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Perspektive

Ingo Duennebier, Projekt von „Form follows Action“

Perspektive unterstützt Begegnungen und Initiativen der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Initiiert wurde es vom Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland. Das Förderprogramm richtet sich an öffentliche und private Einrichtungen, wie Museen, Kunst- und Architekturzentren, Kunstvereine, Galerien etc. In diesem Jahr werden fünf Projekte gefördert: Das experimentelle Archtitekturfestival „Form follows Action“ (Berlin/Paris), „Making Spaces“ mit Workshops und Dinner-Talks beim Berliner Projekt Space Niche, „Foreign Objects“ in der Kölner Temporary Gallery, der dortigen Akademie der Künste der Welt sowie in Paris im Bétonsalon und in der Université, das Ideen- und Forschungslabor „La Presse“ in Berlin und Paris sowie „Remembering the Future“ mit einer Gruppenausstellung, Vorträgen und einer Künstlerresidenz in Strasbourg und Dresden. www.fonds-perspektive.de/

Museen & Institutionen

Löwenpreisträgerin Carolee Schneemann: Retrospektive in Frankfurt

Carolee Schneemann: Meat Joy, 1964 Courtesy Carolee Schneemann, VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die Retrospektive von Carolee Schneemann wurde vom Museum der Moderne Salzburg in Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main organisiert. Sie ist nun vom 31. Mai bis zum 24. September 2017 im Frankfurter MMK 1 unter dem Titel Carolee Schneemann. Kinetische Malerei zu sehen. „Als Pionierin der Performance-Kunst ist Schneemann in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Das MMK präsentiert in dieser Werkschau Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances gleichzeitig mit bisher noch nie oder selten gezeigten Werken... Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Portraitmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften 'Gemälde-Konstruktionen' entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht... Sie begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen – eine kinetische Malerei zu forcieren... Zahlreiche Werke aus dieser Gruppe, in denen sie unter anderem auch Feuer als gestalterisches Material einsetzte, sind in der Ausstellung zum ersten Mal zu sehen... Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte...“

Museen & Institutionen

Haus Konstruktiv: zwei Ausstellungen und ein Denkraum

Museum Haus Konstruktiv, Foto: Peter Baracchi

Das Museum Haus Konstruktiv Zürich widmet dem argentinischen Künstler Tomás Saraceno die erste grosse Einzelausstellung in der Schweiz und würdigt das Schaffen des Schweizer Künstlers Jürg Stäuble mit einer retrospektiv angelegten Soloschau. Beide Ausstellungen beginnen am 1. Juni und laufen bis zum 3. September 2017. Auf dem Museumsvorplatz wird außerdem am 7. Juni 2017 ein «Counter Space Beton-Inkubator» eingeweiht. Das "ist ein Denkmodell, ein Test-Raum, ein begehbares Denkmal und eine materialisierte Utopie. Er entsteht aus der Frage: Was könnte ein Raum im 21. Jahrhundert sein? Was liegt zwischen den Brachen, Lücken, Leerstellen einer Stadt und einem Entwurf für die Ewigkeit? Was könnte eine ewige Zwischennutzung sein? Sieben Künstler_innen – Esther Mathis, Sebastian Utzni, Ursula Sulser, Chris Bünter, Michael Meier & Christoph Franz, Andreas Waldmeier – sind eingeladen, Teil des Entstehungsprozesses und Vorhabens zu sein. Mithilfe ihrer Beiträge soll ein fruchtbarer Dialog über weiterführende Fragen geführt werden. Vor dem Museum wird ein Modell in Echtgrösse errichtet. Die Architekten Hannes Oswald & Sebastian Stich, der Kurator Angelo Romano und Bildhauer Beat Künzler arbeiten daran, der Idee «Counter Space» (dem Anti-Raum, Nicht-Raum, Raum mit entgegengesetzter Richtung) eine reale, räumliche und zeitliche Ausdehnung zu verleihen. Der Beton-Inkubator ist ein Schritt innerhalb dieser praktischen Forschungsarbeit. Vor dem Museum Haus Konstruktiv wird ein Modell in Echtgrösse errichtet." www.hauskonstruktiv.ch

Aktionen & Projekte

Bazon Brock: Besucherschule

Bazon Brock

Legendär sind die "Besucherschulen", die Bazon Brock zwischen 1968 und 1977 in Kassel zu "documenta" durchführte, in den 1980er Jahren dann auch auf Kunstmessen. "Die Besucherschule hat - so verstehe ich meine Aufgabe - mehr zu leisten als die ortsüblichen Ausstellungsführungen, die richtigerweise nur Daten und andere Informationen über die vielfältigsten Objekte der Ausstellung geben können. Die Besucherschule hat dem Publikum einen Vorschlag zu demonstrieren, wie man denn die Vielzahl der Objekte einer Ausstellung unter einem einheitlichen Gesichtspunkt, in einem Aussagenzusammenhang sehen und aneignen kann", beschreibt Brock mit eigenen Worten sein Konzept. Jetzt richtet er anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums eine solche Besucherschule in Wittenberg ein: "Bazon Brock erklärt die Kunst im Gefängnis in Wittenberg. Pünktlich zum Kirchentag startet die Ausstellung 'Luther und die Avantgarde' ihr Rahmenprogramm". Termine: Fr 26.05. / Sa 27.05. / So 28.05. Sa 3.6. / So 4.6. / Mo 5.6. / So 11.6. / Do 15.6. / Fr 16.6. / Sa 17.6. / Mi 21.6. / Do 22.6. / Do 29.6. / Fr 30.6. Sa 1.7. / Do 6.7. / Fr 7.7. / Sa 8.7. / Do 13.7. / Fr 14.7./ Sa 15.7. / Do 20.7. / Fr 21.7. / Sa 22.7. / Do 27.7. Do 3.8. / Fr 4.8. / Do 10.8. / Fr 11.8. / Do 17.8. / Fr 18.8. / Do 24.8. / Fr 25.8. / Do 31.8. Fr 1.9. / Do 7.9. / Fr 8.9. / Fr 15.9. / Sa 16.9. Ort: Altes Gefängnis, Wittenberg, Beginn: jeweils 11:30 Uhr und 14:30 Uhr. Teilnahme: kostenfrei / max. 30 Personen. Infos: www.luther-avantgarde.de.

Aktionen & Projekte

Künstler-Statement für Edward Snowden

Achim Mohnè, „Artist Statement /  „0,000672 Megapixel – Citizen To Be Seen From Mars“, Wittenberg 2017, Foto: Achim Mohné

Als Martin Luther und die anderen Reformatoren im 16. Jh. ihre Ideen verbreiteten, ebenso die Anführer aufrührerischer Bauern und rebellierender Handwerkergesellen in den Städten, da geschah dies durch Flugschriften, die in hoher Zahl gedruckt und rasch verteilt werden konnten: Gutenbergs Buchdrucktechnik leitete nach 1450 das „alphabetische Zeitalter“ (Mc Luhan) ein und markierte damit wesentlich den Bruch zwischen Mittelalter und Neuzeit (andere Indizien für diesen Epochenwandel im 15./16. Jh. waren die Erfindung des Schwarzpulvers in Europa schon im 14. Jh., durch die sich die militärische Kriegsführung entscheidend veränderte, was auch neue Konzeptionen von Festungsarchitektur erforderte, und die Entdeckung neuer Kontinente als Beginn des Kolonialzeitalters). 500 Jahre später erleben wir einen ähnlichen Epochenwandel vom Übergang der Industriegesellschaften in postindustrielle Informationsgesellschaften- das alphabetische Zeitalter wird vom digitalen Zeitalter abgelöst. Vor diesem gedanklichen Hintergrund hat der Künstler Achim Mohne in Wittenberg dem Martin-Luther-Porträt von Lucas Cranach eine Ikone des 21. Jh. gegenüber gestellt, nämlich ein Porträt des „Whistleblowers“ Edward Snowden, der mit seinen Enthüllungen „die in seiner Gegenwart führende digitale Technologie mit ihren eigenen Waffen“ schlug: ermöglichte der „schnelle Buchdruck“ im 15./16. Jh. die Verbreitung der Bibel, so erlaubt uns das Internet heute in vergleichbarer Form innerhalb kürzester Zeit eine globale Verbreitung von Aufklärung. „Das weltweit zirkulierende Porträt Snowdens steht für den personifizierten Widerstand gegen digitale Überwachungsmethoden“, sagt Achim Mohné. Für die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ schuf er „ein großflächiges Mosaik aus 672 quadratischen Bodenplatten“. Der Betrachter, der unmitztelbar davor steht, kann nichts erkennen; nur aus großer Höhe, z.B. bei Satellitenaufnahmen, ist das Porträt als solches identifizierbar. „Die 672 „Bildpunkte“ – je 50 x 50 cm, insgesamt 12 x 14 Meter – entsprechen dabei der digitalen Kameraauflösung von nur 0,000672 Megapixeln. Die Bodenarbeit, die in keiner geometrischen Beziehung zu ihrer Umgebung zu stehen scheint, ist tatsächlich exakt nach Norden ausgerichtet, damit sie auf dem Raster virtueller Karten rechtwinklig erscheint“

Aktionen & Projekte

Deutsch-chinesischer Kulturaustausch

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Peking: Sigmar Gabriel, Walter Smerling (li.); Liu Yandong, Fan Di'an (re.). Foto: Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V., Bonn

Die deutsche Stiftung für Kunst und Kultur e.V. mit Sitz in Bonn hat „pünktlich zur Auftaktveranstaltung des deutsch-chinesischen Kulturaustauschs“ mit ihren chinesischen Partnern einen länderübergreifenden Kooperationsvertrag zur Ausstellung „Deutschland 8 - Deutsche Kunst in China“ geschlossen. Gemeinsame Veranstalter dieser Ausstellung sind die erwähnte Bonner Stiftung und die Central Academy of Fine Arts, Peking. „'Deutschland 8' versteht sich als Antwort auf 'China 8', die große Schau chinesischer Gegenwartskunst, die 2015 im Ruhrgebiet zu sehen war“. In der Gegenausstellung sind nun ab dem 17. September 2017 an acht verschiedenen Orten in Peking 350 Werke von 50 deutschen Künstlern zu sehen, darunter Georg Baselitz, K.O. Götz, Katharina Grosse, Andreas Gursky, Candida Höfer, Anselm Kiefer, Alicja Kwade, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Sigmar Polke, Neo Rauch, Gerhard Richter, Michael Sailstorfer, Emil Schumacher und Rosemarie Trockel. Ausstellungsorte sind das CAFA-Museum, das Today Art Museum, das Minsheng Museum, das ed Brick Museum und der Tai Miao Tempel in der Verbotenen Stadt. „Erstmals überhaupt wird an diesem historischen Ort westliche Gegenwartskunst gezeigt“. Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Peking: Sigmar Gabriel, Walter Smerling (li.); Liu Yandong, Fan Di'an (re.). Foto: Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V., Bonn

Preise

Prix Ars Electronica

Prix Ars Electronica, Goldene Nicas

David Oreilly erhält für seine Animation „Everything“ den Prix Ars Electronica in Form einer Goldenen Nica in der Kategorie Computer Animation. Cedrik Fermont und Dimitri della Faille dürfen sich für „Not Your World Music: Noise In South East Asia“ über eine Goldene Nica in der Kategorie „Digital Musics“ freuen. Die Goldene Nica in der Kategorie Hybrid Art geht an Maja Smrekar. Die Gewinnerin der österreichweit ausgeschriebenen Kategorie „u19 – CREATE YOUR WORLD“ heißt Lisa Buttinger. Das Ars Electronica-Festival findet vom 7. bis zum 11. September 2017 in Linz/Donau unter dem Titel "AI - Das andere Ich" statt. www.aec.at

Aktionen & Projekte

Lenin, Engels, Marx

Phil Collins mit Friedrich Engels-Skulptur, Foto: Matthias Reichelt

Auch ein Vierteljahrhundert nach der Auflösung des Sowjet-Imperiums üben Skulpturen, die einst der Verherrlichung von Wladimir Iljitsch Lenin dienten, auf manche Künstler immer noch eine Faszination aus. 2004 tourte der Künstler Rudolf Herz mit einer Lenin-Statue durch Europa und ließ an einzelnen Stationen jeweils linke Politiker und Intellektuelle Statements über das Scheitern des Sozialismus und über die Notwendigkeit einer linken Utopie abgeben. Das Projekt hieß „Lenin on Tour“ und verfolgte das erklärte Ziel, „den Menschen Lenin zu zeigen und Lenin wiederum das 21. Jahrhundert zu erklären“. Jetzt machte sich auch der britische Künstler Phil Collins auf den Weg und überführte eine Friedrich-Engels-Statue über diverse Stationen aus Georgien nach Manchester. Dort soll sie dauerhaft im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Der „Manchester-Kapitalismus“ um 1840 mit seiner Ausbeutung der Arbeiter und ihren Wohnquartieren in Elendsvierteln veranlasste Friedrich Engels 1845 zu einer Streitschrift, die noch heute als Pionierwerk der empirischen Soziologie gilt: „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“. Insofern ist die Aufstellung einer Engels-Statue in Manchester durchaus stimmig, wenn auch 13 Jahre nach der Herz-Tour mit der Lenin-Plastik künstlerisch nicht sehr originell, sondern eher epigonal. Trier hingegen bekommt als Geschenk der Volksrepublik China eine neue Karl-Marx-Statue, nämlich eine 6,30 m hohe Skulptur des Künstlers Wu Weishan. Die Bronzeskulptur wird in Marxens Geburtsstadt 2018 eingeweiht. Der Stadtrat hat das Geschenk inzwischen offiziell angenommen. Umstritten ist das Geschenk allerdings bei den Trierer Grünen: während Richard Leuckefeld der Ansicht ist, „jahrzehntelang haben es die Verantwortlichen der Stadt vermieden, Karl Marx zu würdigen“ und daher fülle das Geschenk das Vakuum auf, lehnte sein grüner Parteifreund Rainer Marz die Gabe ab: „Wer ein Geschenk annimmt, ehrt den Schenkenden. Die Kommunistische Partei Chinas ist keine Ehre wert“. Wie die Bevölkerung von Manchester auf die von Künstler Collins importierte Engels-Skulptur reagiert, bleibt abzuwarten.

Museen & Institutionen

Partizipation als künstlerisches Prinzip

Christian Falsnaes Videostill, 2014 Courtesy der Künstler und PSM, Berlin © Christian Falsnaes

Die Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip im Museum Schloss Morsbroich Leverkusen „stellt Fragen nach der Teilhabe des Publikums am kreativen Prozess sowie nach der Rolle der Institution Museum innerhalb der Stadtgesellschaft. Sie umfasst 38 internationale, künstlerische Positionen und schließt auch einen historisch-dokumentarischen Teil mit ein, in dem exemplarisch partizipative Ansätze aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt werden. In der Ausstellung werden mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Fotografie, Installation, Video und Performance differenzierte Möglichkeiten der Teilhabe des Besuchers geschaffen. Das Publikum wird hierbei zum Akteur. Indem es gedankliche Vorstellungen entwickelt, künstlerischen Anweisungen folgt oder performative Handlungen auslöst, indem es Teil des Kunstwerkes wird oder gemeinsam mit anderen Aktionen durchführt, kollaboriert, interagiert und spielt, schafft es im Museum einen sozialen und kommunikativen Raum, der über die Institution hinaus in den städtischen Raum hineinwirkt“. Künstlerliste: Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces, Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier, Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrč und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit. Laufzeit: 21. Mai bis 3. Sept. 2017. www.museum-morsbroich.de. KUNSTFORUM Band 240 widmete sich 2016 in einer umfangreichen Dokumentation komplett diesem Thema: Get involved! Partizipation als künstlerische Strategie, Herausgegeben von Max Glauner.

Museen & Institutionen

Herford: Pax Rerum Optima

Simon Wachsmuth, Werkbeispiel

Mit der Installation „Pax Rerum Optima“ präsentiert das Marta Herford vom 17. Mai bis 21. Juni 2017 eine Installation des Medien- und Konzeptkünstlers Simon Wachsmuth. Der Künstler hat das Konzept eigens für die Museumssammlung entworfen und nimmt dabei den Dreißigjährigen Krieg und den Westfälischen Frieden als Ausgangspunkt. Wachsmuth hat in der Marty-Lobby ein „imaginäres Museum“ inszeniert, "das diese Spuren der Geschichte in die Gegenwart transportiert und ästhetisch erfahrbar macht". Ein vierrädriger Wagen ist an die Figur der "Mutter Courage" und das gleichnamige Drama von Bert Brecht angelehnt. "Der Wagen ist gleichzeitig auch ein Symbol für die Mobilität von Bildern und eine Anspielung auf den Begriff des 'Bilderfahrzeugs', den der bekannte Kunsthistoriker Aby Warburg prägte. Damit beschrieb Warburg die Überführung von Geschichte in neue inhaltliche Zusammenhänge". Das Projekt entstand in Zusmamenhang mit der Verleihung des Marta-Preises der Wemhöner Stiftung an Wachsmuth. Der Preis "ist mit 25.000 Euro dotiert und sieht in zweijährigem Rythmus die Beauftragung eines hochrangigen künstlerischen Werks für die Sammlung Marta vor." www.marta-herford.de

Museen & Institutionen

Helene von Oldenburg: Janssen Revisited

Helene von Oldenburg, Foto: Franziska von den Driesch

Das Horst-Janssen-Museum Oldenburg hat die Künstlerin Helene von Oldenburg „mit der subjektiven Inszenierung einer neu erworbenen Privatsammlung  von 300 Janssen-Werken beauftragt“. Die Ausstellung „Janssen Revisited“ ist vom 13. Mai bis 24. September auf allen drei Etagen des Museums zu sehen. Helene von Oldenburg „nutzt Janssens Arbeiten als ihr Material, um etwas Neues zu schaffen. Sie stapelt, übermalt und überklebt seine Bilder und schafft neue nicht-museale Kontexte...Helene von Oldenburg hat sich Janssens Werk analytisch genähert: Sie zeigt seine Arbeiten von sehr nah, im Detail und zerlegt sie in kleinste Einheiten... Die Reduzierung von Horst Janssens Arbeiten auf kleinste Zeichen ist nur eine Möglichkeit, um den Blick in seine Bilder hinein zu lenken. Wird der Kontext eines Kunstwerkes verändert, verschiebt sich auch seine Wahrnehmung. Helene von Oldenburg erreicht dies zusätzlich durch Übermalungen auf dem Glas der gerahmten Bilder und durch besondere Hängung...“ www.horst-janssen-museum.de

Aktionen & Projekte

Marseille: Globale Verpuppung

Hermann-Josef Hack in Marseille bei der Aktion „Globale Verpuppung“, 2017, Foto: Courtesy H.-J. Hack

Im Kulturzentrum Friche la Belle de Mai von Marseille gastierte kürzlich der Siegburger Künstler Hermann-Josef Hack mit seiner Installation „Globale Verpuppung“. Die Installation war Teil einer Aktion, die der Künstler auf Einladung des örtlichen Goethe-Instituts mit Schulen und Kultureinrichtungen durchführte: die Teilnehmer wurden gebeten, „ihre Visionen und persönlichen Vorsätze zur aktiven Gestaltung des globalen Wandels darzustellen“. Aus Hacks Heimatort beteiligte sich z.B. „das Anno-Gymnasium mit zahlreichen Arbeiten. Von Marseille aus sollen die Werke zu anderen europäischen Städten weiterwandern, wo sie von anderen Menschen mit deren Ideen ergänzt werden.“ U.a. verhandelt Hack derzeit mit Veranstaltern in Athen über eine Präsentation des Projekts.

Aktionen & Projekte

München: Rischart-Projekt

Rischart-Projekt Parasympathikus, 2017, Pressefoto mit Grafik für Ankündigung, Grafik: BUEROSCHMID.com, Titelfoto: Gabriel Harding

Katharina Keller kuratiert das aktuelle Rischart-Projekt in München vom 22. Juni bis zum 17. Juli 2017. Gerhard und Magnus Müller-Rischart initiierten diese Reihe mit Interventionen, Installationen und Aktionen im öffentlichen Raum, die jetzt mit Performances und Ausstellungen im Kunstareal München (Südwiese an der Alten Pinakothek) zum 14. Mal stattfindet. Unter dem Leitmotiv „Parasympathikus“ geht es thematisch um „Ruhe und Unruhe im urbanen Raum“. „ 'Ruhe mitten in der Stadt, ist das überhaupt möglich?! Diese Fragestellung hat die Kuratorin Katharina Keller an sechs Künstlerinnen und Künstler weitergegeben. Sie alle haben zum aktuellen Ausstellungsthema PARASYMPATHIKUS sehr unterschiedliche funktionale Skulpturen entwickelt. Der Parasympathikus, der auch Herr des Schlafes' genannt wird, ist u. a. für die Erholung unserer körpereigenen Reserven mitverantwortlich. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus. Er bewirkt bei besonderer Belastung, zum Beispiel durch Stress, eine Leistungssteigerung des Organismus. Die Herausforderungen des urbanen Lebens können zu einer Übermacht des Sympathikus führen. Was also machen Ruhe und Unruhe mit uns? Sind sie nicht die Grundpole unserer Existenz?“ Künstlerliste: Wolfgang Ellenrieder, Beate Engl, Alexandra Hendrikoff, Vincent Tavenne, Ina Weber und Martin Woehrl.

In eigener Sache

Public Image - Unbedingte Aufmerksamkeit

Welche Funktionen haben Bilder in der Öffentlichkeit und wie bestimmen sie unseren Alltag? Welche Kongruenzen und Differenzen bestehen zwischen der privaten Person und dem öffentlichen Bild? Und welche Erwartungen werden in diesem Kontext heute an Künstler heran getragen?
Band 246 zeigt neue Perspektiven der Verbindung von Kunst und Leben in der heutigen mediendominierten Zeit auf und thematisiert in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten den Umgang mit Bildern in der Öffentlichkeit.
Außerdem: Auf über 70 Seiten zieht KUNSTFORUM mit einem ausführlichem Fotorundgang, begleitenden Texten, Analysen und Essays, eine erste Zwischenbilanz zur DOCUMENTA 14 in Athen.

Galerien & Auktionshäuser

Aktuelle Auktionsergebnisse

Sotheby's versteigerte ein Bild von Jean-Michel Basquiat für die Rekordsumme von 110,5 Millionen Dollar (99,2 Mio Euro). „Untitled2“ kam 1984 für 19.000 Dollar in eine Privatsammlung. Der jetzige Käufer ist ein japanischer Unternehmer als Chiaba. Ein Egon Schiele-Bild wurde hingegen vom Einlieferer vor Beginn der Auktion bei Sotheby's wieder zurück gezogen. Offenbar war das geforderte Mindestgebot von 30. Mill. Dollar (27. Mill. Euro) zu hoch. In London versteigerte Sotheby's kürzlich auch erstmals afrikanische Kunst – mit sehr guten Ergebnissen. Das Auktionshaus stuft die Gegenwartskunst aus Afrika als „Wachstumsmarkt“ ein. www.sothebys.com

Aktionen & Projekte

Miami Performance Festival

Die Regionalbibliothek von Miami Beach, der Botanische Garsten und Churchill's Pub sind Schauplätze des Miami Performance Festivals vom 22. bis zum 25. Juni 2017. Rund 37 Programmbeiträge bieten einen Überblick über aktuelle Tendenzen in der Performance Kunst und über den Einfluss der akustischen Künste auf den Aktionismus. Der Kurator Charo Oquet lädt vornehmlich Künstler aus Südflorida ein, eigens für das Festival eine neue Arbeit im Bereich Live Performance, Interaktion oder Sound Art zu konzipieren. Videos, Gesprächsrunden und Ausstellungen mit bildender Kunst ergänzen das Programm. www.miamiperformancefestival.org

Hochschulen

Mainz: Werkvortrag

Am 30. Mai 2017 hält die Berliner Künstlerin Suna Choi einen Werkvortrag in der Kunsthochschule Mainz. Suna Choi studierte an der Frankfurter Städelschule und hatte zuletzt Einzelausstellungen 2015 in der Galerie Johann Widauer (Innsbruck) und 2016 bei "Seven and half" in Seoul (Korea). Anschließend findet nach dem Vortrag die Vernissage zur Ausstellung "King Kong" mit Studenten der Klassen Langendorf (HBK Saar) und Berning (Kunsthochschule Mainz).

Hochschulen

Mainz: Mythen des Postfaktischen

Mythen des Postfaktischen, Poster

2016 wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache den Begriff „post­faktisch“ zum Wort des Jahres, das Oxford English Dictionary erklärte gleichfalls die englische Entsprechung „post-thruth“ zum „Internationalen Wort des Jahres 2016“. Die als „postfaktisch“ bezeichnete Gegenwart wird von digitalen Netzwerktechnologien geprägt, in denen die bloße Meinung oder Behauptung nicht mehr empirisch belegt wird - Politiker, die in Talkshows statistische Zahlen diskutieren, werden gar einer langweiligen "Faktenhuberei" bezichtigt. Die Anonymität mancher Internetforen begünstigt die Lust an übler Nachrede und Verleumdungen, die sonst strafrechtlich geahndet würden. Doch im Netz werden oftmals allein schon durch die bloße Behauptung angebliche Fakten "geschaffen, indem Informationen im Netz zirkulieren und akkumuliert werden. Das Abglei­chen mit der Realität gerät dabei ins Hintertreffen. Es entstehen politisch brisante Situationen, in denen 'gefühl­te' Wahrheiten offenbar relevanter werden als Realitäten. Das Konstatie­ren einer 'postfaktischen Gegenwart' setzt jedoch den Glauben an eine faktische Vergangenheit voraus. Dabei war es eine der Errungenschaften der postmodernen Philosophie, den Konstruktionscharakter von Wahrheit aufzuzeigen und das vermeintlich Faktische als diskursiv darzustellen." Ein Workshop an der Kunsthochschule Mainz diskutiert am 9. und 10. Juni 2017, "wie die heut­zutage als problematisch eingestufte 'postfaktische' (politische) Kultur in diesem Spannungsfeld theoretisch und historisch zu verorten ist und ob und wie sie die gegenwärtige Kunst und visuelle Kultur beeinflusst. Anmeldungen unter postfaktisch.mainz@gmail.com

Hochschulen

Münster: Blumenberg Lectures

Zu den „Skulptur Projekten Münster“ organisiert die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) die Reihe der „Blumenberg Lectures“. In zehn Vorträgen beleuchten unter dem Titel „Metaphern des Gemeinsinns – Contesting Common Ground“ Experten gesellschaftliche und politische Fragen der Ausstellung und diskutieren sie „aus der Perspektive ihrer Fächer“. Die Vorträge finden jeweils im Fürstenberg-Haus und im Juridicum statt. Namenspatron ist der Münsteraner Philosoph Hans Blumenberg (1920-1996). Zu den zentralen Aussagen in seiner frühen Schrift „Paradigmen“ gehört die Erkenntnis, dass bestimmte absolute Metaphern wie z.B. eine Umschreibung als „nackte Wahrheit“ als Grundbestände einer philosophischen Sprache nicht durch andere Begriffe zu ersetzen sind. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Beschäftigung mit dem Epochenwandel zwischen Mittelalter und Neuzeit, charakterisiert durch den zunehmenden Willen des Menschen nach Selbstbehauptung gegenüber einem theologischen Absolutismus. „2017 spielen soziale Praktiken in Form von Materialverwendungen, Workshops, Recherchen und Performance im Hinblick auf den öffentlichen Raum eine wichtige Rolle. Unter anderem stellen die Künstlerinnen und Künstler die Frage nach dem „Miteinander leben“, wem die Stadt gehört, und welche Formen von Gemeinschaft unsere Gesellschaft ausmachen. Mit dem Begriff „Gemeinsinn“ im Titel der diesjährigen Blumenberg Lectures klingt ein Konzept an, auf das sich die Skulptur Projekte von Anfang an beziehen. Können ästhetische Strategien dazu dienen, in den aktuellen Krisen kollektive Prozesse anzustoßen oder alternative Öffentlichkeiten zu entwickeln? Welcher Widerstandsformen bedarf es und welche sind zulässig, um Krisendiagnosen und Auflösungserscheinungen einen positiven Fluchtpunkt entgegen zu setzen? Die Blumenberg Lectures beginnen am 12. Juni 2017 mit einem Vortrag von Laura Kurgan. Anschließend referieren Thomas Keenan (19. Juni), Oliver Marchart (30. Juni) und Gesa Ziemer (10. Juli). Am 21. Juli 2017 spricht Alexander Albero über zeitgenösssiche Kunst zwischen Regionalität und Globalität. Es folgen Vorträge von Philipp Oswalt (26. Juli), Juliane Rebentisch (31. August), Erhard Schüttpelz (19. September), Claus Leggewie (21. September) und Chantal Moffe (29. September 2017).

Kulturpolitik

Kulturpolitischer Bundeskongress

Der nächste Kulturpolitische Bundeskongress der KuPoGe-Kulturpolitischen Gesellschaft wird vom 15. bis 16. Juni 2017 in Berlin ausgerichtet. Erstmals wird der Kongress gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), dem Goethe-Institut, dem Deutschen Städtetag sowie dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) gestaltet. Die Teilnehmer diskutieren „kulturpolitische Grundfragen“, die „in Zeiten verschwimmender Grenzen zwischen Innen und Außen für die gesamte Kulturpolitik von Bedeutung sind....“ www.kupoge.de

Kulturpolitik

Kultursymposium Weimar

Vom 1. bis 3. Juni 2017 lädt das Goethe-Institut mit der neuen Veranstaltungsreihe Kultursymposium Weimar Experten aus Wirtschaft, Kultur und Politik nach Deutschland ein, „die sich mit dem Thema'Teilen und Tauschen' als zeitlos-universelle Grundlagen menschlicher Kulturpraxis auseinandersetzen“. Dabei geht es z.B. um die Fragen: „Welche gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen ergeben sich aus den verschiedenen Erscheinungsformen des Teilens und Tauschens? Was bedeutet Vertrauen in Zeiten von Couchsurfing oder Carsharing?“ Referenten sind u.. Jeremy Rifkin, Tomáš Sedlácek und Eva Illouz. Infos unter www.goethe.de/kultursymposium

Preise

Edith Ruß-Haus: drei Arbeitsstipendien

Mirza und Butler, Foto: Chester Dennington

Das Oldenburger Edith-Russ-Haus für Medienkunst vergibt auch in diesem Jahr drei sechsmonatige Arbeitsstipendien (je 10.000 Euro). Die Stipendien gehen an Noor Afshan Mirza und Brad Butler für die Realisierung von „The Scar“, Stefan Panhans für „Because I Said So – That’s Why!” und Shirin Sabahi für „Memory Pool“. Die Drei-Kanal-Videoinstallation „The Scar“ von Noor Afshan Mirza und Brad Butler untersucht einen Autounfall nahe der Stadt Susurluk 1996. Dabei kamen Insassen des Wagens ums Leben, nämlich der damalige stellvertretende Polizeichef von Istanbul, eine führende Figur der terroristischen Organisation Graue Wölfe und eine ehemalige Schönheitskönigin. Einziger Überlebender war ein hochrangiges Parlamentsmitglied. In dem Autowrack fand die Polizei Waffen, vom Innenminister unterzeichnete gefälschte Pässe sowie Geld und Drogen. Stefan Panhans untersucht die strukturellen Widersprüche der Gesellschaft, die unter anderem in Formen von Rassismus, Exklusion, Celebrity-Kult und VIP-orientierter Kultur sichtbar werden. Panhans entwirft dazu ein Szenario in einem überfüllten Hostel-Mehrbettzimmer und lässt dort klischeehafte Figuren auftreten. Shirin Sabahi beschäftigt sich mit einem historischen Kunstwerk aus dem Jahr 1977, einem mit Öl gefülltes Becken von Noriyuki Haraguchi, das im Teheraner Museum für zeitgenössische Kunst permanent installiert ist und erstmals auf der documenta 6 ausgestellt wurde.

Ausschreibungen

Stipendienprogramm Künstlerhaus Lukas

Das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop ermöglicht alle zwei Jahre bis zu 90 Stipendien für Arbeitsaufenthalte dort und an den Orten seiner Austauschpartner in den Ostseeanrainerstaaten und ausgewählten Ländern Nordeuropas. Bewerbungen für ein Stipendium in den Jahren 2018 und 2019 sind im Zeitraum 1. Juni bis 30. Juli 2017 möglich. Infos und Bewerbungsformular unter www.kuenstlerhaus-lukas.de

Ausschreibungen

Stiftung Kunstfonds

Für Bewerbungen in Sachen Ausstellungs- und Buchförderung für Künstlergruppen, Kunstvermittler und Verlage der Stiftung Kunstfonds liegt der Bewerbungsschluss am 30. Juni 2017. Anträge sind ab April 2017 zum Download verfügbar. Bei der Förderung von Ausstellungen von Künstlergruppen (auch projektbezogenen freie Gruppen) in Kunstvereinen, Artotheken, Galerien, Museen können bis zu 75 Prozent der Kosten bezuschusst werden, max. 35.000 Euro. Publikationen werden mit max. 35.000 Euro und Kataloge mit max. 6.000 gefördert. Infos und Antragsformulare unter www.kunstfonds.de

Ausschreibungen

Fotowettbewerb „gute aussichten“

Bis zum 31. Juli 2017 läuft der Wettbewerb „gute aussichten“. Einzureichen sind qualifizierte Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Fotografie deutscher Hochschulen, Akademien und Fachhochschulen des Sommersemesters 2017 und des Wintersemesters 2016/2017. Angenommen werden max. fünf Arbeiten pro Institution. Komplette Unterlagen unter www.guteaussichten.org/index.php?id=583

Aktionen & Projekte

Künstlergespräch

Pressefoto zur Illustration der Ankündigung, Foto: Copyright Florian Neufeldt

Anlässlich der Ausstellung: "Das Maß der Dinge – Ingo Gerken und Florian Neufeldt" moderiert Gerrit Gohlke vom Brandenburtgischen Kunstverein Potsdam ein Künstlerspräch mit Gerken und Neufeld. Die Veranstaltung findet am 31. Mai 2017 um 19 Uhr in der Galerie im Saalbau in Berlin-Neukölln statt (Karl-Marx-Str. 141). Die Ausstellung selbst läuft noch bis zum 4. Juni 2017. "Ingo Gerken und Florian Neufeldt greifen in die Substanz von Räumen ein und eröffnen so vor Ort neue künstlerische Handlungsspielräume. Gerken verschiebt räumliche Situationen, Begrifflichkeiten und Zusammenhänge mit minimalen Mitteln. Er formt alltägliche Gebrauchsgegenstände um und weist ihnen neue Funktionen zu. Es entstehen skulpturale Momente, die das eher Unscheinbare feiern und das Offensichtliche in eine andere Richtung lenken. Neufeldt befragt mit seinen Eingriffen die Materialität des Raumes. Wände, Böden, Tische und Decken sind keine unverrückbaren Instanzen. Mit chirurgischen Schnitten, architektonischen Faltungen und fragmentarischen Rotationen verschiebt er die Koordinaten räumlicher Wahrnehmung. In der Galerie im Saalbau experimentieren die beiden Künstler mit räumlichen Formen des Dialogs zwischen ihren Arbeiten."

In eigener Sache

Ab sofort vorzubestellen: Die Sonderausgaben zur Venedig Biennale und documenta 14

Wie zuvor begleitet KUNSTFORUM die Grossausstellungen mit 400 bis 600 Seiten umfassenden Sonderbänden, die komplett dokumentieren und kontrovers diskutieren. 

- Die großen kommentierten Fotorundgänge, 
- begleitende Texte: Essays, Analysen... 
- Interviews mit Künstlern, Kuratoren... 
- und vieles mehr...

...bieten allen, die die Ausstellungen besuchen als Handbuch und hilfreiche Begleiter, die Möglichkeit den Besuch vor- und nachzubereiten und damit das Chaos der Eindrücke zu sortieren. Und auch diejenigen, die es nicht zu den Ausstellungen schaffen, erhalten mit diesen Sonderausgaben 
die vollständigste Dokumentation der internationalen Großausstellungen! 

In eigener Sache

Berichtigung

Zum Artikel in Band 246 „Unerschlossenes, politisches Potential“ von Dr. Sabine B. Vogel bat die Geschäftsleitung der documenta um folgende Berichtigungen: Es werden nicht fast 40 Mio. € sondern 37 Mio. € für 5 Jahre veranschlagt (34 Mio. € d14 plus 3 Mio. € aus dem Überschuss der d13). Nicht „gut“ sondern knapp die Hälfte der 34 Mio. € des Finanzbedarfs erhält die documenta von den Gesellschaftern und der Kulturstiftung des Bundes. Den Restbedarf erwirtschaftet die documenta selbst. Die documenta 13 hatte nicht 830.000 sondern 905.000 Gäste. Frau Kulenkampff hat die Finanzen nicht dem Mannheimer Morgen sondern der dpa erläutert. Aus dem Interview ist zu entnehmen, dass Frau Kulenkampff nicht „im Vorfeld betont habe, das Budget reiche diesmal nicht aus“ sondern dass es zukünftig nicht tragfähig ist, wenn die Finanzierung der documenta zur Hälfte selbst erwirtschaftet werden muss. Der Finanzrahmen der documenta 14 reicht aus, wenn so viele Besucher kommen wie im Wirtschaftsplan vorgesehen ist. Die Museen und Organisationen in Athen dürfen die Gelder nicht „in voller Höhe behalten“, sondern die Einnahmen, die für den Besuch eines documenta Standortes in Athen erhoben werden, werden in voller Höhe zur Refinanzierung der Aufwendungen des Standortes für die documenta 14 verwendet.

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