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Museen & Institutionen

Danny Mc Donald und Avery Singer im Kölnischen Kunstverein

Danny McDonald , Nut Rage, 2015, Plastic chain, metal cage, animatronic head, artificial resin testicles, porn, 1.88 cm from floor, Unique, Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Foto: Henry Trumbl

Vom 27. April bis zum 11. Juni 2917 stellt der Kölnische Kunstverein die beiden Künstler Danny Mc Donald und Avery Singer aus. Mc Donalds Werk ist geprägt von Erfahrungen, „die er während der 1990er Jahre sammelte, wobei sein heutiges Schaffen nicht nur eine andere Erscheinungsform aufweist, sondern ebenfalls eine neue Dimension beschreibt. McDonalds Praxis umfasst insbesondere Skulpturen und Filme, die sich gegenseitig ergänzen und befruchten und die sich im gegenwärtigen Kunstkontext durch eine große Souveränität auszeichnen. Für seine haptisch fassbaren Werke nutzt er überwiegend Spielzeugfiguren, gelegentlich allerdings auch andere Alltagsgegenstände, die er nach den Prinzipien der Assemblage-Technik derart miteinander verbindet, dass sich neue Sinnzusammenhänge und bislang nicht dagewesene Erzählungen ergeben“. Über die Bilder von Avery Singer schrieb als Kunstmagazin „Blau“, sie hätten „nun etwas von digitalen Fehlermeldungen“. www.koelnischerkunstverein.de

Aktionen & Projekte

Vandalismus in Münster

Nicole Eisenman, Sketch for a Fountain, © Skulptur Projekte 2017, Foto: Aline Krahn

Seit es moderne Kunst gibt, hat es auch immer wieder Anfeindungen gegen diese gegeben, bei Projekten mit Kunst im öffentlichen Raum muss man leider immer wieder mit Kunst-Hooligans rechnen. Mal sind es Metalldiebe, die auf den Schrottwert des Materials scharf sind, mal übermütig-aggressive Rabauken mit Lust an der Zerstörung. Auch die „Skulptur Projekte Münster“ blieben in diesem Sommer vor Vandalismus nicht verschont: bei der Brunnen-Installation von Nicole Eisenman auf der Wiese neben einer Promenade schlugen Unbekannte einer Figur den Kopf ab und nahmen ihn mit. Die Künstlerin entschloss sich in Absprache mit den Kuratoren dazu, die beschädigte Stelle zwar auszubessern, den Kopf jedoch nicht zu rekonstruieren. Bis zum Ende des Projekts am 1. Oktober 2017 verbleibt die veränderte Figur innerhalb des Ensembles. www.skulptur-projekte.de

Messen & Märkte

Art Cologne: Neuer Beirat

Die Art Cologne meldet personelle Veränderungen in ihrem Beirat, der den Zulassungsausschuss berät. Dem Beirat gehören jetzt an: Jan Kaps (Köln), Eleni Koroneou (Athen), Christian Nagel, Galerie Nagel Draxler (Berlin/Köln), Stefania Palumbo, Supportico Lopez (Berlin), Deborah Schamoni (München), Aurel Scheibler (Berlin/Köln), Benoit Shapiro, Galerie Le Minotaure (Paris), Daniela Steinfeld, Galerie VAN HORN (Düsseldorf), Rob Tufnell (London/Köln), sowie Martin van Zomeren (Amsterdam). Kaps, Palumbo, Schamoni und Tufnell unterstützen die Jury insbesondere bei der Auswahl der jüngeren Galerien für die Sektion "Neumarkt". www.artcologne.de

Biennalen

Sharjah Biennale in Ramallah

Photograph with red sheet filters corresponding to caesium 137 levels in Khirbet Al Taybeh, Hebron from Inas Halabi, Lions Remind Us of Futures Present (artist book), 2017. Courtesy of the artist.

Die Sharjah Biennale führt sogenannte Off-Site-Projekte an anderen Orten durch. Eine Vorstellung von zehn Künstlerpublikationen und ein Symposium sind vom 10. bis 14. August 2017 im Khalil Sakakini Kulturzentrum von Ramallah (Palästina) und im Khashabi Theater, Haifa (Israel) angekündigt. Der Titel „Shifting Ground“ bezieht sich auf die Schlüsselwörter "Wasser", "Getreide", "Erde" und "Kulinarisches". Die Kuratorin Christine Tohmé hat Lara Khaldi als Gesprächspartnerin für das Schlüsselwort "Erde" eingeladen. „Erde ist nicht nur Boden oder Land, sondern kann auch eine Oberfläche, Medium und Umschlag von Objekten sowie von Geheimnissen und Geschichten sein.“ Dazu werden nun neue Publikationen vorgestellt, begleitet von Aufführungen und einem Symposion. Die Künstlerpublikationen enthalten Forschungsberichte zum Thema „Erde“ und experimentieren gleichzeitig „mit dem Buch als Kunstform“. Inhaltlich reichen die Texte von Berichten über Aufstände in den 1920er Jahren und ihre literarische Übertragung in die Gegenwart bis hin zu Verweisen auf chemische Abfälle und Strahlungsvorkommen im Süden der Westbank. www.sharjahart.org 

Museen & Institutionen

Kunsthaus Bregenz: Jubiläum

Sommerfest im Kunsthaus Bregenz, Foto: Christian Hinz

Mit einem großen Sommerfest beging das Kunsthaus Bregenz (KUB) am 15. und 16. Juli 2017 sein 20jähriges Jubiläum. „Viele Ausstellungen gehören fraglos zur Kunstgeschichte der Gegenwart. Die besten waren möglicherweise jene, die wie Belastungsproben das Haus beanspruchten. Santiago Sierra ließ 300 Tonnen Betonziegel schichten, Pierre Huyghe einen schwarzen Eislaufplatz bauen, Markus Schinwald ein Fernsehstudio einrichten, Louise Bourgeois riesenhafte Bronzespinnen einziehen und Olafur Eliasson ein Nebelmeer aufsteigen. Die Ausstellung von Adrián Villar Rojas fügt sich in diese Reihe. Er selbst empfindet die Einladung des Kunsthaus Bregenz wie die zur Biennale in Venedig und zur documenta in Kassel als einen Ritterschlag....“ Seine Ausstellung „The Theater of Disappearance“ läuft im KUB noch bis zum 27. August 2017. www.kunsthaus-bregenz.at

Aktionen & Projekte

Münster: Bar talks

Peles Empire Bar talks, Foto: Henning Rogge

In Münster wird das Skulpturenprojekt von den Peles Empire Bar Talks begleitet. Dazu haben Barbara Stöver und Katharina Wolff sieben Künstler eingeladen, deren Arbeit sie in den letzten 12 Jahren in ihren Ausstellungsräumen in London, Cluj oder Berlin gezeigt haben. Auf dem Parkplatz am Ägidienplatz findet am 21. Juli 2017 um 20 Uhr in und an der Peles-Skulptur ein Bar Talk mit Alexandre Da Cunha statt und am 22. Juli 2017 mit Maria Loboda. Die Gruppe Peles Empire bezieht sich auf das Schloss Peles, das zur Zeit der rumänischen Staatsgründung erbaut wurde. www.skulptur-projekte.de

Messen & Märkte

art bodensee

art bodensee, Foto: Copyright Udo Mittelberger

Die art bodensee in Dornbirn (21.-23. Juli 2917) ist laut eigener Aussage die „einzige Sommer-Kunstmesse im deutschsprachigen Raum“. Rund 60 Galerien bieten eine „sorgsam kuratierte Auswahl moderner, neuer und neuester Kunst: Namen und Newcomer, Gemälde, Collagen, Zeichnungen, Installationen und Skulpturen“. Ein Rahmenprogramm mit einer Sonderschau, der Förderung eines Messeauftritts von einem regionalen Künstler Spezialführungen etc. ergänzt diese Veranstaltung, die sich explizit auch als „Einsteiger-Messe“ für ein jüngeres Sammlerpublikum versteht. Zu rechnen ist mit etwa 6.000 Besuchern, wobei wegen der geografisch günstigen Lage etwa die Hälfte aus dem benachbarten Ausland anreist. www.artbodensee.messedornbirn.at

Kulturpolitik

Kulturerbe in Tübingen und Wien gefährdet

Wiener Innenstadt, an der Rückseite Staatsoper, Foto: Raap

Seit fast 200 Jahren besteht an der Universität Tübingen ein Zeichensinstitut. Studenten aller Fakultäten können sich hier musisch betätigen, in 20 Kursen werden Möglichkeiten zum Zeichnen, Modellieren und Fotogtafieren angeboten. Mit der Pensionierung des jetzigen Leiter Ende September 2017 droht dem Institut die Schließung, denn ein Nachfolger ist nicht in Sicht: „Noch nicht einmal eine Ausschreibung der Stelle ist erfolgt“, beklagen sich die „Stuttgarter Nachrichten“. Am Geld kann es nicht liegen, denn das Budget beträgt lediglich 15.000 Euro. „Was als Bestandteil einer humanistischen Bildung an der Universität fest verankert wurde, hat sich bewährt. Das Institut entwickelte sich zu einem Raum des offenen Kunstschaffens, da zeichnet die Sportstudentin neben dem Professor, es darf dilettiert und experimentiert werden, es sitzen Anfänger neben Könnern“ (Stuttgarter Nachrichten). Der Deutsche Kulturrat hat das Tübinger Zeicheninstitut auf „Rote Liste der gefährdeten Kulturinstitutionen“ gesetzt. Auf seine eigene rote Liste setzte indessen das UNESCO-Welterbe-Komitee die historische Wiener Innenstadt (1. Bezirk) wegen eines geplanten Hochhausbaus. Dieses Altstadt-Areal zwischen Donaukanal und Ringstraße wurde baulich durch das Mittelalter (Stephansdom von 1365), den Barock (Teile der Hofburg) und die Gründerzeit (Wiener Staatsoper von 1865) geprägt. www.uni-tuebingen.de

Preise

Hans Ehrenberg-Preis

Wim Wenders, Foto: Heinz-Nobert Jocks

Wim Wenders darf den Hans-Ehrenberg-Preis der Evangelischen Kirche in Bochum und der Westfälischen Landeskirche entgegen nehmen. Mit dieser Auszeichnung wird der künstlerische Stil des Regisseurs gewürdigt, „der Freiraum lässt für das, was unverfügbar ist“. Der Namenspatron Hans Ehrenberg war als Theologe während der Nazi-Diktatur Vordenker und Wegbereiter des kirchlichen Widerstands gegen den totalitären Staat. www.kirchenkreis-bochum.de

Museen & Institutionen

München: Sommer 1937

Große Deutsche Kunstausstellung 1937, Stadtarchiv München, DE-1992-FS-NS-00456, Courtesy: Haus der Kunst, München

Vom 18. Juli bis zum 4. Februar 2018 zeigt die Archiv Galerie im Haus der Kunst München eine neue Präsentation „München, Sommer 1937“. Schwerpunkte sind die damalige „Große Deutsche Kunstausstellung" und der Begriff „Entartete Kunst“. Geistiger Urheber dieses Begriffs ist Kaiser Wilhelm II., der 1901 in seiner "Rinnsteinrede" gegen die moderne Kunst wetterte: „Eine Kunst, die sich über die von Mir bezeichneten Gesetze und Schranken hinwegsetzt, ist keine Kunst mehr...“ Der thüringische Innenminister Wilhelm Frick (NSDAP) ließ 1930 aus dem Weimarer Stadtschloss moderne Kunst entfernen; und er prägte im gleichen Jahr den Begriff „entartete Kunst“ in seinem berüchtigten Erlass „Wider die Negerkultur für deutsches Volkstum“. Schon 1933 belegten die Nazis die öffentlichen Museen mit einem Ankaufsverbot; nur noch „deutsche Kunst“ durfte fortan in öffentliche Sammlungen Eingang finden, und 1936 wurde dieses Verbot der Moderne noch ausgeweitet: Werke von Kubisten, Dadaisten oder Expressionisten wurden nun aus den Museen beschlagnahmt und ab 1937 in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt oder zwecks Devisenbeschaffung ins Ausland verkauft. „1937 brachten die Nationalsozialisten ihr kulturpolitisches Programm durch zwei vollkommen unterschiedliche Ausstellungen zum Ausdruck: Auf der einen Seite mit der ersten „Großen Deutschen Kunstausstellung" im Haus der Deutschen Kunst, auf der anderen Seite mit der Ausstellung 'Entartete Kunst' im Hofgarten. In Gehentfernung voneinander, am 18. bzw. 19. Juli 1937 eröffnet, war mit diesen beiden Ausstellungen die von den Nationalsozialisten gebrandmarkte Kunst der Avantgarde und als Gegenprogramm die von ihnen bevorzugte und verbreitete Kunst gleichzeitig zu sehen. Die Schau 'Entartete Kunst' wurde kurzfristig organisiert. Sie basierte auf der Konfiszierung von etwa 650 Werken der klassischen Moderne aus den Sammlungen von 32 deutschen Museen. Joseph Goebbels hatte angeordnet, diese Propagandaausstellung als gezielte Kontrastveranstaltung zur ersten 'Großen Deutschen Kunstausstellung' in München stattfinden zu lassen. Und erst knapp zwei Wochen vor der Eröffnung ermächtigte er den Maler und Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste Adolf Ziegler mit einer Kommission, die dafür nötigen Werke sicherzustellen.“ www.hausderkunst.de

Galerien & Auktionshäuser

HA Schult: neue Müll-Installation

HA Schult, „Crashman“, Foto: Sebastian Hartz

HA Schult war um 1970 einer der ersten Künstler, der sich mit Umwelt-Themen beschäftigte: auf der Documenta 1972 zeigte er in Kassel in einem Schaukasten „Biokinetische Landschaften“ mit Coladosen und Konsumabfällen. Damals skandierten aus Unbehagen an den Mechanismen der Wohlstandsgesellschaft die Protestler der 1968er-Generation: „Kampf dem Konsumterror“. Schult nahm das als Künstler wörtlich – er entwendete 1974 in München die Mülltonne von Franz Beckenbauer und stellte dessen Küchenabfälle als Kunstobjekte aus. Jeder konnte nun sehen, welche Joghurtmarke Familie Beckenbauer konsumierte. Zur documenta 1977 übertrug die „Tagesschau“ live aus New York eine Schult-Aktion, bei der er ein Flugzeug über einer Müllkippe abstürzen ließ. 1983 vermüllte der umtriebige Künstler mit seiner Aktion „Now!“ die Washington Street in New York, indem er dort 300.000 zerknüllte Exemplare der „New York Times“ auslegte. In der Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer Art stellt HA Schult jetzt seine jüngste Installation vor: „Crashman“ ist eine Figur aus Coladosen, zerknüllten Zeitungen, Schrott und Müll, in deren Brust ein Flugzeugkörper eingelassen ist - als Anspielung auf Osama bin Ladens Attentat auf die New Yorker Twin Tower 2001. Diese Arbeit korrespondiert mit Schults 20 x 5 m großen Installation „Freiheit“ vor dem früheren Gerichtsgebäude in der Düsseldorfer Mühlenstraße. Am 20. Juli 2017 findet in der Galerie um 19.30 Uhr ein Cocktailempfang mit HA Schult statt (Heinrich Heine Allee 19).

Aktionen & Projekte

Johannes Stüttgen: Kunstsprechstunde

Johannes Stüttgen

Der Düsseldorfer Künstler Johannes Stüttgen ist ehemaliger Meisterschüler und langjähriger Mitarbeiter und Intimus von Joseph Beuys. Auch nach dem Tod von Beuys 1986 sieht Stüttgen seine wesentliche Aufgabe darin, die Idee der "Sozialen Plastik" weiter zu kommunizieren und hält darüber Vorträge. Am 21. Juni 2017 ist er bei Herbert Mühlbacher in dessen "HANDarbeit WERKraum" zu Gast und hält dort in Traunstein eine "Kunstsprechstunde" ab (19 Uhrt, Hinter der Veste 11). Die Veranstaltung findet im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage des Kunstvereins Traunstein statt, dessen Jahresausstellung dort noch bis zum 30. Juli 2017 läuft. www.kunstsprechstunde-ts.de

 

Museen & Institutionen

Köln: Die 1960er Jahre

Helga und Hans-Jürgen Müller, Foto: S. Kallnbach

Während das Kölner Museum Ludwig bis zum 24. September 2017 eine Ausstellung dem Sammler Wolfgang Hahn und der Kunst der 1960er Jahre widmet, ergänzt eine weitere Ausstellung in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek dieses Thema mit Dokumenten über Kölns Entwicklung zur Kunststadt: 1967 fand als "Kölner Kunstmarkt" die weltweit erste Messe für zeitgenössische Kunst statt (heute "Art Cologne"), 1968 verlegte das Sammlerehepaar Ludwig seine Sammlung von Aachen nach Köln, und Wolf Vostell führte in der Stadt spektakuläre Happenings auf. Im Fokus der Ausstellung stehen auch Materialien zur Galeristenszene jener Jahre. Dazu gehörte das Galeristenpaar Helga und Hans-Jürgen Müller, das seinerzeit von Stuttgart nach Köln kam. Zu den Exponaten gehört ein Video über Helga Müller, die nach dem Tod ihres Mannes die Galerie in Stuttgart und das Lebenswerk "Mariposa" als Begegnungsstätte auf Teneriffa weiter führt. Das Video hat Sabine Bürger gedrehtr; es enthält mehrere Interviews mit Helga Müller über die Kölner Kunstszene in den 1980er Jahren und das Mariposa-Projekt. Am 5. Oktober 2017 ist Helga Müller auch als Zeitzeugin in Köln und nimmt an einem Künstlergespräch teil. www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/veranstaltung

Museen & Institutionen

Emden: Das Auto in der Kunst

Andy Warhol, Karl Benz mit seinem kaufmännischen Angestellten Josef Brecht auf dem Benz Patent-Motorwagen, 1886, 1986, Siebdruck, Acryl auf Leinwand © 2017 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./The Artists Rights Society, New York. Sammlung Gottfried Schultz

Vom 15. Juli bis zum 5. November 2017 ist in der Kunsthalle Emden die Ausstellung "Das Auto in der Kunst. Rasende Leidenschaft" zu sehen. Andy Warhol hat den Tüftler Carl Benz porträtiert, der um 1886 das erste Automobil konstruierte. Don Eddy, Künstler der US-Pop Art und des Hyperrealismus, zeugt einen Showroom für Luxussportwagen - da war das Auto vom benzinangetriebenen Vehikel längst zum Statussymbol der Wohlstandsgesellschaften geworden. Auch tatjana Doll beschäftigt sich mit der Superästhetik eines "Ferrari"-Autos, das zum (Trivil)mythos geworden ist. Die Ausstellung zeigt: das Automobil war und ist niemals nur ein simples Fortbewegungsmittel - der amerikanische "Straßenkreuzer" der 1950er Jahren war Sinnbild einer Epoche und Ausdruck eines Lebensstils, der "Ford T" der 1920er Jahre ein Vehikel für die Massengesellschaft wie später der VW-Käger in Deutschland. www.kunsthalle-emden.de

In eigener Sache

Ihr Handbuch und Begleiter zur documenta 14

Die documenta 14 ist eine Herausforderung in ihrem Konzept und ihrer schieren Größe. Als unverzichtbare Orientierungshilfe begleitet KUNSTFORUM die Ausstellung traditionell in einem umfassenden Sonderband. Auf 600 Seiten und mit über 1000 Abbildungen dokumentiert dieser Band die Ausstellung mit Fokus auf der Präsentation in Kassel, erforscht und hinterfragt dabei die Hintergründe und bietet so die Möglichkeit, als Begleiter vor Ort und zur Vor- Und Nachbereitung, die vielfältigen Eindrücke zu sortieren und in ihrer Gesamtheit zu reflektieren.

In exemplarischen Gegenüberstellungen der Arbeiten aus Athen zu denen in Kassel wird dabei immer wieder der Blick nach Athen gerichtet. Kommentierte Fotorundgänge durch alle Kasseler Ausstellungsorte schaffen Orientierung und Übersicht. Vertiefende Gespräche mit Künstlern (wie z.B. Olu Oguibe, Marta Minujín, Jonas Mekas und vielen mehr), Kuratoren (wie Dieter Roelstraete und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung) und anderen Beteiligten (wie der griechischen Kulturministerin, Lydía Koniórdou oder Marina Forkidis), sowie ein großes Portrait des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk geben vielseitig Einblick in die Hintergründe und Gedankengänge, die der documenta 14 zu Grunde liegen. In kritischen Essays diskutieren KUNSTFORUM Autoren kontrovers und analysieren aus unterschiedlichen Perspektiven die Ziele, Wege und Ergebnisse dieser Doppelausstellung: Wie sind die Künstler mit der Herausforderung einer Doppelausstellung umgegangen und wie hat sich das diesjährige Motto der documenta „Von Athen lernen“ schließlich ausgewirkt?

Zum Vor- und Nachbereiten des Besuchs, zur Orientierung und Information vor Ort und als umfangreiche Dokumentation, ist der KUNSTFORUM documenta Band unentbehrlich für alle Besucher, sowie für alle diejenigen, die es selber nicht zur Ausstellung schaffen: Die vollständigste Dokumentation der Weltkunstausstellung.

Museen & Institutionen

München: Generalsanierung der Archäologie-Sammlung

Wegen einer Generalsanierung ist die Archäologische Staatssammlung in München derzeit bis 2020 geschlossen. Das 1974 errichtete Haus wird „völlig entkleidet und bis auf das Grundraster zurpck gebaut“, erläuterte Direktor Rupert Gebhard. 20 Mill. Euro kosten die Baumaßnahmen, die dem Museumsbetrieb dann ein größeres Foyer bieten sowie ein Café mit Dachgarten. Die Neukonzeption der Szenografie für die Zeit nach der Wiedereröffnung übernimmt das Stuttgarter Atelier Brückner. Uwe Brückner verspricht, „kein Highttech-Spektakel“ zu entwerfen, sondern eine Präsentation, die „zu 100 Prozent analog“ umgesetzt wird. www.archaeologie-bayern.de

Museen & Institutionen

Humboldt-Forum: Kuppel-Engel und Fassaden-Hermen

Rekonstruktion Berliner Schloss/Humboldt-Forum, Ansicht der Lustgartenseite, © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

80 Mill. Euro sollen für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum als Spendengelder eingesammelt werden. Im Frühsommer 2017 war nach Angaben von Johannes Wien, Chef der Stiftung Humboldt-Forum, die Hälfte davon eingezahlt worden. Der Stiftungschef ist zuversichtlich, dass auch noch die andere Hälfte an Anteil an den Baukosten aquiriert wird. Die Kuppelgestaltung am rekonstruierten Schloss war in den Bauplänen bislang nur ausdrücklich als „Option“ aufgeführt für den Fall, dass – unabhängig von den 80 Mill. Euro - zusätzliches Geld gesponsert wird. Das ist jetzt geschehen – wohlhabende Gönner haben 22 Mill. Euro für eine Nachbildung der Kuppel nach historischem Vorbild aufgebracht. Dazu gehört die Anbringung von acht goldenen Engeln mit gespreizten Flügeln. Eingebaut werden in die rekonstruierte Fassade auf de Lustgartenseite aber auch Originale, nämlich einige der wenigen noch erhaltenen Fragmente von 300 Jahre alten Sandsteinfiguren, darunter an den Portalen Hermen als Jahreszeitenallegorien: die menschlichen Oberkörper auf Säulenschäften stellen Frühling, Sommer, Herbst und Winter dar. Im übrigen geht der Bau erfreulich flott voran – zwar hat sich die „Risikovorsorge“ von 22 Mill. schon auf 14 Mill. Euro verringert, doch größere Pannen, Skandale wegen Pfusch am Bau, Firmenpleiten, nachträgliche Sonderwünsche der Politiker etc., wie sie sonst sehr oft Begleiterscheinungen von öffentlichen Bauvorhaben sind, die zu Verteuerungen und Verzögerungen führen, sind beim Humboldt-Forum bislang ausgeblieben. So kann man beim derzeitigen Stand der Dinge damit rechnen, dass das Humboldt-Forum wie geplant 2019 feierlich eröffnet wird. Nur die Inbetriebnahme des Dachcafés verzögert sich dann, weil der Deutsche Bundestag die Gelder dafür erst nachträglich bewilligt hat. www.humboldtforum.com

Hochschulen

Präsidentenwechsel bei Archäologie-Dachverband

Alfried Wieczorek löste Hermann Parzinger als Präsident des Dachverbandes der Archäologie und der Altertumswissenschaften ab. Der Dachverband hat 16 Teilverbände mit insgesamt 50.000 Mitgliedern. Wieczorek ist seit 1999 als Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. www.dvarch.de

Hochschulen

Preis für Wiener Absolventinnen

Marlene Maier und Olena Newkryta sind die diesjährigen Absolventen der Universität für angewandte Kunst Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien, die den Preis der Kunsthalle Wien erhalten. Sie konnten sich erfolgreich gegen etwa 150 Abschlussarbeiten ihrer Mitbewerber an der durchsetzen. (je 3.000 Euro). Die Jurys an nden beiden Hochschulen hatten sie bei der Begutachtung von etwa 150 Abschlussarbeiten ausgewählt. Lucas Gehrmann wird eine Ausstellung mit Katalog für die beiden Preisträgerinnen kuratieren, die in der Kunsthalle Wien ab dem 27. November 2017 ausgerichtet wird. www.kunsthallewien.at

Preise

Mattheuer-Kunstpreis

Markus Matthias Krüger, zwei brennende Bäume, 2015, Öl und Acryl auf Leinwand

Markus Matthias Krüger ist erster Preisträger des neuen Kunstpreises der Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung. Der Preis wird für außerordentliche Positionen aktueller gegenständlicher Malerei, Grafik und Bildhauerei vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Zudem durfte Krüger zudem einen Werküberblick mit 40 Arbeiten in der Kunsthalle Rostock zeigen. www.mattheuer-stiftung.de

Hochschulen

Dresden: Diplomausstellung

Die Diplomausstellung an der HfBK Dresden läuft vom 22. Juli bis zum 3. September 2017 im Oktogon der Hochschule. Aus der Sicht der Professoren ist diese Ausstellung für die Besucher „nicht nur ein Ort der Zurschaustellung, sondern auch des Austauschs“ über das Selbstverständnis eines Kunststudiums und die damit verbundenen Bewertungskriterien. Denn gerade an Kunsthochschulen betrachtet man das „Bologna-System“ zur EU-weiten Vereinheitlichung von Studieninhalten intern immer noch mit einer gewissen Skepsis: so betont man auch in Dresden, es gäbe wohl kaum ein anderes Studium als das der Freien Kunst, bei dem „die Studierenden so explizit“ eine „Selbstständigkeit erreichen müssen“, um dann in einer Diplomausstellung „dergestalt auf den 'Prüfstand' gestellt“ zu werden, da eine solche Ausstellung ja auch die Möglichkeit böte, „manche Aspekte unserer Bewertungssysteme in Frage zu stellen“. www.hfbk-dresden.de

Hochschulen

Bremen: Meisterschülerausstellung

Zur Eröffnung der Meisterschülerausstellung an der HfK Bremen nahm Felix Dreesen den Karin Hollweg-Preis entgegen. Die Hälfte des Preisgeldes von 15.000 Euro ist für eine institutionelle Einzelausstellung des Preisträgers reserviert. Unter dem Titel „Oh Wow“ ist die Meisterschülerausstellung noch bis zum 22. Oktober 2017 im Bremer Museum Weserburg zu sehen. www.hfk-bremen.de

Hochschulen

Nürnberg: Katalog „Zugabe“

Unter dem Titel „Zugabe“ hat die Klasse Hartmann für Freie Malerei an der AdBK Nürnberg im vice versa Verlag einen Katalog herausgegeben. Der Begriff „Zugabe“ ist eigentlich aus Musikkonzerten bekannt, habe aber auch in der Malerei seine Berechtigung, so der Kunsthistoriker Lars Blunck. Denn in Abwesenheit des Originals ersetzt der Katalog die Betrachtung des Werks, diese Art Zugabe ist sozusagen ein „Bild danach“, d.h. eine Veranschaulichung des Endergebnisses eines Malprozesses. www.adbk-nuernberg.de

Hochschulen

Kassel: Erweiterungsbau

Innenansicht des Siegerentwurfs (Grafik: Innauer Matt Architekten)

Die Kunsthochschule Kassel bekommt eine Ausstellungs- und Arbeitshalle im Nordbereich ihres Areals, das ein teilautonomer Bereich der Universität Kassel ist. Das österreichische Architektur-Büro Innauer Matt Architekten ZT GmbH hatte den Wettbewerb für die Erweiterung der Kunsthochschule gewonnen. Noch in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten. Die 600 qm große Ausstellungshalle soll auch die Bearbeitung von großformatigen Kunstobjekten ermöglichen. „Der kompakte, rechteckige und eingeschossige Bau wird in einem Innenhof des denkmalgeschützten Baus von Paul Friedrich Posenenske am Rande der barocken Karlsaue errichtet. Damit greifen Universität und Kunsthochschule auf einen Standort zurück, den Posenenske selbst für eine mögliche Erweiterung vorgesehen hatte... Ende 2018 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Finanziert wird der Bau mit 3,6 Mio. Euro aus dem Hochschulpakt 2020 von Bund und Ländern.“ www.kunsthochschulekassel.de

Hochschulen

München: Akademie-Galerie

Vom 21. bis zum 30. Juli 2017 bespielt Helmut Maier die Akademie-Galerie der Kunstakademie München mit seinen Arbeiten unter dem Titel „KW 24“. Maier ist Student in der Klasse Hien. Die nächste Ausstellung dort bestreitet dann ab dem 7. September 2017 Victoria Kleinecke. Die Akademie-Galerie gilt aus Schaufenster der Hochschule nach außen und bietet den Studierenden die Möglichkeit, Projekte oder Werke zu realisieren, die speziell für diesen Raum entstehen. Dabei werden sie von wechselnden Kuratoren unterstützt. www.adbk.de

Preise

Mauricio Kagel Musikpreis

Simon Steen Andersen, Foto: Clars Svankjaer

Simon Steen Andersen, dänischer Komponist und Installationskünstler, wurde der Mauricio Kagel Musikpreis zugesprochen (50.000 Euro). Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2017 in Essen statt. Der Preis wird an interdisziplinär arbeitende Musiker verliehen. Zu Begründung der diesjährigen Vergabe heißt es, der Preisträger entwickele „als kluger Stratege und furchtloser Experimentator... stets radikal individuelle, ja eigenwillige künstlerische Positionen, die seinen Rang begründen.“ www.kunststiftungnrw.de

Aktionen & Projekte

ZKM Karlsruhe: Ausstellungstournee

Zusammen mit dem Goethe-Institut organisiert das ZKM Karlsruhe derzeit eine weltweite Tournee von drei Ausstellungsprojekten: die Projekte "AppArtAward", „Games and Politics“ und „GLOBAL CONTROL AND CENSORSHIP" reisen nach Brüssel, Nancy, London, Tallin, Budapest, Žilina, Hanoi, Mumbai, Nowosibirsk, Sao Paulo, Washington, San Francisco, Ramallah, Teheran, Lagos und Wellington.

Aktionen & Projekte

Mythos Grill

Aktion Mythos Grill, Pommesgabel-Sortieraktion im Mannheimer Antikensaal, 2017, Foto: Courtesy M. Schamp

Einen gedanklichen Bogen von der Antikenrezeption in der europäischen Geistesgeschichte zur heutigen Imbisskultur mit Gyros und Souvlaki-Spießen schlägt der Bochumer Künstler Matthias Schamp mit seinem Projekt „Mythos Grill“: warum heißen eigentlich fast alle griechischen Tavernen bei uns „Apollo Grill“ oder „Taverna Athena“, „Restaurant Dionysos“ oder „Zeus Imbiss?“ Dazu inszeniert Schamp an markanten Orten einen temporären Imbiss als „Speerspitze des Guten, Wahren und Schönen“. Der Mannheimer Antikensaal bildete im Februar 2017 die Kulisse für eine „Pommesgabel-Sortieraktion“, und jetzt war der Kolonnadenhof vor der Alten Nationalgalerie in Berlin Schauplatz für die Schampsche „Pommesbude“, die zugleich auch „alltagsarchäologische Spielstätte“ ist. In einer eigens eingerichteten „Kolonnadenbar“ hielt Matthias Schamp Lecture Performances zur „Geschichte des Unternehmens“ ab. Den Abschluss bildete eine „Übung in der speziellen Technik des Kalt- und Trockenfrittierens statt, mit der dem Publikum nachdrücklich vor Augen geführt wird, was für ein Hölleninstrument eine Fritteuse sein kann.“ www.der-schamp.de

Hochschulen

Hamburg: Absolventenausstellung zum Jubiläum

Installation von Lea Maria Burkhalter / Marlene Lockemann, Videoarbeit von Katja Lell

Im Rahmen der Festwoche zum 250. Gründungsjubiläum der HFBK Hamburg fand soeben die Absolventenausstellung statt; und dabei wurde auch der Karl H. Ditze-Preis für die beste Bachelor-Abschlussarbeit an das Duo Lea Maria Burkhalter / Marlene Lockemann (1. Preis in Höhe von 5.000 €) und an Finja Delz (2. Preis in Höhe von 2.500 €) vergeben.  Das Preisgeld betrug insgesamt 7.500 €. Das Stipendium zur Förderung des künstlerisch-wissenschaftlichen Nachwuchses ging an die Master-Absolventin Katja Lell (Stipendium in Höhe von 15.000 €). Die Absolventenausstellung war eingebettet in die Jubiläumsfestwochre der HFBK, an der auch 14 internationalen Partnerhochschulen der Art School Alliance beteiligt sind. Eine Vortragsreihe unter dem programmatischen Titel „Überlebensrate 4% – Aktuelle Frontberichte aus der Kunstakademie“ beschäftigte sich mit dem Phänomen, "dass sich die Attraktivität eines Kunststudiums mit 5.000 Studienanfängern jährlich auf hohem Niveau hält bei bekanntermaßen unsicheren Erfolgsaussichten." Referenten waren Werner Büttner, Diedrich Diederichsen, Walter Grasskamp, Annette Tietenberg, Wolfgang Ullrich und Bettina Uppenkamp. Ein Symposium „|Mit| Pflanzen kartographieren – Mapping |with| plants“ widmete sich "Fragen, die das realzeitliche Moment des Blicks auf Pflanzen mit dem auf ihre Repräsentationen verknüpfen. Es geht etwa um die Domestizierung des Wildwuchses, Denkmodelle der Brache und des notwendig Unproduktiven, um Pflanzen, Saatgut und Territorien als Machtkonstellation und um die zunehmende Verschaltung von Mensch und Maschine." Referenten waren u.a. Marie-Luise Angerer, Jimmie Durham, Petra Lange-Berndt, Sara Lindeborg, Hanne Lorecke und Pia Rønicke. www.hfbk-hamburg.de

Galerien & Auktionshäuser

Sammlung Rheingold: Teilversteigerung

Der Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach initiierte 2002 die Sammlung Rheingold mit dem Ziel, den Kunststandort Rheinland und seine Künstler zu fördern. Zu den Sammlern, die zu diesem Zwecke die 700 Werke umfassende Kollektion aufbauten, gehörten als Gründungsmitglieder die vier Viehof-Brüder aus Mönchengladbach und das Unternehmerpaar Droege aus Düsseldorf. Achenbach wurde 2015 wegen Millionenbetrugs an dem verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt und muss 19,4 Millionen Euro Schadensersatz an die Albrecht-Familie zahlen. 2015 und 2016 führte das Kölner Kunsthaus van Ham aus den Lagern Aachenbachs Zwangsversteigerungen durch, die 11,6 Mil. Euro zur Befriedigung der Gläubiger erbrachten. Im Dezember 2017 wird bei van Ham im Rahmen des Insolvenzverfahrens nun auch Achenbachs Anteil an der Sammlung Rheingold zur Versteigerung aufgerufen. Unter den Hammer kommen dann u.a. Werke von Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Daniel Richter, Candida Höfer, Wolfgang Tillmanns, Thomas Struth und Tal R. www.van-ham.com

Preise

Kalinowski-Preis

Max Leiß, Absolvent der Kunstakademie Karlsruhe, gewann den Kalinowski-Preis. Der Preisträger ist Meisterschüler von Prof. Harald Klingelhöller und arbeitet als Bildhauer mit Fundstücken von der Straße. Er lebt heute als freischaffender Künstler in Basel, Marseille und Oberammergau und ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsarchitektur der ETH Zürich. Der 2013 verstorbene Bildhauer Horst Egon Kalinowski hatte eine Nachlass-Stiftung gegründet, die Absolventen der Karlsruher Akademie fördert. www.kunstakademie-karlsruhe.de

Personalien

Neue Wissenschaftler am Wiener Belvedere

Belvedere Wien, Foto: Raap

Christian Huemer verlässt das Getty Research Institute in Los Angeles und übernimmt ab Oktober 2017 die Leitung des Research Centers der Österreichischen Galerie Belvedere Wien. Der Kunsthistoriker ist Spezialist für Provenienzrecherche und hat in Los Angeles den „Index Datenbanken“ betreut. Auch Franz Smola gehört jetzt wieder neu zum wissenschaftlichen Personal des Belvedere: dort war er schon einmal bis 2009 tätig, arbeitete dann am Wiener Leopold Museum und kehrt nun als Kurator ans Belvedere zurück. www.belvedere.at

Aktionen & Projekte

Internationale Sommerschule Bernau

Die Internationale Sommerschule Bernau wird vom 14. bis 26. August 2017 im UNESCO Weltkulturerbe ausgerichtet: das UNESCO Welterbekommitees hat soeben das Gebäude der ehemaligen Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau auf die Welterbeliste gesetzt. „In einwöchigen Kursen werden die Schnittmengen zwischen Kreativität, handwerklicher Kompetenz und künstlerischer Freiheit erforscht. Die diesjährigen Dozenten sind: die Architektin und Biologin Petra Gruber, die Architektin und Neurowissenschaftlerin Isabella Pasqualini, die Künstlerin Mona Jas, der Architekt Thibaut de Ruyter, die Künstler und Komponisten Bill Dietz, Janina Janke & Julie Rüter, Ausstellungsproduzent und Designer Malte Roloff & Santiago da Silva und die Kunstkritkerin Jennifer Allen.“ Infos und Anmeldung unter www.summerschool-bernau.de.

Aktionen & Projekte

Hrdlicka: Totentanz

Bis zum 27. August 2017zeigt das NS-Dokumentationszentrum München in einer Sonderausstellung Alfred Hrdlickas Radierzyklus „Wie ein Totentanz – Die Ereignisse des 20. Juli 1944“. Die 53-teilige Arbeit „gehört zu den eindringlichsten künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und ist nun erstmals vollständig in München zu sehen.“ 1970-1972 hatte Hrdlicka auch für die Evangelische Gedenkkirche in Plötzensee 12 große Holztafeln mit einer Übertragung der mittelalterlichen Totentanzmotiv auf die Erfahrungen der Menschen im 20. Jh. mit Gewalt und Terror geschaffen. In dem Radierzyklus, der ebenfalls aus den 1970er Jahren stammt und der jetzt in München zu sehen ist, beschäftigte sich der österreichische Künstler mit dem dreißig Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler mit Unrechtsregimen seiner Zeit wie die Militärjunta in Chile und schlug zugleich einen Bogen durch die europäische Geschichte. www.ns-dokuzentrum-muenchen.de

Ausschreibungen

Msgr. Otto Mauer-Preises 2017

Dier Verleihung des Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst (Malerei, Grafik, Skulptur, Objekte, Installationen, Neue Medien) ist mit € 11.000,- dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin/des Preisträgers im JesuitenFoyer (1010 Wien) verbunden. Bewerben können sich Österreicher oder IItaliener deutscher Sprache aus der Provinz Bozen bis zum 40. Lebensjahr. Einzureichen ist eine Dokumentation, die eine Beurteilung des bisherigen künstlerischen Schaffens ermöglicht (Kataloge, Fotos, Texte, Videos; keine Originale) sowie ein Lebenslauf mit Foto der Künstlerin/des Künstlers. Diese Unterlagen sind mit Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und der Aufschrift "Msgr. Otto Mauer-Preis 2017" zu versehen und vom 9. bis 11. Oktober 2017 in der Zeit von 10 bis 13 und 16 bis 17.30 Uhr abzugeben oder per Post einzusenden. Kontakt: Wolfgang Deutsch BA, Geschäftsführer, Otto Mauer Fonds Otto Mauer Zentrum Währinger Straße 2-4, A-1090 Wien T (+43 1) 51 552-51 03 E-Mail: E-Mail: office@otto-mauer-fonds.at, www.otto-mauer-fonds.at

Ausschreibungen

DresdenART Workshop

Am 4.8.2017 ist Bewerbungsschluss für eine Teilnahme am DresdenART Workshop für Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene. Der Workshop im Oktober 2017 statt bietet “einen Einblick in den Studienalltag, bestehend aus Theorie im Hörsaal und Praxis im Atelier”an der HfBK Dresden. Mentoren udn Dozenten sind ausgewählte Absolventen der HfBK Dresden. Aktuell Studierende begleiten die Workshop-Teilnehmer “als Guide, stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung und ermöglichen die Teilnahme an studentischen Projekten und am Alltag.” Professoren stehen für Konsultationen und Mappenberatung zur Verfügung. Zur Teilnahme an dem Workshop können sich Schüler der 10. bis 12. Klassen und junge Erwachsene mit einer künstlerischen Mappe bewerben. Darüber hinaus bietet die Hochschule für Bildende Künste Dresden im Oktober 2017 zum dritten Mal eine Veranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer an, die Interesse an den aktuellen Arbeitsprozessen und Diskussionen einer Kunsthochschule haben. Infos unter: www.hfbk-dresden.de/D-ART

Aktionen & Projekte

Sommerakademie Uckermark

Die Uckermark erstreckt sich im Nordosten Deutschlands von Brandenburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern; prominenteste Bürgerin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Wochenendhaus in Hohenwalde. Im Ort Böckenberg wandelt der Verein Libken e.V. mit Larissa Rosa Lackner und Theresa Pommerenke seit Januar 2016 einen Plattenbau aus dem Jahre 1956 sukzessive in eine Künstlerresidenz um."Derzeit sind wir leider noch nicht in der Lage selbst eine finanzielle Förderung anzubieten", notiert der Verein auf seiner Website. Immerhin schreiben die beiden Initiatorinnen in diesem Jahr ein Stipendium für Kulinarik aus: ausgebildete Köche können sich drei Monate lang ihrer Kochkunst widmen. Die Ergebnisse des "Kochlabors" werden dann im Rahmen einer öffentlichen Tafel verspeist. Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt eine Sommerakademie, bei der vom 29. Juli bis zum 6. August 2017 die Teilnehmer unter der Anleitung von sechs Dozenten aus den Bereichen Fotografie, Zeichnung und Grafik in Workshops arbeiten und anschließend zusammen ausstellen. www.libken.de

Preise

Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten

Sid Gastl nahm als Gewinner des Wettbewerbs den Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten entgegen (8.500). Denzweiten Platz belegte Ignaz Huber (5.500 Euro), Dritter wurden Jens Wohlrab und Günter Paule (3.000 Euro). Weitere Preise in Höhe von jeweils 2.000 Euro gingen an Sonja Weber, Jochen Lebert, Matthias Kluger, Susanne Jost und an Johannes Felder. Mit einem unjurierten Sonderpreis des Nürnberger Nachrichten-Verlegers Bruno Schnell wurden Simon Kellermann und Christian Rösner bedacht (8.500 Euro). Der Preis wird seit 1993 ausgelobt. www.nordbayern.de

Museen & Institutionen

Tübingen: Performance und Ringvorlesung

Shirin Neshat, Foto: Dieter Schwerdtle

Bis zum 29. Oktober 2017 zeigt Shirin Neshat in der Kunsthalle Tübingen die Ausstellung „Frauen in Gesellschaft“. Als Begleitveranstaltungen werden dazu Ringvorlesungen zum Thema „Stimmen aus der muslimischen Welt – Gender, Kunst und Aktivismus“ durchgeführt. Für den 17. Juli 2017 ist dazu eine Performance Sitaraha – The Stars von Monirah Hashemi und Leif Persson angekündigt. Beide halten einen ag später am 18. Juli 2017 eine Vorlesung über „Women: Taboos of Stage and Stories“. Die Ringvorlesungsreihe führen die Kunsthalle Tübingen und das Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung gemeinsam durch. www.kunsthalle-tuebingen.de

Aktionen & Projekte

Odyssee

Raul Walch, Semaphore, Möhnesee 2015

Der Kunstverein Arnsberg führt am Möhnesee, dem größten Talsperrensee zwischen zwischen Kassel und Münster, bis zum 30. Juli 2917 ein Projekt „Odysee“ mit Kunst im Wasser durch: die Besucher können zwischen den im See dümpelnden Werken hin und her rudern, segeln oder schwimmen. „Der Ausstellung fehlen Grundelemente wie Wände, Decke und Boden; stattdessen haben die Künstler mit Wasser, Wetter und Tieren zu tun. Sie können sich auch auf das Wasser nicht verlassen, da der Wasserspiegel je nach Regenfall und Industriebedarf variiert. Diese Unsicherheit fordert, dass die Künstler ihre Methoden und Techniken überdenken und für das Projekt ausschließlich neue Werke produzieren. Die Dynamik des Umfelds und Spontanität der Besucher öffnen die Ausstellung für weitere Entwicklungen jenseits des künstlerischen Vorhabens.“ Künstlerliste: Øystein Aasan, Aram Bartholl, Kerstin Brätsch, Julian Breuer, Marco Bruzzone, Nine Budde, Burghard, Eric Ellingsen, Andreas Greiner, Knut Henrik Henriksen, Theresa Kampmeier, Daewha Kang, Fabian Knecht, Daniel Knorr, Tanaz Modabber, Swantje La Moutte, Ulrike Mohr, Reto Pulfer, Anton Quiring, Yorgos Sapountzis, Mirjam Thomann, Alvaro Urbano, Raul Walch, Tilman Wendland, Ella Ziegler. www.odyssey.to

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