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Titelthema Band 173, 2004

Kunst im Licht von Konkurrenz, Neid und Rivalität

Herausgegeben von Rainer Metzger

Auf die eher unschönen Seiten hinter dem zumeist ja glänzenden Auftreten der Kunst blickt Rainer Metzger in dieser spannenden Dokumentation. Den Herausgeber interessiert die gemeinhin verborgene, dunkle Kehrseite der Kunst-Medaille: Statt Genialität und Meisterschaft herauszustellen, dringt er ein in das finstere Dickicht von Konkurrenz, Neid und Rivalität. In der Tat entpuppt sich das Thema als höchst virulent und alle Bereiche der Kunstszene tangierend. Die Geschichte von Künstlerkonkurrenz und Künstlerkampf zeichnet Sabine Poeschel in einem kenntnisreichen Aufsatz nach: vom historischen Paragone-Wettstreit der Gattungen bis zur Künstlerwettstreit als inszeniertem Spektakel reicht das Spektrum rivalisierender Auseinandersetzungen. Doch nicht nur die Schöpfer der Werke haben mit Konkurrenz, Neid und Rivalität zu kämpfen. Auch Sammler und Kritiker geraten rasch in einen Sog rivalisierenden Verhaltens, ja selbst zwischen Fachmann und Laien kommt es zu unschönen Spannungen. Wie komplex das Geflecht von Konkurrenz, Neid und Rivalität im weiten Feld der Kunst ist, deutet auch Walter Holzers Untersuchung über Fälschungen und Aneignungen an. Siehe auch “Künstlerehen“ (Band 28, 1978), „Künstler-Paare“ (Bände 106 und 107, 1990) und „Künstlergruppen“ (Band 116, 1991).

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Titelthema Band 155, 2001

Der gerissene Faden

Herausgegeben von Thomas Wulffen

Zeitgenössische Kunst zeigt sich heute so divers wie kaum zuvor. Neben den klassischen Medien wie Malerei und Skulptur stehen mittels technologischer Medien erzeugte digitale Ausdrucksformen. Mit der Einführung der „Nichtlinearität“ als Beschreibungs- und Darstellungskategorie unternimmt Thomas Wulffen den Versuch, diese Diversität zeitgenössischer Kunstformen zu begreifen. Der Begriff der „nichtlinearen Künste“ öffnet dabei das enge Feld der Bildenden Kunst zu anderen kulturellen Bereichen wie Film und Literatur. Diskussionsgrundlagen liefern u. a. die Mathematiker Jürgen Kurths und Udo Schwarz in ihrem Aufsatz über die neuen Paradigmen und Konzepte nichtlinearer Wissenschaften, Markus Brüderlin mit seinem Beitrag über Virtual Reality und die Bildbegriffe ungegenständlicher Kunst sowie Manuel Bonik mit seinen Bemerkungen zum Verhältnis von Kunst und wissenschaftlichen Theorien des Geistes. Analysiert unter dem Aspekt der Nichtlinearität werden die Werke von knapp 30 Künstlern.

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Band 155, 2001, S. 149
Band 155, 2001, S. 283
Band 155, 2001, S. 288
Band 155, 2001, S. 136
Band 155, 2001, S. 138
Band 155, 2001, S. 141
Band 155, 2001, S. 144
Band 155, 2001, S. 64
Band 155, 2001, S. 70
Band 155, 2001, S. 77
Band 155, 2001, S. 86
Band 155, 2001, S. 99
Band 155, 2001, S. 48
Band 155, 2001, S. 147
Band 155, 2001, S. 249
Band 155, 2001, S. 254
Band 155, 2001, S. 259
Band 155, 2001, S. 262
Band 155, 2001, S. 268
Band 155, 2001, S. 273
Band 155, 2001, S. 277
Band 155, 2001, S. 102
Band 155, 2001, S. 111
Band 155, 2001, S. 114
Band 155, 2001, S. 120
Band 155, 2001, S. 216
Band 155, 2001, S. 222
Band 155, 2001, S. 252
Band 155, 2001, S. 228
Band 155, 2001, S. 153
Band 155, 2001, S. 156
Band 155, 2001, S. 159
Band 155, 2001, S. 162
Band 155, 2001, S. 164
Band 155, 2001, S. 170
Band 155, 2001, S. 177
Band 155, 2001, S. 180
Band 155, 2001, S. 183
Band 155, 2001, S. 188
Band 155, 2001, S. 194
Band 155, 2001, S. 198
Band 155, 2001, S. 202
Band 155, 2001, S. 205
Band 155, 2001, S. 209
Band 155, 2001, S. 212
Band 155, 2001, S. 293
Band 155, 2001, S. 296
Band 155, 2001, S. 236
Band 155, 2001, S. 243
Titelthema Band 154, 2001

Der homoerotische Blick

Herausgegeben von Heinz-Norbert Jocks

Diese von Heinz-Norbert Jocks herausgegebene Dokumentation, versteht sich als Bestandsaufnahme, ja als exemplarischer Überblick auf die stark gewandelte Situation der Homosexuellen in westlichen Gesellschaften. Die Frage lautete, ob es einen homoerotischen Blick gibt, was ihn ausmacht und wie er sich in Kunst, Literatur, Philosophie, Film, Mode und Reklame, in der DJ-Musik und auf der Theaterbühne darstellt. Bei den beispielhaften Künstler-Interviews (u. a. mit Gilbert & George, Duane Michals, Pierre & Gilles, Nan Goldin und Wolfgang Tillmans) wird deutlich, wie sehr deren biografische Notizen jeweils den Wandel des Gesellschaftlichen widerspiegeln. Gleiches gilt auch für die Ausstellungsmacher Peter Weiermair und Rafael von Uslar, die sich beide recht unterschiedlich, aber geradezu generationsbedingt mit dem Aspekt der Homosexualität befassen. Zum Thema siehe auch „Erotik in der Bildenden Kunst“ (Band 2, 1973) und „Erotik in der Kunst heute“ (Band 46, 1981).

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Band 154, 2001, S. 86
Band 154, 2001, S. 44
Band 154, 2001, S. 46
Band 154, 2001, S. 79
Band 154, 2001, S. 193
Band 154, 2001, S. 202
Band 154, 2001, S. 213
Band 154, 2001, S. 226
Band 154, 2001, S. 244
Band 154, 2001, S. 314
Band 154, 2001, S. 328
Band 154, 2001, S. 343
Band 154, 2001, S. 359
Band 154, 2001, S. 268
Band 154, 2001, S. 281
Band 154, 2001, S. 294
Band 154, 2001, S. 91
Band 154, 2001, S. 95
Band 154, 2001, S. 106
Band 154, 2001, S. 112
Band 154, 2001, S. 132
Band 154, 2001, S. 152
Band 154, 2001, S. 166
Band 154, 2001, S. 179
Titelthema Band 145, 1999

Künstler als Gärtner

Herausgegeben von Paolo Bianchi

Abgesehen von der chinesischen Mauer, den ägyptischen Pyramiden und anderen Zweckbauten ist der Garten die größte vom Menschen geschaffene Kunstform. Während Land-Art-Künstler klare Gedanken mit Punkt und Komma in die Landschaft setzen, beschreiben Plant-Art-Künstler die Natur nicht wie ein weißes Blatt von oben links nach unten rechts. Dem Weinen nach Erhabenheit wird nicht mit schönem Impressionismus zugearbeitet, statt dessen werden Pflanzen in die Landschaft gesetzt, wie Maler gern Farben auf die Leinwand bringen, um zu sehen, was passiert. Die spektakuläre Land Art wird vom gewöhnlichen Gärtnern abgelöst. Eine Reihe solcher Künstlergärtner aus Theorie und Praxis kamen im Rahmen eines Symposiums zusammen, das vom O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz und Paolo Bianchi unter dem Titel "Modern Nature. Künstler als Gärtner" am 25. und 26. September 1998 organisiert wurde. Die zum Teil stark überarbeiteten Vorträge dieses Symposiums sind in der Dokumentation „Der Künstler als Gärtner“ dokumentiert und bilden einen aufschlussreichen Einstieg ins Denken und Handeln zeitgenössischer Künstler und Theoretiker. Ergänzend enthält die Dokumentation theoretische und philosophische Diskurse im Irrgarten des Denkens (Aurel Schmidt und Philippe Nys) sowie um die Kunst des Ausstellens von Natur in Kunsthallen (etwa von Kuratoren wie Stefan Banz in Luzern und von Harm Lux in Frauenfeld), im Stadtraum (Lausanne) oder eben im Garten (Weimar). Barbara Nemitz berichtet von dem Projekt der Künstlergärten Weimar und Brigitte Franzen zeigt in ihren Interviews, was die Gärten von Jenny Holzer, Tobias Rehberger, Annette Weisser & Ingo Vetter und der Künstlergruppe Haha charakterisiert und welche Auffassung von Garten und Kunst sich jeweils dahinter verbirgt. Der Folgeband "Das Gartenarchiv" (Band 146, 1999) bietet vor allem viel Anschauungsmaterial.

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Band 145, 1999, S. 98
Band 145, 1999, S. 100
Band 145, 1999, S. 110
Band 145, 1999, S. 120
Band 145, 1999, S. 131
Band 145, 1999, S. 71
Band 145, 1999, S. 83
Band 145, 1999, S. 155
Band 145, 1999, S. 86
Band 145, 1999, S. 88
Band 145, 1999, S. 42
Band 145, 1999, S. 48
Band 145, 1999, S. 59
Band 145, 1999, S. 60
Band 145, 1999, S. 69
Band 145, 1999, S. 145
Band 145, 1999, S. 167
Band 145, 1999, S. 178
Band 145, 1999, S. 180
Band 145, 1999, S. 181
Band 145, 1999, S. 193
Band 145, 1999, S. 207
Band 145, 1999, S. 213
Band 145, 1999, S. 222
Band 145, 1999, S. 40
Band 145, 1999, S. 132
Band 145, 1999, S. 134
Band 145, 1999, S. 224
Band 145, 1999, S. 233
Titelthema Band 144, 1999

Dialog und Infiltration

Herausgegeben von Christiane Fricke und Jürgen Raap

Wie kommt es eigentlich zu der auffälligen Häufung von Cross-overs zwischen den Teilkulturen Kunst und Naturwissenschaft? Wer sind die Protagonisten und was sind ihre Anliegen? Unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen, an welchen Orten werden sie aktiv? Diese Fragen stellten sich im Sommer 1996, als eine Serie ambitionierter Ausstellungen signalisierte, dass man sich offenkundig bereits mitten in einer Phase pragmatischer Annäherungsversuche und heftigster Interaktionen zwischen Künstlern und Wissenschaftlern befand. Derzeit machen sich die künstlerischen Positionen zur Wissenschaft vor allem an der Gentechnologie, Molekularbiologie und Hirnforschung fest. Die Neuartigkeit von kulturell konzipierten Generierungsprozessen in Kontexten, die "wie Natur" funktionieren (Biotechnologie) und ihre Thematisierung in der Kunst bilden einen Schwerpunkt der Erörterung in diesem Band. Die Herausgeber Christiane Fricke und Jürgen Raap haben die aktuellen Ausstellungen über „Kunst und Naturwissenschaft“ besucht und Gespräche mit Kuratoren, Künstlern und Wissenschaftlern geführt. Außerdem stellen sie Wissenschaftsbezogene Projekte von 26 Künstlern vor. Zum Thema „Kunst und Wissenschaft“ siehe auch „Kunst und Wissenschaft“ (Band 85, 1986) und „Das neue Bild der Welt – Wissenschaft und Ästhetik“ (Band 124, 1993).

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Band 144, 1999, S. 86
Band 144, 1999, S. 94
Band 144, 1999, S. 114
Band 144, 1999, S. 115
Band 144, 1999, S. 46
Band 144, 1999, S. 96
Band 144, 1999, S. 104
Band 144, 1999, S. 60
Band 144, 1999, S. 63
Band 144, 1999, S. 67
Band 144, 1999, S. 68
Band 144, 1999, S. 73
Band 144, 1999, S. 80
Band 144, 1999, S. 134
Band 144, 1999, S. 137
Band 144, 1999, S. 138
Band 144, 1999, S. 141
Band 144, 1999, S.
Band 144, 1999, S. 161
Band 144, 1999, S. 54
Band 144, 1999, S. 116
Band 144, 1999, S. 119
Band 144, 1999, S. 169
Band 144, 1999, S. 170
Band 144, 1999, S. 171
Band 144, 1999, S. 172
Band 144, 1999, S. 163
Band 144, 1999, S. 165
Band 144, 1999, S. 156
Band 144, 1999, S. 150
Band 144, 1999, S. 122
Band 144, 1999, S. 124
Band 144, 1999, S. 127
Band 144, 1999, S. 128
Band 144, 1999, S. 132
Band 144, 1999, S. 40
Band 144, 1999, S. 43
Band 144, 1999, S. 44
Band 144, 1999, S. 144
Band 144, 1999, S. 167
Band 144, 1999, S. 152
Band 144, 1999, S. 154
Band 144, 1999, S. 142
Band 144, 1999, S. 48
Band 144, 1999, S. 50
Band 144, 1999, S. 147
Titelthema Band 123, 1993

KUNST GESCHICHTE KUNST

Herausgegeben von Heinz Schütz

Moderne Kunst, das war seit Duchamp immer das Neue, das Andere, das sich zuallererst durch die vermeintlich radikale, revolutionäre Abspaltung von allem vorher Gehenden definierte. Doch seit Ende der siebziger Jahre scheint sich diese ständige Revolution totgelaufen zu haben: Die in ihr zugrunde gelegte utopische Denkfigur ist durch die "mnestische" ersetzt worden. Diesen radikalen "Paradigmenwechsel" im Verhältnis von Kunst und Geschichte respektive von Künstlern zur Kunstgeschichte thematisiert Heinz Schütz in dieser Dokumentation. Erste Anzeichen einer grundsätzlichen Veränderung erkennt er in Werken der so genannten "Spurensicherung". Im Folgenden beobachtet Schütz die allgemeine Restitution auf drei Ebenen: Künstler, die aus politischen Gründen die künstlerische Produktion ganz einstellten, arbeiten wieder als Künstler. Künstler, die sich ausschließlich avantgardistischer Verfahren bedienten, malen nun wieder. Künstler, die bis dahin Expression und Mimesis ablehnten, integrieren Realismen und Expressionismen in ihre Arbeit. Der Restitution der Gattungen entspricht auf der Ebene der "Sujets" ein gleichsam restitutives Verhältnis zur Kunstgeschichte; sie wird nicht mehr wie im Avantgardismus durch Negation vorwärts getrieben, sondern als Stil- und Bildzitat, als Anleihe und Wiederholung vergegenwärtigt. Parallel hierzu zeichnet sich auf theoretischer Ebene der Versuch ab, den Avantgardismus als Ideologem zu entlarven. Eine Sammlung geschichtsphilosophischer Zitate von Bloch bis Llyotard geleitet den Leser ins begriffliche Bermudadreieck "Fortschritt - Gegenwärtige Vergangenheit - Ende der Geschichte". Untersucht wird in diesem Zusammenhang auch die Rolle des Museums und der gesellschaftlichen Institution Kunst (Beitrag von Johannes Meinhardt). Interessanterweise meidet Schütz in seiner durchdachten Analyse der "mnestischen" Denkrichtung aktueller Kunst den plakativen Begriff der "Postmoderne". Diesem widmet Stefan Morawski "polemische Reflexionen".

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Band 123, 1993, S. 209
Band 123, 1993, S. 64
Band 123, 1993, S. 101
Band 123, 1993, S. 113
Band 123, 1993, S. 118
Band 123, 1993, S. 160
Band 123, 1993, S. 192
Band 123, 1993, S. 200
Band 123, 1993, S. 220
Band 123, 1993, S. 123
Band 123, 1993, S. 131
Band 123, 1993, S. 150
Titelthema Band 111, 1991

Dialog mit dem Anderen

Herausgegeben von Martin Roman Deppner und Doris von Drathen

"Dialog" ist Mode geworden. Nach den großen Schlagwörtern der 70er und 80er Jahre, der Ich-Findung, der persönlichen Mythologie, nach den Verstrickungen des Ichs im "Labyrinth" der Postmoderne, scheint sich ein neuer Begriff als geschmeidiger Titel für Ausstellungen und Begegnungen durchzusetzen. Doch nur selten kommt ein fruchtbringender Dialog zustande, finden Martin Roman Deppner und Doris von Drathen. Die größte Chance bieten ihrer Ansicht nach noch die Kunstwerke selbst, die, kenntnisreich in Beziehung gesetzt, tatsächlich ein non-verbales Zwiegespräch führen können. Denn wer habe in den vergangenen Jahren auch nur eine Podiumsdiskussion erlebt, von der man nicht ermattet und enttäuscht nach Hause ging? „Wenn wir unsere Beitragssammlung "Dialog mit dem Anderen" genannt haben, dann, um deutlich zu machen, dass wir so komplexe Bereiche wie Interdisziplinarität, Künstlersymposien oder -gesprächsrunden, partnerschaftliches Arbeiten oder Beziehungen zwischen verschiedenen Medien und auch den gesamten Bereich des Zitats im postmodernen Sinne nicht behandeln. Wir nähern uns dem Thema über das Phänomen des "Fremden", des "Anderen", denn dessen Antlitz zu erkennen und zu achten, schafft erst den Boden für einen Dialog.“ Das Spektrum der in dieser Dokumentation versammelten Beiträge reicht von Horst Bredekamps „Bemerkungen zur Antikenrezeption der Romantik über die von Monika Wagner recherchierten „Duelle mit van Gogh“ bis zu Jürgen Zankers beobachteten „Pop-Dialogen zwischen Kunst, Design und Medienkultur“ und der von Franz-Joachim Verspohl analysierten „Methode von Pollock und Wols, den Betrachter mit sich selbst zu konfrontieren“.

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Titelthema Band 105, 1990

Das Gequälte Quadrat

Herausgegeben von Dieter und Gertraud Bogner

Eine Installation von Peter Weibel lieferte den Titel: "Das gequälte Quadrat" lautete das Motto des 4. Buchberger Kunstgesprächs (1989), das den Anlass für diese Dokumentation bot. Dabei, so schreiben die Herausgeber, ging es um mehr, als "zeitgeistige Pointensuche" zu betreiben: Es galt, den Streit der "Geometrien" in Theorie und Praxis, die Begriffsumfelder "konstruktiv, dekonstruktiv und konzeptuell" aufzuarbeiten. Die verzerrte Form des Quadrates symbolisiert bei Weibel den Bruch mit der "heiligen Ikone geometrischen Gestaltens" und bildet gleichzeitig die Folie für eine Diskussion über den gegenwärtigen Stand nachkonstruktivistischer Kunst und deren unterschiedliche Theorien. Beiträge von Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Markus Brüderlin, Peter Frank, Erich Franz, Heinz Gappmayr, Michael Hübl, Gerhard Johann Lischka und Peter Weibel fächern die inhaltlichen und methodischen Dimensionen der "geometrischen Kunst" auf und untersuchen, welche Inhalte, welche Vorstellungen, Ideale, Visionen und Ängste mit der einfachen Form des Quadrates verbunden und gestalterisch zum Ausdruck gebracht wurden. Zum Thema siehe auch „Postmoderne Seele und Geometrie“ (Band 86, 1986).

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Titelthema Band 102, 1989

Das Theater der Embleme

Herausgegeben von Heinz Schütz

Emblem, Wort und Schrift sind in der Kunst wieder zu aktueller Bedeutung gelangt. "Theater der Embleme" meint die Wiederkehr dieses Kunstparadigmas. Dabei bedient sich die Kunst heute der allegorischen Darstellung, der Personifikation, ebenso wie des exponierten Wortes. Sie rekurriert auf das politische Emblem ebenso wie auf das Warenemblem. Jedoch gerät die Sinnvergewisserung in eine Schräglage, die bedingt ist durch Auszehrung einstiger Sinnsysteme. Heinz Schütz und weitere Autoren skizzieren die Entwicklung des Phänomens von der Antike über das Mittelalter, die Hochzeit der Emblematik im Barock, bis zur Kunst der Moderne und unternehmen eine deutende Einordnung aktueller Tendenzen in die kunsthistorischen Gesamtzusammenhänge. Interviews mit Urs Lüthi, Stephan Huber und Rudolf Herz sowie acht Originalbeiträge - "Künstlerdramen/ Künstlertexte" - und eine umfangreiche Bildreihe runden die Dokumentation ab. Zum Thema „Text-Bild-Beziehungen“ siehe auch „Zwischen Literatur und Kunst“ (Band 37, 1980).

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Titelthema Band 95, 1988

Transformation und Wiederkehr

Herausgegeben von Heinz Schütz

"Der historische Abstand zur Nazidiktatur wächst, aber die Vergangenheit holt die Gegenwart ein", urteilt Heinz Schütz, der ehemalige Leiter des Frankfurter Kunstvereins, über einen gesellschaftspolitischen Tatbestand, den auch die zeitgenössische Kunst thematisiert. Auch hier stelle sich die Frage "ob es heute möglich ist, unbefangen Ideologeme, Leitsätze und Euphemismen der Nazis wieder zu verwenden". Die Dokumentation zur künstlerischen Rezeption nationalsozialistischer Symbole und Ästhetik versammelt zahlreiche historische und aktuelle Beispiele. Der Herausgeber betrachtet einzelne Künstler, Werke und eine Motivwelt, die nationalsozialistisch belegt ist. Er zeigt Transformationen des Nibelungenmotivs auf und analysiert die Entwicklungen vom „Haus der deutschen Kunst zum Haus der Kunst“, „Swastika – Hakenkreuz – Swastika“ und „Klassizismus – Neo-Klassizismus – Neo-Neoklassizismus“. Weitere Informationen, Hintergründe und Gedanken enthält das anschließende Interview mit Heinz Schütz, das Georg Bussmann führte. Ein Aufsatz von Hanne Weskott über "50 Jahre Haus der Kunst - 50 Jahre entartete Kunst" ergänzt die Dokumentation.

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Titelthema Band 77/78, 1985

Cross Culture

Herausgegeben von Wolfgang Max Faust

Im Gegenzug zur sich zementierenden Fixierung der bildenden Kunst auf "Bilder", auf "Malerei", die in der Mitte der 80er Jahre durchgängig zu beobachten war, taten sich junge Künstler (und Nichtkünstler) zusammen und bildeten Gruppen/Bands, die bewusst die neuen Beschränkungen auf einzelne Kunstgattungen unterliefen. "Kunst und Leben" stand wieder zur Debatte, "Kunst und Öffentlichkeit", "Kunst und Medien". Wolfgang Max Faust hat diese Tendenzen, die er unter den von der amerikanischen Kultursoziologie geprägten Begriff der „Cross Culture“ subsumiert, beobachtet. Anhand von drei Beispielen aus West-Berlin – den Gruppen endart und Tödliche Doris sowie dem „Discount-Kaufhaus für Kunst“ – schildert der Autor neue Verhaltensweisen im Bereich der Kunstproduktion, die statt der Isolation die permanente Vermengung von Eigenem und Fremdem suchen.

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Titelthema Band 76, 1984

Paradoxien künstlerischer Praxis

Herausgegeben von Michael Lingner und Rainer Walther

Michael Lingner und Rainer Walther entdecken in der künstlerischen Praxis vier Paradoxien: 1. Künstlerische Produktion kann Arbeit sein, ohne dass der Künstler eigentlich arbeitet. 2. Je mehr der Künstler leistet, umso weniger wird seine Leistung aktuelle Anerkennung finden. 3. Obwohl der Künstler sich im schöpferischen Akt nicht wirklich selbst bestimmt, ist er auch nicht eigentlich fremdbestimmt. 4. Künstlerische Tätigkeit muss entweder „arbeitslose“ Kunst oder „kunstlose“ Arbeit sein. Ausgehend von dieser Beobachtung untersuchen die Herausgeber dieser Dokumentation die unterschiedlichen wissenschaftlichen Theorieansätze, leisten eine Klärung der Begrifflichkeiten und weisen eine Perspektive der Diskussion auf. Kernpunkte ihrer kunsthistorisch-theoretischen Betrachtungen sind das Kunstschaffen als Arbeit, Fragen der Autonomie und des Schöpferischen sowie Aspekte der künstlerischen Selbst- oder Fremdbestimmung. Ergänzt haben sie ihre Ausführungen durch umfangreiche, aus diversen Quellen gespeiste Textmaterialien zu einzelnen Begriffen.

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Titelthema Band 51, 1982

Der Elfenbeinturm

Herausgegeben von Brigitte Caster und Barbara Westermann

Brigitte Caster und Barbara Westermann erfanden 1981 ein Stipendium, das sie großzügig gleich über 60 Personen des öffentlichen Lebens anboten, seriösen Professoren und arrivierten Künstlern, respektablen Architekten, bekannten Schriftstellern und Musikern. Diesen wurde unter einem professionellen Briefkopf vorgegaukelt, in Kassel stünde ein siebenstöckiger Elfenbeinturm, der nur darauf warte, vom Adressaten des Schreibens für fünf Jahre bezogen zu werden, weshalb um Vorschläge für die Innenausstattung gebeten werde, wobei Geld keine Rolle spiele. Diese Parodie auf das grassierende Modell des artist in residence war Bestandteil des Ausstellungsprojektes Elfenbeinturm, aus dem die vorliegende Dokumentation hervorgegangen ist. Die Forderung, den Elfenbeinturm zu verlassen, klingt vertraut. Seit Jahrzehnten gilt sie bestimmten Institutionen, vornehmlich den Museen und Universitäten. Andererseits ist so gut wie nichts darüber bekannt geworden, wie es im Elfenbeinturm überhaupt aussieht und wie es dort zugeht. In ihrer vielgestaltigen Sammlung dokumentieren Brigitte Caster und Barbara Westermann zahlreiche Sichtweisen auf und in den Elfenbeinturm. Humorvoll etwa die Antworten Prominenter - von Richard Hamilton bis Rudolf Augstein - auf die künstlerische Auszeichnung, fünf Jahre einen Elfenbeinturm zu bewohnen. Ihre eigenen Gedanken und Arbeiten zur Elfenbeinturm-Problematik vermitteln u. a. Jacques Lennep, Friederike Petzold, Lili Fischer, Rune Mields, Anna Oppermann und Daniel Spoerri.

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Titelthema Band 29, 1978

Kultur wird nicht in Kultusministerien gemacht 

Herausgegeben von Georg Jappe

„Was tut das Internationale Künstler Gremium? Auf diese Frage weiß ich immer nur zu antworten: es konstituiert sich. Und was will es? Ich finde da im Rundschreiben von Karl Gerstner, das Symposion zusammenfassend, die treffende Absichtserklärung: Wir müssen das Gremium zu einem Instrument ausbilden, das, gerade weil es keine durchsichtigen Zwecke verfolgt, um so mehr gehört werden wird," schreibt Georg Jappe im Vorwort dieses Bandes. Das Internationale Künstler Gremium hielt seine 2. Tagung vom 21.-23. April 1978 in der Kongresshalle am Tiergarten in West Berlin ab. Die Beiträge der 211 Referenten sind sämtlich in diesem Sonderheft des KUNSTFORUMs vereint, in der tatsächlichen Reihenfolge, soweit dies noch nachprüfbar war. Sie entstand ziemlich spontan und zufällig, gibt aber die Spannungen und überraschenden Querverbindungen zwischen kulturpolitischen Überlegungen und künstlerischen Selbstdefinitionen anschaulicher wieder, als eine nachträgliche thematische Gruppierung. Nur eine Umstellung schien zweckmäßig: die Beiträge für die öffentliche Matinee an den Anfang zu setzen. Schließlich hat eine öffentliche Zeitschrift andere Gesetze als eine Arbeitstagung.

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Band 29, 1978, S. 64
Band 29, 1978, S. 67
Band 29, 1978, S. 75
Band 29, 1978, S. 80
Band 29, 1978, S. 82
Band 29, 1978, S. 92
Band 29, 1978, S. 94
Band 29, 1978, S. 102
Band 29, 1978, S. 105
Band 29, 1978, S. 115
Band 29, 1978, S. 121
Band 29, 1978, S. 129
Band 29, 1978, S. 136
Band 29, 1978, S. 138
Band 29, 1978, S. 144
Band 29, 1978, S. 151
Band 29, 1978, S. 18
Band 29, 1978, S. 20
Band 29, 1978, S. 24
Band 29, 1978, S. 27
Band 29, 1978, S. 35
Band 29, 1978, S. 39
Band 29, 1978, S. 46
Band 29, 1978, S. 56
Band 29, 1978, S. 58
Titelthema Band 25, 1978

Schamanen

Von Lili Fischer

Jahre 1978 fügte die Künstlerin Lili Fischer einem Artikel über „Schamanen“ ein Foto bei, das Joseph Beuys bei seiner New Yorker Aktion zeigte. Für KUNSTFORUM hat die Autorin diesen Artikel handschriftlich überarbeitet und ergänzt. So stellte sie dem Wort „Schamane“ das Wort „Künstler“ an die Seite und fand für zahlreiche Begriffe schamanistischen Wirkens Parallelen in der Kunst. Für die schamanistische „Seance“ etwa „Happening, Aktion, Performance“, für das schamanistische „Weltbild“ die „Individuelle Mythologie“ von Künstlern oder für „Weihe“ „Vernissage“. Im Anhang der mit zahlreichen Dokumentarfotos illustrierten Dokumentation zitiert Lili Fischer ein Kapitel aus Knud Rasmussens „Tagebuch der Thulefahrt (Grönlandsagen)“. Zum Thema siehe auch „Das Magische“ (Bände 163 und 164, 2003).

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Band 25, 1978, S. 54

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