Band 235, 2015, Monografie, S. 210

DANI KARAVAN

Orte ohne Heimat

von Doris von Drathen

Eher wäre diese Skulptur ein freier Fall zu nennen, als ein Gedenkort für Walter Benjamin. Wenn ein Besucher diese Eisenwände erreicht, die ohne Vorwarnung den Küstenabhang von Portbou durchteilen und eine unvermittelt in die Tiefe stürzende Eisentreppe einrahmen, wird er Geschichte als radikalen Augenblick erleben. Als Dani Karavan 1994 dieses Denkmal im französisch-spanischen Grenzort einweihte, an dem Ort, wo Walter Benjamin sich am Tag nach seiner Flucht über die Pyrenäen und nach aussichtslosen Nazi-Kontrollen das Leben genommen hatte, war auch Lisa Fittko anwesend, die damals als Untergrundkämpferin am 24. September 1940 einer kleinen Gruppe von Flüchtlingen den waghalsigen Geheimpfad über den Bergkamm gezeigt hatte. Dani Karavan, er

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