caricatura in Kassel, das österreichische Karikaturmuseum Krems sowie das Cartoon-Museum Basel stellen im Frühjahr 2015 in einer gemeinsamen Online-Ausstellung das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ vor. Dabei werden auch Arbeiten der Zeichner gezeigt, die bei dem Terroranschlag in Paris getötet wurden. Das Projekt will „sachlich und wissenschaftlich“ analysieren, was Satire dürfe. Inzwischen rief auch das Festkomitee Kölner Karneval seine Mitgliedsgesellschaften dazu auf,  man möge sich bei den Karnevalsveranstaltungen dieser Session einen Bleistift an „Litewka, Uniform oder Tanzkostüm“ heften, als „Zeichen für Narren- und Meinungsfreiheit“, denn „die Freiheit der Narren und die Persiflage ist wesentlich und gleichzeitig gehört es zur Kultur unseres Fasteleers, alle Menschen einzuladen, friedlich mit uns zu feiern...“. In der europäischen Kunstgeschichte taucht die Figur des Narren bekanntlich seit dem 12. Jh. in Psalter-Illustrationen auf, wo der Narr als Unweiser den weisen König David verhöhnt. Auch in Darstellungen des Spätmittelalters symbolisiert der Narr zumeist eine Gottesferne, bisweilen sogar eine Nähe zum Teufel. Die „Narrenfreiheit“ des Hofnarren indes sollte den Herrscher vor allzu viel Hochmut bewahren und ihn immer an seine eigene menschliche Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit erinnern. Die Satire definierte Friedrich Schiller 1795 folgendermaßen: „In der Satyre wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenübergestellt“, und in ähnlicher Weise beschrieb auch Kurt Tucholsky den Satiriker als „gekränkten Idealisten“. Wo die Grenze zwischen Satire und Blasphemie liegen könnte, erläutert die Journalistin Carla Köhler auf „tagesschau.de“:: „Die Karikaturen von 'Charlie Hebdo' provozieren. Mit teils derber Kritik nehmen sie religiösen Fanatismus aufs Korn. Die Karikaturen setzen sich inhaltlich mit dem Thema auseinander. Daher ist das keine Blasphemie.“

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