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Konflikte

Zur existentiellen Notwendigkeit von Kunst
Herausgegeben von Oliver Zybok

Konflikte können sich in vielfältiger Art und Weise zeigen, im zwischen­menschlichen Feld oder im globalen Rahmen zwischen Kulturen und Nationen. So verwundert es kaum, dass der Konfliktbegriff aufgrund der Vielzahl an Themen und der großen Anzahl der Beteiligten sehr diffus und undurchschaubar wirkt. Der vorliegenden Themenband versucht einen kleinen Überblick über die enorme Bandbreite zu vermitteln. Eine Ursache für die Konflikte unserer Zeit, von den ökologischen Fragen über die Finanzkrise bis hin zu den unzähligen Kriegen der Gegenwart, sieht der Philosoph Jacques Rancière in einem ambivalenten Demokratieverständnis: »Wenn seit Aufkommen des Wortes ›Demokratie‹ Einigkeit herrschte, dann darin, daß es verschiedene und gegensätzliche Dinge zum Ausdruck bringt: Das beginnt mit Platon, nach dem die Demokratie keine Regierungsform ist, sondern lediglich ein Vergnügen für Leute, die darauf erpicht sind, sich zu verhalten, wie sie wollen. Es wird fortgesetzt durch Aristoteles, der die Demokratie für eine gute Sache hält, solange man die Demokraten daran hindert, sie auszuüben und taucht schließlich bei Churchill wieder auf, die Demokratie sei die schlechteste aller Regierungsformen, mit Ausnahme aller anderen.«

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