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Museen & Institutionen

Kunsthaus Graz: Taumeln

v.l.n.r.: Kuratorinnen Katrin Bucher Trantow und Ruth Anderwald, Kurator Leonhard Grond, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Das Wort „Taumel“ steht für vieles: es beschreibt "ein Gefühl globaler Krisen, für Unsicherheit, Verlust der Balance" und steht auch" für das Stolpern sowie das Fallen. Nicht zuletzt aber auch für das reaktive Umgehen von Hindernissen und das konkrete Weitergehen". Die Ausstellung "Taumel. Navigieren im Unbekannten" läuft bis zum 21. Mai 2017 im Kunsthaus Graz. Sie basiert auf dem Forschungsprojekt „Dizziness – A Resource“, "das von Anderwald Grond initiiert wurde. Die Ausstellung, in der man auch selbst ins Taumeln geraten kann, geht der Frage nach, was nach Verunsicherung, Desorientierung, Rausch und Ekstase übrig bleibt? Im Fokus stehen Arbeiten aus den Bereichen Videokunst, Malerei und Plastik, die sich mit dem Moment des Verlustes von Stabilität und Kontrolle beschäftigen – auf psychischer sowie physischer, auf persönlicher oder gesellschaftlicher, aber auch auf politischer und kultureller Ebene." Neben Grond gehören auch Katrin Bucher Trantow und Ruth Anderwald zum Kuratorenteam. 24 exponate sind ausgestellt, u.a. von den Künstlern Ólafur Elíasson, Oliver Hangl, Cameron Jamie, Ann Veronica Janssens, Anna Jermolaewa, Joachim Koester, Bruce Nauman, Laurel Nakadate, Esther Stocker und Superflex. www.museum-joanneum.at

Aktionen & Projekte

Skulptur Projekte Münster: Künstlerliste veröffentlicht

Logo Skulptur Projekte Münster 2017

Vom 10. Juni bis 1. Oktober 2017 findet die fünfte Ausgabe der Skulptur Projekte in Münster statt. Nachdem die Initiatoren Klaus Bußmann und Kasper König „die Münsteraner 1977 zum ersten Mal mit damals provokanten Skulpturen im Stadtraum schockierten“, findet das Projekt alle zehn Jahre erneut statt und lockt jedesmal,“mehrere Hunderttausende Kunstbe geisterte aus aller Welt nach Westfalen, um die Ausstellung zu erleben.“ Auch in diesem Jahr sind rund 30 Künstler eingeladen, „nach Besuchen vor Ort und in engem Austausch mit dem künstlerischen Leiter Kasper König und den beiden Kuratorinnen Britta Peters und Marianne Wagner jeweils neue Projekte für Münster...“ zu entwickeln. „Neben Installation wie Justin Matherlys monumentaler Skulptur zum so genannten Nietzsche Felsen werden für 2017 auch Arbeiten realisiert, die eher aus dem Bereich der ephemeren und lebendigen Künste kommen: Alexandra Pirici erarbeitet eine Performance zum Thema „Nationales Gedächtnis“ für den Friedenssaal im historischen Rathaus, Michael Smith bietet einen Tattooservice für Menschen ab 65 an und Emeka Ogboh komponiert, mit Bezugnahme auf den in Münster beerdigten Musiker Moondog, eine ortsbezogene Soundarbeit“. Künstlerliste: Ei Arakawa, Aram Bartholl, Nairy Baghramian, Cosima von Bonin, Andreas Bunte, Gerard Byrne, CAMP, Michael Dean, Jeremy Deller, Nicole Eisenman, Ayşe Erkmen, Lara Favaretto, Hreinn Friðfinnsson, Gintersdorfer / Klaßen, Pierre Huyghe, John Knight, Xavier Le Roy mit Scarlet Yu, Justin Matherly, Sany, Christian Odzuck, Emeka Ogboh, Peles Empire, Alexandra Pirici, Mika Rottenberg, Gregor Schneider, Thomas Schütte, Nora Schultz, Michael Smith, Hito Steyerl, Koki Tanaka, Oscar Tuazon, Joëlle Tuerlinckx, Cerith Wyn Evans, Hervé Youmbi, Bárbara Wagner / Benjamin de Búrca.

Personalien

Jannis Kounellis gestorben

Jannis Kounellis, September 2011. Foto: Museum Kurhaus Kleve, Annegret Gossens

Jannis Kounellis verstarb im Alter von 80 Jahren. Der Mitbegründer der „Arte povera“ debütierte im Kunstbetrieb 1960 in einer Galerie in Rom, wo er Leinwände in Schwarz-Weiß mit Buchstaben und zahlen ausstellte. Für Aufsehen sorgten Ende der 1960er Jahre eine Aktion mit zwölf lebenden Pferden und seine Schlachthof-Installationen mit blutigen Rinderstücken: neben den Happening- und Fluxus-Künstlern und den „Nouveau Réalistes“ repräsentierten in jenen Jahren gerade die Arte povera-Künstler durch ihren Umgang mit „armen“, völlig banalen Materialien aus dem Alltag die Aufbruchstimmung, die für den Kunstbetrieb jener Ära kennzeichnend ist. 1962 wurde Jannis Kounellis erstmals zur Biennale von Venedig eingeladen. 

Preise

Hans Platschek-Preis für Jonathan Meese

Florian Illies und Jonathan Meese, Foto: Courtesy Messe Karlsruhe

Jonathan Meese nahm auf der Art Karlsruhe den Hans Platschek-Preis entgegen. Ausgewählt wurde er von Florian Illies, Autor und Geschäftsführer der Villa Grisebach. Er begründete seine Entscheidung für Meese mit den Worten: „Präzision, Verschlossenheit und Witz verbindet Meese mit Platschek.“ Im Anschluss an die Preisverleihung beschrieb Meese seine Kunst- und Weltsicht in einer 90minütigen Performance. Gewinner des art KARLSRUHE-Preises des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe ist die Galerie SMUDAJESCHECK aus München mit der Künstlerin Neringa Vasiliauskaite. Die Fachjury wählte aus den 193 One-Artist-Shows ihre Präsentation als die „überzeugendste Einzelpräsentation“ aus.

Messen & Märkte

Art Karlsruhe: "Entspannte Atmosphäre"

Messechefin Britta Wirtz und Thomas Strobl, stellv. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg auf der Vernissage der art KARLSRUHE. Foto: KMK / Jürgen Rösner

„Die Atmosphäre ist entspannt und gelassen. Wir finden hier eine Klientel, zu deren Lebensinhalt es gehört zu sammeln“, so der Eindruck des Berliner Galeristen Ulrich Gebauer von der diesjährigen Art Karlsruhe. Im internationalen Messekalnder behauptet sich die Veranstaltung in der badischen Metropole mit einem Programmprofil, bei dem es "nicht um Kunst als Investitionsgut“ ginge, sagt Messechefin Britta Wirtz. Einige der 211 Aussteller konnten schon am Vernissagenabend mit den ersten Umsätzen zufrieden sein: "Noch vor Öffnung der Messe konnte die Galerie Michael Schultz (Berlin, Seoul, Peking, Halle 2, Stand C5) die Arbeit zum Preis von 70 000 Euro an den Sammler Joachim Legner aus Weilburg an der Lahn abgeben. Dabei sollte es nicht bleiben: Über den Tag wechselten noch „Der singende Raum“ (2017) von SEO für 52 000 Euro, „Die Herrin II“ (2009) von Cornelia Schleime für 41 000 Euro und vier kleinere Bronzen von Jean Y. Klein für 40 000 Euro den Besitzer." Mit 50.000 Besuchern waren Veranstalter und Aussteller zufrieden. Zu den Highlights waren auch die beiden Sonderschauen "30 Jahre Retour de Paris" und aus der Sammlung Würth die Exponate desa Illustratoren und Karikaturisten Tomi Ungerer zu rechnen.

Personalien

K.O. Götz 103 Jahre

Karl-Otto Götz, Foto: S. Kallnbach

Karl-Otto Götz wurde am 22. Februar 1914 in Aachen geboren - jetzt feierte der Maler seinen 103. Geburtstag. Er ist damit der älteste lebende deutsche Künstler. Aus seiner Künstlergeneration lebt in Europa sonst nur noch der der 97jährige Pierre Soulages. Götz war lange Jahre Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie; zu seinen Schülern zählen Gotthard Graubner, Gerhard Richter und Sigmar Polke. Mit seiner Frau Rissa lebt Karl-Otto Götz heute in einem kleinen Ort im Westerwald, wo er in seinem Atelier gelegentlich immer noch an Gouachen arbeitet - sein Gesundheitszustand sei "unverändert stabil", erklärt Joachim Lissmann, Vorstand der K.O. Götz und Rissa-Stiftung.

Preview

Harun Farocki: Counter Music im Haus der Kunst

Harun Farocki, Foto: Arbeiter verlassen die Fabrik in elf Jahrzehnten © Harun Farocki, 2006

"Harun Farocki (1944-2014) war Leitfigur in einer Szene von Filmemachern und Intellektuellen, die sich in Europa Ende der 1960er-Jahre im Zuge brisanter politischer Debatten entwickelt hatte. In dieser Zeit kamen auch die Fragen nach den Produktionsbedingungen des Filmemachers und Autorenfilmers, sowie nach der analytischen Rolle des Kinos mit Blick auf gesellschaftspolitische Ereignisse auf. In seiner langen, einflussreichen Karriere schuf Farocki über 90 Filme, darunter Spielfilme und Filmessays, Fernseh- und Dokumentarfilme; weiterhin Installationen, Texte, Ausstellungen und Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern..." Die Ausstellung "Counter Music"(10. März bis 28. Mai 2017) "greift auf dieses umfangreiche Gesamtwerk zurück. Die aktuelle Unzufriedenheit mit Praktiken der Arbeitswelt, und auch die massenhafte Vertreibung von Arbeitskräften unter dem Deckmantel der Globalisierung geben Farockis Nachforschungen und seinem facettenreichen Werk neue Dringlichkeit und Nachdruck..." In "Kunstforum" Bd. 245 erscheint eine Rezension von Farockis Berliner Ausstellung; zudem ist für Ende 2017 eine große Retrospektive in Berlin geplant.

Aktionen & Projekte

Düsseldorf: KIT – Kunst im Tunnel

Malte Bruns, Pressefoto zur Ausstellungsankündigung, Foto: Courtesy Kunsthalle Düsseldorf

Im Hohlraum zwischen den Röhren des Düsseldorfer Rheinufertunnels finden seit Jahren unter dem Label „KIT-Kunst im Tunnel“ Aktionen, Installationen und Interventionen statt. Aktuell bespielt Malte Bruns vom 11. März bis zum 11. Juni 2017 den Tunnelraum mit seiner Einzelausstellung „Tremors“. Bruns, dessen Arbeiten filmische Elemente, Fotografie, Skulptur und Architektur zu einem installativen Environment verbinden, siedelt sein Werk an im Bereich der sogenannten Neuen Medien. Es ist jedoch nicht die trashige, ultraviolett gefärbte Digitalästhetik, die sich im Netz als eine permanente Bilderuption in Echtzeit generiert, sondern eine stille, dunkle Atmosphäre der Entschleunigung, in der sich die Bildwelten von Malte Bruns verorten lassen. War im 19. Jahrhundert das Paradigma der Arbeit noch der technische Apparat, die materielle, maschinelle Konstruktion, erdacht von Erfindern und Ingenieuren und betrieben von Arbeitern, so veränderten sich im Zeitalter der Digitalität die Vorzeichen zugunsten der immateriellen Arbeit. Bewusstsein und Intelligenz des Menschen sind für das Funktionieren dieses technischen Apparats bis heute unabdingbar. Der Transhumanismus bereitet nun die nächste Evolutionsstufe der Menschheit vor: die Verschmelzung des Menschen mit Technologie. Es ist dieser Wechsel der Paradigmen, den Malte Bruns in „Tremors“  heraufbeschwört: Er treibt sein Spiel mit den Untiefen medialer und technischer Erneuerung.“ www.kunst-im-tunnel.de

Aktionen & Projekte

Brexit-Migranten

Elmgreen & Dragset

Wie sich Realität und Fiktion gründlich miteinander vermischen lassen, hat das Künstler-Duo Elmgreen & Dragset in Krefeld vorexerziert: dort pries das Schild eines Immobilienmaklers die Bauhaus-Villa Haus Lange zum Verkauf an, und kurze Zeit später war der Text mit dem Hinweis „Verkauft“ überklebt. Passanten seien „irritiert“ gewesen, berichtete die „Rheinische Post“. Wollte die Stadt Krefeld etwa den als Museum genutzten Mies van der Rohe-Bau loswerden? „Es ist toll, dass so eine Aktion in Krefeld machbar ist und es zeigt, dass die Krefelder an der Nutzung des Hauses für die Kunst hängen“, erklärte Museumsleiterin Katia Baudin. Bis zum 27. August 2017 läuft noch das Projekt „Die Zugezogenen“ im Museum Haus Lange - eine komplexe aktionistische Installation der in Berlin lebenden Künstler samt Bildungsbürger-Brockhaus-Lexikon im Bücherregal und einer Puppe, die als Selbstmörder-Leiche im Swimmungpool dümpelt. „Die Zugezogenen“ erzählt die fiktive Geschichte einer Familie, die vor dem Brexit aus England geflohen ist und ein neues Zuhause in Krefeld gefunden hat. Es ist eine Geschichte über das Auseinanderbrechen des alten Europa und seiner Werte: im Kinderzimmer lauern Geier auf dem Geländer des Babybetts, um sich über das Aas her zu machen, das die Identitätskrise durch Entsolidarisierung und Nationalismus hinterlassen hat. www.kunstmuseenkrefeld.de

Museen & Institutionen

Allan Sekula: Okeanos

Copyright: © Allan Sekula, Message in a Bottle, chapter 5, Fish Story, 1992-1994, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Collection, Photo: The Estate of Allan Sekula

Bei Thyssen-Bornemisza Art Contemporary–Augarten Wien läuft bis zjm 14. Mai 2017 die monografische Ausstellung "Okeanos" mit Werken des Künstlers Allan Sekula (1951-2013). Ausgehend von umfassenden Werkgruppen aus der TBA21 Sammlung präsentiert und kontextualisiert diese Schau die umfangreichen Recherchen und künstlerischen Arbeiten Sekulas zum Thema der Weltmeere, die den flächenmäßig größten Anteil an der fragilen und zunehmend gefährdeten Hydrosphäre darstellen. Der Titel der Ausstellung referenziert aktuelle kritische, ökologische Denkmodelle, die der Erdgöttin Gaia eine zentrale Stellung einräumen. Ihr Sohn Okeanos herrschte der Sage nach über die Ozeane und Gewässer und repräsentiert als solcher das symbolische Gegenbild der land- und erdbezogenen wissenschaftlichen Diskurse über die Umwelt." www.tba21.org

Museen & Institutionen

Basel: Strandgut und Blumen

„Myousic“ von Dimitri de Perrot © Foto: Tillessen

"Strandgut und Blumen" nennt Dimitri de Perrot seine interaktive Klanginstallation im Museum Tinguely Basel (26. Feb. bis 19. März 2017). "Inmitten der laufenden Ausstellung formt der Schweizer Künstler und Regisseur eine Installation, die mit ihrer Umgebung musikalisch in Beziehung tritt. Aus Geräuschen, Nachhall und Zwischentönen lässt er Klangbilder heranwachsen, die den Raum mit neuen Protagonisten bevölkern und zu einer Gesamtkomposition zusammenführen, an der auch Tinguelys Méta-Harmonien partizipieren. Die vom Publikum begehbare Bühnenarchitektur der Installation Strandgut und Blumen besteht aus rezyklierten Elementen vergangener Ausstellungsprojekte des Museums. Daraus wachsen wie Blumen kugelförmige Lautsprecher, die diese Insellandschaft immer wieder mit Geräusch- und Klangteppichen überziehen." www.tinguely.ch

Biennalen

Biennale Venedig: Albanischer Pavillon

Vanessa Joan Müller, Foto: Natalie Czech

Vanessa Joan Müller, Dramaturgin der Kunsthalle Wien, ist Kuratorin des Albanischen Pavillons auf der Biennale von Venedig 2017. Das Albanische Kulturministerium hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem der Künstler Leonard Qylafi als Sieger hervorging. Sein Beitrag „Occurrence in Present Tense“ beschäftigt sich mit Erinnerungskultur „und mit der Allgegenwärtigkeit von Vergangenheit, die unser heutiges Verständnis von Geschichte prägt. Im Laufe der Zeit verändert sich dieses Verständnis indem die Distanz zum Geschehenen wächst: aus Erfahrungen werden Tatsachen, aus Zeugenberichten von Ereignissen werden objektive Berichte. Erinnerungen von Lebenden werden durch kollektives Gedächtnis ersetzt, dessen materielle Überreste dann in Büchern, Zeitschriften, Filmen und Fotografien festgehalten werden. Leonard Qylafi nimmt diese materiellen Aufzeichnungen als Ausgangspunkt und untersucht die Prozesse der Mutation von Wahrnehmung, die unser Verständnis der Vergangenheit prägen. Seine Gemälde und Videos untersuchen nicht nur die Modellierung von Narrativen bedeutender Ereignisse in seinem Heimatland, sondern reflektieren auch die Natur des Bildes an sich.“

Biennalen

Georgischer Pavillon

Vajko Chachkhiani, Georgische Hütte als Pavillon für die Biennale von Venedig, Screen Shot/Pressefoto, Courtesy David Ulrichs PR

Julian Heynen kuratiert den Georgischen Pavillon auf der diesjährigen Biennale von Venedig. Er lud den Künstler Vajiko Chachkhiani ein, dort sein Land zu repräsentieren. Im Arsenale-Bereich wird der Künstler als Pavillon eine Holzhütte nutzen, wie sie typisch für die georgische Landschaft ist. Im Innere bestückt Chachkhiani diese Hütte mit typischem Mobiliar, Bildern und anderen Alltagsobjekten. Zugleich installiert der Künstler dort im Inneren ein Bewässerungssystem, das Dauerregen simuliert und solchermaßen die Innen-Außen-Beziehung umkehrt. Während der sechsmonatigen Ausstellungsdauer bildet sich Moos, das die Installation sukzessive zerstört.

Ausschreibungen

Plüschow-Stipendium

Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow, Foto: Courtesy Künstlerhaus Schloss Plüschow

Das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow vergibt im Bereich bildende Kunst dreimonatige Arbeitsstipendien für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2017. Das Stipendium ist an einen Arbeitsaufenthalt während im Schloss Plüschow gebunden und. Im Schloss befinden sich fünf Gastateliers in der Größe von ca. 80 –100 qm, die jeweils aus einem Arbeits- und einem Wohnraum bestehen; außerdem steht eine Radierwerkstatt zur Verfügung. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.000,- Euro, abzüglich der Energie- und Telefonkosten. Bewerbungen per Post sind bis zum 2. Mai 2017 möglich. Download Unterlagen unter www.plueschow.de

Hochschulen

Susanne Kühn im Freiburger Museum

Prof. Susanne Kühn lehrt seit dem Sommersemester 2015 freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Derzeit stellt sie bis zum 5. Juni 2017 ihre Arbeiten unter dem Titel „Spaziergänge und andere Storys“ in Museum für Neue Kunst der Städtischen Museen in Freiburg (Breisgau). Die Exponate bestehen aus großformatigen Tuschezeichnungen: sie macht das Genre der Grafik „zum Thema und transferiert ihre Bildsprache in gezeichnete Bildkompositionen, wodurch die traditionsreiche Kunstgattung durch die zeitgenössische Sichtweise der Malerin gefiltert wird. Bedingt durch die Wahl des Mediums reduziert Susanne Kühn die Farbpalette auf Schwarz und Weiß. Dabei entdeckt sie neue Bildthemen, die um Fragen der Identität und des künstlerischen Selbstverständnisses kreisen.“ www.adbk-nuernberg.de

Messen & Märkte

Art und Antik Messe Münster

Die Art und Antik Messe Münster (1.-5.3. 2017) wird seit 196 mit Kunst, Design und Antiquitäten ausgerichtet, bewährt sich damit seit nunmehr 41 Jahren. Inzwischen wurde das Programm auch um das Spektrum der aktuellen Kunst des 21. Jh. erweitert, Fotografie ist ebenfalls vertreten. Auf 6.000 qm Hallenfläche findet man somit Gemälde, Bücher, Porzellan, Münzen etc. aus vier Jahrhunderten. www.artundantik-muenster.de

Ausschreibungen

Arbeitsaufenthalt in Regensburg

Der Regensburger Kunstverein GRAZ e.V. lobt einen Arbeitsaufenthalt („artist in residence“) vom 19. August bis zum 15. September 2017 mit anschließender Ausstellung aus. Gezahlt wird ein Künstlerhonorar vom 1.000 Euro, für die Übernachtung wird gesorgt. Bewerbungen bis zum 1. Mai 2017 an: Renate Christin, Reisacherstr. 3, 93161 Sinzing/Regensburg, art@renatechristin.e.V.

Museen & Institutionen

Kunstraum Dornbirn

Kunstraum Dornbirn, Quelle: www.kunstraumdornbirn.at

Die historische Montagehalle der ehemaligen Rüschwerke nutzt heute der Kunstraum Dornbirn für sein Ausstellungsprogramm. Für 2017 sind Präsentationen von vier Künstlerpositionen angekündigt: vom 17. März bis zum 14. Mai 2017 bespielt Asta Gröting die Halle und thematisiert dabei „durch eine Versammlung unterschiedlicher Werkzeuge, Maschinen und Objekte einerseits Handwerks- und Industriegeschichte, deren Entwicklung, andererseits aber auch und vor allem den zunehmenden Verlust des Bezuges zu unserer beruflichen Tätigkeit und die damit verbundene Entfremdung von Mensch und Handarbeit“. Anschließend „hält uns“ ab dem 2. Juni 2017 Hans Op de Beeck „in seiner Inszenierung einer fiktiven, mystischen Gartenlandschaft an, über Wahrnehmung und Interpretation von Natur und Umwelt zu reflektieren. Natur-, Kultur- und Geisteslandschaften werden in ihrer einzigartigen Ästhetik meditativ verwoben, Dimensionen von Raum und Zeit relativiert.“ Im September 2017 setzen sich dann Steinbrener, Dempf & Huber mit dem urbanen Raum Dornbirns auseinander. Das Jahresprogramm 2017 beschließt in der Weihnachtszeit der Künstler Aljoscha mit der Inszenierung einer „wild wuchernden bioistischen Wolke“ im Raum. www.kunstraumdornbirn.at

Hochschulen

UdK Berlin: Internationaler Sommer

Das Programm der Berlin Summer University of the Arts 2017, angesiedelt am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin bestgeht aus insgesamt 31 Kurzworkshops  zwischen dem 16. Juni und 11. Oktober 2017. Neben Bildender Kunst, Musik, Gestaltung und Darstellender Kunst werden auch Kunstmanagement, Kreatives Unternehmertum sowie interdisziplinäre Formate unterrichtet. Neu im Programm  ist der Workshop CUT//ACT: Video (and) Activism, in dem die Kommunikationsdesigner Andréa Poshar, Simona Vendetti und Tom Bieling den veränderten Einsatz von Medien thematisieren. Die Malerin Valérie Favre begleitet in ihrem Kurs Teilnehmende in der Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen Schaffen und taucht mit ihnen in die Welt der Malerei alter und neuer Meister ein. Angehende Sammler erhalten von den Kunstexperten Karl-Heinz Lüdeking und Stefanie Gerke die Möglichkeit, basierend auf einer theoretischen Schau gezielt eigene Sammelkriterien zu erarbeiten und bei der Berlin Art Week zu erproben. Neu in diesem Jahr dabei ist ebenso ein Workshop über die Berliner Techno-Szene von Matthias Pasdzierny und Kim Feser. Mehr als 300 Teilnehmende aus über 30 verschiedenen Ländern "schaffen eine einzigartige Atmosphäre, in der künstlerischer Austausch und Vernetzung gleichberechtigt neben der Erschließung neuer Horizonte stehen." Junge  Künstler am Ende ihres Studiums stehen oder mit Abschluss im vergangenen Jahr zurückliegt, können sich für Teilstipendien in Höhe von maximal 200 € bzw. der Hälfte der Kursgebühr bewerben. Die Deadline für die Stipendiums-Bewerbungen ist der 15. April 2017. www.summer-university.udk-berlin.de

Aktionen & Projekte

documenta-Radioprogramm

Für den 23. Februar 2017 (19 Uhr) ist im Berliner SAVVY Contemporary im silent green Kulturquartier (Gerichtsstraße 35) ein "documenta 14 Radioprogramm" mit dem Titel "Every Time a Ear di Soun" angekündigt. "Deutschlandradio Kultur und documenta 14 laden Sie herzlich ein, in der Kuppelhalle im SAVVY Contemporary dabei zu sein. Der Künstlerische Leiter der documenta 14 Adam Szymczyk, die Künstler_innen Angela Melitopoulos und Emeka Ogboh sowie die Kurator_innen Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Hila Peleg geben Einblicke in die Vorbereitungen der documenta 14 und sprechen über die Ideen hinter dem Radioprogramm. Der Abend wird von musikalischen Interventionen von Sonic Shadow aka Satch Hoyt zusammen mit Earl Harvin und Dirk Leyers sowie einem DJ-Set von Lamin Fofana begleitet." Am selben Abend wird das Programm um 23.50 Uhr auf Deutschlandradio gesendet. www.documenta14.de

Hochschulen

Münster Lectures

Pressefoto zur Ankündigung, Foto: Jan Kaps

Der Kunstkritiker und Science-Fiction-Autor Mark von Schlegell ist für eine Münster Lecture zu Gast im Theatertreff Münster. "Er spricht über seine Schreibpraxis und wie sie sich entlang von Skulptur und zeitgenössischer Kunst seit den 1990er Jahren entwickelt hat. Seine Erfahrung zeigt, wie eng Literatur und zeitgenössische Kunst miteinander verwoben sind, auch wenn dieser Einfluss oft unsichtbar bleibt. Mark von Schlegell arbeitet zurzeit an einem Text für den Skulptur Projekte Ausstellungskatalog." Termin: Freitag, 24. Feb. 2017, 19 Uhr, Theater Münster, Neubrückenstr. 63. Die Lecture-Veranstaltungen finden auf Initiative der Kunstakademie Münster statt.

Kulturpolitik

Gestaltung und Demokratie

Um „Gestaltung und Demokratie“ geht es beim Kulturpolitischen Forum der Evangelischen Akademie Tutzing vom 17. bis 19. März 2017. In der Ankündigung heißt es dazu: §In der Kultur werden Weltbilder und Lebensgefühle transportiert, Freiheitsbereiche ausgelebt und abgegrenzt, Sozialverhalten und Grundwerte kommuniziert. Design, als Teilbereich der Kultur, spielt eine wichtige Rolle im Kommunikationsraum einer Gesellschaft. Inwieweit kann Design auch Demokratie gestalten?“ www.ev-akademie-tutzing.de

Preview

Zürich: Speak, Lokal

Piotr Uklanski, ohne Titel (Monument to the Heroes of Warsaw 1939-1945, Warsaw), Gelatine Silberabzug, 2015, Courtesy der Künstler und Foksal Gallery Foundation

Die Ausstellung „Speak, Lokal“ in der Kunsthalle Zürich untersucht vom 4. März bis zum 7. Mai 2017, wie Künstler an verschiedenen Orten der Welt lokale Gegebenheiten untersuchen und thematisieren. Das begrenzte Lokale wird – scheinbar paradoxerweise – als Ort der Autonomie und der Befreiung wahrgenommen. Es dient als Raum für Aktivismus und «Archivismus» und als Ort, wo Skulptur, Fotografie, Film, Architektur und Zeichnung eine messbare Relevanz entwickeln. Im Lokalen ist Präzision gefragt, denn dort wissen alle alles besser. Es ist diese Präzision, welche Unterschiede sichtbar macht, Klarheit schafft und Widerstand ermöglicht...“ www.kunsthallezurich.ch

Aktionen & Projekte

Norddeutsche Naturfototage

Das Naturfoto-Festival im Bürgersaal von Waren an der Müritz (24.-26. März 2017) wird von AC-Foto veranstaltet und besteht aus Workshops, Vorträgen und einem Fotomarkt mir Kameras, Objektiven, Taschen und anderem Zubehör. Außerdem ist ein Wettbewerb in den Kategorien „Naturlandschaften und Unterwasserwelten“, „Säugetiere und Vögel“, „Andere Tiere (u. a. Fische, Reptilien, Amphibien, Insekten, Spinnen und Weichtiere)“ und „Pflanzen, Pilze und andere Lebewesen“ ausgeschrieben. Einer der Workshops besteht aus einer Foto-Exkursion in das nahegelegene Naturschutzgebiet Bärenwald. Infos: www.norddeutsche-naturfototage.de

Personalien

Fritz König gestorben

Fritz König starb im Alter von 92 Jahren. Das berühmteste Werk des Bildhauers ist „Kugelkaryatide N.Y.“,Es stand zwischen den Wolkenkratzern des World Trade Centers in New York stand und wurde nach dem Terrorakt am 11. September 2001 weitgehend unbeschädigt aus den Trümmern geborgen.

Personalien

Alte Nationalgalerie: Neuer Direktor

Ralph Gleis, © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Ralph Gleis ist ab dem 1. Mai 2017 Leiter der Alten Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel. Seit 2009 war er „als Kurator in der Abteilung Kunst des Wien Museums tätig. Dort verantwortete er unter anderem Ausstellungen zum Biedermeier, dem Malerfürsten Hans Makart sowie zu kulturhistorischen Phänomenen wie der Weltausstellung und der Gründerzeit. Zudem fungierte er zuletzt als Projektleiter der neuen Dauerausstellung für den geplanten Umbau des Museums... Die Alte Nationalgalerie ist ein Haus der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin zu der auch die Neue Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, sowie die Sammlung Scharf-Gerstenberg und das Museum Berggruen zählen. Die Sammlung der Nationalgalerie umfasst Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.“

Aktionen & Projekte

Truck Tracks Ruhr

Truck Tracks Ruhr, Premiere 2016, Foto: Copyright Volker Hartmann/Urbane Künste Ruhr

Truck Tracks Ruhr #7 Album Essen ist das siebte und letzte Album des Kunstprojekts, das von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll produziert wird. Dabei handelt es sich um einen Lastwagen, der zu einem fahrbaren Zuschauerraum umgebaut wurde, durch sieben Städte des Reviers touren. An entlegenen und untypischen Orten wird Halt gemacht, um diese „neu in Szene zu setzen“. Die Initiatoren begreifen ihre Aktion als „Forschungsreise“ und „Schaufenster ins Ruhrgebiet“ aus einer „künstlerischen Sicht“. Für jeden der sieben Orte produzieren Künstler kurze Hörspiele, die als „Alben“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Essener Termine sind bereits ausverkauft; es werden jedoch Zusatzveranstaltungen für Mi., 22., Do., 23., Fr., 24. und Sa., 25. März 2017 angeboten. Die Tickets gehen ab dem 4. März 2017 in den freien Verkauf. Ticket-Hotline: 0221-28 02 11. www.trucktracksruhr.de

Personalien

Stuttgart: Vertragsverlängerung

Prof. Christiane Lange, Foto: Staatsgalerie Stuttgart

Prof. Christiane Lange verlängerte ihren Vertrag als Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart bis Ende 2012. Sie leitet das größte Museum für Kunst in Baden-Württemberg seit 2011. Schwerpunkte ihrer Arbeit in den kommenden Jahren sind die Digitalisierung der Bestände und die Vorbereitung eines Projekts zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019.

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Spektrum zieht um

Mit ihrem Programm für zeitgenössischen Künstlerschmuck , Fotografie, Zeichnungen und Skulpturen ist die Münchener Galerie Spektrum mit dem Gründungsdatum 1981 eine der ältesten ihrer Art in Deutschland. Mit zwei Ausstellungen verabschiedet sich der Galerist Jürgen Eickhoff jetzt aus der Theresienstraße, um im Herbst 2017 in Karlsruhe neue Räume zu eröffnen. Der Grund für den Umzug sei „typisch für München“, erklärt Eickhoff: „Das Haus in dem wir seit über 40 Jahren wohnen wird abgerissen werden. Eine bezahlbare Wohnung in München zu finden ist für uns nicht mehr möglich.“

Museen & Institutionen

Frankfurt: Primary structures

Carl Andre: 22 Steel Row, 1968, Ausstellungsansicht MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Foto: Axel Schneider

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main besitzt eine bedeutende Sammlung herausragender Werke der Minimal Art der 1960er- und 1970er-Jahre. In einer großen Überblicksschau präsentiert das Museum jetzt erstmals umfassend die Werke dieses Sammlungsbestands. Durch den Ankauf der Sammlung von Karl Ströher 1981 gelangten Arbeiten US-amerikanischer Minimal-Art-Künstler der frühen 1960er-Jahre an das Museum, des weiteren Werke des Postminimalismus aus der Sammlung von Rolf Ricke. erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK. „Serialität, Konzeptualität und industrielle Fertigung waren die neuen Prinzipien der Künstler Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback, die mit ihren radikalen Werken in den 1960er-Jahren die Kunst revolutionierten. Sie verwendeten erstmals in der Geschichte der Kunst industriell gefertigte oder bearbeitete Materialien und reduzierten ihre Arbeiten auf einfache übersichtliche und meist geometrische Grundstrukturen, sogenannte 'Primary Structures'... Als Auftakt für die Ausstellung wurde die legendäre Münchener Galerie von Heiner Friedrich mit zwei historischen Präsentationen von 1968 rekonstruiert, mit denen die Rezeption der Minimal Art in Deutschland begann: Carl Andres Bodenskulptur '22 Steel Row' und Dan Flavins Licht-Installation 'Two primary series and one secondary“'. Beide Werke wurden von den Künstlern für die dreiteilige Raumfolge der Münchener Galerieräume“ von Heiner Friedrich „konzipiert“. Heiner Friedrich hat sich ab 1968 konsequent dieser neuen künstlerischen Strömung mit seiner Galeriearbeit gewidmet und erstmals in Deutschland Künstler wie Sol LeWitt, Carl Andre, Dan Flavin, Walter De Maria, Fred Sandback oder Robert Ryman in Einzelausstellungen vorgestellt. In der ersten Hälfte der Ausstellungslaufzeit (22.2. – 14.5.2017) ist Carl Andres Bodenskulptur in der Rekonstruktion ausgestellt und in der zweiten Hälfte (ab 16.5.2017) das Werk von Dan Flavin. Ein weiterer Raum der Ausstellung widmet sich in einer Petersburger Hängung dem Thema „Funktion der Zeichnung“. Künstlerliste: Carl Andre, Richard Artschwager, Jo Baer, Bernd und Hilla Becher, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Alighiero Boetti, Bill Bollinger, George Brecht, Marcel Broodthaers, Walter De Maria, Dan Flavin, Ceal Floyer, William Forsythe, Günther Förg, Isa Genzken, Hermann Goepfert, Bethan Huws, Donald Judd, On Kawara, Ellsworth Kelly, Joseph Kosuth, Gary Kuehn, Barry La Va, Robert Mangold, Teresa Margolles, Sarah Morris, Bruce Nauman, Kenneth C. Noland, Blinky Palermo, Steven Parrino, Angelika Platen, Charlotte Posenenske, Timm Rautert, Peter Roehr, Reiner Ruthenbeck, Ulrich Rückriem, Robert Ryman, Fred Sandback, Richard Serra, Paul Sharits, Santiago Sierra, Andreas Slominski, Lewis Stein, Heide Stolz, Franz Erhard Walther, Jonas Weichsel und Lawrence Weiner. www.mmk-frankfurt.de

Museen & Institutionen

Berlin: Adrian Piper im Hamburger Bahnhof

Adrian Piper: The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1, 2013-15 | Ausstellungsansicht Biennale Venedig 2015 | Foto: Adrian Piper | Collection Adrian Piper Research Archive Foundation / © APRA Foundation Berlin

Mit Adrian Pipers „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3“ präsentiert der Hamburger Bahnhof in Berlin die erste Einzelausstellung sder Konzeotkünstlerin in Deutschland. Laufzeit: bis 3. Sept. 2017. Für das jetzt gezeigte Werk erhielt Piper 2015 den Goldenen Löwen auf der Biennale von Venedig. Es besteht "aus drei identischen Tresen vor grauen Wänden, die bis zum 3. September in der historischen Halle platziert sind. An ihnen stehen Mitarbeiter, bei denen die Besucherinnen und Besucher einen Vertrag mit sich selbst abschließen können. Darin verpflichtet sich jeder Einzelne freiwillig dazu, fortan sein Handeln an ethischen Eigenschaften wie Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit auszurichten. Die Einträge werden in einem Verzeichnis erfasst, das alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Ausstellung erhalten. Auf diese Weise bilden sie eine Gemeinschaft von Personen, die wahrscheinlich zukünftig vertrauensvoll sind." www.adrianpiperinberlin.de

Galerien & Auktionshäuser

Zürich: Archiv-Schenkung

Susanna Kulli, Galeristin in Zürich, schenkte ihr Galerienarchiv der dortigen Zentralbibliothek. Gleichzeitig kündihte sie für Aprol 2017 die Schließung der Galerie an. Im Sommer 2017 erscheint „eine Publikation über die Galerietätigkeit von 1983 bis 2016, mit dem Titel 33 Jahre Galerie Susanna Kulli im Spiegel der Presse, ein Materialbuch, herausgegeben von Peter Zimmermann und Max Wechsler. Das Materialbuch enthält, u.a. chronologisch geordnete Presseauszüge... www.susannakulli.ch

Preise

Videonale-Preis

Randa Maroufi empfing auf der Bonner Videonale den diesjährigen Videonale-Preis der Fluentum Collection (5.000 Euro). Aus 43 eingereichten Arbeiten wurde ihr Beitrag als Sieger-Video ausgewählt. Maroufis Film „The Park“ (2015) porträtiert eine Gruppe Jugendlicher in Casablanca. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury zudem an Louis Henderson aus. Die diesjährige Bonner Videonale beschftigte sich mit der Performance als künstlerischem Ausdrucksmittel. Die Ausstellung „Perform!“ läuft bis zum 2. April 2017 im Kunstmuseum Bonn. www.kunstmuseum-bonn.dewww.videonale.org

Aktionen & Projekte

Kunst und Kultur in der Türkei

Eine neue Veranstaltungsreihe in der Berliner Akademie der Künste widmet sich der Kunst und Kultur in der Türkei. Angekündigt sind für den 26. Februar 2017 ein Gespräch mit dem Komponisten und Klangforscher Turgut Erçetin und für den 2. April 2017 ein Abend mit dem bildenden Künstler Ahmet Öğüt. "Die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in der Türkei haben die Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende maßgeblich verändert. Darauf reagiert die Akademie der Künste mit der neuen Veranstaltungsreihe „You Want Kilims, But I Do Films“. In den Veranstaltungen der Reihe geben Künstlerinnen und Künstler, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in ihre aktuelle Praxis und berichten über die vorherrschenden Arbeitsbedingungen..." Titel der Reihe: „You Want Kilims, But I Do Films”. Auch der Große Kunstpreis Berlin geht dieses Jahr an einen Künstler aus der Türkei, den Filmemacher Emin Alper. Am Vorabend der Preisverleihung, dem 17. März 2017, ist sein Film" Tepenin Ardı – Beyond the Hill" zu sehen. www.adk.de

Preise

Finkenwerder Kunstpreis

Georges Adéagbo bekam den Finkenwerder Kunstpreis überreicht (20.000 Euro). Mit der Preisvergabe ist eine Ausstellung im Kunsthaus Hamburg im Herbst 2017 verbunden. Der Preis wird vom Kulturkreis Finkenwerder ausgelobt und von der Firma Airbus Operations finanziert. Über den Preisträger heißt es, er versuche in seinen raumgreifenden Collagen,„auf besondere Weise die Differenzen unterschiedlicher Kulturen zu überwinden“, und dabei es gelinge ihm, „in seiner Kunst die Komplexität kultureller Identität“ zu veranschaulichen.

Preise

Bonner Kunstpreis

Matthias Wollgast ist der aktuelle Gewinner des Bonner Kunstpreises (20.000 Euro). „Er überzeugte mit einem Projektvorhaben in London, welches das „Making of“ eines nicht existierenden Films umfasst. Fotografien, Film-Stills, Interviews, Zitate und reproduzierte Gemälde erzählen seine Entstehungsgeschichte und werden als Publikation und im Rahmen einer Einzelausstellung vom 19. April bis 24. Juni 2018 im Bonner Kunstmuseum zu sehen sein.“ Der Kunstpreis wurde vor einigen Jahren umstrukturiert und ist seitdem an ein mehrmonatiges Atelierstipendium gekoppelt.

Aktionen & Projekte

PAErsche Aktionslabor

Open Source Performance, auf dem Bild: Rolf Hinterecker, Boris Nieslony, Kaye O'Yek, Béatrice Didier, Boyet De Mesa, Petra Deus, Rommel Espinosa, Karin Meiner, Fotocredit: UJB

PAErsche ist eine „offene Assoziation“ diverser Künstler „mit intensiven Interesse an Gruppen-Auftritten im Feld der Performance Art (performative Handlungen unter dem Gesichtspunkt visueller Gestaltung und visuellen Ausdrucks)“. Der Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Wstfalen mit regelmäßigen Events in Köln, Bonn und Essen, dies auch in engem Austausch mit Künstlerkollegen aus den Niederlanden, Belgien, Irland und asiatischen Ländern. Neben Einzelauftritten bieten die Programme auch immer wieder kollektive „Open source“-Performances ohne eine beschränkte zeitliche Dauer und ohne vorherige Absprache. Eine solche etwa zweistündige Open Source-Performance ist unter dem Titel „art tectum“ für den 7. März 2017 (ab 19 Uhr) im Kölner „Theater in der Orangerie“ angekündigt, um „intensive Bilder... zu stringenten Aktionen“ zu formen. Zur theoretischen Diskussion organisieren die PAErsche-Künster auch regelmäßig Performance-Konferenzen. Das „PAErsche Lab '17“ widmet sich der Frage nach den „Begegnungen in Raum und Zeit“ bei solchen Open Source Performances. Worin unterscheiden diese sich von „Gruppenperformances traditionellen Genres?“ Beim Versuch einer Analyse zwischenmenschlicher Interaktion und Kommunikation geht z.B. Christiane Obermayr von einer Alltagserfahrung aus, die wir überall machen können: „Wieso merkt man, dass einen jemand ansieht?“ (wenn man z.B. einen „bohrenden Blick“ von jemandem im Rücken zu spüren glaubt). Mögliche Antworten darauf finden sich nicht ausschließlich in der Psychologie oder Soziologie, und dies erst recht nicht bei solch einem komplexen aktionistischen und gruppendynamischen Gefüge wie in der beschriebenen Bühnensituation einer kollektiven Performance. Die Performance-Konferenz „PAErsche Lab '17“findet mit verschiedenen Referenten vom 9. bis zum 16. Juli 20917 im Kulturbunker Köln-Mülheim statt. Infos: www.paersche.org

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