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Kulturpolitik

Köln: Museumsstreit und Pfusch am Bau

Historisches Archiv Köln, Einsturzstelle kurz nach dem Unglück 2009, Foto: Raap

Völlig marode ist das Anfang der 1970er Jahre erbaute Römisch-Germanische Museum in Köln. Ende 2017 wird es geschlossen und für ca. 40 Mill. Euro saniert. Für diese Sanierungsphase von 3 bis 4 Jahren sucht die Stadt Köln ein Ausweichquartier: die Kulturverwaltung schlägt das leer stehende Modehaus Sauer an der Minoritenkirche ein paar Häuserblocks weiter vor; allerdings müsste die Stadt das Gebäude für 10 Mill. Euro aufkaufen. Für die lokale FDP ist dies mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden, sie fühlt sich im Stadtrat „überfallen“ und favorisiert als Alternative für die Interimslösung das ungenutzte Gebäude des früheren Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring. Das ist nicht der einzige kulturpolitische Streitpunkt in Köln: „Bis Ende Juni 2017“ soll die Öffentlichkeit über den Zeit- und Kostenplan bei der Sanierung des Opernhauses informiert werden. 8.500 Baumängel wurden inzwischen aufgelistet; mit einem inzwischen gekündigten Ingenieurbüro, das für die Installation der Haustechnik zuständig ist, führt die Stadt Köln eine juristische Auseinandersetzung. Insider befürchten, der juristische Streit könnte sich noch Jahre hinziehen und eine Wiedereröffnung der Oper weiter verzögern. Des ungeachtet haben die Bühnen bereits Ausstattungsteile wie Mischpulte angeschafft – und dies entgegen eines Stadtratsbeschlusses und ohne Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt, wie von einigen Lokalpolitikern kritisiert wird. Pfusch am Bau war auch die Ursache für den Einsturz des Historischen Archivs im März 2009 – zu diesem Ergebnis kam ein Gutachter im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft jetzt acht Jahre nach dem Unglück. Eine Fehlstelle in einer Schlitzwand-Lamelle habe die Katastrophe mit zwei Toten herbeigeführt. „Die Fehlstelle soll so groß sein, dass innerhalb von Minuten mehrere Tausend Kubikmeter Sand, Kies, Erde und Wasser von der Vorderseite des Archivs in die Grube gelangen konnten“, berichtete der Kölner Stadtanzeiger. Zudem sollen Moniereisen nicht wie vorgesehen verbaut, sondern um Zeit zu sparen in einem Schrottcontainer entsorgt worden sein. Die Kölner Staatsanwaltschaft muss sich nun schnell entscheiden, ob sie Anklage erhebt und wenn ja, gegen wen, denn im März 2019 setzt juristisch endgültig die Verjährung ein.

Preise

Arnold Bode-Preis an Olu Oguibe

Olu Oguibe, Foto: Heinz-Norbert Jocks

Olu Oguibe wurde der Kasseler Arnold-Bode-Preis 2017 zugesprochen (10.000 Euro). Zur diesjährigen Documenta hat der nigerianische Konzeptkünstler auf dem Kasseler Königsplatz eine Obelisk-Skulptur aufgestellt. Sie trägt auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch die Inschrift „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ aus dem Matthäus-Evangelium. Flucht und Migration sind ein Generalthema in Oguibes Arbeit als Künstler, Kulturwissenschaftler und Kurator.

Preise

Lehmbruck-Preis für Rebecca Horn

Rebecca Horn, Foto: Gunter Lepkowski

Rebecca Horn wird für ihr künstlerisches Lebenswerk mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg gewürdigt (10.000 Euro). „Als Bildhauerin, Zeichnerin, Literatin, Filmemacherin, Video-, Installations- und Performancekünstlerin hat Rebecca Horn in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes und stringentes Werk geschaffen, das eine eigene Poesie des Mechanischen entwirft... Sie entwickelt in ihren Arbeiten von den 1960er Jahren bis heute ein ebenso komplexes wie unverwechselbares Werk, in dem es um die existentiellen Bedingungen des Menschenseins geht. Gerade in dem Überschreiten des Körperlichen ins Geistige entsteht eine Seelenverwandtschaft zu dem Namensgeber des Preises Wilhelm Lehmbruck...“

Kulturpolitik

Achenbach erneut verurteilt

Helge Achenbach, Foto: H.-N. Jocks

Der einstige Kunstberater Helge Achenbach (65) wurde 2015 wegen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt und arbeitet heute als Flüchtlingshelfer im offenen Vollzug. Zivilrechtlich droht ihm jedoch noch weiteres Ungemach. In einem neu aufgerollten Zivilprozess verurteilte das Landgericht Düsseldorf Achenbach und zwei seiner insolventen Firmen jetzt dazu, der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht 18,7 Millionen Euro an Schadenersatz zu zahlen. Der Vorsitzende Richter sah es weiterhin als erwiesen an, dass der Kunstberater bei Verkäufen von Kunst und Oldtimern an Albrecht unberechtigte Preisaufschläge vorgenommen habe. Gegen das Urteil kann Achenbach Berufung am Oberlandesgericht einlegen. In einer weiteren Klage fordern die Albrecht-Erben weitere fünf Millionen Euro von Helge Achenbach ein. Die Kunstsammlung Achenbachs und seiner Firmen wurde inzwischen für 8,5 Mill. Euro zwangsversteigert.

Museen & Institutionen

Documenta-Institut: Neubau beschlossen

Holländischer Platz Kassel, Foto: S. Kallnbach

Für geschätzte 24 Mill. Euro an Baukosten bekommt das Documenta-Institut in Kassel einen neuen Standort am Holländischen Platz, in unmittelbarer Nachbarschaft der Universität Kassel. Die örtliche CDU hatte hingegen einen Standort am Kulturhaus Dock 4 hinter dem Museum Fridericianum favorisiert. Doch der Magistrat entschied sich für den Holländischen Platz; die Stadtverordnetenversammlung bestätigten das Votum. Vor allem die Kasseler Grünen wollten nicht die freie Kunstszene aus dem Dock 4 verdrängen. Das Documenta-Institut kümmert sich um die Geschichte der Documenta und soll in den Jahren zwischen den Documenta-Ausstellungen Tagungs- und Veranstaltungsort sein.

Hochschulen

Bill Viola: Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Arts

Bill Viola, amerikanischer Videokünstler, wurde zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts in London berufen. Die 80 Vollmitglieder, allesamt Künstler, dürfen jedes Jahr zwei Ehrenmitglieder neu aufnehmen. 13 Installationen und drei einkanaligen Videoarbeiten zeigen die Deichtorhallen vom 2. 6. − 10. 9.  in der Halle für aktuelle Kunst in Hamburg und bis zum 9. November 2017  das Guggenheim Museum Bilbao eine Retrospektive der Arbeiten Bill Viloas.

Personalien

Düsseldorf: neuer Direktor

Felix Krämer, Foto: Städel Museum

Felix Krämer wird neuer Generaldirektor des Museums Kunstpalast in Düsseldorf. Sein Vorgänger Beat Wismer (64) verabschiedet sich dort nach zehn Jahren im September 2017. Krämer war bisher Sammlungsleiter für Kunst der Moderne am Frankfurter Städel Museum.

Museen & Institutionen

Gilbert and George in Berlin und Budapest

Gilbert & George vor der St. Matthäus-Kirche Berlin, 2017, Foto: Daniel Biskup

Bis zum 17. September 2017 ist im Rahmen der dreiteiligen Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ ein Teil der Werkserie „Scapegoating Pictures“ (Sündenbock-Bilder) des Londoner Künstlerpaars Gilbert and George in der Berliner St. Matthäus Kirche zu sehen. Außerdem zeigt vom 8. Juli bis zum 24. September 2017 das Ludwig Museum Budapest ebenfalls Arbeiten aus dieser Serie, die 2013 entstand und insgesamt 120 mosaikartige Werke umfasst. Gilbert erklärte dazu: „Die Bilder beziehen sich auf die Moral zwischen dem Westen und dem Osten. So wie in unserer Straße in London: Wir haben die anglikanische Kirche am einen Ende und die Moschee am anderen Ende. Und wir befinden uns in der Mitte“.

Personalien

Deichtorhallen: Vertragsverlängerung

Dr. Dirk Luckow, Foto: Copyright Bertold Fabricius

Dirk Luckow bleibt für weitere fünf Jahre bis 2014 Intendant der Hamburger Deichtorhallen. Gleichzeitig verlängerte der Aufsichtsrat auch den Vertrag des Kaufmännischen Direktors Bert Antonius Kaufmann um fünf Jahre. Luckow ist in Hamburg als Nachfolger von Robert Fleck seit 2009 Intendant.

Museen & Institutionen

Bundeskunsthalle: Jubiläum

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, Foto: Peter Oszvald © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Ihr 25jähriges Bestehen feiert in diesen Wochen die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Weil in der Zeit der deutschen Teilung Bonn nur als „provisorische“ Bundeshauptstadt galt, vermied man einen repräsentativen Ausbau des Regierungssitzes, denn die Beamtenstadt am Rhein sollte auch optisch der „eigentlichen“ Hauptstadt Berlin keine Konkurrenz machen. Auch aus diesem Grund (und weil der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer praktischerweise gegenüber auf der anderen Rheinseite in Rhöndorf wohnte) wurde nicht die Großstadt Frankfurt, sondern das deutlich kleinere Bonn 1949 Sitz von Bundesregierung und Bundestag. Erst in den 1970er Jahren begann ein städtebauliches Umdenken. In der Ära Willy Brandt entwickelte man erste Ideen zu einer Bundeskunsthalle, die dann 1977 mit der Verabschiedung eines „Hauptstadtkonzepts“ konkreter wurden, doch erst 1984 beschloss das Bundeskabinett den Bau. Der Grundstein wurde im Oktober 1989 gelegt, und kurioserweise brach in diesen Wochen die DDR zusammen. Als die Bundeskunsthalle im Juni 1992 eingeweiht wurde, war die deutsche Wiedervereinigung längst vollzogen. Das Gebäude ist Teil der Bonner Museumsmeile zusammen mit der naturkundlichen Sammlung des Museum Koenig, dem Deutschen Museum Bonn und dem Kunstmuseum Bonn. Aus Bundesmitteln erhält die Bundeskunsthalle auch heute pro Jahr einen Zuschuss von 16 Mill. Euro und realisiert damit ein breit gefächertes Programm von archäologischen und kunsthistorischen Blockbuster-Ausstellungen bis zu monografischen Einzelausstellungen deutscher Gegenwartskünstler.

Biennalen

Klöntal Triennale

Max Glauner

Zur Klöntal Triennale unter dem Thema "Part of a moment"(bis 24. Sept. 2017) finden bis zum 30. Juli 2017 im Kunsthaus Glarus diverse Veranstaltungen statt. Am kommenden Wochenende 30. Juni bis 2. Juli 2017 geht es mit San Keller hinaus zum Campingplatz Vorsauen zum "Fischen mit San". Am 1. Juli 2017 wird ein blind-Date-Workshop im Kunsthaus Glarus abgehalten. Im Fokus stehen partizipative und kollaborative künstlerische Strategien, die im Rückblick in die 1960er und 90er Jahre sowie vor aktueller Kulisse diskutiert werden. Zu Gast sind Prof. Dr. Sabeth Buchmann (Kunsthistorikerin und -kritikerin), Max Glauner (freier Autor, Publizist und Kulturjournalist) und San Keller (Künstler). Am Abend ist der Camping Vorsauen wiederum Schauplatz einer Performance mit Florian Germann: "Im Rahmen seiner Recherchen für die Klöntal Triennale stiess Florian Germann auf angebliche Licht- und Marienerscheinungen in und um den Kanton Glarus, die zum Ausgangspunkt seiner Aktionen wurden. Jeweils zum Monatswechsel wurden seit Eröffnung abstrakte Licht-Erscheinungen über dem Klöntalersee beobachtet. Bei gutem Wetter hoffen wir, am 1. Juli wiederum Zeugen des Phänomens zu werden." Im Laufe der nächsten Tage und Wochen unternimmt George Steinmann Ausflüge in die Umgebung zur Untersuchung, wie die Natur im zeitalter der Anthropozäns beeinflusst wird. www.kloentaltriennale.ch

Museen & Institutionen

Erwin Wurm in Duisburg 

Erwin Wurm, Foto: Wolfgang Träger

Ein zentraler Blickfang auf der Biennale von Venedig 2017 ist die Installation Erwin Wurms vor dem österreichischen Pavillon: Mit einem auf die Nase gestellten Lastwagen greift er das Thema Migration und Politik auf. Wer mehr von Erwin Wurm sehen möchte, kann ab dem 7. Juli 2017 in Duisburg im Lehmbruck Museum und im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst eine große Überblicks-Schau besuchen. Erwin Wurm zeigt dort Skulpturen, Fotografien, Wandarbeiten, Strickbilder, Rauminstallationen und seine berühmten „One Minute Sculptures“. Darüber hinaus sind eigens für die Ausstellung konzipierte Neuproduktionen zu sehen, und dazu kann man auch einen Drink aus Wurms „Drinking Sculpture“ genießen.

Hochschulen

Münster: Blumenberg Lectures

Oliver Marchart, © Universität Wien

Die Blumenberg Lectures 2017 sind eine Kooperation der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit den Skulptur Projekten. Ihr Namenspatron ist der Münsteraner Philosoph Hand Blumenberg (1920-1996). Die nächste Veranstaltung findet am 30. Juni 2017 um 18.15 Uhr im Juridicum statt. Die Vorlesung hält Oliver Marchart aus Wien zum Thema "Pre-enacting Public Space. Zur Herstellung von Öffentlichkeit durch Praktiken des Pre-enactments". Unter "Pre-Enacting" versteht man eine noch recht junge Variante der Performance, "die in Erwartung zukünftiger Ereignisse Reaktions- und Protestformen science-fiction-artig imaginiert."

Preise

Dr.-Erich-Salomon-Preis

Antanas Sutkus. Foto: Jurga Graf,  2015

Antanas Sutkus, Fotograf aus Litauen, nahm den Dr.-Erich-Salomon-Preis entgegen. Er arbeitete jahrzehntelang an einem Werkzyklus „Menschen aus Litauen“. „In einer ebenso direkten wie einfühlsamen Dokumentation gelang es ihm, von den Menschen seiner Heimat ein Bild zu zeichnen, das durch seine kompromisslose formale und inhaltliche Gestaltung sowie seine sichtbare Menschlichkeit bis heute von sprechender Aktualität ist. Im kalten Krieg und unter sowjetischer Herrschaft war Antanas Sutkus´ Unterfangen kühn und weder von Obrigkeit noch Kunstbürokratie gewollt: Sein Bild der Menschen wie der Gesellschaft entsprach so gar nicht dem sowjetischen Ideal sondern zeigte die Widrigkeiten des Lebens oder beobachtete dessen bescheidene Freuden“. www.DGph.de

Museen & Institutionen

Arabisch-persische Künstlerinnen im Marta Herford

Moufida Fedhila: Offside: Docufiction (Still), 2014, Video © Moufida Fehila

Neun Künstlerinnen aus dem arabisch-persischen Raum sind im Marta Herford in der Ausstellung "Zwischen Zonen..." vertreten. "Ihre Herkunftsländer, die von extremen Widersprüchen geprägt sind, inspirieren sie zu eigensinnigen, kompromisslosen und vielschichtigen Werken. Sie thematisieren hierbei nicht nur die aktuellen politischen und religiösen Auseinandersetzungen, sondern appellieren gleichzeitig an die Potenziale und Widerstandsformen von Kunst. Die eigene Familiengeschichte liegt im Fokus der Arbeiten von Multimedia-Künstlerin Arwa Abouon. §Poetische und bildmächtige Ansichten von Wüstenregionen sind die Schlüsselmotive der Palästinenser-Irakerin Sama Alshaibi“. Ein „kritischer Umgang mit avancierten digitalen Praktiken treibt die aus dem Iran stammende Moreshin Allahyari vorrangig zu ihren Kunstwerken an.“ Moufida Fedhila machte mit Performances auf die Missstände in ihrer Heimat Tunesien aufmerksam. Die Jordanierin Saba Innab reflektiert die komplexe, politische Situation von Palästina und seinen Grenzen zu den Nachbarländern. Während u.a. die Fragen nach der Instrumentalisierung von einzelnen arabischen Begriffen eine Rolle bei Mounira Al Solh spielen, sind die Werke von Lamia Joreige, Amina Menia und Ala Younis „Ergebnisse aufwendiger und mehrjähriger Recherchen. Hierbei werden historische Dokumente und offene ästhetische Kontexte subtil miteinander verknüpft und unbekannte Erfahrungsräume eröffnet.“

Aktionen & Projekte

ifa Sommerfest

Mischa Kuball, Foto: Yun Lee, Düsseldorf

Am 29. Juni 2017 feiert das ifa-Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart sein Sommerfest unter dem Motto "100 Jahre ifa". Das Programm umfasst u.a. einen Auftritt des Siwnz Jazz-Trios "Cool Cats", Fürhungen, ein Radioballett und eine in situ-Lichtinstallation von Mischa Kuball. Der Lichtkünstler Kuball ist auch einen Tag später am 30. Juni 2017 an der Performance "Musik in Tüten" in der Alten Kirche St. Martinus in Pulheim-Stommeln (Rheinland) beteiligt, zusammen mit Axel Manrico Heilhecker, Thomas Klein, Hans-Joachim & Christine Martha Roedelius.

Museen & Institutionen

Köln: Die 1960er Jahre

FotografIn unbekannt, Im Hause Hahn, Hahn auf der Treppe, 1968 © Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (Z ADIK )

In den 1960er Jahren bildete das Rhein­land ein wichtiges Zen­trum für ein rev­o­lu­tionäres Kun­st­gesche­hen: Eine neue Gen­er­a­tion von Kün­stlern widerset­zte sich der tra­di­tionellen Kunst: Joseph Beuys war in Düsseldorf eine der zentralen Persönlichkeiten; Daniel Spoerri betrieb dort am Burgplatz ein „Eat art“-Restaurant, und im benachbarten Köln führte Wolf Vostell seine Happenings durch und ab den 1970er Jahren dann auch HA Schult. Diese Künstler nutzten den All­t­ag als In­spi­ra­tion­squelle und All­t­ags­ge­gen­stände als Kun­st­ma­te­rial. Sie gingen hi­naus in das städtische Um­feld und durch­brachen die Grenzen der Kun­st­diszi­p­li­nen – vor allem die Fluxus-Künstler arbeiteten zusam­men mit Musik­ern, Lit­er­at­en, Filme­mach­ern und Tänz­ern. „Am Puls dies­er aufre­gen­den Zeit be­gann der Köl­n­er Res­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924–1987) die neue Kunst zu er­wer­ben und zu ein­er vielschichti­gen Samm­lung mit Werken des Nou­veau Réal­isme, Fluxus, Hap­pen­ing, Pop Art und Konzep­tkunst zusam­men­zu­tra­gen.“ Das Kölner Museum Ludwig würdigt unter dem Titel „Kunst ist Leben“ den „Sammler Wolfgang Hahn und die 1960er Jahre“. Laufzeit: 24. Juni bis 24. September 2017. www.museum-ludwig.de

Museen & Institutionen

Schloss Derneburg: Privatmuseum

Von 1976 bis 2006 lebte und arbeitete der Maler Georg Baselitz auf Schloss Derneburg bei Hildesheim. Später kaufte der amerikansiche Kunstsammler Andrew Hall das Areal; und nun richtet die Hall Foundation, die der Sammler zusammen mit seiner Gattin Christine Hall gründete, ein Privatmuseum ein. Die erste Ausstellung dort ist der verstorbenen Berliner Galeristin Barbara Weiss gewidmet; Kurator der Werkschau ist der New Yorker Galerist Leo Koenig. Nach Anmeldung ist die Ausstellung für Privatbesucher ab dem 1. Juli 2017 zugänglich.

Aktionen & Projekte

Musik mit Papier

Am Sonntag, 25. Juni 2017, gestalten Mitglieder des Württembergischen Kammerorchesters um 11 Uhr in Heilbronn eine Matinee in der Kunsthalle Vogelmann zum Thema „Musik mit Papier und anderen Instrumenten“. Zu sehen ist Aktionskunst von Benjamin Patterson. Darüber hinaus sind Werke von Hans Werner Henze, Iannis Xenakis und Jörg Widmann zu hören. Stefan Fricke, Musikredakteur des Hessischen Rundfunks und Experte für experimentelle Musik, führt durch den Vormittag.

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Gmurzynska: Dependance

Antonina Gmurzynska gründete 1965 ihre Galerie in Köln; ihre Nachfolger zogen 2005 nach Zürich um. Dort hat die Galerie Gmurzynska jetzt unweit ihres Hauptsitzes in der Talstraße 37 weitere Räume eröffnet. Zum Auftakt ist dort bis zum 15. September 2017 eine Ausstellung mit Donald Judd und Kasimir Malewitsch zu sehen. Die Judd-Werke wurden schon einmal vor 24 Jahren in Köln ausgestellt.

Personalien

Essen: Personalwechsel

Tobia Bezzola verlässt das Essener Folkwang Museum und wird Anfang 2018 neuer Direktor des Kunstmuseums Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI) in Lugano. Bezzola war seit 2013 Museumsdirektor in Essen. Florian Ebner gibt am Folkwang Museum die Leitung der fotografischen Abteilung auf und wechselt im Juli 2017 nach Paris ans Centre Pompidou. Die kommissarische Leitung des Essener Museums übernimmt bis zur Neubesetzung der Direktorenstelle der Vize-Direktor Hans-Jürgen Lechtreck .

Preise

Fürstenberg Zeitgenössisch-Stipendien

Trisha Baga, Foto: Courtesy Fürstenberg Zeitgenössisch

Trisha Baga, Kasper Bosmans und Catharine Czudej sind Stipendiaten 2017 bei Fürstenberg Zeitgenössisch. Das Projekt wurde 2011 von Erbprinz Christian und Erbprinzessin Dr. Jeannette zu Fürstenberg gegründet. Das eigenständige Projekt besteht aus einem Stipendiatenprogramm, der Ausrichtung von Wechselausstellungen und dem Aufbau einer kleinen Sammlung. Trisha Baga verbindet in ihren Videos, Videoinstallationen und Performances... Found Footage, Objekte, Körper und Interventionen auf der Bild-, bzw. Screenoberfläche zu vielstimmigen und brüchigen Essays.“ Kasper Bosmans „unternimmt in seinen Arbeiten thematische Forschungen, die Geschichte und Geschichten, Materialien und Konzeptionen miteinander verweben.“ Catharine Czudejs Arbeiten sind geprägt „von Humor, einem besonderen Materialeinsatz und einer klaren Agenda: Ein anderer Umgang mit der Realität. Die Bildwelt der in Los Angeles lebenden Künstlerin entspringt der Populärkultur, dem Comic, der Kunstgeschichte und einer sloganhaften Poetik.“  

Museen & Institutionen

Franz Kafka in Berlin

Passfoto, Kafka etwa 32 Jahre alt, 1915/16, © Archiv Klaus Wagenbac

Mehr als 100 Jahre nach seiner Entstehung wird das vollständige Manuskript des" Prozess" von Franz Kafka erstmals in Berlin gezeigt, und zwar im Martin-Gropius-Bau vom 30. Juni bis zum 28. August 2017. In unmittelbarer Nähe stand einst das Hotel Askanischer Hof, wo am 12. Juli 1914 Franz Kafka und Felice Bauer über ihre Verlobung sprachen. "Die Idee zu seinem wohl berühmtesten Roman beruhte auf diesem Gespräch, das Kafka wie eine Gerichtssitzung empfand." Die Verlobung wurde aufgekündigt, und zwei Wochen später erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Die Versicherungsgesellschaft, für die Kafka arbeitete, stufte ihn als "unersetzliche Fachkraft" ein, so dass er vor einer Einberufung zum Militär verschont blieb. In Prag kümmerte er sich stattdessen um die "Kriegerfürsorge" von Schwerverwundeten; privat wohnte er im Herbst 1914 erstmals außerhalb des Elternhauses in einem eigenen Zimmer, wo er in der Freizeit an "Der Prozess" arbeitete und rasch 200 Manuskriptseiten verfasste, bis Kafka die Arbeit an diesem Roman Anfang 1915 unterbrach und 1916 nur noch kurz wieder aufnahm. Das Werk blieb unvollendet und wurde nach seinem Tod im Jahr 1924 postum veröffentlicht. Mit der Ex-Verlobten Felice Bauer versöhnte er sich im Sommer 1916 wieder bei einem gemeinsamen Aufenthalt in Marienbad. Doch die Beziehung zerbrach erneut, als Frank Kafka 1917 an Tuberkulose erkrankte.

Hochschulen

Mainz: artist lecture

Die Kunsthochschule Mainz hat für den 27. Juni 2017 Jamie Crewe als Glasgoe zu einer Gastvorlesung (artist lecture) eingeladen. Im Frühjahr 2017 zeigte Jamie Crewe im Berliner KW Institute for Contemporary Art die Performande "Potash Lesson"als Untersuchung des "Rechts auf Repräsentation... Potash Lesson greift die Geschichte und den Stil populärer Vorträge auf, wie sie am Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière in den späten 1800er-Jahren stattfanden (bei denen hysterische Frauen dazu aufgefordert wurden, ihre Symptome einem öffentlichen Publikum vorzustellen). Diese Geschichte wird in Beziehung zu Crewes persönlichen Reflexionen zu einer ihrer Videoarbeiten gesetzt. Diese Videoarbeit zeigt ein Model, das in seiner Eigenschaft als schwuler Mann eingeladen ist, sich aber als Trans identifiziert...."

Aktionen & Projekte

Lichtenberg Studios

Das Berliner Lichtenberg Studio lädt auswärtige Künstler zu einem zweimonatigen Gastaufenthalt ein, um in dieser Zeit den Bezirk zu erkunden. Die Künstler haben die Möglichkeit, "in einem interessanten ehemaligen Ostberliner Bezirk zu leben, zu arbeiten und Eindrücke von Berlin und seinen Kunstszenen zu sammeln. Bei einer Aufenthaltsdauer von maximal 2 Monaten bleibt für beides genügend Zeit..." Derzeit wohnt der freischaffende Fotograf Sandeep TP aus Bangalore in den Lichtenberg Studios. Über seine Eindricke hält er am 29. Juni 2017 um 19 Uhr einen Vortrag in der Türrschmidtstr. 24. www.Lichtenberg-Studios.de

Kulturpolitik

Goethe-Institut in den USA

Prof. Dr. hc Klaus-Dieter Lehmann, Foto: Goethe-Institut/Andreas Wrobbel

„Angesichts der politischen Veränderungen in den USA wird die Arbeit der sechs Goethe-Institute im Land immer wichtiger“, lautete die Kernaussage von Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, bei einem Pressegespräch in Berlin zur aktuellen Situation in den USA: „Das transatlantische Verhältnis steht vor einem Umbruch... Doch Deutschland und die USA verbindet weiterhin viel: Es ist jetzt wichtig, dass sich gegenseitige Vorurteile nicht vertiefen...“ Immerhin ist das seit 1972 betriebene „German American Partnership Program" (GAPP) bis heute „das erfolgreichste bilaterale Schüleraustauschprogramm der USA mit einem einzelnen Land.“ Mehr als 350.000 deutsche und amerikanische Schüler kamen bislang in den genuss dieses Austauschs. Für 2018/2019 plant das Auswärtigen Amt ein Deutschlandjahr in den USA; dazu führt das Goethe-Institut diverse Veranstaltungen durch. www.goethe.de

Museen & Institutionen

Cécile B. Evans in Leuven

Blick in die Ausstellung, Foto: Copyright Dirk Pauwels

Das Museum Leuven (Belgien) zeigt bis zum 19. November 2017 eine große Einzelausstellung der belgischen Künstlerin Cécile B. Evans. Sie arbeitet mit Roboterfiguren bzw. virtuellen Avataren. Dem deutschen Publikum ist sie durch ihren Beitrag auf der Berlin Biennale 2016 bekannt; im Herbst 2016 stellte sie in der Tate Liverpool aus, und jetzt zteigt sie ihre Arbeiten in Leuven unter dem Titel "Sprung a Leak". Auch hier geht es um die Frage, welchen Einfluss Maschinen auf unser Fühlen und Denken haben.

Museen & Institutionen

Sammlung Lambert im Münster

Picasso-Museum in Münster zeigt Ausstellung „Von Christo bis Kiefer - Die Collection Lambert, Avignon“, Pressefoto, Quellenangabe: „obs/Kunstmuseum Pablo Picasso Münster/Birthe Sarrazin“

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert in der Ausstellung „Von Christo bis Kiefer - Die Collection Lambert, Avignon“ rund 100 zeitgenössische Kunstwerke aus der Sammlung von Yvon Lambert (bis 1. Okt. 2017). Der Sammler arbeitete lange Jahre als Galerist und trug privat eine Sammlung mit Werken von Jean-Michel Basquiat, Miquel Barcelo, Christo, Anselm Kiefer, Gordon Matta-Clark, Sol LeWitt, Cy Twombly, Richard Long und Bruce Nauman. Der Zeitpunkt der jetzigen Ausstellung passt gut in diese Sommerwochen, denn einige der gezeigten Künstler hatten in der Vergangenheit auch an den Skulptur Projekten Münster teilgenommen. Es folgt ab dem 14. Oktober 2017 im Münsteraner Picasso Museum die Ausstellung „Die Impressionisten in der Normandie“ (bis 21. Januar 2018).

Aktionen & Projekte

Zeichnen in Rüsselsheim

Matthias Beckmann, Polizei vor dem Rathaus bei der Eröffnung am 9.6. 2017, Foto: Courtesy M. Beckmann

Der „Hessentag“ ist das größte Landesfest im gleichnamigen Bundesland; in diesem Jahr fand er in Rüsselsheim statt. Als Chronist war der Berliner Zeichner Matthias Beckmann „täglich unterwegs an den verschiedenen Veranstaltungsorten in der Stadt, am Mainufer oder in der Music Hall K48 auf dem Firmengelände der Adam Opel AG.“ Mit klaren Bleistiftlinien hielt er die unterschiedlichen Veranstaltungen und Orte fest, auch den Polizeieinsatz vor dem Rathaus, oder Konzertbühne für Peter Maffay und die Besucher eines Biergartens. Im November 2017 hat Beckmann – auch mit diesen Zeichnungen – eine Ausstellung im Kunstverein Rüsselsheim.

Aktionen & Projekte

Millerntor Gallery: Social Art Festival

Herakut, Mural, Millerntor-Stadion Hamburg, ® Millerntor Gallery

Im Hamburger Millerntor-Stadion bestreitet der Fußballclub FC St. Pauli seine Heimspiele. Für vier Tage verwandelt sich das Stadion dann in eine Galerie mit Festival-Charakter – zum siebten Mal geht vom 20. Juni bis zum 2. Juli 2017 dort die Millerntor Gallery als Social Art Festival mit Urban Art und Musik über die Bühne – und dies im direkten Wortsinn. Das diesjährige Motto: „YOUTOPIC“. Es geht dabei inhaltlich um die Vision „Wasser für alle“. Es gilt, „sich für eine gerechte Welt einzusetzen - und beim Wasser für alle fangen wir an... Utopien dürfen auf der Millerntor Gallery Realität werden“. Der FC St. Pauli gilt als politisch engagierter Sportverein, und hatte er zusammen mit den Initiatoren der Millerntor Gallery die größte und wichtigste Wand der Ausstellung im Millerntor-Stadion öffentlich zur Gestaltung“ ausgeschrieben: Der Wettbewerbssieger hat „die Chance, das bisherige Kunstwerk des Künstlerduos Herakut abzulösen“. Außerdem präsentieren während der Festivaltage rund 100 weitere Künstler ihrer Werke.

Ausschreibungen

Kunst am Bau-Wettbewerb

Das AWO Gesundheitszentrum „Am Rennsteig“ in Steinheid (Thüringen) lobt einen Kunst am Bau-Wettbewerb aus. Wettbewerbsaufgabe:" Die Idee des künstlerischen Projektes ist seine Benutzbarkeit durch Kinder des Mutter-Kind-Kur-Gesundheitszentrums. Interaktiv erlebbares Spielen und ein Bezug des Projektes zum fachlichen Hintergrund der Einrichtung sind dabei wünschenswert." Wettbewerbsobjekt ist eine Wandfläche von 7,5 m Länge. Deadline ist der 30. Juli 2017. Kontakt des Ansprechpartners: : Bauplanung + Bauüberwachung Menge Am Alten Nordhäuser Bahnhof 6, 99085 Erfurt. Kontaktdaten des Auslobers: AWO Kreisverband Sonneberg e.V. , Otto-Engert-Straße 2, 98724 Neuhaus am Rennweg

Preise

Werkverzeichnis Erwin Heerich

Erwin Heerich (1922-2004) wurde als Bildhauer mit seinen Kartonplastiken bekannt, mit denen er auch 1968 an der Kasseler documenta teilnahm. Von 1969 bis 1988 war er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. 1980 begann er mit den Planungen für die Museumsinsel Hombroich bei Neuß. Dort wird unter Mitwirkung seines Sohnes Martin Heerich von dem Kunsthistoriker Dr. Felix Billeter seit April 2017 an einem Werkverzeichnis über die Papierarbeiten gearbeitet. Es soll 2019 in Buchform erscheinen und sämtliche Zeichnungen, Kartonschnitte und Kartonskulpturen auflisten. Daher bittet das Archiv Erwin Heerich „private und institutionelle Besitzer von Papierarbeiten und Kartonplastiken Heerichs um Unterstützung.“ Ansprechpartner ist Dr. Ricarda Dick, Stiftung Insel Hombroich, Leitung Sammlungen und Archive, Raketenstation Hombroich 4, D-41472 Neuss, Tel. (02182) 887 4015, dick@inselhombroich.de

Kulturpolitik

Italien: Streit um Berufungspolitik

Frischen Wind will der italienische Kulturminister Dario Franceschini in das oftmals recht schwerfällige Museumswesen des Landes bringen. Dabei setzt er in der Berufungspolitik verstärkt auf ausländische Kunsthistoriker als Museumsleiter: so durfte z.B. Eike Schmidt die Leitung der Uffizien in Florenz übernehmen und Cecilie Hollberg die Direktion der Gallerie dell'Accademia in Florenz. Gabriel Zuchtriegel ist Chef der Ruinenstätte in Paestum. Doch ein Gericht entschied, der österreichische Kulturmanager Peter Assmann und vier andere Museumschefs seien „nicht rechtmäßig“ auf ihre Stellen berufen worden; daraufhin wurden sie vorübergehend suspendiert. Nachdem ein Berufungsgericht dieses Urteil gekippt hatte, kehrten sie auf ihre Posten zurück. Im Oktober 2017 soll eine endgültige Entscheidung fallen.

Kulturpolitik

Hamburg: Streit um Goldwand

Dass der Künstler Boran Burchardt in Hamburg-Veddel eine Häuserfassade mit echtem Blattgold verzierte und dafür 85.000 Euro aus öffentlichen Mitteln bekam, empörte den Hamburger Bund der Steuerzahler: „Weltweit gilt Gold als das Symbol für Reichtum schlechthin“, erläuterte Steuerzahlerbund-Sprecherin Sabine Glawe. „Und in Hamburg haben wir anscheinend nichts besseres zu tun, als diesen Reichtum an eine Hauswand zu kleben. Die Goldwand auf der Veddel ist absolut unhanseatisch, denn sie steht für Dekadenz und Protz. Deshalb ist es um so bedauerlicher, dass kein Verantwortlicher die Notbremse gezogen hat.“ Andere gingen handfester gegen die vermeintliche Steuergeld-Verschwendung vor und warfen blaue Farbbeutel auf die vergoldete Fassade. Die Polizei ermittelt gegen die anonymen Sachbeschädiger wegen Eingriffs in die Kunstfreiheit.

Ausschreibungen

Vonovia Award

Am 31. Juli 2017 endet der Wettbewerb um den Vonovia Award für Fotografie. Vier Fotoarbeiten mit jeweils sechs bis zwölf Einzelmotiven zum Thema Zuhause werden prämiert, und zwar mit 15.000 Euro (1. preis), 12.000 Euro (2. Preis) und 10.000 Euro (3. Preis) sowie 5.000 Euro für die beste Nachwuchsarbeit. Die Auslobung richtet sich an Profi-Fotografen, Fotokünstler und Fotografiestudenten. Kontakt: Vonovia Award, Philippstr. 3, 44803 Bochum, award@vonovia.de

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