Durch diesen Band blättern

Band 244

Die neue Auftragskunst

Ende der Autonomie?

Jahrhunderte lang arbeiteten Künstler im Auftrag von Päpsten, Königen und Aristokraten. Mit der Moderne erschlossen sie sich einen bürgerlichen Kunstmarkt und beendeten diese Abhängigkeiten. Spätestens seit der Jahrtausendwende aber ist eine neue Auftragskunst zu beobachten: Immer mehr Unternehmen beauftragen Künstler, ortsspezifisch oder mit ihren Produkten, ihrem Logo oder unter ihrem Namen Werke zu schaffen. Die Kunst dient dabei als Klebstoff, als Verbindungsmittel zur Gesellschaft, zu Kunden, zu Mitarbeitern, zum Publikum.


In „Die neue Auftragskunst“ werden Unternehmer, Kuratoren, Sammler, Galeristen und Künstler interviewt, um die Notwendigkeit von Kompromissen zu erörtern und die Scheu vor dem Begriff zu thematisieren. Neben einem konzentriert, historischen Rückblick, wird anhand einer großen Auswahl an Beispielen von Unternehmen z.B. aus der Modebranche, dem Bank- und Immobiliensektor, der Kirche, dem öffentlichen Raum oder Institutionen, Einblick in die massiv zunehmende Produktion von Auftragskunst gegeben und die Kritik an der neuen Situation zur Debatte gestellt.

Zum Inhaltsverzeichnis      Diesen Band bestellen

Aus diesem Band

Newsletter:

Abonnieren Sie unseren regelmäßigen Newsletter mit aktuellen Nachrichten aus dem internationalen Kunstbetrieb

„KUNSTFORUM bietet schon aufgrund seiner Buchhaftigkeit etwas höchst Außergewöhnliches: Es kombiniert grundlegende Texte mit sehr umfangreichen Fotoreportagen zu Ausstellungen und Biennalen. Auch bietet es mit seiner alle Bände umfassenden Datenbank so etwas wie eine enzyklopädische Übersicht über die letzten Jahrzehnte der Kunstwelt und beschert uns Leser mit den wesentlichen visuellen Informationen.“

(Jean-Hubert Martin)

Selbst überzeugen - KUNSTFORUM Probe lesen

Newsletter:

Abonnieren Sie unseren regelmäßigen Newsletter mit aktuellen Nachrichten aus dem internationalen Kunstbetrieb

Film

Lagerhaft oder Exil! Der russische Politaktionist Pjotr Pawlenski wählt das Exil.

Nun hat der russische Politaktivist Pjotr Pawlenski den Kampf gegen den staatlichen Terror in seinem Heimatland erst einmal eingestellt, denn Putins Staat ließ ihm, weil er ihm wegen seiner entlarvenden Aktionen nach einer unglaublichen Variation von Beschuldigungen nun sexuelle Übergriffe unterstellte - bloß die Alternativen: Lagerhaft oder Exil. Diese Nachricht platze mitten in die Kölner Presse-Preview des Films „ Pawlenski - Der Mensch und die Macht“ von Irene Langemann. Wie es dem stets äußerst kontrollierten Politkünstler gelingt, das repressive Putin-Russland durch seine Kunst zu unterminieren, wie er die fast schon absurde Eskalation von Strafver-fahren, Gefängnisaufenthalten und psychiatrischen Begutach-tungen durchsteht, zeigt das Künstler-und Gesellschaftsporträt sehr eindrücklich. (Kinostart in Deutschland am 16. März) Pawlenski hat nun gemeinsam mit seiner Partnerin und den Töchtern das Exil in Frankreich gewählt. “Die Vorbereitung zu unserer Liquidation aus Russland“, so der Künstler in seiner Presserklärung, habe schon nach der Aktion ´Fixierung` auf dem Roten Platz (10.11.2013) eingesetzt. Da hatte sich der 32 jährige Konzeptkünstler nackt vor das Lenin-Mausoleum ge-setzt und einen Hodensack auf dem Pflaster festnagelt - ganz, wie der Staat seine Bürger „an die Eier packt“ (Pjotr Paw-lenski). Ähnlich symbolisch aufgeladen war 2012 die Solidari-tätsaktion zur „Pussy Riot“-Affaire in Moskau: das Bild von Pjotr Pawlenskis mit zugenähtem Mund , was die Situation der politischen Künstler in Russland versinnbildlicht, ging durch die Welt.

...weiterlesen

Kulturpolitik

Cabaret Voltaire steht vor ungewisser Zukunft

Nachdem das Cabaret Voltaire als Geburtsort von Dada 2016 das 100 Jahre Dada Jubiläum mit 165 Feiertagen exzessiv gefeiert hat und die 'Manifesta 11' das Gebäude für weitere 100 Tage in das «Zunfthaus Voltaire - Cabaret der Künstler» verwandelte - das KUNSTFORUM International berichtete und wurde sogar selbst Teil der Zunft - steht es nun vor einer ungewissen Zukunft. Über die Frage, ob das Cabaret Voltaire weiterhin ein Kunstort bleiben oder ob es doch nur eine Bar oder gar eine weitere Boutique in der Shoppingmeile Zürichs werden soll, wird in diesem Frühjahr die lokale Politik der Stadt Zürich entscheiden. Der Zürcher Stadtrat hat dem Gemeinderat zum einen den Vorschlag unterbreitet, dass die Stadt Zürich die Liegenschaft des Cabaret Voltaire von der Versicherungsgesellschaft Swiss Life übernimmt; zum anderen hat er in Erwägung gezogen, das Cabaret Voltaire mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von CHF 150’000.- zu unterstützen. Wie leider oft in lokaler Politik ist das Verständnis für einen derart kulturhistorisch bedeutenden Kunstort trotz des spektakulären Jubiläums und der Manifesta sehr gering. Man glaubt, dass allein dadurch, dass die Liegenschaft in den Besitz der Stadt übergeht, das Kulturerbe Cabaret Voltaire langfristig gesichert sei. Für das Cabaret Voltaire wechselt damit allerdings nur der Besitzer der Liegenschaft. Sollte sich der Gemeinderat aber gegen den vollen Betriebsbeitrag entscheiden, dann wird das Cabaret Voltaire ein Jahr nach seinem gloriosen 100sten Geburtstag das Zeitliche segnen.

...weiterlesen

Dazu in Band 241 erschienen:

CABARET VOLTAIRE - 100 Jahre Dada - 100 Tage Manifesta, Cabaret der Künstler-Zunfthaus Voltaire

Das 'Cabaret Voltaire' steht in diesem Jahr gleich zweifach im Fokus: Zum einen feiert der Geburtsort von Dada das hundertjährige Dada-Jubiläum; zum anderen ist das Cabaret Voltaire zu einem der Austragungsorte der hunderttägigen Manifesta 11 erkoren. Diese Entscheidung macht Sinn, denn beide Ereignisse lassen sich letztlich auf das Performative als eine zentrale künstlerische Ausdrucksform von Dada zurückführen. Zunächst überlagern sich Veranstaltungen sogar und bereichern sich wechselseitig. Nicht zuletzt aus dem Rückgriff auf die Geschichte von Dada und den Ort schöpft der Leiter des Cabaret Voltaire Adrian Notz seine Zukunftsvorstellungen und auch sein Jubiläumsprogramm.....

Renate Puvogel

lesen

Film

Neo Rauch-Film

Am 2. März 2017 kommt eine Filmdokumentation über den Leipziger Maler Neo Rauch in die Kinos. „Neo Rauch -Gefährten und Begleiter“ wurde von Nicola Graef gedreht, die auch als Regisseurin den Film „Ich. Immendorff“ (2008) drehte und mit der Kamera den Künstler in den letzten zwei Jahren vor seinem Tod begleitete. Gemeinsam mit Nicole Zepter schuf sie auch die TV-Serie „Kunst hassen“. In dem Rauch-Film kommen Kunstsammler zu Wort, Rahmenbauer, Fotografen für seine Kataloge und Weggefährten wie seine Frau Rosa Loy, die den Mitbegründer der „Neuen Leipziger Schule“ seit Jahren loyal begleiten. So ergibt sich für den Zuschauern ein Eindruck von der Persönlichkeit und der Arbeitshaltung Neo Rauchs über weite Strecken des Films durch Erzählungen Dritter. Zugleich bietet der Film ein facettenreiches Bild über Rauchs sächsische Heimatregion – denn er wuchs bei seinen Großeltern in Aschersleben auf, wo er auch sein Abitur machte, und seit er 1981 ein Kunststudium in Leipzig begann und dort später Professor für Malerei wurde, hat er diese Stadt nie für längere Zeit verlassen. „Heimat“ ist denn auch ein zentrales Thema in Rauchs bildnerischer Ikonografie. Doch atmosphärisch ist diese Bildwelt weit entfernt von einer Stammtischidylle, denn die Szenarien in Rauchs Gemälden wirken oft surreal, beklemmend und verstörend. Die Dokumentarfilmerin versucht, mit ihrem 100 Minuten langen Film die geheimnisvolle Aura dieser Bilder zu ergründen, in denen sich in traumhafter Weise Räume und Zeiten überlappen. Rauch selbst erklärte kürzlich in einem Interview mit dem „Spiegel“, er stelle „unterschwellige Reflexionen der Weltzusammenhänge, des Weltgeschehens“ dar, aber diese Bildwelt darf nicht als tagespolitisches Statement missverstanden werden, denn was dort von den dargestellten Protagonisten existenziell vollzogen wird, ist letztlich zeitlos. Neo Rauch: „Ich lehne nicht das Zeitgenössische ab, sondern die Positionierung im politischen Raum mit den Mitteln der Malerei...“ Er wolle in seiner Malerei „das Feld frei... halten von allzu deutlichen Alltagsreflexen, von Nutzbarmachungen im Sinne einer politischen Anschauung“. Da mögen auch sicherlich Erfahrungen eine Rolle spielen, wie zu DDR-Zeiten Kunst kulturpolitisch vereinnahmt wurde, während man zur gleichen Zeit im Westen beklagte, die Kunst sei zu unpolitisch geworden – und man den bildenden Künstlern auch heute einen solchen Vorwurf macht, sie würden sich im aktuellen Zeitgeschehen weniger gesellschaftspolitisch positionieren als dies jetzt etwa die Theaterleute tun. Doch Neo Rauch ist beileibe kein L'art pour l'art-Künstler, denn er denkt als Maler in historischen Kategorien und versucht dabei zu jenen verallgemeinerbaren Erkenntnissen zu gelangen, die auf ihre Weise etwa auch zu die Philosophie zu ergründen versucht. Immerhin wurde der Film schon für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts und den DEFA-Förderpreis nominiert. Das Online-Feuilleton „Leipzig Almanach“ warf indessen der Regisseurin vor, sie wolle „wie bei billigem Boulevard“ an des Malers „Seele ran“: „Überraschend ist dabei, wie bereitwillig Rauch dies am Ende zulässt“.

...weiterlesen

Dazu in Band 210 erschienen:

Neo Rauch im Museum Frieder Burda, Baden-Baden, rezensiert von Fabian Stech

Die Retrospektive zeigt sie einen glänzenden Überblick über Neo Rauchs Werk und bietet dem Neophyten, deren Anzahl nach den vielen Retrospektiven der letzten Jahre immer geringer ausfallen dürfte, einen guten Einstieg in die Traumwelt Neo Rauchs.

lesen

Ausschreibungen

Tiere in der Kunst

Das Museum Schloss Moyland veranstaltet vom 12. bis 14. Mai 2017 eine Tagung zum Thema Tiere als Akteure und Material in der zeitgenössischen Kunst. Mit der Tagung bereitet das Museum seine Ausstellung „Vorsicht Tier! Akteur und Material in der zeitgenössischen Kunst“ im Jahr 2018 vor, „die die Entwicklung der Kunst mit lebenden und toten Tieren seit den 1960er Jahren aufzeigt.“ Anmeldungen dazu sind bis zum 1. Mai 2017 möglich. Die Tagungsgebühr von 40 Euro umfasst Teilnahmegebühr, Museumseintritt, Pausengetränke. Anmeldung und Infos unter Tel. +49 (0)2824 9510-10 oder info@moyland.de

...weiterlesen

Dazu in Band 174 erschienen:

Im Zoo der Kunst. Seit wann und warum gibt es lebende Tiere in der bildenden Kunst?

Im Zoo der Kunst I +II. Seit wann und warum gibt es lebende Tiere in der bildenden Kunst? Tiere gibt es seit jeher in der Kunst, bevölkern sie doch bereits die Höhlenmalereien der prähistorischen Urzeit. Seitdem werden Tiere gezeichnet, gemalt, in Stein gehauen, in Ton geformt, kurz, sind als Motiv in der bildenden Kunst gewissermaßen alltäglich. Eine entscheidende Veränderung erfuhr das Verhältnis von Tier und Kunst jedoch mit dem Auftauchen lebender Tiere im Kunstkontext: aus dem Darstellungsgegenstand, dem Motiv, wurde ein Darstellungsmittel, ein Material. Der Coyote, mit dem Joseph Beuys 1974 performativ kommunizierte, ist ein relativ frühes und sehr bekanntes Beispiel für eine solche tierische Präsenz in einem Kunstwerk. Inzwischen ist die Zahl mehr oder weniger spektakulärer Auftritte von Tieren in der Kunst bereits unüberschaubar. Gleichwohl ist das Thema ein bislang wenig beachtetes Phänomen, das der Herausgeber dieser zweibändigen Dokumentation, Thomas Zaunschirm, nun erstmals ausführlich beleuchtet und systematisch untersucht.

lesen

Preise

Maria Lassnig-Preis an Cathy Wilkes

Cathy Wilkes wird im Juni 2017 mit dem Maria Lassnig-Preis ausgezeichnet (50.000 Euro). Die Preisvergabe ist verbunden mit einer Einzelausstellung im MoMA PS1, dem institutionellen Partner der Maria Lassnig-Stiftung für diese jetzt erstmals vorgenommene Verleihung. Damit werden Künstlerpersönlichkeiten in der Mitte ihrer Karriere geehrt „Seit Beginn ihrer Karriere in den 1990er Jahren hat Wilkes skulpturale Tableaus geschaffen, die sich mit dem Lauf des Lebens beschäftigen. Durch die Verwendung von alltäglichen Produkten und Restmaterialien aus ihrem Haushalt, stellen die Installationen von Wilkes eine Verbindung zwischen Banalitäten unserer täglichen Existenz und Archetypen wie Geburt, Ehe, Kindererziehung und des Todes her...“ (Peter Eleey). www.marialassnig.org/Preis/

...weiterlesen

Preise

Richard Deacon erhält Vogelmann-Preis

Richard Deacon wird mit dem Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur der gleichnamigen Stiftung bedacht (30.000 Euro). Mit der Auszeichnung ist eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn im Herbst 2017 verbunden. Deacon arbeitet mit raumgreifenden Skulpturen in fließenden Formen. Mit dem Künstler hat Sabine B. Vogel ein Interview für Kunstforum Bd. 244 (S. 158) geführt.

...weiterlesen

Dazu in Band 242 erschienen:

Richard Deacon - Drawings and Prints 1968 – 2016

Das Rheinland feiert ein kleines Richard-Deacon-Festival, nachdem der Bildhauer als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf pensioniert ist. Die Langen Foundation zeigt Skulpturen in Kooperation mit dem Kunstmuseum Winterthur. In der benachbarten Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung sind aktuelle Werke zu sehen. Ein Novum aber ist die Retrospektive aller Papierarbeiten von 1968 bis 2016 im Museum Folkwang .....

Museum Folkwang Essen 26.08 – 13.11.2016 von Helga Meister

lesen

Museen & Institutionen

Basel: Die ungerahmte Welt

Tina Sauerländer kuratiert eine Ausstellung, die unter dem Titel "Die ungerahmte Welt - Virtuelle Realität als künstlerisches Medium für das 21. Jahrhundert" vom 19. Januar bis zum 5. März 2017 im Basler Hek-Haus der elektronischen Künste zu sehen ist. "In der Virtuellen Realität überwindet der Betrachter die begrenzte Fläche des Bildschirms. Statt wie durch ein Fenster zu blicken, verlässt er die reale Umgebung und wird Teil jener anderen Welt. Die Ausstellung ist die erste umfassende Präsentation künstlerischer Auseinandersetzung mit Virtueller Realität am HeK (Haus der elektronischen Künste Basel). Sie stellt verschiedene künstlerische Anwendungsmöglichkeiten des Mediums vor, das seit der Markteinführung massentauglicherer Technologien zu Beginn des Jahres 2016 in viele Lebensbereiche hineinwirkt und diese in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern wird. Künstlerliste: Li Alin, Banz & Bowinkel, Fragment.In, Martha Hipley, Rindon Johnson, Marc Lee, Mélodie Mousset & Naëm Baron, Rachel Rossin, Alfredo Salazar-Caro. www.peertospace.eu

...weiterlesen

Museen & Institutionen

Stuttgart: Videobox "Museum matters"

Unter dem Titel »Museum Matters« konzentriert sich die neue Reihe der Videobox in der Staatsgalerie Stuttgart auf Arbeiten "von jüngeren und etablierten Künstlern und Filmemachern, die das Museum zu ihrem Gegenstand machen". Bis zum 5. März 2017 bestreitet Andrea Fraser das Programm mit ihrer Videoarbeit »Museum Highlights: A Gallery Talk« (1989). "»Museum Highlights: A Gallery Talk« ist einer ihrer frühesten »Gallery Talks«, mit denen Fraser seit Mitte der 1980er-Jahre Präsentationsformen, Hierarchien und Ausschlussmechanismen von Kunstinstitutionen untersucht. Das Video basiert auf einer Performance der Künstlerin im Philadelphia Museum of Art. In der Rolle der erdachten Kunstdozentin »Jane Castleton« führt sie auf hintergründige wie humorvolle Weise durch das Museum, das zu den bedeutendsten Sammlungen von Kunst und Kunsthandwerk in den USA zählt. Inhaltlich basieren Frasers Ausführungen auf Dokumenten und Texten aus den Archiven des Museums wie aus Psychoanalyse, Ökonomik und Soziologie. Im Video spricht sie leidenschaftlich und direkt in die Kamera. Wie üblich in Führungen führt sie zunächst in Geschichte und Sammlung des Museums ein. Zunehmend aber schweift sie ab, geht auf scheinbare Nebensächlichkeiten des Museums wie Garderobe, Toiletten oder Museumsshop ein und denkt über Sozialgeschichte und gesellschaftliche Aufgaben des Museums in den USA nach..."

...weiterlesen

Museen & Institutionen

Herford: Die Welt von gestern

Noch bis zum 5. Februar 2017 ist im Marta Herford die Ausstellung „Der fremde Raum – Angriffe, Verwandlungen, Explosionen“ mit der Installation „The World as of Yesterday“ der Künstlerin Anastasia Ax präsent. "In einem ersten Schritt und während des Ausstellungsaufbaus verwandelte die Künstlerin große Papierballen von einer lokalen Recyclingfirma in eine monumentale, kubische Struktur, die sie anschließend in Bewegung versetzte und mit Tusche bearbeitete. Während ihrer Performance anlässlich der Eröffnung entstand so aus dem weißen Galerieraum eine große, dreidimensionale Tuschezeichnung. In den vergangenen Monaten arbeiteten Archäologen, ein Archivar und Kunststudierende in der Installation der Künstlerin. Der Archivar sammelte Papierfragmente, die sich auf die Geschichte der Stadt Herford beziehen. Zwei Archäologen kartografierten sorgfältig die Installation, ihre Oberfläche und die Spuren der Performance. Systematisch hielten sie die Informationen in Fundstücken, Fotografien und Zeichnungen fest. Die Kunststudenten filterten ihre Eindrücke von dem Raum und übersetzten sie in individuelle Interpretationen, die die Strukturen und Veränderungen während der Ausstellungszeit wiedergeben. Nun war Anastasia Ax erneut zu Besuch im Marta, um die Ergebnisse der Arbeit in eine Art Archiv aus drei Teilen zu überführen. Hiermit wird nun eine neue Perspektive darauf eröffnet wie mit Zeit, Raum und dem permanenten Wandel des Lebens umgegangen werden kann." www.marta-herford.de

...weiterlesen

Ausschreibungen

Prix Ars Electronia

Einreichungen für den Prix Ars Electronica sind bis zum 4. März 2017 möglich. Vorzuschlagen sind Projekte in den Wettbewerbskategorien „Computer Animation/Film/VFX“, „Digital Musics & Sound Art“, „Hybrid Art“ und „u19 – CREATE YOUR WORLD“. Die Gewinner werden mit einer "Nica"-Figur ausgezeichnet; außerdem werden Preisgelder bis zu 10.000 Euro ausgeschüttet. Weitere Infos und Kontakt für Einreichungen unter www.aec.at/prix.

...weiterlesen

Aktionen & Projekte

Iranische Moderne

Zum Thema "Die iranische Moderne" finden in Berlin am 21. und 27. Januar 2017 Gespräche über die zeitgenössische iranische Kunstszene in der Akademie der Künste und am 28. Januar 2017 ein  Konzert der Band „Kamakan“ im Silent Green statt. Darüber hinaus präsentiert das Kulturprogramm in den kommenden vier Monaten des Goethe Instituts zusammen mit diversen Kooperationspartnern "Akteure der iranischen Kulturszene, darunter die Schriftsteller Belgheis Soleymani und Mahmud Doulatabadi, den Musiker Mehdi Saki, den Künstler Ramin Etemadi-Bozorg oder die deutschen Autorinnen Nora Bossong und Judith Herrmann" sowie weitere "iranische Positionen aus Kunst, Musik und Literatur, Theater und Film". "Mit im Programm sind unter anderem der iranische Künstler Ramin Etemadi-Bozorg und Anahita Ghabaian, Leiterin der „Silk Road Art Gallery“. Im Rahmen des CTM-Festivals wird der Musiker Ata ‚Sote‘ Ebtekar mit dem audiovisuellen Künstler Tarik Barri und den Instrumentalisten Arash Bolouri und Behrouz Pashaei zusammenarbeiten. Siavash Amini und 9T Antiope sind als weitere Vertreter der pulsierenden Szene experimenteller Klangkunst Teherans eingeladen". Programm-Info: www.goethe.de/iranischemoderne

...weiterlesen

Aktionen & Projekte

Architektur als vermutete Zukunft

Im Rahmen der Ausstellung »Frei Otto. Denken in Modellen« veranstaltet das ZKM Karlsruhe in seinem Medientheater ein Symposion »Architektur als vermutete Zukunft«. Termin: 26. und 27. Jan. 2017. Der Eintritt ist frei. "Heute beginnt man sich in der Architektur wieder verstärkt mit dem Studium von Materialien und Werkstoffen mitsamt dem daran geknüpften handwerklichen Wissen auseinanderzusetzen. Mit der Rückbesinnung auf das Physische und Handwerkliche rückt auch wieder die Geschichte des Models und dessen experimentelle Funktion in Architektur, Kunst und Wissenschaft in den Vordergrund. Die Frage nach der Materialisierung von Information nimmt hierbei einen hohen Stellenwert ein. Ausgangspunkt für das Symposium bilden Frei Ottos operative Modellästhetik und seine lebendige Experimentalkultur, in der das Entwerfen sowohl individuelle Erkenntnisproduktion als auch Grundlage für einen kollektiven Diskurs über „Architektur als vermutete Zukunft“ bedeuten kann. Wie lässt sich beispielsweise der Begriff der Ressource zwischen Natur, Technik und Gesellschaft besser verankern? Welche Rolle spielt das Experiment? Und wie lassen sich die komplexen Wechselbeziehungen zwischen dem Digitalen und dem Analogen besser erforschen? Was heißt es also für Architekten und Ingenieure, in einer Gesellschaft zu entwerfen, die ihr kulturelles und politisches Gleichgewicht zwischen Digitalisierung einerseits und einem immer wichtiger werdenden ökologischen Bewusstsein andererseits sucht?" www.zkm.de

...weiterlesen

Film

Cinéma mon amour

Cinéma mon amour - Kino in der Kunst lautet der Titel eines Projekts, bei dem in der Schweiz vom 22. Januar bis zum 17. April 2017 das Aargauer Kunsthaus und die Solothurner Filmtage miteinander kooperieren. Bildende Künstler "beziehen sich auf vielfältige Weise auf den Film und gewähren eigene, neue Sichtweisen auf die Welt des Kinos. Die Sonderausstellung Cinéma mon amour zeigt Werke von international bekannten Kunstschaffenden, welche sich mit unterschiedlichen Aspekten von Film in der Kunst befassen. Zeitgleich widmen die 52. Solothurner Filmtage ihr Spezialprogramm Fokus der Darstellung von Kunst im Film... In der Ausstellung Cinéma mon amour werden Werke von 26 international renommierten Kunstschaffenden (darunter vier Künstlerduos) präsentiert, viele davon erstmals in Europa bzw. in der Schweiz. Die zahlreichen raumfassenden Video- und Filminstallationen zeugen von der Vielfalt der künstlerischen Zugriffe auf das Medium des Films. Malerei, Fotografie und Objekte sind in der Schau ebenso vertreten und legen dar, wie die Beschäftigung mit dem Thema weit über das Medium selbst hinausgeht." www.aargauerkunsthaus.ch

...weiterlesen

Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

Selbst überzeugen - KUNSTFORUM Probe lesen

Volltextsuche im Online-Archiv

Suchen Sie nach Personen, Abbildungen, Orten, Institutionen oder sonstigen Schlagworten in allen 244 bisher erschienen Bänden.